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Raspberry DAC

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  • Dieses Thema hat 17 Antworten und 11 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 2 Jahre, 7 Monaten von Michael.
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    • #28215
      Raphael

      Hallo Leute,

      wie Ihr evtl. gelesen habt, hab ich nun eine Mona hier rum stehen.
      Da ich den Fehler gemacht habe im Bauprozess zu testen steht sie noch immer im Wohnzimmer. Ein Satelit fertig gefast und lackiert, der andere sowie der Sub ist noch unveredelt. Die Amp Platine liegt noch auf nem Stück Gummi auf dem Sub – das Audiokabel steckt im Notebook.
      Und da fangen die Probleme an:
      Ich hatte irgendwann mal meine CDs als FLAC Audio auf der Netzwerk-Festplatte abgelegt. Nun will ich da auch ohne Notebook aber vor allem mit besserer Soundkarte ran. Der Stand PC Hat ne gute Soundkarte drin und klingt auch besser, soll aber nicht ins Wohnzimmer. Da ich zwar im Moment primär noch ein einfaches Canton System im WZ nutze aber irgendwann etwas Großes bodenlanges vom Udo ins haus soll suche ich einen Netzwerkplayer.
      Nach langer Recherche ist die Wahl auf einen Raspberry Pi gefallen. Da muss noch ein DAC drauf. Was könnt ihr da empfehlen?
      Die meisten setzen ja auf den PCM5122 von TI – auch wenn Hifiberry noch was von Burr Brown erzählt (die sind seit 2000 TI) :).
      Somit wäre ein PCM5122 vertreter zu nennen: HiFiBerry DAC+
      Und als andere Idee ein PCM1794A im Bausatz von Elektor: 160198-91
      Dann ist noch ab und an von einer USB Karte “Mojo” die Rede – aber 500€ ists mir nich Wert.

      Was denkt ihr zu diesem Thema? Welche Erfahrungen habt ihr? Lohnt es mehr als 30€ für solch eine DAC Karte auszugeben? Und vor allem wie wichtig ist der Takt/Quarz an der Sache – da gibt es ja die wildesten Konstrukte bis hin zu Quarzöfen?
      Ich werde das ganze Projekt dann hier bisschen mit vorstellen – gerade wenn es an die Stromversorgung und EMV geht bin ich in meinem Metier 🙂

      Gruß Raphael

      Tante Edit:
      Dass ihr das nicht machen müsst:
      PCM5122 vs. PCM1794A

      DAC Channels: 2 vs. 2
      Analog Inputs: 0 vs. 0
      Analog Outputs: 2 vs. 2
      DAC SNR (Typ ) (dB): 112 vs. 127
      Sampling Rate (Max ) (kHz): 384 vs. 192
      Control Interface: I2C, SPI, H/W vs. H/W
      Resolution (Bits): 32 vs. 24
      Architecture: Delta Sigma with line driver vs. Advanced Segment
      Approx. Price (US$) 1k: 2.45 vs. 7.08

    • #28220
      MartinK

      Moin Raphael. Bei mir sind Mini-USB DAC im Einsatz. Wäre einen Versuch wert. Die Dinger funktionieren sogar am Handy-USB. Eine Alternative für HifiBerry ist es aber wohl nicht.
      Gruß Martin

    • #28221
      derFiend

      Die eigentliche Frage ist doch eher, was da dein Anspruch ist. Die Hifiberry DAC sind “ganz gut”, und im Mona Bereich sicher auch völlig ausreichend. Die 30-50 € die man dafür bezahlt ist er definitiv wert.
      ICH würde als Antrieb für die Mona auch eher nicht darüber hinausgehen. Das mehr an Soundqualität bezahlt man ab da auch mit einem deutlichen mehr an investiertem Geld. Richtig hörbar werden dann Unterschiede erst wieder ab 200 € für einen externen DAC wie den v90 von Audio Fidelity oder den DAC Magic von Cambridge ect…

      Und nicht jedes OS auf dem Raspi unterstützt externe DAC gleichwertig oder überhaupt.
      Mit Volumio hab ich da die Besten erfahrungen gemacht, die unterstützen ein recht breites Feld.

    • #28224
      Sparky

      Mahlzeit,

      über Sinn und Unsinn bei DACs kann man sich, wie bei eigentlich allen Fragen der Musikwiedergabe, trefflich streiten 😉
      Bei DACs ist es so, dass sich die “Zauberei” im Chip selbst abspielt. Diese ist vom Hersteller vorgegeben und unterliegt engsten Fertigungstoleranzen, zu gut Deutsch “Einer wie der Andere”, sofern es die gleiche Type ist.

      Das “Drumherum” um den Chip ist lediglich die äußere Beschaltung der Signalführung, Spannungsversorgung und Zusatzfunktionen, wie ein nettes Display, verschiedene Quellen wie optische Eingänge, WLAN-Streaming etc.

      In den Signalpfaden sollten dann halbwegs brauchbare Bauteile sitzen, was im SMD-Zeitalter aber auch kein Kunststück mehr ist, selbst für den Kaufmann mit dem spitzen Bleistift.
      Die Spannungsversorgung ist ein Kriterium, die üblichen USB-Steckernetzteile sind “so La La”, aber da kann ja der DAC nichts zu.

      Was die Zusatzfunktionen angeht: Wenn da Konzepte wie Multiroom oder abonnierbare Musikdienste in´s Spiel kommen, kommen oft Lizenzgebühren hinzu, die auf den Endverbraucher umgelegt werden.

      Allerdings kann ich persönlich nicht nachvollziehen, warum heute z.B. vergleichbare Geräte, mit ähnlichem Funktionsumfang und identischem Chipsatz mehrere hundert Euro Unterschied haben sollen. Es mag Leute geben, die dort einen Unterschied hören, ich persönlich bin aber der empirischen Überzeugung, dass ein DAC keine größere dreistellige Beträge kosten muss, um gescheit Musik wieder zu geben.

      Hierzu lege ich den folgenden Artikel von Rincewind an´s Herz:
      Anna log in Digital

      Gruß,
      -Sparky

      • #28226
        Raphael

        Ist ja interessant wie viele hier bei dem tollen Wetter am PC klemmen… 🙂
        Vielen Dank für die Antworten – ich sehe es ähnlich wie Sparky.
        Aber um Äpfel mit Äpfel zu verlgeichen sollte man erwähen dass die von derFiend genannten v90 und DAC Magic mit Gehäuse daher kommen. Somit ist bei “normaler” kalkulation u.U. die Technik nicht besser wie beim Hifiberry DAC+
        Der DAC Magic 100 hat ein Wolfson WM8742 bzw. beim DAC Magic WM8740 drin, der V90-DAC nen PCM1795.

        Zum PCM1795: Der hat nen wesentlich besseren SNR gegenüber dem PCM5122… Von den Werten her liegt er aber unter dem PCM1794A. Nur die Sampling Rate und die Auflösung ist am 1795 etwas besser… 192 zu 200 kHz und 24 zu 32 Bit. Ich denke das Elektorboard hat eine wesentlich bessere Performance – zumindest vom Chip her. Ob die 32 Bit überhaupt abdeckbar sind bezeifele ich… da reden wir von µV Auflösung und sind im Bereich der Messtechnik. Somit wirds da an der Peripherie scheitern und 24bit sollten reichen.

        Zum Wolfson:
        Der WM8742 is der neuere der beiden und kommt dem PCM1794A in allen Werten schon recht nahe. Auch im preislichen liegen die sehr nahe bei einander.

        Die Peripherie tut Ihren Rest: Um den DAC liegen einige Rs und Cs – Die Rs sind heute eh alle 1%er oder besser. Die Cs sind alle MLCCs und haben somit wenig ESL und nen super ESR.
        Kommen wir jedoch in die 10µF Sektion bei den MLCCs trennt sich schnell die Spreu vom Weizen: Bau ich einen kleinen günstigen MLCC rein und nehme DC Bias in Kauf der bei 10µF 5V und kleiner Größe schnell mal 50% sein kann (nur noch 5µF bei 5V) oder Bau ich 5 2.2µF in groß ein? Bau ich Pufferelkos als lowcost schrabbel Elko ein oder doch besser Polymer Typen? All das treibt den Preis der Platine schnell mal 50% nach oben.
        Dann gehts zu den Steckverbinder, Spannungsregler usw. Überall da tut der spitze Bleistift weh.

        Das Netzteil: Gerade hier muss gut gefiltert werden – ein linear geregeltes reicht nicht. Im Gegenteil: ein gut gefiltertes Schaltnetzteil kann hier besser performen und wird wohl auch mein mittel der Wahl. Wieso? Naja – in der heutigen Welt hats eh überall Schaltregler. Vom Aufbau her bringen Abwärtswandler Ihren LC Filter im Ausgang sowieso mit. Dahinter noch einen guten Filter und schon hab ich eine saubere Versorgung. Das ist halt eine andere Welt wie diese ElCheapo Handynetzteile.
        Ein Linear geregeltes Netzteil mit Trafo sammelt auch allen Dreck in der Luft. Für sich brauchts hinter dem 7805 keine großen Filter – aber was ist wenn gerade dann 100kHz in den Netztrafo einstreuen und schön über den 7805 vagabundieren? Also brauchts auch hier Filter 🙂

        Nun ist die Frage: wie gut wird das bei den kaufbaren Fertiggeräten gemacht? Gerade der DAC Magic hat einen hochpreisigen DAC drin und ein schönes Gehäuse. Ist da noch Luft für gute Befilterung? Fragen über Fragen…

        Ich denke irgendwann kommt der Punkt wo ich mich festlegen muss… Alles im Rahmen eines bezahlbaren Budgets 🙂 Ich bin gespannt wo es endet….

    • #28229
      Matthias (DA)

      Moin Raphael,
      Falls du noch nicht festgelegt bis mit der Himbeere schau Dir auch mal den Miniplayer von Hifiakademie an

      Da ist feinstes Zeugs eingebaut und er läuft einfach.
      Und läuft und läuft und läuft

      Und Hubert ein feiner Mensch dazu, der gut supportet

      Matthias

      • #28233
        Michael

        Hallo,

        steckt in dem Minplayer von Hifiakademie nicht zufällig ein Raspberry drin??

        Hm. Also kann man sich das recht gut selber bauen für weniger Geld !?!?!

        Gruß Michael

        • #28235
          Andre

          Hallo Michael,
          ja das ist wohl so, aber warum nicht 300 €für nen hübsches Gehäuse löhnen? Naja, jedem das seine…
          Für gut 30 € gibbet schon sehr aktuelle AK4490 Boards mit xmos USB…AK4490 Board viel mehr wird man wohl bald nicht bekommen können.. An der Stromversorgung kann man dann immer noch rumfummeln

        • #28239
          Sparky

          Guten Abend,

          Mein Reden 😉
          (bzgl. den hunderten Euro Unterschied für gleiches Endergebnis)

          Gruß,
          -Sparky

        • #28240
          Matthias (DA)

          Moin,
          Na unterschätzt mal nicht den Hubert, da steckt auch n ordentlicher DAC sowie gleich das richtige Netzteil drin…
          Gehäuse ist in der Tat nur 50-100€ wert

          Wenn’s basteln und konfigurieren Spaß macht ist Eigenraspi das Richtige.
          Matthias

    • #28236
      Thomas Goebel

      Hallo Raphael,

      ich kann nur aus meiner bescheidenen Erfahrung berichten. Damals habe ich mir einen Raspberry mit passendem HiFiBerry DAC gegönnt. Das ganze war für relativ kleines Geld erstanden. Leider störte mich dann der Klang ein wenig, nicht impulsiv genug, einfach zu flach. Und da war ganz schnell das Netzteil ausgemacht, was zwar angeblich 2 A bei 5 V liefert, aber dann im Dauerbetrieb doch die Grätsche machte.
      Also kam dann ein “richtiges” Netzteil mit Längsregelung zum Einsatz. Das wurde natürlich selbst gebaut, da die benötigten Kleinteile ja alle hier rumlagen. Einen passenden Ringkerntrafo hab ich mir dann in Polen wickeln lassen.
      Insgesamt war dann das Netzteil wohl die kostspieligste Investition, aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Der Raspy spielt hier heute noch…und das mit ausreichend Stromreserven.
      Langer Rede kurzer Sinn, du wirst bei den heutigen DACS messtechnische Unterschiede finden, die du aber kaum noch hören kannst. Von daher, greif bei einem günstigen Angebot zu und investiere lieber in ein “vernünftiges” Netzteil ein paar Euronen mehr, das rechnet sich auf alle Fälle. Und wenn du das so machst wie ich und das Netzteil für 7,5A auslegst, dann kannst du noch ganz nebenbei dein Handy damit laden, dafür brauchst du am Ausgang nur noch eine USB-Buchse vorsehen.

      Gruß
      Thomas

    • #28241
      derFiend

      Ich kann jetzt nur sagen, das ich nen Hifiberry DAC+ hab, und den besagten v90 Audio Fidelity. Letzterer klang für mich wesentlich besser. Aber das ist auch Geschmackssache.

      Denke auch, hier muss man die Kirche einfach im Dorf lassen. Gerade wenn es darum geht eine Mona zu befeuern. Ich kenne die Qualitäten der Mona, aber bei allem Respekt, die ist nicht dafür ausgelegt die letzten Quäntchen an Qualität überhaupt darzustellen.

      Insofern ist der Hifiberry DAC dafür sicher einfach eine gute Wahl, insbesondere auch weil es für die Kombi sehr schöne fertige Gehäuse gibt, falls man die Technik nicht offen irgendwo rumliegen haben möchte. Die Kombi läuft bei mir mit OpenElec im Schlafzimmer, und ich bin damit recht zufrieden. An der Bluesklasse würd ich aber was anderes nehmen.

      • #28242
        HaZu

        Gleiches kann ich nach eingehendem Test von meinem DACmagic Upsampling DAC von Cambridge behaupten (nicht mit dem DACmagig 100 zu verwechseln): Der Hifi-Berry ist schon gut und sicher ausreichend, der “größere” DAC macht es aber noch einmal besser. Sind allerdings auch gleich zwei DAC Chips und ein DSP drin. Habe mir das Teil damals gebraucht bei Ebay Kleinanzeigen für einen Hunderter geschossen.

    • #28244
      Raphael

      Hallo Leute,

      vielen Dank für die ganzen Infos.
      Ja die Mona drängt mich zu was besserem, aber ich will ja irgendwann etwas aus der Bluesklasse ins Wohnzimmer stellen. Warscheinlich noch dieses Jahr – dazu muss ich aber erstmal aufs Therapie-Sofa 🙂
      Die Mona wird später einfach vom Standpc befeuert – das reicht da aus.
      Zurück zum Raspi und der Bluesklasse… da würdet ihr kein Aufsteck Shield nehmen? Oder nur die 30€-50€ Shield Klasse meiden?

      • #28246
        derFiend

        Ich würd es so formulieren: bei der Bluesklasse hörst du einfach die Investition in Qualität.
        Diese Qualität muss dann nicht mit exorbitant viel Geld erkauft werden, aber ICH würde an dieser Stelle nicht mehr mit dem Raspi im allgemeinen arbeiten, insbesondere dann wenn die zu Streamenden Quellen sehr vielfältig sein sollen.

        Ganz wertfrei

          meine persönliche

        Liste an akustischen Verbesserungen die man an der Bluesklasse hört:

        1. Raum
        2. DAC
        3. Verstärker/Zuspieler

        324235454346536. Kabel

    • #28245
      Rincewind

      Hallo Raphael!

      Du willst also Mona bauen und daran Musik hören. Mit welchen Verstärker: Hifi Akademie oder doch ne China-Büchse?

      Und hier noch ein paar Fragen zum Nachdenken:
      – Wer Hört bei Dir die Mona: Du oder das Forum?
      – Wer bezahlt den DAC: Du oder das Forum?
      – Wie ist der I2S Bus und USB bei RaspberryPi eingebunden?
      – Was ist wenn sich mehrere Geräte am RaspberryPi den USB Pfad teilen?
      – Was ist wenn Du ein neues Smartphone hast und die DAC-Hersteller-App nicht mehr darauf läuft?

      Grüße
      Rincewind

    • #28247
      Mike24

      Hallo,
      Ich habe es so gelöst.
      Raspi + Hifiberry Digi+ pro am Marantz Amp1 und dessen DAC genutzt.
      Software ist Picorplayer.
      Läuft ohne Probleme seit Monaten.

      Mike

    • #28249
      Michael

      Hallo,

      und wieder einmal gibt es zu viele Möglichkeiten und Meinungen. Es gibt nur einen Weg und das ist der eigene. Man muss seine eigenen Erfahrungen machen. Ist halt ein Hobby und so gehört das testen und probieren dazu.

      Wichtig ist das man im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten die Hifi Kette findet die einen persönlich glücklich macht. Eigentlich ganz einfach.

      Bei mir laufen Raspi´s mit Dac´s oder Digi´s an der Blues Klasse und ich bin glücklich und zufrieden.

      In diesem Sinne, …. einfach starten.

      Gruß Michael

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