Bens Mona 2.1 – eine für Alles

Ich war für den Garten und die Hobbywerkstatt schon länger auf der Suche nach kleinen, handlichen, aber auch erschwinglichen 2.1 Boxen, die auch etwas mehr Dampf haben dürfen. Meine Erfahrung in den Bereichen HiFi und Audio ist bestenfalls Einsteigerniveau, wodurch ich mich sehr früh dafür entschied, nach Bausätzen zu suchen, die andere Menschen bereits erprobt und konstruiert haben. Mein Blick fiel schnell auf das Mona 2.1-Set von Acoustic Design Online, also durfte Udo meine Bestellung entgegen nehmen.

Bis die Chassis und Weichenbauteile bei mir ankamen, habe ich mich bereits um den Zuschnitt der 18mm MDF Platte gekümmert. Hier muss bei Komplettplatten immer der Innenhoftisch herhalten, erst bei ausreichender Größe konnte zum Säge- und Frästisch gewechselt werden.

Die Ausschnitte der Terminals und des SUB-Chassis wurden mittels Kreisschneider auf der Ständerbohrmaschine erledigt.

Für die Fräsung der SAT-Fronten bemühte ich meinen Fräszirkel, der Durchstoß wurde mit der Stichsäge beendet.

Da die Abende doch kühler wurden als erhofft, wechselte ich mit Sack und Pack ins Esszimmer, in dem ich mich zuerst mit dem SUB beschäftigte. Alle Zuschnitte durften kurz Probe sitzen, bevor das Leimmonster zuschlug.

Während der Trocknungsphase des Subwoofers konnte ich die Weichen löten, diese auf der Innenseite der Rückseiten mit Heißkleber befestigen und schließlich die Satelliten verleimen.

Alle drei fertig geleimten Boxen wirkten nicht nur unfachmännisch bezüglich Kantenbildung und Leimreste, sondern auch extrem klobig.

Daher fand die Kantenfräse mit Abrundfräser R10mm ihren Einsatz. Hierzu wurden die Boxen vorab mit einem Yachtbau Polyesterspachtel gespachtelt, bündig geschliffen und danach deren Kanten abgerundet und erneut geschliffen, Endschliff erfolgte mit 240er Körnung.

Das Ergebnis hörte sich nicht nur überraschend gut an, sondern sah auch wohlwollender aus. Die Abdeckungen kamen inzwischen ebenfalls an, auf die ich bei reiner Wohnraumanwendung zwar verzichtet hätte. Da diese Boxen aber mobil und unter Umständen auch im Garten ihre Anwendung finden, war mir etwas Schutz der Membrane lieber.

Übrigens war nach den ersten Hörproben sehr schnell klar, dass das China-Netzteil mit 19V und 4,74A für den Nobsound NS-14G deutlich zu schwach war, um vor allem dem zweiten Chip des Subwoofers genug Leistung bereitzustellen. Momentan wird der Mini-Verstärker mittels 24V DC Schaltnetz mit einem max. Ausgangsstrom von 10A betrieben. Über diesen Unterschied freut sich in erster Linie der Subwoofer-Ausgang.

Langes Überlegen, welche Oberflächenbehandlung zum Einsatz kommen soll, hatte ein Ende und führte zu Warnex in schwarz. Ich bereue diesen kostspieligen Weg nicht und kann es jedem wirklich nur empfehlen.

Hier nun das fertige Set, mit dem wir sicher viel Spaß haben werden, ob es nun für die Werkstatt, kleine Gartenrunden oder den 2. TV im Schlafzimmer sein soll.

Ben

Zur Mona 2.1 im Online-Shop

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Hallo Ben,

Glückwunsch zur Einstiegsdroge, …ähh Mona 2.1.

Ich hatte schon Tage, da habe ich ohne Warnexlack, durch stümperhafte Lackiertechniken, eine ähnliche Oberfläche erzeugt. 🙂

`ne Frage zu den Abdeckungen. Wo hast Du die her? Werden die nur eingeklemmt? Machen Sie einen deutlich hörbaren Unterschied?

Deine geschilderte Erfahrung mit dem leistungsfähigeren Netzteil ist wieder mal nicht nur für alle „Anfänger“ gut zu wissen.

Viel Spaß mit der erstaunlichen Mona.

Peter

Hallo Ben,

herzlichen Glückwunsch zur Mona 2.1! Ich habe sie an unserem Zweitfernseher stehen. Das ist ein unglaublicher Klanggewinn.
Die Warnex-Lackierung sieht wunderbar robust aus. Das werde ich auch mal probieren…

Viel Spaß damit!
Gruß

Henning

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