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Viermal Chorus 51 aus Baubuche

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Dieses Thema enthält 35 Antworten und 11 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Monti vor 2 Monate, 1 Woche.

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  • #29258

    JoKa

    Hallo allerseits,

    seit der Bericht der Chorus 51 erschienen ist, hatte ich sie zur Unterstützung des Fernsehtons bei Filmen im Kopf.
    Bislang stehen die Cheap Trick 231 re/li neben dem Fernseher. Mit 3,5 Litern netto schön klein und unauffällig, aber der Aufgabe nicht wirklich angemessen. Vor allem bei der günstigen Dayton-Hochtonkalotte war Steigerungspotential.

    C51 Doku 00

    Viel größer sollte es aber auch nicht werden, höchstens 9-10 Liter für einen 5-Zöller, von dem ich aber deutlich mehr Grundton und Volumen erwarten durfte. E-dings SB15 haben hier bereits überzeugt.

    Als beim letzten Event von Axel in Eschborn (Dez. 2017) auch die Chorus 51 aufspielte, war der Bau innerlich beschlossen – und verschoben auf wärmere Außentemperaturen.

    Und als ein Freund mich vor kurzem nach Ersatz für seine kleinen Braun-Kompaktboxen (mit 5-Zöller) fragte und wir uns auf ein Budget von 500-600 Euro einigten, lag es auf der Hand, gleich zwei Paare zu bauen.
    Das Multiplex-Schichtendesign der CT231 gefiel ihm gut, aber das war mir für 4 Boxen zu viel Arbeit. Vor 2 Jahren hatte ich die Nextel 18 mal so gebaut, mit angerundeten Innenausschnitten für 16 Platten pro Box und die vorgefrästen Frontplatten aus Mulitplex dann aufgesetzt.

    C51 Doku 01

    Vorgefräste Fronten wollte ich wieder nutzen, für den Korpus hatte ich aber etwas anderes im Sinn: Baubuche
    Das sind Leimholzplatten aus senkrecht verleimten Furnierlagen, die der geschichteten MPX-Optik recht nahe kommen. Wie es sich später optisch mit der Front aus Birkenfurnier verträgt, wird im Auge des Betrachters liegen. Ich sehe da aber kein Problem.

    Im örtlichen Baumarkt kostete mich eine Platte Baubuche 100×68 cm inkl. Zuschnitt 30 Euro. Es dauerte etwas, bis ich aus einer Platte den Zuschnitt für zwei Lautsprecher gebastelt habe:

    C51 Doku 02

    In Längsrichtung der Platte waren das für 4 Stücke netto 98cm. Der Mann an der Säge hatte also noch 20mm für insgesamt 5 Sägeschnitte zur Verfügung. Wichtig war auch, dass die Furnierrichtung in Längsrichtung der Platte läuft. Und weil die Streifenoptik möglichst bruchlos später um die Box herumlaufen soll, musste der Mann an der Säge die Platten genauso abwechselnd sägen wie gezeichnet. Beides war für ihn kein Problem.

    Alle Platten werden noch allseitig auf Gehrung gesägt. Die Boxen haben also am Schluss Außenmaße von ungefähr 18,5 x 29,5 x 29,5 cm. Das ergibt nur etwa 9,5 Liter im Innern, mit einem ungekürzten HP50 sollte es aber passen.

    Gestern konnte ich das Holz abholen, zu Hause in die richtige Reihenfolge puzzeln und für spätere Verwechselungen beschriften.

    C51 Doku 03

    Nächste Aktion sind dann die Gehrungsschnitte. Die kürzlich erworbene günstige Kreissäge, die ich bislang nur einmal für die CT193 genutzt habe, kommt dafür draußen zum Einsatz. Ich hoffe auf schönes Wetter am kommenden Wochenende.

    Schönen 1.Mai noch Euch,
    Jo

  • #29259

    n8flieger

    Hey Jo,

    da ist ja die nächste Entwicklungsstufe zu der Puzzelei, die ich mit der UDo14 hatte. Bin gespannt auf den weiteren Verlauf.

    Gruß Enrico

  • #29291

    derFiend

    Verspricht interessant zu werden! 😉
    Suche noch immer nach einer Optik für meine 52ACL in finaler Version, vielleicht gibts hier ja gute Anregung. Also mach hinne 😀

  • #29313

    Gipsohr

    Baubuche??? noch nie gesehen. Ich verfolge das hier im bequemen Liegestuhl. Viel Erfolg
    Grüße Achim

  • #29353

    JoKa

    Gestern habe ich die Buchenplatten auf Gehrung geschnitten, was etwas ernüchternd war, da ich schwer mit den Ungenauigkeiten meiner einfachen Kreissäge zu kämpfen hatte.

    Man sieht auf dem Foto links neben dem Sägeblatt einen mehrfach gefalteten aufgeklebten Papierstreifen. Das Sägeblatt lässt sich nur bis etwa 43° kippen. Der Streifen sollte den Gehrungswinkel 45° annähern, indem er die Platte an der Anschlagseite leicht anhebt. Gleichzeitig sollte der Streifen so verhindern, dass dort am Anschlag die Spitze der Gehrung in die kleine Fuge zwischen Tisch und Anschlag rutschen kann.

    04 Doku C51

    Beides hat nur leidlich funktioniert.

    Überflüssigerweise hat sich der Streifen auch ständig gelöst oder das Holz hat sich beim Vorschub an einem der Klebestreifen verfangen.

    Erschwerend kam hinzu, dass sogar die recht kleinen Baubuche-Platten beim Abholen bereits eine leichte Schüsselung hatten. Es sind zwar Mehrschichtplatten aus Furnierlagen, es bleibt aber Vollholz. Und das arbeitet. Ich empfehle die Platten nur für kleinere Boxen zu verwenden und auch nur, wenn alle Platten quer zur Furnierlagenrichtung gleichmäßig arbeiten können und sich nicht gegenseitig absperren. Längs zur Furnierlage ist es weniger ein Problem, da schwindet/quillt das Holz normal unter 1%. Quer aber 5-10%.

    Etwas genervt habe ich die Sägerei zu Ende gebracht und dabei eine Menge Dreiecksleisten produziert.

    C51 Doku 06

    Beim Verleimen des ersten Gehäuses offenbarten sich die Ungenauigkeiten meiner gestrigen Arbeit. Die Gehrungswinkel sind nicht sauber, die Kanten nicht immer fluchtgerecht und auch die erstellten Plattenabmessungen leicht unterschiedlich. Es wird einiges an Nachbearbeitung benötigen, damit die Optik zufriedenstellend wird.

    C51 Doku 06

    Da es aber „nur“ um die Gehrungsfugen geht, bin ich zuversichtlich.
    Aber erstmal müssen alle Kisten fertig verleimt werden.

    Grüße, Jo

  • #29357

    derFiend

    Das Material gefällt mir schon extrem gut. Mal sehen ob ich das hier irgendwo bekommen kann 😉

  • #29360

    Markus_oesi

    Wirklich coole Idee. Das Material könnte auch meiner Regierung gefallen 😀

    Zu deinen Erfahrungen beim Zuschneiden möchte ich auch noch etwas sagen. Ich bitte, meine Anmerkungen aber nicht falsch zu verstehen (Klugscheißer…)!

    Der Winkel deiner Säge sollte sich einstellen lassen. Mir ist bis jetzt noch keine Säge untergekommen die nicht irgendwo eine Einstellmöglichkeit bietet. Bei den meisten Sägen gibt es irgendwo eine Anschlagschraube bzw einen “Nippel” für 90 und 45 Grad. Sollte es diese nicht geben, “muss” es irgendwo einen anderen Anschlag geben (sonst würde sie ja weiter schwenkbar sein) der mittels Feile oder ähnlichem auch “eingestellt” werden kann. Ist natürlich möglich, dass man(n) 1 bis 2 schrauben entfernen muss um dran zu kommen 🙂

    Deine Säge hat den Parallelanschlag auf der linken Seite, was für Gärung schneiden ungünstig ist. Erstens besteht so die Gefahr, dass die Platte verkantet und dadurch einen Schnittfehler produziert, und zum anderen ist ja die “spitze” Seite, die sichtbare (in unserem Fall), welche dadurch sehr unschön wird, da das Sägeblatt diese nach unten ausreißen wird. Zudem kommt noch, das sich die Säge selbst etwas nach oben heben wird. Die meisten billigen Sägen haben etwas Spiel, und dadurch ändert sich dann auch die Breite bzw. der Winkel über den Schnitt. Das hängt halt von der Aufhängung der Säge ab. Wenn von der anderen Seite geschnitten wird, wird Druck nach unten ausgeübt, welcher unkritischer ist zumal ja die Schwerkraft diese Position schon “vorgeschlagen” hat 😀
    Das vierte Problem ist, der von dir erwähnte Anschlag passt eigentlich nicht. Die spitze Seite vom Brett sollte wie dir aufgefallen ist nicht unten sein (verursacht verkanten/Ungenauigkeit…) Würde der Anschlag auf der anderen Seite sein, hättest du diese Probleme nicht (spitze Seite ist dann oben…) Vielleicht kannst ja für das nächste mal einen Anschlag einfach mit Schraubzwingen befestigen? Würde nämlich auch nicht schaden wenn er etwas länger wäre.

    Auch sehr hilfreich ist, alle Teile mit gleicher breite auf einmal (natürlich hintereinander) zu schneiden. Sollte helfen dass die Deckel dann besser passen…

    Bin gespannt wie es weiter geht!

    LG
    Markus

  • #29362

    JoKa

    Hallo Markus,

    vorweg: das ist alles komplett richtig, was Du schreibst !!

    Mit dem nicht-vorhandenen 45°-Winkel hadere ich inzwischen auch. Das Drehrad, mit dem man die Höhe des Blattes justiert, lässt sich in der vorhandenen Bogenlochung nach rechts bis zum Ende der Lochung schwenken, dann ist Schluss und zwar leider kurz bevor die 45° erreicht sind. Man sieht es ganz gut auf dem Foto unten rechts. Bislang habe ich vergeblich nach einer Möglichkeit gesucht, dies auszutricksen. Vielleicht stelle ich die Säge mal kopfüber und checke dann sämtliche Schräubchen und Nipsel, möglicherweise habe ich ja irgend etwas übersehen.

    Auch wäre der Parallelanschlag rechts vom Sägeblatt besser gewesen, volle Zustimmung. Warum ich das nicht gemacht habe? Ganz simpel: Die Anschlagschiene vorne am Tisch (an der der Parallelanschlag fixiert wird) hätte ich dafür auf die rechte Tischseite montieren müssen. Für die Befestigungsmuttern war ein 10er Maulschlüssel notwendig, der auf dem gesamten Vereinsgelände aber nicht aufzutreiben war. Auf eine 1-stündige Hin- und Rückfahrt nach Hause, um einen 10er zu holen, hatte ich keine Lust. Wird schon klappen, dachte ich, schön langsam vorschieben und eine Erhebung am Anschlag brauchte ich ohnehin und wollte halt loslegen … Im Nachhinein kam mir der Gedanke, dass ein Baumarkt ja nicht weit gewesen wäre … Dadurch hätte ich auch den Kardinalsfehler vermeiden können, nämlich dass das Sägeblatt auf der Sichtfläche das Holz ausreißen kann (was auch teilweise passiert ist).

    Da der Parallelanschlag nur vorne befestigt ist, schiebt er sich auch noch hinten/oben geringfügig zur Seite, wenn man beim Vorschub zu viel Druck ausübt. Die Idee mit der zusätzlichen Schraubzwinge (auch zur Minimierung der Fuge zum Tisch) hatte ich auch, aber die Tiefe aller verfügbaren Zwingen reichte nicht bis zum Anschlag. Ich hätte eine Leiste drüberlegen und jeweils am Rand verzwingen können …
    Es hätte sich sicher auch ausgezahlt, wenn ich das billige Flachzahn-Sägeblatt mal gegen Wechselzahn ausgetauscht hätte.

    Hätte, hätte …

    Naja, Fehler sind auch dazu da, gemacht zu werden, um daraus zu lernen. Dazu gehört auch die Tatsache, dass billiges Werkzeug i.d.R. selten optimale Ergebnisse liefert. Das schließt übrigens auch den zur Kreissäge gehörigen Schlitten ein, der oben rechts auf dem Foto zu sehen ist und aufgrund des doch spürbaren Spiels in der Führungsschiene die Holzplatten beim Vorschub durchaus 2-3 mm nach re/li verschieben vermag. Kaum zu gebrauchen, das Ding. Höchstens für den Zuschnitt von Holzplättchen für den Weichenaufbau.

    Die Nachbearbeitung wird nun etwas aufwändiger, aber das habe ich mir selbst eingebrockt.

    Bis demnächst,

    Jo

  • #29363

    derFiend

    Kannst Du schon eine Einschätzung abgeben wie gut das Material zu fräsen ist?

  • #29364

    JoKa

    Das Material ist sehr fest und hat eine sehr schön glatte Oberfläche. Ich verwende es für Boden, Deckel und die Seiten. Front kommt von Udo (Birke Multiplex), Rückwand mache ich ebenfalls in Multiplex. Das hat den angenehmen Nebeneffekt, dass bei allen sechs Platten die Furnierlagen in der gleicher Richtung liegen werden und nichts um 90° versetzt verleimt wird.

    Ich werde also nicht fräsen, vermute aber, dass Fräsungen mindestens so gut werden wie in Multiplex.

    Bei der Verarbeitung fühlt es sich an wie Vollholz, macht aber weniger Ausrisse als Vollholz.

    Die Schnittkanten sind auf jeden Fall i.O. (trotz des billigen Sägeblattes).

  • #29365

    derFiend

    Danke. Ich denke darüber nach nur die Seiten in Baubuche zu machen. Mir gefällt die Optik des Materials sehr. Hab da allerdings noch eine Idee, bei der Fräsungen nötig wären, daher die Frage 😉

  • #29367

    KTM-Tod

    Hallo die Herren,

    nach meiner Erfahrung reagiert Baubuche quer zur Lamelle sehr empfindlich auf das Bünding- bzw. Kantenfräsen.
    Hier immer mit einer Opferleiste beim Ein- und Ausfahren arbeiten.

    Gruß Torsten

    Baubuche Bündigfräsen

  • #29401

    JoKa

    Ein paar Fotos von den vier bisher verleimten Kisten. Noch ohne Fronten und Rückwände.

    C51 Doku 07

    Den deutlichsten Versprung sieht man auf dem nächsten Foto. Ergebnis der oben beschriebenen Nachlässigkeiten beim Sägen. Die Ecke kommt auf die Rückseite und nach unten, und wenn die verbleibende Fuge mit Wachskitt verschlossen und beigeschliffen ist, sieht man es wahrscheinlich gar nicht.

    C51 Doku 08

    Insgesamt ist das Ergebnis noch ok.

    C51 Doku 09

  • #29506

    JoKa

    Noch ein Foto von einer Box mit (lose eingelegter) Front.
    Die braunen Flecken an der Kante sind Reste vom Paketklebeband und verschwinden nach dem Schleifen. Vorher muss ich in die Rückwände noch die Löcher für BR-Rohr und Terminal machen. Anschließend wird alles verleimt.

    C51 Doku 10

  • #29585

    Raupi

    Hallo Jo !
    Meine Güte … da bist du ja gerade ordentlich in Eckchen (Action!).
    Weiterhin gutes Gelingen !
    (Ich wünschte mir , ich hätte auch endlich wieder den nötigen Antrieb ein Projekt zu starten und dann zügig fertig zu bringen).
    Bis vielleicht bald mal wieder.
    G
    Viele Grüße , Detlef

    • #29587

      JoKa

      Hi Detlef,

      danke für die guten Wünsche.
      Es geht alles etwas langsamer, wenn man jedes Teil 4x machen muss. Aber es geht voran und macht Spass!

      Grüße, Jo

  • #29586

    JoKa

    Die Weichen habe ich am Wochenende auf Holzbrettchen montiert und dabei ausschließlich nur lösbare kraftschlüssige Verbindungen gemacht. Mit 7 Lüsterklemmen und 7 Kabelbindern je Stück. Ich bin mir einfach nicht sicher, ob ich die nicht noch mal auseinandernehme, falls eins der beiden Paare ein Upgrade bekommen sollte. Möglichkeiten dazu gibt es ja inzwischen so einige.

    C51 Doku 11

  • #29724

    JoKa

    Die vier Kisten sind verleimt und seit gestern mit 120er-Papier vorgeschliffen.
    Dadurch wurden ein paar Stellen sichtbar, die noch mit Wachskitt zu schließen waren.

    Jetzt stehen sie da – und ich bin etwas unschlüssig.

    C51 Doku 12

    Die Gehrungen sind nach dem Schleifen ganz ok, dafür dass ich ziemlichen Murks gesägt habe.

    C51 Doku 13

    Eigentlich lasse ich Multiplex in der Regel unbehandelt und unversiegelt. Die Baubuche-Flächen würde ich dennoch ruhig ein wenig “anfeuern” wollen.
    Und mach mir Sorgen um die Front, die gerne so hell bleiben darf. Gerade bei Birke habe ich nach Ölungen und Versiegelungen oft (für mich unschöne) Gelb-Verfärbungen gesehen.

    Hätte jemand eine Birke-Definitiv-ohne-Gelbstich-Versiegelungs-Empfehlung?

    Grüße, Jo

  • #29725

    michael gebel

    Nur Klarlack auf Wasserbau verwenden für die Fronten.

  • #29730

    Monti

    Hi Jo,

    sind schick geworden! Vielleicht Osmo mit weißen Pigmenten? Wie es mit dem klaren Osmo aussieht kennst du ja von meiner Duetta.

    Ciao
    Chris

  • #29732

    JoKa

    Hallo Michael,

    Klarlack auf Wasserbasis werde ich testen, bisher habe ich nur lösemittelhaltige Lacke verwendet, das letzte Mal 2015 bei den LS in meinem Avatar. Vorsichtshalber mache ich ein Probestück.

    Hallo Chris,

    Osmo mit weißen Pigmenten hatte ich bei der Linie44 verwendet. Wie sich der auf Birkefurnier macht, probiere ich auch aus, wenn ich die Dose noch finde. Mein Bauchgefühl sagt mir aber, es wird kein Wachs oder Öl.

    Grüße, Jo

  • #30018

    JoKa

    Gestern habe ich Acryllack und Osmo-Öl auf zwei Reststücken Baubuche und Birke probeweise aufgerollt. Auf dem Foto ist links der Acryllack bzw. Klarlack (auf Wasserbasis), rechts das Osmo-Öl (mit weißen Farbpigmenten) und in der Mitte ein Stück unbehandeltes Holz.

    C51 Doku 14

    Der Lack ist ruckzuck in wenigen Minuten trocken, da darf man nicht lange rumhampeln. Er zieht im Ergebnis optisch aber besser ein als das Öl und kräftigt sehr schön und dezent die Holzoberfläche. Das Öl liegt eher wie eine Fremdschicht auf dem Holz, das wirkt deutlich weniger natürlich, mag aber auch zum Teil an dem Weißschleier liegen.

    Wenn ich am Wochenende die Gehäuse lackiert bekomme, kann ich nächste Woche endlich montieren und hören. Auch nach dem 10ten Paar Boxen ist immer wieder eine schöne kleine Vorfreude 🙂

    Grüße, Jo

  • #30019

    Udo Wohlgemuth
    Keymaster

    Hallo Jo,

    das verlierst du auch nach der zehn- oder gar hundertfachen Boxenmenge nicht 😉

    Gruß Udo

  • #30142

    JoKa

    Du hast natürlich recht, Udo, darum habe ich mich auch beeilt und heute alle vier Stück in Betrieb genommen 🙂 Die Acryllack-Empfehlung war super, danke Michael. Man sieht auf dem Foto kaum einen Unterschied: Die linke Box ist 2x lackiert, die rechte unversiegelt. Die Fotos sind nicht gut, Handy halt, real ist der Unterschied einiges deutlicher, aber ich kann Klarlack auf Wasserbasis wirklich empfehlen, alle Öle die bisher verwendete, haben die Oberfläche um einiges deutlicher intensiviert und (für mich eher unschön) verdunkelt.

    C51 Doku 15

    Das zweite Paar ist nicht lackiert (und dennoch montiert), weil ich es behalte und erst mal beobachten möchte, ob und wie sich die Oberflächen verändern. Zum ersten Mal habe ich keine Tropfen Lötzinn verwendet, die Chassis und das Terminal sind nur mit Kabelschuhen angeklemmt/aufgesteckt, man könnte also alles unbeschädigt wieder in seine Einzelteile zerlegen. Jetzt stehen sie erstmal neben dem Fernseher und sollen für guten Ton bei Spielfilmen sorgen.

    C51 Doku 16

    Da dies eher selten vorkommen wird, bin ich nicht sicher, wie lange das so bleibt, denn nach dem ersten Hörtest verdienen sie spontan aus zwei Gründen eher eine Stereoanlage: Die Musik löst sich perfekt von den Boxen, die (jedenfalls bei Malia und Holly Cole) als Schallquelle für mich kaum ortbar sind und spielen einen sehr sehr feinen glasklaren Sound, Eton-typisch, im Hochton analytisch, fast etwas hart, aber das wird sich sicher noch relativieren mit etwas (Einspiel-)Zeit.

    Ich bin gespannt auf die Reaktion des Freundes, der die Tage das (lackierte) zweite Paar bekommt – für seine Stereoanlage. Ich denke, da sind sie besser aufgehoben, als bei mir neben dem Flachbildschirm.

    Ich werde sicherlich noch mal berichten.

    Grüße, Jo

    • #30427

      Raupi

      Hallo Jo ! Schöne Teile hast du da fertig gestellt. Glückwunsch und viel Freude beim Hören (wobei ich ja denke, dass du im täglichen Gebrauch doch wohl eher die Linie laufen lässt).
      Hast du einen neuen CD-/SACD- oder Multi-Player da stehen (was für ein Marantz ist das ?)

      Hinsichtlich des Klarlacks … ich weiß zwar nicht , wie du den Truppe findest, aber schau dir vielleicht mal dieses Video (ab ca. 3:00) an
      https://www.youtube.com/watch?v=-bLrOw7HmaM

      Auch an Chris…
      Habt Ihr schon einen Termin für einen Hörvergleich verabredet? Darf ich evtl. dabei sein?

      Wünsche einen schönen restlichen Sonntag !

      Viele Grüße, Raupi

      • #30460

        JoKa

        Hallo Raupi,

         

        Danke. Der Player ist ein ordinärer Marantz CD5005, für ca. 250€ neu. Für WLAN-Streaming steht darunter hinter der Schranktür ein Raumfeld Connector, neben anderen temporären Geräten, Umschaltern und dem ganzen Kabelgedöns.

         

        Der Bastel-Wastel erklärt in dem Video auch den Tip von Michael: Für möglichst dezente Lackierung ohne deutliche Anfeuerung und Verdunklung des Holzes nimmt man am besten wasserlöslichen Acryl-Lack und keine Öle, Wachse oder Alcydharzlacke mit Lösungsmitteln. Hat sich für mich bestätigt und würde ich jederzeit wieder so machen.

         

        Irgendwann fahre ich sicher mal zu Chris und stelle die C51 neben seine Duetta Top – und sage Dir rechtzeitig Bescheid vorher 🙂

         

        Grüße, Jo

      • #30461

        Monti

        Moin,

        ob ich die C85 noch mal bekomme, weiß ich nicht, kann aber nachfragen, wenn‘s konkreter wird.

        Ciao
        Chris

  • #30145

    derFiend

    Sieht wirklich klasse aus! Ist dir ein echt schönes Projekt gelungen, ich gratuliere 😉

  • #30146

    JoKa

    Merci 🙂

    Nach dem Kreissäge-Desaster war ich fast etwas verzweifelt, aber man bekommt doch vieles mit Wachskitt und Schleifpapier repariert.

  • #30154

    Monti

    Hi Jo,

    die sind wirklich sehr schön geworden, ich freue mich auf die Hörprobe! 🙂

    Ich baue gerade mit dem Sohn von Freunden eine C85 für den jungen Mann und kommendes WE werden wir die finale Bestückung machen. Ich spreche mal mit ihm, ob er bereit ist die guten Stücke für eine Hörsession zur Verfügung zu stellen…

    Ciao
    Chris

    • #30210

      Andi

      @Monti magst du ein paar Bilder von der C85 in die Gallerie setzen? Die C85 ist da noch etwas schwach vertretten.
      Ich hader gerade noch mit mir ob ich die Schlanke C52 bauen soll oder die C85 und lass mich da gern von euren Bauten inspirieren.

      • #30419

        Monti

        Hi Andi,

        der junge Mann fand den Design-Vorschlag von Udo ganz schick und so haben wir das 1:1 nachgebaut.

        Die Rohgehäuse in meinem Keller:

        Und dann musste nach der Endmontage meine Duetta natürlich Platz machen:

        Ich hab ihm auch noch gesagt, dass er einen Baubericht schreiben soll…

        Ciao
        Chris

  • #30165

    Gipsohr

    Hallo Jo,

    ich lese die ganze Zeit mit und finde deine Boxen extrem gelungen – TOP!

    Die nächste Woche darf ich die SB36-Gehäuse, ebenfalls auf Gehrung gesägt, probieren – bin mal gespannt wie das bei mir zum ersten mal klappt…

    Grüße Achim

  • #30197

    JoKa

    Danke für Eure Kommentare!

    Für die C85 würde ich gerne vorbeikommen, Chris. Ein 8-Zöller rundet den Klang ja erst richtig nach unten ab. Wenn ich von der C51 mal auf die L44 umschalte, das sind schon noch Welten.

    Achim, ich drücke die Daumen, dass Dir die Gehrungsschnitte einiges besser gelingen.

    Grüße

  • #30198

    michael gebel

    Schön ,das du meinen tippen angewandt hast.Die Oberfläche dunkelt auch nach Monaten nicht nach. Ich habe mein Rache auch so behandelt und nach über 2 Jahren sehe ich kaum einen Unterschied zwischen lackiert oder roh.
    Ein Tipp für Wachs oder Ausbesserung sind von Clou holzwachs in verschiedenen holzartfarben,die auch nicht den Nachteil haben schlecht Beize oder Öle oder Klarlack anzunehmen.
    Hab schon lange nicht mehr so schöne Gehäuse gesehen. Du hast meinen allergrößten Respekt, aber das weiss man ja.Wenn die auch dann so klingen wie sie ausschauen,dann ist das ganz grosses Kino.
    Beeindruckende Grüsse micha

  • #30201

    JoKa

    Hallo Micha,

    ja, diese Baubuche-Platten machen ein schönes Finish. Und den Clou-Wachskitt verwende ich auch schon lange. Der hält in noch so kleinen Ritzen, schrumpft nicht, einfach sehr geniales Ausbesserungsmaterial. Man kauft und bezahlt deutlich mehr, als man braucht, aber es lohnt sich.

    Grüße,Jo

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