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Okt 21 2016

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Audio-Netzwerkplayer selbstgebaut

Ich bin ein Vertreter der 70er Generation, daher habe ich den Wandel der Tonträger erlebt und mitgemacht. Von den Vinyl-Scheiben in meiner Kindheit angefangen, habe ich mich als heranwachsender Teenager mit der “compact cassette” angefreundet und mit der CD als Musik-Medium lange glücklich gelebt. Und wenn ich kein Album komplett hören wollte, dann kam das Band in der Kassette zum Einsatz. Ja, genau Mix Tapes also sowas wie eine Playlist, nur mit viel mehr Liebe und Sorgfalt zusammengestellt.

Irgendwann kam die Musik im MP3 Format und plötzlich war es egal, ob MixTape 90 oder 60 Minuten dauerte oder die verflixte CD  72 Minuten Spielzeit hatte. Heute sind MP3 Dateien DAS Tonträgermedium für den digitalen Alltag, man kann es mitnehmen oder sich auf sein Gerät streamen lassen. Wer seine Musik möglichst nah am Original genießen möchte, wird ein anderes Datenformat bevorzugen, das ohne Verlust beim Komprimieren auskommt (wie z.B. FLAC).

Nun, der Haken an der Sache ist, dass die digitale Dateien-Sammlung schneller wächst als das Vinyl-Archiv oder die Silberling-Sammlung. Dazu noch die verschiedenen Formate der Musik-Dateien und neuerdings die „High Resolution Files“, die alle möglichst sehr gut wiedergegeben werden sollen.

Eine Eierliegendewollmilchsau muss her, um der digitalen Musik-Flut Herr zu werden. Das dafür notwendige Stück Technik kannst Du fertig kaufen. Doch kann es mit dem USB Stick, der externen Festplatte und dem heimischen Datei-Server oder mit gestreamten Inhalten von Windows Phone, Eifone und Android zurecht kommen? Und auch für weniger als 100 Euro? Der audiophil veranlagte Hörer  verlangt dazu noch eine sehr gute Qualität der Wandlung der digitalen Daten in analoge Signale.

Netzwerkplayer

Abbildung 1 : Netzwerkplayer (HiFiBerry) im Heimnetzwerk

Natürlich bietet die Industrie eine recht große Anzahl von Geräten an, die sich leider immer wieder als einsame Inseln der proprietären Technik entpuppen, um  vom Hersteller nach zwei oder drei Jahren „vergessen“ zu werden. Dann klappt es plötzlich nicht mehr mit der App oder das neue Musikformat wird nicht unterstützt. Denn es gibt keine Software-Updates mehr. Damit ist das gute Stück reif für den Elektroschrott-Container.

Nun warum nicht mal einen audiophilen Musik-Netzwerk-Player selbst frickeln? Die Hardware kostet nicht die Welt und das Projekt bekommst Du in etwa 2 – 3 Stunden fertig.  Da ist manchmal das Kleben von Lautsprecherboxen schwieriger (vor allem, wenn man die Löcher selber machen muss).

Also los! Hier die Anleitung für eine HiFi Beere.

Ähm. Stop. Ich schreibe noch ein paar Wort zur Auswahl der Komponenten. Falls es Dich nicht interessiert, dann kannst Du weiter scrollen, bis zur Anleitung. Für die Auswahl der Komponenten für den DIY Network-Player ist es mir wichtig, dass diese zu Mainstream gehören. Exotische Teile haben (vielleicht) etwas, was sie besonders oder irgendwie besser macht. Doch am Ende ist es mit Ihnen wie mit den proprietären Inseln der Industrie. Das Interesse des Entwicklers erlahmt und es wird nicht mehr gepflegt und verschwindet in dem Meer der Vergessenheit.

Eine der einfachsten und weit verbreiteten Plattformen ist Raspberry Pi. Diesen Einplatinen-Computer gibt es mittlerweile in mehreren erfolgreichen Varianten: A und B, A+ und B+, 2 und die neuste Kreation ist die 3.

rb3
Abbildung 2: Raspberry Pi 3, Quelle Wikipedia, Urherber     Jose.gil

Im Prinzip reichen die ersten Versionen A oder B um Musik abzuspielen. Da der Raspberry Pi 3 derzeit am einfachsten zu beschaffen ist, wird er für den Netzwerkplayer verwendet. Natürlich braucht der kleine Computer etwas Strom, nicht viel, mit einem 5 V Steckernetzteil mit einem mikroUSB-Anschluss (wie für viele Smartphones) kann er schon versorgt werden. Ich wähle lieber ein etwas kräftigeres Modell, dass wirklich 2A bis 3A dauerhaft liefern kann, ohne dabei heiß zu werden. Denn die Hersteller der Stecker-Netzteile haben es in der Regel nicht vorgesehen, dass das Ding in 24/ 7 Betrieb läuft. Meistens geben die Hersteller der Steckernetzteile eh nur den kurzfristig verfügbaren Spitzenstrom an. Damit ist kein stabiler Dauerbetrieb möglich. Und saubere Spannung können die besseren Steckernetzteile auch.

Wer seinen DAC zu klanglichen Höchstleistungen verhelfen will, der kauft ein sehr gutes Netzteil, das die Spannung exakt einhält. Ein Beispiel dafür ist das Netzteil der Firma Tomanek. Es wurde im ADW Forum unter dem Namen „Ström“ bekannt.  Wer es kaufen möchte, der möge im ADW Forum diesen Beitrag lesen.

Auch wenn der Raspi später nur über WLAN laufen soll, für den ersten Start muss er mit einem LAN Kabel am Netzwerk angeschlossen werden. Da jeder Computer ein Betriebssystem braucht,  das auf einem Datenträger gespeichert ist, nimmt der Raspi 3 eine microSD Karte als Festplattenersatz. Das verwendete Betriebssystem beansprucht nicht viel Platz, man kommt bereits mit 4GB bestens zurecht. Da der Raspi 3 einiges an Geschwindigkeit zugelegt hat lohnt sich sogar die Investition in eine schnelle microSD Karte (Class 10). Zum Dank bootet der Raspi 3 schneller.Weil das Ziel ein gut klingender Player ist, wird noch eine Art Soundkarte benötigt. Der Kopfhörer-Ausgang eignet sich allerhöchstens, um System-Sounds in schlechter Qualität auszugeben. Die Soundkarte beim Raspi wird als DAC bezeichnet (Digital Analog Converter). Auch wenn der Raspberry Pi über USB Ports verfügt, ist ein USB DAC nicht geeignet. Die Ursache liegt in der internen Anbindung des USB Busses. Hier kommt es öfters zu Datenstau und damit zu Aussetzern beim Abspielen.

Bei  den verfügbaren DACs für den Raspberry Pi 3 gibt es eine nahezu undurchsichtige Vielfalt, meine Wahl ist auf eine Platine aus der Schweiz gefallen. Die HiFiBerry DAC+ Platine ist einer der bekanntesten DACs und wird von fast jeder Software für den Raspi unterstützt. Die Platine hat Daniel Matuschek entwickelt, der bereits früher mit seiner ausgezeichneten DIY Phono-Vorstufe für Aufsehen sorgte.

Die DAC Platine selbst ist sehr übersichtlich. Dennoch ist es Daniel gelungen, durch intelligente Beschaltung des DAC Bausteins, das Maximum an Klang raus zu holen. Klar gibt es bessere DACs, diese sind jedoch erheblich teurer.

dac

Abbildung 3: HiFiBerry DAC für Raspberry Pi A+, B+ und 3 (Quelle: HiFiBerry)

Die HiFiBerry DAC+ Platine gibt es wahlweise mit CINCH Anschlüssen, ohne Anschlüsse nur mit Lötpads oder mit 3,5mm Stereo Buchse zu kaufen. Für mich ist die Cinch Ausführung am praktischsten.

Anleitung beginnt hier

Die benötigte Hardware:
–    Raspberry Pi 3
–    5V Netzteil (und ggf. ein Kabel mit microUSB Stecker)
–    microSD Karte mit 4GB Kapazität (oder mehr, Hauptsache Class 10)
–    USB WLAN Dongle (optional, wenn das eingebaute WLAN nicht ausreichen sollte. Ich   nutze im Altbau ein Dongle mit guter Antenne: gibt es z.B. bei Amazon)
–    HiFiBerry DAC+

Der Aufbau der Hardware ist simpel: HifiBerry DAC+ Karte draufstecken (die beiliegenden Plastikabstandshalter nicht vergessen), LAN Kabel (und falls vorhanden WLAN Stick) einstecken. Für das Gehäuse reichen ein paar LEGO Bausteine. Das Netzteil wird später angeschlossen.

lego 
Abbildung 4: HiFiBerryDAC mir RaspberryPi in bekannten Bauklötzchen-Gehäuse

Wie ein Golem einen Zauberspruch auf magischem Papier in seinem Kopf brauchte, um zu erwachen, so muss auch die Hardware durch Software belebt werden.  Nun gab es für die „Aktivierung“ eines Golems eine Menge an Zaubersprüchen, genauso gibt es recht viele Software-Lösungen für Netzwerkplayer. Die mehr oder weniger bekannten Namen der verschiedenen Software-Distributionen sind:

–    Pi MusicBox
–    P Core Player
–    Volumio
–    Rune Audio
–    Max2Play (Kostenpflichtig)
–    Moode

Daniel Matuschek, der Entwickler der HiFiBerry Platine, hat die Treiber-Software für Linux gebaut. Diese Treiber haben es in die „Core“-Distribution von Raspberry Pi Linux geschafft. Damit wird die HiFiBerry Platine von fast jeder Software-Distribution „Out-Of-the-Box“ unterstützt.

Ich habe mich für „Moode Audio Player for Raspberry Pi“ von moodeaudio entschieden. Aber wer weiß, da sich alle Software-Distributionen in permanenter Weiterentwicklung befinden, kann es in der Zukunft passieren, dass ich eine andere nehme.

Nun ein wenig Magie,  damit der Netzwerkplayer zum Leben erwacht. Bitte nimm jetzt  die Tastatur und Computer-Maus, öffne einen Internet Browser und tippe Folgendes in die Adresszeile ein: http://moodeaudio.org/. Dann ein Klick oben auf „Download“. Jetzt musst Du die Zip-Datei in ein Verzeichnis deiner Wahl entpacken.

Als nächstes brauchst Du noch ein Werkzeug um Moode Player auf die microSD Karte zu installieren, denn ein einfaches Kopieren hilft hier nicht. Die entpackte Datei ist ein Foto von den Daten der SD-Karte – nein, natürlich nicht! Es ist eine bitgenaue Abbildung der Daten auf der SD Karte. Damit die einzelnen Bits exakt an der vorgesehen Stelle wieder landen, wird ein Programm benötigt, der die Bits fein säuberlich an die richtigen Stellen kopiert. Das Programm ist „Win32 Disk Imager“. Das Tool kannst Du am besten auf sourceforge.net herunterladen, dort ist immer die neueste Version zu haben. Dieses Programm muss nicht installiert werden, es reicht, es in ein Verzeichnis zu entpacken.

Die nächsten Schritte sind auch von einem Computer-Legastheniker zu bewerkstelligen. Als erstes steckst Du die MicroSD-Karte in einen passenden Slot (ggf. Adapter benutzen) am Computer. Den Dialog von Explorer/ Windows kannst Du schließen. Jetzt startest Du das Programm „Win32DiskImager.exe“ und klickst auf das Blaue-Symbol neben dem leeren Feld (unter „Image File“). Ein Datei-Auswahl-Fenster wird geöffnet und Du wählst die zuvor entpackte Moode-Datei.

Netzwerkplayer
 
Als nächstes wählst Du unter „Device“ die SD-Karte aus. ACHTUNG! Prüfe nochmal im Explorer, ob du den richtigen Laufwerksbuchstaben ausgewählt hast, bevor Du auf den Knopf „Write“ klickst!

Netzwerkplayer
Beim Schreiben der Daten wird auf dem ausgewählten Laufwerk ALLES überschrieben. Die gleiche Frage, wird Dir auch „Win32 DiskImager“ stellen. Nachdem die Daten erfolgreich auf die microSD-Karte geschrieben worden sind, kannst Du erstmal im Windows unten rechts, den Punkt „Hardware sicher entfernen“ ausführen, bevor Du die Karte rausnimmst.

Hier die Zusammenfassung der benötigten Software und Tools:

–    Moode Image Datei
–    Win32 DiskImager

Jetzt bitte den Erweckungs-Zauber, nee, die beschriebene microSD Karte in Raspberry Pi mit HiFiBerry DAC einstecken. Vergiss bitte nicht, den Rasberry Pi 3 mit einem LAN Kabel mit deinem Router zu verbinden. Nun darfst Du die Stromversorgung anschließen und dem Blinken der LED’s auf dem Raspberry Pi eine Weile zusehen. Nach ein paar Minuten gehst Du zu deinem Rechner und öffnest einen Internet-Browser deiner Wahl (Internet Explorer, Chrome oder Firefox oder …)

Die Browser haben oben ein Adressfeld. In diese Adresszeile tippst Du “http://moode” ein. WICHTIG! Hinter moode darf nichts stehen (weder ein „.org“ noch was anderes)
Jetzt drückst Du auf „Enter“. Wenn alles geklappt hat öffnet sich diese Seite:

Netzwerkplayer
 
Falls es nicht auf Anhieb geklappt hat, nicht verzagen. Oft klappt die Namensauflösung nicht richtig. In diesem Fall musst Du die IP Adresse von deinem Moode-Player auf deinem Router (SpeedPort, Easybox, Fritzbox usw.) nachschlagen. Dann gibst Du statt “http://moode” z.B. “http://192.168.200.212” ein (Beispiel aus meinem Heimnetzwerk, dein Moode Audio Player hat eine andere IP-Adresse!).

Bevor Du Musik hören kannst (Cinch-Kabel schon angeschlossen?),  musst Du noch ein wenig Konfigurationsarbeit leisten. Aber auch das ist sehr einfach! Oben, in der rechten Ecke ist der Knopf für das Menü. Wenn Du drauf klickst, erscheint Du diese Auswahl:

Netzwerkplayer
 
Mein erster Schritt ist der Punkt „Configure“. Dann zeigt sich diese Auswahl:

Netzwerkplayer
 
Der erste Schritt ist der Klick auf „System“. Hier stellst Du ein, dass der HiFiBerry DAC+ die verwendete Soundkarte ist. Einfach aus der Liste den HiFiBerryDAC auswählen. Nebenbei kannst Du die Zeitzone und den Namen für den Player setzen. Immer schön einzeln, denn der „SET“ Knopf gilt immer nur für EIN Eingabefeld.

Netzwerkplayer
 
Das ALSA Volumen kannst Du auf 100 setzen, wenn Du einen HiFiBerryDac+ hast. Ansonsten lass es auf dem voreingestellten Wert stehen. Die Steuerung der Lautstärke erfolgt per Software. Den Unterschied zwischen Software- und Hardware-Steuerung kannst Du hier nachlesen.

Danach scrollst Du im Fenster einige Einträge weiter runter. Dort kannst Du unter dem Begriff „Services“ einstellen, ob der Moode Player Empfänger für Airplay oder UPnP ist (Ob „und“ geht, habe ich nicht probieren können. Hier kannst Du selbst experimentieren). Damit kannst Du von deinem Smartphone im gleichen WLAN/LAN Musik auf den Moode Player streamen. Mit einem Apple iPhone 6 hat das Airplay bei mir ohne Probleme funktioniert. Den Namen für deinen Moode Airplay kannst Du selbstverständlich selbst wählen. Als nützlich hat sich erwiesen „Airplay metadata“ einzuschalten. Dann wird (sofern im Stream vorhanden) das Cover im Moode Player angezeigt.

Wenn Du ein Gerät mit Android hast, dann ist der Schalter UPnP/DLNA auf on zu stellen. Allerdings brauchst Du auf deinem mobilen Gerät noch eine passende Abspiel-App, die UPnP kann.

Netzwerkplayer
 
Nach dem Setzen der Settings empfiehlt sich ein Neustart. Dazu in der oberen rechten Ecke die drei Balken anklicken und „Restart“ auswählen.

Netzwerkplayer
 
Der Neustart dauert bei mir ein paar Minuten – Zeit genug, um mir einen frischen Kaffee zu gönnen. Bei der Gelegenheit schau ich auf meiner Fritzbox nach, dass das Häckchen bei „Diesem Netzwerkgerät immer die gleiche IPv4-Adresse zuweisen.“ gesetzt ist. Dann muss ich nicht jedes Mal nach der neuen IP Adresse suchen.

Als nächstes:

Netzwerkplayer
 
Meine Erfahrung ist, dass es bei der Nutzung von WLAN zu Aussetzern kommen kann. Hier hilft ein größerer Daten-Buffer. Du kannst selbst experimentieren, welche Werte bei Dir am besten funktionieren.

Netzwerkplayer

Zum Schluss nicht vergessen nach oben zu scrollen und „Apply“ zu drücken.

Der nächste Punkt auf der Arbeitsliste ist die Einrichtung von WLAN (falls gewünscht und vorhanden). Das WLAN hat einen weiteren „audiophilen“ Aspekt. Wie Daniel Matuschek durch Messungen festgestellt hat, bringt das LAN Kabel etwas Sauerei in das Ausgangssignal. Also wech damit! Im Menu den Eintrag „Network“ auswählen und wenn ein USB-WLAN Adapter eingesteckt ist, erscheint unterhalb vom „ETH0“ Balken (LAN-Kabel) ein „WLAN0“ Balken. Das WLAN Passwort eingeben (WPS geht hier nicht) und auf „Save Profile“ klicken.

Nun hast Du auch WLAN eingerichtet. Das LAN Kabel kannst Du aber noch nicht abziehen! Das WLAN wird erst nach einem Neustart OHNE LAN-Kabel aktiv.

Wenn Du möchtest, kannst Du jetzt direkt einen USB Stick mit Musik oder eine USB-Festplatte mit eigener Stromversorgung (eigenes Netzteil) anschließen. Je nach Größe der Musiksammlung dauert es eine gewisse Zeit, bis unten links die Schaltfläche „Library“ zur Verfügung steht. Deine Musik findest Du über die große Schaltfläche „USB storage (1)“

Netzwerkplayer

Du siehst auf der rechten Seite jeder Zeile drei kurze Balken. Wenn Du darauf klickst kannst den Inhalt einer Zeile (ein Lied oder ein Ordner) zu der Playlist hinzufügen.

Netzwerkplayer
 
Die USB Sticks fassen große Mengen Musik. Doch richtig viel Platz gibt es nach wie vor auf Festplatten. Die aktuellen Router verfügen meistens über mindestens eine USB Buchse, oft sind es mehr. Du kannst eine USB Festplatte dann an deinem Router anschließen und auf den Inhalt über das Heimnetzwerk zugreifen oder vielleicht hast Du eine NAS Kiste. Dann schau dir die nächsten Schritte an, um zu lernen, wie Du die Musik von NAS in den Netzwerkplayer einbinden kannst.

Im Menu oben rechts wählst Du „Sources“, dann kommst Du auf die nachfolgende Seite.
Ich habe meine Musiksammlung in meinem Heimnetzwerk auf einer Netzwerkfestplatte abgelegt. Damit diese auch im Moode Player verfügbar wird, klicke ich Oben Rechts auf die drei waagerechte Balken und wähle „Configure“ aus. Als nächstes klicke ich auf „Sources“. Um ein weiteres, neues Musikverzeichnis hinzuzufügen, klickst Du bitte auf „NEW“.  Es wird dir ein Formular zur Einrichtung angezeigt. Für „Source name“ kannst Du irgendwas eintragen, doch ist es praktischer, wenn im Verzeichnis hauptsächlich Rock-Bands sind, den Mount z.B. „Rockiges“ zu nennen. Das „Fileshare protocol“ solltest Du belassen wie es ist. Unter „IP adress“ trägst Du die Adresse von deinem NAS ein (wenn Du nicht weißt, welche Adresse es hat, dann musst Du das auf deinem Router nachsehen). In „Remote directory“ trägst Du Netzwerkpfad zu deinem Musikverzeichnis z.B. “\\Musiksammlung\Rock”.

Wenn Du mit der Eingabe fertig bist, klickst Du bitte auf „SAVE“. Jetzt musst Du nur noch warten, bis die HiFi Beere die Bibliothek erstellt hat, danach kannst Du aus deiner Sammlung was zum Abspielen auswählen. Die Einrichtung geht schnell. Der Screenshot ist schon fast selbsterklärend.

NetzwerkplayerNetzwerkplayerNetzwerkplayer

Die paar Stunden Zeit für die Frickelei haben sich doch gelohnt. dein Audio-Netzwerkplayer muss sich nicht vor seinen kommerziellen Freunden verstecken. Du hast mit einem überschaubaren Aufwand einen Player gebaut, der sicher ein langes Leben hat und nicht mit dem Erscheinen neuer Hardware-Version obsolet wird. Dein Player hat noch einen Vorteil: Wenn Dir das Bedienungskonzept oder Farben nicht mehr gefallen, eine zweite microSD  zum Spielen kostet fast nix und es gibt noch andere Software… (Die erste legst Du zur Seite, falls das Experiment mit neuer/anderer Software scheitern sollte, kannst Du quasi mit einem Handgriff auf das vorherige, lauffähige System wechseln)

Peter Gawrych
aka Rincewind

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49 Kommentare auf "Audio-Netzwerkplayer selbstgebaut"

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Henning
Mitglied

Ich finde den entsprechenden Thread nicht mehr. Ich bitte um Vergebung. ABER morgen oder übermorgen schlagen mehrere Tomanek-Netzteile hier auf. Drei sind abzugeben. Bitte PN bei Interesse.

Gruß, Henning

Joschi
Mitglied

Hallo.
Erstmal vielen Dank für so einen tollen Bericht. Beim durchlesen ist mir so der Gedanke kommen ob das alles nicht ohne Netzwerk gehen könnte?
Also eine kleine 2TB Festplatte USB 3.0 ohne eigene Stromversorgung an den Berry mit Dac und ab an Verstärker. Aber wie die Titel wählen. Logitech Fernbedienung mit Displays? Oder geht es alles nur über das Netz?
Viele Grüße Joschi

Michael
Mitglied

Hallo Joschi,

bei Einsatz einer Festplatte (Ich habe eine WD 2,5″ die geht) würde ich aber immer einen Aktiven USB Hub empfehlen. So wird die Platte von dort mit Strom versorgt und die Versorgung vom PI entlastet. Lässt sich ja alles schön mit in das Gehäuse verbauen. Ein Touchscreen ist immer eine tolle Sache. Der 7″ hat eine super Größe. Da können die Gäste auf der Party auch mal selber ihre Titel auswählen.

Gruß Michael

sirstrom
Mitglied

Hallo Joschi,
du hast vollkommen Recht. Das 7 Zoll Touchscreen ist eine tolle Sache und auch die Größe finde ich sehr gut.

Kleiner Hinweis dazu, weil wir schon darüber reden. Meinen Player habe ich als klassische Hifi-Komponente gebaut. Display senkrecht in der Front. Das sieht ganz gut aus und ist für meine Zwecke auch so gut, weil ich hauptsächlich über Laptop bediene.

Die Bedienung am Gerät ist aber leider für mich nicht so komfortabel. Ich habe einen ungünstigen Winkel, weil mein Gerät momentan recht niedrig steht und ich quasi von oben bediene. Oder ich muss runter und eine Kniebeuge machen.

Ich rate also dazu gut zu überlegen, wie das Gerät später genutzt wird und wie man das Display für die Nutzung optimal einbaut.
Einige käuflich zu erwerbende Geräte haben ein kleines Display oben im Deckel. Bedienung über Tablett oder Smartphone.

Ich werde mir irgendwann auch noch ein kleines Tablett zulegen. Im Moment bediene ich hauptsächlich über Laptop.

Ein kleines Problem habe ich noch. Der Touchscreen funktioniert mit Volumio recht gut. Ich kann aber am Gerät selber noch keine Suche ausführen, weil ich dort keine virtuelle Tastatur habe. Ich hoffe, dass ich das auch noch hin bekomme. Dann wäre es auch als Stand-Alone-Gerät perfekt.

Gruß Uwe

sirstrom
Mitglied

Hallo Joschi,
das geht auch ohne Netzwerk. Ob die Festplatte über USB genug Strom bekommt ist noch eine Frage der verwendeten Platte.
Mit einem USB Stick habe ich es schon ausprobiert. Geht.
Bei meiner Konfiguration dauert der Start aber länger, weil der Player erst ein Netz sucht. Erst nach einer Zeit geht es dann ohne Netz weiter. Ist aber sicher nur eine Frage der Konfiguration des Systems.
Gruß Uwe

Audicz
Mitglied

Hallo Rincewind,
Vielen Dank für den Bericht und die gegebenen Hinweise. Leicht zu verstehen und selbst für mich als Metaller nachvollziehbar. Ich habe fertig!
Bei mir wurde es ein “stand alone” Gerät mit Gehäuse und eingbautem 7″ Monitor, Pi 3, Dac+ Pro und Tomanek Netzteil. Jedoch habe ich RuneAudio gewählt wegen der Displayunterstützung.
Spotify streaming und Musik von Platte funktioniert einwandfrei. Hinzu kommt, daß man mit Tablett und Mobiltelefon die gleiche Oberfläche und Eingabemöglichkeit hat wie am Gerät selbst.
Die insgesamt investierten ca. 250 EUR ist es auf jeden Fall wert. Wie gut sich das Gerät gegen die auf dem Markt erhältlichen, mindestes doppelt so teuren, auf dem Pi basierenden Fertigprodukten schlägt, sei noch herauszufinden.
Ich bin jedenfalls glücklich meine gespeicherte Musik adäquat abspielen zu können.

Gruß Dino

n8flieger
Mitglied

Hey Dino,

schön zu wissen, dass es viele weitere Nachahmer gibt. Ich hab mich zur Zeit gegen ein Display entschieden, aber wer weiß…

Um die Interne HD über Netzwerk mit Daten zu füllen, sei es vom Mac oder iPhone bzw. iPad, brauchte es nicht viel. Meine USB Festplatte heißt sinnigerweise Musik.

smb://moode/usb/musik

Damit hatte ich dann im Finder einen Server eingerichtet. Und in diversen Apps klappt das auch.

Mach mal von deinem Player ein paar Bilder, bitte. Ist immer spannend, wie das Design gewählt und umgesetzt wird.

Gruß Enrico

Audicz
Mitglied

Und ich wollte noch ein P.S. machen…na dann jetzt halt:
P.S. Fotos folgen
Gerne doch, Dino

Alechs
Mitglied

Hallo.
Bei mir wird eine Fehlermeldung angezeigt. Ich hab einen USB Stick an meiner Fritbox 7360 und möchte diese als NAS nutzen. Was muss ich denn als IP Adresse eingeben? 192.168.178.1? Mit der funktioniert das nicht..
Bei Remote directory muss ich den Ordnerpfad von der NAS eingeben? Also zum Beispiel / fritz.nas / SanDisk-UltraFit-01 / Musik?

Username und passwort braucht man nicht?
Alex

Udo Wohlgemuth
Webmaster

Hallo Alechs,
das kann man dir sicher besser im Fritzbox-Forum beantworten.

Gruß Udo

sirstrom
Mitglied

Hi Leute,
bei mir läuft mittlerweile der Pi 3 mit Hifiberry DAC + Pro und Thel Doppelnetzteil.
Den Pi und den DAC habe ich mit Flachbandkabel getrennt und jeweils mit einer separaten Versorgungsspannung versehen.

Als Software habe ich Volumio mit Spotify-Plugin am Start (Spotify Premium).
Die Software gefällt mir optisch sehr gut hat aber noch ein paar kleine Macken. Insgesamt von der Bedienung her zufriedenstellend.

Vom Klang bin ich schwer begeistert. Und zwar so sehr, dass ich ein zweites Gerät in Planung habe. Wie der Zufall es wollte habe ich dann auch noch Rincewind bei Udo im Laden getroffen. Natürlich sind wir auch auf das Thema Netzwerkplayer gekommen. Und dann hat Peter doch wirklich gerade noch ein Ström Netzteil zum Verkaufen gehabt. Ich sofort zugeschlagen. Danke noch einmal an Peter.

Noch ist Alles ein fliegender Aufbau. Die Gehäuse sind aber in Arbeit (: Das wird zwar noch ein wenig dauern. Werde dann aber wieder berichten.
Hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass der Klang mit einem gutem Netzteil noch mal ordentlich zulegt?

Lasar
Mitglied

Hallo sirstrom, wie machst du das bei den pis mit dem Ausschalten? Stecker raus oder sauber runterfahren?

Gruß Lasar

Ollum
Mitglied

Hallo Lasar, auch wenn ich mich wiederhole (hab ich hier schon mehrmals ungefragt gepostet): der picoreplayer läuft zu 100% im RAM, kann man einfach z.B. per fernsteuerbarer Steckdose ausmachen, ohne das es den Raspi stört. Läuft bei mir momentan in 5 Zimmern als multiroom.

Voodoomamajuju
Mitglied

Ich bin zwar nicht sirstrom, antworte aber trotzdem mal: Volumio sollte nach Möglichkeit immer sauber runtergefahren werden, da sonst das System auf der SD korrumpieren kann (kann, nicht muss). Das geht bspw. übers WebUI aber sehr fix.

Alternativ einfach durchlaufen lassen oder ein System verwenden, dass aus dem Arbeitsspeicher und nicht aus der SD lebt…

sirstrom
Mitglied

Ja, fahre das System möglichst immer sauber runter. Dauert wirklich nicht lange. Schätze mal so drei bis vier Sekunden. Auf dem Display am Gerät kann ich erkennen wann das Raspi damit fertig ist und kann anschließend mit dem Power-Schalter stromlos schalten.

Lasar
Mitglied

Ok, dachte ich mir schon.
Hatte Mal so ein usv Ding, aber das ist wohl nicht so einfach mit hifiberry.
Nun, schauen wir mal.
Danke für die Antwort

n8flieger
Mitglied

Hallo Leute,

Vor 3 Stunden den Raspi mit Hifiberry Pro ausgepackt, installiert und angeschlossen. Läuft zum testen mit dem iPad-Ladegerät. Klappt soweit und ich surfe durch die Songs und freue mich.
Nun warte ich noch auf mein Netzteil ( Kniel CÜ 5.3), dann geht es weiter.

Gruß Enrico

n8flieger
Mitglied

So….

Netzteil ist da, läuft soweit gut. Alles erstmal fliegend verdrahtet zum probieren (außerhalb jeglichen Zugriffs – wegens der Sicherheit).

Nach anfänglicher Probe mit diversen Festplatten (brauchen ALLE eine eigene Stromversorgung) und Sticks, will Moode einfach keinen Stick mehr erkennen.
Ich rätsel noch. Airplay klappt einwandfrei, das ist schon mal sehr gut.

Grüße
Enrico

Alechs
Mitglied

Hallo.
Der Pi braucht keine Kühlkörper? Wird oft angeboten, wenn man ein Gehäuse kauft..

Alex

sirstrom
Mitglied

Hallo Alex,
ich habe vor den Pi im Dauerbetrieb zu betreiben. Deshalb hab ich mir die Kühlkörper dazu gekauft. 3,99 € im Raspi Shop.
5V und ca. 0,5 A sind ca. 2,5 W Verlustleistung. Nicht wirklich viel. Habe aber trotzdem ein besseres Gefühl dabei.
Gruß, Uwe

BigBernd
Mitglied

Hallo Rincewind,

danke auch von mir für den Bericht. Er war der Ruck, den ich gebraucht habe, um das Thema umzusetzen. Was soll ich sagen?! Läuft bei uns! …und zwar hervorragend!

Viele Grüße BigBernd

sirstrom
Gast

Hallo Miteinander,
nachdem ich nun einen Raspberry Pi 3, eine Hi-Fi Berry DAC+ Pro, eine 8 GB Mikro SD Karte (zwei weitere sind bestellt) sowie ein für die Kombination erworbenes Steckernetzteil mein eigen nenne, kann ich den ersten kleinen Erfahrungsbericht geben. Und einen interessanten Hinweis auf die Stromversorgung.

Volumio habe ich zum Laufen gebracht. Leider habe ich so leichte Probleme mit der WLAN-Konfiguration. Alles andere ist wirklich einfach gewesen. Aber das mit dem WLAN wird das auch noch werden. Liegt ein meinen noch nicht vorhandenen Kenntnissen der Internet- und Router-Adressierung. learning by doing ist hier angesagt.

Die Soundqualität mit dem DAC + Pro ist wirklich richtig gut. Um Welten besser als mit dem Bluetooth Modul. Das Ganze mit voreingestellten Sendern von Volumio Internetradio getestet. Aber da scheint ja noch mehr zu gehen!
Siehe auch http://www.cnc-eigenbau.de/

Heute bin ich auf diese sehr interessante Seite im Netzt gestoßen.
Ich hoffe man darf so einen Link hier veröffentlichen. Ansonsten bitte ich um einen Hinweis Eurerseits damit ich Udo um Löschung des Beitrages bitten kann.

Unter anderem hat der DIY Kollege dort auch einen Netzwerkplayer mit dem Raspi aufgebaut, der meine Hochachtung bekommt.
Das dort verwendete Netzteil kostet zwar 109 €, dürfte aber vielleicht eine erwähnenswerte Option sein. Der Kollege hat viele Netzteilkombinationen getestet. Auch der in dem Projekt gewählte Ausbau und die anschließende Ausführung sind einfach sehenswert.

Auch die Anderen Projekte sind mal einen Blick wert. Duetta Top, Röhrenverstärker, Transistorendstufe symAsym …. Ja, der weiß was gut ist!

Der Netzwerkplayer ist wirklich gelungen. Ist Irgendwie das Teil was ich auch bauen möchte. Hatte ich auch vorher schon stark drüber nachgedacht und auf die unendliche DIY Liste geschrieben. Alles in einem Gehäuse, sauber verkabelt … OK, das aber später. Erst mal die Grundvariante des Raspi zum Laufen bringen, dann (Richtig, da war doch noch was) die Duetta fertig stellen. Und dann ist auch noch Zeit.
Morgen geht es noch mal vertieft in die Max2play Konfiguration auf einer neuen SD Karte.
Wenn der Player dann mal anständig über Smartphone funktioniert geht es weiter mit dem Projekt Duetta. Dort ist die Lackierung der Füße gründlich in die Hose gegangen. Also nochmal von vorne. Aber dazu dann mehr an anderer Stelle hier im Forum.

Viele Grüße, Uwe

sirstrom
Gast

Hi Rincewind,
vor ca. einem halben Jahr war ich in Hannover bei Thomas zum letzten Event das ich besucht habe. Thomas hatte zwei Geräte vor Ort, die meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatten: Sonos connect und sonos connect amp. An diese beiden Geräte haben wir dann viele von Udos Lautsprecherbausätze angeschlossen.
Hörte sich recht gut an.

Auch die Bedienung über Tablett oder Smartphone hat Spaß gemacht. Zugriff auf Spotify, Festplatte und Internetradio war möglich. Der „Haben-Faktor“ ist schon sehr groß. Und wird immer größer. Also wird im Netzt recherchiert und geguckt und gelesen und ….

Aber: da war doch was! Der Peter hat da doch so ein Projekt eingestellt! „Audio-Netzwerkplayer selbstgebaut“ Sehr schönes Projekt. Nur habe ich mich da noch nicht dran getraut. Nicht weil ich mir das nicht zutraue. Ich bin mir einfach nicht sicher, ob ich damit ein Gerät zusammenschraube dass meinen Ansprüchen letztendlich gerecht wird.

Folgende Kette habe ich dabei im Kopf:
Netzwekplayer – Sansui SIX – Duetta

Gut: mit dem Sonos Connect als Fertiggerät für 350 € wird man auch nicht allzu viel verkehrt machen. Aber die Frage kommt schon, ob man damit klanglich gegenüber dem Raspberry Pi aufrüstet.
Bei weiteren Recherchen bin ich dann auch noch auf den Bluesound Node 2 für 550 € gestoßen. Der hat nun wirklich vorzügliche Kritiken im Netzt. Der Preis ist dafür aber auch ein wenig höher. Da lohnt sich der Selbstbau schon sehr.

Also: Hand aufs Herz. Wie schätzt DU / Ihr die Sachlage ein? Was würdest Du / Ihr mir raten?

Bin gespannt auf eine Antwort.

Liebe Grüße, Uwe

KTM-Tod
Mitglied

Hallo Uwe,

bei mir laufen 3 Geräte mit Max2play. Gerade beim Raspi 3 hatte ich das WLAN nicht zum laufen bekommen. Raspi 2 mit WLAN Stick keine Probleme.

Gruß Torsten

Vadder
Webmaster

Captchatest für den redaktionellen Teil

Michael
Mitglied

Ein Hallo an die Freunde von Netzwerkplayern mit dem Raspberry Pi,

eins verstehe ich nicht. Ihr habt stellenweise Verstärker und Lautsprecher deren Summen in Euronen nur schwer zu schätzen sind, aber ein Paar Euronen für die Software eures Netzwerkplayers ist nicht mehr drin? Ist kein Vorwurf, aber ich empfehle jedem mal Max2Play zu testen. Da geht es permanent voran. Es wird entwickelt und weiterentwickelt, der Support passt. Bei einem 5 Jahres Abo sind das 6,- € im Jahr. Für mich die beste Software die es zur Zeit gibt. Man kann auch gratis testen, hat dann nur nicht alle Plug-Ins zur Verfügung. Also, mal anschauen lohnt sich.

Gruß Michael

Henning
Mitglied

Die ersten Installationen von Max2Play haben bei mir gemobbt. M2P war sogar die erste Distribution die ich nach Runeaudio ausprobieren wollte. Eben weil ich mir guten Support versprach, der natürlich auch etwas kostet. Irgendwas war mir da aber sauer aufgestoßen, so dass ich anderes angetestet habe. Wie auch immer…den Leuten ausgerechnet hier Geiz zu unterstellen halte ich für etwas gewagt.

Und wie kommst Du generell darauf, dass sich die Leute hier Max2Play nicht angeschaut haben? Schließlich wurde in einem verwandten Forum kräftig auf diese Distri hingewiesen. Mit diversen Videos.

Gruß, Henning

Michael
Mitglied

Hallo Henning,

ich wollte niemanden Geiz unterstellen, da hast du was falsch verstanden. Bisher hab ich zu Max2Play immer nur gehört, die nehmen Geld für ihre Software und können nicht mehr wie andere. Die haben sich allerdings sehr gemausert und können heute verdammt viel. Um zu sehen was die Software kann, sollte man wirklich mal eine Version ausprobieren. Mehr wollte ich nicht anregen.

Hoffe ich hab niemanden auf den Schlipps getreten.

Gruß Michael

Henning
Mitglied

Hi Michael,

alles gut… Zu gegebener Zeit werde ich auch Max2Play noch ne Chance geben. Ich doktore mir gerade eine Einkaufsliste für eine Lösung mit Touchdisplay zusammen, da könnte Max2Play auch wieder eine Anregung sein. Zugegebenermassen hatte ich mit M2P schon innerlich abgeschlossen und bin eigentlich nicht unzufrieden, dass du die Distribution der Vollständigkei halber nochmal ansprichst 🙂

Gruß, Henning

Henning
Mitglied

Update meinerseits.

Auch mit einer neuen Installation auf einer frischen SD-Karte, wollte moodeaudio den PiFi-DAC keinen Ton entlocken. Erst als ich ALSA auf 100% gestellt hatte gings klangmässig los. Warum auch immer.

Auch moodeaudio kann mit einem alten Ipad 1 bedient werden.

Ob Runeaudio, Volumio oder moodeaudio benutzen scheint mir vor allem Geschmackssache zu sein. An Volumio gefällt mir die reibungslose Installation und die Möglichkeit das Frontend aufzuhübschen. Moodeaudio hat einige Features die mir gefallen, wie die Play History und die Darstellung der Datenbank. Allerdings finde ich bei moodeaudio keine Möglichkeit Streamingdienste einzubinden. Das ist mit Spotify bei Volumio sehr schön gelöst (wenn mir Tidal noch lieber wäre 🙂 )

Bei moodeaudio gefällt mir gerade die Radioauswahl sehr gut, das ist bei runeaudio über Dirbel eher bäh.

Allerdings kann man bei runeaudio und Volumio seine eigenen Internetradios hinterlegen, bei moodeplay finde ich dieses sinnvolle Feature leider nicht.

runeaudio entwickelt sich derzeit eher träge, was ziemlich nervt. Die Streamingunterstützung ist hakelig und auch auf Spotify beschränkt. Auch hängt sich runeaudio gerne mal auf, wenn man das NAS nicht einschaltet, weil man nur mal über Airplay streamen möchte. runeaudio lässt sich nicht mit einem alten Ipad bedienen, was mich sehr stört, weil hier eben noch ein solches sein Gnadenbrot für diesen Job bekommen sollte.

Das Einlesen der Musik vom NAS dauert bei allen Kandidaten ähnlich lange.

Fazit: Die runes werden durch Volumio und moodeaudio ersetzt.

Sollte ich irgendwo Plugins oder Konfigurationsmöglichkeiten übersehen haben, bitte ich um Tipps. Danke.

Und nochmal Danke an Peter für den anregenden Beitrag, Henning

Henning
Mitglied

Update: Radiosender bei moodeaudio einrichten geht und zwar im Kontextmenue der Radiostationen – allein wiederfinden tue ich meinen Sender nicht 🙂

Peter?

dieter1509
Mitglied

Hallo Peter,
jetzt bemerke ich erst, daß ich durch deine Anregung (Beitrag vor einger Zeit auf dem IT-Forum) mir auch schon mit einem RasPi2+ und PiFiDac einen Netzwerkplayer zusammengebastelt habe. Läuft mit Volumio2 sehr gut.
Vielen Dank für den sehr guten Beitrag mit dem das ein Kinderspiel war.
Gruß Dieter
PS: Wenn ich das am Dienstag, bei dem Besuch in Udo’s Laden schon geschnallt hätte, wäre ein persönliches Dankeschön möglich gewesen.

Henning
Mitglied

Sehr schöner Beitrag Peter.

Obwohl alle von Dir genannten Distris die gleiche Engine benutzen und in den verschiedenen Forks ihre Schwerpunkte setzen, bleibt zu erwähnen, dass Volumino 2.001 noch von dem Ipad 1im Browser (ich habe so ziemlich alle Browser ausprobiert) zu bedienen ist. In Verbindung mit der Mona 2.1 war mir das wichtig.

Der Hifiberry Dac+ Klon namens PiFi-Dac läuft übrigens allererste Sahne mit der gleichen Konfiguration unter Rune und Volumio.

Gruß, Henning

Michael
Mitglied

Hallo Peter,

da wünsche ich dann viel Spaß. Ist eine feine Sache so ein selbstgebauter Netzwerkplayer. Meiner läuft gerade auch. Ich denke im Augenblick auch gerade darüber nach ob sich ein CD-Player noch lohnt, oder ob man alles über den Player macht. An sich macht er alles was ein CD-Player kann, nur noch viel mehr.

Hast alles schön beschrieben, hoffe jetzt schlagen viele Los.

Gruß Michael

PS: Ich hab mal in die Elektonik-Gallerie ein Bild von meinem Player hochgeladen.
Vielleicht hat ja mal einer Lust auch in diese Richtung zu gehen.

Udo Wohlgemuth
Webmaster

Mensch Michael,
das Ding sieht ja toll aus!

Gruß Udo

Michael
Mitglied

Danke Udo,

das Holz ist dreimal so alt wie ich, und ich bin schon über 50. Altes Design mit neuer Technik. Ich brauch halt immer was zum basteln. Ist Medizin für mich.

Michael

HaZu
Mitglied

Schön und verständlich geschrieben! habe ähnliches in der Küche laufen. Vielleicht lässt sich noch ergänzen, dass sich das Ganze auch super übers Smartphone mit MPDroid (Android) oder MPod (iOS) steuern lässt.

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