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SB36C als Stereo

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Dieses Thema enthält 22 Antworten und 7 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  pad vor 1 Woche.

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    Beiträge
  • #34107

    pad

    Hallo zusammen,

    habe soeben auf gut Glück zwei SB36C bestellt. Ich werde sie als Standlautsprecher aufbauen.

    Untenstehend sinde meine ersten Entwürfe. Der Plan ist, dass ich die Lautsprecher aus 21mm Birken-Multiplex aufbaue. Die Oberfläche werde ich dunkel ölen oder beizen. Ich möchte die Lautsprecher etwas schlanker und dafür höher ausführen.

    Eventuell möchte ich statt des BR-Rohrs ein Schlitz vorsehen. Für die gleiche Öffnungsfläche komme ich auf ein Schlitz mit 2.5cm Höhe.

    test      

    Inspiriert durch esage’s SB23/3, spiele ich mit dem Gedanken, die Weichen optisch ansprechend aufzubauen und oben auf dem Lautsprecher anzuordnen. Als Berührschutz käme z. B. eine Acrylglas-Abdeckung in Frage oder alternativ würde ich es einfach offen lassen, wobei ich da etwas Bedenken habe…

    Ich bin gespannt auf eure Inputs und halte euch natürlich auf dem Laufenden.

    pad

  • #34108

    nymphetamine

    Hi pad,

    Die br-schlitz-höhe kommt mir bissle viel vor. Meine contras haben grad mal 2 cm… Aber vielleicht kann das einer mal nachrechnen (trotz formel und Unterstützung, konnte ich das noch nie…)

    Ich sehe auf dem 2ten bild, dass du deinen LS ein Gehirn einpflanzen willst 😂 the hearing dead 😂😂😂😂😂

    Mach dir mal gedanken bzgl. Frontabdeckung… Du hast ja kinder… Die fassen gerne mal in das chassis (richtig… Nicht nur auf das chassis)… Du könntest ja vorsichtshalber einige magnete in die front versenken, falls der tag X kommt, an dem du dann etwas brauchst. Wäre schade, wenn du deswegen ein komplett neues gehäuse bauen müsstest… Spreche da aus Erfahrung… Schiebe das au seit einiger zeit vor mir her…

    • #34114

      pad

      Hallo nymphetamine,

      habe lediglich eine die runde Öffnungsfläche in eine Rechteckige umgerechnet – ohne irgendwelcher Korrekturfaktoren.

      Ich möchte natürlich nicht, dass der Lautsprecher an Frankenstein‘s Monster erinnert… 😉 Als Technik-begeisterte Person möchte ich Technik einfach sichtbar machen. Vielleicht gibt es noch eine bessere Idee…

      pad

       

      PS: Guter Input bzgl. Abdeckung: Ich werde wahrscheinlich versteckt einige Magnete integrieren.

  • #34116

    Matthias (DA)

    Moin pad,

    Der zweite Vorschlag trifft nicht meinen Geschmack, zu kopflastig. Weiche ohne Abdeckung würd ich nicht machen, zu interessant für Fummelhände – und beim 100. Mal abstauben bleibt man doch mal an nem Beinchen hängen.

    Vielleicht wäre ja ein Weichenfach an der Rückseite samt Plexiabdeckung eine Lösung wo Du immer mal reingucken und schwärmen kannst, aber der Rest der eher unteschnischen Bevölkerung nicht jedes Mal drüber stolpert.

     

    Solch ein Fach könnte man auch unterhalb der Chassis an der Front unterbringen.

    Pass aber auf, dass es zugänglich bleibt, auch Profis verlöten sich mal..

     

    Matthias

     

    Matthias

    • #34127

      Monti

      Naja, er könnte die Weiche als Schaltzentrale oben auf dem Lautsprecher unter einem Plexiglas-Gehirn schützen. Boah, ist das dann ein vieldeutiger Entwurf! Kopflastig, hihi. Staub und Finger kommen auch nicht dran.

      Viel Spaß beim Bau!
      Ciao Chris

  • #34491

    pad

    Hallo zusammen,

    bin mitten im Bau der Lautsprecher. Heute bin ich einen grossen Schritt vorwärts gekommen:

    Stand heute

    Die Oberfläche weiss ich noch nicht genau wie behandeln. Die erste Idee war mit Öl behandeln, damit die Maserung sichtbar bleibt. Ich habe mir transparentes helles Öl sowie etwas dunkleres gekauft. Vielleicht mache ich die Seiten hell und die Platten vorne/hinten sowie oben/unten dunkel. Alternativ könnte ich alles dunkel oder alles hell behandeln. Was denkt ihr?

    Die Weiche werde ich ganz normal im Gehäuse verstecken. Wie viel Abstand sollten die Weichen etwa zu den Chassis aufweisen? Ich habe mir gedacht, dass ich die Weiche mittig hinter dem HT anbringen werde.

    pad

  • #34492

    pad

    Noch eine Frage zu der grossen Menge an Dämmstoff:

    Soll ich den einfach in zwei Stücke schneiden und in die Gehäuse stopfen? Muss ich auf etwas bestimmtes achten?

    Danke!

    pad

  • #34494

    Udo Wohlgemuth
    Keymaster

    Hallo Pad,

    füll die Boxen locker mit ein paar zusammengerollten Matten. Wenn etwas übrig bleibt, ist das ok. Mach aber keine Wissenschaft draus 😉

    Gruß Udo

    • #34497

      pad

      Hallo Udo,

      okay, vielen Dank für die schnelle Antwort! 🙂

      Wenn alles gut läuft werde ich die Lautsprecher morgen das erste Mal hören!

      Grüsse pad

  • #34656

    pad

    Zwischenstand:

    • #34658

      nymphetamine

      Hi pad,

      Am 7. November 2018 um 7:06 uhr hast du deinen ersten post gemacht… Am 7. Dezember 2018 um 18:55 uhr hast du das fertige Ergebnis präsentiert… Wie zufrieden bist du mit dem bausatz und den dingen bis dahin?

      • #34689

        pad

        Ich habe momentan die Wohnung für mich alleine und habe jede freie Minute genutzt. Einige Dinge habe ich aber schon vernachlässigt, wie zum Beispiel den Haushalt… 😉
        Insgesamt bin ich sehr zufrieden – siehe auch mein Beitrag weiter unten.

  • #34659

    Matthias (DA)

    Moin Pad,

    sehr schick sehen sie schon aus, wenn ich dir einen Tipp geben darf solltest du ganz ganz schnell die Elektronik wieder herausschrauben und erst das Finish mit dem Öl fertig machen, sonst stehen sie nämlich wahrscheinlich ein halbes Jahr im Rohzustand herum weil die Musik so schön klingt. 😉

    Liebe Grüße, Matthias

    • #34660

      derFiend

      Diese Erfahrung musst Du ihm gönnen, die hat schließlich jeder von uns gemacht 😉

      Und ich hatte optisch schon hässlichere Lautsprecher länger stehen 😀

    • #34688

      pad

      Ein guter Tipp… Eigentlich wollte ich gestern fein schleifen und eine erste Öl-Schicht auftragen. Ich war aber zu faul und wollte nicht auf Musik verzichten!

  • #34687

    pad

    Hallo zusammen,

    nach den Bildern nun noch ein Update in Worten.

    Seit letzten Sonntag sind die Lautsprecher funktionstüchtig. Am Schluss ging es etwas hektisch zu und her. Ich wollte die Lautsprecher einfach so schnell wie möglich hören. Vielleicht kennen das einige von euch… Die Weichen liegen momentan noch an eher zu kurzen Kabeln lose im Dämmstoff, die BR-Rohre wurden mit massiver Gewalt in die etwas zu klein geratenen Löcher gepresst, die Füsse sind nicht perfekt ausnivelliert, die Oberfläche ist nicht geölt und bis gestern hingen die Lautsprecher an dünnen Kabeln der Vorgängeranlage.

    Die Lautsprecher spielen nun seit einer Woche regelmässig. Die Chassis können sich einspielen und ich mich an den neuen Klang gewöhnen. Soweit so gut.

    Es gibt jedoch einen Grund weshalb ich letzte Woche etwas zurückhaltend war: Nachdem ich letzten Samstag stundenlang geschliffen und gefräst habe MIT Gehörschutz habe ich nun seit einer Woche ein Pfeifen in den Ohren. Ich dachte, dass es sich schnell wieder legen würde, aber es hält sich nun seit einer Woche hartnäckig. Es bleibt mir wohl nichts anderes übrig als nächste Woche einen Arzt aufzusuchen und zu hoffen, dass ich es wieder wegbekomme.

    Ich versuche es trotzdem mit einer Klangbeschreibung. Neben dem oben erwähnten Umstand ist zu beachten, dass mir als Neuling noch das nötige Jargon fehlt. Frage nebenbei: Wie eignet man sich das an? Wie beim Wein möglichst viel probieren und sich in den entsprechenden Kreisen bewegen…?

    Noch ein kleiner Einschub: Obwohl ich noch in vieler Hinsicht ein Anfänger bin, war ich mir nicht nur Brüllwürfel und Mobiltelefon-Klang gewöhnt. Die Yamaha PianoCraft-Anlage habe ich seit meiner Jugendzeit. Auch wenn mich jetzt einige vielleicht belächeln werden, aber ich bin der Meinung, dass die Anlage angesichts des Preises und der Dimensionen der Lautsprecher einen sehr guten Klang liefert. Ein weiterer Schritt Richtung guten Klang habe ich wohl mit der Anschaffung von In-ear-Kopfhörer von Etymotic Research gemacht. Leider sind mir die abhandengekommen.

    Als ich letzten Sonntag den ersten Lautsprecher fertig hatte wollte ich ihn natürlich sogleich hören. Also ran an den Verstärker und einfach in mono gehört… Klar es war nur mono, aber es war schon geil auf dem Sofa zu sitzen und den Lautsprecher das erste Mal zu hören! Wahrscheinlich ein weiteres Schlüsselerlebnis in meiner “Klangkarriere”. Ich war begeistert und konnte mich fast nicht losreissen, um auch den zweiten Lautsprecher funktionsfähig zu machen.

    Nun endlich zum Klang der SB36 Center als Standlautsprecher in Stereo. Als Zuspieler kommt ein RaspberryPi mit HifiBerry DAC+ Pro zum Einsatz. Als Musikquelle verwende ich Spotify, eingestellt auf die höchste Audioqualität. Auf dem RaspberryPi läuft der Logitech Media Server mit dem Spotty-Plugin.

    Wie erwartet klingen die Lautsprecher deutlich druckvoller und erwachsener als meine bisherige Anlage. Man kann die Lautstärke kontinuierlich erhöhen, ohne, dass man das Gefühl hat, dass die Lautsprecher am Anschlag sind. Besonders während den ersten paar Stunden hat es Spass gemacht Bass-lastige elektronische Musik z. B. Solar Sailer von Daft Punkt zu hören. Das Lied Dopamine von Franc Moody macht auch Spass. Die Bassdrum ist schön druckvoll, tönt jedoch etwas künstlich/kartonhaft. Ich bin mir nicht sicher, ob das so sein muss von der Aufnahme her oder ob das Unzulänglichkeiten der Lautsprecher sind. Schön wäre auch, wenn es noch tiefer gehen würde, dazu ist dann wohl mehr Membranfläche und Volumen notwendig – ist jammern auf hohem Niveau.

    An den zusätzlichen Druck und Bass im Vergleich zu vorher habe mich ziemlich schnell gewöhnt und widme mich deshalb anderen interessanten Eigenschaften von Lautsprechern. Wahrscheinlich ist das ein weiterer Effekt von guten Lautsprechern: Man lernt neben der im Markt vorherrschenden Bass- und Höhengeilheit ganz andere Eigenschaften eines Systems kennen. Wobei ich sagen muss, dass ich hier sicher erst am Anfang stehe.

    Stimmen sind schön losgelöst vom Lautsprecher in der Mitte zu hören. Ich nehme die Stimmen jedoch auf gleicher Linie der Lautsprecher war und nicht dahinter oder davor. Ist das normal? Weiterhin nehme ich die Stimme jeweils etwa auf Höhe zwischen Verstärker und Hochtöner wahr. Wäre es nicht realistischer, wenn die Stimme auf etwa Mundhöhe eines virtuellen stehenden Menschen zwischen den Lautsprecher wäre? Wahrscheinlich müssten um dies zu erreichen, die Hochtöner auf ca. 1.6m sein, was zu eher unschönen Lautsprechern führen würde…

    Wenn ich meine Augen schliesse kann ich Stimmen und Instrumente orten. Vor allem in der Breite ist es ziemlich gut möglich – in der Tiefe eher weniger. Bei Pink Floyd’s Time nehme ich z. B. die Perkussion am Anfang in der Ganzen Breite wandernd, aber eher hinten war, den Bass eher links vorne. Bei High Hopes ist das Piano links aussen, die Glocken sind rechts und die Stimme mittig aber eher ein bisschen links. Kann das sein?

    Ich behaupte, dass ich mit meinem Setup das erste Mal in meinem Leben Unterschiede in der Aufnahmequalität hören kann. Teilweise machen Lieder keinen Spass mehr. Ich hätte nicht geglaubt, dass ich mal so etwas schreiben werde.

    Weiter habe ich festgestellt, dass die Lautsprecher einen sehr klaren Klang haben. Ich finde das grundsätzlich gut, teilweise empfinde ich den Hochton aber als etwas nervig. Eventuell hängt dies mit meinem Ohrenpfeifen zusammen. Eine andere Erklärung könnte der Wohnraum sein. Der ganze Wohnzimmerboden besteht aus Fliesen, praktisch die ganze rechte Seite besteht aus raumhohen Fenstern, die Wände sind aus Putz, das Sofa ist aus glattem Leder. Ein Teil der Fensterfront ist mit dünnen Gardinen abgedeckt und auf dem Boden zwischen Lautsprecher und Sofa befindet sich ein dünner Stoffteppich. Was für Massnahmen würdet ihr mir empfehlen? Ich habe auch schon probiert den Hochton am Verstärker etwas zurückzuregeln. Je nach Trennfrequenz und Einstellung bringt es aber nicht viel oder es tönt seltsam.

    So, jetzt habe ich erstmal genug geschrieben. Insgesamt bin ich zufrieden und ich habe Lust auf mehr bekommen.

    Grüsse pad

    • #34698

      derFiend

      Meine persönliche Erfahrung der Klangbeeinflussung

      1. Lautsprecher

      2. Raum

      3. DAC

      4. Verstärker

      Gerade der Raum, die Aufstellung, Möbel ect. machen da einiges aus. Ich würde behaupten das ich mein aktuelles Wohnzimmer 4x komplett umgestaltet habe, um den idealen Kompromiss zwischen guter Akustik und Wohnlichkeit zu finden. Insofern wünsche ich dir an der Stelle schon mal viel Spaß.

      Pauschal würd ich schlicht mal sagen: je weniger “harte” Flächen der Lautsprecher anstrahlt desto besser. Alles andere musst Du schlicht ausprobieren. Hier finden sich auch einige Tipps in diversen Threads.

      Vom Bücherregal über selbst gebastelte Absorber bis hin zu schallschluckender Wanddeko ist viele möglich.

  • #34699

    MartinK

    Hallo Pad. Danke für die umfangreiche Klangbeschreibung.
    Als ersten Test könntest Du einen möglichst großen Schwung Decken und Kissen auf dem Boden verteilen und bekannte Passagen durchhören. Theoretisch ist das schon ein großer Unterschied.
    Gruß Martin

  • #34701

    pad

    Ich habe das Gefühl, dass die Lautsprecher immer besser werden (oder ist das der psychoakustische Gewöhnungseffekt…!?)…

    Geniesse gerade Dogs von Pink Floyd – einfach nur geil!

    • #34702

      derFiend

      Spielt beides eine Rolle. Welches davon mehr wird immer ein Geheimnis bleiben 😉

  • #34703

    Matthias (DA)

    Pad,

    alles Gute für die Ohren, geh unbedingt sofort am Montag zum Arzt, bei so etwas ist Eile geboten. Je früher du etwas machst desto eher ist es reversibel. Wenn du Glück hast sind es nur Verspannungen die sich wieder raus massieren lassen, so oder so muss ein HNO ran. Liebe Grüße, Matthias

  • #34738

    pad

    Hallo zusammen,

    habe heute die SB12 ACL probegehört – war echt beeinduckend was aus diesen kleinen Dingern rauskommt! Was ich dabei auch gelernt habe: Im Stereodreieck sitzen und mit hoher Lautstärke hören hat einen sehr positiven Einfluss auf das Klangerlebnis! 😉 Die kräftigen Gitarrenanschläge bei Keith Don‘t Go von Nils Lofgren machen richtig Spass. Gut gefallen hat mir auch die realistische Abbildung der Stimme.

    Habe mich gleich zu Hause etwas näher auf einen Stuhl vor die Lautsprecher gesetzt und etwas mehr aufgedreht (etwa 1/3 vom Bereich des Lautstärke-Potis am NAD) und siehe da, langsam komme ich der Sache näher! 😉

    Im Vergleich zur SB12 ACL spielt die SB36 unangestrengter und auch etwas tiefer herunter. Ich habe die SB12 ACL als sehr dynamisch spielend (keine Ahnung, ob dass die richtige Wortwahl ist) empfunden. Vielleicht lag das aber auch an der hohen Lautstärke, die ich mir hier in der Mietwohnung, vierseitig umgeben von Nachbarn, doch nicht getraut habe.

    Wie schon geschrieben, die Lautsprecher machen von Hörstunde zu Hörstunde mehr Spass. Der Hochton gefällt mir auch langsam besser – das anfangs eher nervige Gefühl geht in ein „angenehmes Kitzeln“ des Gehörgangs über. An was das wohl liegt…? 😉

    Danke an Udo für die tollen Bausätze und die super Unterstützung hier im Forum inkl. Adi!

    Grüsse pad

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