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Seitenverkleidung Doppel7

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  • Dieses Thema hat 20 Antworten und 12 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 2 Monaten von Matthias (DA).
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    Beiträge
    • #63911
      armin23

      Einen schönen Gruß in die Runde!

      Ganz nach dem Motto „Start before you are ready“ habe angefangen ein paar MDF-Platten in schmale Steifen zu filetieren um sie am Ende der nächsten Bastelabende in einer gebogenen Form wieder zu Seitenteilen einer aktiven Doppelsieben zusammenzufügen. Das ergibt am Ende nach einiger noch anstehender Schleifarbeit eine Menge aneinandergeleimte MFD Stoßkanten: sehr gefürchtet als Lackiergrund auf Grund der Saugfähigkeit von bearbeitetem MDF. Was rät die Gemeinde? Das Wagnis, die Oberflächen mit Filler und sonstigen Hilfsmitteln zum Lackieren vorzubereiten oder die Seitenteile zu Furnieren? Hier habe ich allerdings noch keine Ahnung, wie ich Furnier auf eine gebogene Fläche pressen kann, zumal ich gar keine Furniererfahrung habe. Eine Negativform zum Pressen wäre zwar theoretisch möglich, aber ganz erhrlich, ich scheue den Aufwand, diese passend zur Krümmung der Seitenteile herzustellen, was sicher auch nicht profan herzustellen wäre.
      Ist jemand da draußen, der mir die Sorge vor dem Furnieren nehmen kann?

      Viele Grüße!

      Manus

       

    • #63912
      Adi

      Hallo Manus

      Die Sorge vor dem furnieren kann ich dir nicht nehmen. Leider.

      Frage: Hast du die MDF-Streifen schon verleimt? Mein Tip: Verwende einen PU Kleber.

      Gruss Adi

      • #63916
        armin23

        Hallo Adi,

        gestern Abend, 15 Minuten vor Toresschluss, habe ich noch schnell eine Tube PUR-Kleber gekauft und die ersten Leisten damit verklebt, da ich einen Hinweis bekommen habe, dass in Holzleim viel Wasser enthalten ist. Dieses Wasser soll dann ursächlich sein, für einige Probleme beim Lackieren. Auch Dir Danke für den Hinweis, der mich nun bestätigt, dass das eine gute Entscheidung war. Allerdings ist die offene Zeit des Klebers nur 5-6 Minuten und das sorgt für viel Stress beim Kleben und vielen Zwangspausen nach jedem Klebevorgang.
        Viele Grüße
        Manus

    • #63913
      ThomasKleineberg

      Hallo Manus,

      PU Leim ist gut. Dann hobeln und schleifen. Dann dünn mit 2K Auto Spachtel abziehen und fein schleifen. Dann Isolierfüller und Endlack.

      Drops gelutscht.

      LG Thomas

      • #63917
        armin23

        Hallo Thomas,

        mal schauen wohin das Pendel ausschlägt, die Tipps aus der Community sind doch sehr vielfältig. Ich werde nachher berichten.
        Danke und viele Grüße

        Manus

    • #63914
      Peterfranzjosef

      Schau mal in den Baubericht SB 18 und der Herr Gorilla,

      da wird beschrieben wie 3mm MDF/HDF verleimt und anschließend mit der Bügelmethode furniert wurde.

      Du hast zwar mehr Fläche, das Prinzip bleibt aber das gleiche. Mit 4 Händen gehts besser.

      3mm zusätzlich trägt nicht so arg auf, vielleicht kannst ja auch dünneres auftreiben.

      Vorarbeiten an den MDF-Stegen wie Hobeln und schleifen, bleiben Dir bis in die letzte Feinheit erspart.

      Bei meiner SB18 (Wie aus der SB 36 die SB 18 entsteht) habe ich auch 3mm HDF aufs Biege-MDF geleimt.

      Dann ein Furnier mit Vlies auf der Rückseite nehmen, dann reisst auch nichts.

      Servus

      Peter

       

       

    • #63915
      Dilettant

      Hallo Manus,

      ich habe auch gerundete Seitenwände furniert (Bericht dazu findest du unter „Uwes Multikanal mit SB15 und 30“)

      Ich habe das damals mit Patex Kontaktkleber und Furnier mit mit Flis gemacht. Vielleicht beschönigt die Erinnerung ein wenig, aber eigentlich ging  das prima ohne Bügeln. Du kannst es nur nach dem Auflegen nicht mehr verschieben, musst dir also vorher ganz sicher beim Zusammendrücken der Flächen sein, dass alles richtig liegt. Aber dann reicht eine Tapetenanpressrolle um die Verbindung herzustellen.

      Gruß

      Uwe
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    • #63918
      Hermann Hellweg

      Hallo Manus,
      Offene Schnittkanten zu spachteln wird wahrscheinlich nicht zu einem dauerhaft guten Ergebnis führen. Irgendwann drücken sich die Kanten durch. Der Ansatz von Rundmacher ist gut, kleb eine 3mm HDF Platte auf, dann kannst du lackieren, folieren oder furnieren.
      Gruß,
      Hermann

    • #63919
      Martin Fausehningen

      Moin!
      man kann runde Seiten furnieren oder auch gestückelte MDF Stoßkanten lackieren. Ich hatte das mit Molto MDF Grund mehrfach grundiert. Es haben sich nach jahren aber Risse gebildet. Ich würde also inzwischen vor dem Lackieren so einer Lösung heute auch ein günstiges und gutmütiges Furnier mit der Bügelmethode aufbringen.

      Beste Grüße
      Martin F

      • #63928
        Martin Fausehningen

        mir fehlt irgendwie das Talent, mit dem iPhone hier korrekt Bilder einzufügen 😉
        jetzt sind ein paar davon doppelt da und ich kann die Duplikate nicht mehr löschen

    • #63929
      Udo Wohlgemuth
      Verwalter

      Hallo Martin,

      besser doppelt als gar nicht. Dass nach dem Löschen jetzt Upload Errors angezeigt werden, kann ich jedoch nicht wegwischen.

      Gruß Udo

    • #63930
      armin23

      Hallo Zusammen

      zur Erläuterung meiner Bauweise füge ich mal ein paar Bilder bei. Es werden viele Fugen entstehen und ich möchte nicht mit der andauernden Sorge leben, dass sogar noch nach Jahren irgendwelche Risse auftauchen. Es zeichnet sich also eine Furniervariante ab, auch wenn es handwerkliches Neuland wird. Ist ja immer spannend, auch mal was neues zu machen.
      muss ich denn auf die Seitenteile erst noch eine dünne Lage HDF aufbringen, oder kann ich direkt auf die MDF-Leisten Furnieren?

      • #63934
        Martin Fausehningen

        Aus meiner Erfahrung wird sich HDF nicht so einfach um die engen Radien an der Rücksteite deines Konzeptes biegen lassen.
        Ich empfehle, die Verkleidungsleisten gut rund zu schleifen und dann direkt darauf das Furnier aufzubügeln (mit Weißleim natürlich). Das
        Furnier kann man füllern und farbig lackieren oder „holzig“ lassen und mit Hartwachsöl versiegeln.

        Furnier kann aber auch reißen oder sich nach Jahren an einigen Stellen lösen. Die „holzige“ Design-Variante lässt sich dann relativ einfach reparieren (Bügeleisen + nochmal Wachsen). Lackiertes Furnier wäre aufwändiger zu reparieren.

        Ich spreche aus Erfahrung und der Langzeitbeobachtung von mehreren furnierten oder lackierten Boxenprojekten seit 2005, inklusive der Restaurierung von Schäden an einigen davon nach einigen Jahren.

        Aber was soll‘s, no risk no DIY fun

        Gruß,
        Martin F

    • #63935
      Matthias (DA)

      Moin Moin, noch eine Stimme pro Furnier, wenn es denn kein warnex etc Strukturlack werden soll.

      Oder mit Comics in Servietten Technik.

      Selbst lackiert habe ich fast noch nie eine gesehen, die wirklich dauerhaft gut war.

      Ich lese erfreut Doppel 7,

      Hast du noch einen der letzten eton Bausätze auf Lager gehabt?

      Nur zur Sicherheit, falls du mit Kaufwunsch schon Mal losgelegt hast, nicht lieferbar.

       

      Liebe Grüße

      Matthias

       

       

       

      • #63949
        armin23

        Hallo Matthias,

        der Bausatz inkl den hübschen Eatons liegt schon seit einem Jahr bei mir im Regal. Vor Boxenstart musste die Werkstatt noch ein bisschen gepimt werden, ein paar Helferlein wurden gebastelt und ein paar andere Projekte mussten erst fertig sein. Für die 77 wollte ich wirklich gut präpariert sein und mich auf das Projekt konzentrieren können.

        Jetzt ist es aber endlich soweit und es soll gut werden.

        viele Grüße

        manus

        • #63950
          Matthias (DA)

          Ja nice!

          Bin auch endlich wieder ein Stück mit der Wallross weiter, im Herbst geht das irgendwie besser 😅

           

          Weiter frohen Bau!

           

          Matthias

    • #63937
      Knutbox

      Hallo armin23,

      schließe mich da an. 3mm HDF kriegst du nicht um den engen Radius der Rückseite herum. Ich habe auch mal so gebaut. Habe mir damals dann extra Biegesperrholz gekauft. Aber das war nur bisschen biegsamer als die HDF Platten. Für mich ein teurer Reinfall. Am Ende habe ich das Design an die Biege-Eigenschaften des Sperrholzes angepasst (wo es schon mal da war).

      Heißt: gerade Front und Rückseite, Biegung und Volumen angepasst. In die Rückseite habe ich eine Nut geschnitten und die erste Lage Biegesperrholz da rein gesteckt zwecks Fixierung. Damit hatte ich eine gerade Kontaktfläche für die Sperrholzstreifen. Am Ende noch einmal Biegesperrholz oben drauf. Ich habe das Biegesperrholz damals tatsächlich mit Schrauben am Körper fixiert, weil es so störrisch war. Ein Bild von der Unterseite ist angefügt. Das ging dann, war aber nervenaufreibend und nicht nach meiner Vorstellung. Egal…

      Schleifen ist auch schwierig. Von Hand dauert es lang, mit dem Elektrogerät fängst du dir schnell Unebenheiten ein.

      Somit habe ich an der Stelle nicht die Lösung für dich, kann dir aber zumindest sagen wie es bei mir lief. Möge es dir bei der Entscheidung helfen.

      Wenn ich aber deine Verleim-Aufbauten so bestaune, glaube ich du findest eine Lösung und wirst hier in Zukunft andere beraten, wie es richtig geht 🙂

      Viel Erfolg beim Knobeln,
      Gruß Chris

      Attachments:
    • #63939
      Klemens

      Hallo!

      Man kann auch HDF und MPX einschneiden. 😉

      Funktioniert wunderbar!

      Liebe Grüße!

      • #63944
        Knutbox

        Hallo Klemens,

        Gute Idee! Sieht nach einer sehr sauberen Arbeit aus. So würde ich es nächstes Mal auch versuchen. Meinst du achim23 kriegt damit auch die Rückseite seiner Box ummantelt? Wegen des engen Radius?

        Gruß Chris

    • #63941
      Gipsohr

      Hallo Manus,

      ich habe das Rundmacher-Gen😀

      Für nen Dual- Plattenspieler habe ich ein Gehäuse mit großen Radien und dazwischen Eckenradien von ca. 10 mm gebaut. Ich habe dazu 2,5 mm dickes Eiche-Furnier „angekocht“ und um die Ecke gebogen. Allerdings nur mit 5 cm breitem Furnier. Hat tatsächlich funktioniert.
      Mein Bauch sagt, dickes Furnier richtig nässen, d.h lange in den Regen legen, danach um einen engen Radius legen und mit Heißluftfön um den Radius spannen und trocknen lassen. Danach anleimen. Der Radius muss beim biegen nicht genau sein.

      Ich habe es noch nie gemacht, könnte allerdings funktionieren.

      Viel Erfolg

      Achim

      Edith sagt: Dem dicken Furnier sind die Übergänge ziemlich egal.

    • #63948
      armin23

      Moin zusammen!

      Eines vorweg: ich finde es schon geil: man stellt ne Frage ins Forum und es kommen jede Menge Tips und dezidierte Hinweise zurück. Vielen Dank an alle Beteiligte und an Udo fürs Forum!

      Die Entscheidung ist gefallen: Es wird Furnier werden. Aber bis dahin sind noch ein paar Leisten zu verleimen. Für die Rundung an der Rückseite habe ich mir folgende Bauweise überlegt: am Scheitelpunkt will ich eine Nut einfräsen, das Furnier jeweils an der Kante der Nut ansetzen und mit einer T-förmigen Leiste (mit Buckel auf dem T-Strich) , die in die Nut eingepasst wird, beide Furnierstöße abdecken.

      Dann sollte es nach vorne nur noch einfacher werden, da die Krümmung nur noch abnimmt. Die Praxis wird‘s zeigen ob das so klappt und ich werde berichten. Hat noch jemand ein Furniertipp oder schon mal mit Knochenleim/Fischleim gearbeitet? Da gibt es ja die wildesten Methoden beim aufkleben und ich möchte noch ein bisschen Infos einholen, bevor es erst wird.

      so long und viele Grüße

      manus

       

       

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