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Chorus 85

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Dieses Thema enthält 22 Antworten und 11 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  kruegchen vor 1 Woche, 5 Tagen.

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  • #20972 Antwort

    Hallo liebe Gemeinde,

    ich habe ja erst vor kurzem bei Udo mein Chorus 85 Bausatz bestellt. Ursprünglich wollte ich die SB23/3 bauen. Dann kam der Bruder mit Eton Chassis. Also habe ich blind bestellt. Der Entwurf der SB23 musste nur im Volumen angepasst werden. Das Design ist noch nicht ganz final. Die Box sollte eigentlich auch zweifarbig werden. Mein helles Funker war aber nicht so der Hit. Nun ist die halt vollständig in Mahagoni. Sie spielen nun 1 Stunde. Mein Ziel war ja ein Lautsprecher zu bauen, welcher etwas mehr Bauch hat als meine Elip2. Das Ziel wurde erreicht. Mehr kann ich noch nicht sagen. Ich baue ja für einen Freund zeitgleich die SB417 auf. Sie braucht auch nur noch Chassis und Weiche. In 4 Wochen zwei Lautsprecherpaare zu bauen war echt eine Herausforderung.

    Chorus 85

    Bastellspass im Wohnbereich.
    Bastellspass

    Hier noch ohne Bestückung:
    Leergehaeuse

    Ausführlicher werde ich später zur Chorus 85 schreiben.

    Und hier die SB417 Gehäuse:
    SB417 Gehäuse

    Grüße Sven

  • #21000 Antwort

    Sven, einfach nur WOW !!!

    Also ich bin ja nicht so der Freund von gebogenen Kisten, daher ist auch deine Chorus 85 nicht unbedingt mein Favorit. Was nicht bedeuten soll das ich keinen Respekt vor deiner Arbeitsleistung habe.

    Aber die SB417 sind genau meine Ding und die sehen einfach Hammer aus!

    mfg
    Michael

  • #21004 Antwort

    Schön! Bin gespannt was du zum Vergleich Chorus 85 vs SB417 schreibst. Letztere habe ich letztens für einen Freund gebaut und fand Sie beeindruckend! Im Vergleich zu den SB240 saß ich deutlich mehr in der Musik drin.

    Gruß,
    Ben

  • #21010 Antwort

    Hallo Sven,
    Die C85 gefallen mir richtig gut. Mehr Bauch, check! Habe die Lautsprecher bei Udo gehört. Bin auch gespannt auf einen Vergleich mit dem SB Fön.
    Gruß
    Dino

  • #21035 Antwort

    Hallo, danke für Eure Kommentare. Auf die SB417 bin ich auch gespannt.

    Grüße Sven

  • #21046 Antwort

    Bau-Bericht Chorus 85

    Hallo liebe Selbstbaugemeinde. Mein erster Kontakt mit dem Selbstbau von Lautsprechern war recht exakt vor zwei Jahren. Als Einstieg habe ich zu diesem Zeitpunkt ein paar Elip 2 gebaut. Ich war und bin immer noch begeistert von diesen Lautsprechern. Was dann kam, wisst Ihr alle. Nach 2 Jahren wollte ich mehr. Als zweites Projekt wollte ich nun eine SB23/3 im schlanken Gehäuse bauen. Also habe ich Sketchup angeworfen und zwei lange Wochen Gehäuse geplant. Es sollte kein dicker eckiger Kasten werden. Nun, es ist dieser Entwurf geworden. Macht er die Lautsprecher doch optisch etwas schlanker.

    Chorus 85

    Dann kam der 23.9.2017 und plötzlich mit ihm erschien die Chorus 85. Das war wie ein Geburtstagsgeschenk, welcher exakt einen Tag später stattfand. Dann ging es wieder los dieses hm, hm. Am 25.9. habe ich dann einfach den Bausatz bestellt. Mein Gehäuse war ja virtuell fertig. Lediglich das Volumen und die Größe des Mitteltonfaches mussten angepasst werden. Am darauffolgenden Mittwoch wurde Material gekauft. Biege MDF habe ich dieses Mal auch erworben. Ich wollte meine Nachbarn mit dem Sägelärm verschonen. Naja, gesägt wurde aber trotzdem reichlich. Wie nun bekomme ich die Form auf die Lautsprecher???? Auch hier hat mir Sketchup geholfen. Es gibt zwar auch mathematische Möglichkeiten oder Ausprobiererei, es sollte aber möglichst genau werden. Also im 3D Programm penibel alle paar Zentimeter die Rundung abgefahren und Maße notiert. Diese Punkte habe ich so exakt wie möglich auf meine zukünftige Lautsprecherfront übertragen.

    Einige Tage zuvor habe ich mir ein flexibles Kurvenlineal gekauft. Auch eine Fräse habe ich erworben. Beides erwies sich als große Hilfe. Wie habe ich so lange ohne Fräse gelebt? Anlegen, ausrichten, fixieren waren ruckzuck erledigt. Dann die Form grob mit der Stichsäge ausgeschnitten und direkt mit dem Bündigfräser an der Kante lang gefahren. So einfach kann das Leben sein. Die Form konnte ich nun für alle vier benötigten Bretter nutzen.

    Kurvenfix

    Danach baute ich mir eine Laminierform für die Außenhülle. Die Idee dabei war mir die Arbeit beim Verkleben der Seitenwände zu erleichtern. Der Bogen ist zwar nicht so extrem, trotzdem nicht einfach zu Händeln. So konnte ich eine Wand in ruhe verkleben und dann die nächste. Als Kleber habe ich Bindan-Propellerleim benutzt. Mit einem Lackroller habe ich zügig beide Platten entsprechend flächig mit Kleister versehen, auf die Form gelegt, mit mehreren Kanthölzern und Schraubzwingen in Form gebracht. Nach nur 2 Stunden konnte ich die nächste Wand leimen usw.

    Form

    Form2

    Form3

    Und hat die Vorgehensweise einen Vorteil? Für mich eindeutig ja. Trotzdem muss auch die vorgefertigte Seitenwand mit Schraubzwingen oder Schrauben an den Fronten bzw. Rückseiten fixiert werden. Das geht aber deutlich einfacher und schneller als mit Schicht für Schichtaufbau. Bei größeren Wandstärken könnte die Außenhülle eventuell zu steif werden, um sie an den Radius der Außenwand anzupassen. Es ist in diesem Fall vorteilhaft als Erstes die Außenwände zu laminieren und die Form als Schablone für Fronten/Rückseiten zu nutzen.

    Nun aber wie die LS aufbauen? Spanten bauen? Ne, das war mir zu viel Arbeit. Bei dieser Lautsprecherform kann ja nicht einfach mal ein Spantenmodell benutzt und mehrfach kopiert. Jede Spante hat andere Maße. Also habe ich MDF Latten aus einer Platte geschnitten und nach der Form der Rundung bündig mit dem Rand verklebt. Diese durften nur nicht zu breit werden. Das Vorhaben hat auch gut funktioniert. Damit das Gehäuse auch stabil wird und nicht schwingt, habe ich zusätzlich je zwei 8 cm Brettchen verklebt. Nachfolgend wurde das Mitteltonfach eingeklebt.

    Gerippe

    Gerippe2

    Als nächste sind die fertigen Außenwände dran.
    Die Seitenwände bestehen nur aus 2x3mm MDF und 1x10mm Biege MDF. Ich hatte bedenken wegen der relativ geringen Gesamtstärke. Die Lücken im MDF habe ich ja nicht ausgefüllt. Ich dachte mir naja, im schlimmsten Fall muss ich von vorn anfangen. Also wurden mutig die Wände verleimt und mit der Hilfe von wenigen Schrauben an die Form der Front/Rückseite gezwungen. Das hat sehr gut funktioniert.

    Wände

    Weil Sketchup das Gehäuse mit Netto 63,8 Liter Innenvolumen berechnet hat, wollte ich die Möglichkeit nutzen, um die Materialstärke von innen zu erhöhen. Abzüglich 7,3 Liter brutto für das Mitteltonfach und ca. 2 Liter für die diversen Latten hatte ich noch gut 4 Liter Luft. Also habe ich innen viele Flächen einfach mit überzähligem Biege MDF versehen. Mal sehen, ob es hilft. Es beruhigt das Gewissen.

    Nach der Trocknungszeit über Nacht wurden überstehenden Kanten bündig gefräst. Seitlich ging das gut nur oben und unten nicht. Ick habe ja keene Kante, an welcher ick mit dem Fräser langfahren konnte. Das war ein Fehler. Mit Stichsäge, Raspel und viel Handarbeit schaffte ich es, nach einer gefühlten Ewigkeit, dennoch. Anschließend wurden Deckel und Boden verbaut.

    Ein ärgerliches Missgeschick ist mir beim Fräsen passiert. Das kommt davon, wenn man mit dem Gerät noch keine Erfahrung hat. Ich habe eine Macke in die Front gefräst. Falsch angesetzt und es ist passiert. Tja, und nun??? Eigentlich wollte ich auf die Front und die Rückwand noch 3 mm MDF gegen kleben um die offenen Löcher vom Biege MDF abzudichten. Das konnte ich nun vergessen. War nicht mehr auszugleichen. Hm, ohne lange weiter nachzudenken habe ich kurzerhand die Kanten angeschrägt.

    Hier sieht man die schrägen Kanten:
    Kanten

    Diesemal lief alles wie am Schnürchen. Nun aber wie diese Löcher vom MDF dichtmachen? Verspachteln? Nee, dazu hatte ich keine Lust. Wieder hm, hm was mache ich. Dann viel es mir ein. Blindfurnier war die Antwort, laut dem Internet. Das wird genügen, hoffte ich. Es kommt ja noch eine Furnierschicht drüber. Furnieren, das war im übrigen auch eine Premiere. Im Internet gab es ja viele Hinweise und Videos zum Thema. Also gesagt, getan. Im Eifer des Gefechts habe ich mal wieder keine Bilder davon verewigt. Im Großen und Ganzen habe ich diese Aufgabe gut bewältigt. Die Oberfläche behandelte ich nachfolgend mit Osmo Hartwachsöl, welche im Forum so gelobt wird. Die Bodenplatte aus Buche habe ich im übrigen mit Rampamuffen und Schrauben am Gehäuse verankert.

    Ausschnitte fräsen:
    Fräsen

    Wow, das habe ich schon mal bis hierhin geschafft. Die Weichen habe ich schon mal zwischendrin aufgebaut. Dank Udos Plan ist das das auch für Neulinge gut zu schaffen. Ich kannte das Prozedere ja schon von der Elip2.

    Dann wurde es spannend. Das Gehäuse konnte nun bestückt werden. Die Arbeit ging mir recht zügig von der Hand. Alles war ja gut vorbereitet. Also Weichen in das Gehäuse und verdrahten. Zum Anschluss der Lautsprecher an die Weiche wurden Wagoklemmen benutzt. Damit habe ich gute Erfahrungen und es geht natürlich schnell. Die Dämmwolle aufgeteilt. Ein kleineres Stück kam locker in das Mitteltonfach. Ein Anderes wurde unter dem Reflexrohr verteilt. Den großen Rest habe ich locker in der Box verteilt. Als Nächstes wurden die Chassies verlötet, vorgebohrt und verschraubt. Nun musste ich nur noch das Terminal verlöten und den Reflexkanal einschieben.

    Einbau

    Puhh, die Arbeit ist vollbracht. Was für ein Glücksgefühl. Danke Udo, für Deine tollen Bausätze!!! Durch Dich ist es jedem möglich und erschwinglich in den Genuss von High End Klang zu kommen. Dazu kommt der Stolz der eigenen erbrachten Leistung. Das sind Augenblicke, welche wirklich zufrieden machen.

    Zur Klangbeschreibung aus meiner Sicht. Die Elip2 ist schon ein großartiger Lautsprecher. Die Chorus 85 legt die Messlatte noch ein gutes Stück höher. Sie spielen einfach Rund, ohne über zu betonen. Die Höhen empfinde ich noch Detailreicher. Nichts nervt. Der Mittelton in meinen Ohren grandios. Der Tiefton sehr ausgewogen mit schönem Bauch. Überhaupt nicht schwammig oder zu trocken. Genau die goldene Mitte. Wenn in der Aufnahme vorhanden, geht richtig die Post ab. Die Instrumente wirken sehr natürlich. Es entsteht eine räumlich, tief gestaffelte Bühne. Diese Box ist ein Allrounder für alle Arten von Musik. Einen Vergleich zur SB23/3 kann ich nicht machen. Das können andere Hörer besser. Beide haben ihren Platz sicherlich verdient. Die Chorus ist noch nicht eingespielt. Mal sehen was sich noch tut und wie lange sie dazu braucht.

    Auf einen Vergleich mit der SB417 bin ich auch gespannt. Ich vermute, das diese dynamischer zu Werke geht.

    Liebe Grüße
    Sven

    Bitte entschuldigt. Leider habe ich nicht genügend Bilder gemacht.

    • #21048 Antwort

      Schöne Kisten!

      (Nur die Leimholzfußplatten passen meiner Meinung nach nicht wirklich da drunter.)

      Wie nun bekomme ich die Form auf die Lautsprecher???? Auch hier hat mir Sketchup geholfen. Es gibt zwar auch mathematische Möglichkeiten oder Ausprobiererei, es sollte aber möglichst genau werden. Also im 3D Programm penibel alle paar Zentimeter die Rundung abgefahren und Maße notiert. Diese Punkte habe ich so exakt wie möglich auf meine zukünftige Lautsprecherfront übertragen.

      Wenn ich das richtig sehe, sind die Krümmungen Kreisbögen. Diese lassen sich mit einfachsten Hilfsmitteln in (fast) beliebiger Größe direkt anzeichnen.

      Man nehme:

      • zwei schmale Leisten, jeweils etwas länger als der Abstand der Endpunkte des Bogens
      • ein paar Nägel
      • einen Stift
      • einen großen Bogen steifes Papier oder auch gleich ein passendes Brett, aus dem dann die Schablone geschnitten wird

      Das Papier lege man auf eine geeignete Unterlage, in die sich die Nägel einschlagen lassen. Dann markiere man die Endpunkte des Bogens und verbinde sie mit einer geraden Linie. In jeden Endpunkt kommt ein Nagel. In der Mitte der Verbindungslinie zeichne man das Lot auf selbige und markiere den Stich des Bogens. Die beiden Leisten lege man so, dass sie jede an einem der Nägel anliegen und sich an der für den Stich markierten Stelle überkreuzen, und verbinde sie z.B. mit weiteren Nägel derart, dass der Winkel zwischen ihnen fixiert ist. In diesen Winkel setze man nun den Stift. Mit dieser Konstruktion lässt sich nun der Kreisbogen zwischen den beiden Endpunkten anzeichnen, man muss nur darauf achten, dass die beiden Leisten stets an den Nägeln und der Stift im Winkel anliegen.

  • #21051 Antwort

    Hallo Sven,

    einen schönen Korpus hast du da gezaubert, gefällt mir sehr gut !
    Allerdings hadere auch ich mit den Fussplatten. Da würde ich noch mal rangehen, die passen so gar nicht in meinen Augen. Aber sie müssen natürlich dir gefallen.
    Den Schnitzer in der Front durch Anfasen zu egalisieren finde ich gut gelungen…. 😉

    Viel Spass beim hören…..!

    Gruss Udo

  • #21057 Antwort

    Sven

    Hallo,

    die Bodenplatte ist nicht final. Mir fehlt es aktuell einfach an Ideen. Also wer Vorschläge hat, her damit. Die Gehäuse stehen zumindest sicher. Die Bretter habe ich deshalb auch über Gewinde verschraubt.

    Grüße Sven

    • #21082 Antwort

      Moin,

      Geschmackssache…. Meine GD stehen auf gummierten Geräterollen, mein geheimer Favorit sind aber Terrassenplatten aus dem Biber-Baumarkt, wenn die Größe es zulässt – geflammter Granit, mit Holzöl traktiert, um einen “Nass-Effekt” zu erhalten. Habe ich unter dem Plattenspieler als Massegewicht und diversen Blumenpötten – den “woher ist das” – Fragen einiger Hausgäste wohl keine schlechte Wahl und zudem günstig.

      Gruß,
      -Sparky

  • #21084 Antwort

    Sven

    Hallo,

    an Granit habe ich auch schon gedacht oder schwarzen Mamor. In unseren Baumärkten gibt es leider nur die hell bzw. dunkelgrauen Granitplatten. Der örtliche Steinmetz wollte utopische Preise. Ich werde mich weiter umhören. Das Internet ist ja ein Quell mit vielen Möglichkeiten.

    Grüße Sven

    • #21086 Antwort

      Moin,
      Neben Sparky’s Biber Tipp : Falls es wie bei mir keinen Nagetiermarkt in der Nähe gibt, ich besorg mir die Platten immer bei Hornbach, stehen unter der Duetta und auch die Zwischenböden von meinem Hifiregal sind massiv 😉

      Das Schönste daran: Du kannst rücksichtslos mit Staubsauger und Wischmopp dagegendonnern, macht denen gar nix

      Matthias
      PS: was die Größe angeht: hab mir die Platten im Baumarkt besorgt und beim Steinmetz zuschneiden lassen, einmal über die Plattensäge ziehen hat 10€ pro Schnitt (2 Platten auf einmal) gekostet…

  • #21133 Antwort

    Sven

    Hallo Matthias,

    ich werde mal darüber nachdenken. Heute kommt der Bausatz für die SB417 bei mir an. Das hat jetzt erst einmal Vorrang . Die Weichen will ich fertig bekommen. Dann bei Gelegenheit alles in das Gehäuse einbauen. Ich bin gespannt auf den Hörvergleich.

    Grüße Sven

  • #21184 Antwort

    Sven

    Hallo Gemeinde,

    die SB417 sind fertig. Die Funktion getestet. In den nächsten Tagen kann ich dann vielleicht schon einen Vergleich ziehen. Die Chorus 85 spielt von Tag zu Tag immer besser. Der Tiebass hat sich deutlich gebessert. Ist nun noch Runder. Die kann ganz schön Tief wenn es das Material hergibt. Der Hochton löst sehr schön auch.

    Die SB417 ist noch nicht eingespielt. Den Hochton empfinde ich nicht so auflösend. Mitten und Tiefen sind ordentlich. Aber wie gesagt. In ein paar Tagen kann ich mehr dazu sagen.

    Grüße Sven

  • #21348 Antwort

    Sven

    Hallo in die Runde,

    einige sind ja gespannt auf einen Vergleich zwischen SB417 und der Chorus 85.
    Nach 3 Tagen Einspielzeit für die 417 kann ich mich schon trauen einen Vergleich zwischen der Chorus 85 und der SB417 zu ziehen.

    Wie bekannt ist, schiebt die 417 mächtig an. Das tut sie auch beeindruckend. Vermutet habe ich es ja schon, als ich die weiche Aufhängung der Chassis beim Einbau bemerkte. Mit ihrem Wirkungsgrad von 90 dB kommt sie auch gut mit wenigen Verstärkerwatt aus. Sie hat ein schönes warmes Klangbild. Mir persönlich ist der Tiefton/Mittelton in meinem Holzhaus schon zu angedickt. Die Geschmäcker sind aber bekanntlich verschieden und die Räumlichkeiten ebenso. Das ist auch absolut nicht negativ gemeint. Da wo es passt, super.

    Der Hochton nicht nervig. Gegenüber meiner alten Elip2 und der Chorus 85 fehlt es im direkten Vergleich aber etwas an Durchzeichnung und Klarheit. Das fand ich schon Interessant. Meiner Frau fällt es nicht so auf. Sie hört aber die Höhen nicht so gut wie meine Tochter und ich. Also auch hier hängt alles vom persönlichem naturgegebenen Hörvermögen ab und natürlich auch hier von den Räumlichkeiten. Für mich ist es übrigens eine Premiere Lautsprecher in meinen eigenen vier Wänden hautnah vergleichen zu können. Das macht es umso interessanter.

    Die Chorus 85 spielt im Tieftonbereich eine Nuance trockener auf. Ich finde den Tiefton natürlicher und kontrollierter. Wenn es das Material hergibt ist der Druck für mich auf einem Niveau mit der SB. Das hätte ich so nicht erwartet. Allenfalls sind die Unterschiede dahingehend gering. Zudem spielt sie tiefer in den Keller. Bei schlechteren Aufnahmen ist die SB verzeihlicher. Mit der hervorragende Einheit aus Mittel und Hochton ist die Chorus eine sehr runde Entwicklung von Udo. Sie wird ganz sicher ihre Liebhaber finden. Einen hat sie schon.

    Grundsätzlich kann man mit beiden Lautsprechern nichts falsch machen. Es zählt wie immer der Geschmack und der passende Aufstellort.

    Grüße Sven

  • #21349 Antwort

    Hallo Sven,

    Welcher LS spielt “dreckiger”? Stimmlich und im positiven sinne!!! Kannst du mal dieses lied testen und sagen, welche du hier besser empfindest?

    shawn james – eating like kings (live)

    Danke ☺

    • #21354 Antwort

      Sven

      Hallo,

      das kann ich machen. Ich schaffe es aber erst zum Ende der Woche. In den Song habe ich reingehört.
      Die Musik geht ja in Richtung Folk. Diese Musikrichtung habe ich sehr viel in den letzten 2 Wochen gehört. Die Chorus kling Stimmlich und akustisch klarer und feiner. Alle akustischen Instrumente werden extrem gut wiedergegeben. Die SB hat dagegen minimal mehr Volumen. Beide können den gewissen Schmelz in dieser Musikrichtung sehr gut Darstellen. Das gilt auch für Blues und Jazz. Mir sagt die 85 mehr zu. Letztendlich aber ist es auch in diesem Fall Geschmacksache. Ich kenne ja nur 3 unterschiedliche Lautsprecher aus Udos Feder.

      Grüße Sven

    • #21610 Antwort

      Sven Krüger

      Hallo,

      ich konnte den verlinkten Song heute auf beiden Lautsprechermodellen anhören.
      Das macht die Entscheidung Dir aber auch nicht leichter. Ich bleibe bei meiner Einschätzung. Die Chorus ist feinauflösender. Im Volumen und Dynamik höre ich kaum unterschiede raus. Das ist aber wirklich Geschmacksache. Es hilft wirklich nur die direkte Hörprobe.

      Grüße Sven

  • #21355 Antwort

    Sven

    Hallo,

    das kann ich machen. Ich schaffe es aber erst zum Ende der Woche. In den Song habe ich reingehört.
    Die Musik geht ja in Richtung Folk. Diese Musikrichtung habe ich sehr viel in den letzten 2 Wochen gehört. Die Chorus kling Stimmlich und akustisch klarer und feiner. Alle akustischen Instrumente werden extrem gut wiedergegeben. Die SB hat dagegen minimal mehr Volumen. Beide können den gewissen Schmelz in dieser Musikrichtung sehr gut Darstellen. Das gilt auch für Blues und Jazz. Mir sagt die 85 mehr zu. Letztendlich aber ist es auch in diesem Fall Geschmacksache. Ich kenne ja nur 3 unterschiedliche Lautsprecher aus Udos Feder.

    Grüße Sven

    • #21382 Antwort

      Hi Sven,

      Ich konnte vor kurzem den direkten vergleich zwischen der contra 2, SB18 (standversion) und der ft14 (vorgänger der U_do 1) machen, da alle 3 bei mir sind. Warum ich gerade nach dem lied frage is einfach… Das kann ich ohne schlechten gewissen von euch testen lassen, ohne euch in die abgründe des metals vordringen zu lassen, um herauszufinden, welche Box das kratzige/dreckige/düstere in dej stimmen besser darstellen kann 😂

      Ich habe festgestellt, dass die sb18 eine seeeehr weichzeichnende box ist und irgendwie genau dort “abschneidet”, wo die stimme so richtig tief geht. Dafür hat sie ein mega volumen.

      Mein Kollege von der Arbeit hat die 3 auch gehört und fragte mich, ob es irgendeine Box gibt, die das volumen der SB hat aber die stimmwiedergabe der Contra… Da dachte ich an die chorus… Jedoch habe ich die noch nicht gehört 😭

  • #21419 Antwort

    Ah, jetzt verstehe ich Dein Anliegen. Das ist ohne echten Hörvergleich ein Schuss in blaue. Allerdings ist mein Bausatzkauf auch einer gewesen.

    Es wurde in den Kommentaren zur Vorstellung ja geschrieben, dass die 85 die Mitte zwischen den SB und dem Hexacon Chassis der teureren Eton´s darstellt. Mir fehlt es da aber auch an Vergleichsmöglichkeiten. Vielleicht können andere Forumsteilnehmer noch mehr dazu beitragen. Volumen bietet der 8Zoll Tieftöner genug. Leider habe ich nicht Eure Ohren um Euch bei Eurer Entscheidung helfen zu können. Ich kann Dir nur versprechen, dass die Stimmenwiedergabe jedes Detail darstellt, auch in den tieferen Stimmlagen. Hier ist der kleinere 5Zoll Mitteltöner vermutlich Vorteil. Das kann sicherlich auch die SB23/3 leisten mit dem Volumen der SB Chassis.

    Grüße Sven

  • #23896 Antwort

    Hallo
    sieht gut aus,wie ist die Stabilität des Biege MDF ?
    Gruß Bernhard

    • #23920 Antwort

      Hallo Bernhard,

      Das Biege-MDF selbst ist nicht wirklich stabil. Durch das aufleimen mit jeweils 2x3mm dünnen HDF Platten beidseitig und reichlich Leim, ist die Form aber stabil geworden. Nach dem zusammenleimen der Gehäuse, habe ich innen noch Biege-MDF in die Zwischenräume der Verstrebungen geklebt. Insgesamt bin ich mit der Stabilität der fertigen Gehäuse sehr zufrieden.

      Grüße

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