Home › Foren › Bau-Dokumentationen › Rundmachers Mona 2.1
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AutorBeitrÀge
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16. Oktober 2016 um 23:26Â Uhr #7007Rundmacher
Hallo,
ich habe drei Lautsprecher gebaut.
Es ist die Mona 2.1, mein (Wieder)Einstiegsprojekt in die Welt des Boxenbaus, ich habe da allerhand Aufholbedarf was meine Heimakustik betrifft. Ich habe die Mona gewĂ€hlt, sie ist preiswert âdaher kann ich beruhigt ĂŒben- und vor allen Dingen ich brauche in der KĂŒche endlich etwas anderes als die kleinen BlechschreihĂ€lse.
Ich schreibe so wie immer, das was mir durch den Kopf ging lege ich offen, und am meisten wĂŒrde ich mich freuen wenn durch diesen Bericht sich weitere Leute zum Eigenbau entscheiden können.
Es waren tatsĂ€chlich 44 Stunden nach der Shopbestellung als am Samstag das Paket mit dem Bausatz eintraf. Sofort ausgepackt, die Holzliste kopiert und ab in den Baumarkt. Damit wegen der zahlreichen kleinen Bretter der Mann am Zuschnitt nicht zu viel mault habe ich gröĂere Bretter genommen, ich schneide sie selber zu. Na und 19 mm MDF gibt es nicht bei uns nur 18 oder 20 mm. Also 18 mm. In der Werkstatt angekommen sah es dann so aus:
Ja, das Werkzeug. Ohne geht es nicht, punktum. Da bleibt dann nur ein Ausweich auf fertige Zuschnitte oder der Gang zum Schreiner.
Los ging es mit den kleinen Satelliten. ZunĂ€chst in die groĂe Platte mit der OberfrĂ€se die Terminallöcher gefrĂ€st, schnell die MaĂe auf 18 mm umgerechnet (die AuĂenmaĂe bleiben, das Innenvolumen wird um ein Schnapsglas gröĂer) und mit der TischkreissĂ€ge die RĂŒckwand auf MaĂ gesĂ€gt. NatĂŒrlich habe ich die Zuschnitte aus dem Baumarkt mit MeĂschieber nachgemessen, sie waren alle um exakt 1,7 mm zu klein. (beim nĂ€chsten mal sage ich Bescheid das sie ein Nullpunktproblem haben)
Das MDF sĂ€gt sich wie Butter aber produziert auch Feinstaub. Trotz KĂ€rcherabsaugung legt er sich wie ein Film in der NĂ€he der SĂ€ge auf alles ab, ich kann noch eine zweite Saugstelle oben am Spaltkeil anbringen aber auch das wird nicht die ultimative Lösung sein. Also zusĂ€tzlich alle TĂŒren auf und Gegenzug, besser wĂ€re die SĂ€ge ins Freie zu fahren wenn das Wetter mitspielt.
Ganz wichtig, das SÀgeblatt, meins hat bei 254 mm Durchmesser 80 ZÀhne, das Schnittbild glÀnzt wie lackiert. Bei einer kleinen ZÀhnezahl (Brennholzschnitt) wird das Schnittbild wellig.
Die einzelnen Bretter auĂer Vorderfront âsie wird aus Buche Leimholz- in mehreren Schritten auf das EndmaĂ gesĂ€gt, immer wieder den Boxenkasten trocken zusammengesetzt, noch vier Zehntel kleiner gesĂ€gt, noch zwei ZehntelâŠ
So, die erste Klebung. Holzkaltleim aufgetragen, etwas breit geschmiert (auch hier saugt das MDF) und aufgesetzt. Steht es senkrecht? Nachgemessen, na ja, so fast. Schnell zweites Brett aufgesetzt, so bleibt die 90° Fixierung erhalten. Aber sie schwimmen etwas, man kann sie hin und herschieben. Schraubzwingen! Damit sie senkrecht stehen schnell ein paar Kanthölzer unter die Boxen, so ist Platz fĂŒr die Zwingen. Nach 5 min fĂ€ngt der Leim an und wird langsam zĂ€h, bis dahin muss alles stimmen, die Bretter mĂŒssen in ihrer Endlage sein. Also los jetzt, das sind kleine Boxen, die beiden anderen Bretter auch noch. Das sind jetzt die RĂŒckwand und die vier SeitenwĂ€nde und man, das geht jetzt schnell wie der Leim anzieht. Gerade so geschafft. Mit dem zweiten Satelliten wird es doch schneller gehen. Es ging nicht schneller. Irgendwie war ein Brett nicht genau auf 90° aber 1 mm zu lang, noch einmal schnell auf die SĂ€ge, der Schiebetisch war etwas verstellt gewesen. Das war knapp.
Fazit: ich werde bis auf weiteres immer zwei Bretter welche sich gegenseitig positionieren verleimen und fixieren.
Einen Eimer mit warmen Wasser und einen Schwamm hatte ich immer griffbereit stehen, die austretenden Kleberreste wurden umgehend entfernt.
Das war der Samstag und ich war ganz zufrieden.
Der nÀchste Tag, es war ein richtig schöner Tag zum Boxen bauen. -wenn ich nur geahnt hÀtte wie er ausging-
Ich war neugierig auf das Schleifen. Schleifpapier mit den Körnungen 40, 80, 180 und 240 war immer vorrĂ€tig, der dazugehörige Schwingschleifer bereits mehrfach erprobt. Oh ha, die 40er Körnung greift bei dem MDF sehr gut, da geht Material weg, aber auch nicht ĂŒbermĂ€Ăig. Sollte ein Brett einmal ĂŒberstehen, so hat man die 18 mm Kante innerhalb 30 s da wo sie sein sollte.
Gleich noch die Terminals in die RĂŒckwand gesetzt, mit einem Filzstift die Befestigungslöcher durchgezeichnet und vorgebohrt. Soso, mit welchem Durchmesser bohre ich vor? Ein StĂŒck MDF SĂ€geschnittabfall genommen und mehrere Löcher gebohrt, die mitgelieferten Terminalschrauben mit einem Torx 20 Bit festgezogen. Ich habe einen 2,8 mm Bohrer gewĂ€hlt. Noch einmal zu Torx. Sie werden auch fĂŒr die Chassis verwendet. Die Gefahr, mit dem Werkzeug aus dem Schraubenkopf hinaus zu rutschen ist bei Torx sehr, sehr klein. Das schont solch ein Chassis ungemein. đ
Weiter ging es mit den Frontplatten aus Buche. Zuerst wieder in die groĂe Platte beide Ausschnitte fĂŒr die Chassis. OberfrĂ€se samt FrĂ€szirkel ran. Der erste Versenkring, super, ich muss noch ĂŒben mit der OberfrĂ€se, beim Umfassen bleibt der Vorschub fĂŒr einen Moment aus, das bringt Brandflecke in das Schnittbild, die muss man spĂ€ter wegschleifen.
Der zweite Ring. Die FrĂ€se stand noch auf dem Buchenbrett,leicht schrĂ€g wegen dem Arretierstift des FrĂ€szirkels, der Akkuschrauber zum Bohren der zweiten Arretierbohrung lag am anderen Ende des Arbeitstisches, ein schneller Schritt, ein polterndes GerĂ€usch und ein harter Aufschlag auf den Betonboden. Ich war mit dem FuĂ im Kabel der OberfrĂ€se hĂ€ngen geblieben. Hoffentlich ist der FrĂ€ser nicht abgebrochen -was fĂŒr ein Blödsinn, nach dem FrĂ€sarbeitsgang entriegelt man die Höhenverstellung und sie fĂ€hrt zurĂŒck in die Grundstellung- oder der FrĂ€szirkel beschĂ€digt. War er, die kleine Schramme konnte in ein paar Minuten geglĂ€ttet werden. FrĂ€se eingeschaltet, lĂ€uft hoch! Doch was war das? Ich konnte sie nicht mehr absenken, gut, 5 mm ging, dann immer schwerer, SchluĂ, aus, nichts mehr.
Messschieber raus, neeiiiiiin, wieder weg, ich brauchte ihn nicht, auch keinen Zollstock, das Dilemma sah ich aus zwei Meter Entfernung! Das gesamte FĂŒhrungsgestĂ€nge war verzogen, im Millimeterbereich. Der FrĂ€szirkel hat als Hebel gewirkt, in dem grĂŒnen PlastikgehĂ€use der Spindel stimmt nichts mehr. Den Rest des Tages habe ich demontiert, geschliffen, geklopft, gefettet.Schrott.
Es war ein rabenschwarzer Tag geworden, ich habe alles auf Halbmast geflaggt, die Werkstatt wurde nach einer Schweigeminute abgeschlossen. SÀmtlich AktivitÀten kamen zum Erliegen.
Montag. Es ist wie an der Börse, ein Crash dient dazu damit es wieder aufwĂ€rts geht. @Work gab es MutzusprĂŒche und das Angebot die fehlenden Kreisausschnitte auf der CNC in der Mittagspause zu erledigen. âdas Leimholzbrett lag zufĂ€llig im Auto und hatte ich schon erwĂ€hnt das am davor liegenden Abend eine neue OberfrĂ€se mit wenig Plastik geordert wurde?-
Ich war wieder in der Spur. Frontplatten sĂ€gen, anleimen und mit Schraubzwingen fixieren. Da gibt es nicht viel zu berichten auĂer das man ruhig unter die Schraubzwingenklammern ein paar Schonbrettchen verwenden sollte.
Dann die Satelliten glatt geschliffen, teilweise die Frontplatte auf Maà geschliffen. 40er Körnung, Deltaspitze auf den Schwingschleifer montiert, Buche dauert lÀnger. Und der Schleifstaub. Oh je, das geht gar nicht. Raus, unter freien Himmel!
Fazit: Schleifen in geschlossenen RÀumen, egal wie gut die Absaugung ist nur in NotfÀllen!
Weiter ging es mit dem Subwoofer. In mehreren Schritten die AuĂenkontur gesĂ€gt und geleimt. Dann die innere Kammer.


Hier mit montierten Lautsprecher.

Rein mit dem Sonofil. Hehe, muss das wirklich alles rein? Hat Uwe zu viel versendet?

Also die zweite Platte habe ich nur mit Schraubzwingen bĂ€ndigen können, das Sonofil hat sie sonst gnadenlos weg gedrĂŒckt. Ich musste fĂŒnf Schraubzwingen einsetzen, vier an den Ecken und eine an der Stelle wo das Querbrett der Basskammer liegt. Ăber Nacht kann es im Bad trocknen, die FuĂbodenheizung heizt relativ lange nach.

Die Befestigungsbohrungen fĂŒr die RĂŒckwand angezeichnet, ich nehme bei AuĂenflĂ€chen immer Malerabdeckband um die Bohrungen anzuzeichnen, wenn es nach dem Bohren entfernt wird sind keinerlei Anrisslinien mehr zu sehen.
Es wurden V2A Torxschrauben verwendet, die vorgebohrte RĂŒckwand (3,2 mm) auf die Box gelegt und mit einem 3,1 mm Bohrer durch die 3,1 mm Löcher von Hand ein paar Umdrehungen mit dem Bohrer vollfĂŒhrt. So hat man auf 0,1 mm genau die Vorbohrungen gesetzt. Mit dem Akkuschrauber 2,4 mm vorgebohrt.
RĂŒckwand angeschraubt. Hoppla, wie das, in den Ecken ratscht der Akkuschrauber nicht. Ach Mensch, hier die Nahaufnahme:

Das MDF ist wie Schichtnougat oder BlÀtterteig, trotz Vorbohrung gerissen. Gut, das spachtele ich weg.
Fazit: LÀngs der MDF-Schichtung Befestigungslöcher mindestens 3, besser 5 cm weg von der Ecke.
So, es ist wieder Sonntag. Den kleinen Muskelzwerg angeschlossen, USB Stick eingestöpselt, 24V Netzteil angeschlossen und eingeschaltet. Mit der Fernbedienung. Da schaltet sich nichts ein! So was, alles kontrolliert.
Ach, da ist noch ein 0/1 Knopf direkt am GerÀt, jetzt lÀuft er.
Musik! Volle 4 Sekunden lang, dann hat es sich abgeschaltet. Zwei Stunden Fehlersuche. Mit einem 12V Netzteil lÀuft alles, mit zwei 12V USV Akkus auch. Digitalvoltmeter angeschlossen, beide Akkus bringen noch 21V auf die Beine.
Was macht das 24V Netzteil? Das hier:


Labornetzteil heran gekarrt, tatsÀchlich, der kleine Zwerg schaltet gemÀà seinen Spezifikationen bei 24,5 V ab!
Das Netzteil geht zurĂŒck.
Jetzt zum Wichtigsten, was höre ich. Blumige Klangbeschreibungen erspart mir, ich kann es wahrscheinlich trotzdem definieren.
Was da zu hören ist kann nicht aus den drei ungleichen BrĂŒdern kommen, irgendwo mĂŒssen richtige Boxen stehen.
Es ist der Klang wie auf dem Sofa, nicht so in den Einzelheiten was die GroĂen können, aber es ist eine andere Welt was ich höre. Keith donât go von Nils, mein zukĂŒnftiges ReferenzstĂŒck. Da war alles da, auch rĂ€umlich. Das glaubt man erst wenn man es hört. Das leise Rascheln der Finger auf den Saiten, das fehlt hier. Oder höre ich es doch?
Ich bin angekommen in der High Fidelity Welt, noch nicht so doll, aber ich bin angekommen.
Es fehlt die Farbgebung, und die PrÀsentation in der Mittagspause bei den Leuten mit der CNC-FrÀse, das musste ich versprechen. Ich glaube ich brauche da noch einen Basstitel.Rundmacher
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16. Oktober 2016 um 23:59Â Uhr #7009Udo WohlgemuthAdministrator
Hallo Rundmacher,
eigentlich liebe ich Bauberichte, in denen nicht alles glatt lĂ€uft. Aber eine abgestĂŒrzte OberfrĂ€se wĂ€r dafĂŒr nicht nötig gewesen.DĂ€mmstoff lege ich immer etwas groĂzĂŒgiger ins Paket, Einerseits schĂŒtzt es beimTransport, andererseits darf manauch etwas ĂŒber haben. Man weiĂ ja nie, wofĂŒr man es noch brauchen kann đ
GruĂ Udo
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17. Oktober 2016 um 1:02Â Uhr #7010Rundmacher
Danke Udo,
insbesondere fĂŒr die Aufmunterung, das war Klasse, so etwas liest man immer gern. đ
<<<Insider ON>>>
Ingredienzen aus örtlicher Herstellung waren an dem Trauertag hoch willkommen.
<<<Insider OFF>>>Was passiert denn bei ‘zuviel’ DĂ€mmstoff? Gibt es das ĂŒberhaupt?
Ach so, die Parallelschaltung der beiden Spulen am Sub.
Ich denke + an + (Rot an Rot) und – an – sind richtig.
Die zweite Variante wÀre falsch, ja(?), da LautstÀrke Null.Rundmacher
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17. Oktober 2016 um 8:01Â Uhr #7012Matthias (da->MZ)
Moin,
Mit der Menge an Watte kann man prima den Lautsprecher feintunen, einfach mal bei einem die HĂ€lfte raus und vergleichshören, beim sub gehts nur mit Erinnerung.Ohne klingts blechern und dumpf, mit zuviel kreischig, auch der dominante Frequenzbereich kann sich verschieben, vollgestopfte Duetta war bei mir zu Höhenlastig, richtiger gesagt wurde von den Mitten zu viel weggedĂ€mpft. Was Du beschreibst scheint deutlich zu viel zu sein, wĂŒrd auf jeden Fall noch mal andere Mengen testen.
Frohes Stopfen und GlĂŒckwunsch zur neuen FrĂ€se… đ
Matthias
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17. Oktober 2016 um 6:34Â Uhr #7011MartinK
Guten Morgen Rundmacher und danke fĂŒr den unterhaltsamen Bericht.
Das Sonofil sollte den Raum locker ausfĂŒllen.
Wenn Du so pressen musstest, wĂŒrde ich ca. 1/4 bis 1/3 davon rausnehmen.
Kannst es ja als TuningĂŒbung betrachten.
GruĂ Martin -
17. Oktober 2016 um 8:36Â Uhr #7013Rundmacher
Danke fĂŒr die Info,
also locker ausfĂŒllen ist deutlich ĂŒberschritten. Ich werde vielleicht ein Drittel entfernen, es ist ja alles geschraubt. Evtl. höre ich sogar einen Unterschied beim Bassvolumen oder den ganz tiefen Kellern bei uns in der Altstadt sind teilweise bis zu drei Keller untereinander gebaut, momentan bin ich im Mittleren und sehe die Treppe in den ganz Tiefen.
Schaun ‘mer mal, heute ist Farbgebung angesagt.
Es grĂŒĂt freundlich
Rundmacher -
17. Oktober 2016 um 8:56Â Uhr #7014Henning
Moin Rundmacher,
Uwe, wer ist Uwe? đ Schön, dass die Mona auf ein wohlwollendes breiteres Echo trifft. Die Kisten spielen hier seit zwei Wochen gar wunderbar und mĂŒssen in einem Monat eine Grillparty im groĂen Draussen beschallen. Ich habe da keine Bedenken.
Sehr schöner Bericht, mit Haken und Ăsen und mit Schrauben. Viel SpaĂ mit dem Set!
GruĂ, Henning
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17. Oktober 2016 um 12:37Â Uhr #7027Michael
Hallo Rundmacher,
wenn ich deinen Bericht lese hab ich irdendwie das GefĂŒhl das du etwas hektisch an die Sache ran gehst. Oder tĂ€usche ich mich da. GenieĂ die schöne Arbeit. đ
GruĂ Michael
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17. Oktober 2016 um 21:43Â Uhr #7050Rundmacher
Hallo Michael,
natĂŒrlich kommt so ein Gedanke an Hektik bei der gestrafften Schreibweise schnell auf. Auch ich wĂŒrde es denken, nach lĂ€ngerem Anblick meines Avatars aber eher zum Schmunzeln tendieren. Der Beitrag ist das Komprimat einer Woche, jeden Tag ein wenig notiert, am Ende alles ausformuliert, die Bilder bearbeitet (das Forum schrumpft sie auf kleine 800 Pixel, von guten Fotos leben manche Foren) und den Hauptblock gepostet.
Wenn ich von @work hier eintreffe entspanne ich mich bei meinen Hobbys, jetzt endlich den Boxenbau.
Manchmal probiere ich minutenlang eh ich einen neuen SĂ€geschnitt starte. Und genieĂe es wenn es hinterher stimmt. ZielfĂŒhrend darf nicht in Hektik ausarten, das geht schief.<<<OT ON>>>
ZielfĂŒhrend ist auch das man sich Tagesziele setzt, sie mĂŒssen realistisch sein. Sollten sie aus irgendeinem Grund nicht erreicht werden hat es Ursachen. Dann kommt die SofortmaĂnahme, die Tiefenanalyse, MaĂnahmen um in der Zukunft so etwas auszuschlieĂen, wer beruflich damit zu tun hat kennt solche 8D Reporte. Das hat sich bewĂ€hrt.
<<<OT OFF>>>ZurĂŒck zum TagesgeschĂ€ft. Ziel war bis 09.30 Uhr das Sonofil teilweise haraus zu holen, da alles geschraubt ist hatte es nur ein paar Minuten gedauert. Neue Hörprobe, ja, ich bin im tiefen Keller angekommen. NĂ€chstes Tagesziel fĂŒr den Nachmittag: Farbgebung.
Die SprĂŒhflasche mit dem mattschwarzen Lack geschĂŒttelt, Kappe ab, der SprĂŒhkopf fehlte. Da wird irgendein netter Mensch im Baumarkt wohl den SprĂŒhkopf stibitzt haben. Weiter ging es am Nachmittag, Baumarkt, TageszielĂ€nderung, ich werde mit Lackierrolle arbeiten. Sollte es unschön aussehen widme ich diese Lackschicht als Zwischenfarbgrundierung um, ich muss flexibel sein.
Die gespachtelten Boxen mit 240er Papier schleifen, ja, die MDF Kanten saugen, ich weiĂ jetzt warum teilweise Schattenfugen in die Klebenaht eingefĂŒgt werden, so kaschiert man diese Unschönheit und verkehrt sie in einen gewollten Supereffekt.So, heute abend, die Boxen trocknen.
Noch einmal den kleinen VerstĂ€rker vorgenommen und das 24,8 V Netzteil. Ich klaue einfach 0,8 V (oder mehr). Lötkolben raus, das 24 V Steckerkabel durchgeschnitten, die Adern ausgemessen welche Masse und welche + 24V ist. Masse wieder mit Masse verbunden. In die +24V Ader zwei 6A Siliziumdioden in Reihe in Flussrichtung (!) eingelötet, also die Anode Richtung Netzteil und die Katode Richtung Stecker. Ăber jede olle Siliziumdiode fallen lt. Lehrbuch 0,7V ab, d.h. die Ausgangsspannung mĂŒsste 24,8 V – (2 x 0,7 V) = 23,4 V betragen.
Da sich in den letzten Jahren die physikalischen Grundkonstanten eher nicht geÀndert haben sollte es auch heute noch so sein.
Die Elektronik des 21. Jahrhunderts nutzt die elektronischen Grundschaltungen auch lehrbuchmĂ€Ăig aus. Der Klasse D-VerstĂ€rker hat in leisen Musikpassagen eine Ă€uĂerst geringe Stromaufnahme, die vermutlich durch kleine interne Pufferkondensatoren kurz gegen Null geht.
Der Spannungsabfall ĂŒber die Dioden ist nichtlinear und bei solch kleinen Strömen wesentlich geringer als 0,7V pro Diode. In leisen Musikpassagen ĂŒberschreite ich weiterhin die 24V.
Das Ziel fĂŒr morgen ist die Suche nach einem Netzteil < 24V. Finde ich keins geht der VerstĂ€rker zurĂŒck zu Amazon, vielleicht ist es ein AusreiĂer.Es grĂŒĂt freundlich
Rundmacher -
17. Oktober 2016 um 22:11Â Uhr #7051Fabian
Hey schau dir mal die 24 volt Netzteile von Meanwell an.
Die bauen erstklassige Netzteile und das zu sehr gĂŒnstigen Preisen.Mfg Fabian
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18. Oktober 2016 um 0:35Â Uhr #7055Rundmacher
Hallo Fabian,
ja genau, sogar bei Pollin sind die im Angebot.
Um zur Mona zurĂŒck zu kommen -der Thread drifted gerade weg von ihr- die Treibereinheit, Amp + NT, verkauft Amazon.
Das da nun der Chinaman in bekannter Manier keine worst-case Betrachtung durchgefĂŒhrt hat und den Sub_sub_sub_Unternehmer irgendwelche Leiterplatten bestĂŒcken lĂ€sst bringt hier in der EU rechtmĂ€Ăigen Verdruss bei solchen AusfĂ€llen.
Was bei mir passiert ist kein Einzelfall, da wurden schon einige Amp’s zurĂŒck gesendet.
Es ist sicher so das die Netzteile groĂzĂŒgig bemessen sind damit bei 4…5A die 24V noch anliegen und so im Leerlauf knapp 25V anstehen und der Amp (nicht der D-Klasse Chip) blockt.Dann kann man so eine Kombi nicht verkaufen.
Bisheriger Stand: 12V Netzteil keine Klagen.
Es grĂŒĂt freundlich
Rundmacher -
19. Oktober 2016 um 21:41Â Uhr #7139Rundmacher
Hallo,
alles fertig.

Morgen ist kurzes Probehören bei neuem Publikum angesagt, mal sehen was da passiert.
Die Sache mit dem Netzteil das wird in ein, zwei Wochen ein eigener Beitrag werden, Amazon hat mir gerade mitgeteilt das der Artikel nicht lieferbar ist, da werde ich wohl noch suchen mĂŒssen.
Heute ist eine neue OberfrĂ€se eingetrudelt, natĂŒrlich passt der FrĂ€szirkel nicht.
Falls jemand eine Bosch POF 1400 hat…Es grĂŒĂt freundlich
Rundmacher-
19. Oktober 2016 um 22:51Â Uhr #7151Matthias (da->MZ)
Moin Rundmacher,
dieser FrÀszirkel macht mir gut Freude
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19. Oktober 2016 um 22:01Â Uhr #7143Rincewind
Hallo Rundmacher!
Die sind hĂŒbsch geworden. Auch der groĂe schwarze Brummkasten.
Was das fantastische 24V 5A China Netzteil fĂŒr 15,99 Euronen inklusive Versand und Gewinn (nicht zu vergessen die MĂ€rchensteuer) ist es schon gut, wenn das Netzteil um die 24V etwas Ăhnliches wie Gleichspannung liefert. Die Notebook-Hersteller scheinen nichts anderes zu erwarten.Mein Netzteil funktioniert, das von einem Freund hatte ein paar kalte Lötstellen…
Ein Industrie-Schaltnetzteil dieser GröĂenordnung kostet mindestens das Doppelte.
Dennoch bin ich auf deine Geschichte mit dem Netzteil gespannt.
GrĂŒĂe
Rincewind -
20. Oktober 2016 um 18:39Â Uhr #7190Rundmacher
Hallo,
die Mona 2.1 ist fertig.
Heute hatte sie ihren Auftritt in einem eloquenten Kollegenkreis welche alle selber vom ‘Fach’ sind. Hier gibt es kein diffuses Gerede oder marktschreierisches Gemache, hier zĂ€hlen Fakten. Auch hörbare Fakten.
Sollte man in solch einem Personenkreis auftreten weiĂ man was man riskiert. đ
Ich wuĂte es.Sie war angeschlossen -momentan mit 12V- und der .1 Kasten stand in unterster Ebene, man sah die beiden LiterwĂŒrfel und den kleinen Amp.
Dann kam die Musik.
Verharrende Bewegungen, Köpfe Richtung Amp zwischen den Satelliten. Suchende Kopf- und Augenbewegungen welche sich letztendlich in aufmerksames Hören wandelten.
Drei Titel, der letzte Basslastig.Dann kamen Fragen, Fragen und Fragen. Ein HiFi-Kollege hört so etwas auch zu Hause, in Ă€hnlich gelagerter QualitĂ€t aber mit einem anderen Aufwand…
Und das ist ein Basic-Produkt? Wie sind denn die edlen Boxen? Was kosten die? Hast du die schon gehört? Sprich mal!Die Mona 2.1 in ihrer Simpelversion ist ein kleiner Aufreisser von ihren MaĂen, von der Wirkung her aber ein recht groĂer Aufreisser.
Es grĂŒĂt freundlich
Rundmacher-
20. Oktober 2016 um 19:42Â Uhr #7196Udo WohlgemuthAdministrator
Hallo Rundmacher,
das erinnert mich sehr an die unglĂ€ubigen Gesichter, die ich immer wieder beim VorfĂŒhren sehe. Wie schön wĂ€r es nicht nur fĂŒr den Kaufmann, wenn viel mehr Leute wĂŒssten, was Selbstbau kann đGruĂ Udo
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20. Oktober 2016 um 19:06Â Uhr #7193SchĂŒlzken
Nabend Runder,
kleiner Tip wenn du Besuch zum Hören hast.
Nimm mal,
Marcus Miller – Jean Pierre (Live Album Tutu Revisted)
die fallen von Glauben ab, achte auf die Gesichter.GruĂ schuelzken
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22. Oktober 2016 um 17:45Â Uhr #7305Rundmacher
Hallo zusammen,
wie oben angekĂŒndigt habe ich jetzt Klarheit was mit meinem Amp genau ist.
Um der Sache auf den Grund zu gehen habe ich nun doch -ich wollte es vermeiden, die Buckelei- mein altes lineares Labornetzteil aus der Ecke gekramt. Es ist doppelt so groà und viermal so schwer wie der Sub, das angenehme 50 Hz Brummen des Netztrafos (ja, ein richtiger Trafo) wird wohl noch in vielen Jahrzehnten zu hören sein.
Die Speisespannung kann stufenlos erhöht werden, angefangen bei 12 V Musik gehört. Bei exakt 21,6 V schaltet der Amp ab. Immer wieder.Mit 20 V lĂ€uft er stabil. Es ist definitiv nicht das mitgelieferte Netzteil, der Amp, besser gesagt mein Amp hĂ€lt sich nicht an seine Spezifikation welche besagt das er mit 12 V …24 V betrieben werden kann.
Er geht zurĂŒck zu Amazon, eine entsprechende Bewertung erfolgt dort, wo sie auch hingehört, dies ist nicht der geeignete Platz dafĂŒr.Weil mein Labornetzteil noch die guten alten analogen Zeigermessinstrumente besitzt gleich noch ein paar SchnappschĂŒsse der Stromaufnahme der kleinen Kiste im Betrieb.
Los geht es mit mit LautstÀrke 3, wenig BÀsse
LautstÀrke 5, wenig BÀsse

und LautstÀrke 7, BÀsse, alles bei 20 Volt.

@schuelzken
Genau, so ist es. War doch der Nachbar in der Werkstatt, neugierig, es ist nicht zu ĂŒberhören was ich dort in letzter Zeit so treibe.
Ist er doch tatsĂ€chlich vier Minuten nach Beginn deinesempfohlenen Titels hinter meine Palettenstapel -auf welcher die groĂe OSB Platte samt Mona 2.1 liegt- geklettert und hat nach den Boxen gesucht. Ich weiĂ, das es schwierig ist dahinter zu klettern, es ist sehr eng. Dann hat er sich von hinten ĂŒber die Mona-Satelliten gebeugt und die Membran beobachtet. Es war köstlich.
Mein Nachbar ist ein netter Mensch, ein Traumnachbar. Mit einem USB-Stick und ein paar Glasflaschen Oktoberfestbier kam er gleich wieder und wir haben noch eine nette Stunde hörend verbracht.Danke Mona.
Es grĂŒĂt freundlich
Rundmacher-
22. Oktober 2016 um 22:09Â Uhr #7325SchĂŒlzken
Nabend,
is schon witzig wie manche Gesichter aussehen und sich wundern.Hab den selben MiniAmp, zuerst betrieben mit Laptop NT 19V 3,4A , jetzt mit 24V 5A China Netzteil.
Bringt 24,8V im Leerlauf und der Amp bleibt an.
Nachdem kalte Lötstellen nachgefummelt wurden macht das NT keine MalÀste. Bis jetzt. Warten wir es ab.
Unter Last bleibts bei 24V. Wieviel A das NT wirklich bringt kann ich nicht sagen.
Was mich widerum wundert, der Unterschied von 19V auf 24V ist LeistungsmĂ€Ăig sehr deutlich hörbar, gerade am passiv betriebenen MDS12. Auch die zusĂ€tzlich zur Spannungstabilisierung zwischen geschaltete Kondensator-Platine lĂ€sst den Hochton der SB18 bei höherem Pegel nicht meht so schrĂ€pig klingen.GruĂ schuelzken
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22. Oktober 2016 um 20:53Â Uhr #7323dieter1509
Hallo Rundmacher,
bei meinem Besuch bei Udo erging es mir beim hören des von schuelzken empfohlenen Titels genauso wie deinem Nachbarn – unblĂ€ubiges Staunen ! Ich habe sogar gefragt welche der groĂen Ls gerade laufen wĂŒrde. Als mir Udo und Rincewind zu verstehen gaben, daĂ Mona2.1 lief, war die Freude der beiden ĂŒber meinen unglĂ€ubigen Gesichtausdruck ebenso deutlich zu bemerken.
PS: Ist ein Haus neben euch (Dir und deinem Nachbarn) frei? Ich will auch solche Nachbarn!
GruĂ Dieter -
25. Oktober 2016 um 20:18Â Uhr #7502Rundmacher
Hallo,
der neue, umgetauschte Amp ist da.
Wie der von Udo hat er jetzt die Farbe Blau und funktioniert somit tadellos bis 24 V.
Die Mona hat ihren Platz am PC gefunden, einige Probehörer werden sich noch einfinden.Hmm, jetzt geht es weiter mit der KĂŒche. Da kommt keine Mona hin, das wird zu umstĂ€ndlich mit dem extra Ein- und Ausschalten des Zusatzamps.
Da kommen zwei Boxen hin, da ist mehr Platz, das werden schon zwei hochwertige(re) Exemplare. Mein Aufstieg in die nÀchste Klasse.
Aber mal so nebenbei, kann man ĂŒberhaupt derartige Klassifizierungsstufen vornehmen? In wieviele? Wonach geht es da?
Es scheint das hier momentan das gesamte Sortiment nicht nur einer Frischzellenkur unterzogen wird sondern -hoch willkommen- den aktuellsten Chassisentwicklungen State of the Art angepasst wird.
Schaun mer mal was die Weihnachtszeit so bringt, ein noch leerer Wunschzettel liegt bereit.Es grĂŒĂt freundlich
Rundmacher-
25. Oktober 2016 um 22:46Â Uhr #7512Matthias (da->MZ)
Moin Rundmacher,
Mehr zu den Klassen findest du hierhttps://www.acoustic-design-magazin.de/grundlagen/
Am Ende ists aber auch viel Geschmacksfrage, ab der Aufsteiger, jedenfalls aber in der Bluesklasse unbedingt probehören.
Gemeinsam haben aber alle BauvorschlĂ€ge hier, dass man im Fertigbereich fĂŒr Ă€hnliche QualitĂ€t den 5-10fachen Bausatzpreis bezahlt.
Frohen Bau!
Matthias
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29. Dezember 2016 um 21:32Â Uhr #9829Rundmacher
Hallo,
ich zitiere mich einmal selber:
der neue, umgetauschte Amp ist da.
Wie der von Udo hat er jetzt die Farbe Blau und funktioniert somit tadellos bis 24 V.Heute, nach fĂŒnf Sekunden Musik Dunkelheit und Stille am AMP. đ
Netzteilspannung von 24V auf 18V vermindert, AMP lĂ€uft.Ich tue mir einen erneuten, sicher problemlosen Wechsel nicht an. Es bleibt bei 18V. Ich beobachte weiter, ich bleibe wachsam. đ
Es grĂŒĂt freundlich
Rundmacher
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29. Dezember 2016 um 22:27Â Uhr #9832Rincewind
Hallo Rundmacher!
Es bleibt spannend.
Der verwendete Chip (TPA3116) hÀlt zwar laut Datenblatt bis zu 30V aus, allerdings empfiehlt selbst der Hersteller max. 26V
Die verbauten Kondensatoren im Amp sind fĂŒr 25V ausgelegt.Ich habe bisher an meinem Examplar:
– 19V Medion Schaltnetzteil von einem Laptop
– 19V Meanwell Industrie-Netzteil mit PFC
– 24V China Netzteil
getestet. Alle drei liefen am Amp.
Das China liefert bei mir unter Last 24.29 V laut meinen MessgerĂ€t.GrĂŒĂe
RincewindP.S.
China 24V Netzteil habe ich Udo geschenkt, er hat kein LAN ĂŒber die Steckdose…. Ohne PFC ist das China-Netzteil eine HF Störquelle -
31. Dezember 2016 um 15:04Â Uhr #9889Rundmacher
Hallo,
der TPA3116 (ein wirklich schönes StĂŒck was da in Silizium gegossen wurde) hat da nix zu tun.
Eher der Chinamann.
Das die max. Betriebsspannung lt. Datenblatt 30V betrÀgt ist so.
Punktum.
Empfohlen 26V, auch punktum.
Das sind die Spezifikationen des Chipherstellers. Nochmal, 26V okay, 30V auch. Nicht mehr.Und weiter?
Dieser Class-D VerstÀrker chinesischer Entwicklung schaltet weit vor der im Datenblatt angegebenen möglichen Betriebsspannung des Class-D Chips ab, die Baugruppe, der kleine VerstÀrker, nicht der TPA.
Der Chinamann hat gepfuscht. Da ist in der Kiste eine Schutzschaltung integriert welche bei einer bestimmten Spannungshöhe die kleine Kiste deaktiviert.
Ich habe vorgesorgt, mein Netzteil ist in seiner Spannungshöhe einstellbar, mit 18V komme ich zurecht.
Der nÀchste VerstÀrker wird wieder ein Class-D VerstÀrker, wahrscheinlich der TPA60.
Wie schon gesagt, HIFI heiĂt nichts wegnehmen, nichts zutun.
Class-D kann das.Es grĂŒĂt freundlich
Rundmacher
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AutorBeitrÀge
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