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Mein erstes Paar Selbstgebaute Lautsprecher: SB85TL

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    • #31861
      Huenti

      Mein Name ist Jan, ich bin 25 und habe gerade mein erstes Master-Semester in E-Technik hinter mich gebracht. Wenn ich meine Zeit mal gerade nicht studieren verbringe, dann meist mit Musik. Ich bin Bassist und spiele gerne in der Gruppe mit anderen. Mein Musikgeschmack erstreckt sich von Rock bis etwas härter. Aktuell habe ich die Hardrock-Alben von Gary Moore für mich entdeckt. Bisher habe ich noch keine Lautsprecher gebaut.

      Motivation
      Für meine Semesterferien habe ich ein Projekt gesucht. Mein Vater ist Hifi interessiert. Er selbst hat sich vor etwa 25 Jahren eigene Lautsprecher aus Fostex-Chassis gebaut. Noch heute tüftelt er gerne an seinem Setup. Aktuell aktiviert er seine Lautsprecher mit miniDSP, Class-D-Endstufen, Mikrofon und Analyse-Software. Seine Tüftelei hat mich fasziniert und mich inspiriert selber mal ein Paar Lautsprecher zu bauen. Ich besitze seit etwa 10-Jahren ein Paar günstige passive China-Standlautsprecher, welche zwar bei weitem nicht in der Blues-Klasse spielen, aber, gemessen an meinem damaligen Budget als Schüler, einen guten Dienst erfüllt haben (und 3 Umzüge überlebt haben). Der Zeitpunkt erschien mir günstig in diesem Sommer Boxen als Projekt zu bauen. Ich habe dann angefangen meinen Vater mal nach Bausätzen zu befragen und allgemein etwas Recherche zu Betreiben. Einer seiner Kollegen hat uns dann Udo’s Bausätze ans Herz gelegt.

      Anforderungen
      Ich wollte gerne nicht allzu große Lautsprecher für mein WG-Zimmer bauen. Auch habe ich mir vorgenommen etwas abseits von Bassreflex bauen. Die Transmission Line Funktionsweise fasziniert mich (in der E-Technik gibt es auch interessante Wellenphänomäne auf elektrischen „Transmission Lines“ mit denen ich mich im vergangenem Semester befasst haben), weshalb ich mich für ein Paar SB85TL entschied und zwei Bausätze mit 19mm-Frontplatte orderte. Die SB85TL haben nicht so wuchtige Ausmaße wie manch anderer Bausatz und passen super in mein Studentenbudget.
      Da in Zukunft ein Umzug aus meiner Studentenbude abzusehen war, möchte als einfachen Schutz der Chassis einen bespannten Rahmen vor jeden Lautsprecher hängen. Ich habe mir im Baumarkt alle Bretter als 19mm MDF (schwarz, Natur gibt es laut Baumarkt nicht mehr in der Stärke, die konträre Farbgebung im Vergleich zum Magazinbericht ist daher rein zufällig) zuschneiden lassen und 2 zusätzliche Bretter im „Frontmaß“ zuschneiden lassen. Mein Plan ist die zusätzlichen Bretter passend auszusägen und zu bespannen. Bei diesem Bauvorschlag finde ich gelungen, das Seiten-, Front- und Rückseite dieselben Maße aufweisen. Misslingt mir beim Bau der Lautsprecher ein Brett (es ist ja auch mein erstes Mal), kann ich es möglicherweise zum Rahmen umbauen und habe Ersatz um das Gehäuse zu retten.

      Bau der Gehäuse
      Für den Aufbau habe ich mich bei meiner Großmutter im schönen Lipperland einquartiert. Mein Großvater hatte hier eine ausgestatte Werkstatt, in der er mit seinen Enkeln die Sommerferien gerne mit Werkeln und Basteln verbrachte. Das war eine tolle Zeit!
      Zusammenstecken mit Lamellos
      Er hat mir damals die Flachdübelfräse und Lamellos für den Bau von beispielsweise Kisten gezeigt. Diese Konstruktionsweise habe ich übernommen. Ich habe mit dem Werkzeug passende Schlitze in die Bretter gefräst und alles trocken zusammen gesteckt um einen Eindruck von dem Ergebnis zu bekommen.
      Nachdem die Passung kontrolliert wurde, habe ich die Boxen verleimt. Ich habe zunächst das Innenleben (Deckel, Boden, Trennwand zum MT und die Transmission Line) mit den Seitenwänden verleimt. Leider habe ich verpasst diesen Schritt mit einem Foto zu dokumentieren. Ich habe die saubere und entstaubte Stoßkante jeweils großzügig mit Leim bestrichen und die gefrästen Nuten beidseitig ebenfalls mit einem Klecks Leim gefüllt. Einseitig habe ich dann die Flachdübel in die Nuten gesteckt, alles zusammengesteckt, alles gut verzwingt und dabei auf Winklingkeit geachtet.
      Während des trocknen des Leims habe ich den Ausschnitt für das Terminal mit einem Lochkreisschneider in die Rückwand geschnitten und mit der Raspel etwas aufgeweitet.

      Verleimt und Verzwingt
      Anschließend habe ich die Rückseite auf zwei Böcke gelegt und die bereits verleimten Seitenwände mit Front- und Rückseite verleimt. Zum Glück gibt es in der Werkstatt einige Zwingen ausreichender Größe um alles flächig zu verleimen (es hätten dennoch gerne doppelt so viele Zwingen sein können 😉). Als kleines Lesson-Learned sei hier angemerkt, dass es bei der gewählten Bauweise sinnvoll ist den TL-Kanal bei der Hochzeit mit der Frontplatte ebenfalls gut gegen die Frontplatte festzuzwingen.
      Das Ergebnis hat mich überzeugt, sodass ich die zweite Box genauso aufgebaut habe.

      Für das Finish habe ich mich für einen schwarzen Anstrich mit der Farbrolle entschieden. Im Baumarkt mit O habe ich die hauseigene hellgraue Grundierung, schwarzen Acryl-Buntlack in seidenmatt und einen seidenmatten Klarlack besorgt. Die Lackierung mit der Rolle ist in erster Linie einfach und außerdem finde ich persönlich etwas Struktur im Anstrich interessanter als eine Hochglanzlackierung. Für die Lackierung habe ich die Box einem umgedrehten Blumentopf (etwas kleiner als die Grundfläche der Lautsprecher) meiner Großmutter gestellt um die Ränder der Unterseite ebenfalls lackieren zu können.
      Lackiert
      Vor der Grundierung habe ich die Lautsprecher angeschliffen und leichte Übergänge an den Stoßkanten bündig geschliffen. Die Grundierung habe ich nach der Trockenzeit angeschliffen und anschließend mit der Farbrolle 2-mal lackiert. Zum Abschluss habe ich die Farbschicht mit dem Klarlack einfach übergestrichen.

      Bau der Blenden
      In der Werkstatt habe ich eine tolle Vorrichtung Marke Eigenbau meines Großvaters gefunden: einen Tisch mit integrierter Oberfräse!
      Zitat des Erbauers: „Man muss sich nur zu helfen wissen.“
      Mit einem 45° Fräser habe ich damit eine tolle Fase an die Bretter für Blende anbringen können.

      Blende unbespannt

      Anschließend habe ich mir die Chassis passend angezeichnet und mit der Stichsäge ausgesägt. Im Bereich zwischen Tieftöner und Ausschnitt der Transmission Line habe ich zur Gewichtsersparnis Ausschnitte vorgesehen und für die Stabilität nach dem Bauchgefühl Streben stehen lassen (etwa 15cm ab dem Bass-Ausschnitt und etwa 15cm über dem TL-Ausschnitt). Anschließend wurden die Schnittkanten geschliffen (das wurde im Bild noch nicht getan).

      Das Bespannen habe ich wieder nicht in Bild festgehalten. Leider musste ich feststellen, dass das Tackern des Stoffs an den Rahmen mit den verfügbaren Werkzeugen nicht gut funktioniert hat.
      Ich habe auch festgestellt, dass das Tackern in das schwarze MDF in verschiedenen Raumrichtungen unterschiedlich gut funktioniert hat (z.B. habe ich nachher festgestellt, dass es senkrecht in die Schnittkanten gut geht). Die Bespannung habe ich schlussendlich mit Reiszwecken und dem Zimmermannshammer befestigt. Nach Montage der Füße (die silbernen Midi-Füße), habe ich dann die Blenden angebracht. Die Füße habe ich etwa auf halbe Wandstärke der Seitenwände geschraubt. So ist auch ein sicherer Stand der Box gewährleistet.
      Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden!

      Gehäuse mit Blende

      Bestückung der Lautsprecher
      Für die Bestückung bin ich in mein Elternhaus umgezogen, hier habe ich Zugang zu Elektrowerkzeug und einen Vater mit AV-Receiver zur Inbetriebnahme und Einmessmikrofon.

      Frequenzweiche

      Die Weichen werden auf 15cm * 30cm Sperrholzbrettern aufgebaut (etwas schmaler als DIN A4 um sie komfortabel durch den Bassauschnitt in das Gehäuse zu bekommen, vorher habe ich die Bauteile auf einem DIN A4-Blatt probeweise zurechtgelegt). Im Bild habe ich die sichtbaren Bauteildimensionierungen ausgegraut (es ist ja Udo’s Know-How). Die schweren Bauteile habe ich mit Kabelbinder auf dem Brett befestigt und mit einem Tropfen Heißklebe stabilisiert. Nachdem die Bauteile verlötet wurden habe ich die restliche Verdrahtung mit starrem 1,5mm^2 Draht vorgenommen. Der Anschluss an die Chassis soll nachher in guter alter Elektro-Manier mit Lüsterklemmen erfolgen und wird so sehr einfach.
      Anschließend habe ich die Verdrahtung der Lautsprecher gemäß Anleitung vorgenommen. In das MT-Gehäuse und das TL-Brett habe ich jeweils 2 Bohrungen für die Litzen vorgenommen und die Bohrungen mit Heißklebe abgedichtet. Die Leitungen wurden durch die Ausschnitte der Chassis und des Terminals geführt und mit Paketband befestigt.
      Die Dämpfung habe ich folgend vorgenommen: Zunächst habe ich einen 25cm*160cm Streifen Dämmstoff in den hinteren TL-Teil geschoben und etwa 10 cm aus der Öffnung gezogen. Danach habe ich die Überstände an beiden Seiten locker im Gehäuse gerollt, sodass in der TL-Öffnung bis etwa ein Drittel der Öffnung Dämpfung ist. Am oberen Ende ist der Dämmstoff bis etwa zum TL-Brett locker aufgerollt.

      hintere TL bedämpft, Weiche montiert

      Nachdem die hintere TL gedämpft wurde, habe ich die Frequenzweiche verdrahtet.

      Anschließend habe ich die die verdrahtete Weiche nach oben geschoben und die TL unterhalb des Basses mit Dämmstoff locker gefüllt. Danach wurde die Frequenzweiche nach unten geschoben und festgeschraubt. Im festgeschraubten Zustand ist die Wolle an den spritzen Lötstellen der Weiche hängen geblieben, was durch dieses Vorgehen gut umgangen wurde. Anschließend wurde der Rest der Dämpfung locker im oberen Teil verteilt.

      Komplett Bedämpft

      Anschließend wurden die Chassis und das Terminal mit den zuvor verlegten Leitungen verlötet, die Verschraubungen vorgebohrt und verschraubt.

      Fertiger Lautsprecher

      Inbetriebnahme
      Die Inbetriebnahme erfolgt an einem Onkyo NR929 mit digitalisierten CDs im FLAC-Format.
      Zuerst sei hier gesagt, dass im ersten Versuch auch ein akkurates Signal aus den Laustsprechern kommt.
      Mein Vater und ich haben dann gezielt mal einige Songs angespielt (es wird eine Vier-Ohren-Bewertung 😉).
      Angefangen haben wir mit dem Album „Only by the Night“ der Kings of Leon. Song „Closer“: Wow – Das Klangbild ist angenehm und dynamisch, der Bass kommt trocken und tief, die Mitten und Höhen harmonieren dazu gut. Danach hat mein Vater einige Songs zum benchmarken mit seinen Lautsprechen angespielt.

      Es folgt Pink Floyd’s Time. Es beginnt mit dem Uhren-Konzert und dem Herzschlag – es zaubert uns beiden ein Lächeln auf’s Gesicht. Anschließend kommen noch Peter Gabriel’s „Games Without Frontiers“ und einige Simply Red Songs. Wird schließen mit Police’s „Roxeanne“ auf.

      Unser Eindruck: Das Klangbild ist klasse. Großes Lob an Udo, wir halten die Abstimmung super (Weiche und Gehäuse passen sehr gut). Wir haben auch höhere Pegel probiert und haben auch hier einen guten Eindruck.

      Wir beide würden den Sound wie folgt beschreiben: tief, dynamisch, rund
      Mein Vater hat gesagt, einen vergleichbaren Sound hat er in seinem Setup mit verschiedenen passiven Weichen nicht erreicht, das halte ich für ein großes Kompliment.

      Wir hören jetzt noch ein wenig weiter und sammeln weiter Eindrücke. Am Sonntag wollen wir die SB85TL’s mal mikrofonieren.

      Vorläufiges Fazit
      Klasse was man für unter 1k€ und etwas Arbeitszeit das Paar so bekommt.

    • #31862
      Justus (CE)

      Hallo Jan,

      schönes 1. Projekt.
      Die Anordnung der beiden mittleren Spulen würde ich nochmal ändern, denn so wie sie jetzt angeordnet sind, ist das nicht wirklich gut. Die Spulen beeinflussen sich wahrscheinlich nicht sehr stark, aber da du so viel Platz hast, ist eine bessere Anordnung ohne Probleme möglich.

      Gruß
      Justus

    • #31863
      Udo Wohlgemuth
      Verwalter

      Hallo Jan,

      deine Doku wär auch einen eigenen Leserbericht im Magazin wert gewesen 🙂

      Bei den Spulen hat Justus Recht, der große Rollenkern verändert die Werte seiner Nachbarn nicht unerheblich. Setz sie um ein paar Zentimeter nach rechts unter den Widerstand und stell sie hochkant auf. Danach klingt es wahrscheinlich noch besser 🙂

      Gruß Udo

    • #31864
      Huenti

      Hallo Justus, Hallo Udo,

      Da habt ihr wohl recht. Ich Dussel…

      Es ist mir natürlich abends beim schnellen Zusammenbau mit großer Vorfreude auf die Inbetriebnahme nicht weiter aufgefallen. Die Spulenachsen stehen zwar einigermaßen senkrecht aufeinander, dass die Induktivitäten der kleinen Spulen natürlich durch einen großen “Eisenklotz” (dem Kern der großen Spule) beeinflusst wird ist logisch und habe ich übersehen.

      Bei Gelegenheit baue ich es noch um. Danke für den Hinweis, ich lerne immer gerne für die Zukunft dazu ☺️.

      Beste Grüße

      Jan

    • #31865
      Udo Wohlgemuth
      Verwalter

      Hallo Jan,

      Danke für den Hinweis, ich lerne immer gerne für die Zukunft dazu

      Es ist auch viel besser, wenn du deine Fehler erst einmal an den eigenen Boxen testest. Wenn du später dein erstes Fusions-Kraftwerk einrichtest, ist es zum Lernen zu spät 😉

      Gruß Udo

    • #31878
      Chrisdrei

      Hallo Jan,

      Respekt und großes Lob für dein Erstlingswerk. Ich hatte die 85TL für ein paar Tage von Udo geliehen und muss sagen: toller Lautsprecher!  Gerade für Rock, Blues, Reggae und Liveaufnahmen machen sie richtig Spaß. (Auch neben meinen Duettas✌🏻) Mit einem kraftvollen Verstärker gewinnst du dann noch mehr Kontrolle und Dynamik. (Versuche mal einen PA Verstärker aus eurem Bandsortiment)

      Aber Vorsicht, das Baufieber ist jetzt nicht beendet, soviel darf ich dir hier schon mal verraten. Gruß von Chris 3

      • #31882
        Huenti

        Auch neben meinen Duettas✌🏻

        Das glaube ich gerne. Mit den Duettas kann ich dann ja liebäugeln, wenn ich in Zukunft mal etwas sesshafter geworden bin 😀. Die sehen noch etwas voluminöser aus (nicht so hoch, aber tiefer und breiter).

        Aber Vorsicht, das Baufieber ist jetzt nicht beendet, soviel darf ich dir hier schon mal verraten

        Damit kann ich leben, für den Moment sind die 85er zunächst interessant genug ;-).

        Das klang eh so, als bräuchte der Vater bald was neues 😀

        Ich denke nicht, dass er für ganz Neues zu begeistern ist. Er tüftelt aber gerne an seinem bestehenden Lautsprecher. Wie gesagt aktiviert er gerade seine LS mit DSP und Class-D Verstärker, auch zur Raumkorrektur, aber dazu kann ich nicht soviel sagen. Sein Ergebnis ist mMn. schon jetzt sehr Klasse.

        Wir haben gestern mit dem Mikrofon und dem PicoScope ein Paar Spektren der 85Tler aufgezeichnet. Weisses Rauschen sieht ziemlich gerade (vielleicht +-5 dB um den Mittelwert zwischen 400Hz und 20kHz bei etwa 1m Abstand des Mikros auf den HT gezielt). Das war allerdings Spielerei und natürlich nichts Repräsentatives (einfaches Mess-Equipment, die Weiche ist noch wie auf den Fotos, auf den Einfluss von Raum, Abstand zur Wand, … haben wir nicht groß geachtet).

        Viele Grüße
        Jan

    • #31879
      derFiend

      Das klang eh so, als bräuchte der Vater bald was neues 😀

      Darüber hinaus, gratuliere zum schönen Erstlingswerk! Und ganz viel Spaß damit, lass die Bude rocken 😉

    • #31883
      Michael

      Hallo Jan,

      schön zu lesen das du das werkeln bei deinem Opa erlernt hast. So muss das sein. Und das sogar noch recht nah zum Paderborner Land. Da hätte ich ja fast die Maschinen hören müssen. 😉

      Wünsche viel Spaß mit den tollen gelungenen ersten DIY Lautsprechern.

      Gruß Michael

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