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Antwort auf: Projekt Isolde- Linie 54

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#8783
Andre

Hallo miteinand,

ich finde den beef (Streit?) zwischen der digitalen und der Vinylfraktion immer ganz putzig. Recht unbestritten ist seit langem, dass die CD dem Vinyl gegenüber im Vorteil ist, wenn man die technischen Möglichkeiten der CD ausnutzt, um zum Beispiel die Dynamik eines Titels zu erhalten. Das Wissen wurde aber offensichtlich im Laufe der Zeit vergessen. Und so wurden im Lauf der Jahre Fantastillionen von mies gemischten oder mies remasterten CDs veröffentlicht. Der Backkatalog der Dire Straits ist ein populäres Beispiel dafür.

Angenommen, man würde das gleiche Master sauber auf CD und auf Vinyl aufnehmen, behauptet da der Vinylfetischist ernsthaft, dass die Aufnahme “besser” ist, und dass man das mit einem sündhaft teuren Transrotor mit Van den Huul Tonabnehmer schon hören würde? Da fehlt mir allein der Glaube. Ich behaupte mal kühn, dass der Vinylfraktion das Medium an sich ein Wohlgefühl gibt und dass das “sounding” halt gefällt. Der Informationsgehalt einer LP ist nicht(!) wie der Umfang des Apfelmännchens. Er wird nicht größer je genauer ich hinschaue. Deshalb ist es logisch, dass ab einer gewissen Detaillierung der digitalen Daten bei linearer Wiedergabe kein Unterschied sein sollte.

Ich lasse mich gerne eines besseren belehren, aber bisher sehe ich keinen Grund dafür Vinyl technisch einer digitalen Quelle vorzuziehen, es sei denn, dass es das analoge Medium in digital nicht 1 zu 1 reproduziert gibt. ‘Alte Schätzchen’ werden LPs deshalb ja gerne genannt. Ja es sind Schätze, wenn die Qualität der Aufnahme nicht in das Hier und Jetzt übertragen wurde, sondern den heutigen Hörgewohnheiten der Handymusiklauscher angepasst wurden.

Gruß
Andre

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