Zurück zu Fragen zu Bausätzen

Dusty34/ Linie 73- Reflexrohrlänge ändern für optimierte Raummodenanregung

Startseite Foren Fragen zu Bausätzen Dusty34/ Linie 73- Reflexrohrlänge ändern für optimierte Raummodenanregung

  • Dieses Thema hat 5 Antworten und 3 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 2 Jahre, 2 Monaten von Kiekste wa.
Ansicht von 5 Antwort-Themen
  • Autor
    Beiträge
    • #31662
      Kiekste wa

      Hallo liebe Forumsmitglieder,

      ich besitze seid längeren mehrere Bausätze von Udo und bin dann bei den Dustys hängen geblieben. Dank nochmal an den Entwickler für diese Konstruktion 😉 sowie Weiterführung durch die Linie 73.

      Einfach unglaublich was aus denen herauskommt. Nach meinem Umzug in eine wesentlich akustisch günstigere Wohnung wurde mir erst bewußt, dass doch noch erheblich Potential in Udo´s Kreationen schlummert.

      Das Thema Akustik und das Basteln daran gehört zum Hobby Musikhören einfach dazu. Gebaut wurden Absorber für Erstreflexionen und den Bereich unter 300 Hz sowie Helmholzresonatoren. Hat man die Nachhallzeit einigermaßen im Griff, vor allem die 40 Hz Moden, merkt man erst recht wieviel Mühe sich Udo, ETON bzw. der Produzent der Aufnahme gegeben hat.

      Nun zur eigentlichen Frage:

      In wie fern kann ich die Bassreflexrohrlänge ohne negative Auswirkungen für den Lautsprecher ändern? Boxenvolumen/ Weiche kann beibehalten werden? Versuch wäre mit einem längeren/kürzeren Rohr die Raummodenanregung günstig zu verändern. Z. Bsp. ist bei der Linie 73 das Reflexrohr HP70 um zwei cm kürzer.

      Gruß

      Marcel

    • #31664
      Monti

      Moin Marcel,

      da hast Du ja schon jede Menge Mühe in die Raumoptimierung investiert. Dazu würde mich mal interessieren, ob Du die Helmholtzresonatoren selbst gebaut hast, auf Basis welcher Erkenntnisse sind sie wie dimensioniert und wie hast Du die Position im Raum ermittelt? Und bist Du mit dem Ergebnis zufrieden?

      Zweite Frage: was für (sonstige) Absorber für unter 300 Hz hast Du gebaut und auch hier wieder die Frage der Dimensionierung und Positionierung.

      Nun noch kurz zu Deiner Frage: mit der Länge des Reflexrohres in Verbindung mit dem Gehäusevolumen bestimmst Du die untere Grenzfrequenz in Abhängigkeit der Chassis-Parameter Deines Lautsprechers. Durch Veränderung der Reflexkanal-Länge kannst Du also die untere Grenzfrequenz verschieben. Das kann Sinn machen, wenn Du genau in diesem Frequenzbereich eine Raummode hast, die an Deinem Hörplatz ihre negativen Eigenschaften entfaltet, oder Du aufgrund beispielsweise wandnaher Aufstellung der LS den Bass im unteren Frequenzbereich zähmen möchtest.

      Gezielt über der unteren Grenzfrequenz liegende Frequenzbereiche wirst Du damit nicht sinnvoll beeinflussen können. Dazu wirst Du vermutlich an die Frequenzweiche müssen. Ob das aber zufriedenstellend gelingt… Udos Entwicklungen sind da, wie Du schon selber festgestellt hast, sehr langzeittauglich ausgelegt.

      Es gibt hier auch andere Boardies, die die Verwendung eines DSP propagieren… (nicht meine Baustelle) 🙂

      Ciao
      Chris

    • #31673
      Kiekste wa

      Moin Chris,

      ich habe in der Tat mich sehr viel mit Messen und Bauen beschäftigt. Besonders die Helmholzresonatoren (HHR), noch ein Provisorium 😉 ,  sind einfacher mit Messequipment abzustimmen als mit dem Gehör. Also Mikro ECM8000 sowie REW als Software sind vorhanden. Die HHR sind selbst gebaut. Die Öffnung ist dabei variabel. Die Gesamtgröße platztechnisch ermittelt was max. möglich ist. Zu erst einen 125 Liter HHR gebaut und später in zwei ca. 75 Liter (40x40x60cm) HHR umgestaltet. Dabei habe ich mess- und hörtechnisch festgestellt, dass diese an den Raumkanten (bei mir direkt hinter den Dustys) besser funktionieren als in den Ecken. Die HHR sind zur Hälfte ca. mit Dämmvlies gefüllt. Im Frequenzgang steigt dann der Pegel leicht an, wird aber gleichmäßiger und die Nachhallzeit sinkt beträchlich. Der Klang der Dustys profitiert enorm dadurch. Ich habe eine ca. 40 Hz Mode.

      Kurz gesagt die Resonatoren funktionieren sehr gut, so dass ich auch locker ohne Breitband- und Erstreflexionsabsorber hören kann. Die Breitbandabsorber stehen an zwei Ecken raumhoch. Ca. 50x50x250cm mit Glaswolle gefüllt. Sind aber wie die seitlichen Absorber mobil gehalten. Fals Besuch kommt gehen die in den Keller. Thema WAV.

      Und daher der Gedanke, wie du Chris schon erwähnt hast. Wenn ich das Reflexrohr verlängere, dass ungefähr in diesem Bereich der 40 Hz Mode resoniert, eine tiefere untere Grenzfrequenz erreiche. Somit also die Raumanregung veringere. Wieviel das an Pegel sein wird sei erstmal dahin gestellt. Letztendlich zählt das Gesammtkonzept und das Gehör entscheidet immer zu letzt. Und ein DSP kommt nicht in Frage 😉

      Vielleicht meldet sich Udo persönlich dazu

      Gruß

      Marcel

    • #31680
      Monti

      Hi Marcel,

      ich habe heute morgen noch den Hinweis auf den Reflexkanalrechner vergessen. Allerdings finde ich ihn vom mobile in der U-Bahn gerade nicht in den Tools. Damit könntest Du vorab theoretisch noch ein wenig spielen…

      Ciao
      Chris

    • #31681
      Udo Wohlgemuth
      Verwalter

      Hallo Marcel,

      ob das Kürzen der Reflexrohre in deinem Fall nützt, kannst du nur testen. Schlimmstenfalls musst du neue Rohre haben 🙂

      Gruß Udo

    • #31772
      Kiekste wa

      Moin Moin,

      Okay Udo. Ich werde damit etwas experimentieren.

      @Chris: Mit einem Reflexkanalrechner habe ich mir das schon angeschaut.  Interessant finde ich die unterschiedliche Reflexabstimmung zwischen der Dusty und Line 73. Auch wenn es nur wenige Herz sind.

      Angenehmes Schwitzen

      Marcel

Ansicht von 5 Antwort-Themen
  • Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.acoustic-design-magazin.de/Lautsprecher-selber-bauen/Thema/dusty34-linie-73-reflexrohrlaenge-aendern-fuer-optimierte-raummodenanregung/