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Erste Eindrücke nach Umbau zur aktiven Granduetta

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  • Dieses Thema hat 2 Antworten und 2 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 3 Wochen von Kai3891.
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    • #51376
      Kai3891

      Hallo an alle, mein Umbau zur aktiven Granduetta ist soweit erstmal abgeschlossen und da es vielleicht den einen oder anderen interessiert, möchte ich euch ein paar Eindrücke schreiben.

      Der Umbau an sich ging problemlos über die Bühne, das Innenvolumen wurde etwas abgespeckt, da ich an die Rückwand eine schräge Innenwand eingeklebt habe, wodurch die abgetrennte Kammer für das Hypex Modul entstand. Die passiven Weichen habe ich drin gelassen, somit könnte ich jederzeit umklemmen und wieder passiv hören. Ich habe außerdem gleich die Gelegenheit genutzt und den Bassreflexkanal an die neue Zeichnung von Udo angepasst, d.h. etwas kleiner und ca. 6cm kürzer, meiner hatte die Abmessungen der allerersten Granduetta von Werner.

      Ob das jetzt einen Unterschied macht weis ich nicht, aber immerhin gut fürs Gewissen.

      Nachdem die Gehäuse umgebaut waren verkabelte ich alles neu im Wohnzimmer und machte mich mit der neuen Materie etwas vertraut. Heimkinoreceiver über Analog RCA und Netzwerkplayer per S/PDIF direkt an die Module angeschlossen. Die ersten Probleme waren, Module lassen sich mit Fernbedienung ausschalten, aber nicht mehr an und auch mit Signal am Eingang passierte nichts. Hinzukommend werden die Eingänge der Module auch durch 3 Tasten des Heimkinoreceivers geschalten, was dazu führte, das ständig ein anderer Eingang aktiv war, sobald ich am Heimkinoreceiver herum spiele.

      Es vergingen ein paar Tage und viele Experimente später das Ergebnis, beim Master muss ich bei Shutdown Powermode “Slow Power” einstellen, dann kann man per Fernbedienung auch ausschalten. Den Netzwerkplayer habe ich wieder per Cinchumschalter ebenfalls an die analogen RCA Eingänge zusammen mit dem Heimkinoreceiver gehängt, da leider der Digital Out des Azur 851 N Netzwerkplayer keine Lautstärkeregelung besitzt oder diese einfach nicht funktioniert bei mir und er mit voller Leistung raus haut.

      Das hatte beim hin und herschalten zur Folge, das ich plötzlich bei voller Lautstärke einen halben Meter vor einem Lautsprecher saß und ich mächtig erschrack. Spätestens da war klar, die Module sollen immer auf gleicher Lautstärke gestellt sein und den Rest regel ich über die Vorverstärker, die Fronts sollen ja im Heimkino auch immer die selbe Lautstärke haben.

      Somit ist die Fernbedienung erstmal nur noch zum umschalten der 3 Presets.

      Ok, nachdem diese Hürden genommen waren ging es endlich ans “aktive” Probehören, meine Erwartungen waren nicht all zu hoch, doch als ich einen Song nachdem anderen hörte aus meiner Lautsprecher Testsammlung wurde schnell klar, das dieser Umbau ein voller Erfolg war.

      Ich habe noch nie vorher so kristallklare Höhen gehört und so einen souveränen Mittelton, die Räumlichkeit und Bühne hat sich ebenfalls sehr verbessert, als hätte nochmal jemand ein Tuch vor den Lautsprechern weggenommen.

      Der Bass in Preset 1 und 2 ist Vergleichbar mit der passiven Variante, schalte ich zu Preset 3 merkt man nochmal deutlich, wie der Gesamte Grundton zunimmt und wie beschrieben gerade Rockaufnahmen und ich finde auch sehr viele andere Musikrichtungen, nochmal deutlich mehr Freude machen zu hören.

      Im Vorfeld habe ich schon gedacht, ich müsse eventuell auch am EQ herumdrehen um das ganze noch besser an den Raum anzupassen, aber vorerst besteht kein Bedarf.

      Alles in allem nochmal ein deutlicher Schritt nach vorn für meinen Geschmack.

      Schönes Wochende

      Grüße Kai

    • #51377
      Udo Wohlgemuth
      Verwalter

      Hallo Kai,

      das Problem vieler Fernbedienungen sind die Programm-Codes, die zu oft auf mehreren vorhanden sind. Hier gab es schon ein paar Ratschläge dazu, wie man das elegant umgehen kann. Sicher werden sich auch noch ein paar Spezialisten in diesem Thread melden, die sich da weit besser auskennen als ich.

      Nicht ganz verstanden habe ich, warum die Pegelregelung bei “digital in” nicht funktioniert. Vorgegeben ist ein Anfangspegel von 40 dB, das ist bei den Granduettas moderate Zimmerlautstärke. Wenn aber nur der Grundpegel der einzelnen Geräte grob unterschiedlich ist, hat Rundmacher in seinem Duetta-Bericht ein paar Einstellungen beschrieben.

      Sehr gefallen hat mir dein Klangeindruck passiv/ aktiv. Du bist einer der bisher wenigen, die beides zeitnah vergleichen konnten. Meine Beschreibung wär bei Duetta fast wortgleich, wobei ich es als “noch mehr auf den Punkt gebracht” bezeichnen würde. Das war auch mein Ziel: Keine neue (Gran)Duetta, aber etwas von den physikalischen Einflüssen der Bauteile befreit.

      Gruß Udo

    • #51392
      Kai3891

      Hallo Udo, die Pegelregelung bei den Modulen funktioniert, nur bei dem Cambridge Azur 851N geht keine Pegelregelung, sobald man Digital raus geht. Ich bin mit dem Analogen aber jetzt auch zufrieden, da ich bei Heimkinobetrieb sowieso zum Tv Schrank laufen muss um die Endstufe für den Sub zu starten, kann ich auch gleich den Cinchumschalter betätigen.

      Durch erhöhen der Eingangsempfindlichkeit auf Stufe 4 klappt das aufwachen sobald ein Signal kommt nun auch. Das mit der Fernbedienung stört mich erstmal nicht, da es an der andern Fernbedienung nur die Tasten für die Menüsteuerung sind, die auch die Hypex Module schalten.

      Deine Aussage “noch mehr auf den Punkt gebracht” kann ich jederzeit bestätigen!

      Man könnte sagen, wenn ich vorher die einzelne Gitarrensaite gehört habe, dann höre ich jetzt jede einzelne Faser der Saite. 🙂 ich bin sehr begeistert.

      Ich konnte in der Tat gut vergleichen, da der Umbau innerhalb 1 Woche erledigt war und ich vorher nun seit gut 2 Jahren im selben Raum mit den passiven richtig eingehört war.

      Vielleicht schaff ich es noch ein paar Fotos einzustellen, wenn ich so darüber nachdenke, das hätte fast ein eigener Baubericht werden können.

      Grüße Kai

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