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Eine Bluesklasse für mein 14qm-Homeoffice

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  • Dieses Thema hat 23 Antworten und 8 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 1 Woche von Matthias (DA).
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    • #53006
      TobiasH

      Hallo liebe Leser(innen) und ein gutes Neues Jahr!

      Nach einigen Monaten im Corona-Homeoffice reicht mir nun meine aktuelle Beschallung hier nicht mehr aus. Meine Frage richtet sich nun nach der optimalen Laustsprecher/Chassis-Größe (und dadurch nach dem optimalen Lautsprecher für mein 14m² Kelleroffice! Natürlich wäre eine Duetta der Hammer, hier unten macht sie sicher akustisch keine gute Figur. Nach fleißigem lesen von Magazinvorstellungen hier bei Uwe und meiner alten Liebe zu ETON liebäugele ich jetzt mit der ETON Doppel7 und ein wenig mit der Linie 53. Ich habe allerdings bedenken, dass die Doppel 7 und allemal die Linie 53 zu groß für meinen Raum sind.

      Ich bin gespannt auf Eure Erfahrungen und Meinungen!

      Meine Hausaufgaben habe ich auch gemacht:

       

      – Hast du bereits Erfahrungen bzgl (DIY-)HiFi und wenn ja welche?

      Ja, habe mir die Mona 2.1 und noch ein paar Vistaton Monitore für den Schreibtisch selbst gebaut – ist gar nicht so schlecht geworden und schlägt tonal alles gekaufte in der Preisklasse!

      – Nenne Details über den zu beschallenden Raum (Art und Größe, ggf akustische Situation)

      Keller-Büro

      Fläche: 14m² (fast quadratisch)

      Deckenhöhe: 2,20m

      Fußboden: Kork

      Decke: Steinwolle

       

      – Welche Aufstellsituationen sind möglich? (Wandnah/Freistehend, Kompakt-LS/Stand-LS, gerne auch mit Foto oder Skizze)

      Standboxen mit wandnaher Aufstellung, da der Raum eher klein ist. Sitzpositon nicht immer 100% im Stereo-Dreieck.

      – Wie groß dürfen die Lautsprecher maximal werden?

      Doppel7 wäre ok.

      – Beschreibe deinen “Hörgeschmack” in Bezug auf Musikrichtung, Vorlieben im Bassbereich (viel/wenig, trocken/punchig), geforderte Pegel, …

      – Oft Backroundmusik aus dem Radio (z.B.WDR4)

      – Rock (gerne Life-Konzerte DTH, U2 &Co.)

      machmal Elektronisches (Schiller & Co, wenns krachen soll Mayday Best of usw), da gerne mit etwas Tiefbass

      – Klassik Symphonien (schön wenn man den 1. Geiger genau verorten kann und sich jede Saite heraushören lässt.

      – Was ist bisher an Lautsprechern vorhanden?

      Mona 2.1 (ADW DIY)

      Mini Monitor Basic MK2 (Visaton / Strassacker DIY)

      B&W CM9

      B&W 686S2

      ETON Pro 175 (im Auto)

      – Aber alles bis auf die Visaton in anderen Räumen und soll auch nicht gemeinsam betrieben werden.

      – Welches Elektronikequipment ist bereits vorhanden oder soll angeschafft werden (Verstärker, Quellen, Raumkorrektur)

      Für die neuen Boxen ein guter alter Pioneer A77X mit MacMini als Quelle (Spotify, HiRes Flacs)

      – Wie würdest du deine handwerklichen Fähigkeiten und Möglichkeiten einschätzen?

      Fähigkeiten sind gut, Zeit ist knapp. Stichsäge & Schraubzwingen sind vorhanden 🙂

      – Wie hoch ist das maximale Budget?

      <=2000€

      – Aus welcher Region kommst du? (wegen Möglichkeiten zum Probehören und persönlicher Beratung)

      Herford in OWL

      – Hast du spezielle Wünsche?

      Ich wünsche mir und uns einen regen Austausch!

       

       

    • #53010
      Hermann Hellweg

      Hallo Herr Nachbar,
      Lass Dir versichert sein, dass eine SB18 in so einem Raum für ordentlich Schub sorgt. Das weiß ich aus eigener Erfahrung. Mein Homeoffice war kaum größer, etwa 16-17qm. Aus Udo‘s gelber Zeit hatte ich auch mal die FT12 daneben stehen gehabt, die tut es auch, wird aber nicht mehr vertrieben. Eine Duetta Top ist gerade bei mir im Bau. Also „gerade“ bedeutet bei mir seit etwa einem Jahr. Ich schätze, dass die Bassgewalt ähnlich der SB18 sein wird, aber natürlich im Hochton um Längen überlegen ist. Der Bau wird noch etwa 3-4 Wochen dauern.
      Gerne können wir uns via PN verabreden, dann kann ich die Anlage für Probezwecke in dem Raum entsprechend aufbauen. Bis HF sind es nur knapp 10km.
      Grüße
      Hermann

      • #53032
        TobiasH

        Hallo Hermann,

        danke für deine Antwort! Die SB18 ähneln ein wenig meinen Monitoren (Visaton Hochtöner SC 10 N & Visaton Tieftöner W130 S, 4 Ohm). Die machen schon viel richtig, sind aber eben Monitore und könnten Tiefbass, mehr Punch und etwas weniger Analytik vertragen. Das verspreche ich mir von den neuen Würfeln.

        Ausserdem habe ich bisher überall Kalotten verbaut und bin total neugierig auf die ER4, daher ist es wunderbar dass du die D-Top gerade im Bau hast (PM kommt 🙂 ).

        VG

        Tobias

    • #53024
      Peterfranzjosef

      Hallo Tobias,

      bei Deiner Raumgröße sehe ich 17TMT als ausreichend an.

      Ich kann mich Hermann anschließen. Bei mir ist die SB18 in der 25qm² Küche ausreichend. Die FT12 werkelt immer noch mehr als ordentlich im ca. 11qm² Fernsehzimmer.

      Da wirst Du mit der Duetta-Top gut fahren. Chorus ist auch gut, und die Linie 71 auch. Die Frage ist nur, mit welchem HT Du die “Geigenseite” am besten für Dich empfindest. Also wenn´s geht Probehören.

      Ich würde dann auch mit einem 17TMT trotzdem Standboxen bauen, das “tote Volumen” so konzipieren, das Du durch einfaches “Aufbohren” einen zweiten reinschrauben kannst, sollte wider erwarten noch mehr Bassdruck benötigt werden.

      Es gibt im Internet auch einfache Tools zum Berechnen der Raummoden. Mit diesen Anhaltspunkten könnte auch eine kleinere LS-Box eine Alternative sein. Denn wenn der Raum zu sehr aufdickt, kann auch eine nicht so tiefe Basswiedergabe eine Überlegung wert sein. L 51/52 und Ilumi 15/30

      Servus Peter

       

      • #53033
        TobiasH

        Hallo Peter,

        danke für deinen Kommentar! In meiner Küche bin ich mit der Mona 2.1 auch super-zufrieden, kaum zu glauben bei den Zwergen. Für den Keller stelle ich mir etwas für gezieltere Hörsessions vor, da darf es gerne etwas feiner zugehen als in der Küche 🙂

        Ich werde auf jeden Fall die D-Top probehören, schon jetzt Danke an Hermann :))

        Standlautsprecher hatte ich mir von vornherein vorgestellt, passt genau in mein Bild. Später aufbohren möchte ich allerdings nicht. Der Tipp mit den Moden ist super, werde ich mir in einer ruigen Minute anschauen. Ist bei meiner Mona in der Küche ganz massiv- direkt am Spülstein drückt mich der Bass fast weg, einen Schritt zurück ist alles eher ausgewogen. (Und um die Ecke im Hausflur wummert es wieder *g*). Du meinst also mehr Membran-Fläche könnte ggf. zu sehr auftragen in dem Raum?

        Viele Grüße

        Tobias

         

        • #53034
          MartinK

          Moin Tobias.
          Ob oder wo der Bass zu sehr aufdickt, liegt am Raum und ist fast unvermeidbar. Oft bringen am Hörplatz schon 20 cm Verschiebung von Ohren oder Lautsprecher sehr viel.
          Hier wurde schon öfter geschrieben, dass bei Lautsprecher x nichts am Bass gefehlt hat. Bis zu dem Zeitpunkt an dem eine Erweiterung (z. B. Duetta Top zu Duetta) stattfand. Das kann ich nur bestätigen. Insofern ist Peters Idee gut. An Upgrademöglichkeit denken. Oder frei nach Matthias (DA): Bau das größte/ beste was das Budget hergibt.
          Gruß Martin
          PS: Die Duetta Top macht auch im großen Raum einen gewaltigen Eindruck!

        • #53049
          Peterfranzjosef

          “Du meinst also mehr Membran-Fläche könnte ggf. zu sehr auftragen in dem Raum?”

          Genau.

          ich hatte das Problem mit der MS 7, 2-Wege Dáppolito, mit vier  17zehnern TMT insgesamt, nach einem Umzug, in einem 3,70-7,40m Wohnzimmer. Aufgrund der Raumgeometrie ein Bassmodenparadies.

          Ein 10cm Fostexbreitbänder im Exponentialhorn -3dB punkt bei 70Hz, Hornmund nach hinten, mit viel Wandabstand, am besten in der Raummitte, löste das Problem. Den abfallenden Bass ergänzte der Raum. Es wurde teilweise sogar der Verdacht geäußert, ich hätte einen Subwoofer versteckt. Viel Musik habe ich aber auch nicht damit angehört. Der Raum war in allen akustischen Feinbelangen eine Fehlkonstruktion.

          Ich habe (schon mal geschrieben) vor dem Duettabau, das Bassverhalten mit 2 12″Subs im Raum getestet. Stell doch mal was von dem, was du schon hast, Probeweise rein, wummern kann jeder TMT.

          Servus Peter

           

           

           

        • #53054
          Matthias (DA)

          Moin,

          Stimmt absolut mit dem Bassverhalten, kommt aber auch sehr auf den Raum und die chassis und die Auslegung an.

          In meinen 20m² ist sb18 viel zu wummerig, auch bei unterschiedlicher Aufstellung, die Duetta ist entspannt und spielt wunderschön.

          SB15 hat in 20m² auch noch gut funktioniert, wenn auch die unteren Oktave dann fast unbemerkt gefehlt hat.

          Ich denke Duetta Top ist schon genial, Linie 51 würde auch gut passen, Chorus 51 eine hervorragende Preis-Leistungs Siegerin.

           

          Und all das völlig nutzlos für alle anderen ausser mir, da jeder eigene Ohren und Raum mitbringt.

          SB gefällt manchen auch besser als Eton, bringen mehr imposanten Bass mit, wo die Duetta wunderschön spielt ohne auf Effekte zu heischen

           

          Alles nicht so einfach, und aber zum Glück kann man mit keinem Lautsprecher der Bluesklasse was falsch machen

           

          Matthias

           

          PS: lieber einmal und dafür richtig wurde ja schon gesagt 😉

    • #53039
      Gipsohr

      Hallo,

      meine erste Selbstgebastelte nach der Needle war eine Duetta Top. Die habe ich als Standbox gebaut und das gewonnene Volumen als Bassraum benutzt. Da sie inzwischen weg sind, weiß ich nicht mehr wie das Volumen war. 35  Liter dürften es sein.  Damals mit Udo abgesprochen.

      In meinen quadratischen 15 qm hat es tlw heftig gemodet … seitdem stehen da LS mit kleineren TMT.

      Ich würde, bevor ich mir zu viel Bass reinstelle, zwei Boxen aus deinem Fundus nehmen und mit entsprechender Kost füttern.

      Grüße

      • #53079
        TobiasH

        Moin!

        Die Raummoden scheinen tatsächlich ein Hauptkriterium zu sein, werde auch jeden Fall vorher eifrig testen. Dann wären ja auch die Doppel7 raus…

        (Oder ich baue mir einen schönen Difussor…)

        VG
        Tobias

    • #53055
      Matthias (DA)

      Noch ein Gedanke,

      Wenn Du die Doppel7 baust laufen deine B&W Gefahr abgelöst zu werden…

      Kein Quatsch, die .duetta würd ich nie gegen das Flaggschiff von denen tauschen

      Ggf auch ne Option die erst mal im Arbeitszimmer zu testen ob die passen oder zu groß sind

      Das spricht wvtl auch für die Option erst mal Duetta top, die dann recht bald zur Duetta fürs Wohnzimmer ausgebaut werden könnte falls du da häufiger Musik hörst…

      Matthias

      • #53078
        TobiasH

        Moin Matthias,

        das ist eine gute Idee, ich werde auf jeden Fall meinen Bestand einmal im Zielraum testen, insbesondere die CM9. Die haben mit 2x 17′ MT schon Potenzial. Interessant ist allerdings, dass die Kisten in meinem Wohnzimmer-Setup kaum drücken. Das liegt zum Teil am Denon AVR, allerdings auch an der Abstimmung der Box. Selbst im Bereich einer Mode ist der Bass überschaubar…

        Verlockent ist definitv, mit Blick auf das Wohnzimmer die Box bewusst etwas groß zu bauen, aber dann habe ich 2 Baustellen – sehr gefährlich 😉 (Gleiches Gilt für die Duetta Top, aber die könnten realistisch auch im Keller funktionieren).

        VG
        Tobias

    • #53058
      schuelzken

      Nabend Tobias,

      Natürlich wäre eine Duetta der Hammer, hier unten macht sie sicher akustisch keine gute Figur. Nach fleißigem lesen von Magazinvorstellungen hier bei Uwe und meiner alten Liebe zu ETON liebäugele ich jetzt mit der ETON Doppel7 und ein wenig mit der Linie 53. Ich habe allerdings bedenken, dass die Doppel 7 und allemal die Linie 53 zu groß für meinen Raum sind.

      Ich bin gespannt auf Eure Erfahrungen und Meinungen!

      Vor einigen Jahren baute ich den D7C als kompakte Rearspeaker Version für mein Heimkino, in zwei verschiedenen Abstimmungen mit 2x BR70 Kanälen die verschließbar sind. Der Unterschied wenn ein Kanal verschlossen bzw. geöffnet wurde war deutlich wahrnehmbar.
      Das gefiel einem Kollegen so gut das ich für ihn eine Standversion der Lautsprechers baute, für einen ähnlich großen Kellerraum wie deinen. Die Gehäuse sind sehr ähnlich der späteren Chorus73 die ja bekanntlich auch 2x BR70 hat.

      Bei den Hörproben seinerzeit war ich sehr erstaunt und verwundert wie gut die D7C in diesem Raum funktionierte. Um auch Vergleich und Quer zu hören nahmen wir seine SB15STC und meine SB18/SB36. Auch hier wunderten wir uns und waren eher ernüchtert darüber das diese Lautsprecher gar nicht funktionierten. Ein Gebrumme und Gewummse das sich die Balken biegen und wir den nicht vorhandenen SUB suchten. Und wenn der Pegel etwas angehoben wurde, kam ein lautes “Halt Stopp so nicht”. Dann das übliche hin und her schieben, Hörposition ändern blabla usw. , der Erfolg war eher homöopathisch. Die gleichen Lautsprecher bei Zimmerlautstärke in seinem Wohnzimmer gehört und alles war gut, also das was man eben von SB so kennt.

      Daraus resultierend ist meine Erfahrung, mehr Membranfläche bedeutet nicht gleich mehr Probleme. Alles kann aber nicht muss.

      Meine kompakte D7C Version ist mittlerweile auch eine Standversion geworden und ehrlich gesagt, das Ding geb ich nicht mehr her. Die Alternativen für deine Raumgröße sind für mich die C73, C71ACL, C52ACL, C51ACL.

      Da du aber den ER4 haben willst richte den Blick mal in Richtung L52ACL, das Ding wird dich umhauen.

      Gruß Schülzken

      • #53077
        TobiasH

        Moin Schülzken,

        was genau meinst du mit verschlossenem Kanal? Bassrefelexöffnung verschlossen? Einen TMT on/off ?

        Oder die Volumenerweiterung im Gehäuse verschließbar? Im Baubericht der D7C als Standbox von Dino steht

        “Den Bassreflexkanal habe ich hinter der Front bereits vorgesehen, jedoch nicht geöffnet. Zuerst wollte ich ein Bassreflexrohr auf der Rückseite ausprobieren und habe mich nach Beratung mit Udo für schülzkens 100er Abstimmung entschieden. Leider hat mich die Schallausbreitung nach hinten gestört und ich habe das Rohr verschlossen und den Originalkanal auf der Front geöffnet. Der Lautsprecher hat jetzt mehr „Bauch“ und klingt harmonischer. Mein Tip: Bassreflex nach vorne.”

        Das geht auch in die Richtung, oder?

        L52ACL sieht auf den ersten Blick auch sehr verführerisch aus – Schlanke Dame, ER4, 2x ETON 5”, D’Appolito… auf dem Papier könnte das passen 🙂

        VG

        Tobias

         

        • #53091
          schuelzken

          Nabend Tobias,

          was genau meinst du mit verschlossenem Kanal? Bassrefelexöffnung verschlossen? Einen TMT on/off ?

          Ich spreche von der D7C (DuettaCenter), das ist ein 2Wege LS.
          Die D7 ist ein 2,5Wege LS.

          Die D7C Kompakt hat oben und unten je einen BR Kanal, also 2x BR70, entspricht einmal BR100. Beide Chassis wirken auf ein Volumen (45L, Abstimmung um ca 42/43Hz). Wenn ich jetzt einen Kanal verschließe, ich habe mir dazu passgenaue Holzkeile angefertigt, fällt die Abstimmung ca. 5-7Hz runter. Das heißt, der Bass geht tiefer runter, ist aber leiser, die Kurve fällt flacher ab. Habe ich beide Kanäle wieder offen ist der Bass druckvoller, geht aber nicht ganz so tief runter. Der Bass klingt knackiger.

          Ergänzend sei gesagt, es gibt auch DuettaCenter mit der Standard BR Variante von Udo. 2x BR50, entspricht einmal BR70.

          Im nächsten Schritt habe ich das Volumen für die beiden 7″ innen geteilt, so das jedes Chassis einen eigenen BR Kanal hat. Klanglich fehlte dann aber untenrum der Schmelz. Will heißen, der Bass war zu dünn. Dann die Kanäle mit Einlegebrettchen verkleinert, jetzt war wieder mehr Tiefgang zu hören, aber der Aufwand zu groß, also das Trennbrett wieder raus.

          Was lernen wir daraus?
          Der 7/360 Hex mag es mehr Volumen im Kreuz zu haben, er spielt dadurch harmonischer im Grundton. Diejenigen unter uns die diesen Lautsprecher mit einem Röhrenverstärker betreiben wissen sofort was ich meine.

          Dinos Fehler war, sofern man von Fehler sprechen kann, den BR nach hinten zu setzen.
          Ich hab meine BR immer vorne, angefangen von DuettaTop über D7, D7C, Duetta bis GranDuetta. Egal welche Tröte ich gerade gebaut habe, BR ist auf der Schallwand.

          So, genug geschwätzt.

          Gruß Schülzken

        • #53110
          TobiasH

          Moin Schuelzken,

          danke für die Erhellung! Das mit dem BR-Kanal wäre eine interessante und recht einfache Variante, um mit dem Tiefton-Character zu spielen – werd ich gleich mal bei meinen BWs testen (da waren tatsächlich Stöpsel ab Werk dabei). BR vorne finde ich auch gut, Seite habe ich ebenfalls gute Erfahrungen gemacht bei meinen Visaton Monitoren.

          Noch eine Sache, die Linie 52ACL hat ja 2x 5er 212, die DuettaTop das altebekannte 7-360er Chassis. Schonmal beide im direkten nenbeneinander gehört?

          VG

          Tobias

           

        • #53162
          schuelzken

          Nabend Tobias,

          Schonmal beide im direkten nenbeneinander gehört?

          Nein, das nicht, aber schau dir mal vom fünfer und siebener das Wasserfall Diagramm an, da sollte zumindest das Ein- und Ausschwingverhalten Aufschluss geben.

          Eine BR Box gegen eine ACL Box zu hören macht meiner Meinung wenig Sinn weil es unterschiedliche Konzepte sind. Meine Erfahrung ist, ACL klingt untenrum etwas dicker, das sagt aber erstmal nichts aus, weil es zu stark Raumabhängig ist.
          Hinzu kommt, bei gleicher Chassis Bestückung ist ACL im Gesamtpegel ca 3dB leiser, also etwas weniger belastbar als die BR Ausführung.

          Gruß Schülzken

        • #53232
          TobiasH

          Moin Schuelzken,

          Wasserfalldiagramme interpretieren ist für mich ein bisschen wie Kaffeesatz-Lesen 🙂

          Als Basis wäre ein gut lesbares Diagramm toll. Das von Udo ist ein bisschen sehr grob, man erkennt das Raster gar nicht. Das für den 7er ist ein Fundstück aber besser skaliert. Auch wäre eine vergleichbare und sinnvolle Skaleneinteilung toll. All das habe ich nicht gefunden, es aber mit dem was ich gefunden habe probiert.

          Auf den ersten Blick hat der 7er einen linearern Frequenzgang und macht etwas mehr Druck. Allerings schwingt der 5er schneller aus – macht ja auch sinn weil weniger Masse.  Somit klingen die 5er vielleicht etwas agiler. Deckt sich das mit deinen Erfahrungen?

          Noch was, ich finde die Duetta Top ADW mit dem BR-Holzkanal optisch sehr gelungen – ist dann sicher äquivalent zu der mit dem 1×75 er Rohr, oder?

          ACL habe ich noch nicht geört geschweige denn gebaut, wäre interessant. Klanglich ein bisschen wie Transmission Line?

          VG

          Tobias

        • #53237
          schuelzken

          Hallo Tobias,

          Wasserfalldiagramme interpretieren ist für mich ein bisschen wie Kaffeesatz-Lesen 🙂

          Das soll auch nur grob zur Orientierung dienen, jeder interpretiert da was anderes hinein. Man muss den Lautsprecher schon kennen um zu sagen wie diese Diagramme zu lesen sind.

          Auf den ersten Blick hat der 7er einen linearern Frequenzgang und macht etwas mehr Druck. Allerings schwingt der 5er schneller aus – macht ja auch sinn weil weniger Masse. Somit klingen die 5er vielleicht etwas agiler. Deckt sich das mit deinen Erfahrungen?

          Würde ich ähnlich sehen.

          Noch was, ich finde die Duetta Top ADW mit dem BR-Holzkanal optisch sehr gelungen – ist dann sicher äquivalent zu der mit dem 1×75 er Rohr, oder?

          Beim Kanal hat Udo seinerzeit die Fläche um 30cm², also etwas weniger als BR70(38cm²). So zum Bespiel damals bei meiner Kera 360.1

          In der neuen Zeichnung für DT und DT Aktiv ist sogar nur ein BR50 Rohr drin, sprich nur 19cm².

          In der Regel ist die BR Kanalfläche ca. 15-20% der Membranfläche vom Bass. Ausnahmen bestätigen die Regel. Man hat also Spielraum sich zu entfalten.

          Gruß Schülzken

    • #53083
      max

      Servus Tobias,

      mal noch eine andere Frage: Wie sehr hängst du denn an deinem alten Pioneer?

      Bunt gemischter Musikgeschmack von Klassik über Rock bis Schiller, nur ein angebissener Apfel als Quelle, HiResFiles, recht üppiges Budget und Angst vor Problemen mit der Raumakustik.
      Ich würde an deiner Stelle wohl auf einen Aktiv-LS setzen, damit hättest du bzgl Bassabstimmung noch ein durchaus wertvolles Werkzeug in der Hand.
      Ich kenne zwar die L52ACL noch nicht, wohl aber Chorus52ACL und diverse ER4-Bauten – Und wenn das Ding so gut ist wie ich es mir vorstelle (eben eine 2×5″ ACL mit ER4), dann sollte das wirklich super passen.
      Die L52ACL gibt es noch nicht aktiv – Udo könnte man von der Aktivierung bestimmt überzeugen.

      Gruß Max

      • #53111
        TobiasH

        Moin Matthias,

        coole Idee. Tatsächlich hänge ich etwas an dem 35 Jahre alten Pioneer-Klotz, ist ein Familienerbstück. Drückt um längen besser als mein aktueller Denon AVR. Ob die Endstufe im LS oder im Rack steht ist mir relativ egal, allerdings möchte ich für evetuelle Klangverbieger (DSPs) gerne eine gute Basis schaffen. Ausserdem schrecken mich die 2x 370,- extra für die Hypex ein wenig ab 🙂

        VG

        Tobias

         

         

        • #53112
          Matthias (DA)

          Moin Tobias,

          Auch wenn vermutlich Max gemeint war, ein wenig Senf,

          Ein fetter Pioneer von 1985 darf geehrt werden, bleib ruhig dabei. Welches Modell ist es denn?

          DSP kommt für mich immer an letzter Stelle, insbesondere bei der Bluesklasse. Dann doch lieber Probleme durch Aufstellung und richtige Lautsprecherauswahl lösen 🙂

          Linie 52 verspricht feines Spielen bei reduzierter Gefahr von Moden.

          Ob sie dann aber im Wohnzimmer groß genug ist?

          Nur für den Fall das Du feststellst damit einen neuen Lieblingslautsprecher zu haben..

          Aber egal, gibt ja noch mehr Möglichkeiten zum Bauen

          Linie 51 könnte in 14m² auch schon reichen

          Matthias

        • #53231
          TobiasH

          Moin Matthias,

          sorry wegen der Verwechslung, Multitasking war noch nie meins 😉

          Das schöne ist tatsächlich bei Udo’s Bausätzen das sie sich oft noch erweitern lassen, und das bei meinen Favoriten Linie 5x und Duetta Top.

          Der Pioneer ist ein A-77X, Baujahr 1986. Solange die Transistoren und Kondensatoren keine Mucken machen ein tolles Teil. Und – ich brauche keine Heizung mehr im Büro *g*.

          VG

          Tobias

           

        • #53240
          Matthias (DA)

          Grandios, halt ihn in Ehren 🙂

          Und falls die elkos mal grätschen hat das Forum ein paar Kontakte zu guten Bastelern die das zum fairen Preis wieder hinbekommen 👍

          Viel Freude 🙂

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