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Kleines Hörevent bei Jo

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Dieses Thema enthält 4 Antworten und 4 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Jo vor 1 Monat, 4 Wochen.

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  • #17391 Antwort

    Monti
    Teilnehmer

    Nabend,

    heute sind wir also zu dritt der Einladung von Jo gefolgt. Wir, das waren Raupi, Tommi und ich, e-ding musste leider absagen.

    Die Testkandidaten waren
    Caldera 1
    Triple Play
    Audible 17
    Linie 44
    SB15ACL
    Und zu Beginn eine Minibox, die Jo aus seinem Lowboard ausgebaut hat, dessen Name mir aber entfallen ist. Jo wird’s wissen…

    Angefangen haben wir mit jener kleinen Winzigkeit, die für sich in Jos Raum erstaunliches leistete, bis, ja bis dann die Audible und Caldera ran durften. Über die Audible möchte ich an dieser Stelle nicht viele Worte verlieren, weil Udo sie nicht mehr im Programm hat. Ein sehr klarer Hochton, der alles sezierend durchhören lässt. Das Bassfundament geht bauartbedingt natürlich nicht abgrundtief runter.

    Erster Eindruck zur Caldera, die wir im A/B-Vergleich zur Audible gehört haben: sie macht irgendwie alles richtig, sie baut eine relativ schmale Bühne auf und irgendwie klingt alles wie in Watte gepackt. Schwer zu beschreiben, es ist nicht breiig oder verwaschen, aber irgendwie wollte die Gute nicht hinter ihrem Vorhang vorkommen.

    Dieser Eindruck bestätigte sich, als wie sie im Vergleich zur Triple Play hörten, deren Hochton deutlich hervorstechender und präsenter abgestimmt ist.

    Aber die Caldera kann für so eine Kompaktbox echt laut, wir haben es nicht ausgereizt und ich bin ohne Tinitus nach Hause gefahren, aber wir haben schon bei gehobener Lautstärke gehört, und das hat sie anstandslos mitgemacht. Für den von Jo angedachten Einsatzzweck genau richtig! 😉

    Zwischendurch hat Jo mal zur Linie 44 umgeschaltet. Okay, andere Liga. Für mich spannend, dass sich aus meinem Gedächtnis meine “Kritikpunkte” an der Linie 44 beim Hörevent im April im Vergleich zur Duetta und Linie 53 in Jos Wohnzimmer nicht bestätigt haben. Hier steht eindeutig mal ein Vergleich der Duetta und der Linie 44 in anderen Räumlichkeiten an. Wir werden das organisieren… 🙂

    Jeder der drei gehörten Kompaktlautsprecher macht seine Sache für sich richtig, es gibt kein besser oder schlechter, sondern anders. Der persönliche Geschmack entscheidet. Für mich stellte sich im Laufe des Nachmittags dann aber tatsächlich die Frage, ob Triple Play und Audible für mein persönliches Empfinden tatsächlich langzeittauglich sind.

    Jo erinnerte dann mal an den Titel des Events: Caldera 1 und Linie44. Also haben wir die beiden im Vergleich gehört. Der Vergleich ist eigentlich unfair, aber je länger wir hörten und je häufiger es Wechsel zwischen den verschiedenen Lautsprechern gab, desto deutlicher wurde, dass der Eindruck des Vorhangs am Anfang dem Eindruck einer sehr zurückhaltend aber dauerhörkompatibel abgestimmten Box gewichen ist.

    Überraschungskanditat war die SB12ACL, die bei Jo im Nebenraum geparkt war und die spontan zur Party eingeladen wurde. Es ist echt erstaunlich, was dieser kleine 4-Zöller zu leisten im Stande ist! Im Vergleich zur Caldera merkt man aber schon die fehlende Membranfläche.

    Ciao
    Chris

  • #17393 Antwort

    Jo
    Teilnehmer

    Danke Chris, für Deinen Bericht zu später Stunde! Die kleine Mini-Box am Anfang war die CheapTrick 231, ein kleiner 2-Weger mit 3,5 Liter Nettovolumen.

    Vor dem gestrigen Treffen habe ich ausschließlich zwei Wochen lang die Caldera´s gehört, ohne einen anderen Lautsprecher zwischendurch anzuschließen. In der Zeit haben sich (fast) alle Erwartungen erfüllt:
    Zuerst die brachiale Dynamik, die sie bei sehr hohem Pegel verzerrungsfrei und tonal präzise liefern.
    Zweitens das vorbildliche Rundstrahlverhalten, bedingt durch das akustische Horn (waveguide), das den SweetSpot deutlich erweitert.
    Drittens das tiefe und trockene Bassfundament, das einen Subwoofer durchaus entbehrlich macht. Auch bei hoher Lautstärke bleibt der Bass sehr knackig und präzise.
    Nicht ganz zufrieden war ich mit der räumlichen Darstellung, da war ich von der Linie44 eine breitere Bühne gewöhnt.
    Hätte ich nicht gewusst, welche Steigerungen zum Klangbild der Line44 (mit 4-fachem Nettovolumen und fast 6-fachem Preis) noch möglich sind, ich hätte mich an die Caldera gewöhnen können 😉
    Hochton-Brillianz fehlte mir in den zwei Wochen übrigens nicht!

    Erst der direkte Umschaltvergleich zur TriplePlay zeigte mir etwas überraschend eine betontere Höhen-Präsenz. Die Audible17 legte da mit ihrem Bändchen nochmal eine Schippe drauf. Aber nicht erst beim Weckerklingeln von PinkFloyd´s Time war mir klar, dass der dominantere Hochton dieser Lautsprecher zwar beim unmittelbaren Umschalten “informationsreicher” erscheint, mir aber auch schnell auf die Nerven gehen kann. Langzeittauglich wäre das für mich nicht. Aber wie Chris auch schreibt: Jedem wie es ihm gefällt! Das sind unterschiedliche Vorlieben und keine Frage von gut und schlecht.
    In der TriplePlay spielen die beiden Monacor-TMT auf 28 Litern. Eine Caldera liefert baubedingt mit 26 Litern für einen TMT eine tieferes und lauteres Bassfundament. Ich bin gespannt, wie sie sich an ihrem Bestimmungsort (Versammlungsraum >100qm) machen werden.
    Die SB12ACL hatte am Schluss einen Kurzauftritt und machte bei den Kollegen lange Gesichter, Tommi lachte, weil die Spargel weit mehr spielten, als ihre Membranfläche erwarten ließ.

    Die Linie44 spielt noch mal 1-2dB lauter als die Caldera und geht mit ihren 8″-Zöllern auf etwa 35Hz hörbar tiefer, vor allem aber vermag sie das Raumvolumen zu sprengen, die Bühne geht über den Raum hinaus und das Wohnzimmer wird zum Konzertsaal. Für mich eigentlich das Wichtigste beim Musikhören. Die kleinen können das in der Dimension halt nicht.

    Einen “Wohnzimmer-Vergleich” mit der Duetta fände ich auch spannend, Chris. Können wir gerne anpeilen.

    Danke an alle Teilnehmer für den schönen Nachmittag!

    Viele Grüße,
    Jo

  • #17395 Antwort

    Tommi
    Teilnehmer

    Hallo zusammen,

    vielen Dank an Jo, seine Bude für die Hörsession zur Verfügung zu stellen. Es war ein toller Nachmittag, entspannt, nette Leute und die zwei Stunden sind wie im Flug vergangen.

    Am Anfang fallen die Unterschiede zw. den Boxen noch nicht so stark auf. Der Vergleich zeigt aber, dass jede Box ihren eigenen Charakter hat.

    Caldera gegen Audible
    Die Caldera lässt sofort ihre präsenten Mitten hören. Der Bass ist kräftig abgestimmt. Im Gegensatz dazu liefert die Audible deutlich mehr Höhen und bläst den Vorhang vor der Bühne erst einmal weg. Höhen und Mitten bilden eine Einheit und fächern eine feine, transparente Bühne auf. “Yäh”, denke ich mir, “das ist Blues”. Der Bass ist recht dünn. An Jo’s Verstärker aber immer noch ok. Ich höre die Audible an einer Röhre. Diese macht den Hochton geschmeidiger und den Bass dicker.

    Caldera gegen TriplePlay
    Die TriplePlay liefert ebenfalls mehr Höhen. Der Bass ist zurückhaltender und die D’Appo Anordnung baut eine breite Bühne auf. Ein klasse Lautsprecher mit gelungener Abstimmung. Wir haben spaßeshalber das Bassreflexrohr der Caldera zugestopft. Weniger Bass steht der Box gut. Interessanterweise fühlten wir uns alle im ersten Augenblick zu den Boxen mit mehr Höhen hingezogen. Das sollte sich aber im Vergleich mit der L44 ändern.

    Caldera und TriplePlay gegen L44
    Die L44 ist soooo geil! Der Bass ist fett, aber nicht aufdringlich. Keine Spur von einem spitzen Höchtöner. Der weite Frequenzbereich der Box und die D’Appo Anordnung stellen eine phänomenale, breite, transparente Bühne in den Raum. Ob man will oder nicht, man ist nur noch am Grinsen.
    Der Vergleich zeigt, dass Udo bei Caldera und L44 auf weniger Höhen setzt. Die reduzierten Höhen fallen im Direktvergleich auf, nach ein paar Minuten Hören vermisst man jedoch nichts mehr.

    Fazit
    Jeder Lautsprecher klingt anders und an anderen Verstärken noch einmal anders. Ich habe für mich herausgefunden, dass mir eine Kompaktbox nicht genügt. Ich brauche Bass. Auch ist die D’Appo Anordnung für mich nichts. So genial sie auch klingt, der besondere Effekt wirkt nur auf Sitzhöhe. Sobald man aufsteht oder im Raum herumläuft ist alles futsch. Da gefällt mir eine konventionelle Box besser. Ebenso kann man bei einer Box mit mehr Höhen schnell dem frischeren Klang verfallen. Ob diese dann noch für das entspannte Hören geeignet ist, darf nicht vernachlässigt werden. Die faszinierende Bühne der L44 zeigt, dass der Hochtöner einem nicht erst das Trommelfell durchstechen muss, um einen die Tränen in die Augen zu treiben.

    Gerne wieder. Gruß Thomas

  • #17424 Antwort

    Raupi

    Hallo Jo, Chris und Thomas (und alle Mitleser) !
    Zunächst vielen herzlichen Dank an Jo für die Einladung zu dem kleinen Hörevent und die freundliche Begrüßung/Aufnahme sowie die Gestaltung der Vorführung. Ich fand es waren schöne kurzweilige Stunden im Kreise Gleichgesinnter.
    Als am Ende diverse Lautsprecherpaare aufgestellt waren, sah es fast aus wie in einem Lautsprecherstudio.
    Über die verschiedenen Klangcharaktere der gehörten Lautsprecher wurde oben schon alles geschrieben… den geschilderten Eindrücken kann ich mich durchaus anschließen.
    Vor einigen Jahren habe ich bei Udo in Bochum u.a. die SB 18 und 240, die Duetta Top und Duetta sowie die Symphonie285 hören können … dort gefielen mir die Duetta und die Symphonie285 am besten, weil sie die Musik irgendwie am vollständigsten und gelassen/selbstverständlich von den untersten bis zu den obersten Tönen (die mein Ohr noch hören kann) wiedergaben.
    So war es gestern irgendwie auch mit der L44 … es sollte aber nicht vergessen werden, dass die gehörten (kleineren) Lautsprecher im Vergleich zur L44 einfach mal preislich und größentechnisch ganz andere Kapitel sind.
    Sofern ich kein unangenehmer Teilnehmer war und mit “Hausverbot” markiert werde, würde ich gerne wieder mal an einem Hörvergleich teilnehmen.
    Einen schönen Sonntag noch
    Detlef

  • #17433 Antwort

    Jo
    Teilnehmer

    Schön, dass sich alle hier gemeldet haben!
    Detlef, es war alles prima! Hausverbot bekommt nur, wer sein Rotweinglas auf der L44 abstellt 🙂
    Noch ein Foto von den gestrigen Probanden:
    hörsession17-06-17

    Edit: bekomme das Foto leider nicht größer, weiß jetzt nicht, woran das liegt…

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