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Zuspieler für Bluesklasse

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Dieses Thema enthält 11 Antworten und 7 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  waterdrinkingman vor 2 Monate, 1 Woche.

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  • #37307

    Denis

    Hallo zusammen,

    nachdem die Chorus 51 ACL nun laufen, stellt sich relativ schnell die Frage nach dem geeigneten Zuspieler. Aktuell nutze ich einen PC mit Onboard-Soundkarte an meinem alten Denon PMA-480R Stereoverstärker. Der PC sollte als Zuspieler bleiben, ggf. käme auch ein Raspberry Pi als Alternative in Frage.

    Bei der Suche nach einem DAC bin ich hier auf verschiedene umfangreiche Threads zu Netzwerkplayer, Netzteilen und der Suche nach dem besten Klang gestoßen, welche sehr informativ sind, aber immer noch viele Fragen aufwerfen. Zum anderen sind die Beiträge schon >1 Jahr alt, ggf. hat sich in Bezug auf die DAC-Chips ja vielleicht etwas signifikantes in der Zwischenzeit getan.

    Folgende Optionen habe ich hier und an anderen Stellen bisher im Bereich ~150 € gefunden:

    • Cambridge Audio DacMagic 100
    • Anderer (neuerer? höherwertigerer?) DAC direkt aus China, z.B. mit AK4490 oder AK4495
    • RPI + Hifiberry DAC+ Pro + gefiltertes lineares Netzteil (Stichwort “Ström” von Tomanek)
    • RPI + Kali I2S Reclocker + Piano 2.1
    • Teufel Connector (aber scheint mir als DAC nicht unbedingt besser geeignet zu sein)

    Dazu habe ich ein paar Fragen:

    • Bringt der DacMagic 100 bereits von Haus aus eine gute/bessere Qualität als ein RPI/DAC+ Pro/Ström oder sollte man für den DacMagic (und auch die anderen externen DACs) zusätzlich ein Netzteil à la Ström einplanen?
    • DacMagic oder lieber einen DAC mit AK449x?
    • Kennt jemand den Kali I2S Reclocker? Angeblich soll der ein “sauberes Signal” liefern, aber wenn ich das richtig verstehe, hat das nichts mit der Spannungsversorgung zu tun? Wäre das ggf. auch ohne zusätzliches Netzteil eine Alternative für sehr gute Qualität?
    • Sind die DACs aus China eine ernsthafte Alternative, also mal plump pauschal gesagt? Es soll ja nicht nur um den einen verwendeten DAC-Chip gehen, sondern um alle Teile auf dem Board, was wiederum schwer bis gar nicht zu beurteilen ist.
    • Gibt es außer dem Ström aus Polen noch andere empfehlenswerte Netzteile, die bereits fertig sind (also keine Meanwell-Industrienetzteile oder andere DIY-Lösungen)? Immerhin ist der Preis von Ström mittlerweile um 25% gestiegen (inkl. Versand wohl um die 110 €).
    • Welche Alternative oder auch andere Optionen würdet ihr bevorzugen, wenn es um guten Klang zu moderaten Preisen geht? Die genannten 150 € sind kein fixes Kriterium, wenn es z.B. auch um den zusätzlichen Kauf eines Netzteils geht.

    Danke und viele Grüße
    Denis

  • #37308

    waterdrinkingman

    Die Diskussion zu DAC, Netzteilen usw. ist größtenteils philosophischer oder esoterischer Natur. Sofern irgendein Teil der Kette nicht gerade superbillig  und echt mies ist, wirst Du kaum oder keine Unterschiede hören können.
    Ich habe schon sehr viel Sachen durchprobiert und seit längerem bin ich beim Alientek D8 hängengeblieben. Hab’ zwar die XMOS Version, aber ich denke, die einfachere reicht auch völlig aus. Dort hättest Du USB Eingang (könnte Vorteile gegenüber Deiner PC-Soundkarte bieten, je nachdem), optisch und koaxial-In (daran hängen bei mir Playstation und HifiBerryDigi-Klon/RPI3) und zuletzt auch einen analogen Stereo-Cinch-Eingang. Das ganze für knapp 100€ und auch ist das mitgelieferte Netzteil schon derart gut, dass es durch Upgrades keinerlei Verbesserungen mehr gestattet. Und Du hast auch eine Fernbedienung dabei.

    Ich nutze das an einem Duetta-Top-Pärchen, habe es aber auch schon an der Duetta ausprobiert (und gegen eine recht teure Marantz CD/Vollverstärker-Kombi verglichen. Kein hörbarer Unteschied, also blieb ich dabei).

    VG, Andreas.

    • #37334

      Denis

      EDIT: Dies sollte eigentlich als Antwort an alle gepostet werden, nicht nur speziell an waterdrinkingman.

      Vielen Dank an alle für die Rückmeldung. Mir ist schon klar, dass der Klang subjektiv ist, insofern waren die Fragen wohl ungenau formuliert.

      Ausgangspunkt für meine Fragen waren hauptsächlich folgende Aussagen (sinngemäß) aus verschiedenen Beiträgen im Forum:

      • Hifiberry DAC+ ist sehr gut, aber für die Bluesklasse würde ich doch etwas anderes nehmen.
      • Mit DacMagic/v90 gefällt mir der Klang besser als mit Hifiberry DAC+.
      • Saubere Spannungsversorgung ist die Grundlage für einen DAC.

      Daher zielte die Frage nach DacMagic darauf ab, ob dort ein gutes Netzteil mitgeliefert wird oder ob man auch hier z.B. mit einem Tomanek noch viel herausholen kann.

      Aber insgesamt nehme ich jetzt mit, dass ich mich erst einmal um eine gute Spannungsversorgung kümmere und dann bzgl. DAC anfange zu testen. Als Zuspieler soll weiterhin der PC dienen, daher fällt RPI raus. Diesen werde ich dann für die nächsten Projekte als Zuspieler vorsehen.

      • #37338

        derFiend

        Wenn ich mich richtig erinnere ist beim DAC Magic kein “besonderes” Netzteil dabei. Scheint der allgemeinen Zufriedenheit allerdings keinen Abbruch getan zu haben.

        Möglicherweise ist mit einem guten Netzteil noch was rauszuholen, der Nachweis dürfte aber im besten Fall in dem selben Bereich wie bei der LS Kabel Diskussion liegen.

        Bei einem Raspi selbst sieht die Geschichte aus vielerlei Gründen nochmal anders aus, das hat eher mit Designschwächen des Raspi selbst zu tun. Da lohnt ein ordentliches Netzteil in jedem Fall…

  • #37309

    Rincewind

    Hallo Denis!

    Bevor hier die Büchse der Pandora aufgemacht wird, empfehle ich die Lektüre von “Anna log in Digital”

    Grundsätzlich kann es Unterschiede im Klang bei der Wandlung aus Digital in Analog geben. Die sehr persönliche Frage ist, welche Unterschiede kann der Zuhörer wahrnehmen. Die Antwort fällt sehr differenziert aus und hängt von vielen Faktoren ab: Alter, musikalische Vorbildung, die Art des Hörens, dem Hörraum usw.

    Meine Erfahrung ist, dass es durchaus wandlerbedingte Unterschiede gibt, diese sind jedoch eher als Gering einzustufen (Voraussetzung ist stabiler Spannungsreferenzpunkt für den Wandler).

    Wie viel Unterschied zwischen guten und sehr guten Netzteil zu hören sein wird kann nicht vorgegeben werden. Es ist zu sehr vom Zuhörer und anderen äußeren Faktoren (Hörraum, Lautsprecher Aufstellung, genutzter Verstärker) abhängig.

    Ebenfalls spielt die eingesetzte Software eine wichtige Rolle wie auch die digitale Quelle (Dateien auf lokalen Datenträger, Streamingdienst usw.). Die eingesetzte Player-Software muss das Dateiformat in einen Bitstrom umwandeln (hier gibt es auch eine “Spezifikationsgrauzone”) um den DAC mundgerecht zu füttern. Hier können auch Unterschiede herrühren. Die Streamingdienste (und zwar ALLE!!) verändern mehr oder weniger den Klang – also noch eine Quelle für Differenzen.

    Es gibt für Dich Denis nun zwei Wege zur Auswahl:
    1. Auf die Meinungen anderer Anwender vertrauen (trotz der genannten Faktoren) und ein Gerät in der Hoffnung erwerben, dass die Empfehlungen deinen Empfinden nahe kommen.
    2. Mit einer sehr preiswerten Lösung anfangen und bei Bedarf diese nach und nach durch etwas Höherwertiges ersetzen.

    Du triffst die Entscheidung, nicht das Forum.

    Viel Erfolg wünscht
    Rincewind

    P.S.
    Meine Empfehlung wäre Raspberry Pi mit HiFi Berry DAC+ Pro (Recloc-Baustein bereits auf dem Board) und einem Tomanek Netzteil. Als freie Software favorisiere ich derzeit Moode Audio Player. Wer im hier Forum Stammgast ist, den wird diese Empfehlung nicht überraschen.

  • #37310

    derFiend
    • Cambridge Audio DacMagic 100
    • Anderer (neuerer? höherwertigerer?) DAC direkt aus China, z.B. mit AK4490 oder AK4495
    • RPI + Hifiberry DAC+ Pro + gefiltertes lineares Netzteil (Stichwort “Ström” von Tomanek)
    • RPI + Kali I2S Reclocker + Piano 2.1
    • Teufel Connector (aber scheint mir als DAC nicht unbedingt besser geeignet zu sein)

    Du schmeisst da einfach sehr viele Sachen durcheinander. Erstmal gibt es den DAC, und dann die Streamingboxen + DAC Kombis. Was man davon präferiert hängt ganz vom persönlichen Anwendungsumfeld ab.

    Bei den DAC gibt es klanglich meiner Meinung nach größere Unterschiede als bei den Verstärkern selbst. Ich hab hier mal ne Weile alles durchprobiert, von 150 bis knapp 800 Euro für den reinen DAC. Da waren doch ganz heftige Unterschiede rauszuhören, sogar für diejenigen die sich sonst überhaupt nicht für das HiFi Thema interessieren.

    Ich persönlich bin als Zuspieler dann irgendwann beim Raumfeld Connector hängen geblieben, weil er für relativ kleines Geld einen sehr guten Zuspieler zur Verfügung stellt, zu einem Preis der mit Raspi + Hifiberry + erträgliches Netzteil + erträgliches Gehäuse kaum zu erreichen ist. Der DAC allerdings ist… erträglich. Aber über Toslink kann man den schön umgehen.

    Sicher gibt es da noch ne Menge anderer Zuspieler, aber hinsichtlich Preis/Leistung ist der Connector schon sehr stark aufgestellt. Die Dinger gibts in der Bucht angeblich für um die 80 €, weil es die bei irgendeinem anderen Gerät dazu geschenkt gibt. Ist also n heisser Tipp 😉

    Bei DAC´s würd ich rumprobieren. Das ist halt schlicht geschmacksabhängig, wie die Auswahl des Lautsprechers oder Verstärkers 😉

  • #37311

    Monti

    Hi Denis,

    also ich glaube, dass das hier in Kaffeesatz-Leserei endet, da ist der persönliche Geschmack viel zu entscheidend und eine Klangbeschreibung ist ungleich schwerer als es bei Lautsprechern ohnehin schon ist.

    Ich teile jedoch auch die Ansicht, dass es da durchaus hörbare Unterschiede gibt. Wofür Du Dich entscheidest, solltest Du von Deiner Bastelwut, Deinem Budget und last but not least von Deinem Geschmack abhängig machen.

    Ich habe vor ein paar Jahren verschiedene Geräte bei mir gehabt und mich dann für einen RME Fireface UC entschieden, den ich gebraucht von einem Foristi aus dem blauen Forum übernommen habe. Das Gerät hat sich Ende letzten Jahres in die ewigen Jagdgründe verabschiedet und ich habe mich dann, weil jemand zum Probehören der Duetta seinen DAC und Verstärker mitgebracht hat, für ein Gerät aus dem Hause Cambridge entschieden, weil ich wusste, dass das bei mir funktioniert. Meine elektrische Bastelwut hält sich nämlich stark in Grenzen…

    Ciao
    Chris

  • #37333

    waterdrinkingman

    Ich habe damals meine 4000€ TACT Vorstufe (rechtzeitig) verkauft, als sie im Vergleich zu einem Behringer-USB-Studio-DAC zumindest im Wandler nicht wesentlich besser klang. Vielleicht etwas anders, aber welche nun besser klang, konte ich nicht mehr sagen, also weg damit. Richtige Entscheidung, denn die Digitalelektronik wird / wurde im noch billiger.

    Wenn es um Preis-/Leistung bei Wandlern geht, sind für Raspberry (I2S) der PCM5102 oder der ES9023 ein sehr guter Tipp. Die machen auch ihre eigene Clock. Kostenpunkt 4 bis 8€.

    • #37336

      Denis

      Danke, das nehme ich ebenso wie den Vorschlag von Rincewind zum Anlass, preisgünstig anzufangen und zu testen.

    • #37337

      LianenSchwinger

      Und mit welcher Software kann man die I2C-DAC’s betreiben?

  • #37339

    Matthias (DA)

    Moin zusammen,

    Lang ists her, soweit ich mich erinnere, hat mir damals der vdac besser gefallen als der kleine cambridge dac, vdac mit zusätzlichem Netzteil noch nen tick besser.

    Am Ende bin ich beim Hifiakademie gelandet, mit integriertem netplayer. Erstmal kein Schnäppchen, aber dafür auch seit Jahren kein Bedürfnis nach Neuem mehr. Und: kein Bedarf an rumfrickeln…

    Matthias

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