Satori BelAir 71 – der Beginn einer neuen Liebe

Es traf mich hart und eher aus heiterem Himmel. Die Planungen für das diesjährige Weihnachtsgeschäft waren abgeschlossen, die notwendigen Warenmengen bestellt, das Lager aufgeräumt und empfangsbereit. Da zeichnete es sich ab, dass Eton für dieses Jahr keine Chassis mehr liefern kann. Allgegenwärtige Engpässe bei Zulieferern wurden mir als Gründe genannt, ich war am Boden zerstört. Nun, Weihnachten kann ich abschreiben, Kopf in den Sand und durch. Aber nein, das ist nicht meine Art, mit unverhofften Problemen umzugehen.

Bisher war ich in der glücklichen Lage, keine Alternativen zu meinen bekannten Spitzenprodukten suchen zu müssen. Ja, es gab welche. Doch warum soll ich in meinen alten Tagen noch Neues für den häuslichen Musikgenuss erfinden, wenn ich alles habe, was die Welt braucht? Als Mensch bin auch ich von Natur aus faul, was sich nicht rächt, solange alles im gewohnten Gang bleibt. Die nun plötzlich eingetretenen  Änderungen verlangen allerdings augenblicklich nach Bewegung. Also raus aus der Komfortzone, was wird gebraucht?

Klar, ganz oben steht ein Airmotion-Transformer, davon gibt es mittlerweile viele. Jedoch muss er sich am ER4 messen lassen, der seit mehr als 20 Jahren die Krone meiner Schöpfungen darstellt. Lang musste ich nicht suchen, obwohl die Messlatte ganz weit oben lag. Aus bereits genannten Gründen von mir unbeachtet, hat SBAcoustics vor Kurzem seinen AT60NC-4 auf den Markt gebracht. Ich kenne und schätze seit Jahren die Arbeit von Ulrik Schmidt, der dieses Chassis entwickelt hat. Schnell mal zwei bestellt, die muss ich doch mal testen. „Oh, sind die aber klein“ war mein erster Gedanke, als ich sie drei Tage später in den Händen hatte. Bei genauerem Hinsehen betraf das jedoch nur die äußeren Abmessungen, die schallabstrahlende Membran selbst hat bei mehr Breite und weniger Höhe die gleiche Fläche wie der ER4. Das hat mir schon mal sehr gefallen. Mit 238 Euro ist er zwar kein ausgesprochenes Sonderangebot, aber trotzdem nur halb so teuer.

Im Nu war eine Platte für die Messwand gefräst, der AT 60 eingeschraubt und durchgemessen.

Eigentlich hätte ich mir die Mühe sparen können, denn die Darstellungen auf der SBAcoustics-Seite sehen kaum anders aus. Lediglich das dritte Diagramm erzählt mir, dass ich mit dem AT60 den bisher klirrärmsten Hochtöner auf meiner Normwand hatte.

Neugierig wie ich nun einmal bin, fragte ich umgehend bei SB an, welchen Gründe es gab, überhaupt einen AMT zu erschaffen. Ulrik antwortete mir kaum eine Stunde später:

„Hi Udo,
there is not much to elaborate on this, I think.

We found that we needed this type of driver in our product range. We are not a big player in this area, and this type of tweeter differs from what we normally do or have a lot of experience with.

At first glance, the AT60NC-4 is a pretty basic AMT, though it comes with a detachable cosmetic faceplate to give it a distinct appearance (you can use it with or without – the difference in frequency response/dispersion quite insignificant).

We soon learned that we needed to design a dedicated rear chamber with damping to be able to control the otherwise characteristic (and audible) resonances of this type of diaphragm. To fully achieve this, we also needed to treat the Kapton® diaphragm itself. We tried a lot of different things. It needed to be effective and consistent. Eventually, we had to have a special damping glue developed for this purpose – one that would do the job right and keep sticking properly to the foil over time and under different conditions. We couldn’t add too much mass or increase stiffness of the folded diaphragm, as sensitivity and bandwidth would suffer, so we had to figure out where to apply the damping (glue) for the most optimum result. Therefore, the coating is only applied in certain critical areas on the diaphragm (you may be able to see this if you hold it against the light and turn it slowly from side to side).

Clearly, the challenge with this driver was to get rid of the unwanted resonance without impairing dynamics – it’s a balancing act. We could have added more damping in the chamber to make the response curve look even nicer – but it didn’t sound better.

Best regards
Ulrik“

Was soviel heißt wie:

„Hallo Udo,

Ich denke, dazu gibt es nicht viel zu sagen.

Wir haben festgestellt, dass wir diese Art von Treiber in unserer Produktpalette brauchen. Wir sind kein großer Akteur in diesem Bereich, und diese Art von Hochtöner unterscheidet sich von dem, was wir normalerweise tun oder womit wir viel Erfahrung haben.

Auf den ersten Blick ist der AT60NC-4 ein ziemlich einfacher AMT, obwohl er mit einer abnehmbaren kosmetischen Frontplatte geliefert wird, um ihm ein unverwechselbares Aussehen zu verleihen (man kann ihn mit oder ohne verwenden – der Unterschied im Frequenzgang/ der Dispersion ist ziemlich unbedeutend).

Wir stellten bald fest, dass wir eine spezielle Rückkammer mit Dämpfung entwickeln mussten, um die ansonsten charakteristischen (und hörbaren) Resonanzen dieses Membrantyps zu kontrollieren. Um dies vollständig zu erreichen, mussten wir auch die Kapton®-Membran selbst behandeln. Wir haben eine Menge verschiedener Dinge ausprobiert. Es musste effektiv und konsistent sein. Schließlich mussten wir einen speziellen Dämpfungsklebstoff für diesen Zweck entwickeln lassen – einen Klebstoff, der seine Aufgabe richtig erfüllt und auch im Laufe der Zeit und unter verschiedenen Bedingungen gut an der Folie haften bleibt. Wir konnten nicht zu viel Masse hinzufügen oder die Steifigkeit der gefalteten Membran erhöhen, da die Empfindlichkeit und die Bandbreite darunter leiden würden, also mussten wir herausfinden, wo wir die Dämpfung (den Klebstoff) auftragen mussten, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Daher wird die Beschichtung nur an bestimmten kritischen Stellen der Membran aufgetragen (du kannst dies vielleicht erkennen, wenn du die Membran gegen das Licht hältst und langsam hin und her drehst).

Die Herausforderung bei diesem Lautsprecher bestand eindeutig darin, die unerwünschten Resonanzen zu beseitigen, ohne die Dynamik zu beeinträchtigen – es ist ein Balanceakt. Wir hätten mehr Dämpfung in die Kammer geben können, um den Frequenzgang noch schöner aussehen zu lassen – aber es klang nicht besser.“

Müßig zu erwähnen, dass ich Ulriks unaufgeregte Art der Lösungsfindung mag.

Nun war ich natürlich noch gespannter, mehr als nur ein paar wirklich nette Diagramme betrachten zu können. Klar, ich hatte die Messtöne des AMT gehört. Doch obwohl ich sie schon durch Jahrzehnte lange Übung recht gut einschätzen kann, musste ein Spielpartner her, der des Hochtöners würdig war. Da SB ihn der Satori-Reihe zuordnet, war auch hier guter Rat nicht weit entfernt.  Zwei MW 16 P-8 lagen noch von vorherigen Bausatz-Versuchen im Regal, sie sollten für eine Vermählung mit dem neuen Luftbeweger taugen.

MW 16 P-8

Ausstattung:
Membran Pappe mit Papyrusfasern Polplattendicke 5 mm
Sicke Gummi Wickelhöhe 17 mm
Korb Druckguss Magnetdurchmesser 70 mm
Polkernbohrung ja Befestigungsbohrungen 6 mm
Zentrierung Flachspinne Außendurchmesser 165 mm
Magnet Neodymmagnet Einbaudurchmesser 142 mm
Schwingspule 36 mm Einbautiefe 84 mm
Träger Fiberglass Frästiefe 8 mm
Parameter:
Fs 35 Hz Cms 1,4 mm/N
Diameter 126 mm Mms 14,6 Gramm
ZMax 86 Ohm BL 6.97 Tm
Re 6,2 Ohm VAS 30,4 Liter
Rms 0,57 kg/s dBSPL 87 dB/2,83V
Qms 5,61 SD 125 cm²
Qes 0,41 MMD 14,1 Gramm
Qts 0,39 Zmin 6,7 Ohm

Messungen:
 

„Das sind doch die Chassis der Illumis, die du schon vor einiger Zeit aus dem Shop genommen hast“, höre ich jetzt jemanden zweifend sagen. Das stimmt. Leicht unzufrieden war ich jedoch zuerst einmal mit dem darin verwendeten Hochtöner, der sich für meine Ansprüche nicht wirklich nahtlos mit den BMT verbrüdern wollte. Für die oberste Liga reicht mir eine Kalotte – egal wie gut – dann eben nicht. Jetzt sind die Karten neu gemischt und auch obenrum könnte alles passen. Also ran an Freecad und die erforderlichen 22 Liter flott mit fiktivem Holz umgeben.


Da im Keller eine recht brauchbare Tischkreissäge steht und nicht jeder neue Bausatz im MDF-Naturgewand vorgestellt werden muss, habe ich diesmal Front und Rückwand aus 21 mm Multiplex zugeschnitten, der Rest besteht aus schwarzem MDF. Oben wurde das Innenholz auf Gehrung verleimt, wovon es nicht ganz zufällig ein paar Fotos gibt.

Schnell noch die Fronten angerundet und Lignocolor Hartwachsöl drauf gerollt. Soll ja schießlich schön aussehen.

Da standen sie nun, die Behausungen, aus denen zukünftig schöne Luftbewegungen im Wohnraum vernommen werden sollen. Ohne die Behandlung mit dem öligen Überzug hätte ich sie augenblicklich mit den Chassis verschraubt, doch nun musste ich mich bis zur Trocknung in Geduld üben. Fast zwei Tage musste ich warten, bis ich die komplett bestückten Kästen im Messraum hatte.

Da auch Kritik erlaubt ist: Der AMT stellt lediglich zwei dünne Kabel zum Anschluss zur Verfügung. Deshalb lege ich zwei Wago-Klemmen zum Bausatz dazu, mit denen die Verbindung betriebssicher hergestellt werden kann. Der MW 16 P-8 hat eine breite und eine sehr breite Löt- oder Steckfahne. Die sehr breite ist der Pluspol, eine dunklere Unterlegplatte will das für jeden Laien ausreichend verständlich erklären.

Zunächst  wurden die Chassis in der Box gemessen. Nach einem genauen Blick auf die Frequenzgänge und sonstigen Indikatoren für Klang hatte ich eine grobe Vorstellung, wie die Weiche aussehen sollte. Vier Stunden später hatte ich ein Ergebnis auf dem Messrechner, mit dem ich die ersten Hörproben in Mono und Musik aus der PC-Soundkarte starten konnte. Hier und da gab es noch Unstimmigkeiten zu beseitigen, die am nächsten Tag mit dem nötigen Abstand durch die Nachtruhe angegangen und erledigt wurden.  Hier die Ergebnisse für die Augen:

In manchen Fällen kann der Bass durch Aufstellung und Raum zu „dick“ werden. Dann hilft es oft, den Reflexkanal zu verstopfen. Auch das habe ich gemessen.

Hier dürfte nicht einmal der reine Augenmensch etwas zum Meckern finden. Notwendig für diese wohlgeformten Diagramme sind die Bauteile, die ich in getrennten Zweigen mit Heißkleber auf zwei Holzbretter geklebt habe. Eine Impedanz-Korrektur für Röhrenhörer habe ich selbstverständlich auch gleich angemessen.

Nun musste nur noch der gesamte Inhalt in den Boxen verstaut werden.  Also schraubte ich alles wieder aus der Messbox heraus, entnahm die beiden zusammengefalteten Dämmstoff-Matten im 40 x 40 cm-Format, die links und rechts in der Box steckten und konnte nun die Weichenzweige auch links und rechts weit unten an die Seiten kleben,

bevor ich wieder mit der bereits oben bebilderten Prozedur der Befüllung begann. Am Ende standen zwei kompakte Lautsprecher auf der Werkbank,

die ich nun in meinen Hörraum tragen konnte, wo ich sie artgerecht mit meinen gegenüber dem Messzeugs etwas besseren Zuspielern vereinte. Angefangen habe ich mit Frau am Klavier und Mann mit Gitarre, diesmal war es Eva Cassidy „Autumn Leaves“, wo Gitarre, Klavier und Frau gemeinsam antraten. Stimme mit viel Gefühl, klarer Gitarrenklang, präzise Klavieranschläge, keine Probleme für die Boxen. Bleiben wir noch einen Moment bei der „einfachen“ Musik. Nils Lofgren „Keith don’t go“. Jeder – auch der kleinste – Ton genau dort, wo er sein muss. Tonal und feindynamisch gibt es nichts zu bemängeln. Der Hochtöner neigt niemals zur Übertreibung, sondern ist einfach, wie ich es von einem AMT erwarte, „unauffällig vorhanden“. Auf Grund seines äußerst geringen Membrangewichts bei großer Fläche bringt er mehr feinste Töne an das Ohr als jede Kalotte, ob aus Textil oder Beryllium-Legierung.

Gehen wir nun in die Abteilung Klassik, hier wollen wir die Grenzen der Kompakten finden. „Toccata und Fuge – d-Moll„. Naja, eine große Orgel ist doch viel zu mächtig für die kleine Satori. Oder doch nicht? Mächtig ja, bis in den tiefen Bass. Gegenüber der Youtube-Einspielung gewann meine Platte einiges an Druck und Volumen, das war noch einmal eine andere Welt. Wo wir gerade bei Platte und Welt sind: Dvorak’s „Aus der neuen Welt“ musste ich unbedingt noch auflegen. Dramatik in Moll, große Dynamik, tiefe Bühne mit genügend Platz für die Instrumentengruppen. Dass ich zur Halbzeit die Platte umdrehen musste, befahlen mir die Lautsprecher, die hörbar Spaß an der Wiedergabe hatten.

Nicht vergessen will ich den Jazz. Kann die Musik auch „unter die Haut“ gehen? Auf Arte sah ich vor einiger Zeit Nina Simone live in Montreux aus dem Jahr 1976. Beeindruckend ihre Darbietung von „Feelings“, die bei 37.50 Minuten startet.  Es ist sicher einer der verwirrendsten Auftritte, der emotional kaum zu überbieten ist. Die Sängerin möchte den Zuhörern etwas mitteilen, das Publikum will unterhalten werden.  Die eigenartige Stimmung im Saal transportieren die Lautsprecher an mein Ohr, ich habe Gänsehaut.

Nach den eher Pflicht-Sessionen durch die maßgeblichen Sparten der Musik, die alle mit Bravour bestanden wurden, durften die Boxen dann auch einmal ordentlich abrocken.  „Let there be rock“ knallte mir AC/DC in die Bude. Headbanging auf dem Sofa war angesagt, früher wär ich durch die Hütte gehüpft. Aber etwas lauter geht es wenigstens noch! Oder noch ein wenig mehr? Nein, die Boxen machten noch lange nicht zu. Also noch einen Tacken mehr. Es macht einfach Spaß! „Buppp“ macht die Bassdrum, sauber, druckvoll und trocken, der Hochtöner schreit nicht. Ist das wirklich laut? Oh, der Verstärker steht fast am Anschlag! Aber alles ist doch so aufgeräumt, ohne jede Anstrengung. Gequält wird nur die Gitarre beim famosen, gut fünfminütigem Solo, das Angus Young im wörtlichen Sinn zum Besten gibt. Erst mal sehen, ob da nicht noch andere Boxen mitlaufen. Nein, es ist tatsächlich nur der kleine 17er, der eigentlich lediglich ein 16er ist, oben perfekt ergänzt vom AMT. So hatte ich mir ihr Zusammenspiel erhofft, harmonisch, aus einem Guss.  Ulrik hatte völlig Recht. „Wir haben festgestellt, dass wir diese Art von Treiber in unserer Produktpalette brauchen.“  Nun sind die Satoris klanglich da, wo sie optisch schon lange stehen: Ganz oben.

Ich freue mich auf die nächsten Konstruktionen, die daraus eine Serie bilden. Ein Namen dafür ergab sich wie von selbst bei der Hörsession: BelAir. Den hat sie sich schon jetzt verdient.

Udo Wohlgemuth

Zur BelAir 71 im Online-Shop
Zur BelAir 71 CB im Online-Shop

 

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Hallo Udo,

vor einigen Wochen hatte ich die Bel Air 71 bestellt als Ablösung für meine Linie 53, die ich wegen verkleinerten Wohnverhältnissen leider verkaufen musste. Nun sind letzte Woche die Gehäuse vom Schreiner Thomaier fertig geworden ( ein sehr sehr netter Zeitgenosse ) und ich konnte den Bausatz endlich fertig stellen…was soll ich sagen :D…ein würdiger Nachfolger, ich genieße endlich wieder Musik. Die Lautsprecher lassen nichts vermissen. Hut ab und vielen Dank für diesen tollen Bausatz.

VG Ben

Hallo Udo,

Baubericht bin ich dir tatsächlich mal schuldig :D.
Ich gehe mal in mich und spitze den Bleistift.

Gruß Ben

Hallo Gemeinde,

heute war schon Weihnachten.

Es gab Zeiten, da war ich regelmäßig zu Gast in Udos wohlfühl Rumpelkammer des guten Tons und habe häufig einfach nur zum Quatschen die olle Lederchaise belagert und manches Fach- und Privatgespräch unter Freunden geführt. Seit ich nun meinen Hörgeschmack Richtung Eton geändert habe und mittlerweile mehr rumexperimentiere, da ich mit der Duetta Top / Doppel 7 ziemlich angekommen bin.
1,5 Jahre musste ich nun auf diese gemütlichen Runden verzichten und ehrlich gesagt gab es zu dem nix aufregendes Neues, was getestet werden will. Heute hat sich das endlich geändert.
Ich durfte heute die BelAirs probelauschen und wie der Zufall das so will, gesellte sich Kollege Schülzken auch noch dazu. Nach längerem Austausch über die bewegten Zeiten durften die Neulinge mal zeigen, was sie konnen.

Nach einem kurzen Warmreiten auf einem Pferd ohne Namen durfte direkt einer meiner Referenzsongs ran, der mich seiner Zeit zu Eton brachte. Brothers in Arms musste von der KT88 Röhre verstärkt durch die bildhübschen Chassis an mein Ohr transportiert werden und ich war sofort begeistert. Ein schönes, stimmiges Setting, was die Regalos da aufspannen und beeindruckend, wie tief sie runter reichen und auch die tiefen Nuancen der Stimme zur Geltung bringen. Das wollte direkt mit Hey Now noch mal crossgecheckt werden. Die Sängerin wird auf einer weitläufigen Bühne abgebildet und die tiefen Töne an den prägnanten Stellen waren alle sauber da. Alle! Sie lassen nicht die Hosenbeine flattern, sie sind aber präsent. Da freue ich mich schon jetzzt sehr auf den Drei-Weger.
Abschließend durfte Marcus Miller noch mit Jean Pierre ran und hinterließ einen fabelhaften Eindruck auch bei geringer Lautstärke.

Ich freue mich, das noch mal was neues von Udo kommt und dass das ganze soo gut wird, hätte ich nicht geglaubt. Ich mag das Konzept und würde sofort loslegen, wenn ich mit der Duetta Top nicht schon bedient wäre. Wenn der 3-Weger es noch schafft, den Magen zu massieren, ist meine Habenwollegrenze wahrscheinlich überschritten und ich schlage zu!

Welcome back Udo, so darf das gerne weitergehen.

Grüße vom
Andre

Guten Abend,

in der Tat, lang ists her dass man sich getroffen hat.

Da ich ohnehin einen anderen Bausatz zur Abholung geordert hatte, nimmt man gerne für die Präsentation der Neuvorstellung auf dem Sofa einige Minuten Platz.

Im Prinzip kann ich Andre’s Eindruck bestätigen,
aber eigentlich fehlt mir der Vergleich zur DuettaTop, hab die schon sehr lange nicht mehr einzeln gehört.

Das Gesamtkonzept weis zu gefallen.
Den AT60 und MW16 zu vermählen kommt nicht von ungefähr, da hat Udo eine gute Hand gehabt daraus etwas entstehen zu lassen worauf neue Serien aufbauen können.
Da wo der ER4 in der Senkrechten mehr bündelt geht der AT60 mehr in die Breite und rundum, was ein Klangbild erzeugt was als sehr musikalisch wahrzunehmen ist. Eigentlich bin ich überrascht wieviel Information Preis gegeben wird, zB. bei Brothers in Arms, der Nachhall bei Knopflers Anrissen wird sehr authentisch heraus gearbeitet. Bei höherem Pegel für mich etwas zu vorlaut, bisserl frech aber gut und nicht übertrieben. In Punkto Grob- und Feindynamik merkt man erst wieviel Kraft der kleine Kerl hat.
Kleiner Seitenhieb zum TW29R, ich konnte mit dem HT nicht wirklich was anfangen, aber der AT60 schmeichelt mir sehr.

Im Tief und Mittelton liefert der MW16 ein sehr aufgeräumtes Klangbild, alles wird sauber präsentiert auch Bassläufe bis hinab in den Keller. Da wo die SB Norex Chassis, gerade bei „Hey Now“ gerne mal anfangen zu wummern bleibt es bei diesen Geschöpf ruhig und sauber, aber deutlich durchhörbar. Was die 125cm² gut können ist „Stimme“, da wird jeder Wackler der nicht sauber gesungen wird ohne Rücksicht ans Ohr geliefert.

Genug der Lobeshymnen, wer das Ding baut wird viel Freude daran haben.
Udo, ich bin mir sicher, da ist dir ein guter Wurf gelungen.

Wenn ich mir jetzt noch ne schlanke Dappo mit den Chassis vorstelle oder ein dicker 3Weger, da bin ich mir sicher, das wird viele Freunde finden.

Gruß Schülzken

Ich glaub das größte Kompliment das man einem Lautsprecher machen kann, nachdem man schon einige Bausätze von Udo hat: „es juckt mich im Baufinger“ 😉
Wirklich schönes Teil, hätt ich richtig Lust drauf, größe passt auch… ich droh dem Sparschwein schon mal mit bösen Blicken… schätze fällig ist es wenn ich mal wieder die Biege auf die Couch geschafft hab!

Bei mir stehen die kleinen Illumni im Arbeitszimmer und die großen Eton im Wohnzimmer. Beide sind spielen für mich großartig!
Ich freue mich auf BelAir Abhöre 😉 Da könnte ich womöglich schwach werden und meine knappe Freizeit in Gehäusebau investieren.
Hoffentlich wird es bis dahin den AT60 auch mit schwarzen Zierblech geben…

Viele Grüße
Rincewind

P.S.
Matthias hat mit seinem Post bereits gezeigt, wie man das weiße Zierblech loswird 😀

Moin Udo,
Ui, du bringst mich auf Gedanken… Hier im Forum muss doch irgendjemand eine CNC haben die auch Alu kann? Und dann noch in saftigem blau eloxieren 🙂
Aber sag, hast du mit und ohne Blende verglichen? Kannst du das „macht klanglich nicht viel aus“ bestätigen?
Liebe Grüße

Matthias

Eine 2 Wege Box und man darf das Bassreflexrohr bei Bedarf verschließen? Klingt wie gemacht für mich 😀
Glückwunsch zur neuen Serie
Alex

Hallo Udo,
die Satoris haben mich immer schon gereizt, aber nicht die zugehörigen Hochtöner.
Vielleicht gibts dann irgendwann ja auch Grand BelAir. Dann würde ich vielleicht doch nochmal die Kreissägen anwerfen, auch wenn ich dachte, ich wäre mit dem Thema LAutsprecher erstmal fertig.

Schöne Grüße und frohes Schaffen
RaCo

Hallo Udo, interessanter Bausatz, kann ich mir vorstellen zukünftig sobald bedarf ist nachzubauen. Wäre auch eine schöne Alternative, selbst wenn es den ER4 wieder geben sollte, wenn man nicht gleich so tief in den Geldbeutel greifen will und dennoch etwas besseres sucht als eine Kalotte.
Der weiße Rahmen am Hochtöner macht sich vorallem dann gut, wenn man die Lautsprecher in weiß lackiert. Die goldene Membran gefällt mir ebenfalls sehr gut, damit wirkt der Hochtöner nochmal eine Ecke edeler.
Bin schon gespannt auf die weiteren Bausätze dieser Serie.
Weiter so!!!

Grüße Kai

Vorfreude 🙂
Vielleicht wird einer davon ja auch eine Version ohne Blende 🙂
Liebe Grüße und frohes Messen!

Hallo Udo,

ich befürchtete Dich schon in Richtung Altersruhestand gehen zu sehen, nachdem Dein halbes Sortiment nicht lieferfähig war.

Zum Glück bist Du Dir treu geblieben und zauberst einfach was neues aus dem Hut, um die Lücke (?) zu schließen. Hut ab!
Ich hätte auch direkt Ideen, welche Neuentwicklungen mir gefallen könnten – die 11-Zöller sind für meinen Dachboden doch etwas sperrig, wie ich gerade beim Umräumen des Raums feststelle 😮

Einen schönen Sonntag noch,

Gordon

Last edited 6 Monate her by Shumway

Moin Udo,
Chapeau, das ging ja jetzt recht schnell – und sowohl an Klangbeschreibung als auch dem liebevoll gestalteten Gehäuse mit Multiplex und Hartwachsöl (Huch! Osmo ist auch ersetzt?) erkennt man die Liebe und Hoffnung zur neu entstehenden Reihe.
Der“niedrige“Preis des AMT macht natürlich erst Mal misstrauisch, die Messergebnisse und dein Enthusiasmus bei der Klangbeschreibung lassen aber großes hoffen!
Man will es kaum hoffen, aber ob sich da adequater Ersatz gefunden hat? Fast scheint es so. Jetzt muss nur noch jemand eine Belairetta bauen und mit nach Darmstadt bringen 😅 vielleicht kriegen wir den Roger ja so weit!
Zwei Dinge fehlen mir noch an deinem Baubereich, einmal ein Foto ohne die weiße Frontplatte, einerseits ein Augenfang, andererseits schon starker Kontrast. Bilder des HT ohne lassen hier aber hoffen.
Und zum zweiten natürlich der direkte Vergleich mit der alten Königin.

Wie sagte Roger so schön beim Hinweis auf diesen Artikel:

„le roi est mort vive le roi“

Weihnachten ist gerettet!

Liebe Grüße und schon einmal Glückwunsche zur neuen Linie. Kann kaum erwarten Mal zu hören!
Die Illumi Reihe von SB ist tatsächlich diejenige, die mit mir Abstand am besten von der Firma gefallen hat. Und die weiteren Chassis Größen die es mittlerweile gibt sollten ja viele Kombinationen ermöglichen, inklusive der von mir geliebten Kombination AMT, 7, 11 (bzw jeweils das halbe Zoll weniger)

Matthias

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PS: Bin sehr gespannt auf die Queen von Belair 😉

Moin Matthias.

Der Preis erklärt sich aus dem Umstand, dass vor rund 15 Jahren alle Patente und Nachpatente ausgelaufen sind und sich die Firmen dann auf Serienfertigung vorbereiten konnten.

Wobei Hochtöner auch immer eine Geschmacksfrage und ein Problem der oft zu tiefen Ankoppelung sind. Mein Favorit ist seit Sonntag ein Ringradiator. Auch net schlecht.

Bis dann

Moin Hesse,
Sicherlich ein Punkt, der gilt aber für alle gleich..
Könnte auch was mit Fertigung Schweiz versus Asien zu tun haben 😉
Viel Spaß beim Ringen und weiter frohe Suche nach deinem Optimum

Nun werden endlich die Satori-Bausätze einziehen in Udos heilige Hallen und diese werden sich wohl qualitativ eingliedern zwischen Eton ER4 + Hex und den Chorusen. Somit wird hier durch SB nun eine winzige Lücke verschlossen…

Ich freue mich, den nun gibt’s eine Steigerung zu meinen Chorus, ohne gleich der Queen an die Wäsche zu müssen. Den diese hat einfach keinen Platz aufgrund der benötigten Stellfläche. So hoffe ich nun auf schmale Türme im ACL Prinzip aus der BelAir-Reihe…

Moin Udo,

wenn ich die Gedanken mal weiter ausschweifen lasse… betreffen die Lieferengpässe auch die Duetta….wird es dann eine Duetta 2.0 geben?

gruss Dirk

Moin Dirk.

Von den Lieferengpässen sind momentan alle Lautsprecherfirmen in Europa und auch teilweise in Fernost betroffen. Ich weiß das von Scan-Speak, die haben Dich vor zwei Jahren mit Produkten zuschmeißen können, heute gibt es erbärmliche Lieferzeiten. Um die notwendigen Brocken zu bekommen, musst Du ganz schön zappeln

Das wird sich die nächsten 12 Monate auch wenig entspannen, da China die Rohstoffe künstlich verknappt und die europäische Industrie einen Mangel an Grundstoffen oder Grundbauteilen hat. Eine sinnvolle Planung ist da nicht möglich.

In diesem Sinne.

Hallo Udo, das kam jetzt aber unerwartet und umso schöner. Der Blick in den Shop war aber auch wirklich ernüchternd die letzten Tage. Also auf zu Neuem, die Einstellung gefällt mir. Und das Forum kann nur davon profitieren. Auch wenn Alteingesessene sich schnell die Haare raufen werden wenn die ersten Vergleichsfragen kommen. Spass macht es trotzdem. Daher freue ich mich schon auf den Austausch welcher AMT bei welcher Musik in welchem Raum am ehesten den persönlichen Hörgeschmack trifft. Natürlich alles theoretisch und als subjektive Meinung andernorts objektiv präsentiert. Nun denn, solange wir im Klammergriff des Virus verharren bleibt die Antwort nicht zuletzt der AMT, der auch lieferbar ist. Optisch habe ich meinen Favoriten auf jeden Fall schon gefunden. Was mir wirklich weh tut ist, dass wir auch dieses Jahr kein Treffen hinbekommen. Das wäre fürs Forum das allerbeste. Auf nächstes Jahr wage ich kaum noch zu hoffen. Sei’s drum. Dafür werden die Sonntage  wieder einen Ticken spannender! Und das ist für alle LS-Virus infizierten wie ein kleiner BelAir Booster ohne zu befürchtende Nebenwirkungen.

Gruß Knutbox

Hallo Udo,
in deinem Bericht fehlt mir was!
Ist der ER 4 beleidigt weil du einen neuen Liebling hast oder „lehnt er sich gelassen zurück“ weil auch dieser Hochtöner meilenweit hinter ihm zu suchen ist?!

Was sagt dein subjektives Ohr? Und komm nicht in die Versuchung eine ausweichende Antwort zu geben😀

Hallo Udo, 
das wir wirtschaftlich durch die in fast allen Bereichen entstandenen Lieferengpässe gehen müssen steht außer Frage.
Deine Sicht nach vorne freut mich außerordentlich. Mann muss nach Alternativen suchen ,sonst holt einen die Realität ein. 
Bin auf weitere Bauvorschlage mit dem neuen Hochtöner sehr gespannt und bestimmt findet sich bei mir noch irgendein Zimmer,das 
zwingend noch mit einer guten Lautsprecherbox ausgestattet werden muss. .-)

LG Hartmut

Moin Udo,
das liest sich ja gut!
Es passiert im Leben (leider?? oder aber vieleicht auch gut?)immer wieder dass sich Türen schließen. Dann macht es aber Sinn, nicht immer wieder gegen diese Tür zu klopfen, sondern sich umzudrehen und nach einer anderen, neuen Tür zu schauen. Super, und so geht es jetzt mit frischem Wind weiter.
Ich freue mich und hoffentlich gibt es bald wieder Möglichkeiten zum Probehören.
Herzliche Grüße aus Ostfriesland
ERwin

Tolle Neuigkeiten! Der link zum Shop zeigt noch ins Leere!

Komm gut durch die Feiertage.

Viele Grüße
Daebenji

Moin Udo,

da sind sie ja!
Die ersten Überlegungen zu den da noch namenlosen Boxen durfte ich ja miterleben. Und das hörte sich schon vielversprechend an. Jetzt lese ich Begeisterung aus deiner Klangbeschreibung.
Dann hoffe ich mal auf einige weitere Spielpartner aus der BelAir-Serie.

Viele Grüße von Vadder

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