14. Juni 2026

Jörgs CineBel 72 BR

Autor: Joem_dz

Wir schreiben November, die Wintervorbereitungen auf unserem Grundstück sind abgeschlossen und ich will nun endlich mal wieder meine Hobbytischlerei in Betrieb nehmen. Als Projekt hatte ich mir gedacht, die beiden Regalboxen in unserem Heimkino, welche ich auch ganz gern zum Musik hören verwende, mit einem passenden Unterbau zu versehen. Meine Frau wollte endlich die beiden zweckentfremdeten Beistellhocker zurückhaben. Dabei kam mir der Gedanke, die 25 Jahre alten Canon-Regallautsprecher durch Standboxen zu ersetzen. Und so nahm das Projekt seinen Lauf.

Auf Grund meiner Liebe zur Tischlerei kam nur Selbstbau in Frage und die Recherche führte mich u.a. auf Udos Website. Nach einigen Telefonaten mit Udo und mit Hilfe des Forums habe ich mich für die CineBel-Reihe entschieden. Für mich der beste Kompromiss zwischen Größe, Musik hören und Heimkino. Es wurden die Bausätze für die CineBel 72 BR bestellt und ein paar Stunden später hatte ich schon den Bauplan per Mail von Udo.

Was die Gestaltung anging, hatte ich schon konkrete Vorstellungen. Erst mal nach Originalplan bauen, mit schwarzem MDF für die Schallwand. Später möchte ich dann die Boxen mit 8-10mm Echtholz an den Seiten und Oben „veredeln“. Während des Wartens auf die Bausätze hatte ich schon das Material beschafft, zugeschnitten und die Gehäuse mit Ausnahme der Schallwände verleimt. Schnell ein Fräszirkel gebaut und getestet und einen Zuschnittplan erstellt.

Wie man bei der mittleren Schallwand erkennt, war ich beim Ansetzen der Fräse zu stürmisch und musste eine neue Schallwand anfertigen. Der „Verschnitt“ diente fortan als Probestück.

Es sollte vor dem Verleimen der Schallwände geprüft werden, ob die Chassis wirklich in die selbst gefrästen Öffnungen passen.

Auf den Fotos erkennt man, dass ich in die Gehäuse die Aufnahme für eventuell später nachzurüstende Hypex-Module eingefügt habe. Hintergrund dafür ist mein alter Denon AVR 1603 aus 2002. Ich weiss nicht, ob dieser es schafft, die CineBels ausreichend in Schwingung zu versetzen. Den Fräsrahmen habe ich aus aus Resten von Aluprofilen angefertigt, mit 10mm Nutfräser den Falz gefräst und mit der Stichsäge die Öffnung gemacht.

Nachdem DHL pünktlich die Bausätze geliefert hatte, prüfte ich meine gefrästen Öffnungen und ja, alles passte. Der Korpus wurde stumpf verleimt, wobei die „verschnittene“ Schallwand noch gute Dienste leistete.

Während der Trocknungszeit der Schallwände wurden die Weichen gebaut. Diese sollen einstweilen in die Kammern für die späteren Hypex. Eine passende Abdeckung für die Kammeröffnung habe ich auch noch gefräst.

Die Weichen sind mittels Wagoklemmen verdrahtet.

Noch die Deckel für die Hypexkammern angeschraubt, die Terminals eingepasst und der Rohbau war fertig. Die Chassis habe ich dann oben im Kino/Musikzimmer eingebaut. „Leer“ ließen sich die Boxen besser nach oben transportieren. Als die beiden Gehäuse oben (ehemalige Einliegerwohnung meiner verstorbenen Eltern) angekommen waren, wurden diese komplettiert und angeschlossen.

So schauen die beiden CineBels nun aus. Man kann gut erkennen, dass noch Bedarf an einem CineBel-Center besteht.

Ich hatte mir vorher schon eine Playlist zusammengestellt, bestehend u.a. aus Klassik von Bach, „The Good Life“ mit Till Brönner, „Cinema Hall“ von City, „Die Tänzerin“ Ulla Meinecke, „Samba Pa Ti“ Santana, „Six Blade Knife“ von Dire Straits und einige andere. Obwohl es ja heißt, neue Chassis müssen sich erst einspielen, hatte ich von Beginn an ein deutlich besseres, schöneres Klangerlebniss als vorher. Nun tauge ich nicht zum Klang-Sommelier und will es mal so ausdrücken. Nach den ersten Klängen verspürte ich Gänsehaut. Auch der zwei Tage später stattgefundene Kinoabend mit den beiden CineBels als Front LS haben meine Entscheidung zu dieser Baureihe bestätigt und ich habe vor, mein altes Set nach und nach mit CineBels zu ersetzen.

Aber als nächstes werde ich erst einmal einen modernen, stärkeren AV-Receiver testen, um dann zu entscheiden, ob ich die Passivboxen zu aktiven CineBels umbaue. Aber nun steht ja erst mal die Veredelung der Standboxen an. Doch dazu ist es momentan in meiner Hobbytischlerei (Garage) zu kalt. Um vernünftig Leimholz herzustellen, braucht es wenigstens +10° in meiner Werkstatt. Über das Ergebnis der „Veredlung“ und über die Vervollständigung meiner CineBel-Reihe werde ich dann einen 2 Teil verfassen.

Jörg M

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Hallo Jörg,

Glückwunsch zu deinen neuen Boxen!

Der Bausatz war hier ja bisher etwas unterrepräsentiert. Den genialen Hochtöner hat Udo vor vielen Jahren auch mal für die SB 30 und SB15 angeboten, mit denen ich mein Heimkino bestückt hatte. Mittlerweile erfüllen die Boxen bei mir andere Zwecke, aber der geschlossene und gleichzeitig transparente Klang begeistert noch immer.

Viel Spaß beim Hören und Ausbau des Heimkinos!

LG
Uwe

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