29. Juni 2025

Arvid´s Mona – alt hilft jung

Autor: Der Handwerk

Arvid ist der Sohn von lieben Menschen, welche wir sehr mögen und ganz regelmäßig sehen. Dadurch ist er schon immer mit dabei, eine coole Socke und sehr musikaffin. Als er bei einem der letzten Treffen sehr lange, sehr begeistert vor meinem Plattenspieler saß und den analogen Zeigern des Röhrenverstärkers zuschaute, muss es um ihn geschehen sein … Der Virus hat ihn gepackt. Als dann noch der Satz gefallen ist: „mein kleiner Brüllwürfel hat´s hinter sich, der Pegel war wohl zu lange zu hoch. Können wir nicht was bauen?“ konnte ich ein breites Grinsen nicht verstecken.

Da Arvid eigenes (hart verdientes) Geld für diesen Spaß aufwendet, haben wir uns natürlich im Einstiegs-Segment umgeschaut. Er kennt meine Küchen-MiniACL, die Disko-Mona meiner lieben Frau aber auch das große Orchester im Wohnzimmer. Und da es für einen Teenager finanziell erschwinglich und er noch auf den Wohnraum in der elterlichen Wohnung angewiesen ist, wurde es dann die Mona-Kombo. Gute Wahl finde ich, schöner Klang mit gutem Punch. Kennt man, mag man und in dieser Preisklasse gibt es auf dem Markt sehr, sehr wenig Vergleichbares.

Wir sind übereingekommen, dass ich ihm auf Grund der Möglichkeiten die Kisten baue und er selbst den technischen Zusammenbau dann unter Anleitung übernimmt. Als Material hätte ich ihm die ganze Welt des Holzes und der Oberflächenbehandlung offeriert, aber der Selbstbaugedanke überwiegt und der Kunde ist König … OSB, viereckig, wenig Aufwand, Akustik zählt … guter Junge!

Die Zuschnitte der Original-Mona sind keine Hexerei, daher sind die Brettchen schnell zugesägt.

Als Abwandlung atmet der Sub wieder durch 2 Bassreflexrohre a 35mm nach oben aus. Bringt mehr akustischen Raum und sieht gefälliger aus. Die Verbindungen der Bretter übernehmen wie gewohnt Lamellos und reichlich Ponal.

Da ich seit immer eine zu kurze Original-Schallwand von Udo zu liegen habe, sind die Fräsungen der Würfel on point nur Formsache. Die abgenommenen Maße begleiten mich schon sehr lange. Auch die Aufnahme für den Sub übernimmt die Oberfräse. Da ich aber kein rohes Holz abgebe, sind alle Flächen plan geschliffen worden und die Außenkanten einmal sauber gefast.

 

Das Oberflächenfinish haben 4 Schichten Parkettsiegel übernommen. Ist optisch noch roh genug und hält ein Leben lang.

Der Bausatz und alle übrigen Materialien haben uns mittlerweile auch erreicht. Also haben wir einen langen Nachmittag als Montagetermin vereinbart und losgelegt. Es ist wunderbar zu sehen, wie man dann doch der „Alte“ ist, Erfahrung weitergibt und Arvid es Stück für Stück zusammenbaut. Zeigen, drüber quatschen, machen. Kleine Weichen selbst löten und fixieren, Steckverbindungen herstellen, vorbohren!!!, einschrauben, Kabel chic machen mit Bananensteckern.

So wie wir es auch gelernt haben. Außer die ganz Harten, welche „Learning by doing“ oder „Lernen durch Schmerz“ vorziehen. Ist dann nur schade um´s Geld.

Es war ein wunderbarer Nachmittag und als beim Testlauf die ersten Töne sein Werk verließen, habe ich dieses breite Grinsen auch auf seinem Gesicht sehr lange gesehen. Aus Nordhausen 2024 habe ich bei einer Hörsession „Hopex“ mit „Earthquake“ mitgenommen, das lief sehr oft … wegen dem Grinsen. Als Gimmick gehört am Ende der Schriftzug „Arvid´s“ natürlich mit dazu. Als Antreiber läuft die Empfehlung aus dem Store von Nobsound.

Es wird nicht sein letzter Bausatz gewesen sein, ganz sicher … Mission erster Selbstbau erfüllt.

Liebe Grüße an alle

Arvid und Andreas

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Kommentare

5 Comments
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Wunderschönes Projekt, was gibt es schöneres, als generationsübergreifend zu arbeiten!

Ja,

da sind wir bei einem Thema angelangt was wohl bald den Status einer “lohnenden Baustelle” erreichen könnte.

Die Jugend und ihr Hörinteresse, ein weites Feld.

Auf jeden Fall ein sehr interessantes Feld…

VG Rundmacher

Ein tolles Generationenprojekt. Der junge Mann hat was für‘s Leben gelernt.
Grüße Achim

Naja,

der Titel macht Andreas wohl etwas älter, als er in Wirklichkeit ist. Aber generell ist es toll, wenn die jungen Leute eine Art Coaching bekommen. Dann schaffen sie auch, was sie sich selbst nicht zugetraut hatten 😉

Gruß Udo

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