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SB18 – Erstbetrieb klingt dumpf

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  • Dieses Thema hat 52 Antworten und 14 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 4 Tage, 15 Stunden von Peterfranzjosef.
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    • #55764
      TimWillsWissen

      Hallo Forengemeinde,

       

      ich suche nach Rat!

       

      Endlich konnte ich die schönen SB18 in Betrieb nehmen heute Abend und die erste Session war leider sehr enttäuschend.
      Der Klang ist recht dumpf, alles Luft ‚hinter einem Vorhang‘. Die SB18 sollten die Sonos One ablösen (diese hatten wir hier erst als Übergangslösung), aber die Sonos Klingen bei weitem besser: viel klarer die Stimmen, einfach alles.

      Es muss irgendwo ein Problem liegen, in Verkabelung, Frequenzweiche, Verstärker etc.

       

      SB18 werden an dem Sabaj A4 betrieben zu dem wir uns nach im Verstärker und co  Forum haben überzeugen lassen.

      Unsere Tests:

      Sonos über Airplay an Spotify

      versus

      Bluetooth Spotify an Sabaj A4

      und

      Raspi+Hifiberry Dac Pro 2 mit AirPlay Spotify an Sabaj A4

      Beides klingt recht dumpf verglichen mit dem Sonos-> d.h. am Bluetooth sollte es nicht liegen.

      BitRate ist dieselbe in Spotify.

       

      Frequenzweiche haben wir 5 Mal gecheckt bevor wir sie eingebaut haben.
      Kabel sind auch alle richtig an Plus dran (kann ich morgen nochmal double checken).

       

      Jetzt kann ich nur mir denken dass entweder der Sabaj A4 eine Macke hat.

      Die Kabel zu den Lautsprecher irgendwie falsch verkabelt sind.

      Oder die Frequenzweiche falls aufgebaut wurde. Bild habe ich mal angehängt, habe leider kein besseres gerade.

      <p style=”text-align: right;”>Habt ihr noch Tipps?</p>

    • #55767
      Peterfranzjosef

      Hallo Tim,

      ich hatte mal die Widerstände des Spannungsteilers vor dem HT vertauscht gehabt, das führt zwangsläufig zu einem sehr zurückhaltenden Hochton. Das wurde ja überprüft. Auf dem Bild ist der kleinere R vor dem HT+ Anschluss.

      Löte mal die Verbindungen alle nach, sieht mir so aus, als hätte das Lötzinn nicht alles umflossen, eventuell gibts da einen schlechten Kontakt. Auch kann durch das Einbringen von Dämmstoff ein leichter Kurzschluss entstanden sein, wenn die Anschlüsse nach C1 und L1 so nah beinanderliegen (oder täuscht die Perspektive)

      Ist der Hochtöner auch am Hochtonzweig angeschlossen?

      Also alles noch mal aufmachen. Überprüfen, ob sich auch kein Draht gelöst hat.

      Über die angeschlossenen Geräte werde ich mangels Wissen nix sagen.

      Servus Peter

       

    • #55768
      Rincewind

      Moin Tim,

      überprüfe bitte die Lötstellen auf der Weiche. Probiere ob alle Kabel und Drähte fest verbunden sind. Kupfer-Anschlüsse sollten vor dem Zusammenlöten vollständig verzinnt werden – ansonsten besteht die Gefahr von s.g. “kalten Lötstellen”.

      Danach kannst Du bitte ein paar Musikstücke auf n USB Stick packen (am besten in guter FLAC Qualität) und über den Hifi-Berry samt den Sabaj abspielen. Nicht, dass irgendwelche AirPlay/Bluetooth optimizer dazwischen was mit den Bits&Bytes anstellen.

      Welche Distribution nutzt Du für den HiFi-Berry?

      Viel Erfolg!
      Rincewind

      P.S.
      Mache bitte auf den Foto die noch sichtbaren Bauteilwerte unkenntlich – oder Udo/Vadder löscht dein Bild. Die Werte der Bauteile sind geistiges Eigentum von Udo.

      • #55777
        TimWillsWissen

        Hallo Rincewind,

        danke Dir.

        Ich benutze gerade HifiBerry OS, war sofort plug&play bereit.
        Weiss natuerlich nicht welche BitRate der im Hintergrund waehlt. Das muesste ich mit Volumio machen. Wollte erstmal HifiBerry OS probieren.

        Aber wie gesagt, den Klang den ich hoere gerade kann nicht davon kommen. Selbst Bluetooth am Sabaj A4 klingt genauso. Und bei meinen alten Visaton Stella Light mit Logitech Blootooth Adapter klingt das auch um Welten besser.

        Das muss meine unsaubere Loetarbeit sein.

    • #55770
      TimWillsWissen

      Vielen Dank fuer die Input!

      Werde heute abend auf die Suche gehen!

       

      @Rincewind/Udo/Vadder:

      Ich kann das Foto meines Beitrags irgendwie nicht bearbeiten, nur ein neues Hochladen. Koennt ihr das jetzige bitte loeschen? Dann lade ich ein neues hoch wo alle Bauteilwerte unkenntlich gemacht sind.

      • #55772
        Vadder
        Verwalter

        Moin,

        Bild gelöscht und modifiziert wieder eingefügt.

        Gruß vom Vadder

        • #55774
          HortusNanum

          Hallo Tim,

          mit Verlaub, die Lötstellen sehen ziemlich zusammengespratzelt aus. Es ist auf dem Bild nicht 100% erkennbar, aber die in der Mitte des Bildes  haben so eine “kristalline”/raue Oberfläche, das könnte auf eine kalte Lötstelle hinweisen.

          Tipp: Die Drähte der Bauteile vor dem Verlöten verdrillen und dann mit wenig Zinn verlöten. Bei der Litze darauf achten, dass das Zinn den kompletten Leiter durchdringt. Ein heißer Lötkolben hilft dabei. Die Lötzinnberge, die Du da fabriziert hast, deuten auf einen zu leistungsschwachen/kalten Lötkolben hin. Die Bauteile sind nicht hitzeempfindlich, also keine falsche Bescheidenheit. Ein Elektroniklötkolben mit 40 oder 50W sollte passen. Achte darauf, dass die Drähte beim Verlöten nicht mehr unter mechanischer Spannung stehen und nicht nur durch das Zinn zusammengehalten werden. Während des Abkühlens darf die Lötstelle nicht mehr bewegt werden, sonst bekommt man kalte Lötstellen. Sollte das passieren, kann man das mit wieder warmmachen und mit etwas frischem Zinn beheben.
          Am besten übst Du solche Lötstellen mal “trocken” auf einem Brettchen mit ein paar alten Kabeln, denn die Drähte an den Bauteilen werden vom 100x zusammenbraten und wieder lösen nicht besser. Löten ist kein Hexenwerk, aber auch da fallen Meister nicht vom Himmel. 😉

          Viele Grüße,
          Roland

        • #55776
          Kosh

          So als Tipp: Zum Testen oder auch für ewig kann man WAGO 221 Klemmen benutzen ;D

          Da ich beim mach aus 5 Kabeln ein Kabel immer meine Probleme habe, bin ich auf die Klemmen umgestiegen. Bis jetzt verrichten die ganz gute Dienste.

          Die Bananenstecker von WAGO sind auch ganz gut.

          VG
          Kosh

        • #55778
          TimWillsWissen

          Hallo Roland,

          vielen Dank fuer deinen ausfuehrlichen Beitrag!

          mit Verlaub, die Lötstellen sehen ziemlich zusammengespratzelt aus.

          absolut!

          Ich hatte das schonmal sehr amateurhaft gemacht in der Vergangenheit, da ging es ‘leider’ gut.

          Habe hier nur einen Loetkolben mit 30W, der war sehr preiswert und ist schon was aelter.

           

          Ich war nun eben in 2 Baumaerkten aber da hatten die nur einen einzigen mit mehr Power, und das ist einer mit 80 Watt. Das ist aber ein Kolben fuer schwere Arbeiten. Das ist nicht ideal, aber damit bekomme ich wenigstens die ‘Pratzelarbeit’ wieder auseinander.

           

          1. Ist der groessere Kolben abgesehen von der Unhandlichkeit in Ordnung was Temperatur angeht? (Bild im Anhang)

          2. Ich habe neues Loetzinn kaufen muessen. Dabei fiel mir auf dass eine der ZInne sagt es sei ausdruecklich NICHT fuer Elektronik & Sendertechnik geeignet und das andere schon. Ist aber beides 99% reines Zinn. Was ist der Grund hierfuer? Jetzt habe ich etwas Angst dass mein altes Zinn was ich noch hatte vielleicht nicht geeignet war?

          3. Ich habe nun 2 Loetzinne gekauft die offiziell fuer Elektronika & Sendertechniek geeignet sind (siehe Anhang). Eines hat 2.5% FLUX, das andere 3.5%. Wie darf ich das verstehen?

           

          Vielen Dank nochmal!

        • #55785
          Sparky

          Mahlzeit Tim,

          Zu Deinen Fragen:

          1) Mit dem “Löthammer” kannst Du ne Dachrinne löten oder auch Deine Lötstellen wieder schmelzen. Beim Löten kommt es auf die Temperatur an. Ziel muss es sein, einen sauberen Lötpunkt so schnell wie möglich zu setzen und nicht minutenlang an einem Lötpunkt rumzubraten, da dies dann fast jedes Bauteil thermisch killt. Die Größe der Lötspitze bestimmt dabei, wie fein das geht. Für eine Platine wäre das Baumarkt-Teil nichts, außer, man will sechs Lötpunkte gleichzeitig setzen.

          2+3) Ich HASSE diese SCH**ß “umweltfreundlichen” Lötzinne. Es geht nicht in meinen Schädel, wie sowas ernsthaft genutzt werden darf. Mit denen einen sauberen “glänzenden” Lötpunkt hinzubekommen ist fast nicht möglich, der Schmelzpunkt liegt statt bei verbleitem Lot bei um 230°C statt 180°C und die Lötstelle wird schneller brüchig bei mechanischer / thermischer Belastung. Raumfahrt, Luftfahrt, Automotive, alle dürfen noch Blei-Lot nehmen wenn es um Sicherheit geht, aber bei Consumer-Elektronik und Privatanwendung dürfen wir den RoHS-Kack nutzen.

          In “richtiges” Lot gehört aus technischen Gründen Blei und für diese Meinung dürfen mich auch alle steinigen, die das wollen.

          Mein Tipp: Guck mal in der Bucht nach Radiolot mit “PB” in der Bezeichnung 😉

          Was Flux angeht: Dabei handelt es sich um die Flussmittelseele im Lot. Flussmittel bedeutet, dass der Lötdraht mit einer Substanz gefüllt ist, welche das Lot beim löten fließen lässt und das zu lötende Material bei der Verbindung mit dem Lot unterstützt. Es gibt auch Lot ohne integriertes Flussmittel, wie Stangenlot in der Klempnerei, dann benötigt man zusätzlich ein separates Flussmittel wie Lötwasser oder Lötfett.

          Für Platinen ist Lot mit Flussmittelseele besser, denn man muss nicht vorher alles mit Flussmittel einsauen.

          Evtl. hatte das nicht geeignete Lot eben nicht diese Flussmittel-Seele.

           

          Gruß,
          -Sparky

        • #55786
          Vadder
          Verwalter

          Hi -Sparky,

          ich war 18 Minuten schneller, siehe unten 🙂

          Wenn Tim beim ersten Versuch altes Klempnerlot erwischt hat…naja…dann zerfrisst es ihm die Lötstellen mit der Zeit. Aber das weißt du ja selbst.
          Ich habe hier bleifrei mit Silber liegen (Sn96.5Ag3.0Cu0.5). Ist doof zu verarbeiten. Bei Gelegenheit muss ich mal außereuropäisch gutes Sn63Pb37 ordern.

          Gruß vom Vadder

        • #55788
          Sparky

          Hi Vadder,

          letztes Jahr ging mir das gute Lot aus, ich probierte es dann mit ner kleinen Rolle von dem “essbaren” Lot aus dem Baumarkt und warf es Wut entbrannt in den Müll. Durfte ich ja, war ja kein Blei drin 😀

          Boardie Rincewind hat zu dem Zeitpunkt in den Kleinanzeigen eine Werkstattauflösung aufgetan und mich netterweise informiert. So konnte ich noch eine Kilorolle S-Sn60Pb40 abgreifen, reicht erst mal wieder und ich kann ruhigen Gewissens löten.

           

          Gruß,
          -Sparky

        • #55795
          HortusNanum

          Hi Tim,

          Sparky hat ja schon sehr leidenschaftlich gegen bleifreies Lot gewettert, ja früher war das wirklich einfacher. Verbleites Lot lötet sich viel besser und anfängerfreundlicher. Leider ist dieses aber seit einigen Jahren für Privatpersonen in der EU nicht mehr zu kriegen. In chinesischen Versandhäusern kann man es aber noch kaufen.
          Ein Lötkolben mit 30W sollte eigentlich ausreichend sein. Ich habe viele Jahre lang mit einem 25W-Kolben gelötet, bis ich für ein paar Euro eine gute alte babyblaue Weller-Lötstation auf dem Flohmarkt gefunden habe. Wie bei guten Stereoanlagen ist die reine Wattangabe nicht so wichtig, wichtig ist vielmehr, dass der Kolben die “richtige” Temperatur hat (so um 350°C) und auch hält, wenn die Wärme durch einen Kupferdraht abgeführt wird. Kupfer leitet nämlich nicht nur hervorragend Strom, sondern auch Wärme. Wie bei jedem Werkzeug sticht auch hier Qualität. Ersa und Weller sind hier renommierte Marken, im Baumarkt gibt es viel, aber auch viel Schrott.

          Flux (Flussmittel) wurde ja schon erklärt. Der Zinndraht ist hohl und in der Mitte ist eine Seele aus Flussmittel, die das geschmolzene Zinn fließfähig und geschmeidig macht. Das Flux verdampft beim Löten. Wenn man zu lange auf einer Lötstelle herumlötet, ist das Flux weg und das Zinn fließt nicht mehr richtig. Ergebnis ist eine “kalte” Lötstelle. Durch Zugabe von etwas frischem Zinn (mit Flux) kann man das beheben.
          Lötzinn für Elektronik (Radiolot) unterscheidet sich von herkömmlichem dadurch, dass keine ätzenden Bestandteile drin sind. Nimmt man das falsche, kann es passieren, dass die Kontakte nach ein paar Wochen durch im Flussmittel enthaltene Säuren korrodieren. Aus gleichem Grund nimmt man bei Elektroniklötereien auch keine “Lötwasser”, Löthonig” oder andere Mittel (Klugscheißermodus: Für’s SMD-Löten gibt’s schon was, aber das ist hier nicht das Thema).

          Wie Sparky schon schrub, ist beim Löten das Timing wichtig: Lötet man zu kurz, wird die Lötstelle nicht richtig warm und die Teile werden nur “verklebt”, was einerseits mechanisch nicht besonders haltbar ist, zum anderen den Strom nur unzuverlässig leitet. So entsteht eine sogenannte “kalte” Lötstelle, die den Strom nur leitet, wenn sie Lust hat. Sowas kann einen bei der Fehlersuche wahnsinnig machen.
          Brät man zu lange drauf rum, kann man zum einen empfindliche Bauteile kaputtmachen und zum anderen verdampft das ganze Flussmittel, was ebenfalls zu schlechten Lötstellen führen kann.
          Schau mal bei Youtube, da gibt es ganz gute Videos, die den Vorgang zeigen. Und wie gesagt: üben, üben üben.

          Viele Grüße,
          Roland

    • #55782
      Udo Wohlgemuth
      Verwalter

      Hallo Tim,

      teste doch erst einmal, ob die Hochtöner überhaupt (noch) laufen. Womöglich hast du beim Anbrutzeln die Litze zu den Schwingspulen abgebrannt.

      Gruß Udo

      • #55789
        Sparky

        Mahlzeit Tim,

        ob Du die Hochtöner “well-done” gelötet hast, kannst Du mit einer 1,5V Batterie testen.
        Trenne den HT an der Frequenzweiche (also lass die Drähte dran) und halt die Drähte kurz an die Pole der Batterie. Bei Berührung beider Pole sollte dann ein leises Knacken im HT zu hören sein.

        Falls Du ein Multimeter besitzt, kannst Du natürlich auch “professioneller” den Widerstand an den Anschlussfahnen des HT messen. Ist der Widerstand unendlich hoch, besteht keine Verbindung mehr.

         

        Gruß,
        -Sparky

    • #55783
      Vadder
      Verwalter

      Moin,

      mit Verlaub, du hast mit dem 80-Watt-Teil einen Lötkolben für Dachdecker gefunden.
      Damit brutzelst du ziemlich sicher die Litze ab.
      Für Elektronik solltest du schon eine regelbare Lötstation nehmen.
      Die auf dem Bild habe ich mir vor vielen Jahren auf Udos Rat zugelegt. Bisher hat sie für viele Weichen und ein paar DIY-Verstärker gereicht.

      Bezüglich des Lots empfehle ich dir ein wenig Lektüre.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Lot_(Metall)#Weichlote

      Kleiner Auszug:
      …innerhalb der EU…nur noch bleifreie Lote zum Einsatz. Diese sind nickel- oder silberhaltig. Oft ist Kupfer zugesetzt. Der Schmelzpunkt liegt höher (typisch 217 °C … 227 °C) als bei klassischen, bleihaltigen Weichloten.

      Du wirst damals irgendwas mit Sn60 benutzt haben. Das ist wesentlich gutmütiger in der Verarbeitung als die bleifreien.

      Gruß vom Vadder

      Attachments:
    • #55790
      TimWillsWissen

      Hallo alle miteinander!

      Vielen Dank fuer die sehr rege Beteiligung!

       

      Also dass ich den HT verbruzelt habe glaube ich nicht. Wenn ich mit dem Ohr ganz nah dran gehe und zwischen Bass und HT gehe, dann hoere ich unten tiefes grummeln, also bass wie erwartet, und oben hohe relativ klare Toene. Das Loeten an der Stelle des HT und Bass ging sehr schnell und unkompliziert, also da sollte nicht uebermaessig Hitze geflossen sein. Jetzt wo ich es nochmal hoere klingt es schon ‘normal’ , also mit Hochton, aber deutlich weniger gut als die Sonos – und das sollte nicht sein denke ich.

      Habe jetzt auch diesen regelbaren digitalen bestellt, der kommt dann Mittwoch erst.

      https://www.bol.com/nl/p/soldeerstation-mcvoice-ls-450-digi-48-w-bout-150-450-c-lc-display/9300000018553108/?s2a=

       

      Ich mache die Lautsprecher morgen auf. Heute abend wird das nichts mehr. Vor allem weil die Frequenzweiche mit Heisskleber befestigt wurde und der ist so stark, dass ich da mit etwas sehr steifem unter das MDF brettchen muss um das noch loesen zu koennen.

      Ich kann dann auch das mal mit der Batterie machen. Double AA sollte reichen oder?

       

       

       

       

      • #55792
        Sparky

        Hallo Tim,

        wenn Du mit dem Ohr am HT bist und vernimmst direkt aus ihm Töne, kannst Du dir den Batterietest sparen, dann geht dieser. Und ja, AA reicht – Lautsprecher “mögen” keinen Gleichstrom und daher für solche Tests an kleinen Chassis auch nur kleine Batterien mit wenig Spannung nehmen.

        Falls Du tatsächlich Klempnerlot ohne Flussmittel genutzt hast, ist es möglich, dass die Lötstellen in Deinen Weichen kalt sind. Das Lot ist dann nur auf die Drähte “geschmiert, ohne sich wirklich mit diesen verbunden zu haben. Das ergibt Übergangswiderstände. Kontrolliere / löte dies mal nach (Mit geeignetem Lot mit Flussmittel) und schau zur Vorsicht auch noch mal im Weichenplan, ob alles am richtigen Fleck sitzt.

        Wie Du richtig sagst, morgen ist auch noch ein Tag, alle Eile ist von Übel.

         

        Gruß,
        -Sparky

        • #55823
          Karl-Heinz Stock

          Polung falsch?

           

        • #55824
          Sparky

          Grüß Dich, Alter 🙂

    • #55791
      Vadder
      Verwalter

      Hi Tim,

      klar reicht die AA-Batterie.
      Falls du wirklich altes Lot erwischt hast, müssen alle Reste davon weg. Beim Klempnerlot mit Flussmittel wurde säurehaltiges Flux benutzt. Das ätzt lustig weiter, wenn die Lötstellen nicht gründlich abgewaschen werden.

      Gruß vom Vadder

      • #55829
        Karl-Heinz Stock

        Gruß zurück, Junger.

    • #55793
      TimWillsWissen

      Hallo nochmal,

      und danke fuer den Input!

       

      Also neues Loetzinn mit Blei ist bestellt:

      https://www.bol.com/nl/p/velleman-soldeertin-60-40-1-mm-100-gram-zilver/9200000095889770/?s2a=

       

      Gibt es eine einfache Art und Weise zu erkennen ob ich Klempnerlot habe? (siehe Anhang)

      Das Lot kam mit dem Loetkolben und das war ein normaler Loetkolben fuer den HobbyBereich. Daher hatte ich die Art des Zinns nicht hinterfragt – aber man lernt ja nur dazu hier 🙂

      Dieser ist der alte Kolbe mit Lot uebrigens:

      https://www.bol.com/nl/p/30w-varo-soldeerboutset-var10055-18/9200000098954680/?bltgh=sMAD4zPrPJ5zVgrnJSZA3g.2_9.10.ProductTitle

       

       

      Attachments:
      • #55796
        Sparky

        Guten Abend Tim,

        Goot, dat ik en beeten platt versteh, so komme ich auch einigermaßen mit Niederländisch klar 🙂

        Specificaties:
        Kleur: zilver
        Materiaal: 60% tin, 40% lood
        Diameter: 1 mm
        Gewicht: 100 gram
        Met harskern: ja
        Smeltpunt: 185°C

        Frei übersetzt Sn60Pb40 mit Flussmittelseele. Gutes altes Radiolot. Das kannst Du nehmen.

        Zu Deiner “Parfümprobe” Lot kann ich nichts sagen, da weder auf dem Pappschnipsel, noch auf der Seite, die Zusammensetzung von dem Lot spezifiziert ist. Aber ob Flussmittel drin ist, bekommst Du auch so raus: Nimm dir ein richtig scharfes Messer, so in Richtung Teppichmesser, und schneid von dem Lot ein Stück ab, ohne es zu “zermatschen”. Dann sieh dir die Schnittfläche genau an: Wenn sie in der Mitte hohl wirkt, bzw. da etwas im Kern ist, was nicht silbern ist, ist Flussmittel drin. Ist es durchgehend silbern, ist es massives Lot ohne Zusätze.

         

        Gruß,
        -Sparky

        • #55801
          TimWillsWissen

          Goot, dat ik en beeten platt versteh, so komme ich auch einigermaßen mit Niederländisch klar

          Dankjewel!  Goed om te horen, dan ga ik vanaf nu gewoon in Nederlands mijn berichtjes schrijven 😉

          Ich werde auch das mit weniger und aufgefluffter Watte versuchen, d.h. erstmal etwas weniger rein und dann auch ‘aufreisen’, sodass die Watte weniger komprimiert ist. Habe mal 2 Bilder angehaengt, einmal wie sie jetzt aussieht und 1 mal wie wenn man sie auflockert. Ist das was ihr meint?

          Und wenn das nichts bringt, dann wird nochmal alles verloetet. 😀

          Uebrigens, siehe auch Photo. Das vorher benutzte Zinn hat in der Tat eine ‘Seele’ 🙂

           

           

           

        • #55805
          Vadder
          Verwalter

          Moin,

          nicht die Watte zerfleddern. Lass sie an Stück.
          Gemeint war einfach, weniger von dem Zeug in das Gehäuse zu zwängen. Manchmal packt Udo je nach Kartongröße fast das Doppelte der benötigten Menge in’s Paket.

          Gru0 vom Vadder

        • #55806
          Rincewind

          Hallo Tim,

          ich hoffe es kommt hier nicht zu einem Internationalen-Mißverständnis.
          Mit Watte ist der Dämmstoff aus dem SB18 Set von Udo gemeint 😉

          Das Zeug ist “Polsterwatte” oder im audiophilen Deutsch “Sonofil”

          Grüße
          Rincewind

        • #55808
          Udo Wohlgemuth
          Verwalter

          Zudem hat die Watte ungefähr genau nichts mit dem Hochton zu tun.

          Gruß Udo

        • #55810
          Sparky

          Dankjewel!  Goed om te horen, dan ga ik vanaf nu gewoon in Nederlands mijn berichtjes schrijven 😉

          Nix to danken! Denn schriev ik aver ok op platt en Kommentar darünner 🙂

          Bezüglich der Dämmwolle: Udo ist damit tatsächlich gerne großzügig und baut damit den Chassis ein schönes Transportnest. Für die GranDuetta hat er mir seinerzeit gefühlt zwei Matratzen mitgegeben. Mit nicht stopfen ist gemeint, dass man nicht alles ins Gehäuse pfropft und dann die Chassis kaum hinein bekommt. Mit der Füllmenge darf aber auch gerne gespielt werden, es gibt keine genaue Anleitung, wie viel hinein muss. Faustregel ist “locker gefüllt”, das darf man jedoch gerne variieren und testen, wie es einem am besten gefällt, das ist ja das Schöne am selber bauen.

          Die Dämmwolle ein wenig klein zu reißen ist auch kein Problem, wenn man sie so besser in das Gehäuse bekommt. Ich würde daraus nur keine kleinen Wattebäuschchen machen, denn die wiederum können dann da hin rutschen, wo man sie nicht haben will, z.B. in die Bassreflex-Öffnung oder in den Korb eines Lautsprecherchassis.

           

          Gruß,
          -Sparky

      • #56352
        Peterfranzjosef

        Hallo alle zusammen,

        zum Thema Bleilot noch ein Nachtrag/Tipp:

        Schauts mal in Ebay-Kleinanzeigen, aus sehr vielen Werkstattauflösungen der alten Garde vor uns, gibt es kiloweise Lötzinn, SN60PB36,5Cu3,5  und ähnliche Lote für Elektronikbasteleien.

        Hab mir grade auch noch was geordert, damit auch was zum Vererben habe. 😉

        Servus

         

         

    • #55797
      Rincewind

      N Abend,

      Sparky hat bereits auf die Vorzüge von guten Bleilot hingewiesen. Wenn man viel Elektronik lötet, lernt man zusätzlich noch die Unterschiede bei Flussmitteln kennen. Daher nehme ich bevorzugt die Ware aus Wuppertal, ähm mittlerweile Velbert: Stannol

      Im übrigen ist Dutch “met harskern” auf Deutsch “Mit Flussmittel”

      Damit dürfte der Geruchstest entfallen. In übrigen sind Lötdämpfe ähnlich dem Tabakrauch nicht unbedingt gesundheitsförderlich.

      Schöne Abend und viel Erfolg!
      Rincewind

      P.S.
      Mir fällt ein, dass ich schon lange auf Hertog Jan Grand Prestige verzichten muss und ich wieder in Marktplaats.nl nach Good Old HiFi schnuppern könnte

      • #55798
        Vadder
        Verwalter

        Moin,

        es ist 06:30 Uhr. Zum Frühstück gab es Aromatherapie in Form von Lötdämpfen mit Tabakrauch an Frequenzweiche 🙂

        Das Silber bleifrei ist schon ein dämlicher Geselle. Noch nie wurde der Silikonschwamm so intensiv benutzt, um Reste von der Lötspitze zu entfernen.
        Aber die beiden Weichen sind fertig.

        Gruß vom Vadder

    • #55799
      Matthias (DA)

      Moinmoin,

      Zusätzlich zur richtigen und wichtigen Lötdetektivarbeit,

       

      Wieviel Dämmwatte hast Du denn rein gepackt?

       

      Locker aufgeplustert rein ist der Trick, Udo liefert oftmals deutlich mehr da es auch der Versandpolsterung dient

      aus der Ferne würd ich mal empfehlen die Hälfte raus zu nehmen und die sb18 mal nen Meter von der Wand entfernt zu testen

      Matthias

      • #55809
        HortusNanum

        Hi Matthias,

        die Menge der Dämmwolle sollte aber auf einen Kalottenhochtöner keinen Einfluss haben (es sei denn sie ist VOR dem Hochtöner angebracht und nicht dahinter). 😉

        Viele Grüße,
        Roland

        • #55813
          Matthias (DA)

          Moin moin,

          Einverstanden, bezog sich auch mehr auf die Aussage dumpf, weniger auf den Frequenzbereich, vielleicht hab ich den Ausgangspost zu weit interpretiert, aber das .ohr nimmt ja immer relativ wahr, kann durchaus passieren, dass .fehler im Bassbereich dann zu anderer Wahrnehmung des Hochtons führen, vor allem aber den Bereich der Stimme dumpf machen können.

          Zu wenig Watte dann hohler, zu lauter Bass, dadurch leiser drehen und damit wenig Hochton.

          Wie gesagt, zusätzliche Anregung in Ergänzung zur Lötstellenüberprüfung.

           

          Überraschend finde ich allerdings, dass der Fehler scheibar auf beiden Seiten auftaucht, und somit System hat

           

          Das wäre nochmal ne spannende Frage, inwiefern der Fehler auf beiden Seiten auftritt. Zweimal der gleiche Lötfehler würde lich überraschen, und lenkt mein Augenmerk eher auf die Weiche (schon ausgeschlossen) oder doch ne Einstellung beim Amp

          Matthias

    • #55814
      MartinK

      Guten Abend. Ich haue jetzt mal einen raus: kann es nicht auch sein, dass es einfach nur ein Problem der Umstellung ist? Also dass die Sonos vergleichsweise hell klingen?
      Ich habe mit den o.a.Zeilen krampfhaft versucht, keine Bewertung eines Fremdproduktes zu unternehmen.
      Gruß Martin

    • #55815
      TimWillsWissen

      Guten Abend die werten Herren und Damen (falls anwesend 🙂 ),

      jetzt komme ich endlich dazu mal zu antworten.

       

      Wieviel Dämmwatte hast Du denn rein gepackt?

      Genau das was Udo geliefert hat. Also das grosse Teil in 2 Teile geteilt und dann nochmal aufgeteilt per Box.

      aus der Ferne würd ich mal empfehlen die Hälfte raus zu nehmen und die sb18 mal nen Meter von der Wand entfernt zu testen

      Ok, kann ich tun. Mache ich sobald ich mal neu verloetet habe (der neue Loetkolben kommt leider erst morgen 🙁 ) Warum aber 1m weg von der Wand? Ich dachte dass ist nur relevant fuer Boxen mit BR Rohr nach hinten zu Wand wegen der 1/4 Wellenlaenge Regel der destruktiven Interferenz der stehenden Welle?

      Überraschend finde ich allerdings, dass der Fehler scheibar auf beiden Seiten auftaucht, und somit System hat

      Zweimal der gleiche Lötfehler würde lich überraschen, und lenkt mein Augenmerk eher auf die Weiche (schon ausgeschlossen) oder doch ne Einstellung beim Amp

      und auch dieses Zitat

      Guten Abend. Ich haue jetzt mal einen raus: kann es nicht auch sein, dass es einfach nur ein Problem der Umstellung ist? Also dass die Sonos vergleichsweise hell klingen?

      Ja ich finde es auch komisch. Da beide aehnlich homogen ‘nicht gut’ klingen. Also wenn das ein Bausatz vom Flohmarkt waere oder von Mediamarkt, dann waere das ja ok. Die Boxen klingen schon ok, aber nicht das was ich erwarte. ‘Schlecht’ ist uebertrieben, aber Blueklasse ist das sicher nicht. Ich bin mir da sehr sicher es muss ein Fehler sein auf meiner Seite, nicht meine Ueberschatzung der Box 🙂

      Beim Amp habe ich alle durchgecheckt. Alles ist auf 0 gesetzt, kein Extra Bass oder Treble, kein EQ benutzt, Bluetooth oder HifiBerry ist egal – klingt alles gleich. 🙁

      Mir fällt ein, dass ich schon lange auf Hertog Jan Grand Prestige verzichten muss

      Wenn du mich besuchen kommst und mir hilfst die SB18 zu reparieren sponsore ich Dir ein ganzes Fass Hertog Jan 😉

      ich hoffe es kommt hier nicht zu einem Internationalen-Mißverständnis.

      Haha, nein. Es ist schon das gute Sonofil. 🙂

      Mit nicht stopfen ist gemeint, dass man nicht alles ins Gehäuse pfropft und dann die Chassis kaum hinein bekommt.

      Ich würde daraus nur keine kleinen Wattebäuschchen machen, denn die wiederum können dann da hin rutschen

      Alles klar. Also ich hatte es auch so verstanden dass da minimaler Druck gegen die Chassis sein soll. Und selbst bei nicht aufgefluffter Watte ist da viel Luft. Der BR Kanal ist absichtlich frei gelassen worden.

       

      Das mit dem Loet-Troubleshoot wird erst morgen etwas da der Loetkolben morgen erst kommt.

       

      Ich habe nun auch ein paar Videos auf Youtube geschaut zum Loeten, was ich davon mitgenommen habe ist in meinen folgenden Notizen widerzufinden (Notizen habe ich leider nur auf Englisch):

      Use solder tin containing flux at its center and ideally one that contains lead. Lead makes it flow much easier. Good splits are 60% tin, 40% lead.</p>

      Use a bridge technique: apply solder to your solder tip, then go below the object you want to solder, and the add the solder from the top. The solder will now enclose the object Properly and leave little to no gaps.

      Also applying the solder to your soldering tip before touching the object also speeds up the heat transfer process to the object melting everything faster.

      If the object you want to solder has been exposed to air for longer times, it might have developed an invisible oxidation layer that will prevent the solder tin to stick nicely to it. Clean the object with an abrasive like a metal wire sponge, if necessary.

      Remove all old solder if it exists and use new solder.

      Use high heat for a short duration, not low heat for a long duration.

      However, use the temperature appropriate for your type of soldering Tin and any other components you are soldering to (e.g. another metal)

      To solder wires onto each other’s, interweave them first, then use the bridge technique and don’t stop until all of the interwoven cables are covered inside and outside with solder.
      Vielen Dank und einen schoenen Abend noch!

      • #55820
        Sparky

        Mahlzeit Tim,

        Ich habe nun auch ein paar Videos auf Youtube geschaut zum Loeten, was ich davon mitgenommen habe ist in meinen folgenden Notizen widerzufinden (Notizen habe ich leider nur auf Englisch):

        Deine Notizen sind goldrichtig und eigentlich schon würdig, in den Grundlagenbereich aufgenommen zu werden, daher habe ich sie hier mal übersetzt für alle, die des Englischen (und Lötens 😉  )nicht mächtig sind:

         

        Nutze Lötzinn, welches eine Flussmittelseele besitzt und idealerweise ein solches, welches bleihaltig ist. Blei sorgt dafür, dass es wesentlich leichter fließt. Eine gute Zusammensetzung besteht aus 60% Zinn und 40% Blei.
        (Anmerkung: Für elektronische Lötarbeiten eignet sich am besten so genanntes Radiolot, welches ein mildes Flussmittel wie Kolophonium besitzt. Dieses wirkt nicht korrosiv und verätzt somit nicht das zu verlötende Metall. Auf Grund der Regularien der RoHS-Richtlinien darf verbleites Lot allerdings nicht mehr vertrieben werden, da das enthaltene Blei umweltschädlich ist, wenn es nicht fachgerecht entsorgt wird.)

        Nutze folgende Benetzungstechnik: Trage etwas Lötzinn auf die Spitze Deines Lötkolbens auf und halte sie dann unter den Anschluss des Bauteils, welches Du verlöten willst. Führe dann von oben das Lötzinn zu. Das Lötzinn wird den Anschluss nun ordentlich umschließen und so gut wie keine Lücken hinterlassen.

        Das Lötzinn auf die Spitze aufzutragen, bevor man damit den zu lötenden Anschluss berührt, beschleunigt außerdem den Wärmetransfer in den Anschluss, damit das zugeführte Lötzinn schneller mit diesem verschmilzt.

        Wenn der Anschluss des Bauteils, welches Du verlöten willst, schon lange der Luft ausgesetzt war, könnte er eine unsichtbare Oxydschicht gebildet haben, welche verhindert, dass das Lötzinn gut an ihm haftet. Reinige den Anschluss in einem solchen Fall trocken mit einem abrasiven Mittel wie Stahlwolle (“Topfschwamm”).

        Entferne, falls vorhanden, alle alten Lötzinnreste und nutze neues Lötzinn.

        Nutze beim Löten eine hohe Hitze für kurze Zeit, keine geringe Hitze für lange Zeit
        (Anmerkung: Viele elektronische Bauteile reagieren empfindlich auf Hitze und können dadurch
        zerstört werden. Ein extremes Beispiel hierfür sind beispielsweise Germaniumdioden, bei denen
        auf Grund ihrer Empfindlichkeit ein Hitzeeintrag zu vermeiden ist)

        Die Hitze des Lötkolbens richtet sich nach dem Schmelzpunkt des Lötzinns und dem zu verlötenden Material (Metall)
        (Anmerkung: Wer regelmäßig Lötarbeiten ausführt, sollte in eine Lötstation investieren. Diese müssen auch nicht teuer sein, wenn man keine Markenware kauft. Die Temperatur kann dann optimal eingestellt werden. Hier zeigt sich auch der Vorteil des eingangs erwähnten verbleiten Lötzinns, da es im Gegensatz zum heute umweltfreundlichen unverbleiten Lötzinns bereits bei ca. 180°C schmilzt und somit schonender in der Anwendung ist, wenn man empfindliche Bauteile verlötet.)

        Um Kabel miteinander zu verlöten, verdrille diese zuerst und nutze so lange die oben erwähnte Benetzungstechnik, bis die gesamte verdrillte Strecke von außen und im Inneren mit Lötzinn benetzt ist.

         

        Gruß,
        -Sparky

         

        P.S. Annehmend, dass Du in den Niederlanden geboren bist auf Grund des derzeitigen (übrigens sehr unterhaltsamen 🙂 ) Gesprächsverlaufs, habe ich mal aus Spaß meinen Kommentar dem großen Bruder zur Übersetzung gegeben. Benetzungstechnik = “bevoichtigingstechniek”? – Die von Rincewind befürchteten “internationalen Missverstädnisse” funktionieren in beide Richtungen gut, aber sind sehr lustig 😀

        ..Und ein Hertog Jan Grand Presitige würde ich auch mal gerne wieder trinken. Ich hoffe, dass diese sch**ß Pandemie auch irgendwann mal wieder ihr Ende findet.

        
        
        		
        	
        • #55843
          TimWillsWissen

          Hallo Sparky,  vielen Dank, sehr gute Uebersetzungsarbeit!

           

          P.S. Ich bin uebrigens gebuertiger Deutscher, der zum Grossteil in Bonn aufgewachsen ist, der aber fuer Studium und dann Arbeit in den Niederlanden war und nun beruflich in die Schweiz gezogen ist. 🙂

    • #55817
      Jo_T5

      Bitte auch sicherheitshalber die Polaritäten der Chassis und zum Terminal hin prüfen… nicht dass noch ein Phasenfehler (links / rechts) dazukommt.

      VG, Jo

    • #55818
      Matthias (DA)

      Moin,

      Wünsche erfolgreiches Löten!

      Hast Du im Bekanntenkreis Zugriff auf einen traditionellen Stereoverstärker samt CD Player oder so? Oder liesse sich ein CD Player am sabay anschließen?

      Flac Datei vom Handy direct via aptx bluetooth drauf schicken?

      Nach Kontrolle der Lötstellen und deutlicher Reduktion der Watte falls Udo erwartungsgemäß zu viel geliefert hat –> (nur locker drin) wäre mein nächster Schritt der Test an unverdächtiger Elektronik und Quelle, die keine versteckten Equalizer oder DSPs hat, auch beim handy weiss man da nie was so getrieben wird…

       

      Weiter Daumen gedrückt,

      Matthias

      • #55819
        Kosh

        Per Spotify Connect auf den Raspberry senden wäre auch noch ne Option. Falls das nicht mit “AirPlay Spotify” gemeint war.
        Oder den Sabaj per USB direkt an einen Laptop/Rechner und von da dann mit Flac, Spotify, etc.

        Ich würde aber auch auf den Sabaj als Fehlerquelle tippen. *packt die Glaskugel wieder weg*

        LG
        Kosh

        • #55828
          Matthias (DA)

          Uuh, jetzt wo du es nochmal schreibst meine ich mich zu erinnern, dass der sabaj auch einen eq dabei hat, manche Einstellungen davon sind tatsächlich völlig unbrauchbar, falls ich da jetzt nix verwechsle.

          Mal durchs Menü klicken und alles auf 0 bzw ausschalten 👍

        • #55840
          TimWillsWissen

          Das haben wir bereits versucht, leider vergebens 🙁

        • #55841
          TimWillsWissen

          Ja doch haben wir gemacht mit Spotify connect. Wie gesagt, dieselbe Quali wie ueber Bluetooth. 🙁

      • #55842
        TimWillsWissen

        Ich werde versuchen einen Cambridge Audio Verstaerker ueber einen Freund zu organisieren und gucken ob es besser wird. Aber dafuer muss ich erstmal wieder den HT zurueck anloeten, siehe mein Beitrag unten. 🙁

    • #55835
      TimWillsWissen

      Hallo miteinander,

       

      der Lotkolben und das Bleizinn sind super!

       

      Aber wir kommen nicht sehr weit da wir eines der Kabel vom Hochtoener entfernen wollten, aber im Prozess hat sich das Kabel verwickelt.  Wir haben dann das Ende zur Frequenzweiche hin abgeschnitten fuer eine einfacher Handhabung, aber das wurde nicht besser. Die Loetarbeit war vorher schon nicht sauber, und jetzt ist sie sehr schlecht.

      Wir haben versucht es heiss zubekommen und das Kabel durch die Lasche zu ziehen, aber vergebens. Auch wenn wir das Kabel mit dem harten Zinn erhitzen kann ich das Kabel auch an der Lasche nicht einfach durschneiden um damit zu verhindern, dass Dicke Ende durch die Lasche ziehen zu muessen. Das viele hin und her tut dem Pol gar nicht gut, und ich fuerchte schon, dass ich noch einen SB Hochtoener bei Udo bestellen muss wenn das weiter so geht.

      Habt ihr einen Tipp wie wir dieses Kabel einfach entfernen koennen?

      Habe ich ueberhaupt eine andere Chance als es zu entfernen? Koennte ich sonst worst case ein neues Kabel darueber loeten und alles mit Zinn bedecken?

       

       

    • #55844
      Aki

      Hi Tim,

      ich würde die Kabelreste mit einer Knippex abschneiden, alternativ mit einer Fuß-Nagelschere. Die verbleibenden Kupfer-Härchen warm machen und mit Lötpumpe (heisst die so? Wir haben immer Lötlutsche gesagt) absaugen. Dann kannst du neues Kabel anlöten. Evt. vorher mal ein paar Trockenübungen mit dem Lötkolben machen.

      Alternativ neues Kabel an die Kabelreste löten. Widerstand messen.

      Grüsse Aki

    • #55845
      Knutbox

      Hallo, ich würde auch sagen, schneide das Kabel so nah wie möglich an der Lötfahne ab. Den Rest lass einfach. Kabel müssen nicht durch das Loch in der Lötfahne. Die kriegt man dann hinterher nur nicht mehr raus:-) Einfach von aussen anhalten und verlöten.

      Sollte das alte Kabel dein Auge beleidigen, gilt auch: an einer Seite so nah wie nur irgend möglich an der Lötfahne abschneiden. Dann am besten mit ein wenig neuem Lötzinn heiss machen. Der neue Lötzinn fließt noch schön und bringt die Wärme ins Material. Dann vorsichtig ziehen.

      Da ich den selben Ärger auch schon öfters hatte, die Lötfahnen aber nicht unbedingt auf Dauer An- und Ablöten ausgelegt sind, löte ich mir mittlerweile ca. 10cm Kabel an die Chassis und da dran kommen dann Kabelschuhe. Die Lötfahne dankt’s. Aber das dann beim nächsten Projekt.

      Jetzt erstmal eine ruhige Hand und gute Nerven. Viel Erfolg!

    • #55870
      Sparky

      Guten Abend Tim,

      P.S. Ich bin uebrigens gebuertiger Deutscher, der zum Grossteil in Bonn aufgewachsen ist, der aber fuer Studium und dann Arbeit in den Niederlanden war und nun beruflich in die Schweiz gezogen ist. 🙂

      Da schau her, aus der alten (neuen) alten Hauptstadt. Und da machen wir uns Gedanken, Dich nicht ausversehen auf irgend eine Art unbeabsichtigt zu beleidigen 😉 Ich komm ausse Ecke fast, ussem Pott-Randgebiet, Ennepetal.

       

      Nun zum Wesentlichen:
      Das mit dem Kabel ist ärgerlich, aber bitte nicht bis zum Erbrechen dran rum löten. Wie Du in Deinen Notizen schon sagtest, Hitzeeintrag über längere Zeit ist immer zu vermeiden.
      Da schließe ich mich meinen Vorrednern an, kneife das bündig ab und löte ein neues Kabel an.

      …. Aus dem Grund stecke ich übrigens kein Kabel durch das Loch in der “Lötfahne”.
      Denn weist Du, wofür das Loch ist?

      Die Lötfahne ist gar keine Lötfahne, auch wenn wir alle einfach ein Kabel dran löten (ist halt die beste und sicherste Verbindung). Sie ist eigentlich dazu da, mit einem Kabelschuh kontaktiert zu werden.
      Manche Kabelschuhe haben einen “Widerhaken”, der dann in dieses Loch einrastet, damit er nicht durch Vibration von selbst abfällt. Das Problem mit Kabelschuhen ist, sitzt der nicht sauber, führt das zu Problemen. Darum hat sich das Anlöten bewährt.
      Aber an der Stelle der Tipp für die Zukunft: Das Kabel seitlich an halten und verlöten, nicht durch das Loch stecken. Alles, was durch gesteckt ist und entlötet werden muss, ist einfach nur zum Ko**en.
      Und das Durchstecken hat in dem Fall keine Vorteile.

       

      Gruß,
      -Sparky

       

    • #55874
      Karl-Heinz Stock

      Kabelschuhe halte ich generell für eine schlechte Idee. Wenn man nach einigen Jahren nachschaut, sieht man die Korrosionsspuren.

      Es sei denn, man baut Lautsprecher, die eh nur 2 Jahre halten, da ist es piepschnurzegal.

    • #56147
      TimWillsWissen

      Hallo alle liebe Mitleser & geduldige Ratgeber!

       

      Entschuldigt bitte meine lange Stille – aufgrund von Rueckkehr ins bergige Land und die unendliche Arbeit & Stress bin ich zu nichts gekommen.

       

      Die gute Nachricht:  Die SB18 klingen viel besser!

      Woran es liegt? Ehrlich gesagt wissen wir es nicht genau.

      Wir haben einen der Lautsprecher aufgemacht (siehe Bilder oben), nochmal die Kabel an den Hochtoener und Tieftoener sauber angeloetet (das Zinn mit Blei war 200x besser als das ‘gesunde’). Wie gesagt, fast die Loetfahne abgebrochen. Ab jetzt wird nur noch ‘dran’ geloetet – danke Sparky 😉 Die Watte nochmal ganz sauber leicht aufgefriemelt und eingesetzt.

      Und waehrend wir beschaeftigt waren, hoerten wir Musik  auf der anderen Box und das klang dann eigentlich ganz gut.

      Wir guckten uns komisch an: Huh? Woran liegt das jetzt?  War der andere Lautsprecher nicht davon betroffen? War es nur alle in unserem Kopf?

      In jedem Fall: Durch diesen AHA-Moment hatten wir uns entschlossen die ganze Frequenzweiche des geoeffneten Lautsprechers NICHT nochmal neu zu loeten – auch wenn die aussieht wie Hulle. Das waere praktisch genauso schlimm und viel Arbeit gewesen wie bei der Loetfahne. Also, das Ding wieder zu gemacht, alles verschraubt und Musik dran.

      Ich siehe da Klang es VIEL besser.

      Ich kann wirklich nicht sagen ob es nun das Anloeten der Chassis war oder ob es einen Wackelkontakt in der Weiche gab (die auch nochmal sauber angeklebt an die Wand) oder ob es Eingewoehnung war und die vorherigen Sonos Lautsprecher viel heller klangen und die SB18 im Verlgeich dumpf (wie von MartinK in die Runde geworfen) – oder vielleicht alles zusammen. Es wird ein Raetsel bleiben.

      Zumindest sind wir jetzt zufrieden! 🙂

      Die Raumakkustik koennte bei Ihr sicher verbessert werden, aber das wird dem weiblichen Auge vermutlich nicht unter kommen.  Bei mir dagegen gibt es nun ein neues Projekt bis die GD bei mir ankommt: DIY Breitband & BassAbsorber.

      Ich habe jetzt viel dazu gelesen und stelle dann gerne auch mal den Baubericht vor wenn es soweit ist.

      Hat sonst jemand Erfahrungen damit gemacht?

       

      Und zum Abschluss: Nochmals ein DICKES Danke an alle!

      Meine bessere Haelfte und ich haben im Bau und im Troubleshooting super viel gelernt – Lektionen die wichtig waren bevor ich mich dann an die GD begebe.

      Ihr seid alle Gold wert! 🙂

       

      Lg,

      Tim.

    • #56152
      Matthias (DA)

      Moin und cool, dass Du noch mal Rückmeldung gibst, schön zu hören, dass es jetzt schön zu hören ist 👍

       

      Wann gehts los mit der Grande Dame? 😉

      Löten kannst ja jetzt!

       

      Liebe Grüße

      Matthias

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