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Denon 980R reparieren/überholen

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  • Dieses Thema hat 10 Antworten und 6 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 1 Monat, 1 Woche von Peterfranzjosef.
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    • #53427
      JanV

      Hallo,

       

      nachdem ich jetzt die Chorus72 fertig habe und bislang nur an einem kleinen AVR (Denon AVR-X2000) betrieben habe, möchte ich die gerne mal an meinem größten Verstärker hören.

      Es handelt sich um den 980R. Grundsätzlich funktioniert er. Manchmal springen die Eingänge hin- und her und die Lautsprecherwahl springt auch ab und an. Das kann man wohl durch eine Reinigung der Potis beheben.

       

      Was mich aber richtig stört ist, dass der Balance Regler spinnt. Die Platine habe ich bereits ausgebaut und ich denke, dass die Potis nicht zerlegbar sind. Ich würde gerne alle 3 für Bass, Treble und Balance gegen neue tauschen. Jedoch finde ich keine Ersatzteile. Kann mir jemand helfen?

      Auf den verbauten Potis steht folgendes drauf:

       

      2110742007-100KMN   134v

      2110744005-10KDX2   134V

      2110743006-30KDX2    134V

      Ins Gehäuse ist noch “ALPS” eingeprägt.

       

      Über Tipps oder Hilfe würde ich mich freuen. Ich komme aus Mülheim an der Ruhr, falls jemand Händler vor Ort kennt.

       

      Beste Grüße und lieben Dank vorab,

      Jan

    • #53428
      Peterfranzjosef

      Hallo Jan,

      Wenn das der Denon aus den 80ziger Jahren ist, wird es problematisch werden mit passenden Ersatzteilen, vor allem der Achsenlänge und Drehknopfaufnahme.

      Das Problem hatte ich bei einem Harman/Kardon 655VXI, Balancepoti nicht mehr erhältlich, aber das alte so im A…, dass es alles gestört hat.  Da habe im WWW nach Lösungen gesucht und gefunden:

      Ich 4 Metallfilm Präzisionswiderstände von Dale eingelötet, Poti war ein 50kiloohm, also 4x 49,8 Kiloohmwiderstände rein. Nebeneffekt: fast absolute Kanalgleichheit.

      Potigehäuse weg, damit Platz war, und der Drehknopf an der Front bleiben konnte.

      Schau mal im WWW ob diese Problembeseitigung auch für Höhen und Tiefenregelung funktioniert.

      Wenn Du keinen Wert auf Klangeregelung legst oder sie nicht brauchst, wäre das ein Weg.

      Ansonsten schick mir mal Bilder der Potis an meine PM, ich habe schon öfter welche zerlegt und auf Vordermann gebracht, dann kann ich Dir mehr Tips geben. Ich vermute mal, dass es ähnliche wie im VXI sind.

      Wenn Du ein bisschen feinmechanisch begabt und geduldig bist und vorsichtig arbeiten kannst, kein Problem zum selbermachen.

      Die Boardies aus dem Pott werden Dir auch noch eine dortige Profi-Anlaufadresse nennen. Da war schon öftermal eine Erwähnung.

      Servus

      Peterfranzjosef

    • #53429
      JanV

      Vielen Dank für die Antwort!
      Es ist konkret ein Denon PMA-980R. Soweit ich weiß gab es den von 1990 bis 1992, also eigentlich nicht aus den 80ern.

      Ich kann dir leider keine PM schreiben, ich finde dazu in deinem Profil leider nicht den entsprechenden Punkt… Vielleicht weil ich noch zu neu bin?

      Ich habe Fotos gemacht und die auf meinem Google Drive freigegeben. Ich denke das ist datenschutzmäßig ok. Hier die Links:

      gelöscht von Admin

       

       

      Entschuldigung für die Google links, hier jetzt als Anhang.

    • #53430
      Udo Wohlgemuth
      Verwalter

      Hallo Jan,

      Links zu Google-Diensten mag ich nicht, weil sie der Datenkrake alle Tore zu dieser eite öffnen. Deshalb habe ich sie aus deinem Post gelöscht. Es ist recht einfach, hier Bilder einzufügen. Nutze dafür die Funktion “Attachments”.

      Gruß Udo

    • #53438
      Rincewind

      Hallo Jan!

      Frag in der Old-Fidelity-Community in der Reparaturecke nach, ob jemand eine Quelle für diese Potis kennt.

      Grüße
      Rincewind

    • #53451
      Baerchen.aus.HL

      Hallo,

      wer dir da wahrscheinlich am ehesten helfen kann sind die auf Restaurierung von japanischen Geräten spezialisierten Jungs von good-old-hifi   oder auch vom baltic-sound-project

      LG

      Volker

    • #53452
      Peterfranzjosef

      Hallo Jan,

      blöde Bauform aber auch.

      Aber aufmachen könnte man sie nach dem Auslöten ohne weiteres, sind nur Standardgehäuse mit Blechlaschen. Aber wenn Du sowas noch nicht gemacht hast, kanns mit Totalschaden enden oder Uhu-hart o.ä..

      Ich habe es mir bei Good-Old-Hifi abgeguckt, da hatten sie auf der alten Homepage tolle Anleitung fürs Do-it-yourself.

      Frag doch mal bei Good-Old-Hifi an, ob sie eventuell welche haben die passen und eventuell verkaufen.

      Verstärker aus den 90zigern machen sie nach eigener Aussage nicht,  vielleicht ist da was an Ersatzteilen über.

      Wenn, dann solltest Du gleich alle Potis, Schalter und Druckknöpfe machen lassen.

      Ist halt ne Frage der Kosten, die in Relation zum Gerät stehen sollte.

      Servus Peter

       

       

       

       

    • #53543
      JanV

      Hallo und recht herzlichen Dank für die ganzen Antworten!

       

      Da der Verstärker eh zum Großteil nur rum steht, sollten die Kosten nah an der 0 sein. Und nach dem Hinweis, dass man die Potis zerlegen kann, habe ich alle ausgelötet und aufgemacht, gereinigt und wieder verschlossen. Leider hatte ich kein Kontaktspray oder ähnliches zur Versiegelung, das habe ich erst noch bestellt.

      Jedenfalls funktioniert nach der Reinigung alles wieder wie es soll. Fehlerquelle war einfach suchthaftes Shisha-rauchen während der Studienzeit. Da stand der Verstärker auf meinem Schreibtisch und ich saß öft schmökernd davor. Er hat leider überall Nikotinablagerungen.

      Aus den Potis sind diese jetzt entfernt und ich bin (erstmal) zufrieden.

      • #53560
        Sparky

        Guten Abend Jan,

        Kein.Kontaktspry.In.Potis.

        Wenn der Schleifer sauber und noch etwas von der Kohleschleifbahn über ist, sollen und müssen
        die trocken laufen. Kontaktspray ist nur eine kurzfristige Lösung, bildet dann mit Staub die schönste Mocke und es wird hinterher schlimmer als vorher, im “besten” Falle bildet sich ne Schleifpaste und schadet dann mehr, als es nützt.

        Wenn es jetzt funktioniert, lass es so.

         

        Gruß,
        -Sparky

    • #53572
      JanV

      Ok, dann lasse ich es so wie es ist. Ich dachte als Schutz gegen Oxidation sollte da dünn etwas drauf. Wir werden sehen wie lange das funktioniert, der Verstärker wandert jetzt zu meiner Mutter und geht da in Betrieb.

    • #53581
      Peterfranzjosef

      Zum Schutz vor Oxidation kommt spezielles Kontakfett für Elektonik zum Einsatz, kein Kontaktspray.

      Ich nehme auf Rat von Good-Old-Hifi, von Electrolube SGB Contact Treatment Grease 2GX.

      Ist zwar teuer, reicht aber jahrelang die Tube, weil man nicht viel braucht. Vorher muss allerdings das Kontaktspray oder andere Reinigungsmittel wieder drunten sein.

      Peter

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