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Mein Besuch im Laden mit dem berühmten Sofa

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Dieses Thema enthält 14 Antworten und 8 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Cappu vor 1 Woche, 5 Tagen.

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  • #33487

    Cappu

    Der Mensch neigt ja dazu, manche Gegenstände mehr zu verehren als alles andere. Wer heute sein Auto in die Werkstatt bringt, der darf sich einer sorgfältigen Pflege seines fahrbaren Untersatzes ziemlich sicher sein. Um als Mensch derlei Behandlung bei allfälligen „Reparaturen“ zu erfahren, muss man schon privat krankenversichert sein, ansonsten ist der Gegenstand Auto klar im Vorteil.

    Dennoch: Die Leidenschaft brennt in uns Menschen, und es ist nicht egal, in welchem Blechkleid man nun von A nach B kommt. Die Hülle ist sozusagen das Ziel. Ebenso ist es nicht egal, aus welcher Holzkiste der Wohlklang ertönt. Gut, manchen reicht auch eine Plastikkiste, aber darum soll es hier nicht gehen.

    Bis vor wenigen Wochen hatte ich mich noch gar nicht sonderlich mit Udos Kreationen beschäftigt. Udo Wohlgemuth, in der Szene zwar durchaus ein Name, für mich bislang aber nur ein Anbieter unter vielen. Die kochen ja alle nur mit Wasser und vieles ist ja auch Geschmacksache. Die Faszination reifte tatsächlich erst kürzlich, und so wollte ich dem nachgehen. Eigentlich habe ich mehr als genug Lautsprecher, habe eben erst mein Heimkino mit selbstgebauten Boxen aufgerüstet und müsste eigentlich mal wieder was loswerden, aber man denkt ja immer darüber nach, ob man sich nicht noch verbessern kann. Konkret könnte das bei mir im Wohnzimmer werden.

    Udo hat es meines Wissens als einziger Anbieter geschafft, eine lebhafte Community um sich zu versammeln. Man trifft sich und hilft sich. Was ist also dran an der Begeisterung für seine Werke? Ist Udo tatsächlich der Urheber des Wohlklangs in der guten Stube? Ist der Literaturnobelpreis für seine fast schon lyrischen Beschreibungen greifbarer als ein ernstzunehmendes Prädikat für die feilgebotenen Lautsprecherbausätze? Fragen über Fragen, die nur der Besuch in dem Laden mit dem berühmten Sofa klären konnten. Nein, dem geneigten Leser ist ja der sozialkritische Unterton in der Einleitung entgangen. Und so muss es heißen: Fragen, die nur ein Besuch bei Udo klären konnte.

    Udo, seines Zeichens bekennender Heimkinomuffel, hat tatsächlich das durchdachteste und umfangreichste Sortiment für Surroundanlagen. Es gibt die Lautsprecher nicht nur in unterschiedlichen Größen und Bauarten, sondern auch in unterschiedlichen Impedanzen. So ist die Einsteigerserie U_do auf stattliche und zugleich verwirrende 16 Varianten angewachsen. Der Theorie nach sollten im Heimkino alle Lautsprecher identisch sein und auch in der Praxis ist dies leichter einzustellen. Meist sollen es aber nach guter alter Väter Stereositte vorne fette Standlautsprecher sein und hinten reichen dem Gewissen dann kleine sog. „Effektlautsprecher“. Dass im Filmbetrieb der Center die meiste Last trägt, während die äußeren beiden Frontlautsprecher auch nicht mehr leisten müssen als die ach so unwichtigen „Effektlautsprecher“, übersieht man dann nur zu gerne. Aber, so heißt es an der Stelle regelmäßig, es geht ja auch um den reinen, unverfälschten Musikgenuss im Stereobetrieb. Und da verbieten sich so kleine Böxchen ja förmlich. Und überhaupt, also Stereo, da darf kein Subwoofer mitspielen. Interessanterweise ist das bei Udos modularer Bauweise kein Widerspruch. Viele seiner Standlautsprecher sind zweigeteilt, wobei das Unterteil fast schon als Subwoofer durchgeht. Durch Hinzufügen von zwei Kompaktlautsprechern und dem passenden Center aus der gleichen Serie hätte man schon ein 5.0-Set, welches rundum identisch bestückt ist und ohne dezidierten Subwoofer auskommt. Auf dem Papier schon mal beste Voraussetzungen für homogene Rundumbeschallung. Man muss nur – und das ist tatsächlich das Schwierigste an der Sache – erst mal durchblicken, weil die Namensgebung insofern nicht ganz konsistent ist. Bei der teuersten aller Serien kann man sich noch behelfen, indem man sich mit der Suche nach Bausätzen mit dem ER 4 behilft. Das ist der AMT-Hochtöner, mit dem Udo so gut umzugehen weiß und seine liebste aller Kreationen erschaffen hat, die legendäre Duetta. Ein Heimkino, rundum bestückt mit dem ER 4, das wäre doch traumhaft. Wie Udo berichtete, hat sich ein Kunde tatsächlich diesen Traum erfüllt. Wahnsinn. Ich selber müsste wohl zum Baupreis der Lautsprecher noch die Scheidungskosten hinzurechnen, wollte ich realistisch kalkulieren.

    Genug der langen Vorrede. Udos Laden liegt recht unscheinbar in einem Wohngebiet. Die Außenansicht wischt auch die allerletzten Bedenken der Art „Blender“, „High-End-Guru“ im Nu weg. Laufkundschaft ist nicht zu erwarten. Wer sich hierhin verirrt, der hat das vorher sorgfältig geplant.

    Ich öffnete also die Tür, sah kreatives Chaos, aber auch zwei Personen, die sich angeregt unterhielten. Der eine musste Udo sein, fühlte ich mich doch sofort an Crosby, Stills, Nash & Youngs „Almost cut my Hair“ erinnert. Der andere, ein guter Kunde, wollte eine Duetta bauen und Udo gab Tipps zum Gehäusebau, der rückseitigen Bedämpfung des Hochtöners, welcher sonst als Dipol arbeitet, der Position des Bassreflexrohrs und dem Aufbau der Weiche. So nahm ich zunächst neben Joschi in der zweiten Sitzreihe Platz, also hinter dem berühmten Sofa, und lauschte gespannt der Fachsimpelei. Zunehmend wurde klar, dass es sich bei dem Selbstbauer nicht nur um einen Kunden handelte, sondern sie sich schon länger kannten. So viel war klar: Der gute Mann war nicht nur wegen seiner Fragen vor Ort. Auch zum zwischenzeitlich eintreffenden Kurierdienstfahrer pflegte Udo ein herzliches Verhältnis. Überhaupt erinnerte die gesamte Szenerie eher an einen Treffpunkt als an eine Verkaufsstätte. Aus dem Probehören wurde auch eine Milieustudie. Wer nicht im Ruhrgebiet heimisch ist, dem sei eine Folge „Alles Atze!“ (Schröder) ans Herz gelegt. Es sind unheimlich viele Parallelen erkennbar. Ach ja, fast vergessen: Klang ertönte auch. Wie Udo später erklärte, handelte es sich um die Mona, welche er ans Radio angeschlossen hatte.

    Als ersten „richtigen“ Lautsprecher führte Udo die SB 24 ACL vor. Der Bass aus dieser kleinen unscheinbaren Säule war schon mal beeindruckend. Recht tief für die Größe und auch gut durchhörbar. Ich suchte erst gar nicht nach einem versteckten Subwoofer, sondern überprüfte die Bassreflexöffnung auf ihre Funktion. Test bestanden, Respekt. In der Folge musste Udo einige kritische Fragen über sich ergehen lassen. Ob nicht die Zwischenbretter einfach nur als Versteifungen in einem sehr großen Bassreflexgehäuse anzusehen sind, wollte ich von ihm wissen. Er erklärte mir, dass es sich tatsächlich um getrennte Kammern handele, und wie er diese abstimmt. In der Theorie würde das sicher eine abendfüllende Veranstaltung, in der Praxis gibt Udo das Ergebnis Recht.

    Ansonsten überzeugte mich die SB 24 ACL noch nicht vollends, und so bat ich Udo um ein Upgrade. Er stöpselte die Illumi 15 an, eine Kompaktbox mit ebenfalls stattlichem Bassfundament. Ja, da kommen wir der Sache klanglich doch gleich schon näher. Aber auch hier ein Aber: Das Auge hört bekanntlich mit. Die drei unterschiedlichen Kreise auf der Schallwand sind nicht so meins.

    Also schob ich, während sich Udo mal wieder bei zwischenzeitlich eingetroffenen Besuchern verquatschte, die Doppel 7 auf Abhörposition. Die Doppel 7 gehört optisch zu meinen Favoriten in Udos Sortiment. Reduzierte Formensprache würde ein Architekt dazu sagen

    Nun ergab sich folgende Situation: Ein anderer Kunde, sorry: Bekannter, brachte seinen Verstärker mit und wollte seine eigene Musik an der Illumi 34 hören. Da ich aber soeben die Doppel 7 in Position gebracht hatten, begannen wir – für ihn natürlich in der falschen Reihenfolge – damit. Es begann aber auch ein Wettstreit um den besten Sitzplatz, den wir durch einvernehmliches Abwechseln entschieden. Und was soll ich sagen? Die mitgebrachte Aufnahme, eine sehr räumliche Liveaufnahme einer japanischen Jazzkombo, hatte es in sich und die Doppel 7 brachte das genauso rüber. (Lieber Kollege, wenn Du das hier liest, schick mir bitte die Playlist Deiner Hörtest-CD).

    Normalerweise stellt man seine Boxen ja in einem gleichseitigen Dreieck zum Hörplatz auf, winkelt sie etwas ein und setzt sich dann an die Spitze, also in die Mitte des Sofas. Die Bühne ergibt sich dann zwischen den Lautsprechern und leicht davor, nur selten dahinter, und je nach Aufnahme auch mal außerhalb der Stereobasis. Nicht so bei Udo: Seine Boxen sind so konstruiert, dass sie nicht angewinkelt werden, sondern parallel und auch etwas näher beieinander als üblich stehen sollen. Das hat auf den ersten Blick optische Vorteile. Der Hörtest offenbart aber eine enorme Räumlichkeit, die – und das war das eigentlich Faszinierende – auch weit abseits des Sweetspots erhalten bleibt. Der Schlagzeuger blieb wie festgenagelt links neben der linken Box, der Gesang in der Mitte, auch als ich etwa auf Höhe der linken Box saß. Die Bühne öffnet sich übrigens fast vollständig in dem Bereich hinter den Lautsprechern.  Das kannte ich so noch nicht. Wer es nicht besser weiß, der würde vermuten, es spielten die Kandidaten auf der Ersatzbank. Nur wusste ich es ja, hatte ich die Doppel 7 ja selber angeschlossen und mich vergewissert. Ich achtete auch auf den Hochtöner, dem ja bisweilen ein Eigenklang nachgesagt wird. Ich konnte das nicht feststellen, bin aber – das muss ich fairerweise zugeben – auch AMT-mäßig vorbelastet. Es klang also für mich im besten Sinne neutral.

    Nach einigen Liedern schritt der andere Interessent zur Tat und stellte sich seine Favoriten namens Illumi 34 auf. Als Kenner seiner Hörtest-Lieder bemerkte er, dass zuvor der linke und rechte Kanal vertauscht waren, und behob das Malheur. Glück im Unglück, denn so konnte man die räumliche Abbildung in dem asymmetrischen Vorführraum unmittelbar vergleichen. Aber Moment mal: Bis auf den Kanalwechsel hat sich doch nichts getan, oder? Die eigentlich ganz anderen Lautsprecher spielten irgendwie ziemlich genau gleich. Gedanklich hatte ich mir schon eine Notiz gemacht, den Preis der Illumi 34 in Erfahrung zu bringen. Das sollte doch völlig ausreichen. Oder etwa doch nicht?

    Udo bemerkte, wie ich mehrmals aufstand und mich wieder hinsetzte. Bei der Illumi 34 handelt es sich um eine vertikale D’Appolito-Konstruktion, und das musste sich doch tonal ändern. Tat es aber nicht. Udo strahlte zunächst, als ich dies attestierte, erklärte auch, wie er D’Appos abstimmt, kam dann aber offensichtlich selber ins Grübeln. Nun, des Rätsels Lösung war ganz banaler Natur: Der geneigte Testhörer hatte die Duetta angesteuert. Also haben wir die Illumi beiseite geschoben und weiter der Queen of Blues gelauscht.

    Glück für mich, Pech für ihn. Aufgrund des Zeitdrucks (es waren schon zwei Stunden vergangen) befürchtete ich, das Highlight zu verpassen. Nun lauschte ich geflasht. Udo musste sich noch die Frage über sich ergehen lassen, welcher Mitteltöner besser zum ER 4 passt, der 5-Zöller oder der 7-Zöller. In Sachen Energiefrequenzgang und Abstrahlverhalten könnte man den 5-Zöller zunächst im Vorteil wähnen: Jedoch: Ganz klar der 7-Zöller, kam es wie aus der Pistole geschossen. Und der wirklich große Sweetspot bewies das ja auch. Somit war die Frage eigentlich fast schon überflüssig, aber ich hatte mir fest vorgenommen, sie loszuwerden, also musste ich da jetzt durch.

    Wie der Hörtest an der Illumi 34 ausging, habe ich leider nicht mehr mitbekommen, hätte ich aber zu gerne. Nur war meine Weiterreise längst überfällig, und so verabschiedete ich mich kurz, etwas abrupt und auch sprachlos. Sollte ich ein Danke für die Vorführung vergessen haben, reiche ich dies hiermit nach. Und gelobe Wiederholung des Besuchs.

     

     

     

     

     

  • #33489

    nymphetamine

    Hi cappu,

    Wenn ich mal frech fragen darf… Was sind nun deine antworten auf deine selbst gestellten fragen?

  • #33490

    Cappu

    Da hatte ich gehofft, dass sich das mit dem fortschreitenden Lesen des langen Textes zunehmend von selber auflöst, und zwar recht eindeutig 😉

     

  • #33492

    Gipsohr

    Hi Cappu,

    die Frage von nymphe wollte ich auch gerade stellen.

    Dein Erfahrungsbericht liest sich extrem gut und ich kann es emotional genau nachvollziehen. So oder ähnlich hatten wir das wohl alle mal bei Udo erlebt.

     

    Grüße

  • #33494

    Cappu

    Hi Gipsohr, so emotional war es ja auch. Der Besuch hat mich nachhaltig beeindruckt und mir ist nun klar, wo die Faszination für diesen Entwickler herrührt.

    Ich hatte solche Schlüsselerlebnisse nicht an gut fünfstelligem Equipment, und da ist noch nicht einmal sichergestellt, dass nicht hinter den Kulissen etwas “nachgeholfen” wird. Geht Euch sicher allen so.

    Wie gesagt, einen solchen breiten und stabilen Sweetspot wie bei der Doppel 7 und der Duetta habe ich noch nicht erlebt. Natürlich tat die mitgebrachte Aufnahme ihr Übriges, dennoch muss das erst mal jemand nachmachen. Aktuell ist Waveguide ja das Nonplusultra, auch ich habe damit experimentiert. Ohne WG kein konstantes Abstrahlverhalten, so die Missionierungsversuche. Nun, wer das Ergebnis mit WG so hinbekommt wie Udo ohne WG, dem gebührt mein allergrößter Respekt.

  • #33496

    derFiend

    Schöner Besuchsbericht bei Udo! So hatte ich mir das immer vorgestellt.

    Eigentlich kann man den meisten Rückschlüssen auch zustimmen. Nur einen Zahn kann ich Dir ziehen: als Privatpatient wirste kein Stück besser behandelt, aber im Zweifel ist es günstiger den wackelnden Zahn vor eine von Udos Konstruktionen zu halten, und darauf zu hoffen das der Bass ihn raustreibt 😛

  • #33552

    Cappu

    Okay, dann hast Du mir den Zahn quasi gezogen 🙂

    Welche Frage habe ich denn noch nicht beantwortet?

  • #33558

    Matthias (DA)

    Welche Frage habe ich denn noch nicht beantwortet

    Wir wissen noch nicht, wann wir Deinen Bericht zur Duetta erwarten dürfen 😉

     

    Ich hatte die Dame übrigens mal in nem Hifistudio und direkt mit 2x 10k Lautsprechern verglichen. Hab meine dann grinsend zufrieden wieder mit nach Hause genommen.

    Mehr dazu im Bericht Duetta im Bad

     

    Frohen Bau,

    Matthias

  • #33576

    Cappu

    Das werde ich erst nächstes Jahr in Angriff nehmen können. Und dann wird es sicher ein Derivat wie die schlankere Doppel 7.

    Was Deinen Vergleich angeht, so fand ich jene Lautsprecher enttäuschend. Oder sagen wir: nicht mein Geschmack, kein Haben-wollen-Gefühl. Das war bei der Duetta anders.

    • #33587

      Matthias (DA)

      Moin Cappu,

      Kommt Zeit kommt Duetta 😉

      Bei der Linie54 nach Göttingen haben wir auch Dynaudio verglichen…

      Selbes Habenwollen ist geblieben.

      Na, Du scheinst ja schon zu wissen was Du haben magst, frohe Planung wünsch ich

       

      Matthias

  • #33586

    Audicz

    Hallo Cappu,

    kein schlechter Weg über die Doppel 7 zur Duetta zu kommen. Beide Schritte werden nach vorne gehen, versprochen.

    Gruß Dino

  • #33588

    Dilletant

    Hallo Cappu,

    was für ein kleines literarisches Meisterwerk! Danke dafür!

    Ich fahre jetzt mal fort und beschreibe kurz den Rest der Hörsession. Nachdem Du gegangen warst haben wir tatsächlich die Illumi 34 verkabelt. Da ich klanglich von der SB 30 mit dem Ringradiator komme, lag das für mich nahe. Und tatsächlich: die Illumi ist aus dem gleichen Holz geschnitzt aber – um im Bild zu bleiben – besser poliert. Alles klingt dieses entscheidene Stück klarer und gelöster.

    Ich war schon drauf und dran den Rest der Session mit dieser Box zu verbringen. Doch eigentlich war ich ich ja gekommen, um die Illumi mit der Chorus-Reihe zu vergleichen. Die 52 ACL ist da mein Favorit. Da Udo diese nicht im Laden hat, musste die Chorus 73 herhalten.

    Also angestöpselt. Und gestaunt! Hatten wir uns schon wieder vertan und versehentlich die Doppel7 an den Start gebracht? Das ganze klang doch sehr ähnlich! Sind die nicht günstiger als die Illumi? Udo musste das zu seinem Leidwesen bestätigen. Die Klarheit legt gegenüber den SB-Boxen nochmal gehörig zu. Aber ohne einen Verlust an Geschlossenheit! Die Bühne öffnet sich nochmal in alle Richtungen…es ist einfach ein Traum!

    Ich hatte wie schon von Cappu berichtet meinen T+A Verstärker mitgebracht, weil an dem nicht jede Box gut klingt. Er ist halt sehr ehrlich und gradlinig. Das kann auch mal in Strenge kippen. Aber davon war keine Spur zu hören!

    Udo ist ja wahrlich nicht für Verkäufersprüche bekannt und daher konnte ich seine Bermekrung, die er beim gemeinsamen Lauschen machte, mit Freuden ernst nehmen: Dein Verstärker ist für diese Boxen gemacht worden!

    Auch den zwischenzeitlich dazu gestoßenen Mitlauschern blieb der Mund offen und wir haben meine ganze Hörtest-CD praktisch von vorn erneut gehört.

    Wiedermal völlig beseelt habe ich den Laden verlassen. Und mein nächstes Projekt steht fest. Es wird auf jeden Fall ein Modell aus der Chorus-Reihe.

    @Cappu: die Liste mit den gehörten Stücken schicke ich Dir Morgen mal direkt zu…

    Liebe Grüße

    Uwe

     

     

  • #33646

    Cappu

    Hi Uwe, freut mich, dass es für Dich noch aufschlussreich war. Ich hatte schon befürchtet, dass es nach der Duetta schwierig für Dich wird. Aber dann ist das ja noch mal gutgegangen.

    Ich müsste mich auch noch mal mit den anderen Serien beschäftigen, ahne aber, dass das Highlight der ER 4 bleibt und überlege schon, wie ich ihn hier noch sinnvoll unterbringen kann.

    Ja, schick mir das mal, freue mich schon.

    Das erste Lied hatte ich ja inzwischen bei Youtube gefunden. Die Unterschiede sind eigentlich wie oben beschrieben. Es hört sich bei mir zwar gut und räumlich an, aber der Sweetspot ist kleiner und die Bühne öffnet sich nicht so sehr nach außen und nach hinten wie bei Udo. Da fehlt grob gesagt in jeder Dimension ein halber Meter. Schon verblüffend.

  • #33715

    foo

    Hallo und guten Abend,

    ich oute mich mal als

    So viel war klar: Der gute Mann war nicht nur wegen seiner Fragen vor Ort

    der dritte im Bunde an jenem Nachmittag in Bochum. Wie Matthias (DA) so treffend feststellt:

    Kommt Zeit kommt Duetta 😉

    So ist es!

    Ich war ja nun schon ein paarmal zu Besuch in Udo’s Laden, es war noch immer ein Erlebnis. Viele nette, hifidele Leute trifft man dort. Die eine oder andere neue Musik habe ich dort kennengelernt. und was für mich fast am wichtigsten ist: Das vielbesungene WAF-Problem hat sich beim gemeinsamen Besuch mit meiner besseren Hälfte in kürzester Zeit aufgelöst. Die Gute kann mit meiner Vorliebe für alte Stromfresser (Class A u.a. Zeug) rein gar nichts anfangen. Für gute Lautsprecher hat sie schon Verständnis, aber vorher waren sie am besten unsichtbar. Das hat sich geändert und ich kann inzwischen in aller Offenheit die schönen “Dicken” Duetta Entwürfe präsentieren 🙂

    Wenn man schon diverse ADW-Einstiegsdrogen (und auch einige Eigenkreationen) absorbiert hat, ist Udo’s Bluesklasse einfach die einzig logische Konsequenz. Nun habe ich auch in meinem Alter noch das Glück hohe Töne wahrnehmen und unterscheiden zu können, daher macht der ER4 für mich in der Tat den Unterschied.

    Seit einigen Wochen spielen die Duetta Top in meiner guten Stube und ich kann mich nicht daran satthören. Ich wusste gar nicht mehr, wie viel gute Musik ich im Schrank stehen habe….

    Allerdings hat die Duetta Top mir mit ihrer präzisen Darstellung schnellstens klargemacht, das mein alter CD Player eine Macke hat. Also schnell ein (fast genauso altes) Ersatzgerät angeschlossen und weg ist die zischelnde Schärfe bei Klavieranschlägen.

    Ach ja, am Wochenende war ja diese AAA (Analog Audio Association) Veranstaltung in Krefeld. Da es für mich dorthin nur ein paar Minuten sind, bin ich auch dieses Mal wieder hin. Durch die aktuelle Arbeit an der Duetta wollte ich mir mal wieder diverses High End Lautsprecher Zeug durch die Ohren gehen lassen und vergleichen. In Sachen Lautsprecherbau gibt es inzwischen so viele verschiedene Ansätze von denen viele Ihre ganz speziellen Reize haben. Ob es die völlig ansatzlose Darstellung der Elektro- oder Magnetostaten ist. Oder die Manger Wandler, diverse Breitband- Schrankwand- oder Koax Konzepte. Mit der Duetta möchte ich keines dieser sündteuren Teile tauschen. Das Teil hat der Udo echt gut hingekriegt. Da helfen den HighEnd Herstellern auch keine Anschlußkabel mit dem Gegenwert (pro Meter) eines GrandDuetta Bausatzes nicht mehr weiter.

    In den nächsten Wochen wird ein großer Berg Holz zerkleinert, um die Vervollständigung der Duetta wahr werden zu lassen.

    Ich freu mich wie Bolle drauf !

    Liebe Grüße

    foo

  • #33738

    Cappu

    Hi foo, schön, dass Du Dich meldest. Kann mir vorstellen, wie Du Dich auf das Ergebnis freust. Dein Entwurf ist ja sehr reiz- wie anspruchsvoll. Dafür drücke ich Dir schon mal die Daumen und wünsche gutes Gelingen. Würde mich dann natürlich auch interessieren. Wie vor Ort gesagt hätte ich bei der Gehäusegeometrie Respekt wegen der aufwendigen Schifterschnitte. Aber da hörtest Du Dich zuversichtlich und sehr erfahren an. Hut ab!

    Es stimmt schon. Man kann sich bei High-End-Kost und Voodoo-Gedöns umschauen oder auf das Wesentliche konzentrieren. Wichtig ist, dass das Umfeld stimmt und man ein gutes Gefühl dabei hat. Ich kann das wie gesagt inzwischen nachvollziehen bei Udo und seinen Werken, hätte ich nicht gedacht. Nur bin ich jetzt unter Zugzwang und überlege hin und her. Schon Wahnsinn.

    Aber stimmt schon: Kommt Zeit, kommt Duetta.

     

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