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Duetta und kaum Platz! Ober wie flexibel geht es?

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Dieses Thema enthält 8 Antworten und 4 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Franco Gabriely vor 1 Woche.

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  • #37386

    Franco Gabriely

    Hallo, ich wollte mich hier mal vorstellen und an meinen aktuellen Plänen teilhaben lassen.

    Im Moment stehen bei mir neue Lautsprecher für das Arbeits/Hobbyzimmer an. Der Platz an dem ich mich am häufigsten aufhalte, weshalb hier auch die Musik Priorität besitzt. Der Raum ist knapp 4 x 5 Meter groß und mit dem etwa gleichgroßen Wohnzimmer mit einem Barausschnitt/Durchgang verbunden. Da ich hier meist im stehen werkel oder auch mal an der Bar sitze wird das ganze natürlich entsprechend hoch werden. Ohrhöhe so ca. 163 cm.
    Da ich handwerklich nicht ganz ungeschickt bin und gerne selber Dinge aus optischen und praktischen Gründen so baue, wie ich sie haben will kam für mich nur Selbstbau in Frage. Da bin ich auch nicht ganz unerfahren. Die wichtigsten Werkzeuge habe ich alle im (leider zu kleinen) Keller.
    Derzeit höre ich in dem Raum über meine kleinen PA-Tops (Jobst Audio LMT161) auf zwei Sica 10 Zoll Bässen. Die Tops haben einen anwinkelbaren Flansch Adam Hall sm-707)
    Das ganze habe ich aus Platzgründen an der Wand montiert. Nicht ideal aber geht eigentlich. Der Bass ist bei mir in beiden Räumen eh recht schlank. Ich vermute das es am Barausschnitt liegt.
    Fotos von der Ist-Situation stelle ich hier mal ein. Geht scheinbar nur in der Galerie.

     

     

    Eigentlich war ich einigermaßen zufrieden. So schlecht klingt die PA-Geschichte gar nicht. Es geht auch wirklich laut mit den Dingern. Eigentlich für Gartenpartys und ähnliches Gedacht. Da betreibe ich sie mit zwei Eminence Bässen. Die Langhubigen Kappalite 30’er. Angetrieben wird

    Hier mal die Rückseite (vom Wohnzimmer aus)

    das ganze von meinem selbstgebauten DJ-Pult, mit Mischpult, Prozessor, Doppel-CD-Player und zwei Endstufen.
    Im Wohnzimmer (was ich meist nur einmal die Woche zum Filmeschauen) nutze habe ich zwei SM-6Pro Studiomonitore (Bausatz von H-Audio aus Hannover mit SP6-100 und dem DT300 im WG) an der Decke mit Haltern angebracht. Höhenverstellbar um flexibel zu bleiben.

    Eigentlich war auch kein Bedürfnis nach was Neuem da. Dann habe ich mir aber zu Weihnachten neue Lautsprecher für mein Wohnmobil gegönnt. Die Svans M1. als Bausatz. Sind zwar nicht die lautesten aber haben doch eine Phänomenale Auflösungsfähigkeit und vor allem eine plastische Räumlichkeit, wie ich sie vorher noch nicht gehört habe.
    Ich fürchte da war es zu spät. So was in Pegelfest und mit Bass war plötzlich der neugeweckte Wunsch.
    Deshalb habe ich dann die Gelegenheit genutzt als wir zu einer Wochenendtour in Richtung Ruhrpott aufgebrochen sind. Meine Freundin, welche sich glücklicherweise tatsächlich an hochwertiger Musikwiedergabe erfreuen kann, hat mich begleitet. Nach langer Internet-Recherche haben mich zwei Modelle besonders interessiert. Die Harwood Reference und die Duetta bzw. Artverwandtes. Also auf dem Hinweg erst mal nach Münster zum Hören. Ich muss sagen die Leute waren sehr freundlich und haben uns noch nach Ladenschluss ausgiebig hören lassen, während man schon mit der Abrechnung zugange war. Baustellen und Unerwartetes auf der Arbeit hatten die Anreise verzögert. Dann habe ich auch noch beim Einparken ein anderes Auto beschädigt…
    Die Harwood Reference ist schon ein wirklich klasse Lautsprecher. Räumliche Tiefe und Abbildung von Sängern war Großartig. Aber bei einigen Stücken fehlte mir doch sehr etwas mehr “Biss”.
    Dazu muß ich sagen, dass wir eine sehr breiten Musikgeschmack haben. Von 80’er Wave, Klassik (Wagner und Beethoven), Metal, Elektro/Industrial, einige meist ältere oder recht unbekannte Pop-Sachen sind auch dabei, ist da schon eine große Bandbreite.
    Gerade bei Metalstücken oder älteren Popaufnahmen habe ich festgestellt, dass der Hochtöner vertikal extrem bündelt. Was ja schlecht ist, wenn damit auch die Bar an unterschiedlichen Sitzpositionen beschallt werden soll.
    Bei neueren Aufnahmen waren die Kritikpunkte dann plötzlich überhaupt nicht mehr vorhanden. Seltsam, aber wohl nicht mein Lautsprecher. Für andere sicher ein Ohr wert.

    Nach Sightseeing und Manowar-Konzert im Pott haben wir uns dann auf nach Bochum gemacht und sind Abends vor Udos Laden angekommen. Da wir keine weiteren Pläne hatten sind wir einfach mal da geblieben. Udo hat sich wohl gewundert, wer da plötzlich vor seinem Laden nächtigt. DIe Uralt-Lautsprecher im Schaufenster sollen vermutlich unbedarfte abschrecken. Hat aber nicht bei uns geklappt. Nachdem wir ein wenig Bochum ausgelotet hatten gings dann 15:00 Uhr direkt zurück und ab auf die berühmte Couch. Nach einigen technischen Problemen mit dem Verstärker (ging dann aber mit der Röhre) gleich die Duetta angeschlossen.
    Ja, was soll ich sagen. Die Lautsprecher waren zunächst unspektakulär, aber alles war richtig. Stimmen waren plastisch aber eher hinter den Lautsprechern zu verordnen. Der Hochton war nicht zurückhaltend aber nie angestrengt oder gar unangenehm. Selbst bei extremen Dynamiksprüngen war alles übersichtlich und klar zu orten. Egal ob großes Orchester oder Manowar. Es kam nie ein Klangbrei dabei raus. Ich kann der Einschätzung einiger Leute nicht folgen, die die Duetta als Lautsprecher für Klassik oder Blues sehen. Ich fand, dass sie durchaus Allroundfähigkeiten hat. Den Bass habe ich erst gar nicht beachtet. Er war einfach da und hat sich perfekt eingefügt. Wenn Bass auf der Aufnahme war gings auch gut zur Sache. Wir haben dann nach Klassik, Metal und Pop noch eine Elektroscheibe angemacht mit wirklich tiefen wabernden Bassteppischen. Da habe ich bei abartigen Pegeln dann doch etwas Kontrollverlust bemerkt. Udo meinte das würde an dem doch etwas schwachen Röhrenverstärker liegen.
    Danach gleich die bereitstehende Linie 54 mit dem gleichen Programm bespaßt. Eigentlich sehr ähnlich. Hier fiel nur gleich der Bass auf. Weniger tief aber sehr knackig. Erinnerte mich ein wenig an meine größeren PA-Bässe. Irgendwie schon geil aber auch nicht ganz richtig. Das heißt er hat sich nicht ganz so eingefügt. Sicherlich bei einigen Stücken ein gewisser Spaßfaktor. Ich war aber irgendwie mehr davon beeindruckt den Bass gar nicht bewusst wahrzunehmen aber ihn auch nie zu vermissen.
    Sicherlich eine gute Entscheidung von Udo verschiedene Varianten mit ähnlicher Bestückung anzubieten. Vielleicht haben Stimmen noch etwas durch die D’appolito-Anordnung gewonnen. Da bin ich aber unsicher. Im Hoch- und Mittelton waren die Lautsprecher einfach zu ähnlich.

    Glücklicherweise kam gerade Vadder im Laden vorbei. Kurzentschlossen hat er uns dann noch zu sich nach Hause eingeladen, wo wir die Duetta in einer etwas kompakteren Form im heimischen Wohnzimmer anhören konnten.
    Ich war doch erstaunt, dass das auch wandnah so gut funktioniert. Einzig der Schrank direkt neben der rechten Box hat die Stereowahrnehmung etwas gestört. Aber die meisten müssen bei der Aufstellung wohl Kompromisse eingehen. Aber schön schlank ist sie. Und von mangelnder Kontrolle am Bass konnte keine Rede mehr sein an Vadders amtlichen Boliden von Verstärker.
    Nach einigem Überlegen habe ich mich dann entschlossen die Duetta zu bauen. Angelehnt an Vadders Gehäuse habe ich dann schon mal ein wenig gezeichnet. Zuerst spielte ich wieder mit dem Gedanken. ähnliche Wandgehäuse zu bauen aber diese nur weiter rauszuziehen. Aber letztlich bin ich davon ab und werde das ganze zweiteilig aufbauen und mit Rollen versehen. Die Box wird auf Stehhöhe aufgebaut. Prinzipiell wäre die Tiefe dann sehr gering aber leider die ganze Box auch viereckig bei 30 cm Kantenlänge. Da das ja wegen Resonanzen besonders ungünstig ist habe ich mich entschlossen etwas Tiefe zuzugeben und unten einen ungenutzten Hohlraum zu belassen.
    Die Seitenteile werden angefast und vorne werde ich schwarz-glänzende Plexiglasplatten einsetzten. Perfekte hochglanzoptik mit relativ wenig Aufwand. Die Seitenteile werden mit Warnex-Strukturlack gespritzt. Zu den Details und offenen Fragen komme ich morgen. Ich brauch da noch ein paar kleine Tipps. Bilder und Zeichnungen habe ich in die Galerie eingestellt.

     

    Kann man das irgendwie drehen?

     

    Erst mal gute Nacht,
    Franco

     

     

     

     

     

     

     

     

  • #37389

    Matthias (DA)

    Moin Franco,

    Als ich die Überschrift las war mein erster Gedanke, da kann Vadder weiterhelfen, aber siehe da, ihr seid schon mehr als im Kontakt 😉

    Dann Mal frohen Bau!

    Und aus meinen eigenen 20m2 kann ich euch sagen, mit dem richtigen Verstärker ist das einzige was die Kontrolle verlieren kann das Ohr…

    Liebe Grüße und gute Wahl, den Langzeitvergleich mit Linie 54 habe ich im Göttingen Bau-Bericht gemacht, die Duetta bleibt für mich unangefochten.

    Matthias

  • #37390

    Peterfranzjosef

    Hallo Franco,

    bei mir steht die Duetta auch auf ca. 20qm.

    Für meine Ohren wurde die Klangqualität, gerade im Bassbereich, besser,  je höher der angegebene Dämpfungsfaktor der Transistorverstärker war.

    Rotel 820BX2 mit 25 versus Yamaha AX 750/892 mit 250/320. (technische Angaben der Hersteller)

    Dies haben auch die Mithörer an diesem Testtag so gehört. Der Bass wurde kontrollierter.

    Der Rotel hatte mal die FT12 am TV tadellos angetrieben, vermutlich hats hier der Bandpass unterstützt.

    Die Duetta hängt jetzt an Class A Doppelmono von ALBS N200 und geht, wenn´s sein muss, gewaltig ab.

     

    Für abartige Lautstärke sind meiner Meinung nach normale Röhrenverstärker für die Homeanwendung nicht gedacht und gemacht.

    Viel Spaß mit der Duetta.

    Servus Peter

     

     

  • #37391

    Franco Gabriely

    Ja, das mit den Röhrenverstärkern mag wohl richtig sein. Wirds bei mir aber eh nicht werden. Zum Glück habe ich wenige und vor allem unkritische Nachbarn. Da wirds bei mir zuweilen schon übelst laut.

    Aber mal schauen, ich habe da einen Luxman 371A Vollverstärker, einen Mission Cyrus (glaube III) mit externem Netzteil, Einen Marantz AV-Receiver 5002 (glaube ich) und noch meine PA-Endstufen (LD-Systems LD Deep2 1600 und noch ne günstige Thomann). Da mache ich mir dann später Gedanken. Aufrüsten kann ich da ja immer noch. Erst mal bauen.

    Wie gesagt, Platz ist bei mir so ne Sache. Vor allem belieb ich gerne Flexibel. Deshalb habe ich vor die Duetta auf Rollen zu stellen. Vermutlich Einbaurollen https://www.ebay.de/itm/323779618699?ViewItem=&item=323779618699 oder doch größere Lenkrollen, habe ja unten noch Platz im Gehäuse. Dann kann ich bei Bedarf die Beiden direkt an die Wand stellen oder auch ganz zur Seite rollen. Zweiteilig, da ich so mit dem Top flexibler bin und auch evtl. bei Partybeschallung eine größere Distanzstange zwischensetzen kann. Da ich ja den anwinkelbaren Aufnahmeflansch https://www.thomann.de/de/adam_hall_sm707_boxenflansch.htm einbaue kann man sie dann auch nach unten anwinkeln. Aber vermutlich sind sie mir dann eh zu Schade als “Partykracher”.

    Anstatt eines Holzports würde ich ganz gerne ein Rohr nehmen. Hintergund ist , dass ich so an die Rückwand kommen könne und die Box an der Wand mit einer Sternschraube fixieren könnte. Ich habe da doch Bedenken, da das ganze ja sehr hoch ist (knapp 170 cm) bei kleiner Standfläche.

    Fragen hätteich noch bzgl des Ports. Bei der Einteiligen ist die Portfläche ja etwas kleiner. So hat es ja auch der Vadder gemacht. Die Rohrlänge habe ich so übernommen 26,2. Bei mir wären dann aber nur noch 5 cm bis zur Rückwand.

    Ich habe mal ausgerechnet, dass für eine Portfläche von 67 Qcm Portfläche ein 93’er Durchmesser nötig wäre. Das habe ich so aber nicht gefunden. Ich habe hier noch 87’er von Mivoc rumfliegen. Ansonten könnte ich auch ein 100’er nehmen. Das würde ja dem Port der zweiteiligen Duetta entsprechen. Ich fand die Abstimmung vom Vadder aber sehr gut. Sein Wohnzimmer kommt dem Volumen bei mir auch recht nah (Wenn man beide Räume als einen sieht).

    An Vadder: Falls du das mitliest, kannst du mir noch mal die Länge deines Ports nennen?

     

    P.S.: Danke noch mal für schöne Hörsession!

    • #37392

      Vadder
      Keymaster

      Moin,

      26 cm kommen schon gut hin, die 0,2 fallen unter Meßtoleranz 🙂

      Falls ihr irgendwann nochmal im Ruhrgebiet seid, dürft ihr gerne den Cyrus an meinen Dütten testen.
      Der sollte gut passen.

      Viele Grüße vom Vadder

  • #37407

    Franco Gabriely

    Hallo, werden wir gerne tun. Wann wir wieder im Ruhrpott sind, weiß ich nicht. Aber sicher noch in diesem Jahr.

    Ich habe auch noch einen alten Test von den Cyrus-Endstufen gefunden. Der Vorgänger macht mit PSX-R 100 Watt an 4 Ohm. Nicht gewaltig aber dürfte gehen. Wenn es mal doch lauter werden soll kann ich die Duettas immer noch Bi-Amping betreiben.

    Dannwerde ich Ende des Monats mal bestellen und mit dem Bau beginnen.

    Bleibt nur die Frage, ob das mit dem Port in Ordnung geht. Sind ja nach meinem Plan nur 5,4 cm bis zur Rückwand.

    • #37409

      Vadder
      Keymaster

      Moin,

      vergiss die Watt…

      Das 35-Kilo-Monster bei mir gibt gerade mal 150 Watt/Kanal ab und reichte in Nordhausen für gute Beschallung in einem Raum von reichlich 1000 Kubikmetern!

      Siehe dazu die Grundlagen .

      Mit 30 Watt/Kanal auf 40 Quadratmetern verbiegt die Duetta langfristig die Fensterscheiben 🙂
      Und das Mission Cyrus PSX(-R) schickt die Watt äußerst stabil und sauber an die Boxen!

      Das mit dem Reflexkanal klappt schon. Ich habe gerade ein Pärchen MiniACL mit dezenten 2,5 cm Abstand Brett/Rückwand gebaut. Das entspricht im Verhältnis Kanaldurchlass/Abstand ziemlich genau deinen 5,4 cm.

      Viele Grüße vom Vadder

  • #37419

    Matthias (DA)

    Eben, die Qualität von Verstärkern misst man nicht in Marketing-Watt sondern in Kilogramm 🙂

    Ist tatsächlich die Messgröße die noch am wenigsten unsinnig ist…

  • #37420

    Franco Gabriely

    Alles klar, dann wird es so gemacht, wie geplant.

    Dass man auf Herstellenagaben nichts geben kann ist mir auch klar. Deshalb bezog ich mich auch nur auf ein (hoffentlich reelles) Meßergebnis. Aber klar. Am Netzteil bzw. seinem Gewicht kann man schon erkennen, wo die Reise hingeht. Wenngleich das bei den digitalen wohl auch nicht mehr ganz so ist.

    So, dann hoffe ich, dass ich hier bald was vorweisen kann. Ist ja schließlich der Bau-Doku-Bereich. Wird aber wohl bis Mitte Juni dauern.

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