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Rundmachers Mona 2.1

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    • #7007
      Rundmacher

      Hallo,

      ich habe drei Lautsprecher gebaut.
      Es ist die Mona 2.1, mein (Wieder)Einstiegsprojekt in die Welt des Boxenbaus, ich habe da allerhand Aufholbedarf was meine Heimakustik betrifft. Ich habe die Mona gewählt, sie ist preiswert –daher kann ich beruhigt üben- und vor allen Dingen ich brauche in der Küche endlich etwas anderes als die kleinen Blechschreihälse.
      Ich schreibe so wie immer, das was mir durch den Kopf ging lege ich offen, und am meisten würde ich mich freuen wenn durch diesen Bericht sich weitere Leute zum Eigenbau entscheiden können.
      Es waren tatsächlich 44 Stunden nach der Shopbestellung als am Samstag das Paket mit dem Bausatz eintraf. Sofort ausgepackt, die Holzliste kopiert und ab in den Baumarkt. Damit wegen der zahlreichen kleinen Bretter der Mann am Zuschnitt nicht zu viel mault habe ich größere Bretter genommen, ich schneide sie selber zu. Na und 19 mm MDF gibt es nicht bei uns nur 18 oder 20 mm. Also 18 mm. In der Werkstatt angekommen sah es dann so aus:

      Bild1
      Ja, das Werkzeug. Ohne geht es nicht, punktum. Da bleibt dann nur ein Ausweich auf fertige Zuschnitte oder der Gang zum Schreiner.
      Los ging es mit den kleinen Satelliten. Zunächst in die große Platte mit der Oberfräse die Terminallöcher gefräst, schnell die Maße auf 18 mm umgerechnet (die Außenmaße bleiben, das Innenvolumen wird um ein Schnapsglas größer) und mit der Tischkreissäge die Rückwand auf Maß gesägt. Natürlich habe ich die Zuschnitte aus dem Baumarkt mit Meßschieber nachgemessen, sie waren alle um exakt 1,7 mm zu klein. (beim nächsten mal sage ich Bescheid das sie ein Nullpunktproblem haben)
      Das MDF sägt sich wie Butter aber produziert auch Feinstaub. Trotz Kärcherabsaugung legt er sich wie ein Film in der Nähe der Säge auf alles ab, ich kann noch eine zweite Saugstelle oben am Spaltkeil anbringen aber auch das wird nicht die ultimative Lösung sein. Also zusätzlich alle Türen auf und Gegenzug, besser wäre die Säge ins Freie zu fahren wenn das Wetter mitspielt.
      Ganz wichtig, das Sägeblatt, meins hat bei 254 mm Durchmesser 80 Zähne, das Schnittbild glänzt wie lackiert. Bei einer kleinen Zähnezahl (Brennholzschnitt) wird das Schnittbild wellig.
      Die einzelnen Bretter außer Vorderfront –sie wird aus Buche Leimholz- in mehreren Schritten auf das Endmaß gesägt, immer wieder den Boxenkasten trocken zusammengesetzt, noch vier Zehntel kleiner gesägt, noch zwei Zehntel…
      So, die erste Klebung. Holzkaltleim aufgetragen, etwas breit geschmiert (auch hier saugt das MDF) und aufgesetzt. Steht es senkrecht? Nachgemessen, na ja, so fast. Schnell zweites Brett aufgesetzt, so bleibt die 90° Fixierung erhalten. Aber sie schwimmen etwas, man kann sie hin und herschieben. Schraubzwingen! Damit sie senkrecht stehen schnell ein paar Kanthölzer unter die Boxen, so ist Platz für die Zwingen. Nach 5 min fängt der Leim an und wird langsam zäh, bis dahin muss alles stimmen, die Bretter müssen in ihrer Endlage sein. Also los jetzt, das sind kleine Boxen, die beiden anderen Bretter auch noch. Das sind jetzt die Rückwand und die vier Seitenwände und man, das geht jetzt schnell wie der Leim anzieht. Gerade so geschafft. Mit dem zweiten Satelliten wird es doch schneller gehen. Es ging nicht schneller. Irgendwie war ein Brett nicht genau auf 90° aber 1 mm zu lang, noch einmal schnell auf die Säge, der Schiebetisch war etwas verstellt gewesen. Das war knapp.
      Fazit: ich werde bis auf weiteres immer zwei Bretter welche sich gegenseitig positionieren verleimen und fixieren.
      Einen Eimer mit warmen Wasser und einen Schwamm hatte ich immer griffbereit stehen, die austretenden Kleberreste wurden umgehend entfernt.
      Das war der Samstag und ich war ganz zufrieden.
      Der nächste Tag, es war ein richtig schöner Tag zum Boxen bauen. -wenn ich nur geahnt hätte wie er ausging-
      Ich war neugierig auf das Schleifen. Schleifpapier mit den Körnungen 40, 80, 180 und 240 war immer vorrätig, der dazugehörige Schwingschleifer bereits mehrfach erprobt. Oh ha, die 40er Körnung greift bei dem MDF sehr gut, da geht Material weg, aber auch nicht übermäßig. Sollte ein Brett einmal überstehen, so hat man die 18 mm Kante innerhalb 30 s da wo sie sein sollte.
      Gleich noch die Terminals in die Rückwand gesetzt, mit einem Filzstift die Befestigungslöcher durchgezeichnet und vorgebohrt. Soso, mit welchem Durchmesser bohre ich vor? Ein Stück MDF Sägeschnittabfall genommen und mehrere Löcher gebohrt, die mitgelieferten Terminalschrauben mit einem Torx 20 Bit festgezogen. Ich habe einen 2,8 mm Bohrer gewählt. Noch einmal zu Torx. Sie werden auch für die Chassis verwendet. Die Gefahr, mit dem Werkzeug aus dem Schraubenkopf hinaus zu rutschen ist bei Torx sehr, sehr klein. Das schont solch ein Chassis ungemein. 😉
      Weiter ging es mit den Frontplatten aus Buche. Zuerst wieder in die große Platte beide Ausschnitte für die Chassis. Oberfräse samt Fräszirkel ran. Der erste Versenkring, super, ich muss noch üben mit der Oberfräse, beim Umfassen bleibt der Vorschub für einen Moment aus, das bringt Brandflecke in das Schnittbild, die muss man später wegschleifen.
      Der zweite Ring. Die Fräse stand noch auf dem Buchenbrett,leicht schräg wegen dem Arretierstift des Fräszirkels, der Akkuschrauber zum Bohren der zweiten Arretierbohrung lag am anderen Ende des Arbeitstisches, ein schneller Schritt, ein polterndes Geräusch und ein harter Aufschlag auf den Betonboden. Ich war mit dem Fuß im Kabel der Oberfräse hängen geblieben. Hoffentlich ist der Fräser nicht abgebrochen -was für ein Blödsinn, nach dem Fräsarbeitsgang entriegelt man die Höhenverstellung und sie fährt zurück in die Grundstellung- oder der Fräszirkel beschädigt. War er, die kleine Schramme konnte in ein paar Minuten geglättet werden. Fräse eingeschaltet, läuft hoch! Doch was war das? Ich konnte sie nicht mehr absenken, gut, 5 mm ging, dann immer schwerer, Schluß, aus, nichts mehr.
      Messschieber raus, neeiiiiiin, wieder weg, ich brauchte ihn nicht, auch keinen Zollstock, das Dilemma sah ich aus zwei Meter Entfernung! Das gesamte Führungsgestänge war verzogen, im Millimeterbereich. Der Fräszirkel hat als Hebel gewirkt, in dem grünen Plastikgehäuse der Spindel stimmt nichts mehr. Den Rest des Tages habe ich demontiert, geschliffen, geklopft, gefettet.

      Schrott.

      Es war ein rabenschwarzer Tag geworden, ich habe alles auf Halbmast geflaggt, die Werkstatt wurde nach einer Schweigeminute abgeschlossen. Sämtlich Aktivitäten kamen zum Erliegen.

      Montag. Es ist wie an der Börse, ein Crash dient dazu damit es wieder aufwärts geht. @Work gab es Mutzusprüche und das Angebot die fehlenden Kreisausschnitte auf der CNC in der Mittagspause zu erledigen. –das Leimholzbrett lag zufällig im Auto und hatte ich schon erwähnt das am davor liegenden Abend eine neue Oberfräse mit wenig Plastik geordert wurde?-
      Ich war wieder in der Spur. Frontplatten sägen, anleimen und mit Schraubzwingen fixieren. Da gibt es nicht viel zu berichten außer das man ruhig unter die Schraubzwingenklammern ein paar Schonbrettchen verwenden sollte.
      Dann die Satelliten glatt geschliffen, teilweise die Frontplatte auf Maß geschliffen. 40er Körnung, Deltaspitze auf den Schwingschleifer montiert, Buche dauert länger. Und der Schleifstaub. Oh je, das geht gar nicht. Raus, unter freien Himmel!
      Fazit: Schleifen in geschlossenen Räumen, egal wie gut die Absaugung ist nur in Notfällen!
      Weiter ging es mit dem Subwoofer. In mehreren Schritten die Außenkontur gesägt und geleimt. Dann die innere Kammer.
      Bild2
      Bild3

      Hier mit montierten Lautsprecher.
      Bild4

      Rein mit dem Sonofil. Hehe, muss das wirklich alles rein? Hat Uwe zu viel versendet?
      Bild5

      Also die zweite Platte habe ich nur mit Schraubzwingen bändigen können, das Sonofil hat sie sonst gnadenlos weg gedrückt. Ich musste fünf Schraubzwingen einsetzen, vier an den Ecken und eine an der Stelle wo das Querbrett der Basskammer liegt. Über Nacht kann es im Bad trocknen, die Fußbodenheizung heizt relativ lange nach.

      Bild6
      Die Befestigungsbohrungen für die Rückwand angezeichnet, ich nehme bei Außenflächen immer Malerabdeckband um die Bohrungen anzuzeichnen, wenn es nach dem Bohren entfernt wird sind keinerlei Anrisslinien mehr zu sehen.
      Es wurden V2A Torxschrauben verwendet, die vorgebohrte Rückwand (3,2 mm) auf die Box gelegt und mit einem 3,1 mm Bohrer durch die 3,1 mm Löcher von Hand ein paar Umdrehungen mit dem Bohrer vollführt. So hat man auf 0,1 mm genau die Vorbohrungen gesetzt. Mit dem Akkuschrauber 2,4 mm vorgebohrt.

      Bild7

      Rückwand angeschraubt. Hoppla, wie das, in den Ecken ratscht der Akkuschrauber nicht. Ach Mensch, hier die Nahaufnahme:
      Bild8

      Das MDF ist wie Schichtnougat oder Blätterteig, trotz Vorbohrung gerissen. Gut, das spachtele ich weg.
      Fazit: Längs der MDF-Schichtung Befestigungslöcher mindestens 3, besser 5 cm weg von der Ecke.
      So, es ist wieder Sonntag. Den kleinen Muskelzwerg angeschlossen, USB Stick eingestöpselt, 24V Netzteil angeschlossen und eingeschaltet. Mit der Fernbedienung. Da schaltet sich nichts ein! So was, alles kontrolliert.
      Ach, da ist noch ein 0/1 Knopf direkt am Gerät, jetzt läuft er.
      Musik! Volle 4 Sekunden lang, dann hat es sich abgeschaltet. Zwei Stunden Fehlersuche. Mit einem 12V Netzteil läuft alles, mit zwei 12V USV Akkus auch. Digitalvoltmeter angeschlossen, beide Akkus bringen noch 21V auf die Beine.
      Was macht das 24V Netzteil? Das hier:
      Bild9

      Bild10

      Labornetzteil heran gekarrt, tatsächlich, der kleine Zwerg schaltet gemäß seinen Spezifikationen bei 24,5 V ab!
      Das Netzteil geht zurück.
      Jetzt zum Wichtigsten, was höre ich. Blumige Klangbeschreibungen erspart mir, ich kann es wahrscheinlich trotzdem definieren.
      Was da zu hören ist kann nicht aus den drei ungleichen Brüdern kommen, irgendwo müssen richtige Boxen stehen.
      Es ist der Klang wie auf dem Sofa, nicht so in den Einzelheiten was die Großen können, aber es ist eine andere Welt was ich höre. Keith don’t go von Nils, mein zukünftiges Referenzstück. Da war alles da, auch räumlich. Das glaubt man erst wenn man es hört. Das leise Rascheln der Finger auf den Saiten, das fehlt hier. Oder höre ich es doch?
      Ich bin angekommen in der High Fidelity Welt, noch nicht so doll, aber ich bin angekommen.
      Es fehlt die Farbgebung, und die Präsentation in der Mittagspause bei den Leuten mit der CNC-Fräse, das musste ich versprechen. Ich glaube ich brauche da noch einen Basstitel.

      Rundmacher

    • #7009
      Udo Wohlgemuth
      Verwalter

      Hallo Rundmacher,
      eigentlich liebe ich Bauberichte, in denen nicht alles glatt läuft. Aber eine abgestürzte Oberfräse wär dafür nicht nötig gewesen.

      Dämmstoff lege ich immer etwas großzügiger ins Paket, Einerseits schützt es beimTransport, andererseits darf manauch etwas über haben. Man weiß ja nie, wofür man es noch brauchen kann 🙂

      Gruß Udo

    • #7010
      Rundmacher

      Danke Udo,

      insbesondere für die Aufmunterung, das war Klasse, so etwas liest man immer gern. 😉
      <<<Insider ON>>>
      Ingredienzen aus örtlicher Herstellung waren an dem Trauertag hoch willkommen.
      <<<Insider OFF>>>

      Was passiert denn bei ‘zuviel’ Dämmstoff? Gibt es das überhaupt?

      Ach so, die Parallelschaltung der beiden Spulen am Sub.
      Ich denke + an + (Rot an Rot) und – an – sind richtig.
      Die zweite Variante wäre falsch, ja(?), da Lautstärke Null.

      Rundmacher

      • #7012
        Matthias (DA)

        Moin,
        Mit der Menge an Watte kann man prima den Lautsprecher feintunen, einfach mal bei einem die Hälfte raus und vergleichshören, beim sub gehts nur mit Erinnerung.

        Ohne klingts blechern und dumpf, mit zuviel kreischig, auch der dominante Frequenzbereich kann sich verschieben, vollgestopfte Duetta war bei mir zu Höhenlastig, richtiger gesagt wurde von den Mitten zu viel weggedämpft. Was Du beschreibst scheint deutlich zu viel zu sein, würd auf jeden Fall noch mal andere Mengen testen.

        Frohes Stopfen und Glückwunsch zur neuen Fräse… 🙂

        Matthias

    • #7011
      MartinK

      Guten Morgen Rundmacher und danke für den unterhaltsamen Bericht.
      Das Sonofil sollte den Raum locker ausfüllen.
      Wenn Du so pressen musstest, würde ich ca. 1/4 bis 1/3 davon rausnehmen.
      Kannst es ja als Tuningübung betrachten.
      Gruß Martin

    • #7013
      Rundmacher

      Danke für die Info,

      also locker ausfüllen ist deutlich überschritten. Ich werde vielleicht ein Drittel entfernen, es ist ja alles geschraubt. Evtl. höre ich sogar einen Unterschied beim Bassvolumen oder den ganz tiefen Kellern bei uns in der Altstadt sind teilweise bis zu drei Keller untereinander gebaut, momentan bin ich im Mittleren und sehe die Treppe in den ganz Tiefen.

      Schaun ‘mer mal, heute ist Farbgebung angesagt.

      Es grüßt freundlich
      Rundmacher

    • #7014
      Henning

      Moin Rundmacher,

      Uwe, wer ist Uwe? 🙂 Schön, dass die Mona auf ein wohlwollendes breiteres Echo trifft. Die Kisten spielen hier seit zwei Wochen gar wunderbar und müssen in einem Monat eine Grillparty im großen Draussen beschallen. Ich habe da keine Bedenken.

      Sehr schöner Bericht, mit Haken und Ösen und mit Schrauben. Viel Spaß mit dem Set!

      Gruß, Henning

    • #7027
      Michael

      Hallo Rundmacher,

      wenn ich deinen Bericht lese hab ich irdendwie das Gefühl das du etwas hektisch an die Sache ran gehst. Oder täusche ich mich da. Genieß die schöne Arbeit. 😉

      Gruß Michael

    • #7050
      Rundmacher

      Hallo Michael,

      natürlich kommt so ein Gedanke an Hektik bei der gestrafften Schreibweise schnell auf. Auch ich würde es denken, nach längerem Anblick meines Avatars aber eher zum Schmunzeln tendieren. Der Beitrag ist das Komprimat einer Woche, jeden Tag ein wenig notiert, am Ende alles ausformuliert, die Bilder bearbeitet (das Forum schrumpft sie auf kleine 800 Pixel, von guten Fotos leben manche Foren) und den Hauptblock gepostet.
      Wenn ich von @work hier eintreffe entspanne ich mich bei meinen Hobbys, jetzt endlich den Boxenbau.
      Manchmal probiere ich minutenlang eh ich einen neuen Sägeschnitt starte. Und genieße es wenn es hinterher stimmt. Zielführend darf nicht in Hektik ausarten, das geht schief.

      <<<OT ON>>>
      Zielführend ist auch das man sich Tagesziele setzt, sie müssen realistisch sein. Sollten sie aus irgendeinem Grund nicht erreicht werden hat es Ursachen. Dann kommt die Sofortmaßnahme, die Tiefenanalyse, Maßnahmen um in der Zukunft so etwas auszuschließen, wer beruflich damit zu tun hat kennt solche 8D Reporte. Das hat sich bewährt.
      <<<OT OFF>>>

      Zurück zum Tagesgeschäft. Ziel war bis 09.30 Uhr das Sonofil teilweise haraus zu holen, da alles geschraubt ist hatte es nur ein paar Minuten gedauert. Neue Hörprobe, ja, ich bin im tiefen Keller angekommen. Nächstes Tagesziel für den Nachmittag: Farbgebung.
      Die Sprühflasche mit dem mattschwarzen Lack geschüttelt, Kappe ab, der Sprühkopf fehlte. Da wird irgendein netter Mensch im Baumarkt wohl den Sprühkopf stibitzt haben. Weiter ging es am Nachmittag, Baumarkt, Tageszieländerung, ich werde mit Lackierrolle arbeiten. Sollte es unschön aussehen widme ich diese Lackschicht als Zwischenfarbgrundierung um, ich muss flexibel sein.
      Die gespachtelten Boxen mit 240er Papier schleifen, ja, die MDF Kanten saugen, ich weiß jetzt warum teilweise Schattenfugen in die Klebenaht eingefügt werden, so kaschiert man diese Unschönheit und verkehrt sie in einen gewollten Supereffekt.

      So, heute abend, die Boxen trocknen.

      Noch einmal den kleinen Verstärker vorgenommen und das 24,8 V Netzteil. Ich klaue einfach 0,8 V (oder mehr). Lötkolben raus, das 24 V Steckerkabel durchgeschnitten, die Adern ausgemessen welche Masse und welche + 24V ist. Masse wieder mit Masse verbunden. In die +24V Ader zwei 6A Siliziumdioden in Reihe in Flussrichtung (!) eingelötet, also die Anode Richtung Netzteil und die Katode Richtung Stecker. Über jede olle Siliziumdiode fallen lt. Lehrbuch 0,7V ab, d.h. die Ausgangsspannung müsste 24,8 V – (2 x 0,7 V) = 23,4 V betragen.
      Da sich in den letzten Jahren die physikalischen Grundkonstanten eher nicht geändert haben sollte es auch heute noch so sein.
      Die Elektronik des 21. Jahrhunderts nutzt die elektronischen Grundschaltungen auch lehrbuchmäßig aus. Der Klasse D-Verstärker hat in leisen Musikpassagen eine äußerst geringe Stromaufnahme, die vermutlich durch kleine interne Pufferkondensatoren kurz gegen Null geht.
      Der Spannungsabfall über die Dioden ist nichtlinear und bei solch kleinen Strömen wesentlich geringer als 0,7V pro Diode. In leisen Musikpassagen überschreite ich weiterhin die 24V.
      Das Ziel für morgen ist die Suche nach einem Netzteil < 24V. Finde ich keins geht der Verstärker zurück zu Amazon, vielleicht ist es ein Ausreißer.

      Es grüßt freundlich
      Rundmacher

    • #7051
      Fabian

      Hey schau dir mal die 24 volt Netzteile von Meanwell an.
      Die bauen erstklassige Netzteile und das zu sehr günstigen Preisen.

      Mfg Fabian

    • #7055
      Rundmacher

      Hallo Fabian,

      ja genau, sogar bei Pollin sind die im Angebot.

      Um zur Mona zurück zu kommen -der Thread drifted gerade weg von ihr- die Treibereinheit, Amp + NT, verkauft Amazon.

      Das da nun der Chinaman in bekannter Manier keine worst-case Betrachtung durchgeführt hat und den Sub_sub_sub_Unternehmer irgendwelche Leiterplatten bestücken lässt bringt hier in der EU rechtmäßigen Verdruss bei solchen Ausfällen.
      Was bei mir passiert ist kein Einzelfall, da wurden schon einige Amp’s zurück gesendet.
      Es ist sicher so das die Netzteile großzügig bemessen sind damit bei 4…5A die 24V noch anliegen und so im Leerlauf knapp 25V anstehen und der Amp (nicht der D-Klasse Chip) blockt.

      Dann kann man so eine Kombi nicht verkaufen.

      Bisheriger Stand: 12V Netzteil keine Klagen.

      Es grüßt freundlich
      Rundmacher

    • #7139
      Rundmacher

      Hallo,

      alles fertig.

      Mona 2.1

      Morgen ist kurzes Probehören bei neuem Publikum angesagt, mal sehen was da passiert.

      Die Sache mit dem Netzteil das wird in ein, zwei Wochen ein eigener Beitrag werden, Amazon hat mir gerade mitgeteilt das der Artikel nicht lieferbar ist, da werde ich wohl noch suchen müssen.
      Heute ist eine neue Oberfräse eingetrudelt, natürlich passt der Fräszirkel nicht.
      Falls jemand eine Bosch POF 1400 hat…

      Es grüßt freundlich
      Rundmacher

    • #7143
      Rincewind

      Hallo Rundmacher!

      Die sind hübsch geworden. Auch der große schwarze Brummkasten.
      Was das fantastische 24V 5A China Netzteil für 15,99 Euronen inklusive Versand und Gewinn (nicht zu vergessen die Märchensteuer) ist es schon gut, wenn das Netzteil um die 24V etwas Ähnliches wie Gleichspannung liefert. Die Notebook-Hersteller scheinen nichts anderes zu erwarten.

      Mein Netzteil funktioniert, das von einem Freund hatte ein paar kalte Lötstellen…

      Ein Industrie-Schaltnetzteil dieser Größenordnung kostet mindestens das Doppelte.

      Dennoch bin ich auf deine Geschichte mit dem Netzteil gespannt.

      Grüße
      Rincewind

    • #7190
      Rundmacher

      Hallo,

      die Mona 2.1 ist fertig.
      Heute hatte sie ihren Auftritt in einem eloquenten Kollegenkreis welche alle selber vom ‘Fach’ sind. Hier gibt es kein diffuses Gerede oder marktschreierisches Gemache, hier zählen Fakten. Auch hörbare Fakten.
      Sollte man in solch einem Personenkreis auftreten weiß man was man riskiert. 😉
      Ich wußte es.

      Sie war angeschlossen -momentan mit 12V- und der .1 Kasten stand in unterster Ebene, man sah die beiden Literwürfel und den kleinen Amp.

      Dann kam die Musik.

      Verharrende Bewegungen, Köpfe Richtung Amp zwischen den Satelliten. Suchende Kopf- und Augenbewegungen welche sich letztendlich in aufmerksames Hören wandelten.
      Drei Titel, der letzte Basslastig.

      Dann kamen Fragen, Fragen und Fragen. Ein HiFi-Kollege hört so etwas auch zu Hause, in ähnlich gelagerter Qualität aber mit einem anderen Aufwand…
      Und das ist ein Basic-Produkt? Wie sind denn die edlen Boxen? Was kosten die? Hast du die schon gehört? Sprich mal!

      Die Mona 2.1 in ihrer Simpelversion ist ein kleiner Aufreisser von ihren Maßen, von der Wirkung her aber ein recht großer Aufreisser.

      Es grüßt freundlich
      Rundmacher

      • #7196
        Udo Wohlgemuth
        Verwalter

        Hallo Rundmacher,
        das erinnert mich sehr an die ungläubigen Gesichter, die ich immer wieder beim Vorführen sehe. Wie schön wär es nicht nur für den Kaufmann, wenn viel mehr Leute wüssten, was Selbstbau kann 🙂

        Gruß Udo

    • #7193
      schuelzken

      Nabend Runder,

      kleiner Tip wenn du Besuch zum Hören hast.

      Nimm mal,
      Marcus Miller – Jean Pierre (Live Album Tutu Revisted)
      die fallen von Glauben ab, achte auf die Gesichter.

      Gruß schuelzken

    • #7305
      Rundmacher

      Hallo zusammen,

      wie oben angekündigt habe ich jetzt Klarheit was mit meinem Amp genau ist.

      Um der Sache auf den Grund zu gehen habe ich nun doch -ich wollte es vermeiden, die Buckelei- mein altes lineares Labornetzteil aus der Ecke gekramt. Es ist doppelt so groß und viermal so schwer wie der Sub, das angenehme 50 Hz Brummen des Netztrafos (ja, ein richtiger Trafo) wird wohl noch in vielen Jahrzehnten zu hören sein.
      Die Speisespannung kann stufenlos erhöht werden, angefangen bei 12 V Musik gehört. Bei exakt 21,6 V schaltet der Amp ab. Immer wieder.

      Mit 20 V läuft er stabil. Es ist definitiv nicht das mitgelieferte Netzteil, der Amp, besser gesagt mein Amp hält sich nicht an seine Spezifikation welche besagt das er mit 12 V …24 V betrieben werden kann.
      Er geht zurück zu Amazon, eine entsprechende Bewertung erfolgt dort, wo sie auch hingehört, dies ist nicht der geeignete Platz dafür.

      Weil mein Labornetzteil noch die guten alten analogen Zeigermessinstrumente besitzt gleich noch ein paar Schnappschüsse der Stromaufnahme der kleinen Kiste im Betrieb.
      Los geht es mit mit Lautstärke 3, wenig Bässe

      Lautstärke 3

      Lautstärke 5, wenig Bässe

      Lautstärke 3

      und Lautstärke 7, Bässe, alles bei 20 Volt.

      Lautstärke 5

      @schuelzken
      Genau, so ist es. War doch der Nachbar in der Werkstatt, neugierig, es ist nicht zu überhören was ich dort in letzter Zeit so treibe.
      Ist er doch tatsächlich vier Minuten nach Beginn deinesempfohlenen Titels hinter meine Palettenstapel -auf welcher die große OSB Platte samt Mona 2.1 liegt- geklettert und hat nach den Boxen gesucht. Ich weiß, das es schwierig ist dahinter zu klettern, es ist sehr eng. Dann hat er sich von hinten über die Mona-Satelliten gebeugt und die Membran beobachtet. Es war köstlich.
      Mein Nachbar ist ein netter Mensch, ein Traumnachbar. Mit einem USB-Stick und ein paar Glasflaschen Oktoberfestbier kam er gleich wieder und wir haben noch eine nette Stunde hörend verbracht.

      Danke Mona.

      Es grüßt freundlich
      Rundmacher

      • #7325
        schuelzken

        Nabend,
        is schon witzig wie manche Gesichter aussehen und sich wundern.

        Hab den selben MiniAmp, zuerst betrieben mit Laptop NT 19V 3,4A , jetzt mit 24V 5A China Netzteil.
        Bringt 24,8V im Leerlauf und der Amp bleibt an.
        Nachdem kalte Lötstellen nachgefummelt wurden macht das NT keine Maläste. Bis jetzt. Warten wir es ab.
        Unter Last bleibts bei 24V. Wieviel A das NT wirklich bringt kann ich nicht sagen.
        Was mich widerum wundert, der Unterschied von 19V auf 24V ist Leistungsmäßig sehr deutlich hörbar, gerade am passiv betriebenen MDS12. Auch die zusätzlich zur Spannungstabilisierung zwischen geschaltete Kondensator-Platine lässt den Hochton der SB18 bei höherem Pegel nicht meht so schräpig klingen.

        Gruß schuelzken

    • #7323
      dieter1509

      Hallo Rundmacher,
      bei meinem Besuch bei Udo erging es mir beim hören des von schuelzken empfohlenen Titels genauso wie deinem Nachbarn – unbläubiges Staunen ! Ich habe sogar gefragt welche der großen Ls gerade laufen würde. Als mir Udo und Rincewind zu verstehen gaben, daß Mona2.1 lief, war die Freude der beiden über meinen ungläubigen Gesichtausdruck ebenso deutlich zu bemerken.
      PS: Ist ein Haus neben euch (Dir und deinem Nachbarn) frei? Ich will auch solche Nachbarn!
      Gruß Dieter

    • #7502
      Rundmacher

      Hallo,

      der neue, umgetauschte Amp ist da.

      Wie der von Udo hat er jetzt die Farbe Blau und funktioniert somit tadellos bis 24 V.
      Die Mona hat ihren Platz am PC gefunden, einige Probehörer werden sich noch einfinden.

      Hmm, jetzt geht es weiter mit der Küche. Da kommt keine Mona hin, das wird zu umständlich mit dem extra Ein- und Ausschalten des Zusatzamps.
      Da kommen zwei Boxen hin, da ist mehr Platz, das werden schon zwei hochwertige(re) Exemplare. Mein Aufstieg in die nächste Klasse.
      Aber mal so nebenbei, kann man überhaupt derartige Klassifizierungsstufen vornehmen? In wieviele? Wonach geht es da?
      Es scheint das hier momentan das gesamte Sortiment nicht nur einer Frischzellenkur unterzogen wird sondern -hoch willkommen- den aktuellsten Chassisentwicklungen State of the Art angepasst wird.
      Schaun mer mal was die Weihnachtszeit so bringt, ein noch leerer Wunschzettel liegt bereit.

      Es grüßt freundlich
      Rundmacher

      • #7512
        Matthias (DA)

        Moin Rundmacher,
        Mehr zu den Klassen findest du hier

        https://www.acoustic-design-magazin.de/grundlagen/

        Am Ende ists aber auch viel Geschmacksfrage, ab der Aufsteiger, jedenfalls aber in der Bluesklasse unbedingt probehören.

        Gemeinsam haben aber alle Bauvorschläge hier, dass man im Fertigbereich für ähnliche Qualität den 5-10fachen Bausatzpreis bezahlt.

        Frohen Bau!

        Matthias

      • #9829
        Rundmacher

        Hallo,

        ich zitiere mich einmal selber:

        der neue, umgetauschte Amp ist da.
        Wie der von Udo hat er jetzt die Farbe Blau und funktioniert somit tadellos bis 24 V.

        Heute, nach fünf Sekunden Musik Dunkelheit und Stille am AMP. 🙁
        Netzteilspannung von 24V auf 18V vermindert, AMP läuft.

        Ich tue mir einen erneuten, sicher problemlosen Wechsel nicht an. Es bleibt bei 18V. Ich beobachte weiter, ich bleibe wachsam. 😉

        Es grüßt freundlich
        Rundmacher

    • #9832
      Rincewind

      Hallo Rundmacher!

      Es bleibt spannend.

      Der verwendete Chip (TPA3116) hält zwar laut Datenblatt bis zu 30V aus, allerdings empfiehlt selbst der Hersteller max. 26V
      Die verbauten Kondensatoren im Amp sind für 25V ausgelegt.

      Ich habe bisher an meinem Examplar:
      – 19V Medion Schaltnetzteil von einem Laptop
      – 19V Meanwell Industrie-Netzteil mit PFC
      – 24V China Netzteil
      getestet. Alle drei liefen am Amp.
      Das China liefert bei mir unter Last 24.29 V laut meinen Messgerät.

      Grüße
      Rincewind

      P.S.
      China 24V Netzteil habe ich Udo geschenkt, er hat kein LAN über die Steckdose…. Ohne PFC ist das China-Netzteil eine HF Störquelle

    • #9889
      Rundmacher

      Hallo,

      der TPA3116 (ein wirklich schönes Stück was da in Silizium gegossen wurde) hat da nix zu tun.
      Eher der Chinamann.
      Das die max. Betriebsspannung lt. Datenblatt 30V beträgt ist so.
      Punktum.
      Empfohlen 26V, auch punktum.
      Das sind die Spezifikationen des Chipherstellers. Nochmal, 26V okay, 30V auch. Nicht mehr.

      Und weiter?
      Dieser Class-D Verstärker chinesischer Entwicklung schaltet weit vor der im Datenblatt angegebenen möglichen Betriebsspannung des Class-D Chips ab, die Baugruppe, der kleine Verstärker, nicht der TPA.
      Der Chinamann hat gepfuscht. Da ist in der Kiste eine Schutzschaltung integriert welche bei einer bestimmten Spannungshöhe die kleine Kiste deaktiviert.
      Ich habe vorgesorgt, mein Netzteil ist in seiner Spannungshöhe einstellbar, mit 18V komme ich zurecht.
      Der nächste Verstärker wird wieder ein Class-D Verstärker, wahrscheinlich der TPA60.
      Wie schon gesagt, HIFI heißt nichts wegnehmen, nichts zutun.
      Class-D kann das.

      Es grüßt freundlich
      Rundmacher

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