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Aufsetzen einer Multi-Room-Lösung

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Dieses Thema enthält 6 Antworten und 4 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  lage vor 2 Monate, 2 Wochen.

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  • #35321

    Tomas Müller

    Wenn man einmal mit dem Lautsprecherbau angefangen hat, kommen zu dem ersten Pärchen auch schnell weitere Lautsprecher in den unterschiedlichsten Räumen hinzu.

     

    So habe ich zuerst für das Wohnzimmer gebaut, später kamen Küche und Arbeitszimmer (PC)  hinzu.

     

    Da ich schon früh meine ganzen CD`s digitalisiert habe und meine Schallplatten schon seit ca. 15 Jahren nicht mehr existent sind (jetzt bereue ich den Thorens Plattenspieler verkauft zu haben) wollte ich natürlich auch eine gemeinsame Quelle für den Musikgenuss nutzen.

     

    Zuerst habe ich in meinen Netzwerk einen NAS aufgesetzt und die digitale Musiksammlung dahin verfrachtet.

     

    Als Zuspieler habe ich zwei Raspberry Pi verwendet, die mit den Hifiberry DACs ausgerüstet sind.

     

    Als Software habe ich verschiedene Audio Distributionen verwendet  und bin bei MoodeAudio gelandet, war aber nie ganz zufrieden damit.

     

    Das Setup und die Einbindung meines NAS empfand ich trotz fundierter Linux Kenntnisse als sehr aufwändig. Genervt haben auch die ständigen und langwierigen Updates der Bibliothek (gefühlt 2-3 mal pro Tag wurde die Musikbibliothek neu eingelesen und das dauert natürlich bei 15 GByte).

     

    Sehr gut fand ich die Möglichkeit die unterschiedlichsten Renderer zu aktivieren:

    • UPnP / DNLA
    • AirPlay
    • Spotify

     

    Das ganze habe ich dann ganz stolz meiner Frau vorgestellt, die die ganze Lösung mit dem Satz “Das ist ja viel zu kompliziert zu bedienen” disqualifiziert hat.

    Und ausserdem, warum kann ich nicht die Musik gleichzeitig im Wohnzimmer und der Küche hören?

     

    Einerseits war ich gefrustet, da ich mir doch so viel Mühe gegeben habe, andererseits hatte ich jetzt ja auch ein neues Projekt 🙂

     

    Also habe erst einmal eine Bestandsaufnahme gemacht welche Anforderungen an dieses Multiroom-System gestellt werden:

    • Natürlich gleichzeitiges Abspielen derselben Musik in mehreren Räumen
    • Aber auch die Möglichkeit die Player separat mit Playlisten zu bestücken
    • Einbindung verschiedener Radio-Quellen
    • Verwendung als Spotify Connect device
    • Gemeinsame Nutzung einer zentralen Musikquelle
    • Möglichst einfache Bedienung
      • Per WEB Interface
      • Per Android App

     

    Nachdem diese Parameter also festgezurrt waren habe ich mich auf die Suche nach einer “Freien” Lösung, also ohne Lizenzkosten gemacht.

    Immer wieder bin ich bei der Suche über den Logitech Media Server (im folgenden kurz LMS genannt) gestolpert, den ich aber durch die Verbindung zu “Logitech” eigentlich immer ignoriert habe.

     

    Letztendlich habe doch angefangen über den LMS nachzulesen und konnte erfahren, das LMS zwar von Logitech weiterentwickelt wird, jedoch auch OpenSource ist und habe den Versuch gewagt.

     

    Zuerst habe ich LMS versucht auf meinem NAS zu installieren, was zwar funktioniert hat, jedoch habe ich da die Spotify-Anbindung nicht ordentlich zum laufen bekommen.

    Aber diese ersten Versuche haben mir gezeigt, dass das wohl der richtige Weg ist.

     

    Das Setup war relativ einfach und nach ca. 10 Minuten hat man das System aufgesetzt und die Medienbibliothek integriert.

     

    Als Player habe ich einen Raspberry Pi mit MoodeAudio weiter verwendet.

    Da gibt es auch einen Squeezelite Renderer, der den MoodeAudio Player in einern LMS Player verwandelt.

     

    Den zweiten Raspberry habe im mit der PiCorePlayer Distribution ausgerüstet.

    Diese Distribution ist komplett als Player für LMS ausgelegt und in wenigen Minuten aufgesetzt.

     

    Nach kurzem Ausprobieren haben ich mich entschieden auch den ersten Raspberry mit PiCorePlayer auszurüsten, da die Einrichtung und die Bedienung über die WEB Oberfläche einfach sehr gut gelungen sind und ich die Funktionen von MoodeAudio nicht mehr benötigte.

     

    Dabei habe ich mich auch entschieden den LMS vom NAS zu entfernen und an einem der beiden Raspberry PIs zu installieren.

    Auch hier bietet sich der PiCorePlayer an, bei dem das ohne großen Aufwand einfach über die WEB Oberfläche durchgeführt werden kann.

     

    Mit der bereits gemachten Erfahrung dauerte das auch nur 10 Minuten bis dieser LMS das gleiche Setup hatte und die erste Musik aus den Lautsprechern ertönte.

     

    LMS erfüllt alle gestellten Anforderungen sehr gut.

    Multiroom
    Die vorhandenen Player können sowohl einzeln selektiert werden und separate Playlisten abspielen, als auch Gruppiert werden und somit die selbe Playlist abspielen.

     

    Das ganze funktioniert auch mit den Spotify Connect Clients, die die Gruppierung ebenfalls mit übernehmen!

    Radio Integration
    Es sind schon sehr viele Radios voreingestellt, die über TuneIn  fast unbegrenzt erweitert werden können.

    Spotify Einbindung
    Sowohl über einen Account, der im LMS eingerichtet wird, als auch als Connect Device.

    Zentrale Musikquelle
    LMS ist ein Server und auch nur hier werden Musikquellen integriert.

    Das gilt für jede Quelle, die LMS unterstützt.

    Die Player dienen hierbei wirklich nur als Player und machen eben nichts anderes als die Musik, die vom Server bereitgestellt wird abzuspielen.

    Einfache Bedienung
    Die Administration erfolgt über ein WEB Frontend.

    Die Bedienung für den “Enduser” erfolgt über die Android App Squeezer.

     

    Diese App kann auch von meiner Frau bedient werden, etwas einfacheres habe ich nicht gefunden.

  • #35323

    Lasar

    Hallo Thomas,

    habe auch einen LMS auf einer NAS laufen. Funktioniert! Da aber meine NAS nicht 24/7 lauft, ist das nicht so optimal. Du hast jetzt den LMS auf dem raspi laufen, wie hast du die 15gb Musik gespeichert?

     

    Gruß Lars

    P.S. gute Lösung

     

    • #35330

      Tomas Müller

      Hallo Lars,

      ich habe das einfach auf einen USB-Stick gespielt, die sind mittlerweile auch mit 64 – 128 GB spotbillig.

      Gruß

      Tomas

       

  • #35324

    derFiend

    Meiner Meinung nach die einfachste Lösung ist ein Fertigprodukt von Teufel, der Raumfeld Connector. Kostet meist zwischen 120-150 €, man kann wirklich JEDEN Streamingdienst einbinden, NAS sowieso, Radiosender und so weiter.

    Und vor allem ist die Bedienung über Mobilgeräte wirklich kinderleicht, und auch von jeder noch so technikfernen Frau zu bedienen.

    Ich bin ein großer Freund des Bastelns, aber die ganzen Raspberry Lösungen haben mich nie wirklich zufrieden gestellt, und wenn man sich anschaut kosten Raspberry + Hifiberry + Gehäuse + ordentliches Netzteil auch schon ganz leicht 100+ €. Kostengünstiger ist die Lösung dann halt auch nicht, bei gleichzeitig viel Gefrickel.

    • #35331

      Tomas Müller

      Hallo derFiend,

      ja, die Teufel-Lösung ist bestimmt ganz toll, aber die Raspberrys hatte ich schon vorher in anderen Projekten benutzt und habe.

      Somit wollte ich die Raspberrys einer weiteren sinnvollen Beschäftigung zuführen.

      Mit der Frickelei bei den ganzen Raspberry Audio Distributionen kann ich dir nur zustimmen.

      Jedoch PiCorePlayer ist wirklich simpel!

      1. Image aus dem Internet laden und auf SD-Karte spielen
      2. Raspberry starten und warten bis er sich im Netz meldet.
      3. Weboberfläche per Browser aufrufen und Audio interface auswählen
      4. LMS installieren und konfigurieren auch über WEB oberfläche
      5. Musik abspielen

      Das ganze dauert kein 30 Minuten, ohne einmal auf der Linux Kommandozeile gewesen zu sein.

      Die Player müssen auch nicht auf den neuen Raspberry Pi 3 laufen sondern kommen mit dem Raspberry Pi Zero zurecht.

      Dafür gibt es dann auch den entsprechenden DAC https://www.hifiberry.com/shop/boards/hifiberry-dac-zero/

      Oder man möchte nur die kleinen Lautsprecher in der Küche betreiben mit maximal 20 W, dann kommt manb schon mit diesem Kit https://www.justboom.co/product/justboom-amp-zero-kit/ ganz gut klar und hat auch extrem wenig Kabelsalat, weil ich für Raspberry und AMP nur ein Netzteil benötige.

       

      • #35332

        derFiend

        Ich kenne die ganzen Pi-Audio Lösungen ganz gut. Wirklich gefallen hat mir keine. Am ehesten fand ich noch immer Volumio erträglich.

        Auch bei mir lagen teilweise 3 Pi ungenutzt rum. Wenn man aber eben ernsthaft gegenrechnet ist die Pi-Audio Lösung nicht “günstig” und mit viel Bastelei versehen. Darum wollte ich hier noch eine andere Variante für Multiroom einbringen 😉

        Für den reinen Basteltrieb ist das Pi Zeug natürlich deutlich spaßiger 😀

  • #35338

    lage

    Es gibt noch eine Multiroomlösung die kommt von Bluesound (NAD).

    https://www.modernhifi.de/bluesound-2-test/

    Ich persönlich habe den Node2i und kann den Player echt empfehlen…

    Gruß Achim

     

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