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Antwort auf: Verstärker-Umschalter

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#8637
Sparky

Mahlzeit Alex,

Um beides zugleich zu beantworten, muss man wissen, wie eine Röhre arbeitet: Üblicherweise mit einem Ausgangsübertrager. Der basiert erst einmal auf Induktion und liefert am Ausgang Strom. Wird der dann nicht über Lautsprecher verbraucht, muss die hinein geschobene Leistung dennoch irgendwohin, das geht dann nur noch über Spannungsanstieg. Soll heißen: Hörst Du gerade Musik, ziehst die Boxen ab und hat die Röhre keine Schutzmaßnahmen wie Kokelwiderstände oder eine Crowbar, dann schlagen die Übertrager wahrscheinlich wegen Überspannung durch. Die Lastwiderstände arbeiten nach dem Kokelwiderstandsprinzip: Sie „vernichten“ den Strom und sind dabei auch so groß ausgelegt, dadurch nicht sofort durchzubrennen.

Nun zur Impedanzkorrektur:
Durch das Übertragerprinzip haben Röhren eine leichte Erhöhung im Mittenbereich, die mittels Impedanzkorrektur, welche nichts anderes ist als ein Saugkreis, abgeschwächt wird. Bei einem Transistor, der diese Überhöhung nicht hat, macht die Impedanzkorrektur also gar keinen Sinn, außer man hat das ziel, ein wenig der Ausgangsleistung des Verstärkers in ihr zu verbraten. Da die aber besser in den Boxen aufgehoben ist, macht es durchaus Sinn eine Impedanzkorrektur nur einzusetzen, wo sie benötigt wird.

Und ob sie überhaupt benötigt wird, ist eine Frage des Geschmacks: Viel des so genannten „Röhrensounds“ kommt auch ursächlich durch den Übertrager selbst, da gehört auch die Betonung der Mitten zu für manche 😉

Gruß,
-Sparky

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