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HiFi vs. PA Endstufe

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  • Dieses Thema hat 11 Antworten und 7 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 3 Jahre, 7 Monaten von Sebastian.
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    • #14521
      Plake311

      Hallo liebe Leute,

      ich bin noch neuling in dem Gebiet und hätte da mal eine Frage an euch.

      Ich möchte Irgendwann in ferner Zukunft meine Hifi Anlage erneuern/ausbauen.
      Aktuell besitze ich einen AV-Receiver für rund 500€. und die SB18 in der Front.

      Und meine Frage ist nun lohnt es sich mehr
      1. einen AV-Reveiver für ca. 1000-1500€
      2. Hifi Vorstufe + Hifi Endstufe zb. die Marantz Kombi ca. 4000€
      oder
      3 Hifi Vorstufe + Pa Endstufe

      zu erwerben?

      Lautsprecher sollen irgendwann wenn es sich ergibt die Duetta werden.

      Grüße
      Plake

    • #14523
      Sparky

      Guten Abend Plake,

      eine Frage, auf die es viele Antworten gibt.

      Hier die Meine:
      Was willst Du später damit machen? Ein AVR ist ein Gerät für Heimkino und Mehrkanalsound. Dafür ist er gebaut. Wenn Du also ein Heimkino bauen willst, kommst Du um einen AVR nicht herum. Wenn Du aber schon jetzt das Ziel hast, nur Stereo hören zu wollen, ist ein AVR die falsche Wahl. Logischerweise bekommt man für das gleiche Geld einen Hifistereoverstärker, der dann für die Zwei Kanäle wesentlich mehr liefert, weil der Verkäufer ja nicht die restlichen Kanäle mit hinein bauen musste, die dann ungenutzt bleiben würden im Stereo.

      Auch bei PA ist die Frage: Was hast Du damit vor? Eine “echte” PA-Endstufe wird mit ganz anderen Pegeln angefeuert als eine Hifi-Endstufe. Die muss halt auch sehr viel Leistung am Ausgang liefern, um Turnhallen und Freiluftbühnen zu beschallen. Im Heimischen Wohnzimmer ist das nicht nötig, außer man versucht, taub zu werden 😉

      Also meine persönliche Meinung: Für Stereo Version 2, für die Option Heimkino ein gutes Gerät und Version 1

      Gruß,
      -Sparky

    • #14524
      max

      Hi Plake,

      zum Thema PA-Equipment für Hifi: Grundsätzlich ist das schon möglich, es gibt aber ein paar Stolperfallen:
      – Hohe Verstärkung der PA-Amps: Die Verstärkung der Endstufen ist oft sehr hoch, dadurch kannst du evtl. entweder die Lautstärke nicht mehr sehr fein regeln (bei abgestufter LR-Regelung in der Vorstufe) und/oder es können Probleme mit Rauschen entstehen (“leise” Vorstufe, hohe Verstärkung im PA-Amp)
      – Lüfter: PA-Equipment ist für hohe Leistungen und noch höhere Pegel ausgelegt. Daher sind sehr oft Lüfter zur aktiven Kühlung verbaut, deren u.U. recht lautes Geräusch im Bühneneinsatz niemanden stört, im heimischen Wohnzimmer aber extrem nervig ist. Abhilfe schafft hier abklemmen (Temperaturen im Auge behalten, ist aber oft wegen der geringen Leistungsanforderungen im Wohnzimmer kein Problem) oder der Einbau leiser Lüfter aus dem PC-Bereich

      Im Gegenzug bieten PA-Endstufen viel Leistung für vergleichsweise wenig Geld bei oft brauchbarem Klang. Gerade für Subwoofer und Heimkino, wo es mehr auf Leistung als das letzte Quäntchen Feinzeichnung ankommt, können sie daher u.U. durchaus eine gute Idee sein.
      Ich hatte eine Zeit lang eine Studio Endstufe im Einsatz und war sehr zufrieden damit – die war lüfterlos und ein guter Kompromiss aus Preis, Leistung und Klang.

      Trotzdem würde ich inzwischen mein Verstärkergeld zum größten Teil in einen guten Stereoverstärker investieren, vor allem wenn du eh einen AVR mit Pre-Outs hast.
      Gerade, wenn du wirkungsgradstarke Lautsprecher wie Duetta betreiben willst, brauchst du die Leistung der PA-Endstufe ohnehin nicht. Sparky und Schuelzken haben offenbar die (echten) 50W des Symasym an Granduetta für mehr als ausreichend empfunden, ich konnte mich vor einigen Jahren bei den Tests mit dem 50W Destiny Experience auch nicht über Leistungsmangel beklagen (Beim AV-Recceiver mit 4x200W im Bi-Amping dagegen schon).

      Grundsätzlich: Du hast die Lautsprecher offenbar noch nicht. Die haben erst mal Priorität. Auch an einem alten gebrauchten Stereoamp für 100€ klingt Duetta sicherlich schon besser als das allermeiste. Bau erstmal die Lautsprecher, der Verstärker hat dann (ein gewisses Niveau vorausgesetzt) nur noch vergleichsweise geringen Einfluss, da geht es eher um Nuancen.

      Edit: Mein 2000€ (UVP) AVR klang nicht besser als ein gebrauchter 100€ Stereoamp und musste deshalb wieder gehen, egal ob mit oder ohne Klangverbiegern, Biamping und co.
      4000€ würde ich nicht in eine Vor-/Endverstärker Kombi investieren, zumindest wenn ich nicht abartig im Geld schwimme und der Rest der Anlage noch nicht auf der finalen Ausbaustufe ist.
      Ich würde eher eine Kombination aus ~500€ AV-Recceiver (je nach dem was du hast deinen behalten oder nur geringfügig upgraden) + 500€ Symasym+Preamp (oder wenn du nicht selber bauen willst: Vollverstärker wie zB den von Matthias an Duetta hochgelobten HiFiAkademie PowerAmp für 800-1400€) und das wichtigste – sofern du sie im Zimmer unterbringst: 1000€ für den “Granduetta”Aufpreis investieren. Und von den übrig bleibenden 1000-2000 Euro kannst nen Monat in den Urlaub fliegen – Ist entspannender und klingt vermutlich sogar besser 😉

      Gruß Max

    • #14529
      Plake311

      Schon mal vielen Dank für eure Antworten!

      Der Poweramp welchen genau müsste ich da nehmen? und wie schließe ich diesen an meinen Onkyo TXNR 609 an?

      Grüße und Danke

      • #14530
        max

        Hi Plake,

        wenn ich mich nicht irre, ist der “Amp44” die Stereo-Vollverstärkerversion von HiFiAkademie.
        “PowerAmp” ist die reine Endstufe ohne Quellenwahl und Lautstärkeregelung, “PowerDAC” ist quasi ein Vollverstärker mit zusätzlichen Digitaleingängen.
        Da würd ich aber noch auf eine Antwort von Matthias (DA) warten – der ist der Fachmann auf diesem Gebiet 😉

        Ich hab grad mal deinen AV-Recceiver gegoogelt. Leider hat das Gerät so wie ich das sehe keine Pre-Outs, daher wird das wohl nichts und du wirst auch den AVR mittelfristig tauschen müssen.
        (Sinn der PreOuts: Surround- und Center-LS hängen direkt am AVR, für die Front-Duettas wird das Signal aber ähnlich wie beim Subwoofer über Cinch vom AVR an den Stereoverstärker übergeben und erst von diesem verstärkt – das verbessert einerseits den Klang der Frontlautsprecher, andererseits entlastet es das Netzteil des AV-Recceivers, der dann für Center&Rears “mehr Saft” übrig hat.)

        Aber wie gesagt:
        Step 1: Lautsprecher (probehören!)
        Step 2: Stereoverstärker (probehören!)
        Step 3: Surroundlautsprecher (probehören!)
        Step 4: AVR mit PreOuts (probehören!)

        Diese Vorgehensweise ist nicht zuletzt allein deswegen sinnvoll, weil einige Leute mit den “richtigen” Lautsprechern Stereo wieder so lieben lernen, dass die Steps 3 und 4 gar nicht mehr nötig sind.
        Nach ebendieser Priorisierungsliste würde ICH auch mein Geld auf die einzelnen Posten verteilen.
        Für die Verstärker würde ich auch einen Gebrauchtkauf nicht gänzlich ausschließen – im Stereobereich bieten ältere Geräte sehr viel fürs Geld und auch beim AVR kann man, wenn man auf neueste Techniken wie 3D, 4K, Atmos und co. verzichten kann (oft insb. bei Beamern der Fall) viel Geld sparen, das in Lautsprechern, Raumakustik und einem besseren Hauptverstärker besser aufgehoben ist.

        Gruß Max

        • #14532
          Max (A)

          Hi Max,

          volle Zustimmung.
          Nach Geschmack können Schritt 3 und 4 getauscht werden.

          Power DAC ist sicher eine sehr gute Wahl.

          Grüße

          Max

        • #14534
          max

          Die Münchner Mäxe sind sich einig – na das ist doch spitze =)

      • #14537
        Matthias (DA)

        Eine reine Endstufe ließe sich an deinem AVR höchstens als Zone 2 anschließen. Dann aber nur stereo, weiß nicht, ob Du aktuell noch andere Lautsprecher hast?

    • #14535
      Matthias (DA)

      Moin zusammen,

      Kurzversion zur Frage:

      Option 2.
      aber die 4000€ bitte erst in die Hand nehmen wenn der Lautsprecher feststeht. Und ich wette nen Kasten Jever, dass es nicht bei der ins Auge gefassten bleibt falls es die Duetta wird 😉

      In Bezug auf die anderen angesprochenen Nachfragen / Ideen hier noch ein Gläschen Maille:

      bei mir im Hifiregal siehts grade so aus – und das vermutlich für lange Zeit:

      Oben der Blurayplayer, rein für Film.
      mittig steht oben der Hifiakademie Netplayer inklusive DAC / digitale Vorstufe, darunter die Hifiakademie P6 Endstufe

      ganz unten ein Denon AVR 4520, der ausschließlich dann läuft wenn ich Film schaue. In dem Fall dient die Hifiakademie Sektion als Endstufe die am AVR Preout für die Mains angeschlossen sind, die anderen Kanäle werden vom Denon gefüttert.

      Was bringt was?
      erst einmal: ganz viel Geschmackssache, man sollte sich die Dinge anhören.
      Und schon allein deshalb sollte der erste Schritt der Lieblingslautsprecher sein, bringt ja nix wenn Du jetzt deine Elektronik auf SB optimierst, entsprechendetwas ehr neutrales holst um die SB Grundtonwärme etwas auszugleichen,und dann steigst du auf den nüchternen Sound von Eton um und im Gesamtkonzept wirds dann eher analytisch kalt was Dir vielleicht gar nicht liegt.

      Vor allem aber machen Lautsprecher sicherlich 70% vom Gesamtergebnis aus (Raum mal außen vorgelassen). Und zum relativ geringenBudget sind hier bei Udo wahre Riesensprünge zu machen.
      Man bezahlt halt einfach nur 10-20% vom akustischen Gegenwert. das ist bei Elektronik weitaus schwieriger zu gestalten.

      Daher bevor Du mit der Elektronik weiterdenkst: ich würde empfehlen erst einmal den richtigen Lautsprecher zu finden und zu bauen, vielleicht auch erst mal nur inder Regalversion die später vergrößert werden kann.
      In meinem Fall hab ich auch erst die Duetta an einem 500,- DM HK AVR betrieben während ich dann den optimalen Amp gesucht habe.

      danach würde ich dann die Schritte wie von Max vorgeschlagen gehen,
      falls es bei Dir Eton wird würde ich den AVR komplett aus der Musikwiedergabe raushalten.

      Im Fall von Hifiakademie wäre das dann der PowerDAC, ggf mit Netplayermodul, reine Endstufe reicht nicht. Bis zu 2analoge Eingänge können bei Bedarf mitbestellt werden, dazu gibt es 4 erstklassige digitale Eingänge.

      die P6 Endstufe habe ich zusammen mit meinem Nachbarn, dem das Budget eher egal ist, gehört. Wir hatten Geräte bis 3000€ im Vergleich, keine Endstufe hat uns besser gefallen als der P6.
      250W Version reicht.

      Mit PA Endstufen kenn ich mich nicht sehr aus, allerdings ist zu beachten,das PA Sachen eher auf Pegel als auf feinste Wiedergabe getrimmt werden.

      umgekehrt hätte ich keine Bedenken mit dem Hifiakademie auch eine PA Anlage zu befeuern, kostet halt aber auch was…

      Also, was ist der Grund, das Du aktuell investieren möchtest?

      was spricht dagegen, zuerst an die Lautsprecher ran zu gehen?

      Falls Du mit den SB18 rundum zufrieden bist, aber unbedingt Geld ausgeben möchtest schau Dich nach einer passenden gebrauchten Stereolösung, das wird Dich schön weiterbringen im Vergleich zum AVR, und dann wenn Du dann neue Lautsprecher bekommst kannst Du den Stereoamp ggf mit wenig Verlust wieder verkaufen und dann das Optimum für z.B. die Duetta besorgen.

      Beim AVR wird früher oder später ein Gerät fällig, das auch Pre out hat. Falls Du überhaupt einen AVR brauchst? Außer für die 5 Zusatzkanäle sind die Dinge nämlich für nix so richtig geeignet… Können halt alles so ein bisschen.
      Manche schätzen den Bedienkomfort, den kann man aber auch anders umsetzen. Anyways.

      Auch in diesem Fall würde ich maximal ein Ausstellergerät nehmen, eher noch einen gebrauchten Boliden a la Denon AVR 4308A den man so um die 500€ findet, der hat vielleicht nicht alle neuesten gimmics (die mal mit einem raspberry pi besser hinbekommt), dafür klingt er aber wenigstens einigermaßen für nen AVR. AVR 4311 ist was jünger, und selbst den 4520 könnte es ab und an gebraucht geben.

      Ich habe noch keinen AVR unter 2000€ ehemalige UVP gehört, den ich für Udo’s Bluesklasse angemessen halte.
      Daher: ich nehme lieber was gebrauchtes Großes statt wieder Plastikschrott mit den neuesten Marketingschleifen drumrum gewickelt….

      Oder AVR wirklich erst dann besorgen wenn 5 Kanäle anstehen und die Musk damit bedienen was sie verdient hat: einen ordentlichen Stereoverstärker der nur eine Sache kann, die aber wirklich:

      Musik angemessen in Szene setzen

      Matthias

      Ein PS von Goethe (oder auch Blaise Pascal?):

      “Ich schreibe dir einen langen Brief, weil ich keine Zeit habe, einen kurzen zu schreiben.”

      • #14624
        Sebastian

        Gute Idee, die Main Speaker über den AVR Pre Out an einer Stereo Endstufe zu betreiben.
        Habe in der Befürchtung mich Stereo-technisch zu verschlechtern bisher von einer Erweiterung in Richtung Heimkino abgesehen. So ist man natürlich auf der sicheren Seite. Ich hätte eh mal wieder Lust etwas zu basteln, es kribbelt wieder in den Fingern … 😉

    • #14536
      Matthias (DA)

      Doppelhoppel

      • #14623
        Sebastian

        Natürlich habe ich erst mal auf den falschen Beitrag geantwortet, sorry …

        bitte löschen

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