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Gehäusebau Subwoofer

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  • This topic has 11 Antworten, 5 Teilnehmer, and was last updated vor 1 month, 1 week by Matthias (DA).
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    • #46527
      Matthias (DA)

      Moin zusammen,

      In meinem Hinterkopf findet sich noch eine Daumenregel ,dass Lautsprechergehäuse möglichst nicht würfelförmig sein sollen um stehende Wellen zu verhindern (vorsicht, gefähliches Halbwissen).

       

      Nur kurz zur Sicherheit – gilt diese Regel überhaupt für Subwoofer Gehäuse? Oder darf man da ungestraft (jaja, WAF und so, weiß schon… ich meine akustisch ungestraft 😉 45*45*60 bauen?

       

      100Hz hat ne Wellenlänge von über 3 Metern – entsprechend ist das vermutlich irrelevant, zumal ja das Subwoofer Modul auch noch Verwerfungen ins Gehäuse bringt?

       

      Liebe Grüße

       

      Matthias

      Attachments:
    • #46530
      Udo Wohlgemuth
      Keymaster

      Hallo Matthias,

      für den Bass ist das Gehäuse eine Druckkammer, in der sich tieffrequente, stehende Wellen nicht ausbilden. Daher kannst du von rund bis dreieckig alles bauen 🙂

      Gruß Udo

    • #46541
      Matthias (DA)

      Moin Udo,

      Danke für die wie immer flotte Antwort. Rund und dreieckig werde ich noch mal kurz überlegen, in erinnere mich allerdings Annas klare Maßgabe: ein Lautsprecher muss eckig sein.

      Die aktuelle Form hat ihr sogar eine kleine Begeisterung entlocken können, “sieht schön aus”

       

      Ein Hoch auf den goldenen Schnitt!

       

      Was dann passiert wenn Sie die wirkliche Dimension wahrnimmt wird sich zeigen 😅

       

      Liebe Grüße

      Matthias

      • #46542
        HortusNanum

        Welchen Subwoofer hast Du Dir denn vorgenommen? Den Move Pump gibt es ja leider nicht mehr.
        Kann man sich schon zum Probehören anmelden? 😉

        Gruß, Roland

    • #46543
      Matthias (DA)

      Moin Roland,

      logo, da kommt mal wieder ne Probesession, wird aber noch dauern, ich baue gemütlich und plane im Moment einfach erst mal nur.

      Wenn Du auf der Suche nach einem würdigen 12er bist… da könnte im März ein neuer Bericht aus Bochum kommen, jetzt aber genug verplappert

       

      Liebe Grüße

       

      Matthias

    • #46627
      Fabian_1988

      Dann bin ich ja mal gespannt auf den Subwoofer.

    • #46696
      Matthias (DA)

      Was länger schon zerbreche ich mir den Kopf wie ich es denn hinbekomme mit hausmitteln eine schöne Oberfläche hinzubekommen.

      Meine Duetta habe ich komplett in bergahorn furniert mit aufgesetzter Buche Multiplex Front. Genauso soll der Subwoofer später auch aussehen. Problem sind hier allerdings die Maße mit 46 cm Breite traue ich mir das furnieren mit Stückeln und Bügeleisen nicht wirklich zu.

      bei meinem Center hat es einigermaßen geklappt, ein wenig sichtbar ist die Kante allerdings trotzdem und die Unterseite wollt ihr nicht sehen.

      Bei meiner Duetta habe ich es so gelöst dass ich die seitenwände aus bergahorn Multiplex gefertigt habe und dann die Front die nur 35 breit ist furniert.

      damit sind die schnittkanten von Multiplex verdeckt und es gibt die einheitliche Optik.

       

      um einen breiten und tiefen und hohen Subwoofer auf die Art zu gestalten müsste ich allerdings das Multiplex mit gehrung herstellen oder eben furnieren.

       

      Mit hausmitteln Multiplex gehren habe ich noch keine gute Idee zu wie das werden soll.

       

      bei design-holz gibt es auch entsprechend breites Furnier auf Vlies. Hat jemand damit schon auf diese breite Erfahrung gemacht ob sich das problemlos Aufbügeln lässt? Normales Furnier ohne Vlies wird nach meiner Erfahrung so ab 35 cm Breite ziemlich kritisch was die bügelmethode angeht.

      alternativ könnte ich auch den Korpus aus MDF machen und dann nur 8 mm dicke Multiplex Platten die fertig furniert sind aufkleben. Wie ich das dann aber so genau auf gehrung bekommen soll bin ich mir auch noch nicht schlüssig

       

      Habe ich irgendwelche lösungsmöglichkeiten übersehen?

       

       

       

    • #46707
      SCI3NTIST

      Hallo Matthias,

      Du hast mindestens “Easiwood” übersehen, dort werden geflieste Echtholzfurniere in 120 x 240 cm angeboten, diese lassen sich sehr gut verarbeiten. Meine Duetta habe ich damit furniert, meine Erfahrung geht also bis 43 x 105 cm für ein Stück “Bügelfurnier”, kein Problem. Und wenn ich Deine Bilder so anschaue, ist die Farbe meines Ahorns nicht ganz weit weg von Deinem Ahorn.

      Bei Designholz geht meine Erfahrung bis 25 x 95 cm mit SaRaiFo, dies lies sich auch völlig problemlos aufbügeln. SaRaiFo ist aber “Fake-Holz”, da würde ich nachfragen, ob es sich wirklich um Ahorn handelt oder um gefärbte Pappel o.Ä.

      Da ich mich gerade mit dem Thema beschäftige (hab zwar kein Projekt aber schon mal Furnier), scheinen Bügelmethode und gefügtes Furnier nicht so richtig kompatibel zu sein, da das Furnier unter Hitze natürlich arbeitet und dann gerne die Fuge aufgeht. Mal schauen, ob ich das gelöst bekomme oder einfach auf die gute, alte Pattex-Methode ausweiche.

      Grüsse

      Thomas

    • #46708
      Matthias (DA)

      Moin Thomas,

      Top, danke für deine Erfahrungen

      Saraifo kenn ich, aber scheinbar gibt’s da jetzt auch Echtholz auf Vlies, zur Sicherheit noch Mal angerufen ist aber ein guter Tipp, Danke

      Easiwood schau ich auch noch an, prima.

      Noch spezielle Tipps zur Verarbeitung? Dein Erfolg damit lässt mich hoffen dass das Vlies ein paar Probleme löst.

      Was bei meinem Center beim Bügeln geholfen hat war Furnier Klebeband, Prinzip Briefmarke zum zuerst verbinden, kann nach dem Bügeln mit Wasser gelöst werden.

      Und natürlich die füge Kante zuerst festbügeln

      Woran sollte ich noch denken?

      Liebe Grüße

      Matthias

      PS: Pattex war bei meinem Center richtig schief gegangen…

       

    • #46710
      SCI3NTIST

      Hallo Matthias,

      ich kann keine schlauen Tipps geben, das Zeug war jeweils vollkommen unproblematisch zu verarbeiten, ich bin einfach nach Udos Anleitung vorgegangen, habe allerdings das Furnier zum Einstreichen mit Leim an den Enden mit Klebeband fixiert, dann rollt es sich nicht so auf.

      Die Überstände hab ich auch mit einer Schneidfeile abgeschnitten, hier kann man wohl auch mit einem Bündigfräser arbeiten, hab ich aber noch nicht probiert. YT Video könnte ich hier einstellen, aber dann schlägt wieder der link Bug zu. Was mir wichtig erschien: das Vlies selber ist etwas schwieriger zu schleifen als das Holz, d. h. wenn man die Kanten mit dem Schleifklotz begradigt, sollte man schaue, ob man auch das Vlies überall erwischt hat. Manchmal hat sich das ein wenig an die anderen Fläche angeschmiegt und war auf dem Ahorn kaum zu sehen, das wäre beim Ölen nicht so schön gewesen.

      Furnierklebeband ist just gestern angekommen, das werde ich auf jeden Fall verwenden. Es gibt auch eine Variante, die angeblich unter dem Furnier verbleiben kann, die hab ich auch. Mal schauen, ob das aufträgt oder nicht. Ansonsten könnte man darüber nachdenken, die Furnierstreifen nach dem Fügen zu verleimen bevor man sie aufbügelt.

      Ich habe auch Anleitungen gefunden, wo zunächst ein Streifen aufgebügelt wird, dann der nächste mit Überlappung und dann von oben plan geschliffen wird. Ich bin skeptisch, ob das geht, aber ich hab so viel Furnier, ein Versuch kann nicht schaden.

      Grüsse

      Thomas

       

    • #46716
      Matthias (DA)

      Moin Thomas,

      Tja, einfügen will auch nicht klappen, Link auch nicht

       

      Such mal nach dem Abschnitt “Furnieren 2 ” in meinem Bericht Duetta im Bad

       

      ich hab damals mit Überlappen gearbeitet, ging gut.

       

      Aber Vließ werde ich mal ausprobieren, in diesem Fall glaub ich die schlauste Lösung

       

      Matthias

      • #46717
        Matthias (DA)

        Duetta im Bad

         

        Furnieren 2

        Beim Center hatte ich den Deckel, der stark eingerissen war, einfach noch mal furniert – hatte mich, weil ich stückeln musste, für Pattex entschieden – ganz dumme Idee! Ich bin bekehrt und bekenne mich jetzt eindeutig zur Bügelfraktion. Diese Stinkeklebepaste hab ich nicht gleichmäßig verteilt bekommen – mit mehr Übung wäre es vielleicht gegangen – aber wofür, wenn das Bügeln doch prima klappt. Hab auch mit Furnierklebeband gestückelt – sehr sauber geworden. Die Unterseite mit Pattex ist recht wellig und da die Klebefläche elastisch blieb, hab ich die Kanten auch nicht sauber geschliffen bekommen, wahrscheinlich hab ich mir ne Technik angewöhnt, die nur mit Ponal-Verklebungen klappt. Die Oberseite hab ich dann gebügelt und alles prima.

        So klappt das Stückeln:

        1) Saubere Schnittkante, so dass die beiden Stücke exakt zusammenpassen.

        Folgender Trick:

        beide Furnierstücke übereinanderlegen, so dass sie ca. 1cm überlappen, dann beide gleichzeitig schneiden – am Besten ging das, wenn ich es mit einem Stahllineal festgezwungen habe, sonst verrutscht alles beim Schneiden. Merken, wo sie übereinander lagen, da es sonst bei den minimalen Abweichungen, die entstehen, kleine Spalten gibt. Wirklich gebracht hat es aber, das Furnier an der Schnittkante mit 45° anzufasen, einfach mit 100er Schleifpapier. Dann kann man es ein wenig überlappen lassen, mit Furnierklebeband fixieren, aufbügeln (von der Stückelung aus) und dann die 0,1mm die von der Überlappung übrig sind abschleifen. Bin sehr froh mit dem Ergebnis – hätte nie gedacht, dass das so sauber werden kann.

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