Manfreds RS 100 ACL in schön

Nach langem Suchen in Udos Onlineshop bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass ich noch einmal zu den RS100-4 greifen muss. Dieses Chassis ist echt ein Preistipp, spielt es doch seit Jahren schon mal am Schreibtisch, mal im Wohnzimmer und jetzt als „Werkstattlautsprecher“ im Keller. Ich bin echt begeistert von diesem tapferem Breitbänder, der für seine „Größe“ wirklich sauber und tiefer spielt, als man vermuten mag.

Größenvergleich vor Baubeginn mit den „RS100-4 PC“, geschützt durch dicken Lack und 80mm Computerlüftergittern. Der neue Bausatz mit eben diesem Chassis ist, wie am Bild zu sehen, doch um ein gutes Stück größer. Aufwendiger zu bauen auf jeden Fall, darum dachte ich mir: Warum diesmal nicht wirklich was Tolles ausdenken für das Finish?

Da ich von Berufs wegen gute Kontakte zu Metall- und Beschichtungsfirmen habe, ließ ich ruckzuck eine 3mm Alufrontplatte fräsen, diese pulverbeschichten und bestellte für die Rückseite eine „Plakette“, fein CNC gefräst und in gleicher Farbe wie die Front.

Zur Positionierung der Polklemmen wandte ich einfach den Goldenen Schnitt an.

Im Inneren der Box sind alle Kanten abgerundet.

Die letzte Seite des Gehäuses musste ich mangels Schraubzwingen sitzend verleimen. Mit Expressleim und Youtube als Zeitvertreib verging die halbe Stunde aber trotzdem flott.

Damit man am Ende kein hässliches nacktes MDF sieht, wenn man durch das Bassreflexrohr guckt, habe ich diesen Teil des Gehäuses schwarz lackiert.

Die Weiche wurde so montiert, dass man sie (man mag es kaum glauben) nachträglich noch aus der Box rausbekommt. Darum ist das rote Pluskabel etwas länger als eigentlich nötig. Die Kontermuttern der Klemmen sind mit superfestem Sicherungslack bombensicher fixiert.

Die Polklemmen wiederum mussten vor Fertigleimen und Lackieren bereits fixfertig verbaut sein. Im Nachhinein viel umständlicher, jedoch finde ich diese Lösung edler und schöner als diese schwarzen Kunststoffterminals.

Das Gehäuse wurde grundiert, zwischengeschliffen und decklackiert mit „Kinderspielzeug sicherem“ Lack. Die Fronten ließ ich in Perlkupfer pulverbeschichten, diese Farbe ist in richtigem Licht echt wunderschön und selten anzutreffen. Passend dazu die Plaketten für die Rückseite. Diese sind mit „MKI“ beschriftet, da bei etwaiger „Kleinstserie“einfach mit „MKII“ fortgeführt wird:-)

Am Schluss das Duell gegen meine Nubert Lautsprecher, die an einem „Verstärkermonster“ aus England laufen. Die Nuberts spielen natürlich in einer ganz anderen Liga, was Bassfundament und Feinzeichnung betrifft.

Ruckzuck Kabel umgesteckt, und zum Testen mal Musik von Lorde gespielt. Jeder weiß, dass diese Art von Musik einen bassfesten Lautsprecher braucht. Was die kleinen Daytons abliefern, ist wirklich bewundernswert. Wenn daneben dann noch die dicken Nuberts stehen, mag man nicht glauben, dass doch die schmalen Daytons spielen.

Ich bin schwer begeistert von diesem Bausatz, der nicht viel kostet und wirklich Spaß macht!

Einfach kaufen, bauen und freuen, Leute, Preis/Leistung hervorragend!

Manfred

Zur RS 100 ACL im Online-Shop

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8 Comments
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Hallo Manfred,
klein und fein, sehr schön geworden.
Ich hätte da mal eine Frage zu der Verkabelung, was sind das für Kabel in der Box?
Gruß Jörg

Hallo Manfred,
ich bin sehr angetan von der Alu Front, damit sehen die Kleinen richtig Edel aus.
Kannst Du ungefähr sagen was die Fronten gekostet haben?
Gruß
Tomas

Moin Moin,
hier ist der Titel des Berichtes aber Programm!!
Sehen sehr gut aus!!
Gruß

Hallo Manfred. Die Optik gefällt mir auch sehr gut. Aber eine Frage, die der Bericht nicht klärt: Hast du die Aluplatte auf eine Holz-Front montiert? Falls ja, wie hast du diese montiert? Ist das geklebt oder irgendwie clever verschraubt? Ein paar Details wären sehr hilfreich für mich.

Dani

Hallo espressogeek!
Unter der Frontplatte ist die MDF-Front, genau nach Bauplan. Die 3mm Aluplatte ist ganz simpel aufgeklebt, damit hab ich mir das Einlassen des Dayton-Chassis erspart. Verklebt wurde die Platte mit einem speziellen Kleber der Firma Ramsauer, mit dem auch ganze Haustürfronten verklebt werden.
Nachteil dabei: Die Fronten sitzen bombenfest und lassen sich nicht mehr beschädigungsfrei entfernen, aber das hatte ich nie vor.
Ich brauchte hier nur ganz wenig Kleber, da ich ihn flächig und hauchdünn aufgetragen habe. Trocknungszeit unter Druck etwa 24h.
LG Manfred

Tolle Optik! Ich mag diesen Kupfer-Perleffekt!

Hallo Manfred,
sehr edel geworden die “Kleinen”. Die Alufront und ihre Farbe gefallen mir sehr gut. Das ist ein richtiger Blickfang!

Peter

Hallo Manfred,

saubere Arbeit hast du da abgeliefert. Sind richtig schön geworden. Da hört das Auge mit.

👍👍👍👍👍

Gruß Michael

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