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Kaufberatung: preiswerter Verstärker

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  • Dieses Thema hat 12 Antworten und 4 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 4 Jahre von Jakob.
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    • #6097
      Jakob

      Hallo zusammen:)

      Ich plane demnächst mein zweites Lautsprecherbau-Projekt in Angriff zu nehmen.
      Der Bausatz steht schon fest: Die blueSBox 15 soll es werden. Jetzt stellt sich mir nur noch die Frage, welchen Verstärker ich dazu verwenden soll. Der “Mini Stereo Bluetooth Verstärker Hifi 2.1” aus der “Mona 2.1”- Vorstellung scheint auf den ersten Blick gut geeignet, allerdings stört mich neben ein paar Kleinigkeiten vor allem, dass es nur einen AUX-Eingang gibt.
      Das ist etwas ärgerlich, da ich die blueSBox 15 gerne vielseitig verwenden möchte. Am liebsten würde ich Keyboard, Synthesizer, Audiointerface (Tascam US2x2), Plattenspieler und Handy dranhängen 😀
      Natürlich kann ich nicht alles gleichzeitig laufen lassen, aber ein, zwei Eingänge mehr wären sehr nützlich.
      Was mir auch noch wichtig wäre, ist die Anschlussmöglichkeit eines Subwoofers, was ja bei obigem Modell gegeben wäre.
      Also an sich ist der “Mini Stereo Bluetooth Verstärker Hifi 2.1” nicht komplett verkehrt und ich könnte mich zur Not auch mit ihm arrangieren, aber vielleicht weiß ja hier jemand eine bessere Alternative…??
      (Preislich gesehen wäre ich bereit bis zu 200€ auszugeben….)

      Ich freue mich auf Eure Antworten!

      Gruß
      Jakob

    • #6098
      Rincewind

      Hallo Jakob!

      Es ist eine berechtigte Frage, was Du nehmen kannst. Den kleinen Amp von Amazon habe ich jetzt auch stehen, der läuft an meinen Micro 2006. Wenn Du Auflösung und feinen Klang suchst, brauchst Du garantiert was anderes. Das kleine Kistchen macht eine super Figur bei lauten, elektrischen Gitarren oder DR3 Musik 😉 (Wie es z.B. BluesPills Aufnahmen sind).

      Wenn Du viele Eingänge inklusive Phono brauchst, würde ich Dir bei deinem Budget zu einem Vintage-Gerät raten. Guten Pegel mit etwas frecher Spielweise (Hochton kann bei Lautstärken über Zimmer-Party kratzig werden) hat der Sony TA S2. Vielleicht wäre was aus der Baureihe etwas für dich.

      Alternativ, wenn Du Pegel verzichten kannst, würde ich Dir zu einem Arcam Alpha 2 raten. Diesen mag ich gerne, weil das Klangbild langzeit-tauglich ist. Also selbst mehrere Stunden hören nicht ermüden.

      Beide Geräte gibt es in der Regel für weniger als 200 Euro.

      Wenn Du mit Lötkolben umgehen kannst, da spricht es nichts dagegen einen kleinen Umschalter zu bauen und diesen an einen Class Tripath Verstärker zu hängen. Damit bleibst Du auch in deinem finanziellen Rahmen.

      Oder beschreibst uns deine Erwartungen/Vorstellungen bezüglich des Verstärkers etwas genauer.

      Grüße
      Rincewind

    • #6140
      Jakob

      Hallo Rincewind,

      vielen Dank für die Antwort. Das hilft mir schon sehr weiter!
      Ein langzeit-taugliches Klangbild ist mir wichtiger als ein extrem hoher Lautstärkepegel. Die Lautsprecher sollen in der Lage sein ein ca 20m2 großes Zimmer zu beschallen – eventuell bei Partys etwas lauter – aber mehr nicht. Im Vordergrund steht wie gesagt das Musikhören auf Zimmerlautstärke.
      Ich tendiere deshalb zu dem von Dir empfohlenen Arcam Alpha 2.

      Auf eBay habe ich nur den Arcam Alpha 3 gefunden:
      http://www.ebay.de/itm/Arcam-Alpha-3-Feiner-englischer-Vollverstaerker-/331977992593
      Wäre der auch was?
      Außerdem bin ich im Zuge meiner Recherche oft auf den NAD 3020 gestoßen. Der scheint auch empfehlenswert. Kannst Du das bestätigen?

      Beste Grüße
      Jakob

    • #6141
      Jakob

      Die Option mit dem Class Tripath Verstärker habe ich nicht ganz verstanden. Könntest Du das nochmal erklären? Sorry 😀

    • #6149
      Rincewind

      Hallo Jakob!

      Ich glaube meine und deine Definition einer Party-Beschallung sind von einer gewissen Divergenz geprägt.

      Der kleine Arcam Alpha 3 ist völlig OK! Allerdings würde ich den nicht nutzen, wenn ich damit eine Party mehrere Stunden beschallen müsste. Der ist dafür nicht gebaut und würde unter eigens erzeugter Wärme kollabieren.

      Tripath Verstärker meint eigentlich einen preiswerten Class D Verstärker. Tripath war ein Chip-Hersteller, der seinen Class D Chip gebaut hat. Die Chips sind heute preiswert zu haben und lassen sich mit wenig Aufwand in einen Verstärker verwenden. Daher bilden Verstärker, die einen Chip mit Tripath Design verwenden, eine eigene Klasse. Beispiel ist der SMSL SA-50 Verstärker.

      Falls Dein Geldbeutel es zulassen sollte, kauf die erst einmal den ARCAM und später schaust Du dich um nach einem Class D Verstärker für Party-Betrieb in aller Ruhe um.

      Grüße
      Rincewind

    • #6244
      Jakob

      Hallo Rincewind,

      vielen Dank für die schnelle Hilfe.
      Dann werde ich Deinen Rat befolgen und mir den Arcam Alpha 3 zulegen. Ich habe die letzten Tage auch einige Internetseiten zu dem Thema verschlungen und denke es ist eine gute Entscheidung!

      Interessehalber wollte ich nochmal fragen, was Du von dem NAD 3020 Modellen hältst, da sie oft als “Kultverstärker” angepriesen werden und preislich nicht weit von dem Arcam Alpha 3 entfernt sind…

      Beste Grüße
      Jakob

    • #6245
      Sparky

      Guten Abend Jakob,

      NAD ist wie Guinness, mag man oder mag man nicht.
      Der Hersteller hat den Geräten ein starkes “Sounding” verpasst, dass eng mit der Marke verbunden ist.
      Ob Dir das zusagt, kannst Du erst entscheiden, wenn Du nen NAD gehört hast. Hier wirst du zwei Leute fragen und drei Meinungen dazu bekommen, der eine will nichts anderes als NAD, der andere sagt daran fehlen die Griffe um ihn in den Kübel zu werfen.

      Was mir persönlich nicht gefällt: NAD verbaut lineare Lautstärkepotis. Anhänger der Marke sagen, das gehört zum Konzept, nur arbeitet das Gehör leider nicht linear. Subjektiv bedeutet dass, dass der NAD zwar rein elektrisch alles richtig macht und die Lautstärke gleichmäßig anhebt, Du aber das Gefühl hast, da kommt am Anfang ganz schnell ganz viel “Wumms” und dann geht ihm irgendwie die Puste aus…

      Verstärker mit logarithmischen Potis erhöhen die Lautstärke näher an der verbogenen “Kennlinie” des menschlichen Gehörs, weshalb man den Eindruck hat, die Lautstärke stiege gleichmäßig an.

      Falls Du die Möglichkeit hast, mal einen NAD zu hören, würde ich mir definitiv ein eigenes Bild machen, denn nur Du kannst entscheiden, ob dir die Marke zusagt oder nicht 🙂

      Offtopic:
      Der “König” freilich ist die so genannte gehörrichtige Lautstärkeregelung, dabei werden über zusätzliche Weichenkreise je nach Gesamtlautstärke sogar noch die Höhen und Tiefen unterschiedlich beeinflusst. Dazu braucht es aber leider komplizierte Potis mit mehreren Mittenabgriffen, wird aus Kostengründen schon lange nicht mehr produziert. Moderne Verstärker bieten manchmal die Möglichkeit, sich das per Equalizer selbst hinzufummeln. Ich habe einen alten Philips Saturn Tonmeister mit zwei SB12-6L wiederbelebt, das Teil stammt aus dem Ende des Zenits der Röhrerära und hat sogar schon ein paar Germaniumtransistoren verbaut, Schnittbandtrafos, Mehrsystemröhren…
      Und besagte Lautstärkeregelung. Klingt einfach Sahne 😉

      Gruß,
      -Sparky

    • #6250
      Jakob

      Guten Abend Sparky!

      Die NAD Geräte sind also weniger “analytisch”, sondern färben den Klang der abgespielten Musik gemäß ihres eigenen Charakter etwas. Dass dazu dann jeder seine eigene Meinung hat, leuchtet mir ein. Ist halt einfach Geschmackssache;)
      Es stimmt schon die ganze Leserei bringt nicht so viel. Am Ende des Tages muss man Verstärker und Lautsprecher in Action erleben, um sich ein Bild zu machen.
      Nichtsdestotrotz fand ich es interessant die Meinung von einem erfahrenen “Musikgenießer” zu dem Modell zu hören. Das Phänomen des als ungleichmäßig empfundenen Lautstärkezuwachs bei linearen Lautstärkepotis, meine ich auch schonmal beobachtet zu haben. Interessant den Grund dafür zu erfahren und was für Alternativen es gibt! Wieder was gelernt:)

      Beste Grüße
      Jakob

    • #6259
      Matthias (DA)

      Moin,
      Wenn die Kistchen fertig sind kannst du sie doch einfach zum Verstärkerkauf mitnehmen. Nen Gebrauchten würd ich mir eh persönlich anschauen wollen, und dann kannst du auch mal ein Ohr riskieren

      Matthias

    • #6261
      Sparky

      Guten Abend Jakob,

      das Wort erfahren ist so eine Sache…. Ich halte es da mit Oscar Wilde:

      Die Erfahrung hat keinerlei ethischen Wert. Sie ist nur ein Name, den die Menschen ihren Irrtümern verleihen.

      Soll heißen: Was ich hier schreibe, ist ja nur ein Spiegel meines eigenen, ebenfalls durchaus “versauten” (passionierter Vintage-Röhrenhörer halt…) Geschmacks. das Anlesen von Informationen ist zwar löblich, in dem Fall bringen die Dich aber nicht weiter, denn alle Beiträge zu dem Thema wurden mit anderen als den Deinen Ohren geschrieben.

      “Analytisch” ist eigentlich am ehesten dran am Gedanken der Umsetzung der HiFi-“Norm”: Musik möglichst unverfälscht so wiederzugeben, wie es Interpret und Toningenieur vorgesehen haben.
      Als analytische Verstärker kommen mir am ehesten Technics in den Sinn, diese sind für mich am wenigsten, bzw. am neutralsten “gesoundet”.

      Wenn der Toningenieur allerdings eine Flasche Schabau zu viel oder der Interpret kein Konzept hatte, dann kommt derart wiedergegebene Musik schon mal recht “leblos” daher. Hier kommt dann das “Sounding” in´s Spiel, was der Musik durch Klangverfälschung mehr “Körper” verleiht. Und das ist dann reine Geschmackssache und subjektiv. Es gibt zig Hersteller mit spezifischen “Klangsignaturen”, sowohl bei Lautsprechern, als auch bei Verstärkern. Da ist für jeden was dabei, die Kunst ist, daraus eine für sich wohlklingende Kette auszusuchen.

      Da schätze ich mich glücklich, ein “Spacko” zu sein, Mitglied eines kleinen Herrenclübchens mit den verschiedensten Musikgeschmäckern, Hörgewohnheiten und Charakteren. Von Class D bis Eintaktröhre ist da alles dabei, von Klassik bis Metal. So erhält man viele Eindrücke und kann die persönlichen Rosinen raus picken.

      Insofern lohnt es sich, wenn Du die her mal umhörst, ob jemand in Deiner Nähe wohnt, der für Dich interessante Boxen oder Verstärker betreibt und bereit ist, Besuch zu empfangen. So lernt man nette Menschen kennen und kann für sich das Optimum heraus suchen.

      …Nur das Ankommen nicht vergessen, sonst wird es eine ewige Suche (Odyssee) nach der Perfektion, die nie zu erreichen ist 😉
      Ich selbst fuhr stets gut damit: Was bei der ersten Hörung auf Anhieb gut gefiel, wird gebaut 😉

      Gruß,
      -Sparky

    • #6337
      Jakob

      Guten Abend zusammen;)

      vielen Dank nochmal für die Ratschläge! Bin schon ein paar kleine Schritte weitergekommen;)

      Letztendlich habe ich eh das Gefühl, ich kann gar nicht so viel falsch machen, da ich bereits mit meinen ersten Wohlgemuth-Lautsprechen restlos zufrieden war – und damals habe ich mir kaum Gedanken zum Verstärker gemacht. Ich befürchte die Ansprüche (und Kosten) steigen mit jedem weitern Projekt. 😀

      Nichtsdestotrotz möchte ich mal nach Möglichkeiten in meiner Nähe Verstärker probezuhören Ausschau halten!

      Schöne Grüße

    • #6339
      Rincewind

      Hallo Jakob!

      Mit Verstärkerkauf ist wie mit Wein: Obwohl auf dem Etikett “Lemberger” drauf steht, schmeckt’s immer wieder Anders, wenn der Erzeuger oder Jahr wechselt. Man muss halt probieren 😉

      Kauf Dir den Arcam wie angekündigt, denn wenn’s nicht gefällt wirst Du den zum etwa gleichen Preis wieder los. Die berühmte schwarze Null.

      Da ist es bei den Class D Kisten heute ganz anders…

      Grüße
      Rincewind

    • #6378
      Jakob

      Hallo Rincewind!

      Ich habe mir jetzt den Arcam gekauft und bin sehr zuversichtlich, dass er meine Erwartungen voll und ganz erfüllen wird. Der hohe Wiederverkaufswert ist natürlich auch noch ein gutes Argument. 😉

      Danke für die Beratung und schöne Grüße.
      Jakob

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