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4 x Wallstreet 3 fürs IngemaxX

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  • Dieses Thema hat 3 Antworten und 4 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 10 Monaten von Markus Zeller.
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    • #44778
      Ingo Gensert

      Hallo Zusammen, bei meinen mittlerweile 4.ten Selbstbauprojekt mit Udos Bausätzen möchte ich hier mein letztes Projekt vorstellen. Alles fing ganz harmlos an. Mein Kumpel erzählte mir, dass er ein Paar Lautsprecher selbst gebaut hat und das musste ich mir natürlich anhören. So stand ich also in seinem Wohnzimmer vor großen weiß lackierten SB240 Boxen schloss die Augen und stand mitten in einem Konzertsaal. Unglaubliche Räumlichkeit und sauberes Auflösen selbst kleinster Details war für mich ein unvergessliches Hörerlebnis, als ich dann noch den Preis hörte, wollte ich es einfach nicht glauben. Für so wenig Geld solch eine unglaublicher Sound, da war der Grundstein gelegt, ein eigenes Projekt zu starten. Als Hobbybastler habe ich mir in den letzten Jahren den Traum eines eigenen Heimkinos realisiert. Im Prinzip alles Selbstgebaut bis auf die Technik und die Lautsprecher. Das sollte sich nun ändern. Um zu wissen worauf was ich mich da einließ, beschloss ich Udo selbst zu besuchen mich beraten zu lassen und direkt vor Ort auf der berühmten Couch einen Eindruck zu bekommen.

      Gesagt getan und so war ich im März 2019 in Bochum und lernte Udo selbst kennen. Wir saßen auf der Couch hörten unterschiedliche Boxen und redeten über dies und das. Mein Favorit war die SB 36 ADW. Da mein Kino eher klein ist, wäre die SB240 einfach zu groß gewesen und so nach einer Hörprobe war es geklärt. Ich kaufte 3 Bausätze (3 x den Centerbausatz) und auf ging’s nach Hause zum ersten Projekt. Auf der Couch warnte Udo mich noch, dass der Selbstbau auch zur Sucht werden könnte und er sollte Recht behalten.

      Bei meinen ersten Projekt musste ich erst einmal ziemlich viel Lehrgeld bezahlen. Alle 6 Seiten mit 45° Gehrungsschnitten an allen Kanten ist für den Hobbybastler doch eine Nr. zu groß, da jeder mm Ungenauigkeit hart bestraft wird. Ich habe zwar schon eine relative gute Tischkreisäge (Makita MLT100), aber auch diese hat Grenzen. So konnte ich den eigentlichen Korpus zwar noch zusammenbauen (Dank an meinen Nachbarn der mich mit zahlreichen Schraubzwingen unterstütze, als ich feststellte das meine wohl nicht reichen würden), aber die Grund und Deckplatte wurden dann doch nur plan aufgesetzt, nachdem ich die 45° Gerungen auf der Kreissäge abgesägt habe. Mit einem  Rundfräser konnte ich dann noch die Ungenauigkeiten an den Kanten wegretuschieren und so war das Gesamtergebnis erst einmal ganz akzeptabel. Da jede glänzende Oberfläche in einem Kino ungeeignet ist, entschied ich mich für schwarze Beize für die 21mm Multiplexplatten.

      SB36_StandSB36_Center
      Mit dem Ergebnis war ich erst einmal zufrieden. Erstes Projekt und auf zum ersten Hörerlebnis.
      Das war mein dritter Boxensatz in meinem Kino –  Nr1 waren Boston Acoustics (VR950/ VR920), Nr.2 war Klipsch R26F.

      Also war ich gespannt und was soll ich sagen, ich war begeistert. Die Bühne wurde größer die Präzision der Darstellung genauer und so war ich mit meinem Projekt durch und durch zufrieden.
      Beim anschließenden Verkauf meiner Standboxen von Klipsch signalisierte der Käufer auch Interesse an meinen beiden Subwoofern (Klipsch R-112SW). Das Projekt wollte ich mir eigentlich für den Winter aufheben, aber nachdem wir einen Preis gefunden hatten mit dem beide zufrieden waren, hatte ich plötzlich keine Subwoofer mehr und das zweite Projekt musste in Angriff genommen werden. Wieder saß ich auf Udos Couch und hörte mir verschiedene Boxen an. Eigentlich wollte ich passend zu meinen SB Boxen nun den Subwoofer SB29 oder SB23 kaufen.  Udo beriet mich und da mein Einsatzgebiet eher das kraftvolle Heimkino ist und nicht die perfekte Stereophonie in der die letzten darstellbaren Töne auch so tief wie möglich sein sollten, empfahl er mir den ContraSub 12. Der erzeugt deutlich mehr Druck und ist damit die bessere Wahl für mein Einsatzgebiet. Beim Verstärkermodul meinte Udo, dass für mein kleines Kino einer voll ausreichen würde. Ich fand es Klasse das es nicht darum ging den bestmöglichen Umsatz zu machen sondern den Kunden eher bestmöglich zu beraten. Vielen Dank kann ich da nur sagen. Also auf nach Hause und Projekt 2 in die Tat umgesetzt. Auch hier habe ich auf Multiplexplatten gesetzt und mit schwarzer Beize das finale Outfit gestaltet. Nach 2 Wochenenden war das Projekt beendet und auf zum Hörtest.https://www.acoustic-design-magazin.de/wp-content/uploads/2019/12/SD_01.jpg

      Es war einfach Klasse, der Subwoofer erzeugte genau den Druck den man im Kino haben möchte. Eine kraftvolle Explosion die einen in den Sessel drückt, sauberer Klang ohne irgendwelches merkwürdiges Dröhnen (ich hatte ganz am Anfang einen Teufel Sub M5500 SW – eine Katastrophe schlechthin). Ich war begeistert von den neuen Boxen. Waren meine Klipsch gegenüber den Teufelboxen schon ein echter Mehrgewinn, so konnte ich auch jetzt wieder eine Steigerung hinlegen und war einfach nur zufrieden.

      Jetzt war also die komplette Lautsprecherfront ein Eigenbau und da war es einfach nur logisch das Set zu komplettieren.
      Front

      Diesmal ließ ich mir 4 Bausätze Wallstreet 3 schicken und auf ging es in das dritte Lautsprecherprojekt.

      Nachdem ich die Bausätze bekommen hatte, habe ich mir im Baumarkt die notwendigen Teile zusägen lassen (19 mm Multiplex). Zuschnitt

      Die Öffnungen für die beiden Lautsprecher habe ich mit einer Oberfräse und einem Fräszirkel gemacht.
      Zirkel

      Dann ging es ans verdübeln und verleimen.Duebeln_01

      Duebeln_02
      Nachdem alle Seiten verleimt waren, habe ich sie wieder mit schwarzer Beize behandelt. Das hat den Vorteil das sie nicht glänzen und dadurch störende Lichtreflexionen erzeugen und man noch ein wenig die Holzstruktur durchscheinen sieht. Mit einem Schwamm ist das Beizen eine Sache von wenigen Minuten und schon kann man das Resultat seiner Arbeit begutachten.Beizen

       

      https://www.acoustic-design-magazin.de/wp-content/uploads/2019/12/SD_09.jpg

      Nachdem nun die 4 Lautsprecher fertig waren,Fertige_Boxen

      haben sie ihren Einzug ins IngemaxX vollendet. Hier sind sie frisch montiert und warten auf Ihren ersten Test. Die Vorgängerboxen waren Teufel D620 Dipollautsprecher aus der 6er Serie und nun die selbstgebauten Wallstreet 3.

      IngemaxX_Wallstreet

      Also ab auf die eigene Couch und getestet wie die Boxen nun ihr Werk vollbringen. Und was soll ich sagen, beim Regenguss in “Pazifik” von Stephen Spielberg wollte ich mir einen Schirm holen um nicht nass zu werden und bei dem einen oder anderen Actionfilm musste ich mich ducken, da von der Seite geschossen wurde. Kurz und gut ich war und bin begeistert. Am Anfang des Jahres hat mich Udo noch vor der Selbstbausucht gewarnt und er hat Recht gehabt. Ich habe jetzt 9 Lautsprecher für mein eigenes Kino gebaut und jedes Mal wenn ich zusammen mit meiner Frau im Kino sitze sage ich zu Ihr  “Habe ich schon gesagt das ich mich freue, weil es wirklich gut klingt!” … sie verdreht dann einfach nur ihre Augen und genießt den Film! Was will man mehr :).

    • #45087
      Matthias (DA)

      👍👍👍

    • #45089
      MartinK

      Hallo Ingo. Schöne Sachen machst Du. Bin bissl neidisch. Viel Spaß wünsche ich Euch.
      Gruß Martin

    • #45101
      Markus Zeller

      Junge Junge … nicht schlecht!!

      viel Freude mit dem Kino … Glückwunsch zu Raum und Frau 😜!

      Gruß, Markus

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