Start › Foren › Offtopic (allgemeines Geplapper…) › Empfindliche Ohren oder doch die Aufnahme › Antwort auf: Empfindliche Ohren oder doch die Aufnahme
Hallo,
auch ich kenne dieses Problem. Zunächst dachte ich an einen Alterungseffekt der Elektronik bzw. Frequenzweichen (Elko’s etc.), was mir aber schnell von mehreren kompetenten Seiten ausgeredet werden konnte. Auch änderte sich das Problem dann nicht nachdem ich die Rear’s mit den Frontlautsprechern getauscht hatte – die Rear’s haben ja absolute gesehen eine deutlich geringere Spieldauer auf dem Buckel und somit logischerweise weniger Verschleiß / Alterungserscheinungen, zumindest dachte ich mir das so aus.
Als nächstes kamen dann natürlich auch Gedanken an einen Besuch beim HNO. Nachdem ich dann aber zunächst einen Test mit meiner persönlichen Klang-Referenz (InEars: Ultimate Ears Triple Fi an Cambridge DacMagic – perfekter kristallklarer Klang mit abgrundtiefen Bässen – leider mit lediglich nur andeutungsweise vorhandener Bühne, und das auch nur da die Treiber durch das Gehäuse schräg von vorne strahlen) gemacht hatte erkannte ich sofort das mein eigentliches Gehör wie gewohnt funktionierte (Ok, auch das baut natürlich mit dem Alter immer mehr ab was aber nicht die Ursache für diesen Effekt ist).
Nach schier endlosem Versuchen mit verschiedensten Maßnahmen über eine langen Zeitraum hinweg, zum Teil mit wirklich interessanten Erkenntnissen (z.B. das Abhängen des TV’s, der mittig zwischen den Frontlautsprechern an der Wand hängt, hat tatsächlich eine Verbesserung des gesamten Klangbilds bewirkt. Dies konnte aber letzendlich durch das energische Veto meiner Liebsten nicht dauerhaft etabliert werden und löste das eigentliche Problem auch nicht), habe ich, wie ich denke, mittlerweile zwei grundlegende Ursachen gefunden, von denen ich eine weitestgehend beheben konnte/kann:
Zunächst einmal die Erkenntnis das sich mit zunehmendem Alter mein Schädel im Laufe der Jahre leicht verformt hat (und vermutlich auch immer weiter tun wird) was bislang dazu führte das sich meine (immer größer werdenden) Ohren enger an ihn anlegen. Das wiederum führt scheinbar wohl dazu, das der Weg, auf dem der Schall in mein Ohr einfällt, viel stärker als früher durch die Ohrmuschel bestimmt und beeinflusst wird.
Und da kommt das wohl eigentliche Problem zustande: In meiner Ohrmuschel sammeln sich im Verlaufe des Tages kleine Partikel an, die durch was auch immer an der Hautoberfläche der Ohrmuscheln anpappen (doch, doch, ich wasche mir täglich meine Ohren)! Die Natur sorgt bei mir dafür hinaus auch dafür das kleine Haare am Eingang meines Gehörgangs überproportional schnell und stark wachsen.
Seit ich mir angewöhnt habe diese Härchen kurz zu halten und mir vor jedem Musikhören nochmal gründlich die kompletten Windungen der Ohrmuscheln mit einem Lappen sorgfältig auswasche, habe ich danach tatsächlich für ein paar Stunden weitestgehend Ruhe mit den Klangverzerrungen, einfach nur: Krass!
Aber am Ende des Tages muss ich mich wohl auch damit abfinden das der Mensch nun einmal altert und sich mit der Zeit KLeinigkeiten immer stärker aufsummieren und das Leben zunehmend beeinflussen.
In der Hinterhand hat man ja aber auch noch die Option sich gute Hörgeräte anfertigen zu lassen (die dann ja letztendlich in InEar’s enden). Da scheint die Technik heutzutage ja bereits sehr gute Lösungen zu ermöglich.
Soweit meine Erfahrungen / Gedanken zu diesem Thema
Dieter