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Seltsame Töne aus SB18

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  • Dieses Thema hat 13 Antworten und 7 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 1 Tag, 16 Stunden von Harald.
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    • #55029
      Harald

      Hallo zusammen,

      ich habe ein Problem mit einer meiner SB18. Sie ist zum Einen sehr viel leiser als die zweite und gibt zum Anderen die tiefen Töne nicht mehr sauber wieder. Das äußert sich dadurch, dass dann Kratzgeräusche auftreten. Die hohen und mittleren Töne sind meines Erachtens sauber aber eben viel zu leise.

      Am Verstärker liegt es nicht, habe die Seite schon getauscht, gleiches Ergebnis!

      Die Lötstellen der Weiche habe ich alle kontrolliert und nach gelötet.

      Ich weiß gerade nicht mehr weiter!

      Könnte es evtl. sein, dass ich beim Zusammenlöten der Weiche die Kondensator beschädigt habe? Kann man die irgendwie testen oder messen ob die noch in Ordnung sind?

      Was gäbe es sonst noch für Ursachen dafür?

      Wäre super wenn jemand ein Tip für mich hätte.

       

      Gruß Harald

      • Dieses Thema wurde geändert vor 4 Tage, 23 Stunden von Harald.
      • Dieses Thema wurde geändert vor 4 Tage, 23 Stunden von Harald.
    • #55032
      Vadder
      Verwalter

      Moin,

      um die Bauteile zu beschädigen, musst du beim Löten schon reichlich Wärme in die Weiche pumpen.

      Baue die Weichen doch einfach mal in das jeweils andere Gehäuse ein. Dann kannst du eventuell Chassis und Verdrahtung als Übeltäter ausschließen.
      Wenn du ein entsprechendes Multimeter hast, kannst du Kondensatoren auch in-circuit durchmessen.

      Viele Grüße vom Vadder

    • #55033
      Peterfranzjosef

      Servus Harald,

      wie lange hast Du die SB 18 schon? Wann trat das Phänomen auf?

      Kratzen kann entweder durch die Schwingspule des TT kommen, die am Magneten streift->mechanischer Schaden.

      oder Du hast einen Wackelkontakt, einen noch nicht 100%zigen Drahtbruch, oder ein klitzekleines Kupferdrahtäderchen macht irgenwo  einen Kurzschluss.

      Wenn´s unterschiedlich laut ist, muss ja irgendwo eine “Bremse” drin sein.

      Folge Vadder´s Vorschlag, bau mal die Weiche aus, verlängere die Zuleitung (Lüsterklemmen o.a.) zu den Chassis durch die Reflexöffnung. Signal drauf und dann mal auf den FQ-Teilen mit einem Hölzchen oder Plastiklöffel o.ä. herumdrücken. Dann hörst Du gleich was, sollte ier was wackeln oder am Auflösen sein.

      Kannst Du Fotos einstellen?

       

      Peter

       

      • Diese Antwort wurde geändert vor 4 Tage, 22 Stunden von Peterfranzjosef.
    • #55036
      Matthias (DA)

      Moin, den tt tauschen wäre auch nen test wert, evtl leichter dran zu kommen

      Matthias

    • #55038
      Harald

      Hallo zusammen,

      erstmal vielen Dank für die schnellen Antworten! Ich habe meine SB’s schon ein paar Jahre. Vor etwa einem halben Jahr hatte ich das Phänomen, dass nach dem Einschalten diese eine Box nicht sofort “da war”. Erst nachdem ich die Lautstärke etwas erhöht habe, war auch die wieder auf der Höhe.

      Ich glaube ein mechanischer Schaden ist es nicht. Wenn ich die Membran händisch bewege merkt und hört man nichts.

      Ich würde als nächstes die restliche Verkabelung (vom Verstärker zu den LS) checken und dann die Weiche tauschen.

      Ich werde dann berichten.

       

      Gruß Harald

    • #55040
      Peterfranzjosef

      Hallo Harald,

      vielleicht ist auch beim “leiseren” TT der Zuleitungsdraht vom Anschlussterminal zur Schwingspule beschädigt.

      Eventuell kommt irgendwas vom Innenleben von hinten an die Membran und scheuert. (war bei mir mal Dämmstoff)

      Wenn erst beim “Aufdrehen” gleiche Lautstärke produziert wird, sollten es korrodierte Kontakte im Verstärker sein, was allerdings beim LS-Tausch selten mitwandert.

      Bin schon gespannt was rauskommt.

      Peter

       

    • #55041
      Harald

      <p style=”text-align: left;”>Hallo Peter,</p>
       

      danke für deinen Tip. Morgen hab ich etwas mehr Zeit, da werde ich mal alles durchlesen. Als das Problem mit dem “Aufdrehen” auftrat, habe ich die LS nicht getauscht.

      Ich muss hier echt mal ein riesen Kompliment an diese Comunity aussprechen.

      Bin total begeistert von dem Support hier!

       

      Gruß Harald

    • #55042
      Schülzken

      Guten Abend Harald,

      Fehlersuche in aller Ruhe angehen, sowas brauch Zeit. Vielleicht ist es nur eine Kleinigkeit.

      Ich hab eher den Verstärker in Verdacht, wegen “Aufdrehen” Symptomatik, das ist mir nicht unbekannt. Gerade der leise Bereich ist im Gleichlauf anfällig, auch Volumenregler können korrodieren.
      War das Gerät mal zur Revision?

      Wenn mechanisch und elektrisch an der 18er nichts festzustellen ist, tausch mal den Verstärker.

      Gruß Schülzken

      • #55078
        shaffenmeister

        Hallo,

        ich habe auch gleich an ein verschmutztes / oxidiertes Lautstärke-Poti gedacht.

        Einfach mal den Lautstärkeregler in ausgeschaltetem Zustand einige Male hin- und herbewegen und nochmal prüfen. Das hilft allerdings nicht, wenn das Poti “im Eimer” ist.

        Gruß Christoph

    • #55079
      Harald

      Hallo zusammen,

       

      komme gerade aus meinem Musik-/Hobbyraum von einer Hörsession mit Leonard Cohen live in London!

      DIE SB18 LAUFEN WIEDER!!!!!

      Mein Vorgehen:

      1. Chassis nochmal auf mechanische Defekte kontrolliert  => Nichts

      2. Weiche nochmal kontrolliert auf Wackelkontakte  => Nichts

      3. Verstärker gegen AV-Receiver getauscht  => Nichts

      4. Ich besitze zwar ein Multimeter mit ganz vielen Symbolen drauf, aber da kenn ich mich nicht wirklich aus damit. Also auch  => Nichts

      Die Lösung kurz und knapp:

      Fehlerhaftes Kabel zwischen Lautsprecher und Verstärker!

      Ich habe die LS zwar auf dem anderen Kanal angeschlossen, aber natürlich mit dem gleichen Kabel!

      MANN!!!! Wie peinlich!!!

      Zu meiner Verteidigung: Die schadhafte Stelle war ca. 20-25cm weg vom Kabelende. Keine Ahnung wie ein Kabel dort korodieren kann! Ich hoffe das war der einzige Fehler. Aber jetzt laufen sie erstmal!

       

      Trotzdem nochmals vielen, vielen Dank für die zahlreichen Antworten und Tipps! Einfach großartig hier! In anderen Foren wird man erstmal über 2 Seiten nieder gemacht bevor mal Vorschläge kommen!

      Viele Grüße

      Harald

    • #55080
      Sparky

      Guten Abend Harald,

      kleiner Fehler, große Wirkung! 🙂
      Und noch dazu einfach zu korrigieren, einfach was von der Strippe abkneifen und beizeiten mal ne neue besorgen. Wenn es nicht im Feuchtraum liegt, sollte ein einigermaßen vernünftiges Kabel auch nicht unter dem Mantel verrotten, außer, der war an der Stelle beschädigt. An den Enden, ja vielleicht (Kupfer kann halt oxydieren). Oder war es ein Kabelbruch? Dass kann auch vorkommen, wenn man häufig mit der Strippe rumrödelt. In dem Falle kann feinlitziges Kabel etwas Abhilfe schaffen, dass bricht nicht so schnell.

      Und das mit dem Niedermachen ist hier nicht nötig. Wer so mit Anderen umgeht, um sein Selbstwertgefühl zu steigern, hat meist selbst keine Ahnung, wovon er spricht…

      Gruß,
      -Sparky

    • #55097
      Harald

      Hallo zusammen,

       

      ich versuch mal ein Bild hoch zu laden, auf dem man vielleicht die komischen Stellen am Kabel sieht.

      Das mal die Enden bei alten Kabel dunkel werden (sagt man da oxidiert oder korodiert?), kenn ich ja. Vor allem, wenn sie lange abisoliert rumliegen! Aber mitten im Kabel?

      Vielleicht ein Fehler bei der Herstellung?

      Gruß Harald

    • #55099
      Sparky

      Guten Abend Harald,

      Oxydation (Oxidation? Keine Ahnung, habe noch Telephon, Potentiometer und Sauerstoffflasche gelernt 😀 )
      ist das chemische Gedöne, was die Zersetzung bzw. Korrosion erzeugt, also im Grunde das gleiche…

      Dein Kabel ist grün unter dem Mantel, also eindeutig Grünspan bzw. Kupferoxyd. Da waren dann also Luft und evtl. Feuchtigkeit im Spiel. Ich weiß ja nicht, wie alt das Kabel ist, aber sowas soll eigentlich nicht sein.
      In der Industrie habe ich hin und wieder mit über 30 Jahre alten Schaltschränken zu tun, die zwar so langsam ihren Geist aufgeben teils, aber nicht wegen verrottender Strippen. Und darin verbaut ist ganz normale Kupferlitze nach Industriestandard der entsprechenden Zeit. Evtl. hast Du auch CCA-Kabel erwischt, das ist Kupfer ummanteltes Aluminium und etwas günstiger als Vollkupfer. Da spricht grundsätzlich nichts gegen, aber Kupfer und Alu “mögen” sich nicht, und dadurch wird genau das begünstigt, wie Dein Kabel aussieht…

      Tipp: Nimm einfach H07VK Schaltlitze, ab 1,5 mm² aufwärts, für die nächsten Kabel. Das ist bewährte Industriequalität, wird jährlich zu hunderttausenden Kilometern verbraucht und gibt’s für nen Appel und nen Ei.. Kannst Du dann verdrillen und mit Farbe nach Wahl, das sieht auch selbst gemacht dann hübsch aus.

      Ein Schelm, wer böses dabei denkt, dass Udo eben dieses auch seinen Bausätzen zur Verdrahtung beigibt.
      Er hat meines Wissens noch keine Beschwerde gehabt, dass sich in den Boxen die Kabel auflösen..

      Industrieware hat den Vorteil, dass sie eng tolerierten Normen unterliegt. Das gilt im Privatsektor teils nur bedingt, daher nehme ich selber zum Basteln auch am liebsten Material aus dem Betrieb. Das ist nichts Besonderes, aber man weis, was man bekommt 🙂

       

      Gruß,
      -Sparky

       

    • #55107
      Harald

      Hallo Sparky,

      Alu mit Kupferummantelung? Was es nicht alles gibt! Das Kabel ist schon etwas älter, wie alt tatsächlich, weiß ich aber nicht mehr. Was ich dafür bezahlt habe, weiß ich auch nicht mehr. Es war aber offensichtlich zuviel!
      Für den Tipp bezüglich der Industriekabel bin ich aber sehr dankbar! Wenn sich wieder etwas Zeit findet, werde ich mal alle Kabel nochmal genauer unter die Lupe nehmen. Evtl. tausche ich dann alle mal aus.
      Gruß Harald

      • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Tag, 16 Stunden von Harald.
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