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Duetta und kaum Platz! Ober wie flexibel geht es?

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  • This topic has 27 Antworten, 11 Teilnehmer, and was last updated vor 3 months, 3 weeks by Udo Wohlgemuth.
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    • #37386
      Franco Gabriely

      Hallo, ich wollte mich hier mal vorstellen und an meinen aktuellen Plänen teilhaben lassen.

      Im Moment stehen bei mir neue Lautsprecher für das Arbeits/Hobbyzimmer an. Der Platz an dem ich mich am häufigsten aufhalte, weshalb hier auch die Musik Priorität besitzt. Der Raum ist knapp 4 x 5 Meter groß und mit dem etwa gleichgroßen Wohnzimmer mit einem Barausschnitt/Durchgang verbunden. Da ich hier meist im stehen werkel oder auch mal an der Bar sitze wird das ganze natürlich entsprechend hoch werden. Ohrhöhe so ca. 163 cm.
      Da ich handwerklich nicht ganz ungeschickt bin und gerne selber Dinge aus optischen und praktischen Gründen so baue, wie ich sie haben will kam für mich nur Selbstbau in Frage. Da bin ich auch nicht ganz unerfahren. Die wichtigsten Werkzeuge habe ich alle im (leider zu kleinen) Keller.
      Derzeit höre ich in dem Raum über meine kleinen PA-Tops (Jobst Audio LMT161) auf zwei Sica 10 Zoll Bässen. Die Tops haben einen anwinkelbaren Flansch Adam Hall sm-707)
      Das ganze habe ich aus Platzgründen an der Wand montiert. Nicht ideal aber geht eigentlich. Der Bass ist bei mir in beiden Räumen eh recht schlank. Ich vermute das es am Barausschnitt liegt.
      Fotos von der Ist-Situation stelle ich hier mal ein. Geht scheinbar nur in der Galerie.

       

       

      Eigentlich war ich einigermaßen zufrieden. So schlecht klingt die PA-Geschichte gar nicht. Es geht auch wirklich laut mit den Dingern. Eigentlich für Gartenpartys und ähnliches Gedacht. Da betreibe ich sie mit zwei Eminence Bässen. Die Langhubigen Kappalite 30’er. Angetrieben wird

      Hier mal die Rückseite (vom Wohnzimmer aus)

      das ganze von meinem selbstgebauten DJ-Pult, mit Mischpult, Prozessor, Doppel-CD-Player und zwei Endstufen.
      Im Wohnzimmer (was ich meist nur einmal die Woche zum Filmeschauen) nutze habe ich zwei SM-6Pro Studiomonitore (Bausatz von H-Audio aus Hannover mit SP6-100 und dem DT300 im WG) an der Decke mit Haltern angebracht. Höhenverstellbar um flexibel zu bleiben.

      Eigentlich war auch kein Bedürfnis nach was Neuem da. Dann habe ich mir aber zu Weihnachten neue Lautsprecher für mein Wohnmobil gegönnt. Die Svans M1. als Bausatz. Sind zwar nicht die lautesten aber haben doch eine Phänomenale Auflösungsfähigkeit und vor allem eine plastische Räumlichkeit, wie ich sie vorher noch nicht gehört habe.
      Ich fürchte da war es zu spät. So was in Pegelfest und mit Bass war plötzlich der neugeweckte Wunsch.
      Deshalb habe ich dann die Gelegenheit genutzt als wir zu einer Wochenendtour in Richtung Ruhrpott aufgebrochen sind. Meine Freundin, welche sich glücklicherweise tatsächlich an hochwertiger Musikwiedergabe erfreuen kann, hat mich begleitet. Nach langer Internet-Recherche haben mich zwei Modelle besonders interessiert. Die Harwood Reference und die Duetta bzw. Artverwandtes. Also auf dem Hinweg erst mal nach Münster zum Hören. Ich muss sagen die Leute waren sehr freundlich und haben uns noch nach Ladenschluss ausgiebig hören lassen, während man schon mit der Abrechnung zugange war. Baustellen und Unerwartetes auf der Arbeit hatten die Anreise verzögert. Dann habe ich auch noch beim Einparken ein anderes Auto beschädigt…
      Die Harwood Reference ist schon ein wirklich klasse Lautsprecher. Räumliche Tiefe und Abbildung von Sängern war Großartig. Aber bei einigen Stücken fehlte mir doch sehr etwas mehr “Biss”.
      Dazu muß ich sagen, dass wir eine sehr breiten Musikgeschmack haben. Von 80’er Wave, Klassik (Wagner und Beethoven), Metal, Elektro/Industrial, einige meist ältere oder recht unbekannte Pop-Sachen sind auch dabei, ist da schon eine große Bandbreite.
      Gerade bei Metalstücken oder älteren Popaufnahmen habe ich festgestellt, dass der Hochtöner vertikal extrem bündelt. Was ja schlecht ist, wenn damit auch die Bar an unterschiedlichen Sitzpositionen beschallt werden soll.
      Bei neueren Aufnahmen waren die Kritikpunkte dann plötzlich überhaupt nicht mehr vorhanden. Seltsam, aber wohl nicht mein Lautsprecher. Für andere sicher ein Ohr wert.

      Nach Sightseeing und Manowar-Konzert im Pott haben wir uns dann auf nach Bochum gemacht und sind Abends vor Udos Laden angekommen. Da wir keine weiteren Pläne hatten sind wir einfach mal da geblieben. Udo hat sich wohl gewundert, wer da plötzlich vor seinem Laden nächtigt. DIe Uralt-Lautsprecher im Schaufenster sollen vermutlich unbedarfte abschrecken. Hat aber nicht bei uns geklappt. Nachdem wir ein wenig Bochum ausgelotet hatten gings dann 15:00 Uhr direkt zurück und ab auf die berühmte Couch. Nach einigen technischen Problemen mit dem Verstärker (ging dann aber mit der Röhre) gleich die Duetta angeschlossen.
      Ja, was soll ich sagen. Die Lautsprecher waren zunächst unspektakulär, aber alles war richtig. Stimmen waren plastisch aber eher hinter den Lautsprechern zu verordnen. Der Hochton war nicht zurückhaltend aber nie angestrengt oder gar unangenehm. Selbst bei extremen Dynamiksprüngen war alles übersichtlich und klar zu orten. Egal ob großes Orchester oder Manowar. Es kam nie ein Klangbrei dabei raus. Ich kann der Einschätzung einiger Leute nicht folgen, die die Duetta als Lautsprecher für Klassik oder Blues sehen. Ich fand, dass sie durchaus Allroundfähigkeiten hat. Den Bass habe ich erst gar nicht beachtet. Er war einfach da und hat sich perfekt eingefügt. Wenn Bass auf der Aufnahme war gings auch gut zur Sache. Wir haben dann nach Klassik, Metal und Pop noch eine Elektroscheibe angemacht mit wirklich tiefen wabernden Bassteppischen. Da habe ich bei abartigen Pegeln dann doch etwas Kontrollverlust bemerkt. Udo meinte das würde an dem doch etwas schwachen Röhrenverstärker liegen.
      Danach gleich die bereitstehende Linie 54 mit dem gleichen Programm bespaßt. Eigentlich sehr ähnlich. Hier fiel nur gleich der Bass auf. Weniger tief aber sehr knackig. Erinnerte mich ein wenig an meine größeren PA-Bässe. Irgendwie schon geil aber auch nicht ganz richtig. Das heißt er hat sich nicht ganz so eingefügt. Sicherlich bei einigen Stücken ein gewisser Spaßfaktor. Ich war aber irgendwie mehr davon beeindruckt den Bass gar nicht bewusst wahrzunehmen aber ihn auch nie zu vermissen.
      Sicherlich eine gute Entscheidung von Udo verschiedene Varianten mit ähnlicher Bestückung anzubieten. Vielleicht haben Stimmen noch etwas durch die D’appolito-Anordnung gewonnen. Da bin ich aber unsicher. Im Hoch- und Mittelton waren die Lautsprecher einfach zu ähnlich.

      Glücklicherweise kam gerade Vadder im Laden vorbei. Kurzentschlossen hat er uns dann noch zu sich nach Hause eingeladen, wo wir die Duetta in einer etwas kompakteren Form im heimischen Wohnzimmer anhören konnten.
      Ich war doch erstaunt, dass das auch wandnah so gut funktioniert. Einzig der Schrank direkt neben der rechten Box hat die Stereowahrnehmung etwas gestört. Aber die meisten müssen bei der Aufstellung wohl Kompromisse eingehen. Aber schön schlank ist sie. Und von mangelnder Kontrolle am Bass konnte keine Rede mehr sein an Vadders amtlichen Boliden von Verstärker.
      Nach einigem Überlegen habe ich mich dann entschlossen die Duetta zu bauen. Angelehnt an Vadders Gehäuse habe ich dann schon mal ein wenig gezeichnet. Zuerst spielte ich wieder mit dem Gedanken. ähnliche Wandgehäuse zu bauen aber diese nur weiter rauszuziehen. Aber letztlich bin ich davon ab und werde das ganze zweiteilig aufbauen und mit Rollen versehen. Die Box wird auf Stehhöhe aufgebaut. Prinzipiell wäre die Tiefe dann sehr gering aber leider die ganze Box auch viereckig bei 30 cm Kantenlänge. Da das ja wegen Resonanzen besonders ungünstig ist habe ich mich entschlossen etwas Tiefe zuzugeben und unten einen ungenutzten Hohlraum zu belassen.
      Die Seitenteile werden angefast und vorne werde ich schwarz-glänzende Plexiglasplatten einsetzten. Perfekte hochglanzoptik mit relativ wenig Aufwand. Die Seitenteile werden mit Warnex-Strukturlack gespritzt. Zu den Details und offenen Fragen komme ich morgen. Ich brauch da noch ein paar kleine Tipps. Bilder und Zeichnungen habe ich in die Galerie eingestellt.

       

      Kann man das irgendwie drehen?

       

      Erst mal gute Nacht,
      Franco

       

       

       

       

       

       

       

       

    • #37389
      Matthias (DA)

      Moin Franco,

      Als ich die Überschrift las war mein erster Gedanke, da kann Vadder weiterhelfen, aber siehe da, ihr seid schon mehr als im Kontakt 😉

      Dann Mal frohen Bau!

      Und aus meinen eigenen 20m2 kann ich euch sagen, mit dem richtigen Verstärker ist das einzige was die Kontrolle verlieren kann das Ohr…

      Liebe Grüße und gute Wahl, den Langzeitvergleich mit Linie 54 habe ich im Göttingen Bau-Bericht gemacht, die Duetta bleibt für mich unangefochten.

      Matthias

    • #37390
      Peterfranzjosef

      Hallo Franco,

      bei mir steht die Duetta auch auf ca. 20qm.

      Für meine Ohren wurde die Klangqualität, gerade im Bassbereich, besser,  je höher der angegebene Dämpfungsfaktor der Transistorverstärker war.

      Rotel 820BX2 mit 25 versus Yamaha AX 750/892 mit 250/320. (technische Angaben der Hersteller)

      Dies haben auch die Mithörer an diesem Testtag so gehört. Der Bass wurde kontrollierter.

      Der Rotel hatte mal die FT12 am TV tadellos angetrieben, vermutlich hats hier der Bandpass unterstützt.

      Die Duetta hängt jetzt an Class A Doppelmono von ALBS N200 und geht, wenn´s sein muss, gewaltig ab.

       

      Für abartige Lautstärke sind meiner Meinung nach normale Röhrenverstärker für die Homeanwendung nicht gedacht und gemacht.

      Viel Spaß mit der Duetta.

      Servus Peter

       

       

    • #37391
      Franco Gabriely

      Ja, das mit den Röhrenverstärkern mag wohl richtig sein. Wirds bei mir aber eh nicht werden. Zum Glück habe ich wenige und vor allem unkritische Nachbarn. Da wirds bei mir zuweilen schon übelst laut.

      Aber mal schauen, ich habe da einen Luxman 371A Vollverstärker, einen Mission Cyrus (glaube III) mit externem Netzteil, Einen Marantz AV-Receiver 5002 (glaube ich) und noch meine PA-Endstufen (LD-Systems LD Deep2 1600 und noch ne günstige Thomann). Da mache ich mir dann später Gedanken. Aufrüsten kann ich da ja immer noch. Erst mal bauen.

      Wie gesagt, Platz ist bei mir so ne Sache. Vor allem belieb ich gerne Flexibel. Deshalb habe ich vor die Duetta auf Rollen zu stellen. Vermutlich Einbaurollen https://www.ebay.de/itm/323779618699?ViewItem=&item=323779618699 oder doch größere Lenkrollen, habe ja unten noch Platz im Gehäuse. Dann kann ich bei Bedarf die Beiden direkt an die Wand stellen oder auch ganz zur Seite rollen. Zweiteilig, da ich so mit dem Top flexibler bin und auch evtl. bei Partybeschallung eine größere Distanzstange zwischensetzen kann. Da ich ja den anwinkelbaren Aufnahmeflansch https://www.thomann.de/de/adam_hall_sm707_boxenflansch.htm einbaue kann man sie dann auch nach unten anwinkeln. Aber vermutlich sind sie mir dann eh zu Schade als “Partykracher”.

      Anstatt eines Holzports würde ich ganz gerne ein Rohr nehmen. Hintergund ist , dass ich so an die Rückwand kommen könne und die Box an der Wand mit einer Sternschraube fixieren könnte. Ich habe da doch Bedenken, da das ganze ja sehr hoch ist (knapp 170 cm) bei kleiner Standfläche.

      Fragen hätteich noch bzgl des Ports. Bei der Einteiligen ist die Portfläche ja etwas kleiner. So hat es ja auch der Vadder gemacht. Die Rohrlänge habe ich so übernommen 26,2. Bei mir wären dann aber nur noch 5 cm bis zur Rückwand.

      Ich habe mal ausgerechnet, dass für eine Portfläche von 67 Qcm Portfläche ein 93’er Durchmesser nötig wäre. Das habe ich so aber nicht gefunden. Ich habe hier noch 87’er von Mivoc rumfliegen. Ansonten könnte ich auch ein 100’er nehmen. Das würde ja dem Port der zweiteiligen Duetta entsprechen. Ich fand die Abstimmung vom Vadder aber sehr gut. Sein Wohnzimmer kommt dem Volumen bei mir auch recht nah (Wenn man beide Räume als einen sieht).

      An Vadder: Falls du das mitliest, kannst du mir noch mal die Länge deines Ports nennen?

       

      P.S.: Danke noch mal für schöne Hörsession!

      • #37392
        Vadder
        Keymaster

        Moin,

        26 cm kommen schon gut hin, die 0,2 fallen unter Meßtoleranz 🙂

        Falls ihr irgendwann nochmal im Ruhrgebiet seid, dürft ihr gerne den Cyrus an meinen Dütten testen.
        Der sollte gut passen.

        Viele Grüße vom Vadder

    • #37407
      Franco Gabriely

      Hallo, werden wir gerne tun. Wann wir wieder im Ruhrpott sind, weiß ich nicht. Aber sicher noch in diesem Jahr.

      Ich habe auch noch einen alten Test von den Cyrus-Endstufen gefunden. Der Vorgänger macht mit PSX-R 100 Watt an 4 Ohm. Nicht gewaltig aber dürfte gehen. Wenn es mal doch lauter werden soll kann ich die Duettas immer noch Bi-Amping betreiben.

      Dannwerde ich Ende des Monats mal bestellen und mit dem Bau beginnen.

      Bleibt nur die Frage, ob das mit dem Port in Ordnung geht. Sind ja nach meinem Plan nur 5,4 cm bis zur Rückwand.

      • #37409
        Vadder
        Keymaster

        Moin,

        vergiss die Watt…

        Das 35-Kilo-Monster bei mir gibt gerade mal 150 Watt/Kanal ab und reichte in Nordhausen für gute Beschallung in einem Raum von reichlich 1000 Kubikmetern!

        Siehe dazu die Grundlagen .

        Mit 30 Watt/Kanal auf 40 Quadratmetern verbiegt die Duetta langfristig die Fensterscheiben 🙂
        Und das Mission Cyrus PSX(-R) schickt die Watt äußerst stabil und sauber an die Boxen!

        Das mit dem Reflexkanal klappt schon. Ich habe gerade ein Pärchen MiniACL mit dezenten 2,5 cm Abstand Brett/Rückwand gebaut. Das entspricht im Verhältnis Kanaldurchlass/Abstand ziemlich genau deinen 5,4 cm.

        Viele Grüße vom Vadder

    • #37419
      Matthias (DA)

      Eben, die Qualität von Verstärkern misst man nicht in Marketing-Watt sondern in Kilogramm 🙂

      Ist tatsächlich die Messgröße die noch am wenigsten unsinnig ist…

    • #37420
      Franco Gabriely

      Alles klar, dann wird es so gemacht, wie geplant.

      Dass man auf Herstellenagaben nichts geben kann ist mir auch klar. Deshalb bezog ich mich auch nur auf ein (hoffentlich reelles) Meßergebnis. Aber klar. Am Netzteil bzw. seinem Gewicht kann man schon erkennen, wo die Reise hingeht. Wenngleich das bei den digitalen wohl auch nicht mehr ganz so ist.

      So, dann hoffe ich, dass ich hier bald was vorweisen kann. Ist ja schließlich der Bau-Doku-Bereich. Wird aber wohl bis Mitte Juni dauern.

    • #40720
      Franco Gabriely

      So, endlich fertig. Hier schon mal ein paar Bilder.

       

      Hinten gut zu sehen: Kreissäge unzureichend fixiert und ging durch. War aber zu fixen. Mehr Schlitze und etwas dichter zusammen sind zu empfehlen. Mußte noch gut nachschleifen.

      Ich habe die Fasen mit angeschraubten Hilfsblechen zugesägt und danach geschliffen.

      Leider schlechtes Bild. Alubutyl mit Blech und Versteifung.

       

       

      Top mit angefastem Plexiglas in Front und Deckel. Bei derart “saugender” Fräsung geht ein 8mm Fräser sehr gut! Ich habe mir eine Frässchablone mit 4 Lattenstücken auf einem Brett vorbereitet. Das ganze dann mit einem Bündigfräser augefräst.

      Hier mal die Rückseite vom Top. Über den Speakon geht das Signal vom Verstärker rein. Über den Umschalter kann ich dann entweder das Signal an den Bass einfach weiter geben oder auf den 2. Speakonkanal umschalten für Bi-Amping (Speakonbuchsen haben mindestens 4 Kontakte; 1 +, 1-, 2+, 2-). Also die “2” wird üblicherweise im PA-Bereich für den Bass genommen.

      Schönere Kabel kommen natürlich noch!

       

       

       

       

       

      Habs dann doch aufwändiger gemacht. Eigentlich keine Zeit aber meine Freundin meinte auch, dass schlichte Kisten irgendwie nicht zu mir passen. Letztlich wurden es dann gebogene Seitenwände die dann gerade spitz zulaufen. Zweiteilig, das Top geschlossen und hinten abgeschrägt. Speakon und Terminals als Eingang. Am Top habe ich einen Schalter angebracht. mit diesen kann man aud den Basskanal der Speakonanschlüsse umschalten. Damit liegt dann am Terminal das Basssignal an. für Bi-Amping.

      Der Bass ist oben und unten kreuzförmig versteift und mittig mit zwei Ringversteifungen ausgestattet. Beim Top etwas aufwändiger. An die Seitenwände und Rückwand habe ich 2 Lagen Alubutyl gepappt und Bleche darauf geklebt. Das ganze dann mit einer Ringversteifung fixiert. Habe da gute Erfahrungen gemacht. Reicht schon ca. halbe Fläche der Wände. Ichhabe sonst Bitumen genommen. Aber nachdem ich gehört habe, dass diese ja ausdünsten und die Sicken verhärten lassen bin ich auf das Butyl umgestiegen. Hat auf jeden Fall Effekt. Die glänzenden Teile in den Fronten und auf dem Deckel sind Plexiglasscheiben. Die habe ich zuerst zugesägt (abgeklebt, grob gesägt und dann mit dem Exzenterschleifer perfekt in Form gebracht. Hiernach habe ich 3mm MDF entsprechend zugeschnitten (geht mit dem Cutter) und auf die Fronten aufgeleimt. Das zugeschnittene Plexiglas habe ich hierfür zuerst temporär mit doppelseitigem Klebeband (Tesa Foto) aufgeklebt. Danach die Fräsungen gemacht. Schön langsam und erst etwas zu klein. Als ich nur noch Zehntel hatte, einfach das Zentrierloch etwas geweitet und gezikelt. Chassis gehen jetzt saugend rein.

      Beim Lackieren mußte ich dann anatürlich die Ausfräsungen und die Aussparungen für die Plexiglaseinsätze abkleben und an den Rändern etwas nachschleifen. Das war doch langwieriger als gedacht.

       

      Die großen Fasen wurden mit der Säge und dem Bandschleifer gemacht. Die Kleineren mit der Oberfräse.

      Kleiner Tipp: Wenn nicht auf Gehrung geleimt wird, Fronten einfach 2mm größer und dann mit dem Bündigschleifer glattziehen. Bündigfräser und Bandschleifer würde ich als die mächtigsten Waffen des Hobbyschreiners bezeichnen.

      Die Lackierung habe ich mit Warnex gemacht.

       

      Hat es sich gelohnt?

       

      Auf jeden Fall! Leider nur 5 Minuten. Da brach plötzlich die Räumlichkeit irgendwie ein. Stimmen wanderten nach links? Letztlich hat ein ER 4 wohl eine Wackelkontakt. Ich dachte zuerst an einen Fehler, den ich verursacht habe. Weiche, Verkabelung oder was auch immer. War aber alles OK. Den ER4 dann vermessen und es wurden mir 0,3 Ohm angezeigt. Etwas geschüttelt und dann 4,2 Ohm gemessen. Noch mal Zusammengebaut und ja, Perfekt! Aber nur kurz… Wie auch immer, Udo schickt mir gleich Ersatz. Etwas mehr zu meinen Höreindrücken dan evtl nächste Woche. Bin erst mal für eine Woche weg.

      Aber eins vorweg; der Bass kommt bei mir absolut überzeugend ohne Dröhnen aber bei entsprechendem Material abgrundtief. Bass und Mitteltöner hatte ich schon ein Wochenende eingespielt. Den ER4 habe ich auch ohne Einspielzeit gleich positiv wiedererkannt. Mag sein, dass sich da noch was tut. Er sollte ja eigentlich die kommende Woche eingespielt werden.

      Mal ab davon. Ich habe die Duetta ja nun in 3 verschiedenen Räumen gehört. Das teilweise in Foren behauptete Dröhnen habe ich nie erlebt. Ich muß sagen bei mir gefällt mir die Duetta (soweit ich das beurteilen kann) sogar besser als bei Udo oder Vadder). Ich werde demnächst aber noch mit Raumschalldämmung rumexperimentieren.

       

      Falls die Form der Duetta gefällt kann ich noch so halbgare Pläne einstellen. geht auch weniger hoch. Unten ist ein Hohlraum. Vom Volumen ist das ganze an Vadders Duetta angelehnt. Das Rohr habe ich nur damit ich sie bei bedarf an der Wand über dort eingelassene Gewinde fixieren kann. Die Türme sind mir doch etwas zu wenig standfest bei Partys.

      Unten habe ich übrigens Rollen eingelassen.

      Bass und Top haben auch so typische PA-Flansche (am Top anwinkelbar) so dass man sie mit 35’er Rohr verbinden kann. Das ganze ist dann im Winkel verstellbar; für alle Fälle.

       

       

    • #40729
      dirk

      Rollen…ich lese immer was von Rollen.

       

      Eigentlich wird doch auf Granit Basen mit Zentrierspitzen geschworen!?

       

      Wunderbare Lautsprecher sind es geworden .TOP.

      • #40782
        Matthias (DA)

        Moin Dirk,

        Frage ist von wem….

        Udo schwört auf Gummifüße zum entkoppeln, aus Bequemlichkeit hat er sich von Schülzken zu Rollen überreden lassen, die sind aber auch aus Gummi. Die beiden bewegen ihre Lautsprecher allerdings auch regelmäßig.

         

        Ich hab tatsächlich Granitbasen mit spikes, die wiederum stehen auf Filzgleitern.

        Hauptvorteil ist, dass der Staubsauger oder Wischmopp mir nicht das Furnier versauen sondern ich damit gegen die Granitplatte donnere statt gegen Holz.

        Cool aussehen tuts auch.

        Funktioniert also alles, mach was Du magst

         

        Matthias

    • #40783
      Matthias (DA)

      Moin Franco,

      Das ist ja mal ein geniales Design für Deinen Zweck, Glückwunsch!

      Ich hoffe da wird noch ein echter Leserbericht draus damit es nicht im Forum für immer versinkt, wäre schade

       

      Matthias

    • #40941
      Franco Gabriely

      Danke für das Lob. Bin gerade aus dem Kurzurlaub zurück.  Denke auch, dass sie für meine Zwecke ziemlich perfekt sind. Die Sache mit dem Rollen wirkt sich scheinbar in keiner Weise negativ aus. Aber ich probier es auch noch mal anders. Habe auch noch Spikes und Steinplatten liegen hier auch noch rum. Aber auf Rollen würde ich nur sehr ungern verzichten.

      Wenn ich mir die Tage ne gute Kamera ausleihen kann mache ich noch mal bessere Bilder. Und ich fasse das ganze Projekt dann auch mal schriftlich zusammen.

      Im Moment treibt mich eher die Sache mit dem ER4 um. Udo hatte ihn schon in den Händen und kann absolut nichts feststellen. Vielleicht ist ja tatsächlich irgendwas leitendes reingefallen, was sich dann beim Transport gelöst hat. Dass ich den ER4 mal mit 0,3 Ohm und dann nach leichtem Bewegen mit 4,3 Ohm messen konte deutet ja nicht auf einen normalen Defekt/Wackelkontakt hin. Aber Udo hat ihn ja auf Herz und Nieren überprüft und er scheint absolut in Ordnung zu sein. Ich hoffe nur, dass ich morgen die Boxen wieder komplettieren kann.

      Im Moment keine Ahnung ob Udo mir den Hochtöner oder einen anderen zugesendet hat. Bei mir landet die Paketpost immer ohne Nachricht bei irgendeiner Annahmestation oder Nachbarn. Ist leider inzwischen bei allen Paketdiensten das gleiche.

    • #40942
      Franco Gabriely

      Ach ja, der Mission Cyrus geht super an den Duettas. Nutze den Marantz Av-Receiver als Vorverstärker. Ich habe auch mal den Marantz komplett ausprobiert. Ging gar nicht. Da fehlte es wirklich extrem an Kontrolle. Also ein wenig anspruchsvoll sind die Duettas da scheinbar schon. Hatte ich bei anderen Lautsprechern nie so ausgeprägt. Mal schauen wie sich der Luxman macht.

    • #40943
      Roman

      Hallo Franko , ich besitze meine Duetta jetzt im Sommer 2 Jahre . Rund 20 Verstärker bzw. auch Vor- Endstufenkombis sind hier ein – und ausgezogen . Ist die Duetta anspruchsvoll ?? Ich würde sagen , sie verdient definitiv einen ebenwürdigen Spielpartner.  Der persönliche Geschmack entscheidet natürlich auch mit . Meine Damen spielen an zwei Luxman , wahlweise über eine Umschalter beide verbunden . Der ” richtige ” Verstärker und die Duetta blüht auf 😆 . So meine Erfahrung. Und wie Vadder schon sagte , die nackte Wattzahl war auch bei mir nicht entscheident , eine Luxman M-03 ist auch wieder ausgezogen .

      Gruß Roman

    • #40944
      nymphetamine

      Ich greife mal dem herrn Matthias (da) vor… Er schwört auf die hifi Akademie p6 endstufe…. Auch an der duetta….

    • #40946
      Monti

      Moin,

      also die Duetta hat definitiv einen anständigen (Stereo-)Verstärker verdient. Dabei ist sie nicht anspruchsvoll sondern sie zeigt aufgrund ihrer Qualität die Schwächen einer Aufnahme und der Wiedergabekette auf.

      Meine Röhre hängt im HK-Betrieb als reine Endstufe vor der Duetta. Also habe ich auch mal den Test gemacht und meinen Marantz-AVR als Vorstufe für den Stereo-Betrieb genutzt. Der Unterschied war schon deutlich. Es fehlte im Vergleich irgendwie an allem. Keine Kontrolle, verwaschene Bässe, schlechtere Auflösung… Alle Klangverbiegungen im AVR waren dabei ausgeschaltet.

      Nach meiner Erfahrung sind die AVRs im unteren und mittleren Preissegment in allen Sektionen für den Betrieb im HK „optimiert“, Stereo stellt da scheinbar noch andere Anforderungen.
      Es macht mMn daher Sinn sich nach einem Vollverstärker oder einer Kombi für den Stereobetrieb umzuschauen und den AVR ausschließlich für HK zu nutzen. Luxman ist da sicherlich eine Option.

      Ciao
      Chris

    • #40947
      derFiend

      Ist wirklich ein sehr ansprechender Lautsprecher geworden! Ich wünsche viel Spaß damit! 😉

       

      Mal so aus neugier, weil ich das beim überfliegen nirgendwo gefunden hab… wie hoch ist denn der HT bei diesem Lautsprecher? Kannst du mal die “in etwa” Bemaßung des LS nennen?

    • #41093
      Franco Gabriely

      Sorry, kam nicht zum Schreiben. Der Lautsprecher ist ca. 170 cm hoch. Genaue Pläne bringe ich rein, wenn ich bessere Fotos habe. Also Zentrum Hochtöner ist dann ca. 163-164 cm. Ist bei mir Ohrhöhe im Stehen (177 cm groß). Beim Sitzen an der Bar passt es auch gut.

      Ansonsten bin ich schon sehr zufrieden. In näherer Zukunft steht erst mal die Raumakustik an. Da ist bei mir wohl das größte Manko. Ich werde wohl auf bezogene Verbundschaumplatten oder Basotect zurückgreifen. Wie sind da die Erfahrungen, was Größe, Stärke usw. angeht?

      Habe mich da auch schon ein wenig eingelesen. Die Spiegelmethode soll ja recht gut funktionieren. Im Moment macht sich der Raum mit seinen asymetrischen Öffnungen stark bemerkbar. Den rechten LS 2 db absenken brachte zumindest halbwegs eine Mittenortung. Aber die Öffnung im Raum hat auch was Gutes. Der Bass neigt nie zum Dröhnen.

      Später kommt dann sicherlich auch eine bessere Vorstufe. Am besten was kombiniertes mit DAC. Da gibt es ja ein paar interessante Geräte. Ich werde gleich aber noch mal den Luxman  und auch einen PA-Verstärker am Mischpult spaßeshalber testen.

       

      Gruß,

      Franco

    • #41094
      Roman

      Hallo Franco , vielleicht habe ich es überlesen , um welchen Luxman handelt es sich bei Dir ?

      Gruß

    • #41100
      Franco Gabriely

      Luxman 371A

    • #41773
      Franco Gabriely

      So, jetzt sind ja schon einige Wochen ins Land gegangen und die Duettas sind gut eingespielt. Wie schon gesagt gibt es da noch Verbesserungsbedarf in der Raumakustik. Ich habe mal alles mit dicken Decken und Mänteln abgehangen und gleich signifikante Verbesserungen in der Stereoabbildung festgestellt. Vor allem bei Frauenstimmen. Ich fand es nahezu perfekt. Ich werde da wohl nicht um Dämmatten herumkommen. Als Vorverstärker kommt jetzt bald die pro-ject s2 Pre-Box digital.

      Einzig der Bass macht mir noch etwas Kopfzerbrechen.

      10 db überhöhung bei 45 Hertz und darüber eine Senke von 4-5 db zwischen 60 und 200 Hz. Ansonsten misst sich das ganze erstaunlich linear.

      Habe auch noch mal die Tieftöner verpolt. Das Gleiche nur im Übergangsbereich zum Mitteltöner etwas welliger. Habe ich doch was falsch gemacht oder ist das einfach meine Raumakustik?

      Wäre dankbar für Ideen. Messprotokoll (Praxis) kann ich nachreichen. Ach ja, Habe die LS auch einzeln gemessen. War genau das gleiche. Also vertauschte Polung ist auszuschließen.

       

      • #41774
        DanVet

        Hast du dir schon mal ausgerechnet, wie groß die Wellenlänge bei 45Hz ist? Oder generell im Bassbereich…

        Da kommen schnell einige Meter zusammen, und je nachdem, an welcher Stelle dieser Welle du misst, misst du Mist 🙂 bzw. hast halt die Raumakustik mit gemessen.

    • #41775
      Udo Wohlgemuth
      Keymaster

      Hallo Franco,

      um im Bass bis etwa 70 Hz einigermaßen verlässlich die Lautsprecher messen zu können. braucht man einen schallarmen Raum mit 7 x 7 x 7 m, in dem alle sechs Wände mit 1,5 m langen Keilen abgedeckt sind und ein Netz als Boden dient. Für 40 Hz kannst du die Abmessungen grob verdoppeln. Dass du davon im Wohnraum weit entfernt bist, hoffe ich für dein Wohlbefinden, denn der Aufenthalt in der Messkammer ist durchaus unangenehm. Wie DanVet schon richtig schrieb, hast du deinen Raum vermessen. Das Verschieben des Microphons und der Boxen ergibt völlig andere Ergebnisse. Leider neigt der Mensch dazu, hinterher das zu hören, was als Messschrieb zu sehen war. Das gilt sogar dann, wenn er an einer ganz anderen Stelle steht. Mein Tipp: Hör lieber Musik. Nebenher wirst du auch dabei recht große Unterschiede im Bass wahrnehmen 🙂

      Gruß Udo

    • #41776
      Franco Gabriely

      Alles klar. Danke schon mal. Ich habe schon an meinem Hörplatz gemessen. Ich bin so auch beim Musikhören nicht unglücklich mit dem Bass. Ganz im Gegenteil. Zum Glück dröhnt bei mir auch nichts. Wenn einzelne Titel wirklich Tiefbass haben kommt dieser auch sehr beeindruckend und ohne irgendwie “bollerig” zu sein, wie ich es oft bei Subwoofern erlebe.

       

      Gruß, Franco

    • #41958
      Franco Gabriely

      Nur noch mal ein kurzer Nachtrag. Die Messergebnisse lagen tatsächlich nicht nur am Raum. Ich habe herausgefunden, dass der Schalter, welchen ich in die Tops gebaut habe, um von den Speakonbuchsen wahlweise die Bässe parallel zu schalten oder auf den Kanal 2 zu legen, doch recht deutlichen Einfluss haben. Ich konnte in den + und – Zuleitungen jeweils 0,3 Ohm messen. Vermutlich bei Erwärmung noch mehr.

      Weiter waren die Bässe gerade falsch verpolt. Ich hatte zuvor etwas rumexperimentiert. Der zu leise Grundtonbereich war bei richtiger Polung wieder voll da.

      Jetzt misst sich das ganze bis auf eine Überhöhung bei 40 Hz und eine schmale steile Senke bei 80 Hz sehr linear.

      Im Nahbereich gemessen ist auch der Bass ohne Auffälligkeiten. Hier sind es tatsächlich nur Raumeinflüsse. Mein Barausschnitt mit Durchgang wirkt hier scheinbar als eine Art Helmholtzresonator. Das ist auch bei anderen Lautsprechern der Fall.

      Es ist auf jeden Fall nicht dramatisch. Von Bassarmut kann keine Rede sein.

      Der Schalter hat auf jeden Fall einen hörbaren negativen Effekt gehabt. Hätte ich vorher nicht gedacht.

      An den Raumeinflüssen werde ich wohl wenig machen können. Aber ich kann jetzt sehr gut mit leben.

      Ich kann hier abschließend noch mal festhalten, dass ich mit dem Klang sehr zufrieden bin. Verbesserungspotential sehe ich evtl. noch an meiner Elektronik und vor allem an der Raumakustik.

      Gruß,

      Franco

       

    • #41959
      Udo Wohlgemuth
      Keymaster

      Hallo Franco,

      dann wünsch ich dir jetzt viel Spaß beim Musikhören 🙂

      Gruß Udo

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