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Raumakustik

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  • Dieses Thema hat 37 Antworten und 20 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 3 Jahre, 6 Monaten von sirstrom.
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    • #1529
      Alechs

      Hallo.

      Passt das hier rein? 🙂 Es reichen leider ja nicht nur Udos gute Lautsprecher, damit es gut klingt. Habt ihr noch Tipps, was ich am Raum ändern kann? Mit der schrägen Wand hinter den Lautsprechern und mit der Decke noch was machen? Um Raummoden muss ich mich glücklicherweise nicht kümmern. Die Impedanzkorrektur in Verbindung mit nur 12W Verstärkerleistung haben den BluSmall ziemlich Dampf weggenommen. Was aber nicht heißt, dass ich es schlecht finde. Die Musik klingt trotzdem “voll” und es fehlt in dem kleinen Raum nichts.

      Irgendwann wenn ich mal Lust habe, wollte ich den Raum messen. Aber erstmal können ja die Grundlagen stimmen 🙂
      http://www.tonstudio-forum.de/blog/index.php/Entry/26-REW-Workshop-Messung-der-Raumakustik/

      http://up.picr.de/26267786br.jpg

      http://up.picr.de/26267793st.jpg

      http://up.picr.de/26267804ah.jpg

      Alex

      Hab das mit den Bildern nicht anders hingekriegt 🙁

    • #1574
      alex_loewer

      Hi,

      Raumakustik ist leider nicht unbedingt das einfachste Thema. Es gibt viele Möglichkeiten, leider sind nicht alle unbedingt Wohnraum und WAF Verträglich. In erster Linie kommt es mal darauf an was am Raum falsch klingt. Ist er zu hallig? Raummodenprobleme hast du ja keine hast du geschrieben.

      Der erste Ansatz ist den direkten Reflexionsweg rauszunehmen. Sprich alle Positionen bedämmen bei denen du den LS in einem Spiegel sehen könntest.

      Ein Dicker Teppich ist da schonmal ein guter Ansatz, ich würde ihn aber quer vor die Boxen legen. Die beiden Absorber stehen meines erachtens nach zu nah an der Wand. Hängt aber davon ab welche Frequenz du damit bedämpfen willst. Der Absorber sollte immer am Wellenbauch stehen, da dort die höchste Schallschnelle auftritt und er am effektivsten Arbeiten kann.

      An der Decke kannts du z.B mit schweren Stoffen arbeiten. Die sollten allerdings auch nicht direkt an der Decke kleben. Oder ein weiteren Absorber dort aufhängen.

      Ich habe derzeit einen ähnlichen Raum mit einem starken Nachhall Problem. Mein erster Ansatz sind schwere Vorhänge an den Wänden. Leider hängen sie noch nicht, daher kann ich dir noch nix zur Wirkung sagen 😉

      Gruß
      Alex

    • #1596
      Klemens

      Hallo Alex (Alechs)!

      schönes Musikzimmer hast du da. 😉
      Leider hast du im alten Forum keine Antwort bzgl. “Weniger Bass durch Impedanzlinearisierung” mehr geschrieben…

      Bzgl. der Raumakustik habe ich folgende Erfahrung gemacht: Desto mehr der Raum mit diversem “Unrat” befüllt ist, desto besser “klingt’s”. Da ist bei dir noch jede Menge Luft nach oben. 😉

      Wenn du es systematisch angehen willst, wirst du über Messen der Nachhallzeit nicht herumkommen.
      Sonst einfach probieren… Den Tipps von Alex (loewer) brauche ich nichts hinzufügen…

      Liebe Grüße,
      Klemens

    • #1599
      Matthias (DA)

      Moin,
      Trotz der Schräge könnte es nen Versuch wert sein, die Lautsprecher mal an der Längsseite aufzustellen, großer Abstand zur Seitenwand hat dem ER4 bei mir enorm gut getan

      Ansonsten wie immer: 2 Meter Billiregal hinters Sofa, wahllos mit Büchern füllen und gegebenenfalls noch 2, 3 Sofas lässig hineinstapeln.

      Mal ohne Quatsch, ein Sitzsack oder sowas in der Ecke könnte auch ein guter Weg sein weitere Reflexionen rauszunehmen. Zimmerpflanzen mit vielen kleinen Blättern – mehr Benjamini als Gummibaum – sind auch recht hilfreich.

      Als Stoff empfiehlt sich Bühnenmolton, kann man prima in verschiedensten Farben bestellen

    • #1603
      Fabian_1988

      Hallo Alex
      Ich selber habe auch die Tops hier im Wohnzimmer stehen, allerdings die light version.

      Ich sitze knapp 4,7m von denen entfernt die ls stehen 3.2m auseinander. Hat jetzt nichts mit deiner Situation zu tun aber bei dir sieht das meiner Meinung nach, nach einem Aufstellungsproblem aus. Winkel doch mal die ls leicht zu deinem Sitzplatz an. Und ich würde mich mal etwas weiter weg setzen, der Er4 hat eine sehr sehr gute ortbarkeit wie ich bei Udo schon selbst erleben durfte. Bevor man jetzt Unsummen an Geld für schallabsorber ausgibt.

      Gruß
      Fabian

    • #1667
      Alechs

      Hallo.

      Danke für die vielen Antworten. Ja ich messe am besten den Raum und dann gucken wir. Spekulieren bringt uns wohl nicht weiter. Bilder folgen 🙂

      Leider hast du im alten Forum keine Antwort bzgl. „Weniger Bass durch Impedanzlinearisierung“ mehr geschrieben…

      Habe erst vor kurzem den Test gemacht. Es liegt wie gesagt wurde an die 12W in Kombination mit der Impedanzlinearisierung. Bin da nicht mehr angemeldet, sondern unserem Silberrücken hierher gefolgt 😀

      Trotz der Schräge könnte es nen Versuch wert sein, die Lautsprecher mal an der Längsseite aufzustellen

      Dann wäre es nicht mehr symmetrisch. Ich habe gemeckert, dass Symmetrie sehr wichtig ist. Die BlueSmall standen zuerst im Wohnzimmer. Ein LS wandnah und der andere frei im Raum. Nun stehen zwar beide wandnah, es klingt aber um welten besser. Natürlich werden die LS nie ihr ganzes Potenzial entfalten können, es klingt meiner Meinung nach aber schon sehr gut. Mal sehen, wieviel ich noch verbessern kann. Mit eurer Hilfe geht da bestimmt noch was 🙂

      Alex

    • #1678
      Alechs

      PS:
      Die Lautsprecher bilden mit dem Hörplatz ein gleichseitiges Dreieck. Das wirkt nur auf den Bilder anders. Die Basotectplatten werden auch an die Wand gehängt. Die stehen erstmal nur provisorisch rum 🙂

      • #1680
        Matthias (DA)

        moin Alechs,
        die gute alte Hifiregel gleichseitiges Dreieck gilt bei Udo’s Bauten nur bedingt, meist lohnt es sich, die Ohren etwas weiter entfernt zu halten, bei mir Verhältnis 1,7 : 2,3m – aber vermutlich hast Du das schon getestet? ggf. einfach mal mit dem Sessel nen halben Meter nach hinten und lauschen wo die Bühne am Besten kommt.
        Und Symmetrie hin oder her – falls noch nicht geschehen teste wenigstens mal die Breitseite, wichtig ist natürlich, dass der Abstand zu beiden Seitenwänden möglichst groß ist

        Liebe Grüße und frohes Weiteroptimieren

        Matthias

    • #1681
      Henning

      Hi Matthias,

      und auch teilzahlige von diesem Maß? Würde sich ja mal lohnen auszuprobieren.

      PS: Ich habs irgendwie nie gemessen. Immer nur geschoben, bis es gepasst hat…

      Gruß, Henning

      • #1700
        Matthias (DA)

        Moin Henning,
        jau, geschoben hab ich vor 3,5 Jahren, gemessen grade eben 😉
        wenn Du den zweiten Schritt auch machst haben wir irgendwann vielleicht genug Daten um was statistisch aussagekräftiges zu haben 🙂

        Was das “richtige” Maß auch sei, mir gings darum Mut zu machen weg vom gleichseitigen hin zum nach vorn spitzen Dreieck zu gehen 🙂

        Liebe Grüße

        Matthias

    • #1702
      winitou

      Raumakustik:

      Für die Aufstellung der LS UND die Hörposition:

      Ecken meiden

      Raummitte meiden

      Unterschiede meiden (oft ist es leider so : ein Ls in der Ecke, der andere eckenfern aber neben einer immer offenen Tür: stark uznterschiedliche Bedingungen und ein nicht-definiertes Klangbild)

      wandnahe LS-Aufstellung und Hörposition bei 2/3 der Raumdimension geht

      wandnahe Hörposition und 2/3 der Raumdimension LS-Position ist weniger akzeptabel, geht aber

      wandnahe Hörposition und wandnahe LS-Position geht nicht gut (mit bassspielenden LS)

      Ein ganz asnderes Feld sind Reflektionen (nicht zu verwechseln mit Moden).

      Böden, Decken und Wände Reflektieren Schallwellen.

      In einem Glas-Marmor-Palast ist keine hochwertige Widergabe von Musik möglich!

      Doch das ist ein anderes Thema und weites Feld ..

      Gruß

      winitou

      • #1731
        schlamperl

        Unterschiede meiden (oft ist es leider so : ein Ls in der Ecke, der andere eckenfern aber neben einer immer offenen Tür

        Genau so stehen meine immer noch! Konnte ich aber ändern indem ich neu und größer (höher) gebaut habe. Zudem habe ich einen Bass nach oben und einen nach unten verlagert. Frequenz-Auslöschungen denke habe ich nicht, auch wenn ich es nicht genessen habe. Bass schön trocken und Lautstärken kein Problem!

        Wer aber bei der Aufstellung, wenns der Raum nicht anders hergibt, Probleme hat, kann oder sollte z.b. alle Wege in einem separaten Gehäuse bauen, so werden meine Neuen. (Noch im Probhäuschen)

        Mit so einem Aufbau ist man weitaus flexibler und kann mehr Varianten ausprobieren.
        Was aber immer schlecht für den Klang ist, ist ein leerer Raum. ( Mehr Möbel gleich besserer Klang, wenn sie denn richtig stehen)

        Man nehme einfach Udos Gesetz: Versuch macht klug!

        Oh und immer noch wach!

        Gruß Jörg

    • #1749
      Audicz

      Hallo Matthias,

      Habe meine beste Einstellung nachgemessen und es stimmt. Es ist ca. Faktor 1,7 Abstand Lautsprecher Mitten zu Mittelsenkrechte, sprich das Dreieck ist bei mir ähnlich spitz….seitlicher Wandabstand gleich.
      Gruß Dino

    • #4528
      sirstrom

      Damit die Lautsprecher von Udo richtig gut klingen sind noch ein paar Kleinigkeiten zu beachten.
      Hier mal ein Diagramm mit von mir angenommenen Werten. In ähnlicher Form habe ich das im Netz gesehen mit dem Hinweis das nur als Diskussionsgrundlage zu sehen (Augenzwinkern).

      Diagramm

      Das Diagramm hat mir aber sehr gut gefallen und Jeder hat bestimmte Vorstellungen der Größe der Tortenstücke.

    • #4532
      Matthias (DA)

      Sirstrom, bitte vergrößere “sonstige” auf ca. 50 % und pack da gleich die Psychologie mit rein 🙂
      Je nach Vorliebe ist da dann innerhalb dieses Stücks auch noch Platz für Kabel 😉

      Meine persönliche Vorstellung der Torte hat auch deutlich größere Stücke bei Lautsprecher als beim amp…

      So, mehr sag ich nicht, das kann nur ausufern mit dem Kuchen da…

    • #4541
      max

      „sonstige“ auf ca. 50 % und pack da gleich die Psychologie mit rein…
      Meine persönliche Vorstellung der Torte hat auch deutlich größere Stücke bei Lautsprecher als beim amp…

      Sehe ich auch so…
      Der Amp macht – ein gewisses “Basislevel” vorausgesetzt – meiner Meinung nach auch deutlich weniger aus, als beispielsweise die Aufstellung – 20cm hin oder her machen da echt einen Unterschied, der deutilcher hörbar ist als der Wechsel des Verstärkers.

      Das mit der “persönlichen Variable” sehe ich ähnlich – ich finde es immer wieder faszinierend, wie tagesformabhängig ein subjektiver Höreindruck doch sein kann, je nach Stimmung, Stresslevel, Energie,…

      In “Meiner Torte” würde die Elektronik insgesamt (inkl DAC, Kabel etc) vielleicht 20% einnehmen, eher weniger. Dazu rechne ich auch mal eventuelle Konvertierungsverluste. Die ursprüngliche Aufnahmequalität hat dagegen meiner Meinung nach auch seeehr große Auswirkungen auf das Hörempfinden, wenngleich wir darauf ja idR keinen Einfluss haben. Ähnlich sehe ich das mit der – ich beschreibe es mal als “Authentizität”. Live Aufnahmen sind oft technisch nicht wirklich gut, aber da kommt einfach am besten dieses Feeling rüber – haben oft den größeren “Fußwippfaktor” als das entsprechende Studioalbum, vor allem natürlich wenn man die Künstler schon mal live gesehen hat. Studioaufnahmen sind manchmal auch zu steril und korrekt.

      Was mir außerdem noch fehlt, ist die Lautstärke. Nicht umsonst ist ein Direktvergleich ohne einigermaßen genaue Pegelanpassung äußerst schwierig. Manche Genres brauchen einfach bisserl Druck um zu wirken. Oder glaubt ihr wirklich, dass bei einem Rockkonzert in Zimmerlautstärke auch Pogos starten würden? =)

      Gruß Max

    • #4545
      Sparky

      Guten Abend,

      der Aussage zur Psychologie kann ich mich anschließen:

      Das Korsett der Physik ist ja schnell umrissen:

      Raum:
      -Sollte sich akustisch neutral verhalten (wenig Moden, nicht hallig usw,)

      Lautsprecher:
      -Muss genug Membranfläche haben, die Luft in besagtem Raum anregen zu können

      Verstärker:
      -Muss elektronisch genug Leistung aufbringen, um besagte Membranen bewegen zu können.

      Der Rest ist – Geschmack 😀
      Klingt Membran X besser als Membran Y? Ist Musikrichtung Z bloß stupider Krach? Gefällt das Sounding von Verstärker A besser als das von B?
      Je nach Anspruch kommen da die unterschiedlichsten Ketten raus, Der Eine trinkt gern Bier, der Andre lieber Wein, ein Dritter alles zusammen und der Rest vielleicht nur Wasser.

      Gut ist, was gefällt.
      Ich spreche Anderen nicht ab, wenn sie etwas toll finden was ich furchtbar finde, solange es umgekehrt genau so läuft.

      “Wat maaket de Blage do?”
      “Et kotzt.” 😉

      Gruß,
      -Sparky

    • #6050
      Alechs

      Danke für die vielen Antworten. Hier gehts irgendwann weiter. Ich habe leider im Moment nicht viel Zeit dafür. Equipment zum messen ist aber da 🙂

      Alex

    • #12298
      JoKa

      Hallo Alex,

      hast Du inzwischen Zeit gefunden, Deinen Raum zu messen und weiter optimiert?

      Ich kann bislang nur mit den Ohren messen, aber das geht auch ganz gut.
      Die letzten Tage habe ich mal alle Sinustöne zwischen 30 und 100 Hz in 5er-Schritten durchlaufen lassen und den Raum komplett abgelaufen – und dabei eine von vier Raumecken als Sammelplatz von 75- und 80Hz-Frequenzen identifiziert. Aber das kommt später.

      Erst mal habe ich mir einen Diffusor für die Wand hinterm Hörplatz gebastelt. Dafür ein vorhandenes 2qm-Stoffbild auf Holzrahmen mit verschiedenen Viertel-, Hohl- und Rundstäben gefüllt.

      Diffusor Rückseite

      Unten noch alles einzeln zugeschnitten, oben dann (etwas faul) horizontal durchlaufen lassen.

      Diffusor Detail

      Schön unsichtbar.

      Diffusor Front Stoffbild

      Eine Seitenwand soll noch einen Breitbandabsorber erhalten, auch unsichtbar hinter einem Stoffbild.

      Das Sofa möchte ich noch von der Wand abrücken und (als Abstandhalter) Oberkante Rückenlehne ein Regalbrett o.ä. einfügen, bestückt mit Krimskrams sicher auch nicht verkehrt.

      Schönes Thema, die Raumakustik, aber langwierig 🙂

      Grüße, Jo

    • #12304
      Klemens

      Hallo Jo,

      schöne Arbeit!
      Um aber eine große Bandbreite abzudecken, müsste dieser deutlich tiefer ausfallen.
      Ich hab so einen PRD schon mal für einen Freund gebaut.
      Wenn du es richtig angehen willst (dir traue ich es zu 😉 ), schau dir mal den Link an:
      http://www.oliverprime.com/prd/?show=calculator

      Ich wünsche fröhliches Bauen!

      Liebe Grüße,
      Klemens

    • #12305
      JoKa

      Hallo Klemens,

      danke für die Antwort und den Link. Und die damit verbundene kleine Gehirnwäsche 🙂

      Wenn ich der Tabelle glauben darf, wirken meine gebauten 3,5cm Bild-Tiefe bestenfalls ab 4500 Hz aufwärts. Selbst die Industrieprodukte haben ja alle bereits zwischen 7 und 11 cm Tiefe. Matthias weiß schon, warum er 30cm-Billy-Regale hinter das Sofa gestellt hat!

      Da ich mich mit Billy´s nicht anfreunden mag und mir auch Deinen PRD ziemlich massiv vorstelle, hatte ich gerade die Idee, zehn Estrich-Bewehrungsmatten im Abstand von 3cm hintereinander aufzuhängen und die 50x50mm-Maschenfelder (gemäß der Tabelle) mit kleinen quadratischen Holzplättchen zu bekleben. Wäre sehr filigran und vielleicht als 3D-Rauminstallation zu “verkaufen”. Mal sehen, vielleicht wird was draus.

      Noch mal danke und Grüße,

      Jo

    • #12309
      waterdrinkingman

      Um zurück auf die ursprünglichen Fotos zu kommen: mein erster Eidnruck ist, dass die LS zu nach an den Seitenwänden stehen, wenn Du die jeweils 20-30 mehr Richtung Raummitte stellst, wirst Du vermutlich das Basotect nicht mehr an den Seitenwänden brauchen und köntest es an der rückwärtigen Wand oben in die Raumecken (and die Decke) befestigen. Dort würde es besser die Nachallzeit beeinflussen.
      Ansonsten stimme ich Matthias in Sachen lange Wand zu. Stelle die LS an der linken Wand auf und den Sessel an die Wand mit dem Fenster. Die erste Reflektion wird dann keine Probleme machen. Die Wände sind weiter weg, vom so gewählten Hörplatz ist rechts die Schräg und links das Regal. Das Basotect dann auf Ohrhöhe hinter den Hörplatz (natürlich nur dort wo kein Fenster ist), auch wieder oben an die Decke (wo die Decke an die Wand stößt, hinter dem Hörplatz). Musst Du mal probieren, ob Ohrhöhe oder Decke besser klingt.
      Ich habe selber auch ein paar Basotectplatten. Du kannst grob durch einfaches Klatschen und Hören zumindest evt. vorhandenes Flatterecho (u.a. Nachhallzeit) mit verschiedenen Platzierungen des Basotect zu minimieren versuchen. Meist sind erstmal die oberen Raumecken, und mit nächster Prio die Punkte, die die Wände halbieren gute Punkte. Jeweils Decke und/oder Wand, aber bis an die “Kehle” ran platziert.
      Insgesamt sitzt Du aufgrund der Raumgröße – egal wie Du es machst – nah an den LS. Probiere es also ruhig aus, den Abstand zwischen ihnen zu verändern. Ich denke, der kann noch kleiner gewählt werden. Wenn an die längere Wand gestellt, stelle sie auch mal viel näher an die Wand ran. Das wird auch wieder die Bässe mehr zurückbringen.
      Viel Erfolg beim Probieren! Grüße!

    • #14590
      sirstrom

      Diagramm

      Meine Gewichtungen haben sich in der letzten Zeit verändert.
      Raumakustik und Aufstellung der Lautsprecher ein nicht zu unterschätzender Faktor (denke ich)! Zusammen die gleiche Größenordnung wie 4, 5 oder 6.
      Der Zuspieler mit DAC ein von mir bislang unterschätzter Faktor.
      Interessant, das man an allen Punkten drehen kann. Sprich Verbesserungen erzielen kann.

      Für meine Komponenten vergebe ich nun mal Punkte. Und zwar in der maximalen Größenordnung entsprechend den Prozentzahlen:

      1:Raumakustik 6 von 10 (da geht noch was)
      1:Aufstellung der Lautsprecher 4 von 7 (ca. 80 cm von der Wand)
      3:Lautsprecher (Duetta Top) 25 von 35 (Duetta TOP)
      4:Verstärker 13 von 15 (Sansui SIX)
      5:Zuspieler / DAC 13 von 15 (Hifiberry DAC+)
      6:Aufnahme /Abmischung/etc. 14 von 15 (Spotify Premium)
      7: Bi-Amping 0 von 2 (nicht vorhanden)
      8: Lautsprecherkabel 1 von 1 (1,5 qmm Querschnitt 2,5 m Länge)

      Summe: 76 von 100

      Wie Ihr seht habe ich noch 24 Punkte Verbesserungspotential bei meiner kleinen Spielerei um auf volle 100 % zu kommen (die werd ich nie erreichen).
      Aber:
      2 % sind bei der Raumakustik möglich.
      9 % bei den Lautsprechern (sage nur Duetta, viel mehr geht kaum).
      1 % für einen dicken fetten High-End-Verstärker (Hifiakademie oder vergleichbaren Verstärker, hohe Investition für 1. Punkt. Oder vielleicht doch 2%?).
      1% für einen besseren Netzwerkplayer (geht das überhaupt?)
      1 % für der Wechsel von Spotify auf Tidal (ob das wohl zu hören ist?)

      Summe also 14 % Gar nicht so schlecht. Also noch Luft nach Oben.

      Damit würde ich also auf glatte 90 % kommen. Dann wird es echt schwer noch weiter aufzusteigen auf der nach oben geschlossenen High-End Skala.

      Ich denke, dann geht es auch in den Bereich hinein wo kaum eine Verbesserung zu hören ist.

      Viele Grüße, Uwe

      • #14591
        max

        Hi Uwe,

        mich irritiert etwas, dass bei dir die Raumakustik&Aufstellung nur noch so wenig Potential haben (10% bzw 17%) – und sogar der Amp mehr. Entweder hast du seeeehr viel Glück mit deinem Wohnzimmer (oder es ist einfach unser unterschiedlicher Geschmack):

        Ich habe meine SB240 nun seit gut 5 Jahren, sie liefen in vier verschiedenen Räumen (es zählen jeweils nur Zeiträume >1/2 Jahr) und an 5 verschiedenen Amps (auch hier zählen nur “Dauergäste”) mit verschiedenen Quellen aus verschiedenen Qualitätsstufen.
        Die Eindrücke sind schwer zu quantifizieren, aber ich hätte jetzt mal behauptet, dass der Unterschied ein und der selben Kette in zweierlei Räumen in meinen Ohren (!) locker noch doppelt oder dreimal so deutlich hörbar ist, wie “Handy an AV-Recceiver” vs. “BalancedDAC an Endstufen”.

        Kann gut sein, dass Duetta die schwächen der Quellen/Verstärker nochmal deutlich stärker aufzeigt, es an dem Musikgeschmack und Material liegt (Bassbereich ist ja zB sehr Raumkritisch) oder das einfach mal wieder einer der vielen Beweise dafür ist, dass sich das Hörempfinden von Mensch zu Mensch deutlich unterscheidet. =)

        Gruß Max

    • #14592
      Matthias (DA)

      Moin Uwe,
      Ich weiss nicht ob quantifizieren da wirklich hilft, folge eher deinem Bauchgefühl bzw. Trial and error.

      Dem Sansui6 hätte ich im Vergleich mindestwns einen Punkt weniger gegeben, aber auch Geschmackssache….

      Noch eine spannende Frage sind die Kosten um sich zu verbessern,
      Ich finde ein schalltotes Wohnzimmer einzurichten hat viele nicht-finanzielle Kosten die ich nicht in Kauf nehmen möchte, neuer Amp ist dafür “nur Geld”…

      Biamping hat für mich 0/0 Potential

      Weiter gute Suche 🙂

      Matthias

      PS: warst du schon mal mit dem sansui6 bei mir? Vielleicht wärs mal interessant mit der P6 zu vergleichen, viellwicht hast du ja dein Ziel achon erreicht?

    • #14593
      michael gebel

      Warum verschwendet du soviel Potenzial bei der Aufstellung.Ist doch nur ein bisschen intensiver hin und herrücken,
      und dann ist der klang top.Ansonsten stimmt es woanders nicht.

      e

    • #14769
      BigBernd

      Hallo zusammen,

      nachdem Jo seine Selbstbau Diffusoren so schön in Szene gesetzt hat, möchte ich auch etwas zu dem Thema beitragen. In der Vergangenheit habe ich einige Projekte verwirklicht, um die Raumakustik zu verbessern. Sicherlich werden viele Wunschvorstellungen durch Geld- oder Platzmangel, den WAF oder andere Gründe eingeschränkt aber alles ist besser als ausschließlich schallharte Wände im Raum, die einem die Reflexionen nur so um die Ohren pfeffern. Wer es ausprobieren möchte, verteile einfach mal ein paar schwere Decken, Matratzen und Kissen im Raum und staune, wie sich das positiv auf das Hörerlebnis auswirkt.

      Das man dabei nicht zwangsweise wissenschaftlich und empirisch belegt vorgehen muss, beweißt Udos Ladenlokal eindrucksvoll. 😉 Es sei denn, er outet sich hier in dem er bestätigt, dass er seine Warenbestellungen & -lagerung ausschließlich nach raumakustischen Gesichtspunkten tätigt.

      Wer mehr zu dem Thema wissen möchte, sollte mal nach den Stichworten LEDE oder DELE (life end, dead end und umgekehrt) in Verbindung mit der Gestaltung von Tonstudios suchen.

      Eine Stellschraube ist meist die Wand hinter dem Hörplatz. Ob man nun Diffusoren oder Absorber benötigt hängt vom Raum selbst ab. Ich entschied mich für Absorber und gestaltete sie wie folgt:

      1. tiefe Rahmen bauen

      Rahmen für Absorberbilder

      2. Rahmen mit Leinwandstoff bespannen

      Absorberbild bespannt

      3. das Absorberbild mit Sonorock füllen und luftdicht mit Folie verschließen

      Absoberbild mit Sonorock gefüllt

      4. einen Künstler nach Wahl mit der Gestaltung des Bildes beauftragen

      Kunst auf Rahmen

      5. Absorberbilder aufhängen, fertig

      Absorberbilder an Wand

      Wer mit solchen Maßnahmen tieferen Frequenzen auf den Pelz rücken will, muss natürlich mehr Materialeinsatz zeigen. Getreu dem Motto: Viel hilft viel, kann man da Einiges bewegen. Die im Handel erhältlichen Bassfallen sind aus meiner Sicht unverschämt teuer, sodass ich mich auch hier für den Selbstbau entschied. So entstanden u.a. Bassfallen für die Raumecken meines “Spielplatzes”.

      1. dreieckige Rahmen aus Kanthölzern bauen

      Rahmen Bassfalle

      2. Sonorock schneiden

      Sonorock für Absorber

      3. Sonorock luftdicht verpacken und in Bassfallen und mobile Absorber füllen

      Bassfallen gefüllt

      Absorber gefüllt

      4. Rahmen für Bassfallen bauen und diese sowie die Absorber mit Stoff bespannen

      * Ganz offensichtlich fehlt mir dazu ein Foto. Ich weiß noch dass diese Arbeit in Gesellschaft von Freunden und Alkohol stattfand. Vielleicht liegt’s daran…

      5. Selbstbau Akustikelemente und gekaufte Absorber installieren

      Absorber und Bassfallen installiert

      6. Und weil das Prinzip mit dem akustisch wertvollen Kunstwerk so gut geklappt hat, hier noch mal eine Alternative.

      Absorber als Kunstwerk

      Nach viel Ausprobieren und Verschieben ist es nun perfekt. Bis auf eine Mode bei ca. 50 Hz welche elektronisch bekämpft wurde (Da hilft auch noch mehr Dämmwolle nix. Da muss ich mich wohl mal an den Bau eines Helmholtz-Resonators wagen.) ist der Hörplatz nun modenfrei und angenehm reflexionsarm. Es ist wirklich ein Genuss. Man sitzt in einer Hülle aus Klang.

      Sicherlich viel Aufwand für einen kleinen Platz mit perfekter Akustik aber wie gesagt: Alles ist besser als eine kahle Wand! 😉

      Viele Grüße BigBernd

    • #14770
      Audicz

      Hallo BigBernd, schön beschrieben und Deine WAF-Feile taugt was. Sehr gelungene Teile.
      Gruß
      Dino

    • #14785
      Monti

      Hi BigBernd,

      ich hab da mal ne Frage: warum wird das Sonorock luftdicht verpackt?

      Ciao
      Chris

    • #14788
      Beilster

      Hi,

      das macht man um Faserflug zu vermeiden. Alternativ geht auch ein feines Vlies oder ähnliches.

      Die Folie hat auch die positive Nebeneigenschaft, dass hohe Töne teilweise reflektiert werden, wohingegen sie für den Mittel/Tiefton kein großes Hindernis darstellt. Somit kann man der Überdämpfung im HT etwas entgegen wirken.

      Gruß
      Tobias

    • #14789
      BigBernd

      Hallo Chris,

      dies ist eine Schutzmaßnahme für den Fall, dass sich Staubpartikel aus der Wolle lösen. Die neuen Dämmstoffe haben zwar nur noch eine Biobeständigkeit in der Lunge von unter 50 Tagen und gelten nicht mehr als krebserregend aber diese Maßnahme empfiehlt sich verständlicherweise trotzdem. Auch wenn sehr hohe Frequenzen von der Folie reflektiert werden, geht die Gesundheit für mich an dieser Stelle vor. Im darüber liegenden Stoff, wird die Schallenergie eben jener Frequenzen ebenfalls absorbiert und das Ergebnis ist ähnlich.

      Viele Grüße BigBernd

    • #14791
      BigBernd

      War zwar hier am Telefon langsam wie ne Schildkröte aber immerhin schwingen Tobias und ich ähnlich. Sehr schön. 🙂

    • #14796
      Jowethardhead

      Da hast du ja ein ganz schön großen Aufwand betrieben.
      Aber es geht doch auch viiieeel leichter:

      http://www.hifi-bauernhof.de/biophotone-audio.htm

      Ein bisschen was zum Schmunzeln 😂😂😂

    • #14799
      bauerwilkins

      Oh ja der Hifi Bauernhof in Altusried, sehr interessant. Ich war ein paar Mal dort, zuletzt im Februar. Ein Event zum Vergleich von analogen mit digitalen Quellen, ein sehr aufschlussreicher Abend.

      Kann jedem nur empfehlen, dort mal Halt zu machen und unvoreingenommenen über seinen Horizont zu schauen. Kost ja erstmal nix. Die Jungs dort um Dietmar kennen sich wirklich sehr gut mit Klangoptimierung und Raumakustik aus. Habe dort vor zwei Jahren Biophotone Catridge Diamonts und einen Harmonizer mit deutlichem Klanggewinn gekauft und seitdem im Einsatz.

      Mit welchen Produkten hast Du, lieber Jonas, denn schlechte Erfahrungen gesammelt?

      • #14801
        Jowethardhead

        Moin Jörg,

        Hab damit gar keine schlechten Erfahrungen gemacht. Auf den Hifi-Bauerhof bin ich aufmerksam geworden weil ich zurzeit 15km davon entfernt wohne. Auf den besagten Musikabend Digital vs. Analog wäre ich auch fast gegangen, hätte ich mich rechtzeitig angemeldet. Nicht falsch verstehen, will hier niemanden lächerlich machen. Dietmar scheint der BR-Doku nach ein sehr sympathischer Mensch zu sein, aber komm, was sollen bitte biophotone Produkte bewirken? Wenn ich lese: “Glasplatte zum Unterlegen des Hörplatzes. Steigert die Aufmerksamkeit und Konzentration des Hörers merklich. Macht den müdesten Hörer munter.“ bleibt doch nichts anderes als laut loszulachen. 😁
        Ich bezweifle nicht dass das Team dort durchaus kompetent ist, aber das hinterlässt irgendwie einen komischen Beigeschmack ala verarsche…
        Kann sich ja jeder selbst ein Bild machen 😉 Mach ich auch, bin bald dort.

        LG Jonas

    • #14800
      BigBernd

      Mist! Ich hab nochmal nachgerechnet. Ein Obelisk und eine Blume des Lebens hätten’s auch getan. Keine Ahnung – ob das was bringt. So weit bin ich noch nicht sondern kämpfe aktuell um Objektivität. Brauch erst mal ‘ne Duetta! 😉

    • #14806
      sirstrom

      Hallo BigBernd,
      ein sehr schöner Beitrag von Dir. Vielen Dank dafür. Das inspiriert mich sehr und bestätigt mich meine Planungen zu raumakustische Maßnahmen auch umzusetzen.
      3 Basotect Absorbern a 120 x 60 x 5cm stehen schon unfertig in meinem Arbeitszimmer. Rahmen und Füllung sind fertig. Fehlt noch die Bespannung und Aufhängung.
      Auch mobile Bassfallen nach deinem Muster haben sich schon lange bei mir im Kopf festgesetzt. Werde ich dann auch mal Verwirklichen.
      Mein Wohnzimmer hat ca. 30 qm. Ich überlege noch wie viele und ob dreieckig oder viereckig.

      Viele Grüße, Uwe

    • #14809
      sirstrom

      Hi BigBernd,
      Ich sehe gerade, SB Acoustics FAN und auch Besitzer eines Sansui SIX. Das dürfte zusammen mit einem guten Zuspieler und der passenden Raumakustik schon sehr sehr sehr gut sein.

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