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Duette Gehäuse für Anfänger

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Dieses Thema enthält 26 Antworten und 11 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Udo Wohlgemuth vor 2 Monate, 1 Woche.

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  • #32734

    DJ

    Liebe Community,

    ich bin ein absoluter Neuling im Lautsprecherbau und habe mir die Duetta vorgenommen. Für das Gehäuse habe ich mich an der “Duette Gregor” und “Stefans Duetta” orientiert. Für mich ist es wichtig dass es ein Gehäuse wird, dass im Zuschnitt möglichst einfach ist damit man sich die Teile im Baumarkt zuschneiden lassen kann und keine Kreissäge notwendig ist. Trotz allem sollte das Gehäuse ansprechend aussehen. Folgende Fragen ergeben sich bei meinem Entwurf:

    1) Durch die Kanten wird das Volumen insgesamt etwas reduziert, wie relevant sind Abweichung der Volumens bzgl. der Klangberechnung/ des Klanges?

    2) Der Bändchenlautsprecher und Mitteltöner sind ja in einer Extra “Box” untergebracht, wie relevant sind hier Abmessung und innere Geometrie (hier würde extra Holz aufgrund der Ecken verbaut werden)

    3) Im Bassreflexauslass sind auch Schrägen geplant, wirken sich diese negativ aus?

    4) Auch im Bassreflex war bei Stefan noch ein lotrechtes Brett verbaut – welche Auswirkungen hat dieses?

    4) Bei Stefan habe ich gesehen, dass zusätzlich Versteifungen verbaut wurden, sind diese ohne große Neuberechnung möglich?

    Wie gesagt bin ich Neuling und auch mit der Nomenklatur nicht firm – für Anregungen und Hinweise bin ich dankbar. Die Pläne teile ich auch gerne.

    Beste Grüße,

    DJ

    Duetta Anfänger

  • #32735

    Udo Wohlgemuth
    Keymaster

    Hallo DJ,

    deine Volumenänderungen liegen im Marginalbereich und machen klanglich weniger aus als die Zimmertemperatur. Aber: Hast du die nötigen Werkzeuge und Werkstatt für dein Vorhaben? Wenn du auf Baumarktzuschnitte angewiesen bist, wird wahrscheinlich kein Elektrohobel und keine Japansäge zur Hand sein. Lies dir besser die eckige Duetta in den Bauberichten schön, die bekommst du auch mit einfachen Mittel hin.

    Gru Udo

    PS: Füge deinem Nick noch zwei Buchstaben zu. Die Personal Mails wollen mindestens vier Buchstaben in der Empfängeradresse sehen.

  • #32736

    Monti

    Hi DJ,

    die Gehäusevolumen kannst Du in kleinem Maß ändern, grundsätzlich solltest Du als Neuling Deinen Gehäuse-Entwurf von Udo absegnen lassen. Gib ihm auch die Maße und Volumina. Beim Bass-Abteil kannst Du im Vorfeld einen Reflex-Volumen-Rechner im Internet bemühen.

    Schräge Wände sind völlig unkritisch, eher im Gegenteil, weil sie in der grauen Theorie die Entstehung von stehenden Wellen im Gehäuse verhindern/minimieren.

    12 l habe ich mal als Maß für den MT mitgenommen. Denk daran auch das Abteil für den ER4 durch anbringen eines rückseitigen Brettchens zu schließen! Sonst fungiert er als Passivmembran für den Mitteltöner.

    Große Flächen im Gehäuse sollten durch zusätzliche, asymmetrisch angebrachte Versteifungselemente „beruhigt“ werden, damit sie nicht all zu sehr mitschwingen können. Denk Dir was aus und frag Udo dann konkret zu Deinem Entwurf.

    Ciao
    Chris

    P.S. Da war Udo schneller während ich noch getippt habe und von meiner Frau abgelenkt würde. Ich lass den Beitrag trotzdem so drin.

  • #32738

    derFiend

    Bei Baumarktzuschnitten solltest du folgendes beachten: die sind so gut wie nie Millimetergenau, was besonders bei vielen gleich langen Zuschnitten auffällt, und sie machen in der Regel keine Schnitte unter 10cm Kantenlänge.

    Mit einem Bauplan wie deinem würd ich zum Schreiner gehen, das kostet nicht die Welt, aber in der Regel passen die Zuschnitte.

    Der Rest wurde von Udo schon erwähnt. Je mehr Kanten Du hast, desto aufwändiger der Schleif, und hinterher auch der Oberflächenveredelungsprozess (Lakieren, Funieren?).

    Georg

  • #32739

    Sparky

    Moin DJ,

    Deinen Entwurf betrachtend, schließe ich mich den vorherigen Kommentaren an, sofern Du kein gelernter Holzwurm bist oder einen kennst; gib das einem Schreiner an die Hand. Ich selbst baue “quadratisch praktisch gut” und selbst da treten hier und da Diskrepanzen auf; ein Gehäuseentwurf wie der Deine bedarf ein hohes Maß an Präzision und handwerklicher Finesse, damit das “Puzzle” auch ordentlich zusammenpasst am Ende….. Wo dort im Baumarkt der Aushilfsstudent die Zuschnittsäge mit der Präzision eines 5Kg Hammers führt, ist zumindest NC-Präzision angesagt – wenn Du dich also nicht tot schleifen willst, sollte das jemand übernehmen, der ordentlich auf Gehrung sägen kann – oder Du bist selbst Schreiner-Geselle. Was die Volumina betrifft: Ein Versteifungsbrettchen mehr oder weniger macht den Kohl nicht fett.

    Fazit: “Aussehen” erfordert Ausbildung vom Handwerksmeister, klingen tut aber auch der Würfel. Kompromiss wäre also die Zunft zu beauftragen, welche sich derlei Holzbearbeitung auf die Fahnen geschrieben hat – natürlich will die auch leben, aber das würde den Mittelstand beleben und eigenen Frust minimieren.

     

    Gruß,
    -Sparky

     

     

     

     

  • #32740

    Michael

    Hallo DJ,

    nur weil du keine Kreissäge hast, wissen wir ja nicht in welche Richtung deine Daumen zeigen.

    Deshalb widerspreche mal ganz frech meinen Vorrednern.

    Wenn ich eins von Vater gelernt habe, dann das man sowas schaffen kann. Man muss sich nur vorstellen können wie man, und womit man das machen kann. Ist der Plan im Kopf gereift, hol dir drei Reststücke, leime sie zu einer Ecke zusammen, und mach mal ein Probeeckchen. Gefällt es dir dann verwirkliche deinen Traum. Klappt es nicht, dann ändere deinen Traum.

     

    Oft sagen alle:  “Das geht nicht nicht”  Dann kam einer und hat es einfach gemacht.

    Gruß Michael

     

     

     

  • #32743

    Peterfranzjosef

    Hallo DJ,

    zum einen stell ich mich in den Windschatten vom frechen Michael, probieren geht über studieren.

    Kenn mich mit Konstruktionssoftware nicht so aus. Kannst Du es selber, gut. Auf alle Fälle würde ich mit einem ausgereiften Plan, aus dem die Einzelteilmaße und Winkel entnehmbar sind, zu einem Schreiner gehen, der Dir die kritischen Teile schneidet, fräst usw. . Ich würde mir dann gleich Dübel oder Lamellolöcher setzen lassen. Du willst ja kein Kartenhausgehäuse erleben, 4 oder mehr Hände an Armen mit drei Gelenken hat kein Mensch. Vor dem Leimen die Teile zusammenstellen und testen ob der Zusammenbau möglich ist. Normalerweise sieht das der Fachmann, dem Du den Plan zeigst, auf Anhieb.

    Nicht jeder Schreiner/Tischlerbetrieb, wie schon einige Boardies berichteten, ist Vollgas erpicht so einen Zuschnitt zu machen.

    Ich habe schon gute Erfahrungen mit der Schreinerei in der JVA Aichach gemacht. Vielleicht wohnst du ja in der Nähe einer JVA, die sowas macht. Auf alle Fälle erkundigen, die sind in der Regel nicht schlecht, bestens ausgestattet, freuen sich über kniffligere Aufträge (Langeweile!) und auch günstig.

    Zum anderen, find ich Deinen Plan, wenn Du noch keine ausgerichteten Daumen und viel Werkzeug hast,  gewagt.

     

    Peter

     

  • #32752

    Michael

    Hallo, diese Schnitte über zwei Winkel nennen sich “Schifterschnitte”. Nur für den Fall das du das anfragen willst.

     

    Gruß Michael

  • #32756

    Audicz

    Hallo DJ,

    probieren geht über studieren, das ist richtig, jedoch solltest Du eine Oberfräse, Fräszirkel, Schablone für den ER4, Exzenterschleifer, ausreichend Platz handwerkliches Geschick und belastbare Nerven mitbringen falls Du diese Gehäuse als Anfänger bauen möchtest.

    Lass Dir den Zuschnitt auch erstmal vom Schreiner anbieten. Baumarkt geht, aber eben mit den Kommentaren über meinem Beitrag und meiner Aufzählung an Voraussetzungen, die sicher noch nicht komplett ist.

    Falls Du es Dir zutraust und Werkzeug hast, hau rein!

    Gruß Dino

     

  • #32782

    Monti

    Nabend DJ,

    ich finde auch, einfach machen! Überleg Dir gut, wie Du die Konstruktion gestalten musst, damit Du das ganze hinterher auch gebaut bekommst.

    Hast Du schon Erfahrung mit dem Zusammenleimen von Holzbrettern? Wunderbar. Wenn nicht, gibt es allerlei Tipps und Tricks, mit denen man bewerkstelligen kann, dass die Bretter auch da bleiben wo sie hin sollen, nachdem Du sie mit glitschigem Leim eingeschmaddert hast.

    Meine Duetta war nach 20 Jahren Abstinenz im Lautsprecherbau quasi mein Erstlingswerk. Hat entspannt 8 Monate von der ersten Design-Idee bis zum ersten „Spatenstich“ gedauert und dann noch mal 4 Monate bis zu den ersten Tönen. Ich wollte das so wie es ist. Hat Spaß gemacht und ich hab viel gelernt, insbesondere aus den Fehlern. (Das Gehäuse ist ein kompletter Konstruktionsfehler, wie ich inzwischen weiß!) Ich glaub, meine Daumen haben schon in die richtige Richtung gezeigt, inzwischen sind sie noch besser justiert… 😉

    Also Butter bei de Fische und frohen Bau! Ist ein sehr schöner Entwurf.

    Chris

  • #32785

    DJ

    Wow über die Fülle der konstruktiven Rückmeldungen bin ich positiv überrascht, das gibt einen Schub 😉

    1. @Udo: den Username kann ich selbst nichtmehr ändern (nur Spitzname) soweit ich weiß geht das bei WordPress nur noch direkt in der MySQL DB im Backend

    2. Danke für den Hinweis mit der Rückwand des ER4, die asymmetrische Versteifung werde ich auch noch einplanen

    3. Ein gewisses Grund know-how bzgl. Holzbearbeitung ist da und auch der Wille sowie eine hohe Frustrationsschwelle. Eigentlich bin ich immer für selbst bauen da man das Geschaffene mehr wertschätzt, sich selbst tiefer mit der Materie beschäftigt, auch an die Kleinigkeiten denken muss und es ein erfüllendes Gefühl ist wenn man am Ende etwas geschaffen hat – aus diesem Grund werde ich mich erstmal an einige Proben wagen in der nächsten Zeit und die Ecken an einem Muster probieren. Hatte bei einer Duetta gesehen dass diese “Schifterschnitte” (danke Michael) mittels einer Japansäge und viel Schweiß mit dem Bandschleifer umgesetzt wurden.

    4. @Peterfranzjosef – mit Deinem Namen musst auch Du aus Bayern kommen 😉 – tatsächlich bin ich Münchner und nach ein wenig Googeln habe ich herausgefunden dass auch die JVA München ähnliche Dienste anbietet. Da wäre natürlich die Überlegung das Gehäuse noch etwas auszubauen mit Schrägen etc. und dann evtl. dort fertigen zu lassen. Der besagte Baumarkt meinerseits ist keiner mit Drei Buchstaben sondern ein kleiner unabhängiger hier in der Nähe wo noch wirklich Personal mit Ahnung Kundenbetreuung betreibt.

    Irgendwie ist der Weg ja auch das Ziel – wenn ich das so lese wird es auch noch dauern. Werde den Entwurf von oben nochmal überarbeiten und wieder zum Fraß vorwerfen 😉

    Jetzt schonmal vielen Dank euch für die Rückmeldungen,

    Julian

  • #32786

    Udo Wohlgemuth
    Keymaster

    Hallo Julian.

    aus deiner Antwort lese ich heraus, dass du auch Rückschläge einkalkulierst und wegstecken kannst. Das ist gut so, auf diese Art findet man schlimmstenfalls eine neue Lösung, wenn etwas nicht so richtig will. Hilfe wirst du hier bekommen, aber auch dein Wohnort hat gewisse Vorteile. Es gibt dort eine kleine, sehr freundliche Selbstbau-Zelle 🙂

    Gruß Udo

    PS: Möglicherweise kann Vadder den zu kurzen Namen verlängern, ich bin dazu zu doof.

     

    • #32787

      derFiend

      Es müsste sich auch eine Mindestzeichenanzahl bei den Nicknames einstellen lassen Udo, das verhindert solche Probleme dann zukünftig 😉

      Ansonsten sieht das hier ja klasse aus, und so wie ich das sehe gewinnen wir im Süden ein neues Mitglied in der Selbstbaufraktion (ich kann a-d-w nicht mehr schreiben, mein komischer browser macht immer automatisch “Auf dem Weg!” draus… irgendwie auch bezeichnend)…

      Georg

      • #32791

        schlamperl

        (ich kann a-d-w nicht mehr schreiben, mein komischer browser macht immer automatisch “Auf dem Weg!” draus… irgendwie auch bezeichnend)…
        Klasse!

        Gruß Jörg

      • #32795

        Vadder
        Keymaster

        Moin Georg,

        erzieh Deine T9-Korrektur mal richtig 🙂

        Das geht bei den meisten Androiden so:

        “Möchten Sie ein Wort wieder entfernen, tippen Sie dieses Wort bitte ein, damit es in den Wortvorschlägen angezeigt wird. Halten Sie das Wort getippt und bestätigen Sie die nachfolgende Abfrage, um es zu löschen.”

        Für andere Systeme stehen garantiert auch Anleitungen im WWW.

        Gruß vom Vadder

    • #32794

      Vadder
      Keymaster

      Moin Udo,

      es geht schlicht und ergreifend ohne direkten DB-Zugriff nicht.
      Aber eine PM konnte ich auch an die 2 Buchstaben schicken 🙂

      Vielleicht meintest Du das Prob bei “Jo”. Das lag daran, dass die Buchstabenfolge in zu vielen anderen Namen vorkam. Da reichte eine Änderung des Eintrags “angezeigter Name”.

      Gruß vom Vadder

  • #32790

    schlamperl

    Nabend DJ,

    eine gute Wahl hast Du getroffen, obwohl? Egal was von Udo, alles ist jut!

    Grund werde ich mich erstmal an einige Proben wagen in der nächsten Zeit und die Ecken an einem Muster probieren.

    Das mit der Probe, ist jut. Wenn Du die Eggen baust unterfüttere sie, dann kannst aus den VOLLEN sägen, beim Bau. Danach gehts auch mit einer guten Handsäge, leider nicht ohne Schleifen. Macht die ganze Sache aber auch einfacher, als sie einzupassen. Sägetechnisch!

    Das geforderte Volumen solltest Du aber nicht aus den Augen verlieren, + – 10% , wie Udo immer schön sagt.

    Gruß und viel Spässle beim Bau.

    Gruß Jörg

  • #32806

    DJ

    Habe jetzt bei Durchsicht anderer Duetta Projekte gesehen, dass jeder etwas unterschiedlich diese “Treppen” – weiß noch nicht wie die wirklich heißen, meine aber die zusätzlichen Holzbretter im Bass Volumen – anbringt und auch in der Größe variiert, gibt es hierfür Richtlinien?

    Grüße, Julian

     

  • #32807

    MartinK

    Hallo Julian.
    Die meisten Bretter sind Versteifungen, die ein Schwingen der Gehäusewände unterdrücken. Dann gibt es noch eines, dass einen Kanal nach außen bildet. Den Bass Reflex-Kanal. Oft ist es auch ein Rohr.
    Kanal oder Rohr sollten in Länge und Querschnitt nicht verändert werden. Wo die Versteifungen angebracht werden, ist nicht auf den cm genau wichtig. Hoffe, Deine Frage richtig verstanden zu haben.
    Gruß Martin

  • #32808

    Udo Wohlgemuth
    Keymaster

    Hallo Julian,

    mal dein Gehäuse auf und schick mir die Skizze oder Zeichnung per Mail. Dann kann ich sehen, was du genau meinst und ob es so baubar ist. Wie du gesehen hast, sind viele Änderungen möglich. Sie wurden alle mit mir abgesprochen.

    Gruß Udo

  • #32811

    DJ

    Habe gerade einmal die Daten des Eton 11-212/C8/50Hex in einen online Gehäuse-Bassreflex Rechner eingegeben und dort wird mir ein Volumen von knapp 50 angegeben – das Gehäuse wie aus der Skizze vom Bausatz hat ja aber knapp 100l.

    Für die Daten habe ich als Res.Freq: 22, Güte 0.31 u. Äquvialenzvolumen 134.0l angegeben. Übersehe ich hier etwas? liegt das an der rechteckigen Form des Bassreflexganges ?

    Grüße,

    Julian

  • #32812

    Vadder
    Keymaster

    Hi Julian,

    die Form des Reflexkanals ist schnurzegal. Wichtig sind Fläche und Länge.
    Ich habe übriggens von einem wahrscheinlich anderen Online-Rechner 61 Liter ausgespuckt bekommen.

    Tatsächlich brauchst Du für die einteilige Duetta 86 Liter, davon gehen 10 auf das MHT-Abteil.

    Gruß vom Vadder

  • #32813

    Audicz

    Hi Julian,

    wer Duettaklang möchte, muß sich mit dem Gehäuse eben auch an Duettamaße halten. Bringt nix das irgendwo anders ein zu geben. Vadders Volumenangabe ist schon  untere Grenze denke ich.

    Gruß Dino

    • #32819

      Vadder
      Keymaster

      Moin Dino,

      ein knappes Literchen weniger ginge noch 🙂
      Dann ist definitv Ende der Fahnenstange.
      Aber man muss da schon ein wenig mit dem Dämmmaterial spielen bis es klingt. Zuviel Putzwolle macht den Bass für mein Gehör dumpf und unkonturiert, zu wenig bollerig.
      Das ist ja das Schöne beim DIY. Nicht nur die Optik sondern auch der Klang lässt sich in Grenzen dem persönlichen Geschmack anpassen.

      Kleiner Tipp für Julian:
      Die 11er erst nur provisorisch mit 2 bis 3 Schrauben fest machen. Meine musste ich zweimal raus nehmen bis es passte. Bei Sohnemann waren drei Anläufe nötig.

      Gruß vom Vadder

  • #32817

    Udo Wohlgemuth
    Keymaster

    Hallo Julian,

    die Geschichte mit den Simulationen des 11er Eton ist schon recht alt. Vor 20 Jahren baute Bernd Timmermanns seine EOS mit diesem Bass in 60 Liter, die fast jede Software als genau passend ausgab. Als ich damals bei K+T anfing, habe ich die Boxen aufgebaut, um ihnen den von vielen Käufern geforderten Mitteltöner anzumessen. Beim Testhören gefiel mir der Bass nicht wirklich, zu dick und wenig Tiefbass. Schon damals hatte ich mir angewöhnt, den Vorschlägen der Simulation nicht unkritisch zu folgen, sondern selbst das Volumen nach meinem Gutdünken zu bemessen. Für die Duetta kamen deswegen 90 Liter heraus und das ist gut so 🙂

    Gruß Udo

  • #33005

    DJ

    @Dino an die Maße halte ich mich gerne, mein Wissensdrang wollte nur ergründen woher die Abweichen der Maße kommt – aber auch hier scheint mal wieder zu gelten Erfahrung und probieren ist mehr Wert als alle Berechnungen 😉

    Nachdem ich ein paar Tage Dienstfrei hatte wurde das Projekt in Angriff genommen, das Holz bestellt und bereits zu großen Teilen zusammengebaut.

    Folgende Fragen haben sich ergeben:

    1. Sollte man zuerst die Chassis Kabel etc. installieren und dann die letzte Seite anbauen oder ist bei der  einteiligen Duetta die Installation der Teile auch bei bereits vollständig fertigem Gehäuse gut möglich?

    2. Welche Bohrungen werden für die Kabel zu den Lautsprechern gebraucht (Größe? spezielle Position?)

    3. Die Anschlussbuchsen nach Außen an der Rückseite kann man am Ende nach dem Funieren hinzufügen?

    4. Der ER4 ist ja so eine Sache mit seinen Maßen. Das mit dem Rahmen habe ich noch nicht gänzlich verstanden, der Fräser gibt doch den Radius der Ecken an oder ? Wenn es genau passend werden soll muss man sich einen 9mm und 30mm Fräser kaufen?

    Danke für eure Rückmeldungen, das macht wirklich Spaß 😉

  • #33008

    Udo Wohlgemuth
    Keymaster

    Hallo Julian,

    das sieht doch schon ganz gut aus. Kleb die 2. Seite auch drauf und bearbeite die Kanten. Wenn du vorher noch etwas Zeit hast, kannst du dir den Bericht zur SB 24 ACL MK2 ansehen. Auch dort sind die Gehäuse vor dem Weichen-, Dämmstoff und Chassiseinbau endbehandelt. Durch die Chassisausschnitte, die in diesem Fall sogar nur 96 mm Durchmesser haben, bekommst du alle Innereien in die Box. Die Kabel werden durch die Watte zu den Chassis geführt. Wo Bohrungen in getrennte Kammern nötig sind, nimm einen 6 – 8 mm Bohrer und verschließ das Loch nach Kabeldurchführung mit Leim oder Heißkleber.

    Die Fräsungen solltest du nach dem Furnieren machen, dafür aber am besten die Chassis selbst nachmessen. Toleranzen gibt es auchbei ungeeichten Zollstöcken. Für den ER4 nehme ich einen 10 mm Fräskopf, der passt gut genug. Matthias (DA) hat eine schöne Anleitung für den Fräsrahmenbau geschrieben, damit sollte es auch mit dem Hochtöner klappen.

    Gruß Udo

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