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Welche Netzwerkleitung für zuhause?

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    • #52844
      Alechs

      Hallo Leute

      Ich bräuchte eure Hilfe. Ich möchte Netzwerkleitungen im Haus verlegen. Sie sollten am besten nicht zu dick sein, damit ich sie hinter Türrahmen etc. verlegen kann. Welche Schirmung brauche ich?
      Die orangenen Cat7 sehen recht dick aus. Vielleicht dünnere kaufen? Und brauche ich flexible Litzen? Für die Netzwerkdosen uninteressant, aber falls ich eine Leitung mit RJ45 Stecker anfertigen will..
      Wie lang die Leitungen werden kann ich noch nicht sagen. Ich denke nicht mehr als 30m.

      Alex

    • #52847
      Vadder
      Verwalter

      Moin,

      siehe hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Ethernet#Kabel

      Bei mir zu Hause läuft Gigabitnetz problemlos mir 5e. Und Strippen mit Stecker solltest du besser konfektioniert kaufen statt selbst zu crimpen.

      Gruß vom Vadder

    • #52858
      Rolf

      Es gibt auch dünne Cat7, ich hab mir beim bekannten Online-Versand welche bestellt, 8m konfektioniert, die gibt es auch länger. Mit Suchen nach „Cat 7 dünn“ oder „flach“ müsstest du weiter kommen. Ich stimme Vadder aber zu, 5e o.ä. reicht bei deiner Länge eigentlich aus.
      Grüße, Rolf

    • #52859
      Kosh

      Hallo,

      die orangenen Kabel sind ja auch Verlegekabel und eigentlich crimpt man die nicht (Stichwort Litze Vollkupfer). Die Verlegekabel kommen z.B. auf ein Patchpanel, Netzwerkdose oder BTR-Modul und von da geht es dann per Patchkabel weiter.
      Wenn du beim Crimpen/Auflegen Fehler machst, kommt am Ende halt Müll an. Die Musik verliert dann nicht an fluffigkeit sondern du verlierst die Verbindung. ^^

      Wenn du nur 1-2 Kabel durch die Wohnung legen willst, geht das am besten (wie Vadder schon schrieb) mit einem langen Patchkabel (Cat.6 S/FTP oder billiger Cat.5e). Wenn du mehr als ein Endgerät hast, packst du halt nen billigen 20€  Sw itch ans Ende. Cat.7 bringt dir im privaten Umfeld an sich keine Vorteile und kostet dazu noch ca. 30% mehr.

      VG
      Kosh

       

      PS: das Wort Sw-itch richtig geschrieben wird geblockt und ich kann die Antwort nicht abschicken 😉

    • #52865
      Alechs

      Also es liegen vom HWR Leitungen in verschiedene Zimmer. Vielleicht reichen diese doch? Ich kann nicht sagen, welches es genau ist. Hat 8 Adern, welche aber nicht verdrillt sind, Plastikschirmung, Kupferdraht drumherum und dann eine „normale“ Alufolienschirmung.
      Auf dem Kabel steht „5000-5 SFTP 4x2xAWG 24

      Und ich versteh die Geschwindigkeitsangaben nicht. Worauf bezieht sich 1000BASE-T? Auf die DSL Geschwindigkeit, oder die des internen Netzwerks?
      Ich habe vorhin eine 40GB Datei vom PC mit einem Patchkabel zur Synology DS218play mit 112MBs verschoben. Kann die Übertragung mit einem anderen Kabel verbessern? Das ist nicht schnell oder? 😀

      • #52873
        Kosh

        Das ist ein Cat.5 Kabel und die Paare müssten eigentlich auch verdreht sein. Sollte an sich passen.

        1000BASE-T sagt dir, dass dein Netzwerk 1GBit übertragen kann. In der Theorie 125mb/s und in der Praxis dann max. 117mb/s. Ein anders Kabel bringt dir da nix, da deine Endgeräte auch nicht mehr können.

    • #52870
      Sparky

      N’Abend Kosh

      PS: das Wort Sw-itch richtig geschrieben wird geblockt und ich kann die Antwort nicht abschicken 😉

      Habe vorhin was versucht hierzu zu verfassen, es wurde abgelehnt… Faszinierend!, würde Spock jetzt sagen. Ich lass mir von Rechnern selten sagen was ich kann und was nicht, im Zweifel geh ich weg und sage l**k m**h da, wo die Sonne nicht hineinscheint 😀
      – Da jetzt das „Gerät, welches die Kommunikation im Netzwerk verteilt“ (hier englische Bezeichnung einfügen) zu verdächtigen, wär ich nie drauf gekommen….

       

      – Deine Antwort deckt sich aber mit der Meinen größtenteils, daher habe ich nicht mehr viel zu sagen.
      Schnellfazit: Heute zur Miete in Industriegebäude, Cat7 bereits vorhanden, nur noch eigenen Managed-*Gerät, was nicht genannt werden darf* gesetzt und gut. Vorher, in der Mietskaserne, aber auch schon 30m Cat5E unter den Fußbodenleisten vom Router zum Rechner vernagelt, alles gut.

       

      …Netzwerkkabel aufgelegt (die orangenen) und gecrimpt (flexibel) habe ich in der Lehre. Ist nicht mal eben und man braucht passendes Werkzeug. Und am besten nen Netzwerktester, um dann hinterher die Böcke zu finden. Für „mal eben“ Netzwerk machen ist also vorkonfektioniert einfacher

       

      Gruß,
      -Sparky

      • #52878
        Vadder
        Verwalter

        Switch, Core-Switch… Switch

        Nur mal so als Test vom Vadder

    • #52879
      HortusNanum

      Hallo zusammen,

      ich habe das Thema bei mir gerade durch daher mal mein Senf dazu: Wenn man wegen Neubau oder Sanierung die Wände eh gerade offen hat, sollte man meiner Meinung nach überall Cat7 verlegen. Ich habe bei mir eine Cat7-Duplexleitung in jedes Zimmer und auf den Dachboden gelegt. Die sind etwas steifer als Cat5 oder 6, lassen sich aber problemlos durch ein 25er Leerrohr ziehen. Schutzrohre sind bei solchen Leitungen bei Im/Unterputzverlegung übrigens zwingend vorgeschrieben.
      Die Leitungen laufen im Heizungskeller an einem Patchfeld zusammen, an das ein Gigabit-Sw*itch angepatcht ist. Die Dosen in den Zimmern sind Cat6, wenn ich also auf 10GBit umstellen will, muss ich so nur den zentralen Swi*tch austauschen. Die Patcherei war übrigens halb so wild. Das Auflegewerkzeug kostet bei Amazon nur ein paar Euro und der passende Durchgangstester ist auch gleich dabei.
      Preislich macht der Unterschied zwischen Cat5 und Cat7 bei 100m-Rollen vielleicht 30 Euro aus, also kein Grund hier am falschen Ende zu sparen.

      Natürlich kann man sagen dass Cat5 (Gigabit) auf absehbare Zeit noch reichen wird. 10GBit Hardware (Cat6) ist momentan auch noch ziemlich teuer. Cat7 ginge theoretisch sogar bis 20GBit, einige Kabel sogar bis 40GBit. Allerdings baue ich ein Haus nicht für 5 Jahre, sondern eher für 40. Man muss sich nur anschauen wie sich das in den letzten 20 Jahren entwickelt hat: 2000 hatten wir Internetanschlüsse mit 64 (ISDN) oder seltener 768kBit (T-DSL). Im Lan wurde weitgehend noch 10BaseT (10MBit) verlegt.  Heute reicht 100BaseT nur noch knapp für Netflix in 4k und der erste Streamingdienst, der auch 8k-Material anbietet ist nur eine Frage der Zeit.

      Ich denke, dass die 10GBit-Technik in den nächsten 5 Jahren auch Einzug in Privathaushalte halten wird. Neuere WLAN-Standards, die schnellere Datenübertragungsraten und geringere Latenzen erlauben, benötigen immer höhere Frequenzen. Damit dringt man prinzipbedingt aber schlechter durchs Mauerwerk und die Reichweite der Funksignale sinkt. Vorteilhaft ist aber, dass sich so weniger Funkzellen überlappen, da das Funksignal ja an den Wänden endet, was ebenfalls der Bandbreite zugute kommt. Wenn der Nachbar nämlich auf dem selben Kanal funkt, stören sich die WLAN-Netze gegenseiting was negative Auswirkungen auf den Durchsatz hat.
      Also wird man wohl mittelfristig einen Accesspoint in jedem Raum aufstellen müssen. Nur der will ja auch mit Daten versorgt werden und dazu braucht es dann wieder ein schnelles Kabel.

      Soviel zur Neuverkabelung. Wenn man eine (Miet)Wohnung nur temporär verkabeln oder die Wände nicht aufstemmen will, würde ich dafür Patchkabel in entsprechender Länge nehmen und diese z.B. in Fußleisten verstecken. Aber auch da sind die normalen runden Cat6 nur geringfügig dicker als Cat5. Wenn wenig Platz ist, gibt es auch Flachleitungen in Cat6.

      Viele Grüße und einen guten Rutsch,
      Roland

    • #52954
      nicolas

      Ich würde auch in Richtung von 10GBit schauen. Ein 4k-Film kann hier schon mal die 1GBit-Leitung auslasten und wenn man dann bedenkt, dass 8k in den Startlöchern steht und so die nötige Bandbreite mindestens verdoppelt, ist das unumgänglich.

       

      • #52978
        Kosh

        Hat eine 4k BluRay nicht max 100Mbit Bitrate? Über Streamingdienste brauchen wir gar nicht reden, die liegen bei 4k unter 20Mbit. ^^

        • #53007
          HortusNanum

          Das Problem ist nicht die maximale Datenrate, das Problem sind oft durch Netzwerklatenzen oder Paketkollisionen verursachte Einbrüche in der Datenrate. So ein Netzwerkpaket ist selten allein unterwegs und so genannte „SOHO“-Hardware hat oft Probleme, mehrere Datenströme parallel zu managen. Dazu sind die Chips in den Routern oder Swi*tches zu schwachbrüstig. Es gibt schon Gründe, warum ein Netzwerkswi*tch in einem Rechenzentrum anders aussieht und anderes Geld kostet als der von MediaMarkt.
          Ich habe Anno Tobak mal versucht DVBs-Transponder (max. 15MBit/s) über ein 100MBit-Netzwerk zu streamen. Das ging sauber in die Hose. Ohne massives Puffern auf Empfängerseite gab es alle paar Sekunden Abbrüche. Und das nur bei einem Empfänger. Jetzt stelle man sich vor, die ganze Familie will per Sat2IP Sender auf unterschiedlichen Transpondern sehen. Im Gigabit-Netzwerk ging es dann problemlos – obwohl es nominell nur ein sechstel der verfügbaren Bandbreite ging. Das Einzige was besser ist als viel Bandbreite ist noch mehr Bandbreite.

          P.S. Swi*tch kann man immer noch nicht richtig schreiben.

        • #53009
          Vadder
          Verwalter

          Switch

          Hmmm…ich schon…bin ratlos

          Vadder

        • #53012
          HortusNanum

          Vielleicht lässt Dir die Software mehr durchgehen weil Du Herr und Verwalter bist? Wer setzt solche Worte wie „Swi*tch“ überhaupt auf eine Blacklist für Schweinkram?

        • #53013
          Vadder
          Verwalter

          Das ist für die Leute mit den Vertippern falls „Sw“ statt „B“ benutzt wird 🙂

          So, jetzt ohne Blödsinn. Versuch’s nochmal.

          Gruß Vadder

        • #53022
          HortusNanum

          Switch Switch Switch 🙂

    • #53016
      Jürgen

      Switch

    • #53017
      Jürgen

      Geht doch.

    • #53018
      dirk

      Hi zusammen,

      dann will ich auch mal.

      Zur Situation : Von der Fritzbox zum Streamer an der Anlage sind es ca. 25m  LAN Kabellänge. W-LAN schied aus da es zu oft Abbrüche gab. Auch das oftumworbene Lan über Steckdose D-LAN brachte kein stabiles Signal oder oft zu wenig Bandbreite.

      Jetzt ist es so das das LAN Kabel aber schlechter Klingt als über W-LAN.

       

      Was habe ich gemacht? Lichtwellenleiter mit entsprechenden Konvertern von LAN auf LWL mit entsprechenden SFP ( Wandler ) Modulen. So gibt es sehr kurze LAN Verbindungen und dem LWL ist es egal ob 25m oder 100m  überwunden werden müssen.

      Übertragungsraten von 10G sind theoretisch möglich. Galvanische Entkopplung gibt es gratis dazu.

      Das ganze kostet unter 100€.

      Und wie klingt es…ganz fantastisch!

      Just my 2 cents…

       

      Dirk

      • #53021
        Sparky

        N’Abend Dirk,

        ein vernünftiger RJ45 Port ist über interne Übertrager ebenfalls galvanisch getrennt – jedoch nicht der Schirm.

        Daher gibt es ja mittlerweile Empfehlungen / Richtlinien für die „EMV-gerechte Elektroinstallation“, gerade für Gebäude mit IT, in der nur EINE Potentialausgleichsschiene vorhanden ist und nicht überall verstreut, am „besten“ noch kombiniert mit diversen Wechseln von TN-C zu TN-S Netzen innerhalb des Gebäudes.

        Nur halt eher selten privat, noch seltener im Mehrparteienhaus und erst recht nicht beim Altbestand.
        Kupfer kostet Geld…

        Wenn dann der Streamer keine Trennung hat zwischen digitaler und Audiomasse, erdet man nicht selten die Audiomasse über den Schirm des Netzwerkkabels. Mit „Glück“ fängt man sich dann schönes Signalrauschen oder ne Brummschleife ein.

        Meine Lösung: (Hatte auch mal solche Probleme): Das billigste Netzwerkkabel genommen, was ich im Schoss gefunden habe, ohne geschirmten Stecker. Gibt es gratis als Beipack zu jedem Router 😉

        Ist ja nur ein kurzer Weg von der Dose zum Vorverstärker….

        LWL ist natürlich perfekt, um auch große Strecken zu überbrücken und absolut frei von jeglichen EMV-Problemen zu sein.

        Will damit nur sagen, auch ein „Kupfernetz“ kann problemlos funktionieren, dazu muss aber die Infrastruktur des Gebäudes, sowohl LAN, als auch Stromversorgung, unter entsprechenden Gesichtspunkten installiert werden. Das erfordert aber entsprechend geschulte Planer und Installateure und ich behaupte hier jetzt mal sehr dreist, dass selbst bei privaten Neubauten viele Handwerksbetriebe noch nicht entsprechend geschult sind oder die Richtlinien nicht umsetzen um wettbewerbsfähig zu sein. Denn der Privatkunde, der „einfach nur Licht haben will“ im Zimmer, wird wohl kaum den Mehrpreis zahlen wollen für eine Elektroinstallation, die weitgehend den aktuellen Richtlinien entspricht. Klar, Personenschutz ist indiskutabel. Aber EMV? Ist für den „Normalanwender“ völlig uninteressant und auch nicht von Nutzen. Auch im Audio-Bereich greifen ja die „Meisten“ auf Multiroom-WLAN-Streamer im Joghurtbecher-Lautsprecher zurück. Reicht für Bravohits 😉

        Gruß,
        -Sparky

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