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AV Receiver für 5 Caldera 1

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    Beiträge
    • #22681
      Klemens

      Hallo,
      für mein Heimkino und Party Keller brauche ich ein neues 5.1 System.
      Jonas Wohlgemuth hat mich schon beraten und wir sind auf die Caldera 1 mit ContraSub 12 gekommen.

      Jetzt brauche ich noch einen Verstärker.
      Ich habe da an einen AV Receiver gedacht weiß aber nicht welche Anforderungen dieser für die Boxen erfüllen muss.

      Nach kurzer suche bin ich zum beispiel auf den vsx-531 gestoßen.
      Hat dieser genug Leistung?

    • #22691
      Max (A)

      Hi,

      Wie viel PS Dein Auto braucht, kannst auch nur Du beantworten.
      Den Artikel hier im Magazin kennst Du?

      Hier kannst Du ein Schnäppchen machen, wenn Dir die Optik wurscht ist.

      Grüße

      Max

    • #22736
      Matthias (DA)

      Hi Klemens,
      Da die Caldera in der Aufsteigerklasse heimisch ist, hast du da schon etwas sehr sehr Feines in Aussicht. Als Fertigbox aus dem Handel würde man für diese Qualität sicherlich 700-1500Euro pro Stück zahlen. Das heisst am Ende hast du – inkl Sub – Boxen im Wert von mindestens 5000€ die auch für Musik geeignet sind.
      Insofern stellt sich erstens die Frage: reiner Mehrkanalbetrieb für Filme? Oder auch mal Stereo genießen? Im zweiten Fall würde ich schauen einen AVR der kleinen aber feinen Marken zu suchen, Rotel, Cambridge Audio, Arcam, NAD etc

      Falls es großteils nur um Film geht sind die großen Marken oft die bessere Wahl, da mehr Ausstattung und Komfort, die Softwareseite ist auch nicht trivial, das kriege große Firmen oft besser hin.

      Die Frage der Leistung ist zweitrangig – wenn es denn stimmen würde was im Katalog steht… Je mehr Leistung der avr wirklich hat, desto länger halten die Boxen weil sie bei hohen Pegeln trotzdem noch sauberen Strom bekommen. Das kann im Partykeller relevant sein. Ein zu schwacher Verstärker macht die Boxen kaputt, ein “zu starker” Verstärker kann auch leise betrieben werden, zuviel Leistung gibt es also nicht.
      Die Caldera mit hohem Wirkungsgrad ist da zwar unkritisch, sie kommt mit wenig Strom aus, hat aber verdient, dass das Signal sauber herauskommt.
      Je nach Preisklasse unterscheidet sich nämlich nicht nur die Leistung, sondern auch die eingebaute Signalverarbeitung, Vorstufe, DAC, etc. etc.
      Um Boxen im Wert von 5000,- zu betreiben ist es nicht übertrieben, ins obere Regal zu greifen wenn man ihr Potential ausnutzen will, dann kommt aber die Frage nach dem Budget.

      Ich persönlich würde viel lieber einen gebrauchten Boliden nehmen als einen neuen AVR der unteren Mittelklasse.

      Wenn Du nicht allzuviel Schnickschnack brauchst würde ich dir (da ich ihn kenne) einen gebrauchten AVR 4520 von Denon empfehlen, der hat Power und ist zumindest einigermaßen in der Lage, auch Lautsprecher von Udo angemessen zu versorgen.

      Aber auch die anderen Marken haben gute Optionen.

      Mein Rat: kauf ein Gerät, das vor 3-7 Jahren eine UVP von grob 2000€ + hatte, gebraucht oder als Aussteller /Auslaufmodell. In diese Kategorie fällt auch der 4520 und ist für 700€ zu finden. Neue Geräte zu dem Preis sind sehr selten das Geld wert wenn damit hervorragende Lautsprecher betrieben werden sollen wie in deinem Fall.
      Welches Dir und deinen Ohren am Besten passt findest Du idealerweise heraus indem du 2 Caldera mit in den Laden nimmst und mal Probehören vereinbarst.
      Ich persönlich war erschreckt, wie sehr Pioneer nachgelassen hat, selbst das Topmodell war für mich bei Musik nicht zufriedenstellend – um keine abmahnwürdigen Beschreibungen zu nutzen…
      Mein Tipp wäre Budget anpassen oder gebraucht kaufen

      Gute Suche,

      Matthias

    • #22741
      Baerchen.aus.HL

      Hallo,

      ich bin jetzt nicht der Superexperte in Sachen AVRs, doch steht der von dir angedachte Pioneer im Ruf ein, gelinde ausgedrückt, einfaches Einmesssystem zu haben. Das derzeit beste in AVRs zur Verfügung stehende Einmesssystem soll die Audysseyversion der aktuellen AVR Modelle aus dem Hause Denon sein. Der verlinkte Pioneer AVR (lt Preissuchmaschine ab 230 Euro zu haben)gehört zur unteren Preisklasse, ich gehe mal davon aus das in dieser Preiskategorie gesucht wird.

      Lange Zeit waren AVRs der großen Hersteller in Sachen Optik und Haptik nicht so berühmt. Viel Plastik, jackelnde Knöpfe und Schalter. Dies gilt auch für teure AVRs, daher sind gebrauchte imho nur bedingt empfehlenswert. Bei den aktuellen Modellen hat sich das jedoch, auch in den unteren Preisklasen, deutlich gebessert.

      Nach meiner Erfahrung ist, von kritischen Boxen abgesehen, klanglich ein günstiger AVR kaum von einem teuren zu unterscheiden. Wie viel einem die schwerere Optik und Haptik teurer Modelle wert ist, muss jeder für sich entscheiden. Ich würde in Anbetracht der raschen technischen Weiterentwicklung bei den AVRs, die eine geringe Halbwertzeit zur Folge hat, nicht unbedingt in die teure Oberklasse investieren.

      Die Caldera hat einen recht guten Wirkungsgrad und ist im Impedanzverlauf unkritisch, d.h. sie stellt, auch für höhere Pegel, an den Amp eher mäßige Ansprüche. Ich denke, dass der Denon AVR X1300, der derzeit günstig im Abverkauf zu haben ist, hier ausreichend ist.

      LG
      Volker

    • #22742
      Rincewind

      Hallo Klemens!

      Ich habe mir das technische Werbedatenblatt des AV Receivers VSX-531 kurz angesehen. Was deine Frage der Leistung anbetrifft, so kommt aus der Kiste nur recht wenig heraus. Das Blatt spricht von 130 Watt bei 1% THD bei 6 Ohm Last (klassische Tripath bzw. Class D Optimierung der Ausgangsfilter, um PWM Dreck auszusieben, auf eine Impedanz). Ich hoffe, dass sich die 130 Watt auf die Summe der Leistung aller Kanäle bezieht. Ansonsten stünden 650 Watt Ausgangsleistung einer Aufnahme von 220 Watt entgegen ;-P

      Damit Du einen Vergleich hast: alter Stereoamp wie z.B. der Marantz PM80 SE macht pro Kanal 120 Watt dauerhaft an 8 Ohm bei 0.005% THD.

      Da Du bereits den Subwoofer aktiv betreibst, befreist Du den AVR von der wesentlichen Last. Wenn Du jetzt noch die Lautsprecher im AVR Menü nach Unten bei ca. 80 Hz trennst, entlastet Du den AVR zusätzlich. Somit bekommst ein paar Watt Reserve für Dynamik.

      Ob es Dir am Ende reicht, kann ich nicht beurteilen, das wirst Du selbst beurteilen müssen. Vielleicht schaust Du dich erst einmal nach einem gebrauchten AVR um, der z.B. PreOuts für alle Kanäle mitbringt. Dann kannst Du bei Bedarf zusätzliche Endstufen für Main’s oder Center anschließen. Als Endstufe kannst Du ruhigen Gewissens eine ältere Stereo Endstufe nehmen (z.B. Yamaha M45) – Es muss nicht immer ein SymAsym sein 😉

      Grüße
      Rincewind

    • #22744
      Klemens

      Guten Morgen,
      danke für die Ratschläge, besonders dir Matthias für die Angaben was die Dinger im Handel kosten würden.
      Hab ich mich schon gefragt und freu mich jetzt umso mehr darauf 🙂

      Zum Stereo Musik hören werden die Boxen eigentlich nur für kleine home parties genutzt, aber genau da wird es auch mal Lauter.

      Gegen gebraucht habe ich nichts einzuwenden.
      Ist aber auch immer kompliziert etwas in der nähe zu finden was auch persönlich getestet werden kann…
      Ich verstehe das die Teureren AV Receiver mehr Leistung haben, aber die haben dann auch gleich 200 Anschlüsse die ich gar nicht brauche.

      Der Denon AVR X1300 schaut da schon besser aus und preislich auch im Rahmen.

      LG Klemens

      • #22745
        Rincewind

        @Klemens:
        Wenn Du schon ein paar Lautsprecherkisten selbst baust, wird es nicht so kompliziert sein bei eBay Kleinanzeigen den Suchradius auf dein erreichbares Umfeld einzustellen 😉

        Ja, Du hast Recht, gutes gebrauchtes Gerät braucht mehr Aufwand beim Kauf als der Klick im Online-Shop. Dafür bekommst bei Gebraucht deutlich Mehr für dein Geld.

        Es ist deine Entscheidung.

        Grüße
        Rincewind

      • #22746
        Matthias (DA)

        Moin Klemens,
        Wenn du den x1300 wirklich in Betracht ziehst würde ich nochmals empfehlen, Dir erst einen eigenen Eindruck zu verschaffen, bau die Caldera fertig und nimm 2 zum Testen und vergleichshören mit.
        Nur damit du ein Gefühl für die Preisklassen bekommst.
        Ich möchte Bärchens Eindrücke nicht bezweifeln, habe selbst aber sehr andere Erfahrungen gemacht.
        Am Ende kommts aber darauf an was zu Dir passt.

        Ansonsten schau mal ob sich Cambridge Audio 540r oder 640r gebraucht finden lassen, der ist nicht mit Anschlüssen überladen sondern mit Klangqualität 😉

        Matthias

    • #22747
      max

      Hi Klemens,
      Setz dir ein Budget und schau einfach mal was du innerhalb Budget und Umgebung am Gebrauchtmarkt findest.
      Ein für mich wichtiges Ausstattungsmerkmal: Pre-Outs. Damit kann man später bei Bedarf noch externe Endstufen nachrüsten – das brachte in meinen Ohren wesentlich mehr als der Aufstieg in eine höhere Klasse. Die Leistung (im Sinne einer hohen Wattzahl) ist gar nicht das Problem. Kontrolle ist gefragt, gerade bei etwas größeren Lautsprechern. Ein Ordentlicher 2x50W Stereoamp für ne zweistellige Summe steckt deshalb uU einen 2k€ AVR mit >200W klanglich in die Tasche.

      Was dagegen für mich absolut verzichtbar ist, sind Netzwerkfunktionen. Dies würde ich lieber über ein externes Gerät (FireTV, Chromecast, Raspberry etc) abhandeln – das ist wesentlich flexibler und vor allem bist du was Softwareupdates angeht idR wesentlich besser dran.

      Hi Matthias,
      der CA 540r hat mWn keine HDMI Ports. Bei aller Liebe zum Good Old HiFi – einen HDMI-losen AVR finde ich nicht zeitgemäß.

      Gruß Max

    • #22752
      Baerchen.aus.HL

      Hallo,
      ich wollte noch zu bedenken geben, dass der tatsächliche Leistungsbedarf von Hifi-Lautsprechern oft überschätzt wird.

      Bei Zimmerlautstärke bewegt sich der Leistungsbedarf meist im Milliwattbereich und in vielen Wohnsituation reichen bereits 10 Watt Ampleistung aus, um sich den Ärger mit den Nachbarn einzuhandeln…. Das sind Situationen, die kaum einen Amp wirklich fordern….
      LG
      Volker

      • #22764
        Matthias (DA)

        Moin Volker, was die Leistung angeht bin ich voll bei Dir, da würden auch die Kleinen reichen, leider hab ich festgestellt, dass auch die anderen Bauteile die den Klang beeinflussen dann oftmals eher mau sind und das Gesamtergebnis runterziehen, selbst wenn die Leistung eigentlich ausreicht.

        Liebe Grüße
        Matthias

    • #22778
      geloescht

      Moin.

      Matthias, die Leistung kleiner AVR Receiver reicht daher nicht aus, weil die angegebenen Unsummen an Leistung erstunken und erlogen sind. Ich habe mir einmal Daten der Geräte angeschaut. Da protzen die Anbieter mit 5 oder gar 7 x 100 Watt, die Leistungsaufnahme liegt aber deutlich unter 500 Watt, teilweise sogar nur bei 250 Watt. Das wäre dann ein Kraftwerk mit einer Leistungsziffer von 2:1, könnte auch am Ende als Perpetuum Mobile durchgehen und alle Energieprobleme dieser Welt wären gelöst.

      Natürlich Unsinn das Ganze. Der Klang eines Verstärkers leitet sich auch aus der Möglichkeit ab, Impulse zu verarbeiten. Bei vielen Trash – CDs und – Files aus dem Bereich des Loudness-wars, I-phone lässt grüßen, ist das nicht ganz so wichtig. Denen sind die Impulse weggemischt und wegkomprimiert, bei hochwertigen Ausgangsquellen ist es aber mit entscheidend, dass die Impulse richtig verarbeitet werden. Wenn man einen AVR (unteres Level) mit Impulsen von 120 dB beaufschlagt, die sind auf manchen Tonträgern drauf, die ich besitze, kann er nur in Rauch aufgehen, abschalten oder clippen.

      So gut klingen wie ein fetter Sansui werden den Dinger nie. Aber, jedem Narr sei´Kapp´, wie man in den Anden sagt.

      Hesse

    • #22794
      geloescht

      upps

    • #22798
      Baerchen.aus.HL

      Hallo,
      hier zwei Links zu Info-Seiten in Sachen Hifi, die auch von Anfängern und Laien verstanden werden können…. aber auch für den Liebhaber durchaus noch die eine oder andere Überraschung beinhalten
      http://www.elektronikinfo.de/audio/hifi.htm
      http://www.hifiaktiv.at.xserv08.internex.at/
      LG
      Volker

    • #22799
      derFiend

      Ich behaupte immer gerade heraus, das 90% der Kunden die 5.1 oder x.1 im “günstigen” Segment kaufen, mit einer guten Stereo Lösung besser bedient wären.

      Im Gegensatz zu dem was gerne als “einfach” propagiert wird, stellt gerade der Spagat zwischen guter Heimkino Wiedergabe, UND guter Musikwiedergabe enorme Herausforderungen an das Wissen um die Materie und nicht zuletzt auch den Geldbeutel.

      DIY Lautsprecher bauen, macht man ja oft nicht nur aus Interesse an der Materie, oder dem einfachen Basteltrieb, sondern häufig auch aus gewissen Sparzwängen heraus.

      Ich für meinen Teil hab dem ganzen x.1 Heimkino Gedöhns völlig abgeschworen, und setze lieber auf guten Stereoton. Ergebnis der ganzen Übung ist, das ich sehr häufig Freunde hier zu besuch habe, die immer wieder von sich geben, das mein Stereo Setup um Welten besser klingt (auch räumlich) als ihr Heimkino Zeug…

      Was nicht heisst, das ich ein Heimkino Setup irgendwie verteufeln würde, man muss sich eben nur bewusst sein das man SEHR viel tiefer in die Tasche greifen muss um das auch wirklich GUT hinzubekommen…

      War eigentlich als Antwort auf Hesses Beitrag gedacht, keine Ahnung warum der jetzt hier landet…

    • #22801
      Rundmacher

      Hallo,

      eifrig lese ich mit.
      Ich bin ja wieder wachgeworden vor einem Jahr auf dem Ledersofa, altes Wissen aus dem letzten Jahrtausend ist aufgefrischt.
      Gestern wurde der zwei Jahre alte obere Mittelklasse AVR von Yamaha abgeklemmt, wie berichtet macht er eine gute Figur im Stereomodus an der Chorus71.
      Die wirklich alte diskret aufgebaute Gegentakt A/B Stereoendstufe vom oberen Regalfach in der Werkstatt wurde hervor gekramt, geöffnet, Spinnweben und Staubmonster entfernt. Die alten Siebelkos durch Neuere ersetzt (oh je, wie hat sich das entwickelt, bei gleicher Bauform viel größere Kapazitäten bei höherer Spannungsfestigkeit), das Netzkabel wieder angeklemmt und mit einem Regeltrafo schön langsam hoch auf 220 V gedreht.
      Alles gut.
      Er liefert an vier Ohm 2x 28 Watt Sinus bevor er ins Clipping geht, wochenlang, Einschaltdauer 100%. Von unter 20 Hz bis über 20 kHz reiner Sinus auf dem Oszi. (der Rechteck sieht auch gut aus…)
      Das gute Stück wurde statt der AVR-Endstufe angeschlossen.
      Der AVR -oder die Konstrukteure- sollte sich schämen. Also so wird das nie was, die olle Vintage-Endstufe drückt ihn ja förmlich an die Wand was Dynamik betrifft.
      So langsam komme ich rein.

      Es grüßt freundlich
      Rundmacher

      • #22802
        Baerchen.aus.HL

        Hast Du zum Vergleich mit der alten Endstufe beim Yamaha AVR mal alle Regelfunktionen abgeschaltet, die Amps auf gleiche Lautstärke ausgepegelt und dann mit einem Unschaltkasten mal einen verblindeten Hörtest gemacht? Die Dynamiklimitierung ist im Sinne der Klangtreue zwar schlecht, wird heute als Vorteil für das Verhältnis zu den Nachbarn gesehen. Sie lässt sich aber bei vielen Geräten abschalten.

        • #22806
          Andre

          Hallo Volker,

          ich bin seinerzeit auch einer derjenigen gewesen, der die Stereoqualität eines AVR bescheiden fand. Ich hatte damals einen Onkyo 606 und war ziemlich baff, dass ein kleiner Tripath2024 (S.M.S.L. schieß mich tot) hier in allen wichtigen Belangen (Auflösung, Dynamik) die Nase vorn hatte. Selbst meine Holde war damals geplättet, dass ein 30€ Kistchen gegenüber einem AVR für 400€ im pure direct Modus auch für sie nachvollziehbar im Stereo als bessere Wahl dastand.

          Heute sieht das etwas anders aus. Die moderneren AVR auch im unteren Preisbereich sind im Stereo nicht so schlecht, wie man sie gerne redet. Da haben die Hersteller sich wirklich verbessert. Wer also eine U_do oder eine SB12 bis 18 zuhause betreibt, macht da nichts falsch, wenn er sich einen Marantz (5000er oder 150x), Yamaha RX 5XX oder Pioneer vsx trallala kauft. Mehr geht immer, aber wer streamen möchte, einen synchronen Ton mit dem Fernseher mag (ARC), internetradio hört oder spotify Kunde ist…. Nicht verrückt machen lassen… Es ist mMn kein Fehler weniger als 1000 € für nen AMP / AVR auszugeben.
          Anders wird das erst, wenn man in sich zum highest End oder auch den Goldohren zählen möchte…

          Duck und weg
          Andre

        • #22809
          derFiend

          Ich würde dir absolut zustimmen Andre, wobei ich keinen AVR für Stereonutzung kaufen würde. Inzwischen gibt es die Features die ein AVR hat, auch in neueren Stereoverstärkern (Dekodierung der Dolby Tonformate, Raumeinmessung, Appsteuerung, usw. usf.).

          Einen AVR würd ich wirklich nur dann nehmen, wenn er eh rumsteht, oder man halt doch beabsichtigt auf Heimkino auszubauen…

        • #22825
          Baerchen.aus.HL

          Ja, inzwischen gibt es auch in der Konsumerklasse Stereoamps/receiver die im Prinzip auf zwei Kanäle abgespeckte AVRs sind und das wird zunehmen. Die Vernetzung von Musikanlage und Internet via PC, Smartphone etc wird sich kaum aufhalten lassen. Vor einem Monat war hier vor Ort eine kleine Messe. Den tiefsten Eindruck hinterließ dabei eine Anlage aus Aktivlautsprechern, deren Modul auch einen Vorverstärker hat, digital angebunden an einen Netzwerkplayer, gesteuert per Handy App. Und der Klang dieses eher minimalistischen Konzepts ließ die monströsen Anlagen der anderen Aussteller ziemlich alt aussehen.

          Ich bin zwar auch ein Freund des good old Hifi und ein klassischer Vollamp ala Pioneer SA 8500 II ist mir näher als so manches aktuelle Gerät. Wenn die Zweikanaltechnik aber weiter bestehen will (z.B. für Leute die sich ihr Wohnzimmer nicht mit unzähligen Lautsprechern zustellen wollen), wird sie sich den multimedialen Zeitalter weiter anpassen müssen. In einem anderen Forum herrscht z.B. die Meinung, dass das klassische Stereo nur noch etwas für alte Männer ist und das so genannte High End für alte Männer mit gehobenen Einkommen. Ich denke auch, dass klassisches Stereo zum Nischenprodukt verkommen wird. Dies kann man z.B. auch am Angebot der hier örtlich ansässigen Geizsaublödmärkte sehen. Beim letzten Umbau wurden die Studios mit den hochwertigen Hifi Geräten abgeschafft, hochwertiges Stereo findet im Prizip nicht mehr statt und selbst das Angebot in Sachen Heimkino ist stark reduziert worden. Neuester Trend Multifunktions TV Geräte, die vermutlich bald auch AVRs ersetzen können. Wie gesagt, das wird sich kaum aufhalten lassen.

          Ich hatte vor kurzem jemanden zum Probehören der Sb36 hier, der seinen AVR mitgebracht hat. Bei abgeschalteten Regelwerk konnte der meinen klassischen Stereoamps problemlos Paroli bieten. Ich wollte es auch lange nicht wahrhaben, aber aktuelle AVRs stehen in reinem Stereobetrieb den Klassikern klanglich in nichts mehr nach. Auch in der Haptik sind die Geräte deutlich besser geworden.

          Deshalb werde ich aber meine Klassiker jetzt nicht verkaufen, denn die technische Weiternetwicklung ist mir viel zu rasant. Was man heute kauft ist morgen veraltet. Also schön weiter Schallplatte und CD hören und die Entwicklung weiter abwarten….

        • #22879
          geloescht

          Moin.

          Bärchen, in anderen Foren gibt es eine ganze Menge Leutchen, die sich dicht an der Schwachsinnsschwelle bewegen.

          Aber richtig ist, dass sich die Entwicklung hin zum Schaltverstärker, also Class D, entwickeln wird. Die Hersteller haben in den letzten Jahren auch enorme Fortschritte in Klang und Qualität gemacht, absolut keine Frage. Aber um mit den richtigen Dickschiffen mithalten zu können, wird es einiger Verbesserungen und der nächsten Generation bedürfen.

          Natürlich sind die Schaltverstärker preislich sehr interessant und werden es in Zukunft nicht so ganz betuchten Zeitgenossen ermöglichen, gute Musik zu hören, wenn sie denn noch wollen. Class D Verstärker, die sich heute schon den sehr guten Transsistorgeräten nähern sind aber noch entsprechend teuer, vermutlich eine Frage der recht geringen Stückzahlen, die dort im High-End-Bereich nachgefragt und
          gekauft werden.

          Hesse

        • #22887
          Baerchen.aus.HL

          Nun, imho sind die meisten Dickschiffe eher Prestigegeräte welche das Ego der Besitzer bedienen. Technisch für die für die meisten Anwendungen eher vollkommen überdimensioniert.

        • #22893
          derFiend

          Bis zu einer gewissen Höhe bin ich da ganz bei Bärchen. Wenn man mal ne Messe wie die HighEnd hier in München besucht, drängt sich schon sehr der Verdacht auf, das hier alten Männern mit zu viel Geld eben jenes aus der Tasche gezogen werden soll.

          Ich denke bei den LS kann das jeder hier für sich selbst verifizieren, aber auch die wenigsten Verstärker dort bieten wirklich etwas “neues”.

          Die AVR werden tatsächlich besser was die Stereowiedergabe angeht, aber es kommen auch vermehrt Stereo Verstärker mit neuen Features. Demnächst hab ich einen EA1 Verstärker von einem für seine Lautsprecher bekannten Hersteller zum testen, der wirklich interessante moderne Features aufzuweisen hat, die ich inzwischen auch erwarte.

          Und ich denke auch den Herstellern ist vielleicht hier und da klar, das sie mehr bieten müssen als das was ich schon vor 30 Jahren im HiFi segment bekommen habe, und mir heute günstig aus der Bucht schießen kann…

        • #22897
          nymphetamine

          Hi,

          Bitte jetzt nicht falsch verstehen!!!!

          Aber wozu benötige ich airplay, deezer, spotify und was es noch so gibt in einem Verstärker, der musik wiedergeben soll aber nichts kosten darf… Umso mehr digitale Technik eingebaut wird, desto teuer wird’s… Nicht wegen den verbauten teilen, sondern aufgrund der lizenzabgaben (wissen nicht viele aber usb-buchsen und hdmi-buchsen müssen dem besitzer dieser technik gemeldet werden und dafür eine gebühr abgeben)

          Meiner Meinung nach müsste maximal dnla unterstützt werden… Und darüber kann man dann das entsprechende “zubehör” an bzw. Aussteuern… Hifi-berry ins netz… Über dnla zugreifen und steuern… Is günstiger als im Verstärker…

          Hier kommt aber wieder das problem, dass es kundengruppen gibt, die sich damit nicht ausskennen…

          Und hier sind wir wieder am anfang des Meinungs-Kreises… Jeder muss für sich selber entscheiden, wie er seine infrastruktur aufbaut bzw. Ausbaut.

        • #22902
          Sparky

          N’Abend,

          das ist mit einer der Gründe, warum wir privat mit ein wenig Eigeninitiative gleiche Qualität zu einem Bruchteil des Preises erhalten…. Wo jeder Zwischenhändler etwas verdienen möchte und ggf. seinerseits Gebühren entrichten muss, kombinieren wir einfach Geräte “direkt vom Fließband” zu einer Baugruppe mit gleichen oder gar besseren technischen Daten.

          Streaming mag einen da evtl. etwas einschränken wegen der Lizenzierung, davon halte ich aber selbst eh nicht soooo viel…
          Ich bevorzuge es, die Daten auf einem Datenträger in meinem Eigentum zu besitzen…… Dann kann ich am jüngsten Tag und ohne Internetz den Generator anwerfen und den passenden Soundtrack abspielen 😉

          Gruß,
          -Sparky

        • #22903
          derFiend

          Da geht ihr gedanklich in die falsche Richtung.
          Meiner Meinung nach ist Streaming keine Aufgabe eines Verstärkers.

          Aber es gibt andere Features, die ein moderner stereo Verstärker meiner Meinung nach haben sollte:

          – Dolby Digital Decoder (ja auch bei 2.0 absolut wichtig heute)
          – DAC mit USB (optische und coaxiale Anschlüsse sollten eh vorhanden sein)
          – ein DSP ist heute auch kein Hexenwerk mehr, ich find gut wenn so etwas vorhanden ist, ob mans braucht ist was anderes
          – Bluetooth find ich auch immer ganz nett, einfach weil das heute jeder hat, und freunde so auch mal ihre Musik abspielen können… highend ist das natürlich nicht

          Witzigerweise sind das Features die nur manchmal, selten noch in der Kombi zu finden sind. Alles andere, was viele Verstärker heute so bieten, ist entweder schon seit jahrzehnten absoluter Standard, und man versucht überteuerte Geräte mit irgendeinem Marketinggewäsch (optimierte Schaltwege usw…) an den Mann zu bringen, oder wie von euch erwähnt, mit Features die in einem Verstärker nichts zu suchen haben, weil sich die Standards angesichts der potentiellen Gerätelebensdauer zu schnell verschieben…

        • #22907
          nymphetamine

          90% meiner alben sind cd’s. Ich habe bis heute noch kein album digital gekauft. Streamen tu ich auch nicht… Maximal handy im wlan mit dem receiver verbinden um.die digitalisierten in original vorliegenden alben abzuspielen.

          Ok… Ich nutze gerne auch die youtube-app auf meinem smart tv… Aber das war halt brim.tv mit dabei… Ich wollte damals eigentlich kein w-/lan fähigen tv… Aber das war ein angebot wo das hakt enthalten war.

          @derfiend
          Alle Punkte die du aufgeführt hast, sind lizenzpflichtig. Somit muss der Hersteller schonmal diese kosten auf sein Produkt umwälzen. Dann kommt noch die “wertschöpfung” der zwischen, groß und einzelhändler drauf.

          Es muss jede interessengruppe befriedigt, bedient und auch vom marketing beschwatzt werden… Deswegen sind auch aktuell Lösungen ala symasym so erfolgreich. Sie bieten technisch das, was ein Verstärker macht, ohne diesen lizenspflichtigen “schnickschnack”. Aber wie schon geschrieben möchte ich dir nicht widersprechen, nur sagen, dass jede interessengruppe wissen muss, was es will und dabei muss denen such klar sein, dazu zu bezahlen. Und unwissende sind dann mit der Technik am markt überfordert

        • #22915
          derFiend

          Also eigentlich ist nur der Digital Decoder Lizenzpflichtig. Jeder billigst AVR hat das, kann also nicht die Welt kosten.

          Man muss hier sicher nach Kundengruppen unterscheiden. Im Regelfall ist es jedoch so, das dir mit einem etwas “moderneren” Anspruch momentan primär ein AVR angeboten wird, und die Stereogeräte im wesentlichen auf einem Stand von vor 30 Jahren stehen geblieben sind, wenn man vom Netzteil vielleicht mal absieht.
          Auch dafür gibt es die Kundengruppen, aber dieses Stehenbleiben ist vielleicht auch mit ein Grund, warum der Stereogenuss inzwischen einen “alte Leute” Ruf hat.

          Bei mir selbst ist eigentlich jeder Zuspieler bis auf einen Streamer und den TV weggefallen. Und das wird bei vielen inzwischen so sein. Nur die Verstärkerangebote haben sich in dem Bereich kaum angepasst.
          Die Dolby auf Stereo Umrechnung ist wichtig, weil selbst die besten LS sonst eher mäßig klingen, den TV schließt man am besten per optischem Kabel an, den Streamer auch, falls er nicht selbst über einen exzellenten DAC verfügt. Und schon dünnt das Angebot bei Verstärkern extrem aus.

          Ich will das garnicht ewig weit führen, aber ich würde der Industrie hier durchaus attestieren die “jüngeren” Hörer in den AVR Bereich zu drängen, und die älteren mit einem eher mäßigen Technikstand abzuspeisen.

        • #22919
          Udo Wohlgemuth
          Verwalter

          Hallo Jungs,
          zum Thema Technik, die man braucht, muss ich mal eine kleine Anekdote beisenfen. Vor vielen Jahren fragte ich Klaus Dotter, zu der Zeit Lautsprecher-Entwickler bei Sony, warum der neue CD-Player so viele Knöpfe und Features hat, die kein Mensch braucht, aber seine eigentliche Funktion so grottenschlecht ausübt. “Nun”, war seine Antwort, “wir haben alles in eine Kiste gebaut, was der Markt hergab. Dann wurde nachgemessen, wieviel Platz noch zum (damals üblichen) Maß von 43,5 cm blieb. Oh, da passt noch ein CD-Laufwerk rein. Schon konnten wir damit werben, was der Kasten alles kann. Naja, für brauchbare Schaltungen reichte das Budget nicht, aber die Schalter funktionierten.”

          So ist das auch heute noch, alles drin, aber nichts erfüllt auch nur den geringsten Anspruch an Klang. Manchmal ist es wohl besser, auf irgendwas zu verzichten, als es in minderer Qualität zu besitzen. Wenn es gut sein soll, kostet es entsprechendes Geld.

          Gruß Udo

        • #22920
          derFiend

          Ich glaub das Platzproblem, gerade in 44er Gehäusen stellt sich heute kaum noch. Dank integrierter Schaltungen kann man da heute wirklich reichlich unterbringen.

          Aber ja, letztendlich muss ein Verstärker seine Primärfunktion gut ausüben, und ordentlich klingen. Seh da heutzutage aber keinen Wiederspruch mehr zu weiterer Funktionsvielfalt.

    • #22808
      Rincewind

      Hallo!

      Der Thread ist mittlerweile in eine ganz eigene Richtung abgedriftet. Na gut, dann schubs ich den Thread noch ein wenig weiter 😉

      Im Grunde genommen, haben die AVR Entwickler einen besch..nen Job:
      – Produktmanagement will ALLES in einer Kiste für möglichst wenig Kosten
      – Das Ganze soll auch Käwin oder Schantale bedient werden können (zumindest die Basisfunktion)
      – Selbst Class D und der mini Computer in der Kiste wollen ihre Abwärme bei Bedarf im Regal abgeben können ohne gleich selbst im Rauch aufzugehen
      – Das Marketing will möglichst GROßE Zahlen bei den technischen Daten schreiben können (denn das Märchen von Watt im HiFi Laden zieht immer noch: Die Lautsprecher haben 130 Watt, da brauchen Sie auch einen 130 Watt pro Kanal Verstärker. Das Versteht Käwin und Schantale auch)

      Ergo gibt es in der Kiste mehr Funktionen und Modi als es jemals Einer gebrauchen kann, dafür fehlt das Geld (und Platz) für ein kräftiges Netzteil (schließlich ist ein echter EIN/AUS Schalter heute zu unbequem, daher soll die Kiste immer im Halbschlafmodus laufen und dabei wenige Watt [Wegen EU Richtlinie] aus der Steckdose ziehen). Sorry für die mythenmetzsche Abschweifung, hab gestern noch W.Moers gelesen.

      Zurück zum Thema: Es ist schlicht kein Platz in der AVR Blechkiste um 5 oder 7 kräftige Class D Endstufen samt passenden Netzteil unter zu bringen. Daher ist jede (auch sehr teure Kiste, das gilt auch für die hübsche von Matthias (DA)) ein Kompromiss zwischen möglicher Leistungsabgabe, Klangqualität, Funktionalität und thermischen Management. Ach ja, es soll noch ins Regal passen ohne das der oder die Partnerin gleich aufschreit “Dieser Riesenkasten kommt nicht in MEIN Wohnzimmer!”

      Daher nochmal zusammengefasst die Paar Ratschläge für den vollendeten Genuss mit AVR:
      – Aktive Sub’s sind Pflicht
      – Im Heimkino-Modus den AVR so einstellen, dass die Mains unter ca. 60 – 80 Hz nicht mehr spielen. Gleiches gilt für Center. Die Rears und sonstiger Kleinkram (unter Decke auch) bis etwa 100 Hz spielen lassen. Damit wird der Energiehaushalt im AVR vom gewichtigsten Verbrauch geschützt.
      – PreOuts für Main, Center sind sehr Sinnvoll um diese Lautsprecher mit separaten Endstufen betreiben zu können. (Bei der Caldera 1 können aus auch PA Endstufen sein).

      Damit kehrt Dynamik zurück ins Heimkino.

      Warum der ganze Aufwand? Richtig, es wird das Nachgerüstet was dem Produktmanagement und Marketing zum Opfer gefallen ist. Das Beste am Nachrüsten ist, die Nachrüst-Komponenten können auch beim nächsten AVR wieder benutzt werden. Denn Gerüchten zur Folge, sind AVR Produkte, die sehr schnell altern: HDMI Änderungen, neue Streaming Formate wie Spotify, mehr Kanäle usw. Dadurch wird der Verbraucher mit sanften Druck gezwungen sich einen neuen AVR zu kaufen.

      Ich bleibe bei Zwei-Kanälen für Musik. Da kann ich hin und wieder mal was ausprobieren ohne tief in den Geldbeutel greifen zu müssen. Da bleibt mehr Geld für eine bequeme Couch übrig 😉

      Grüße
      Rincewind

    • #22810
      geloescht

      Moin.

      Hallo Baerchen. Für mich ist das wirklich keine Überraschung.Ich besuche die Hifiaktivseite auch ab und an, eine gut gemachte Geschichte.

      In Sachen Verstärkerklang und Vergleich bin ich aber komplett anderer Meinung und habe das auch schon mehrfach bewiesen. Entweder sind die Versuchskaninchen nicht entsprechend ausgewählt oder die Zuspielung stimmt nicht.

      Auf jeden Fall klingen Verstärker anders. Rodscher hatte einmal einen hochgelobten “Block”-Verstärker, Made in Germany im unteren Preissegment, zu einer Hörsession mit. Die Unterschiede zu NAD 317 und Sansui SIX waren aber so was von hörbar, auch bei Nichtwissen, welcher Verstärker jetzt läuft.

      Ich halte es generell so, dass ich mir immer selbst ein Urteil bilde, alles andere, als auf meine Ohren in meinem Raum vertrauen, ist pillepalle. Seit fast 50 Jahren beschäftige ich mich mit Hai-Vieh und denke, dass ich über ausreichend Urteilsvermögen und das feine Ohr verfüge, um, zumindest für mich ein schlüssiges Urteil abzugeben.

      Meine Neuerwerbungen, Sansui AU X501 und AU G90X, sind so der Hammer, dass die Abstände zu preiswerter Ware krass werden. Selbst gestern alles probiert, auch im Blindtest. Heute kommt noch ein sehr ausführlicher Bericht darüber. Hier in diesem Theater.

      Übrigens habe ich noch nie an Kabelklang geglaubt……..

      Hesse

      • #22829
        Baerchen.aus.HL

        Nun, Kabelklang ist leider ein sehr erfolgreicher Marketinggag, auf dem ich zum Glück noch nicht reingefallen bin.

        Ich wollte es zunächst auch nicht wahrhaben, ein guter Verstärker tut nur das was sein Name sagt….. das eingehende Signal verstärken und nicht verändern. Darum müssen, zumindest theoretisch, alle Verstärker, die für sich in Anspruch nehmen dem Hifi-Ideal zu entsprechen, in einer sonst gleichen Kette gleich klingen (vorausgesetzt sie sind für den Lautsprecher ausreichend dimensioniert und werden nicht an der Leistungsgrenze betrieben). Ich weiß nicht wie viele Amps ich schon in meinen ca 30 Jahren Hobbyzeit verglichen habe. Die obige Theorie kann ich für mich für Zweikanalgeräte weitesgehend bestätigen. Ein paar gesoundete Amps sind mir auch schon begegnet. Bei AVRs waren früher Unterschiede durchaus hörbar….. die Zeiten sind vorbei

        Ferner wird im Normalbetrieb der Leistungsbedarf von Hifi-Lautsprechern meist deutlich überschätzt.

        • #22836
          Matthias (DA)

          moin Bärchen,
          ja, von der klang”farbe” her ist der Denon nicht weit weg vom Hifiakademie. Eine ganz andere Frage ist dann aber, welche Töne dargestellt werden und wie die Bühne gestaffelt ist – da fliegt der AVR aus der Bahn.

          Und das nächste Stichwort hast Du shcon geliefert – sounding.

          Die Hersteller haben kein Interesse daran, alle gleich zu klingen, bringt ihnen ja nix. daher wird aktiv sounding betrieben, sogar von Firmen die im Namen schon “Musikalische Treue” behaupten, dann aber unsäglich rumschrauben um dem Klang mehr Pepp zu geben

          Alles wurscht, das Fazit bleibt, jeder sollte für sich selbst Probehören und entscheiden was gefällt und dann das billigste Beste kaufen was gefunden wurde

          Matthias

        • #22838
          Baerchen.aus.HL

          Die Frage nach dem was dargestellt wird stellt sich immer…. denn wer war schon bei der Aufnahme dabei und weiß wie das Original klingt

        • #22882
          geloescht

          Moin.

          Meine Verstärker benötigen maximal die 9 Uhr-Stellung, dann raucht schon die Hütte. Die Lautheit ist dann schon über der Schwelle, bei der im Arbeitsschutz Schutzmaßnahmen zwingend werden. Hai-Vieh macht mir mit Passivkopfhörer oder Oropax einfach wenig Spaß.

          Wer leise hört, hört viel intensiver, daran erkennt man auch eine gute Anlage. Sie muss bei Zimmerlautstärke eine ausreichende Dynamik darstellen können, dann macht das Spassss!

          Bis denne Hesse

        • #22892
          Baerchen.aus.HL

          Ging mir mit der Sb36 und meinen Amps ähnlich. Um den Regelbereich zu erweitern habe ich zwischen Vor- und Endstufe einen Spannungsteiler im Einsatz. So lässt sich ohne Qualitätsverlust viel entspannter Musik hören….

    • #22814
      Monti

      Moin,

      viele Wege führen nach Rom und man muss den eigenen finden, wenn man denn will… Und der Hinweis, die eigenen Ohren entscheiden zu lassen, kann offenbar nicht oft genug wiederholt werden.

      Exkurs:
      Bei mir fing es mit Stereo an und das ist mir nach wie vor das Wichtigste. Mein Irrweg dauert nun auch schon etwa 25 Jahre an, nachdem ich das erste Mal Elektrostaten gehört habe und mein erster Bausatz das Licht der Welt erblickte.

      Als vor einem Jahr der Flachbildfernseher einzog, hatte ich auch Lust, mich mit dem Thema Heimkino zu befassen. Wie gesagt: Stereo ist nach wie vor die erste Prio bei mir. Meine Duettas werden von einer Cayin-Röhre befeuert.

      Dann war ich auf der Suche nach einem passenden AVR und wie sich mein Setup nach meinen Vorstellungen vernünftig erweitern lässt. Glücklicherweise hat der Cayin einen Pre-In, sodass ich aus den Pre-Out des AVR in die Röhre gehen kann. Der AVR muss also die Dicken nicht selber stemmen sondern reicht das Signal an einen kompetenteren Spielpartner weiter. Umschalter brauche ich auch nicht.

      Schlussendlich habe ich mich für einen Marantz SR7011 entschieden. Natürlich haben mir Cambridge oder Arcam vom Klang, insbesondere in Stereo, besser gefallen, aber für Stereo hab ich ja eine Lösung. Der Marantz war für mich der beste Kompromiss aus Preis und Leistung. Und damit meine ich nicht nur die Wattse.
      :Ende Exkurs

      Der Empfehlung von Matthias weiter oben kann ich mich nach meiner Erfahrung voll anschließen. Wenn gebraucht für Dich auch okay ist, ist da vermutlich sogar ein Schnäppchen drin. Einen Hinweis mag ich an dieser Stelle aber noch loswerden: Wenn 3D-Tonformate perspektivisch für Dich auch interessant sind, solltest Du darauf achten, dass das Gerät diese unterstützt bzw. nachgerüstet werden kann. Oder eben doch ein Neugerät. Übrigens haben die großen japanischen Hersteller gerade einen Modellwechsel durch und die Vorgängerversionen sind derzeit deutlich unter UVP zu bekommen, wie z.B. mein Marantz… 🙂

      Ciao
      Chris

      P.S. Hmm, eigentlich sollte der Beitrag unten dran hängen, da sortiert sich das Forum wohl gerade selbst. Doch KI?

    • #22871
      Sparky

      Guten Abend,

      nun ja, “Wissen”…. Ist ziemlich relativ und auch nicht essbar, daher lohnt es nicht, dieses für sich zu behalten. Zudem geht die Welt in der Beziehung gerade eh genug vor die Hunde, da ist jeder gute Rat und verständliche Hinweis sicher nützlich. Anders herum darf man aber auch nicht herummissionieren, etwas zu “wissen” ist ja auch nur ein Standpunkt und da hat jeder seinen eigenen. Somit ist es tatsächlich einfacher, es einfach irgendwo niederzuschreiben, auf dass es jemandem nützen möge, nicht betuppt zu werden. Und wenn jemand kommt und einen dafür einen Sachwachkopf nennt, dreht sich die Welt auch nicht eine Millisekunde langsamer 🙂
      Dafür ist ein Buffet schließlich da: Jeder nimmt sich, was er mag.
      Hier ist es ähnlich, was ich persönlich daran aber gut finde ist, dass es verschiedene Standpunkte und Meinungen, aber deshalb noch keinen “Glaubenskrieg” gibt. Anderswo wird oft mehr Zeit darauf verwendet, vermeintlich “dümmere” bloßzustellen, statt den eigenen Horizont zu erweitern.

      Wichtig ist doch unter dem Strich nur, dass jeder den für ihn passenden Weg findet, seine “HiFi-Gelüste” für sich selbst angemessen zu befriedigen, ohne dabei irgend welchen Schlangenölverkäufern auf den Leim zu gehen.

      “Voodoo-HiFi” und “Statement-Ketten”, die man “nicht hört, sondern HAT”, sind etwas für Leute mit viel Langeweile und zu viel Kapital, ich selbst zähle mich zum Mittelstand und möchte daher lieber den besten Nutzen zum geringst möglichem Einsatz 😉

      Da ist dieses Forum in der Tat hilfreich, denn man erhält hier Serviervorschläge von frugal bis extravagant und kann sich dann für den entscheiden, der einem am besten gefällt.

      Gruß,
      -Sparky

      P.S. @ Hesse: Danke für die Blumen.
      P.P.S. Eigentlich sollte dieser Beitrag als einfache “Antwort” unten angehängt werden? Hmmmmm…. Eine Brotkrume für die IT 😉

    • #22880
      nymphetamine

      Ich habe mich bewusst für einen avr entschieden, als ich meine onkyo 5.1 anlage im wert von 500€ aufgelöst habe (damals waren die kleine sateliten geil… Heute weiß ich’s besser)… Ich bin optisch dem onkyo angetan und habe zu einem fairen preis einen onkyo tx-nr 838 erstanden… Das erste was ich nach dem aufbau gedrückt habe, war der direct audio button… Und das bei jeder eingangsquelle… Jetzt schlagen bestimmt einige die hände über den kopf zusammen oder schütteln wie ein epileptiker den kopf… Aber mir gefällt hierbei die klamgfarbe am besten… Auch wenn ich im 4.0 hk was laufen lasse… Ich brauche keine digitale manipulation… Auch wenn das zähneknirschen des statisten in vorletzter reihe besser zu hören is… Manchmal nervt sowas… Ich will auch nicht die hüftfehlstellung des schauspielers hören.

      Ein avr kam für mich in frage, weil ich verschiedene quellen per hdmi anschließen wollte… Eine xbox 360, xbox one, blu-ray, tv-Receiver und dann geht nur ein hdmi-kabel zum tv… Es sieht einfach sauberer aus und kann alles über ein gerät bündeln.

      Der plan ist, irgendwann eine passende enstufe zu finden (preis-leistung) die dann die mains bedienen (per preout)… Und da kommt optisch das untere hifi-akademie-kästchen (müsste der p6sein) in frage… Ich stehe auf diesen cleanen tresor-look… Aber in schwarz 😁

    • #22780
      Matthias (DA)

      Keine Sorge, Hesse 😉

      Meine alte Endstufe die du schon kennst wurde ersetzt durch den Nachfolger P6. Ich hatte mir immer einen amp gewünscht, der die Bassfreude und leichte Wärme von Sansui mit der genialen Dynamik und Präzision des vorigen Hifiakademie kombiniert.
      Jetzt hab ich ihn. Hat klanglich einige Schippen drauf gelegt. Dazu kommt: das Gerät was im Normalbetrieb grade mal 25Watt aus der Steckdose saugt, hat ne 400W Stromversorgung. Ab einer gewissen Lautstärke macht der Raum nicht mehr mit. Amp und Tröter würden noch gern mehr zeigen 😉

      Wunschlos.

      Liebe Grüße
      Matthias

    • #22793
      nymphetamine

      Bei mir könnten die das… Also wenn du die mir spenden willst, sage ich nicht nein 😂

      Aber zum Thema…heutzutage sind die Kunden, welche sich gewisse AVR’s in der mittleren und unteren Preisklasse einfach mit der am Markt vorhandenen Masse überfordert bzw. Wissen nicht, wie eine optimale HiFi-Kette aussieht, geschweige was das überhaupt ist.

      Bevor ich angefangen hatte, mit für diy Lautsprecher zu interessieren, dachte ich auch, dass ein AVR das beste is, was der markt hat… Warum sollte ich ein stereo-verstärker kaufen, wenn ein avr mehr kanäle hat und auch noch hdmi (hd/4k) und auch 3d kann… Und das zum gleichen Preis…

      Ich wurde besseres belehrt und habe verstanden, dass für gewisse zwecke ein stereo-verstärker einfach viel besser ist… Good old hifi (hesse’s sansui) oder technische aktuelle modelle (z.b. Hifi-akademie) hin oder her, ist Geschmackssache und überfordert auch den otto normalverbraucher.

      Und dann kommen verschiedene verstärker-arten ( a, a/b, t, röhre, usw), pure überforderung.

      Erst hier habe ich mich mehr mit dem Thema befasstund bin immer noch am verstehen, was etwas macht und wie das funktioniert… (danke nochmals an alle, die sich diesem thema widmen) und konnte damit auch für mich ein Konzept entwickeln, welches auch in umsetzung steht.

      Manche setzen halt auf das Thema heimkino aber wollen trotzdem den musikflash erhalten… Hier ist es ein gangbarer weg, mehrere Ketten aufzubauen (stereo kette und hk-kette). Vielleicht separat aufgebaute oder sogar im einanderfliesende (dank sparkys umschalter einfach) oder baut ein hybrides model auf… Hybrid in der hinsicht, dass der hauptbestandteil ein avr sein kann, der eine passende stereo-endstufe (dyi/kauf/high-end oder old stuff is total egal) dazustellt und diese verbindet. Vorteil is die entlastung der main-kanäle und den ggfs. Gewünschten tonfarben.

      Kurzgefasst: Käufer werden vom markt überfordert und wissen manchmal nicht, was für welchen zweck besser ist. Deswegen sind foren wie dieses hier, notwendig und sehr sinnvoll… Auch wenn viele menschen, viele meinungen haben… Aber dadurch können sich andere unentschlossene menschen (wie ich) schlau machen und für sich einen gangbaren weg entscheiden… Auch bezogen auf das budget… Ob dieser weg der richtige is, dass muss dann jeder selber entscheiden und auch mit den Konsequenzen leben, ohne den anderen die schuld dafür geben, wenn es nicht passt und keine grobfahrlässige Beratung (wie bei manchen elektro-großmärkten gang und gebe is) vorliegt. Das gute… Hier kommt das so gut wie nie vor… Dafür gibt es zu viele vom fach… Das es dadurch aber mal knallt (meinungsverschiedenheiten) is da normal und gehört dazu… Frischt auch manchmal das Thema bissle auf… Gibt aber schlimmeres als sich mal zu stressen

    • #22796
      geloescht

      Moin.

      Nymphi hat das Problem auf den Punkt gebracht. Der Kunde, der sich nie intensiv mit Akustik oder Hai-Vieh beschäftigt hat, ist überfordert und muss sich auf die Aussagen der Verkäufer in Märkten oder Hai-Vieh Fachhändlern verlassen. Da gibt es sicherlich auch sehr engagierte und vorbelastete Mitarbeiter, aber die Masse muss Umsatz machen. Da bleibt natürlich ab und an die Fairness auf der Strecke.

      Ob Heimkino oder Stereo, die Mechanismen sind die gleichen. Im Forum hier gibt es einige wirklich gute und wissende Leutchen, ich nenne einmal Sparky und Rincewind, die ihr vielfältiges Wissen auch freimütig weitergeben. Beider Aussagen und Ratschläge sind schon einmal das Fundament einer guten Hai-Vieh-Kette. Die muss auch nicht in fünfstellige Beträge gehen. Mein ganzes Gerümpel hat zweieinhalb Tausender gekostet und haut Anlagen bei Bekannten im achtfachen Preisbereich glatt in die Tonne.

      Zugegeben, die Anlagen stehen überwiegend WAF-gerecht im Wohnzimmer, der Golfkumpel soll sie ja sehen. Aber: Erst wenn man begriffen hat, dass Raumakustik, Lautsprecheraufstellung und Hörplatzwahl wichtiger sind als die Anlage selbst, hat man die Audiowiedergabe verstanden. Das gilt universell und erfordert ein wenig Knoff-Hoff.

      Letztendes ist die Musik Geschmackssache, ebenso der Klang einer Anlage, aber grundsätzliche und vernünftige Anregungen kann sich hier jeder holen. Ab und an, sage ich mal ein wenig arrogant, habe ich auch Anmerkungen in die Diskussion geworfen, die einige zufriedene Follower gefunden haben. Bisher hat mir keiner mit einem Baseballschläger an der Haustür aufgelauert.

      In der Hoffnung, dass das so bleibt. Hesse

      PS: Dicker Sansui oder dicker Verstärker Irgendwas in die Surroundanlage einbauen dürfte kein Problem darstellen, das würde auch den AVR deutlich entlasten und er könnte seine beschränkten Möglichkeiten besser ausschöpfen.

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