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Welches Setup für 70% Musik und 30% Heimkino?

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  • Dieses Thema hat 28 Antworten und 13 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 3 Monaten, 2 Wochen von wirtshausarnold.
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    • #59941
      wirtshausarnold

      Hallo liebe Forum-Mitglieder,

      ich bin mal so direkt und stelle mich einfach mal mit dem Fragebogen vor:

      – Hast du bereits Erfahrungen bzgl (DIY-)HiFi und wenn ja welche?

      Nein. Ich bin ziemlich ahnungslos was das alles angeht. Bin aber lernwillig.

      – Nenne Details über den zu beschallenden Raum (Art und Größe, ggf akustische Situation)

      4,5 x 3,1×2,2 mit Dachschräge auf 1,40 m (L x B x H). Die Schräge ist circa 1,90 m lang.

      Bin noch nicht im Besitz irgendwelcher Boxen in diesem Raum.

      – Welches Setup ist gewünscht? (Stereo / Heimkino X.2 / Heimkinooption gewünscht?)

      Höchste Priorität hat eine exzellente Musikwiedergabe. Also es soll wirklich das Hauptaugenmerk auf einer sehr guten Qualität (wie vom Tonmischer) liegen. Dennoch bin ich auf der Suche nach einer Mischlösung. Denn ich würde auch gerne ein Heimkino haben. Was ich so gelesen habe, ist, dass dies zwei eigene Welten sind. Aber ich frage mich, warum sich super klingende Boxen nicht in ein Heimkino integrieren lassen? Grundsätzlich wäre es so geplant – wäre das Geld nicht ausreichend für ein komplettes Set- , dass in ein oder zwei Jahren immer mehr Boxen hinzukommen und so das Setup komplettieren. Es ist so, dass ich wahrscheinlich in 2 Jahren umziehen werde und da sollten die Boxen dann erweiterbar bzw. sich in einen größeren Raum integrieren lassen. Das wäre optimal…

      – Welche Aufstellsituationen sind möglich? (Wandnah/Freistehend, Kompakt-LS/Stand-LS, gerne auch mit Foto oder Skizze)

      Eigentlich so gut wie alles. Auf Befestigungen an der Wand oder Decke bin ich aber eher weniger scharf. Ich richte mich mit der Einrichtung dann auch nach dem Equipment, was die optimale Verteilung der Boxen angeht.

      – Wie groß dürfen die Lautsprecher maximal werden?

      Egal (in Anbetracht der Raumgröße natürlich)

      – Beschreibe deinen „Hörgeschmack“ in Bezug auf Musikrichtung, Vorlieben im Bassbereich (viel/wenig, trocken/punchig), geforderte Pegel, …

      Hauptsächlich EDM und Hip-Hop. Aber ich hör eigentlich fast alles. Bin aber schon ein Verfechter des vielen Basses… punchig hört sich auch gut an. Zur Lautstärke: Ich habe keinen der unter mir wohnt, also kanns schon lauter sein, muss jetzt aber nicht das Haus abreißen können.

      – Was ist bisher an Lautsprechern vorhanden?

      Nichts.

      – Welches Elektronikequipment ist bereits vorhanden oder soll angeschafft werden (Verstärker, Quellen, Raumkorrektur)

      Denon AVC-X4700H

      – Wie würdest du deine handwerklichen Fähigkeiten und Möglichkeiten einschätzen?

      Für ein handwerkliches Geschick bin ich jetzt nicht bekannt. Weiß mir aber zu helfen und ganz unfähig bin ich jetzt auch nicht.

      – Wie hoch ist das maximale Budget?

      2000 Euro vorerst.

      – Aus welcher Region kommst du? (wegen Möglichkeiten zum Probehören und persönlicher Beratung)

      Rosenheim (Oberbayern)

      – Hast du spezielle Wünsche?

      Ich will eigentlich so wenig selber machen wie es geht (nur zur Info für das Budget). Mir geht es vorallem drum, aus den max. 2000 Euro soviel Qualität wie möglich zu kriegen. Mir macht es schon Spaß selber etwas zu bauen, nur – und da bin ich ehrlich -, wenn ich für das Geld etwas genauso gutes zum Kaufen kriege, würde ich das nehmen. Ich vermute aber mal, dass das nicht möglich ist!?

      Das Hauptproblem ist, dass ich für Schreinerarbeiten kein Werkzeug und wenig Platz habe (irgendwelche Sägen etc.). Deshalb sollte das benötigte Holz auch von einem Schreiner gefertigt werden. Da ich keinen persönlich kenne, bin ich für Empfehlungen ganz Ohr… und dies sollte auch ins Budget miteingerechnet sein.

      Ich hoffe ich konnte soweit alles klarstellen. Wie gesagt, ich bin blutiger Anfänger in diesem Bereich deshalb seht mir nach, wenn ich paar Infos vergessen habe die ihr noch benötigt. Gebt mir dann einfach Bescheid und ich werde es nachtragen.

      Vielen Dank für eure Zeit und Hilfe im Voraus.

      Ich würde mich freuen, wenn mir ein paar Ratschläge zuflattern würden.

       

      Beste Grüße

      Franz

       

    • #59943
      DanVet

      Mein Vorschlag BelAir52 ACL:

      LautsprecherBausatz (aufgebaute Frequenzweiche auswählen!):
      https://acoustic-design-online.de/de/belair52acl.html

      Gehäuse dazu:

      https://lautsprecherbau.info/de/duetta-linie4-linie5-linie7-contra-hifischreinerei/BelAir/BelAir-52acl-nach-ADW.html

      Lautsprecher einbauen und verkabeln musst du aber selbst 🙂

       

    • #59945
      Heinz-Jürgen Fischer
    • #59947
      Hermann Hellweg

      Hallo Franz,
      Achtung mit Eton und dem ER4. Meiner Meinung nach ist der nicht optimal für‘s Heimkino. Zum anderen munkelt man hier im Forum, dass die Tage von Eton gezählt sind. Da macht es wenig Sinn sich so einen Lautsprecher zu besorgen, wenn du später erweitern möchtest.
      Und trau dich ruhig selbst was zu bauen, teuer ist das Vergnügen nicht. Und sollte es vollends in die Hose gehen, kannst du immer noch einen Profi beauftragen, der dir das Gehäuse baut.
      Gruß
      Hermann

    • #59948
      Udo Wohlgemuth
      Verwalter

      Da muss ich doch gleich mal korrigierend eingreifen:

      Zum anderen munkelt man hier im Forum, dass die Tage von Eton gezählt sind.

      Davon ist keine Rede, die ersten Chassis werden gerade wieder für mich produziert. Allerdings wird es noch etwas dauern, bis alles wieder lieferbar ist. Ansonsten bin ich deiner Meinung. Der ER4 (und auch der SB AMT) ist nur dann sinnvoll im Heimkino einsetzbar, wenn er nicht am AVR verhungern muss. Was nützt dessen großartige Auflösung, wenn der Verstärker nur auf Krach ausgelegt ist?

      Und nachdem ich nachgeschlagen habe, was EDM ist, empfehle ich die SB 240 oder 285 als Front.

      Gruß Udo

    • #59988
      Matthias (DA)

      Moin,

      Bei 15 Quadratmeter könnte man auch über die sb36 nachdenken und selbige dreimal in die Front packen sowie zweimal sb18 hinten. Wenn du dann tatsächlich um ziehst und dich vergrößers könnte man dies b285 oder 240 für Stereo dazu setzen und damit auch riesige Räume Fett beschallen.

       

      ER4 im heimkino finde ich ganz grandios, dafür braucht es aber dann tatsächlich etwas anderes als einen AVR um das Potenzial wirklich auszuloten. Stichwort getrennte Stereo Kette.

      Falls du den X4700 noch nicht gekauft hast, könntest du auch überlegen ob du lieber einen gebrauchten Boliden nimmst.

      Der avr-4520 von Denon ist für ca 700 € zu haben. Den hatte ich damals mit dem x4000 verglichen und es waren Welten dazwischen. Der x4000 ist meiner Meinung nach für gute musikwiedergabe nicht geeignet. Jedenfalls nicht auf dem Niveau wie Lautsprecher von Udo das hinbekommen.

      Etwas neuer aber mit 1300 € immer noch zu finanzieren wäre der x7200. Der lohnt sich aber hauptsächlich wegen der Höhen Kanäle, ansonsten sehe ich keine großen Vorteile im Vergleich zum 4520.

      Oder du ergänzt deinen AVR später mit einem Verstärker den du nur für Stereo nutzt und der am besten zu den lautsprechern passt die du dann hast. Hifi ist eine Reise, wenn man mal unterwegs ist entdeckt man auf einmal viele neue Dinge die man vorher gar nicht auf dem Schirm hatte.

       

      Für den Vergleich mit fertigware kannst du ungefähr den Faktor 5 bis 10 rechnen, die sb36 z.b. findet ihre Entsprechung in der Finn Verity, beide ähnliche Hardware von SB. Nur das die fertig Version für 7000 € das Paar verkauft wird.

      Also, alles richtig gemacht, mit einem Bausatz kannst du in Hifi Höhen emporsteigen die im fertig Bereich so nur sehr schwer zu finanzieren sind.

      2000€ Budget passt meiner Meinung nach hervorragend zu SB, vor allem gibt es da auch sehr viele kombinierbare Vorschläge die zu deinen Bedürfnissen passen.

      Wenn Chorus wieder lieferbar ist wäre das auch eine Option, da muss man aber schauen wie schnell du loslegen möchtest.

      Matthias

    • #60007
      wirtshausarnold

      Erstmal vielen Dank an alle für die Infos!

      Wie gesagt, das Bauen ist nicht das Problem… da gehts eher um das ganze Werkzeug das man benötigt um das wirklich sauber zuschneiden und bauen zu können. Ich habe wirklich nichts aus dem Schreinerbetrieb.  Ich hätte sogar richtig Lust darauf, das selber zu machen. Egal wieviel Zeit das in Anspruch nehmen würde, ich habe keine Eile. Ich schraube aber selber an meinem Motorrad und das hat schon einiges an Geld und Platz verschlungen, daher muss ich mit meinem Budget bisschen haushalten. Und eines ist auch klar, ich werde nicht irgendwann zum nächsten Lautsprecher-Selbstbauer-Guru empor steigen. Ich will nur mein Setup peu à peu aufbauen und vertraue da den Leuten, die sich wirklich damit auskennen und ihre Freizeit opfern um noch weiter deren Entwicklungen zu perfektionieren.

      Ich tue mir halt ehrlich gesagt ein wenig schwer damit, dass wenn Matthias sagt, man könne diese mit einer 7000 Euro teueren Box vergleichen. Nicht falsch verstehen: Ich finde das super, dass ich nach der ganzen Sucherei im Internet jetzt auch mal auf direkten Weg jemanden gefunden habe, der mal einen Vergleich aufstellt… findet man ja nirgendwo, weil alle sagen „hat ja jeder eine andere Klangcharakteristik, lässt sich pauschal nicht sagen“. Wie gesagt, ich bin nicht vom Fach, aber man kann doch grob sagen, in welcher Kategorie selbstgebaute High End-Lautsprecher auf die Preise von Fertigen bezogen mitspielen oder lieg ich da falsch? Zurück zu dem was ich eigentlich sagen wollte… ich verstehe nicht ganz wie eine Firma, die diese Elite-Boxen in Scharen verkauft, Maschinen (CNC Fräsen etc,) für die Herstellung verwendet, das 5-10 fache teurer sein kann als wenn ich das selber zusammenbaue (trotz der nicht eingerechneten Arbeitszeit von einem selbst) und mir das Holz von einem lokalen Schreiner erstellen lasse, wo die Firmen wahrscheinlich alles sich in China zusammenbauen lassen oder?? Entschuldigt mich das Hinterfragen, ich will hier wirklich nichts in Frage stellen, ich will es einfach nur verstehen können.

      Zum Receiver: Ja, ich habe den Denon schon vor Kurzem gekauft. Der ist halt schon richtig gut, was auch das ganze Multimedia-Zeug angeht. Hatte da ein unschlagbaren Preis für 1000 Euro für ein neuwertiges Gerät auf Ebay Kleinanzeigen entdeckt und ohne lange zu überlegen zugeschlagen. Wenn man den aktuellen Preis anschaut war das ein Super-Deal. Wenn der natürlich nicht ausreicht für die vorgeschlagenen BelAir52 dann wird das vielleicht erst mal nicht passen und wie Udo es sagt, die SB240 und SB285 besser passen. Mir ist klar, dass bei EDM – Electronic Dance Music, ja, eher ein Neubegriff aber das umschreibt am schnellsten das ganze Zeug – jetzt nicht unbedingt die neutralsten und teuersten Boxen nötig sind, aber man weiß ja nie was man in 5 Jahren so hört.

      Wenn ich jetzt also zwei Stück der von Udo vorgeschlagenen SB’s an die Front stelle, welche würden dann für die hinteren Ecken Sinn machen? Wie sieht es denn mit einem Sub aus, in Bezug darauf, dass das Zimmer irgendwann vielleicht 40 m² hat (zwecks Heimkino vor allem jetzt).

      Beste Grüße

      Franz

    • #60008
      Vadder
      Verwalter

      Hi Franz,

      aber man kann doch grob sagen, in welcher Kategorie selbstgebaute High End-Lautsprecher auf die Preise von Fertigen bezogen mitspielen

      kann ich zumindest für Udos Baureihen. Multipliziere den Bausatzpreis mit 5 bis 8 und du bist am Ziel.
      Es kann aber auch der Faktor 10 passen. Siehe unten Oberflächenfinish.

      Rechne bei Serienboxen auf die eigentlichen Kosten einfach das Geld für Marketing, Händlermargen usw. drauf. Jeder zwischendrin will etwas verdienen.

      Zusätzlich lassen sich die Hersteller das Oberflächenfinish fürstlich entlohnen.

      Das hast du bei Bausätzen selbst im Griff. Auch für Klavierlack oder Schelllack liegen die Materialkosten im überschaubaren Bereich. Der Rest ist Lust und Laune und investierte Arbeitszeit.

      Viele Grüße vom Vadder

    • #60009
      Andreas

      Hallo Franz,

      ich kann dich nur bestärken einfach anzufangen !

      Ich war 2020 bei Udo und habe mir die aktive Duetta angehört. Leider entsprach das nicht 100% meinem Hörgeschmack und nach den vielen Lobhuldigungen an dieses Setup war ich erstmal enttäuscht.

      Ich war jetzt knapp 1,5 Jahre mit der Mona im Wohnzimmer am grübeln gewesen was ich machen soll. Vor Weihnachten wurde dann einfach die SB15 bestellt, Das Verhältnis zwischen Kapitaleinsatz und was da raus kommt ist unglaublich. Ich kann dir sagen, ich bin absolut begeistert! Inzwischen wird gerade auf die SB 85 bzw. 85TL erweitert.

      Wenn du kein Werkzeug hast, bestelle die Front und die SB 15 oder 18 je nachdem welche „Richtung“ dir als Endlösung optisch besser gefällt. Lass dir im Baumarkt den Rest zusammen sägen und pack eine Flasche Fugenleim dazu und du kannst „Probehören“. Wenn dir das gefällt, kannst du dann ein Upgrade machen und den sauberen Zuschnitt im Shop bestellen.

      Für alle anderen Fragen wird sich dann eine Lösung ergeben. Fang einfach an !

      Und zur Frage ob hier ein Unterschied im Preis von Faktor 5 – 10 sein kann, ja das kann es. Ich habe die SB 15 mit der KEF LS50 Meta vom Nachbar direkt verglichen und kann das absolut bestätigen.

      Viele Grüße

      Andreas

    • #60011
      Thomas Naumann

      Hallo Franz,

      Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen.

      Habe mir letztes Jahr auf Udos Rat die Doppel 7 zugelegt und die Entscheidung nicht bereut.

      Gehäuse habe ich mir mit ein paar Sonderwünschen von Schreinerei Thomaier machen

      lassen und dann selbst Metallicrot lackiert. Das bekommst Du bei keinem Fertiglautsprecher.

      Falls es Dich interessiert in der Suche mal „Selbstbau Mal anders-Doppel 7“ eingeben.

      Und ja, Fertiglautsprecher haben auch sehr hohe Entwicklungskosten und das muss auch wieder

      Eingefahren werden.

      Gruß Thomas

       

       

       

       

    • #60012
      Matthias (DA)

      Moin,

      Fand das auch unrealistisch mit den Preisen.

      Aber: Händler Marge 50%

      Marketing Kosten

      Entwickler Kosten

      Der Aufwand den z.b. b&w in Gehäuse und Lackierung steckt muss bezahlt werden.

      Bumms ist das ganze Geld was man ausgegeben hat schon verbraucht und für die Elektronik nicht mehr viel übrig.

      Im Artikel Linie 54 nach Göttingen – Projekt Isolde kannst du nachlesen was der Verkäufer im Laden beim blind Vergleich besser fand.

      Ich selbst hatte meine duetta im direktvergleich mit Canton reference für 10000 € das Stück und bin mit fetten Grinsen wieder rausgegangen.

      Leg einfach los mit irgendwas kleinem für die Küche wenn du den Braten nicht traust, danach sollte alles geklärt sein.

       

      Was das Werkzeug angeht, da braucht man nicht viel.

      Du kannst die Front fertig gefräst von Udo bestellen. Ansonsten musst du eigentlich nur noch gut zugeschnittene Bretter zum zusammenkleben haben.

      Manchmal bekommt man die im Baumarkt, zuverlässiger aber beim Schreiner. Oder eben online bestellen. Gibt auch fertige Gehäuse Zuschnitte

      Für die Optik musst du halt wissen was du willst, ordentlich lackieren und do it yourself ist sehr schwierig, es sei denn du nimmst irgendeinen lack der Fehler kaschiert.

      Daher finde ich entweder furnieren oder am besten gleich aus Multiplex am Besten.

      Wenn du dir ponal fugenleim besorgst brauchst du nicht einmal Schraubzwingen.

       

      Zusammenfassend, ein ordentlicher Zuschnitt + die Front von Udo und eine Flasche Leim und es läuft.

      Nur Mut 😉

      Matthias

       

       

       

    • #60013
      Niklas

      Hallo Franz!

       

      Ich habe vor einem guten Jahr auch überlegt, was ich nehme und wurde mit der SB85 (bis auf Hochtöner die halbe SB285) plus SB15 als Rear ubd SB30STC als Center sehr gut beraten.

      Meine Erfahrung: Mein Yamaha AVR (ziemlich dickes Ding, aber Mainstream), kann alles an Quellen, was man sich wünscht. Aber für die SB85 fehlte die Leistung. Ich habe dann meinen Kenwood Stereo Verstärker aus 1990 (laut Papier 120W Sinus pro Kanal, mal als Anhaltspunkt) an die Vorverstärkerausgänge der Haupkanäle gepackt und siehe da: Deutlicher Fortschritt. Der Yamaha war also völlig überfordert. Und als ich, bis auf Laufzeitkorrektur, alle Klangoptimierungen ausgeschaltet hatte, war es ein Traum.

      Zum Klang: Selbst die mäßig großen (es gibt hier viel mehr Membranfläche im Shop) SB85 haben einen imposanten Tiefgang. So tief, dass ich gemerkt habe, dass die elektronischen Charts nicht bis unten gehen, sondern ein Schlagzeug wie am Anfang von Hans Theessink ‚Slow Train‘ oder, etwas moderner, ‚Titanik‘ von Kitschkrieg/Marteria. Ich wollte mir für den Filmbeteieb später noch einen Sub bauen, habe den Plan aber verworfen. Wenn im Messdiagramm bei 30Hz noch na 77dB stehen, sind diese definitiv noch spürbar da.

      Zum Detailreichtum: Die Sänger(innen) stehen direkt vor mir. Es ist der Wahnsinn. Und das mit meiner Low-Budget (im Vergleich) Verstärkerlösung. Feinstes Geklimper ist zu hören. Wenn der Musikproduzent faul war, hört man es. Und man hört den Unterschied MP3/Spotify und CD.

      Thema Filme: Der Untergang, wo vor dem Reichstag die Granaten einschlagen. Huiuiui. Oder Smaug, wenn er uns anbrüllt, er sei der Tod, da wird einem anders. Wir drehen uns manchmal um, weil wir denken, eines unserer Kinder kommt in das Wohnzimmer geschlichen, dabei knarrt nur im Film hinten irgendwo ein Diele…

      Ich hoffe, das ist mal ein Anhaltspunkt, was hier in den Bausätzen so abgeht. Und hier wird öfter gesagt: Mit dem Bauen warten verzögert nur die Zeit, bis man gut Musik hört.

      Gruß

      Niklas

    • #60023
      Markus (SL)

      Hallo Franz,

      mir ging es genauso, wenig Platz, falsches Werkzeug usw. (Midu für meine Frau).Holz ist aktuell nicht gerade günstig, aber für um die 100 Euro kannst du schon mal 2 Kisten „zusammenhauen“. Dann kannst du das Hörerlebnis schon mal geniessen und dir in Ruhe Gedanken über das Finish machen.
      Natürlich kann man viel Geld in Werkzeug investieren oder dieses Geld in eine gute Schreinerei tragen. So habe ich das damals auch gemacht.
      Was einige hier im Forum auf die Beine gestellt haben, ist echt der Hammer.
      Wer früher baut, kann länger hören. Und das ist am Anfang mal das wichtigste.

      Gruß aus dem sonnigen Saarland
      Markus

    • #60026
      Monti

      Hi Franz,

      wie schon durchgeklungen: Membranfläche ist nur durch mehr Membranfläche zu ersetzen. Wenn Du Dich für die SB285 entscheidest, würde ich dazu die SB15 in einer ihrer für Dich passenden Ausprägungen wählen (+ SB30 Center). Wenn es die SB240 werden sollte, passt dazu etwas aus der SB18-Reihe mit Sb36 Center. (Immer der passende Mitteltöner in gleicher Größe zu den Standlautsprechern.)

      Auf einen Sub würde ich im Heimkino nicht mehr verzichten wollen, auch wenn die Abstimmung der Mains auf eine HK-taugliche untere Grenzfrequenz hindeuten. Ein großer Sub bewegt einfach spürbar mehr Luft und das macht im HK richtig Spaß.

      Wenn Du vornehmlich Musik hören möchtest mag ich an dieser Stelle die Empfehlung eines Stereoverstärkers bekräftigen. Die Mittelklasse-AVRs sind einfach nicht für hochwertigen Stereo-Betrieb ausgelegt. Wenn Du noch keinen hast, dann schau Dich nach einem mit Vorverstärker-Eingang (Pre-in) um. An den werden die beiden Mains angeschlossen und alle Stereoquellen. An den AVR werden alle Multichannel-Quellen angeschlossen und die restlichen HK-Lautsprecher. Über den Vorverstärker-Ausgang des AVR gehst Du für die Mains in den Pre-in des Stereoverstärkers und nutzt diesen im HK-Betrieb als Endstufe für die Mains.

      Ciao
      Chris

    • #60033
      Niklas

      Hi Monti.

      Sehr schön zusammengefasst. Danke. Besser als meine etwas wirre Ausführung.. 😁

      Gruß

      Niklas

    • #60039
      wirtshausarnold

      Vielen Dank an alle für die ganzen Ratschläge.

      Oh man, ich dachte mein AVR sei ausreichend dafür. Welcher Vorverstärker wäre denn dann zu empfehlen für die SB285 als Frontlautsprecher und dem Rest wie es jetzt bspw. Chris vorgeschlagen hat? Das Thema ist echt ziemlich komplex. Hab mir auch schon den Artikel hier auf der Seite und weitere im Netz zu den Verstärkern durchgelesen, aber es gibt da scheinbar so viel zu beachten…

      https://manuals.denon.com/AVCX4700H/EU/DE/GFNFSYbsjxinov.php

      Das ist der Link zu den Leistungsdaten meines AVR’s. Wie mach ich das jetzt… geh ich jetzt her und rechne die ganze Wattleistung der einzelnen Boxen der SB285 zusammen und vergleiche sie mit der 75%igen Leistung des Front-Ausgangs meines AVR’s und dann sehe ich wie weit ich damit die Lautsprecher ausnutzen kann? Wenn das so richtig ist, dann würde ich die SB285 nur zu 30% ausnutzen können… könnt ihr mir da irgendeinen zu meinem Setup passenden preiswerten Vorverstärker empfehlen? Also eines ist klar, ich will jetzt nicht meine Wohnung abreißen. Aber mal ordentlich aufdrehen sollte schon drin sein. Puhhh, da schmilzt das Budget hin…

      Ich weiß auch noch nicht genau, wo dann mein Streaming-Modul hinsoll. Ich hab ein Bluesound Node N130 dass ich hauptsächlich zum Streamen von den MQA gekauft hatte. Das müsste ja dann auch eigentlich an den Vorverstärkeranschluss des AVR’s oder? Ihr seht, ich habe wirklich null Ahnung und auch etwas wild drauf los gekauft. Ich habe einfach sämtliche Tests zu dem AVR durchgelesen. An das letzte was ich aber gedacht habe war, dass dieser schon zu schwach für eine High-End Box sein könnte.

      Zum richtigen Bestellen habe ich auch noch ein paar Fragen: Es wurde jetzt schon öfter die Front angesprochen… ich finde diese aber nicht in der Auswahl bei der SB285. Warum kann man nur diese jetzt eigentlich direkt im Onlineshop bestellen, welchen Grund hat das?

      Was hat es mit der Impedanz-Korrektur auf sich? Was ist das? Brauche ich das?

      Wie sieht es mit der Stärke des Holzes aus… spielt die auch eine Rolle an der Musikqualität? Welche Dicke und welches Material ist da zu empfehlen?

      Das mit den Schallwandmaßen verstehe ich auch nicht ganz, die die man angeben muss in Bezug auf die Front. Kann mir das vielleicht auch wer erklären? Man gibt doch die gefräste Front schon in der Auswahl an…

      Und zuletzt noch ein paar Fragen zum Werkzeug. Wenn ich mir wirklich den Schreiner sparen wollen würde, mir also nur das Holz kaufe… welches Werkzeug bräuchte ich, um wirklich eine saubere Arbeit machen zu können? Vielleicht findet sich jemand in meinem Bekanntenkreis, der mir diese Geräte mal ausleihen könnte…

      Fragen über Fragen, sorry…

       

      Beste Grüße

      Franz

       

    • #60041
      Udo Wohlgemuth
      Verwalter

      Hallo Franz,

      vom Himmel ist noch kein Meister gefallen, jeder hat mal klein angefangen. Wer so viele Fragen hat, sollte dort beginnen, wo es noch einfach ist. Bau dir eine MiniACL. An ihr kannst du deine handwerklichen Fähigkeiten testen. Wenn du danach ein paar gebrochene Finger hast, baust du am besten mit Lego weiter. Allerdings wächst man oftmals mit den Aufgaben. Beim Verleimen der Bretter kommt möglicherweise ein wenig Verständnis für die zu lösenden Probleme auf, die dann am Ende gar nicht mehr so erschreckend sind. Praxis hat allen theoretischen Erklärungen gegenüber den Vorteil, dass man von Anfang an etwas „begreifen“ kann. Wenn nach zwei Tagen statt der Gehäuse seltsame Holzklötzchen entstanden sind, such dir besser einen Schreiner oder kauf Fertigboxen. Für das angedachte Budget wird das nicht so gut klingen wie Selbstgebautes, aber dafür hast du dann keine Fragen mehr 😉

      Gruß Udo

      PS: Ein Paar MiniACL kann man immer brauchen. Schlimmstenfalls sind sie ein schönes Geschenk.

    • #60042
      Monti

      Hi Franz,

      mach es nicht komplizierter als es ist. 😉

      Also zum Verstärker: Ich meinte keinen Vorverstärker, sondern einen ganz normalen Stereo-Vollverstärker, der als einzige Besonderheit einen Pre-in hat. Das bieten halt nicht alle. Den nutzt Du für Musik und nur im HK als Endstufe. Damit entlastest Du auch die Endstufen und damit das Netzteil von Deinem Denon. Was den Denon angeht, würde ich mir keine Gedanken weiter machen, passt schon.

      Zur Front für die SB285 müsstest Du bei Udo mal direkt anfragen. Die Maße kannst Du angeben, weil Udo zwar immer einen Gehäusevorschlag macht, man die LS aber auch in anderen Maßen bauen kann. Zu Udos Service gehört es dazu, Schallwände auch in anderen Abmessungen als seinem Original-Vorschlag anzubieten, seine hellseherischen Fähigkeiten aber nicht ausreichen, die passende Schallwand ohne die Maße zu liefern.

      Die Impedanzkorrektur kann Sinn bei Röhrenverstärkern machen, um deren Besonderheit auszubügeln. Ohne weiter ins Detail zu gehen: brauchst Du also nicht.

      Das Gehäuse sollte so schalltot wie möglich sein, dafür eignen sich besonders Plattenwerkstoffe wie MDF oder MPX. Viel hilft viel bei der Stärke aber es gibt natürlich brauchbare Kompromisse. Je nach Größe der Box liegen diese angefangen bei 15 mm bei den Winzlingen, über 18 bis beispielsweise 24 mm. Die Schallwände meiner Duetta sind 30 mm.

      Für Holzbearbeitung ist eine Oberfräse toll… 🙂

      Ciao
      Chris

    • #60043
      Niklas

      Da kann ich mich nur anschließen. Die gefräste Front von Udo kann schon die Oberfräse sparen, für die Oberflächenveredelung (Streichen, Ölen etc) ist aber ein Gerät zum Schleifen (Excenter- oder Schwingschleifer z. B.) ein deutlicher Gewinn im Vergleich zur Handarbeit.

      Zum Verstärker: Ich bin da der hier weit verbreiteten Meinung, dass die Technik nach den Lautsprechern kommt. Laut dem Datenblatt kann der Denon mit 4 Ohm umgehen, das ist schon viel wert. Also könnten die SB285 usw. daran betrieben werden. Mein AVR würde daran scheitern. Ob dann ein Upgrade erforderlich wird, kannst du in Ruhe ausprobieren. Vielleicht gibt es im Bekanntenkreis irgendein Schwergewicht an Stereo-Verstärker, den man mal probeweise dranhängen kann? Das Ganze ist ein Prozess. Die alten Hasen hier probieren seit Jahrzehnten an ihrer Technik herum und sind immer noch nicht am Ende, wenn man mal im Forum stöbert.

      Ich habe mir für die Küche gerade die RS100 ACL gebaut, vielleicht ist das ein guter Einstieg. Preislich gut (bis spitze), Holz für etwa 30-50€ (im Moment etwas unvorhersehbare Holzpreislage) und der Klang ist erstaunlich. Reicht für Küche/Arbeitszimmer oder so für mehr als Zimmerlautstärke mit Tiefgang. Da ist dann nichts in der Magengegend spürbar, aber der Schneebesen rappelt bei mir in der Schüssel.

      Man muss sich nur trauen, anzufangen.

      Niklas

    • #60045
      Matthias (DA)

      Moin Franz,

      Nur um das ganze noch mal ins gerade Licht zu rücken. Dein AVR ist meines Wissens in der oberen mittelklasse angesiedelt und durchaus etwas gut Brauchbares.

      Auch damit wirst du mit deinen neuen Lautsprechern sehr viel Freude haben.

      Das „Problem“ ist einfach, dass die Bluesklasse Lautsprecher von Udo allesamt ziemlich weit in der oberklasse angesiedelt sind.

      Wenn es dir also darum geht für dein Geld einfach die bestmöglichen Lautsprecher zu bekommen wirst du auch mit diesem AVR deutlich besser dastehen als wenn du etwas fertiges aus dem Laden kaufst. Selbst an einem Einsteiger AVR hat meine duetta besser funktioniert als die vorigen lautsprecher.

       

      Nachdem du dann deine Lautsprecher so hast wie du es möchtest, kannst du anfangen das Potenzial weiter auszuloten.

      Entweder mit einer separaten Stereo Kette deine fronts zum Leuchten bringen, oder wenn du keine getrennte Kette möchtest, mit einem gebrauchten AVR der spitzenklasse noch deutlich mehr Musikalität herausholen.

      Aber es ist wie mit dem Bau von Rom, du musst nicht alles auf einmal entscheiden.

      Daher würde ich die Frage nach der Elektronik einfach mal ignorieren und erst die idealen Kisten für dich hinstellen. Rest kommt später.

      Was auf jeden Fall eine Überlegung wert ist, wäre es gegebenenfalls die beiden Hauptlautsprecher aktiv zu betreiben. Das spart dir das notwendige Budget für die frequenzweiche und entlastet den AVR an einer entscheidenden Stelle.

      Liebe Grüße

      Matthias

      • #60046
        Monti

        Moin,

        an eine Aktivierung hatte ich auch schon gedacht, wollte es aber nicht noch komplizierter machen, dachte ich. Aber vielleicht ist es mit einer Aktivvariante sogar einfacher. Ich habe gerade mal nach dem Node n130 geschaut. Wenn das der einzige direkte Stereo-Zuspieler ist, klappt das gut über den digitalen Ausgang.

        Aber wie Matthias schon geschrieben hat: auch mit deinem Denon wirst du Musik hören können und wenn du irgendwann Lust auf mehr hast, kannst du dich immer noch umschauen.

        Ciao Chris

    • #60060
      wirtshausarnold

      Danke für eure Kommentare!

      Habe ich das jetzt richtig verstanden, dass ich mit einer aktiven Weiche dann die volle Leistung der Boxen abrufen kann? Also sozusagen die mangelnde Leistung meines AVR’s dann keine Rolle mehr spielt? Dann würde das ja eigentlich am meisten Sinn machen. Ich will den AVR eigentlich ungern austauschen, weil mir dessen Funktionen für ein Heimkino und das Upscaling eigentlich schon zuspricht. Die Leistung ist halt das was fehlt… wenn das Problem mit solchen aktiven Weichen gelöst wäre, bin ich schon ganz Ohr für diese Option. Denn ob ich jetzt -ich habe keine Ahnung wieviel ein passender Verstärker kostet – 1000 Euro für die Aktivweichen ausgebe oder in einen zweiten Verstärker, wäre doch dann egal oder? Wenn man doch bei jeder so hochklassigen Box eine extra Weiche verbauen würde, kommt man doch meistens billiger Weg als mit einem teuren Verstärker oder wo ist da der Vorteil?

      Eine Frage zu den Frontteilen der Boxen hab ich auch noch. Ich bin mir nämlich immer noch unschlüssig, ob ich es mir fertiggefräst liefern lasse oder alles selbst mache. Die Kostenersparnis ist nämlich nach überschlägiger Berechnung deutlich geringer als ich zuerst gedacht hatte. Bei unserem lokalen Baumarkt kostet der m² MDF 19mm auch schon 32 Euro. Zwar würde ichs schon gerne selbst versuchen, aber bevor ichs doppelt und dreifach machen muss, weil ich mich irgendwo verhaue und es mir nur noch mehr Geld kostet, würds vielleicht fertiggefräst mehr Sinn machen…

      Wie ist das jetzt, wenn ich diese mit Gehrung bei Franz Thomaier machen lassen würde… müsste ich dann angeben, dass ich die Front schon vom Shop beziehe oder liefern die das von Haus aus ohne Front? Und die Front vom Shop ist ja ohne Gehrung, das passt ja dann nicht oder verstehe ich da irgendwas falsch? Ist eine Gehrung überhaupt zu empfehlen? Schaut halt schöner aus, finde ich… Und zu manchen Lautsprecher gibt es auch keine Angebote. Bspw. zu den SB285. Muss man das dann extra anfragen?

      Die Fragen werden leider nicht weniger, tut mir Leid.

      Vielen Dank schon mal an Euch für eure Hilfsbereitschaft/Geduld.

       

      Beste Grüße

      Franz

    • #60061
      Peterfranzjosef

      Hallo Franz,

      ich denke mal, dass Thomaier Standboxenbausätze mit Fräsungen für Lamellos oder Dominodübel macht.

      Somit passt alles gut zusammen und kann auch von Ungeübten problemlos und auch erfolgreich zusammengestzt werden. Hierbei handelt es sich um ein abgestimmtes Gesamtpaket, das auch nur mit seinen Bestandteilen zusammenpasst.

      Gehrungen haben den Vorteil, dass keine offene Schnittkanten entstehen, die so gut wie immer irgendwann zu erkennen sind, ausser Du hast gut gespachtelt, geschliffen, grundiert und lackiert. Dann gewinnst Du  Zeit.

      Ausserdem wird die Kistenoptik verringert.

      Am besten, auch wenns noch so juckt und der Projektstart kaum zu erwarten ist, Bauberichte lesen und Bilder anschauen. Hier gibt es viel Anschauungsunterricht zu Gehrungen, Verblendungen u.ä.

      Thomaier hat übrigens eine informative Webside. Ansonsten anfragen.

       

      Servus Peter

    • #60062
      Matthias (DA)

      Moin,

      Wenn du selbst baust, nimm die Fronten von Udo. Ansonsten alles zusammen von thomaier.

       

      Kurz Begriffsklärung:

      Ein Verstärker besteht grundsätzlich aus zwei Teilen. Vorstufe und Endstufe. Die Vorstufe muss einerseits die richtige Quelle an die Endstufe weiterleiten, beim AVR wird dort auch noch sehr viel mit dem klang gemacht und decodiert. Die Endstufe ist nur noch dafür da aus dem geringen Strom der aus den cinch Anschlüssen kommt eine Schippe drauf zu setzen damit die Pappe auch in Bewegung kommt.

      Eine weiche verteilt dann das verstärkte Musik Signal auf die unterschiedlichen Lautsprecher innerhalb einer Box.

      Leistung kommt also vom aktiven Verstärker.

      Die Module von Udo haben zusätzlich einen DSP mit dem man auch entscheiden kann welcher Lautsprecher innerhalb der Box welche Frequenzanteile bekommen soll.

      Diese aktivmodule von Udo die sowohl DSP als auch Endstufe beinhalten sind qualitativ extrem hochwertig, ich behaupte mal da kommt kein AVR unter 5000 € mit.

      Trotzdem ist es natürlich eine finanzielle Investition.

       

      Wie gesagt auch der x4700 wird erst einmal sehr gute Arbeit machen.

       

      Wenn du dir jetzt schon etwas gönnen möchtest und das Geld vorhanden ist würde ich persönlich die beiden großen Stereo-Lautsprecher aktiv machen. Den Rest als passiv Lautsprecher direkt am AVR anschließen.

      Sämtliche Lautsprecher zu aktivieren wird ziemlich teuer und bringt meiner Meinung nach nicht besonders viel Mehrwert, da die effektlautsprecher ja relativ klein sind und den Verstärker nicht sehr fordern.

      Gehrung ja, wenn komplett von thomaier. Selbst machen eher nicht als Einsteigerprojekt.

      Für meine Tante habe ich Multiplex ohne gehrung genommen, wenn man etwas plant und die Sichtkanten bewusst setzt, kann das schick werden

      Linie 54 nach Göttingen – Projekt Isolde

       

      Liebe Grüße

      Matthias

       

    • #60067
      wirtshausarnold

      Alles klar, danke!

      Genau so hätte ich es jetzt auch gedacht… also die Frontlautsprecher mit den Aktivmodulen und den Rest dann ohne. Auch wenns mehr kostet, lieber gleich was gescheites und dann halt stattdessen nur Stück für Stück aufrüsten.

      Für später dann: Welchen Subwoofer würdet ihr dann empfehlen? Ich hätte da eher an einen flacheren gedacht… also einen der sich bisschen verstecken lässt (Tisch oder Couch). Oder wo positioniert man die am besten bzw. sind solche flachen zu empfehlen?

      Beste Grüße

      Franz

    • #60070
      Matthias (DA)

      Ideal sind alle die du bei Udo im Shop findest, an besten SB, und bitte mehr Membranfläche als deine mains.

      Die Aufstellung ist unvorhersehbar und muss ausprobiert werden, ggf mit einem einfachen Probegehäuse.

       

      Bandpass lässt sich am unauffälligsten platzieren, downfire ist hier aus gutem Grund nicht zu finden

      Schau einfach mal was der Shop bietet und such dir ein paar Alternativen, dazu gibt’s dann bestimmt Rückmeldung ob es passt

       

      Matthias

    • #60071
      Monti

      Moin,

      also idealerweise stellst du den Sub zwischen die beiden Mains, da hatte in der Vergangenheit bei meinen Experimenten das Klangbild am besten eingerastet. Wenn das nicht geht weil da ein Lowboard im Weg steht, dann zumindest daneben.
      Irgendwo im Raum ist meist die schlechteste Alternative, aber das kannst du nur durch ausprobieren herausbekommen.

      Es heißt zwar immer, dass das menschliche Ohr tiefe Frequenzen nicht orten kann, das stimmt auch, leider hat jedes Chassis aber auch Obertonschwingungen in Abhängigkeit von der Trennfrequenz und die liegen dann gerne mal über 200 Hz und können bei entsprechendem Pegel geortet werden.

      Wie gesagt: probieren geht über studieren.

      Ciao Chris

    • #60072
      Peterfranzjosef

      Hallo Franz,

      solltest du bei den Mains die SB 285 oder SB 240 bauen, würde ich mal auf einen Subwoofer in dem kleinen Raum verzichten.

      Du hast dann 4x 20cm Tieftöner auf 12qm das dürfte für den Anfang ausreichen.

       

      Servus

      Peter

    • #60083
      wirtshausarnold

      Alles klar, vielen Dank an alle für die Hilfe!

      Wird sich jetzt leider bei mir verzögern das Ganze… sind jetzt kurzfristig paar Dinge hinzugekommen, die leider höhere Priorität haben. Nervt mich grad… aber dank euch bin ich jetzt schon mal wesentlich besser informiert als vorher.

       

      Beste Grüße

      Franz

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