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Hochtöner der MiDu3 stoppt nach lautem Knall (im Film) immer

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  • Dieses Thema hat 29 Antworten und 10 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 6 Tage, 23 Stunden von Matthias (DA).
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    • #55473
      Sm1ley

      Hallo liebe Gemeinde!

      Nach der guten Beratung hier (in einem anderen Thread) habe ich mir die MiDu 3 gebaut. Nun sind sie fertig und ich bin auch eigentlich superglücklich mit dem Klang. Allerdings hab ich ein großes Problem mit den beiden ER4. Udo hat mir per Mail auch schon ein paar Tipps gegeben, aber ich bin noch nicht zu einer Lösung gekommen und dachte, vl. kann mir die geballte Kraft des Forums helfen 🙂 Hier zum Problem:

      Beide Hochtöner spielen anfangs völlig normal und hören sich bei Musik toll an. Wenn ich aber einen Film, mit erhöhter Lautstärke, schaue und ein lauter Knall (zb Pistolenschuss) kommt, verabschieden sich plötzlich beide Hochtöner und spielen gar nichts mehr ab. Wenn ich sie dann aus dem Gehäuse schraube, und etwas am Kabel herumspiele funktionieren sie dann wieder. Aber auch wenn ich dann mit ausgebauten Hochtönern und ohne sie zu berühren wieder die Filmszene anschaue, verabschieden sie sich wieder.  Das ganze passiert reproduzierbar jedes Mal bei dieser Szene, allerdings nur wenn die Lautstärke hoch ist.

      Zuerst dachte ich an eine Wackelkontakt, aber da das Problem bei beiden Lautsprechern auftritt, und wenn ich nicht gerade den Film mit Knalleffekt anschaue, funktioniert alles über Stunden problemlos. Deshalb denke ich auch nicht dass die Weiche falsch aufgebaut ist, sonst müsste es ja durchgehend Probleme gehen. Verstärker ist der A/V Receiver Yamaha RX V771. Kann es sein, dass der hier Probleme macht? Allerdings versteh ich dann nicht warum wieder alles funktioniert wenn ich den Hochtöner etwas hin und her drehe oder an den Kabeln wackle.  Ich hab auch schon daran gedacht, dass der ER4 zu tief sitzt oder die Kabeln eingeklemmt (Tipp von Udo) werden. Das Problem besteht wie gesagt aber auch im ausgebauten Zustand. Schön langsam bin ich etwas ratlos 🙁

      Hier noch ein paar Bilder. Den Weichenaufbau erkennt man leider nicht sehr gut, da ich nach dem Aufkleben der Teile zuerst zwei Spulen vertauscht habe und dadurch ein paar Drähte kreuz und quer verlaufen. Für das bessere Verständnis wie die Leitungen liegen hab ich ein paar Striche im Paint dazu gemalt.

      Würde mich freuen über ein paar Tipps!

      Danke und LG
      Lukas

    • #55479
      Schülzken

      Hallo Lukas,

      Würde mich freuen über ein paar Tipps!

      Tip 1: Zum 195mal, Bauteilwerte unkenntlich machen bevor Bilder gepostet werden. Ich sehe da viel Iso-Band, ist die Weiche überhaupt gelötet?
      Tip 2: Verstärker entsorgen, gegen einen gescheitem tauschen, der 771 ist eine Montagskiste.

      Vorher kannst aber noch was ausprobieren,
      alle EQ Funktionen abschalten,
      falls Eingemessen wurde, abschalten
      Klangregelung abschalten
      Welche LS sind da noch angeschlossen? Ich hoffe nicht die aus deinem ersten Thread!
      Wenn das alles nichts nützt, zurück zu Tip2

      Gruß Schülzken

      • #55480
        Sm1ley

        Ach Mist! Das hatte ich in meiner Verzweiflung komplett vergessen! Kann ich die Bilder irgendwie selbst löschen? Ich finde die Funktion leider nicht.

        Der 771 ist in den kommenden Tagen sowieso für den Austausch vorgesehen, das Fehlerbild wundert mich allerdings!

        • #55482
          HortusNanum

          Wilde Mutmaßung: Könnte sein, dass der Verstärker beim “Knall” ins Clipping läuft und damit Gleichstrom über die Lautsprecher läuft. Aber warum das mit “Luft ran lassen” wieder zurückgesetzt wird, ist mir ein Rätsel.

        • #55486
          MartinK

          Das mit der Schutzschaltung ist ne Idee. Mein alter Technics versucht ca. 2x/s wieder in normalen Modus zu kommen, der kleine Onkyo-AVR und der SymAsym wollen neu gestartet werden und ein früherer Yamaha kam nur wiedrr in die Gänge wenn die Lautstärke ganz auf null gedreht war. Insofern könnte man da noch etwas experimentieren. Wenngleich dann due Ursache noch nicht gefunden ist. Ich tippe auf einen Mini Kurzschluss. Beidseitig erklärt sich mit der Schutzschaltung. Egal wo der Kurzschluss sitzt.
          Just my 5 Cent.
          Martin

    • #55484
      Udo Wohlgemuth
      Verwalter

      Hallo Lukas,

      die Bilder konnte ich entfernen, dein Problem jedoch nicht lösen. Dass der Verstärker auf einmal keinen Hochton mehr spielt, ist eher nicht möglich. Dass nach einem Knall reproduzierbar beide ER4 für eine Zeit keinen Ton mehr von sich geben, um dann wieder einwandfrei zu tönen, ist auch eher ausgeschlossen. Das einfachste wär, du siehst dir diesen Film nicht mehr an 😉

      Gruß Udo

    • #55488
      Sm1ley

      Also angeschlossen sind nur die beiden MiDus. Receiver auf Pure Direct geschaltet, hab ich auch schon versucht, aber hat nichts geholfen. Bei der Weiche ist alles verlötet, das Isoband ist nur als zusätzlicher Schutz bei den quer verlaufenden Drähten gedacht, um einen Kurzschluss auszuschließen, wenn die Wolle dagegen drückt oder Ähnliches.

      Spannenderweise bin ich gerade draufgekommen, wenn der Hochtöner nix mehr abspielt und ich etwas draufpuste, dass er wieder zu spielen beginnt. Das “Luft ranlassen” von HortusNanum hat mich auf die Idee gebracht… Das ist schon mehr als merkwürdig! Kann es sein dass mechanisch bei den kleinen Membranen bei zu höhen Pegeln etwas “zusammenklebt”, was durch das Draufpusten oder Bewegen des Hochtöners gelöst wird?

      Die nächsten Tage wird ein Marantz SR7015 angeschafft um den Yamaha auszutauschen, dann sollte ich zumindest den Verstärker als Problemquelle ausschließen können.

    • #55490
      Udo Wohlgemuth
      Verwalter

      Hallo Lukas,

      wenn der Hochtöner nix mehr abspielt und ich etwas draufpuste, dass er wieder zu spielen beginnt

      Spielt dann nur der angepustete Hochtöner oder beide gleichzeitig wieder?

      Gruß Udo

      PS: Allzu oft würde ich den Test nicht machen. Es ist ziemlich sicher, dass der HT darunter leidet.

       

    • #55508
      Sm1ley

      So, hab jezt den Marantz SR7015 angeschafft und die Lautsprecher klingen um einige Ecken besser! Allerdings besteht das Problem nach wie vor… der Verstärker war’s dann wohl doch nicht.

      Das Hineinpusten behebt auch nur den Fehler auf dem einen Hochtöner. Ich werd jetzt nochmal die Weiche aus- und komplett neu und separat aufbauen. Mehr fällt mir im Moment nicht ein auszuprobieren.

    • #55510
      Udo Wohlgemuth
      Verwalter

      Hallo Lukas,

      setzen die Hochtöner nur nach dem Knall aus oder haben sie auch schon bei anderen Gelegenheiten die Funktion verweigert? So langsam habe ich den Verdacht, dass die Aufnahme heftigst überzogen ist und so die Membranen der ER4 wider jeden Gebrauchswert vergewaltigt werden.

      Gruß Udo

       

    • #55511
      Sm1ley

      Hallo Udo,

      das Ganze ist auch schon bei einem anderen Film und ich denke auch bei Musik passiert. Immer wenn die Lautstärke relativ hoch (nichts Extremes, also immer noch wohnungstauglich). Ich könnte auch mal den ER4 ausprobieren, den ich noch für den Center brache, um einen Defekt des Hochtöners selbst ausschließen zu können. Ich hab allerdings Bedenken, falls etwas mit der Schaltung oÄ. nicht stimmt, ich noch zustäzlich einen dritten HT beschädige…

      LG
      Lukas

    • #55512
      Udo Wohlgemuth
      Verwalter

      Hallo Lukas,

      hast du die Möglichkeit, statt des AVR einen potenten Stereo-Verstärker an die MiDu anzuschließen? Ich habe in 40 Jahren Lautsprecherbau noch nie erlebt, dass ein Hochtöner nur manchmal kaputt ist. Bei dir sind es aber gleich zwei.

      Gruß Udo

    • #55515
      Matthias (DA)

      Moin, klingt btter,

      Uff, bitte nicht mehr zu viel testen…

      Könnte es nicht sein, dass die Weiche nen systematischen Aufbaufehler auf beiden Seiten hat und viel zu tief trennt? Lass den armen nicht so flattern, Weiche neu aufbauen, nochmal Fotos zur Kontrolle per email an Udo und dann Daumen drücken.

       

      Hoffe es ist noch nichts defekt und dass das die Lösung ist

       

      Matthias

       

       

      PS: Marantz 7015 ist jetzt keine Wunderperle, aber der sollte schon gute Leistung bringen. Ist ein solider AVR, auf den würd ich es nicht schieben, zumal es ja vorher schon mit anderem aufgetreten ist. Es muss eigentlich an Deinem Aufbau liegen

       

      Oder Dein Stromnetz ist völlig außer Rand und Band 😇

       

      Matthias

    • #55516
      Udo Wohlgemuth
      Verwalter

      Hallo Matthias,

      Weiche neu aufbauen, nochmal Fotos zur Kontrolle per email an Udo und dann Daumen drücken.

      Haben wir schon hinter uns, war leider nicht die Lösung.

      Hallo Lukas,

      bisher hast du noch nicht gesagt, bei welchem Knall der Hochtöner ausgesetzt hat und auf welchem Medium er zum Lautsprecher transportiert wurde. Vielleicht hilft diese Information bei der Fehlersuche.

      Gruß Udo

    • #55518
      Sm1ley

      Also den Verstärker würd ich jetzt auch mal als Fehlerquelle ausschließen. Ein alter, der in der Hinsicht noch nie Probleme gemacht hat, und ein komplett neuer die aber beide das genau gleiche Problem haben scheint doch sehr unwahrscheinlich.

      Ich hab vorher noch etwas normal, und relativ leise, fern gesehen. Da ging auch plötzlich der Hochtöner aus, und nach einer Zeit von alleine wieder an. Zur Zeit hab ich nur einen Lautsprecher angeschlossen, daher kann ich nicht sagen ob es beide “getroffen” hätte.

      Also der Fehler tritt bei mehreren Gelegenheiten auf. “Provozieren” kann ich ihn aber zb. mit dem Film Fury auf Netflix. Da gibt es ab Minute 24 eine Kampfszene und nach dieser verabschieden sich die HT bei erhöhter Lautstärker immer. Zuspieler ist ein nVidia Shield per HDMI. Ich hab auch schon probiert einen Laptop direkt anzuhängen, komme aber zum gleichen Fehler.

      Am Wahrscheinlichsten scheint mir eine Art Wackelkontakt direkt am Hochtöner. Das würde erklären, warum sie (kurzfristig) wieder funktionieren wenn man sie etwas bewegt. Dass das aber zwei HT betrifft und diese über Stunden normal laufen und sich dann aufeinmal beide verabschieden bleibt äußerst merkwürdig.

      Nach der Bestätigung von Udo, dass die Schaltung stimmt, werde ich morgen mal den bis jetzt unbenutzten ER4 des Centers ausprobieren. Ansonsten bleibt nur das Rücksenden und Testen lassen direkt bei Udo.

      Das Ärgerliche ist ja, dass die Lautsprecher so gut klingen (wenn alles funktioniert) ich sie aber gar nicht richtig genießen kann. Das Ziel so nah und doch so fern…

    • #55521
      Matthias (DA)

      Oh Mist, nervig…

      Weiter Daumen gedrückt!

      Pack nochmal testweise ne andere Quelle an den avr, handy via klinke oder sowas.

       

      Alle anderen Geräte vom amp abtrennen und den amp mal an ner anderen sicherung anschließen. Geht zwar schon richtung voodoo, aber anderes fällt mir nicht mehr ein, vielleicht gibts da unheilvolles.

       

      Zur Sicherheit, die Bohrungen für deie Kabel hast du gut abgedichtet und der er4 sitzt in ner luftdicht geschlossenen Kammer? Für den unwahrscheinlichen Fall, dass Udo  das noch nicht gefragt hat

       

      Liebe Grüße

       

      Matthias

    • #55523
      Knutbox

      Spannendes wie ärgerliches Problem. Ich habe in einem Spielzeug meiner Kinder mal einen 35mm Lautsprecher ausgebaut, weil der keinen Ton mehr von sich gab. Habe ich im ausgebauten Zustand jedoch auf die Membranfläche gedrückt, ging er wieder. Dann lief er eine Weile bis wieder Schluss war. Der Effekt hängt meiner Meinung irgendwie mit den lautsprecherinternen Zuleitung zur Spule zusammen. Ob die durch die mechanische Bewegung oder durch Wärme den Kontakt verlieren weiss ich nicht. Alternativ könnte sich was einklemmen (Schwingspule aus Magnetfeld), aber das wäre völlig wider dem Konstruktionsansatz. Ob man jetzt von kleinen Spielzeug LS auf einen technisch anders realisierten ER4 schließen kann sei mal dahingestellt. Da aber alle Bauteile in der Kette passiv sind müssten sich Effekte wie Magnetfeldeinkopplungen oder Weichenfehler etc. wieder legen. Hilft denn wirklich nur Ausbauen oder Reinpusten, oder gibt es noch andere Möglichkeiten den HT zu reaktivieren? Dann muss sich dadurch doch etwas Mechanisches lösen. Von einer versteckten Schutzschaltung die in Kombination mit einem Weichenfehler ab und zu greift, würde ich auch zum ersten Mal hören. Ansonsten fällt mir nur noch sowas wie eine magnetische Hysterese ein, in der sich das Teil verfängt. Das ist aber jetzt ein ohne Hand und Fuß zusammengedichteter Zusammenhang, den ich nur mal laut denken aber nicht erklären könnte.

      Was heisst denn “du wackelst an den Kabeln rum”? Meinst du damit die angelöteten Kabel? Dann müsste doch auch Schütteln oder vorsichtiges Klopfen funktionieren. Vielleicht kannst du noch mehr Infos in der Richtung finden. Mir fällt da noch ein bisschen was ein wie das beschriebene Klopfen (vor, zurück, Schwenk nach links/rechts),  Widerstandsmessung, 3h warten, berührst du die Kontakte, Verstärker an/aus oder auch mal vorsichtig mit einem kleinen Magneten nähern… Wenn du in der Richtung noch was rausfindest, könnte es helfen. Dann ließe sich vielleicht zwischen elektrischem oder mechanischem Problem unterscheiden. Viel Erfolg!

    • #55528
      Sm1ley

      So, hab jetzt den für das Center vorgesehenen ER4 probiert, und voila, er funktioniert völlig problemlos! Das restliche Setup (Verstärker, Quellmaterial, Weiche, Verkabelung etc.) hab ich identisch gelassen.  Die erwähnte Filmstelle aber auch Musik bei etwas erhöhtem Pegel spielen einwandfrei. Bei Umstecken auf die beiden anderen ER4s kommt es wieder zum gleichen Problem.

      Das lässt nun nur den Schluss übrig, dass die beiden anderen Hochtöner defekt sind und zurück zu Udo müssen 🙁 Ich vermute irgendein mechanisches Problem der Membrane.

      Da hab ich wohl zwei Montagshochtöner erwischt.

      Danke auch nochmal an alle die mitgeholfen haben das Problem zu identifizieren und Tipps gegeben haben!

      LG
      Lukas

    • #55529
      Udo Wohlgemuth
      Verwalter

      Hallo Lukas,

      Da hab ich wohl zwei Montagshochtöner erwischt.

      Ausschließen will ich nichts, halte das aber für mehr als unwahrscheinlich. Kaputte ER4 gab es bisher nur durch grobe Fehlbehandlungen. Ein User hat sich gestern den Knall mal gegeben. “Das war heftig!” hat er mir gemailt. Aber schaun wir mal.

      Gruß Udo

    • #55540
      shamanic

      Hallo Udo,

      will jetzt hier nicht in’s Feuer greifen, aber ich seh kein Problem. Zurück mit den Dingern zum Hersteller an den Bodensee und gut ist. Ist deren Problem. Ware prüfen und Statement abgeben dazu.

      Und Knall heftig ja/nein.. ein HT in dieser Preisklasse “muss” die Vertonung eines Films wegstecken, selbst wenns mal bissi lauter wird oder die Effekte übersteuert sind. Wer den TV anschaltet oder ne DVD kauft, muss nicht erst darüber Gedanken verschwenden, darf ich das jetzt laufen lassen oder schieße ich meinen HT übern Jordan?

      Das Produkt ist im obersten Preissegment angesiedelt.. da muss Eton schon den Kopf herhalten für Produktqualität & ordnungsgemäßes Kundenreklamationswesen.

      Du bist der Händler, dir kanns ja egal sein… Der Hersteller muss sich nun um das Problem kümmern.

      Greez

      Alex

      PS: Justmy2Cents… Bin im Fall Qualitätsleiter in einem Industrieunternehmen… das ist somit mein Kerngeschäft. Der Schaden hat hier der Hersteller und er muss eine Ursachenanalyse, Abstellmaßnahme erarbeiten, sowie für kostenlosen Kundenersatz sorgen. Gehe stark davon aus, dass Eton ISO9001 zertifiziert ist. Ausnahme Eton wird die Kundenreklamation abweisen, da sie nachweisen können, dass der Endkunde wiederum einen klaren Fehler begangen hat. Bei einem simplen +/- Anschluss wird dies aber wohl nicht soweit kommen…

    • #55544
      Rincewind

      Hallo Alex,

      das Thema “ist halt was teurer – also muss es was Aushalten können” betrachte ich deutlich differnzierter.

      Wenn ich nen Ferrari hätte und damit eine Abkürzung über einen unbefestigten Feldweg donnere, kann ich sicherlich den Schaden am Unterboden und Aufhängung beim Händler und Hersteller reklamieren. Ob die Argumentation “Die Kiste ist über eine halbe Million Euro teuer, das muss sie auch aushalten” mich dann von den Reparaturkosten befreit?

      Ich kenne den Film nicht. Dennoch kann ich nachlesen, dass nVidia Shield eher eine Spiele-Konsole ist, die (was weiß ich) mit den Tonspuren veranstaltet um “das beste Spielerlebnis zu bieten” – womöglich auch beim Film (man möchte doch nicht plötzlich ein anderes Sounderlebnis liefern). Der Anfangs eingesetzte AVR Yamaha RX V771 ist eines der gehobeneren Sorte. Wobei die Angaben zur Ausgangsleistung des Herstellers eher in die Märchenstunde gehören.

      Rated Output Power (20Hz-20kHz, 2ch driven) 95 W (8 Ohm, 0,09 % THD)

      Wenn also ein Soundeffekt ein Clipping im Hochton in der Signalquelle (nVidia Shield) bewirkt, der AVR in der Nähe seiner möglichen Ausgangsleistung spielt, dann kann es durchaus passieren, dass der ER4 mit Gleichstrom gegrillt wird. Vielleicht nicht beim ersten Mal (der ER4 hält durchaus was aus) aber nach und nach können Schäden angerichtet werden.

      Udo verkauft ge-matchte – also abgeglichene – Paare von ER4. Aus statistischer Sicht – und das wird auch ein fachkundiger Qualitätsleiter mit mathematischen Kenntnissen bestätigen – ist die Wahrscheinlichkeit für einen Produktionsfehler bei ZWEI, getesteten und abgeglichen Exemplaren sehr gering.

      Ich bin an der Auflösung des Vorkomnisses interessiert. Bitte haltet uns auf dem Laufenden!

      Grüße
      Rincewind

    • #55545
      Udo Wohlgemuth
      Verwalter

      Hallo Alex,

      das sehe ich etwas anders. Auch die besten Lautsprecher kann man überlasten, besonders wenn mittels tragbarer Spielekonsole und AVR völlig überzogener Hochton abgespielt wird. Wenn zudem beide HT gleichzeitig die Flügel streckten, was nicht einer von Hunderten ER4 tat, werde ich nicht von Vornherein den Hersteller dafür verantwortlich machen. Ich seh mir die Hochtöner an, dann muss ich nicht weiter spekulieren.

      Gruß Udo

    • #55546
      Knutbox

      Ohne hier irgendwas andeutenzu wollen, trotzdem mal ein Beispiel für krasse Fehlbehandlung eines Hochtöners: “ein Freund von einem Freund” hatte in Jugendjahren mal die polarisierende Idee es einem Kalottenhochtöner so richtig zu geben. Man könnte beschönigend auch sagen, “die Einspieldauer sollte minimiert werden”. Was gibt es da besseres als ein hochfrequentes Signal [knapp an der Hörgrenze] volle Pulle auf den LS los zu lassen. Gesagt getan, Lautstärkeregler nach rechts, Ohren zu und los …. Überraschender Weise verwandelten wir damit den Hochtöner in eine [damals ebenfalls begehrte] Rauchmaschine. Und das meine ich wörtlich, den Qualm hat’s mit Hochdruck aus der Kalotte geblasen…. Da wir keine Rauchflüssigkeit eingefüllt hatten, staunten wir nicht schlecht. Hups, sagte ich “wir”, ich meine natürlich den Bekannte um viele Ecken, also alles nur Hören-Sagen:-).

      Und nochmal: nur als Erfahrungsaustausch im Sinne “was so passieren kann”. Keine Vermutung, Unterstellung, Andeutung … oder ähnliches!

    • #55548
      shamanic

      Hallo nochmals,

      Eton hat ein Prüflabor, so wie jeder halbwegs aufgestellte Produzent. Somit wird die retournierte ware dort geprüft und die Fehlerursache somit erhoben. Sieht Eton die Schuld bei der Nutzung und kann dies auch begründen, gibts nur noch den Austausch auf Kulanz.

      Denoch bleibe ich dabei… auch das Fahrwerk eines Ferraris muss ein schlagloch auf der Straße wegstecken können. fahre ich damit Ralley auf einem Feldweg, wird der Hersteller wohl sagen…. gegen Dummheit ist kein Kraut gewachsen. Dies berechtigterweise.

       

      Aber soll Eton erst mal seinen Job machen und den Fehler eindeutig klassifizieren. ist auch wertvolles “learning” für einen Produzenten. Nur so kann er seine Produkte verbessern.

      Ich sehe in der Geschichte einen ganz normalen Reklamationsfall. Dieser wird angenommen, oder abgelehnt mit Begründung. In beiden Fällen ist Udo als Händler fein raus. Es betrifft den Hersteller und den Endkunden.

      LG

      Alex

    • #55549
      Sparky

      Guten Abend in die Runde,

      ich empfinde es als zunehmende Unart, dass Reklamationsfälle immer häufiger in aller Öffentlichkeit ausgetragen werden müssen. Wenn man früher verdorbenes Hackfleisch bei Feinkost Albrecht erwischt hat, ist man damit zur Information gegangen, hat den Kassenbon vorgelegt und es ersetzt bekommen. Heute muss sowas sofort medienwirksam in der Fratzenfiebel gepostet werden und dann 2000 Kommentare erhalten, das “SocialMediaTeam” des betroffenen Unternehmens dann in Sack und Asche gehen.

      Es ist faszinierend, wie erfolgreich die Menschen mittlerweile darin sind, ihre und die Lebenszeit anderer Menschen mit Schwachsinn zu vergeuden.

      Udo ist in der Tat der Händler, wie er mit einem GW-Fall umgeht obliegt damit alleine ihm und ich denke, er ist alt genug, dass auch ohne unsere Hilfe zu schaffen. Die Vorgehensweise hat er bereits dargelegt und die ER4 zu prüfen, statt Vermutungen anzustellen, erscheint ein guter Weg zu sein. Alles andere wäre Stochern im Nebel, das zu wissen erfordert nicht mal ein Studium oder Normenkenntnis.

       

      Gruß,
      -Sparky

       

      P.S. Am Ergebnis bin ich jedoch selbst interessiert, man kann ja nur dazulernen 🙂

       

       

    • #55551
      Sm1ley

      Hallo,

      jetzt melde ich mich hier auch nochmal. Also meine Intention war es nicht hier einen etwaigen Reklamationsfall in der Öffentlichkeit auszutragen, sondern Problemfindung und -lösung zu diskutieren. Die Hochtöner sind mittlerweile auf den Weg nach Bochum. Das Udo die Hochtöner selbst mal durcheckt und prüft ist natürlich fair und ein guter Weg.

      Zum Thema “Schlagloch” möchte ich allerdings nochmal etwas ausführlicher schildern: Bis zum Einbau habe ich die beiden Hochtöner nicht aus der Verpackung genommen und beim Einbau selbst wie rohe Eier behandelt, da sie ja auch die teuersten Komponenten der Lautsprecher sind. Schaltung viele Male geprüft und von Udo im Nachhinein auch die Bestätigung bekommen, dass alles stimmt. Die Kammer mit Moosgummi und Abdichtung auch alles laut Anleitung. Nachdem alles fertig zusammengebaut war wurden beide Lautsprecher auch längere Zeit (>10 Stunden) bei leiser Lautstärke eingespielt – ohne Probleme. Danach Lautstärke etwas erhöht und da fingen die HT an auszusetzen. Dabei will ich auch Betonen, dass es sich hier nach wie vor um Zimmerlautstärke handelt! Danach alles nochmal auseinandergebaut, Kabel geprüft etc. und sie gingen erstmal wieder. Dann mal den besagten Film probiert und wie geschildert wieder der Fehler. Da es mit dem Film am Einfachsten reproduzierbar war hier im Forum das Problem geschildert. Zum Yamaha RX V771: Es handelt sich hier auch nicht um einen 50€ Noname Chinakracher (auch wenn er wahrscheinlich trotzdem aus der Ecke kommt), sondern um ein Mittelklassemodell eines namhaften Herstellers, der mir schon etliche Jahre treue Dienste geleistet hat. Der nVidia Shield Player wird auch nicht als Spielkonsole benutzt sondern als reiner Medienplayer, da er meines Wissens genau für diesen Zweck sehr gute Dienste verrichtet, einen schnellen Prozessor hat, viele Audioformate und Filmformate unterstützt etc.

      Mit genau dem gleichen Setup spielt übrigens der dritte Hochtöner problemlos und hört sich fantastisch an!

      Trotzdem verstehe ich natürlich die Skepsis, dass gleich zwei Hochtöner solche Probleme machen sollen, aber ich wüsste beim besten Willen nicht, wo mir als Bediener ein grober Fehler unterlaufen wäre. Aber wie Udo auch schon gesagt hat: erst mal Durchchecken und dann sehen wir weiter. Den Rest klärt man dann bilateral und nicht im Forum.

      Wenn das Ergebnis dann klar ist, melde ich mich gerne wieder – wer weiß wen es in Zukunft noch helfen kann!

      LG
      Lukas

    • #55554
      Matthias (DA)

      Hab den thread auch so wahrgenommen, dass von Lukas ernsthaft Fehlersuche betrieben wurde, nur gegen Ende kamen Spekulationen Dritter dazu.

       

      Es bleibt spannend, genau diese Kombination Nvidia, 771 und ER4 wird’s nicht oft geben, wer weiß was da (oder an Einstrahlung ins Netz) schief gehen mag.

       

      Vermutlich nie zu ergründen, Lukas jedenfalls die Daumen gedrückt

       

      Matthias

       

       

    • #55555
      Matthias (DA)

      http://www.hifi-forum.de/viewthread-55-24681.html

       

      Noch ein Verdacht, ob der shield eine sehr hohe Ausgangsspannung hat, die dem Yamaha nicht bekommt?

       

      Könnte sich lohnen, noch weiter in die Richtung zu recherchieren Matthias

       

       

    • #55557
      shamanic

      Hallo Freunde,

      nun, ich wollte hier keinesfalls Unruhe stiften. Es ist tatsächlich so, dass ich in dem Ganzen einen natürlichen Ablauf sehe. Wie erwähnt, dies ist als Q-Leiter mein Tagesgeschäft und ich wickle somit Reklamationsfälle täglich ab. Ich sehe da weder etwas verwerfliches darin, nicht werte ich dies als öffentliche Schlammschlacht gegen einer Hersteller in einem öffentlichen Forum. Auch war es keinesfalls meine Absicht hier Udo etwas vorzuschreiben, seine Souveränität zu untergraben, User Lukas etwas zu unterstellen, oder sonst was…

      Im Gegenteil. Jetzt muss ich mal Kritik in die Runde werfen.

      Eton ist ein Hersteller im Premiumsegment. Dieser Hersteller hat eine Erwartungshaltung an sich selbst und an seine Produkte. Qualität und Kundenzufriedenheit stehen im Mittelpunkt.

      Ich kann euch bestätigen, dass aus meiner Sicht die Angelegenheit von Anfang an nicht optimal gelaufen ist. Fehlersuche? Warum? Ist nicht eure Aufgabe… Die Produkte hätten sofort abgestöpselt gehört, rein in die Verpackung, zurück an den Händler und dieser eröffnet eine freundliche Reklamation an den Hersteller und bitten ihn um Hilfe sowie Überprüfung seiner Ware und um Stellungname. Erst wenn der Hersteller dann bestätigt dass die Ware einwandfrei ist und die Überprüfung keinerlei Beanstandung hervorgebracht hat, kann man auf dieser Information aufbauen und einen möglichen Fehler in der restlichen Kette suchen.

      Nun gibts da zwei HT, da wurden etliche Experimente damit durchgeführt (auch wenn in guter Absicht), es wurden Tipps gegeben was zu tun sein könnte, usw… nun prüft sogar der Händler noch die Ware selbst (wenn auch in guter Absicht und viel Erfahrung) und irgendwann vielleicht gehen die zum Hersteller.

      Ich meine das nicht böse, aber wenn ich Ware zurückbekomme die so eine Odysee durchlaufen hat, würde ich erst mal am Schreibtisch sitzen und darüber nachdenken, ob ich den Fall überhaupt annehme, da nun nicht klar zu identifizieren ist, wer nun was verursacht hat und wie der Fehler am Produkt entstanden sein könnte, bzw. wer ihn nun genau verursacht hat und durch was er schlussendlich verursacht wurde…

      Gut ich weiß, Udo hat einen sehr guten Draht nach Neu-Ulm. Da wirds wahrscheinlich weit stressfreier ablaufen. Aber es ist denoch nicht der professionelle Weg wie das nun abgehandelt wurde.

      Und diese Kompetenz lasse ich mir leider nicht absprechen, da ich sie seit 35 Jahren Berufsleben besitze und damit meine Familie ernähre. Qualitätswesen ist meine Leidenschaft und da bin ich absolut sattelfest. Und da gehen meine Fachkenntnisse weit über eine EN ISO hinaus, auch die VDA Normen (Verband Deutscher Automobilindustrie) sind mir mehr als bekannt.

      Diese freundliche Kritik kann nun angenommen werden, ein “learning” daraus entwickelt… oder man kann mir das nun übel nehmen, eventuell sogar meine Meinung löschen und in mir nun einen Treiber sehen der Unruhe bringt in dieser Community.

      Aber ich sage euch, die Q-Abteilung liebt Kunden die z.B. das Gehäuse ihrer Produkte öffnen um nachzusehen ob sie einen Fehler erkennen können um ihn selbst zu beheben. Was viele nicht wissen, die Hersteller versiegeln z.B. die Schrauben mit Farbe am Gewinde. So erkennt ein Hersteller sofort, ob ein Produkt geöffnet wurde und bumm… Feierabend. Der Kunde hat kein Anrecht mehr auf einen Ersatz. So läuft das Business.

      Schrauben werden versiegelt, Gehäuse ausgestattet mit Sollbruchstellen, Abdeckungen mit Siegeln geschützt, usw… der Hersteller schützt sich gegen Missbrauch.

      Umgekehrt, jeder Kunde hat eine Gewährleistung & Garantie wenn er etwas käuflich erwirbt und es gibt auch eine gesetzliche Produkthaftung. Wenn somit originalverpackte Neuware ein Problem macht, sollte bitte jeder die Ware wieder einpacken und eine freundliche Reklamation eröffnen und den Hersteller um Hilfe bitten. Dann geht die Geschichte für den Kunden in 99,9% der Fälle positiv aus.

      So das war nun mein Input zum Thema. Auch wenn er nun vielleicht einigen sauer im Magen liegt, er entspricht denoch einer professionellen Haltung und dem übliche Prozedere des Kundenreklamationswesens.

      Was das Ego mancher Menschen betrifft, na da ist meine offene und unverblümte Meinung vielleicht nun eine andere Geschichte.

      Good luck und Lukas… dir wünsche ich eine MiDu3 mit Happy End.

      Grüße

      Alex

    • #55595
      Matthias (DA)

      Moin Alex, aber gits nicht auch oft genug Fälle wo es ein Anwenderfehler ist?

      Die Theorie zu hohe Ausgangsspannung am Nvidea fänd ich noch prüfenswert

       

      Matthias

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