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Neuling: Linie 43, Einteilig von Chris

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  • This topic has 4 Antworten, 3 Teilnehmer, and was last updated vor 3 days, 20 hours by Markus Zeller.
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    • #44387
      Chris_90

      Hallo zusammen,

      fast ein Jahr ist nun vergangen, seitdem ich das Thema mit der Kaufberatung (Link) eröffnet habe.

      In der Zeit habe mir das passende Werkzeug zugelegt (Oberfräse, Fräsköpfe etc.) und die Zeit auch genutzt und ein paar Testobjekte gebaut. Allerdings nichts, was mit Lautsprechern zu tun hat.

      Meine Wahl ist auf die Linie 43 gefallen.
      Jedoch nicht als zweiteiliger Bau, weshalb ich zunächst Jens Wegmann angeschrieben hatte. An dieser Stelle nochmal Dankeschön für das Übersenden der Stückliste. Da ich die Front aber aufgesetzt haben wollte und es mir auch nicht gefallen hat, dass nicht die originale Abstimmung getroffen wurde habe ich die Gehäuse im SketchUp nochmal “neu” designt.
      Die Grundidee war, dass Bassteil zu übernehmen und lediglich den Hoch-/Mittelton Teil direkt mit einzubauen.
      Der Entwurf war geboren:

      SketchUp

       

      Nachdem Udo mir den Bauplan beim Abholen des Bausatzes auch nochmal abgenommen hatte, holte ich nun also die Stücke aus dem Baumarkt.
      Glücklicherweise gab es grad’ keine Schlange an dem Holzzuschnitt, sodass ich meinen Zettel abgeben konnte. In der Wartezeit schnell in die Farbenabteilung. Eine passende Farbkombination hatte ich ja schon im SketchUp gefunden. Der entsprechende Farbton von Swingcolor in diesem Fall, war auch schnell gefunden.

      Zurück beim Zuschnitt hatte sich eine kleine Schlange gebildet, weshalb ich etwas schmunzeln musste. Aber egal, ich hatte ja meine Stücke:

      Farbe  Baumarkt

      Am nächsten Tag nach der Arbeit zunächst alle Teile sortiert, beschriftet und mir eine Art Blaupause auf je eine der Seiten skizziert. Ich kenne mich ja selbst und auf zweimal bauen habe ich keine Lust. 🙂

      Garage   skizze1   Skizze2
      Aufgebaut

      Da mir nach der Arbeit nicht viel vom Tag bleibt konnte es erst am nächsten Tag weitergehen. Auf dem Plan stand Fräszirkel herstellen und ggf. die Öffnungen einfräsen.
      Nachdem ich also rund 4h damit verbracht habe mir etliche Fräszirkel millimetergenau zurechtzubohren, wollte ich erstmal auf einem Abfallstück testen.
      Also schnell die Mitte des Cookies mit zwei Schrauben fixiert, außen mit Schraubzwingen und los geht’s.
      Erste Runde, super. Klappt ja besser als befürchtet.
      OF umgesetzt mit dem Plan eine Nummer kleiner zu fräsen und somit die Öffnung für das Terminal zu Testen. Nach einer halben Runde funkenschlag. Sauber über eine der beiden Schrauben gefahren, Fräskopf…im…Eimer…! Tag gelaufen! 🙁

      Zirkel1   Zirkel 2   testen
      Da meine Zirkel auf einen Fräser mit D=12 ausgelegt waren, konnte ich die allesamt in die Tonne hauen.
      Durchatmen, Feierabend.

      Am folgenden Tag habe ich dann fix neue Schablonen hergestellt für einen Fräser mit D=8. War ja zum Glück auch noch in dem Fräserset drin. Heißt aber auch, für alle Öffnungen den äußeren Rand zweimal fräsen. Da ich ja nun auch Erfahrung hatte ging das entsprechend schnell und nach ein paar Stunden waren die Fronten gefräst.
      Mit dem Ergebnis bin ich mehr als zufrieden. Alles ist super geworden und wäre wohl auch mit einem D12er nicht besser gewesen.

      fräsen1   fräsen 2   fräsen 3

      Als nächstes sollte es an das zusammenleimen gehen.
      Stück für Stück wurde das Ergebnis immer vollständiger und dann, Samstagabend war der erste Lautsprecher zusammen.

      leim1   leim 2   leim 3

      Nachdem der Leim gezogen hatte habe ich das gute Stück aus der Garage mit in die Wohnung genommen. Ich wollte die Kabellängen für die Frequenzweiche abmessen.
      Also hoch mit dem Ding und schonmal auf den späteren Platz gestellt.

      probeplatz

      Erste Reaktion: Wow!
      Zweite Raktion: Was baue ich hier eigentlich? Das ist viel zu groß.
      Nachdem ich mir das gute Stück eine Weile auf ihrem Platz angesehen habe ist der erste Schock überwunden und die Vorfreude obsiegt.

      Die Weiche hatte ich in der Woche davor schon probeweise zusammengestellt und per Foto von Udo absegnen lassen.
      Später soll sie auf die hintere untere Verstärkung in den Bassteil wandern. Die Öffnung des Terminals liegt gut 10 cm darüber. So komme ich von vorne gut heran und die Kabelwege sind nicht allzu lang.

      Da mich Sonntags eine Erkältung zum aussetzen gezwungen hatte ging es nur noch langsam voran. Erst Montag Abend konnte ich mich wieder zum weitermachen aufraffen.
      Es sollte die erste Frequenzweiche zusammengelötet werden.

      weiche1

      Der erste trockene Test ohne Gehäuse klingt jedenfalls schonmal vielversprechend und zeigt mir, dass alle Kontakte hergestellt sind.

      Am Gehäuse habe ich dann erst am Dienstag langsam weitergemacht, Stückchen für Stückchen zusammengeleimt und am Donnerstag war dann auch das zweite Gehäuse fertig.
      Seitdem habe ich noch die Kanten abgerundet und MDF Grund aufgetragen.

      gehäuse   runden   grund
      grund2   grund3   weichen

      Vorhin habe ich dann auch noch die zweite Weiche gelötet und ebenfalls einem Testlauf unterzogen. Auch hier ist offenbar alles gut verbunden, sodass aus allen drei Chassis Töne erklingen. Zugegeben. So ohne Behausung klingt der Bass halt nicht. Aber was der Hoch und Mitteltöner da schon in den Raum zaubern lässt vieles ahnen.
      Aktueller status ist, dass beide Gehäuse einmal komplett grundiert sind und nun die Kanten noch einen zweiten Anstrich bekommen.
      Im Laufe der Woche folgt dann je ein Zwischenschliff in 320 und zwei Farbdurchgänge.

    • #44397
      Markus Zeller

      … ich bin mal auf die Farbgebung gespannt! Viel Erfolg!

    • #44403
      Rundmacher

      Hallo Chris,

      schöner Bericht, gern liest man mit.

      Hat es dich also auch “getroffen” mit den Fixierungsschrauben der kleinen Kreisscheibe und der unschönen Bekanntschaft mit dem Fräser. 🙁

      Wie bei mir, beim Baubericht zur L 41 ACL für den Schwager. Ich passe da jetzt höllisch auf, gebranntes Kind…

      Da hast du jetzt zwei sehr schöne Boxen mit einem phantastischen Preis/Leistungsverhältnis!

      Wenn du lackierst vermute ich das zwangsläufig über kurz oder lang die Klebefugen, egal wie oft und sorgfältig du spachtelst, grundierst und grundierst und spachtelst optisch durchbrechen. Das MDF arbeitet immer, wechselnde Raumfeuchte, Sommer/Winterklima usw., es reißt optisch in der Klebefuge.

      Vielleicht eine Schattenfuge zur optischen Kaschierung?

      Gruß Rundmacher

       

    • #44406
      Chris_90

      Guten Morgen,

      Die Farbgebung ist nicht gewöhnlich, das ist mir bewusst. Allerdings sehe ich das so, dass insbesondere beim selbstbau da keine Grenzen gesetzt werden müssen.
      Klavierlack schwarz oder weiß kann ja jeder. 😉

      @Rundmacher: Deinen Baubericht zur L41ACL habe ich leider nicht gefunden, dafür den der Mona 2.1 – liest sich sehr gut und sehen auch klasse aus.
      Mit der OF scheinst Du ja echt Pech zu haben, mein Beileid zu deinen Verlusten 😉

      Ich muss gestehen, dass ich bei den Arbeiten mit der OF immer höllisch aufpasse was den Umgang mit dem Ding angeht. Schutzbrille, Staubmaske (sieht man, glaube ich, auch auf den Fotos). Das geht sogar so weit, dass ich bei nichtgebraucht auch immer den Stecker ziehe. Mit der Schraube allerdings war ich fahrlässig. – Egal

      Danke auch dafür, dass Du mich nochmal auf die Problematik beim MDF hinweist. Mir ist bewusst, dass die Kanten auf lange Sicht nicht perfekt sind da sie aufbrechen.
      Wie das dann allerdings aussieht weiß ich nicht. Mein Plan ist aber, dass man durch die aufgesetzte Front von vorne nichts sieht und an den Seiten an denen die Stoßkanten sind, durch den schwarzen Lack es nicht so auffällt.
      Eine Schattenfuge kann ich mir aktuell noch nicht vorstellen. Da wäre es vermutlich besser gewesen, die Front links + rechts eingesetzt zu haben, sodass man eine vertikal umlaufende Schattenfuge gefräst hätte.
      Den Aufwand mit der Grundierung mache ich mir aktuell nur, weil die Kanten dann die Farbe nicht so aufsaugen (Farbe ist teurer als Grundierung 😀 ) und die Lackoberfläche dadurch am Ende homogener, sowie das Farbergebnis besser sein müsste als wenn ich ohne Grundierung lackieren würde.

      • Diese Antwort wurde geändert vor 4 days, 1 hour von Chris_90.
    • #44408
      Markus Zeller

      Moin Moin,

      Die Farbgebung ist nicht gewöhnlich, das ist mir bewusst. Allerdings sehe ich das so, dass insbesondere beim selbstbau da keine Grenzen gesetzt werden müssen.
      Klavierlack schwarz oder weiß kann ja jeder. 😉

      Da kann ich Dir nur zustimmen. Also ich finde das klasse wenn man sein Ding durchzieht: siehe “Mädchenbox” 😉 … bin wirklich gespannt wie es aussehen wird!

      Gruß,

      Markus

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