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Schatz, darf ich vorstellen, meine Neue: U_Do 13.

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Dieses Thema enthält 59 Antworten und 14 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Hesse vor 2 Monate.

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  • #19916 Antwort

    Ich verkneif mir jetzt mal jedes Wortspiel über Größen – Aber das ist wirklich Klasse. Ich war mit dem Leim vielleicht etwas zu sparsam wenn ich mir das so ansehe (Achtung, Sarkasmus).


    Als nächstes werd ich die überstehenden Kanten abschleifen und Seiten, Deckel und Front mit Sperrholz ver-leim-kleiden. Sperrholz hat’s mir irgendwie trotz der Probleme angetan :^)

    Beim Zusammen-Leimen hab ich übrigens festgestellt, das der Express Leim von Ponal bei so großen Flächen wirklich zügiges Arbeiten erfordert. Dennoch machbar. Da der nun alle ist, verwende ich aber den Fugenleim in der extra großen Tube. Im Baumarkt war ich jetzt schon 2 mal weil meine Schraubzwingen nicht groß genug waren – Nun, hier mal wieder nicht. Jetzt werden 500mm Schraubzwingen gekauft.. Aber hier ist das Holz eh’ so schwer, dass das meiste allein durch die Erdanziehungskraft zusammen gedrückt wird. Hoffe ich zumindest. Wobei ich fast geneigt bin Schrauben zu verwenden.. So.. als kleine Sicherheit.

  • #19923 Antwort

    Du legst aber grad en tempo vor… Und dann das alles noch gleich mit Bildern zu posten… Hut ab… Ich schaffe es net mal, meinen Bericht zu schreiben… Obwohl bilder alle schon da sind…

    • #19945 Antwort

      Du solltest wirklich loslegen. Die Bilder bei dir sehen nämlich echt gut aus! Ich freu mich wahnsinnig auf deinen Baubericht/deine Baudoku. Es reicht ja, wenn du die Bilder ein wenig gruppierst und ein zwei Sätze dazu schreibst. Der Rest kommt von alleine, wetten? 🙂

      Gruß
      Jean

  • #19924 Antwort

    Hey Jean,

    ich habe mit dem Sperrholz “obendrauf” auch meine Erfahrung gesammelt. Ich hatte keine großen Probleme, aber es dauert einfach länger. Am Ende war es auch nicht viel billiger, als wenn ich gleich ne Platte MPX genommen hätte. Mit dem Osmo sieht es dann aber auch echt schick aus (siehe meinen Bericht zur U_Do4).

    Die 13 ist dann schon ne richtige “Männerbox” 😁

    Gruß Enrico

  • #19933 Antwort

    Moin Jean,
    Lass die Zwingen im Baumarkt, bei Fugenleim brauchst du keine, Schrauben leisten auch keinen notwendigen Beitrag, hast nachher nur nervige Löcher. Leimen, Platte drauf, stehen lassen, fertig. Falls die Platten was gebogen sind ggf. Moch ne Bierkiste draufstellen, das reicht dann aber auch.
    Bin schon gespannt was du nächste Woche baust 😉
    Kein schlechtes Tempo was du da vorlegst
    Matthias

    • #19942 Antwort

      Hey,

      naja, die U_Do 13 werden länger dauern. Das Sperrholz ist leider an ein paar Stellen kaputt gegangen, konnte ich durch neu Anleimen kaschieren und lege ich nach unten dann sieht man’s nicht so. Find ich jetzt auch nicht ultra schlimm. Meine Idee zum Verkleiden, damit man die Ränder nicht sieht (und weil ich das nicht fräsen kann und keine Kreissäge habe) war diese vorsichtig mit der Feile zu behandeln (Auf Gehrung feilen? :D). Da werd ich “wirklich” langsam und vorsichtig arbeiten müssen. Und ob das hinhaut.. Wir werden sehen. Bei den Seiten muss ich die vordere und die obere Kante so “behandeln”. Bei der Deckelplatte die seitenkanten und vorne. Bei der Frontplatte die Seiten und oben. Und da ich sicher nich auf anhieb richtig schleifen/raspeln/feilen werde – wird das hier jede Menge Korrekturläufe geben.

      Anschließend – Sofern die Platten das überleben, werden die Sperrholzplatten gebeizt. Sieht brauchbar aus auf einem Teststück. Allein durch’s Beizen werd ich einmal vorsichtig anfeuchten, trocknen, schleifen, beizen, trocknen, ggfls nochmal beizen – Dauert seine Zeit, kein Einfluss drauf.

      Bin noch am überlegen ob ich zuerst beize oder zuerst auf die Box leime. Aber da ich nicht weiss wie tief die Beize eindringt und wie diese mit dem Leim reagiert – Die U_Do 13 auch nicht gerade “leicht” ist und ich die dann zum Beizen hin und her tragen müsste (und wir reden ja von 2 Gehäusen die ich nich simultan baue – ich mach erst einen fertig die fehler die ich da mache passieren mir beim zweiten nicht) ist es sehr wahrscheinlich angenehmer die Platte zuerst zu behandeln und dannach erst aufzuleimen. Ich erhoffe mir – wenn auch unwahrscheinlich – durch das Behandeln ein wenig mehr Stabilität.

      Ich habe mir hier auch ein Hartwachsöl und ein Öl für’s Finish besorgt – Die werde ich aber vermutlich erst auftragen nachdem die Platten auf dem Gehäuse sind. Wobei auch das vielleicht dem Sperrholz ein bisschen mehr Stabilität gibt (marginal ist vermutlich das richtige Wort). Rollen möchte ich jetzt ehrlich gesagt nicht an die Box schreiben – ich hoffe er liest gerade nicht mit, aber ich habe noch nie etwas hässlicheres gesehen *duck&renn* – nenene keine Rollen! Geht gar nicht! 😀

      Ja nun.. Also.. Ich habe noch jede Menge schleifen vor mir. Wobei ich fast am überlegen bin das einfach nicht zu machen (Gehrung) und mit den Kanten zu leben (sieht gar nicht sooo schlecht aus bei den U_Do 2) das würde die ganze Aktion deutlich verkürzen.

      Nun, warum mache ich Sperrholz auf die Front wenn ich hier eine schöne antrazit schwarze MDF Front liegen habe? Ganz einfach: Die Front werde ich unten leicht rund sägen (Die Fronten sind nicht gleich hoch – was aber gar nicht schlimm ist – insbesondere weil ich’s noch abrunden werde. Chassis Öffnungen sind nicht mittig, aber auch das finde ich nicht schlimm – Gerade diese Dinge verleihen dem Ganzen einen ordentlichen DIY-Flair) und auf das Sperrholz leimen. Deswegen war der Clou das Sperrholz auf Gehrung zu kriegen (das heisst doch so… hoffe ich nutz den Begriff nicht falsch) hierdurch sollte man dann naemlich keine Kanten sehen – bzw die Kanten als schön wahrnehmen, das Innenvolumen bleibt gleich und die Front sieht aufgesetzt aus (bzw ist aufgesetzt) – Einmal Fix die Öffnungen aussägen bevor ich die MDF Platte aufleime (und evtl verschraube weil Sperrholz ja nun nicht so mega Stabil ist) fertsch.

      Also… Das ist der Plan.. Jetzt muss ich’s nur noch tun. Und schaffen.

      … Mit dem Tempo ist’s also definitiv vorbei. Aber ich habe schon ein weiteres Projekt.. Meine alten Needles müssen aufgehybscht werden und Udo schrieb irgendwas von U_Do 8 und Decke. Ich weiss zwar noch nicht ob und wie. Aber nun. Ausserdem, fürchte ich, wenn ich mir die U_Do 13 so leer vor mir ansehe und an die Chassis denke, das mein Subwoofer ausgedient hat. Da kann die VotaSub16 vermutlich nicht mithalten.

      • #19946 Antwort

        Hm.. Oder doch folie auf die Seiten.. Und fertig sein.. Und endlich hören… *seufz*

  • #19934 Antwort

    Genau. Platte noch ein bisschen hin und her schieben und die Anfangshaftung steigt deutlich. Gruß

  • #20046 Antwort

    Liebes Bau-Doku-Tagebuch,

    nachdem ich mich doch entschieden habe, den schweren Weg zu gehen und nicht einfach zu folieren (einfach ist relativ, auch hier wäre bei mir sicherlich viel schief gegangen), sind wie schon zuvor einige Dinge schief gegangen. Nichts schlimmes. Es wird nur kein Lächeln in das Gesicht meiner Frau zaubern. Oder vielleicht doch, wenn sie das Ergebnis sieht? Wir werden sehen.

    Der Plan war, das von mir gekaufte Sperrholz zur Verkleidung meiner Gehäuse zu Beizen. Ich wollte unbedingt Lautsprecher mit einem rötlichen “touch” haben. Verleiht das dem Ganzen doch irgendwie das gewisse Etwas. Clou bietet das als Pulverbeize an und da dort laut Internet-Bildchen genau der Farbton vorhanden war den ich gesucht habe musste ich einfach zuschlagen. Ich habe das wie auf der Gebrauchsanweisung zubereitet. Etwas heißes Wasser, das Pulver einrühren, warten bis es Kalt ist.

    Leider ist mir dabei nicht aufgefallen, dass das Behältnis in dem ich die Beize hatte undicht war. Ungefähr 30 Minuten später hatte ich den Herd wieder sauber und ein paar Putzlappen zerstört.

    Weitere 15 Minuten habe ich gebraucht um meine Finger von der Beize zu entfernen. Oder andersrum. Schnell ein altes Marmeladenglas leer und sauber gemacht, die Beize eingefüllt und dann konnte es losgehen. Zunächst habe ich das Holz mit 120er Schleifpapier geschliffen.


    Dann habe ich es angefeuchtet.


    Während ich auf das Trocknen wartete, schrieb ich einem Kumpel via Whatsapp (Danke Sven!), der meinte nur das ich mich vor dem Beizen, also nach dem Trocknen melden soll. Gut das er mich dann anrief. Während ich nach dem Beizen noch einmal geschliffen hätte und nicht nach dem Trocknen – Sollte ich das genau andersrum tun. Also habe ich das ganze Sperrholz nach dem Trocknen mit 180er und dannach mit 240er geschliffen. Als ich dann irgendwann fertig war…

    …fix die Schutzausrüstung aufgesetzt/angezogen

    und dann kam die Beize drauf:

    Ein paar Platten später:

    Im Nachhinein wäre so eine Plastikspritze wie ich sie als Kind hatte toll gewesen um die Beize aus dem Glas zu saugen und dann gezielter auf das Holz / in den Schwamm zu geben. Die Beize ist wirklich “sehr” flüssig und fliest (oder schießt) mit wenig schwung locker über den Holzrand. Sowas hab ich auch noch nicht gesehen.

    Ausserdem hätte ich Leimreste wirklich komplett wegwischen und wegschleifen müssen – so wie es jetzt wirkt. Ich habe eine abgebrochene Kante unten geleimt und dabei den Leim auch “auf dem Holz” gehabt. Beim Beizen sieht man das (eigentlich Logisch – jetzt nicht mehr änderbar).

    Aber: Trotz aller Widrigkeiten, ich bin mit dem Ergebnis bisher super zufrieden! Mal sehen wie es nach dem Trocknen aussieht und der Behandlung mit Hartwachsöl.

    Jean

  • #20387 Antwort

    Tjo. Hier dauerts noch etwas. Bei der Weiche muss nachjustiert werden und mein quasi fertiges werkstück ist mir aus 1m Höhe durch die Finger gerutscht – mitten auf eine Dose schwarzen acryllack – die natürlich nicht nur das sperrholz welches ich zum auskleiden genutzt habe gefärbt hat sondern auch für einen nicht wegschleifbaren runden ausschnitt – also sieht aus wie ein misglückter rundbohrer – gesorgt hat.

    Selten den Tränen so nahe. Aber womit hab ich gerechnet, so ohne werkbank.

    Mit dem Makel werd ich wohl leben. So gut es ging geschliffen, mit holzpaste behandelt, werd noch einmal beizen und mit gehäuse 2 einiges anders machen – das steht mittlerweile ohne verkleidung schon. Brauchte nur ein paar Tage was anderes. /me seufzt

    Aus lauter Langeweile die Kabel per hand verzwirbelt. Gezöpft. Geflochten – was auch immer. Jetzt versteh ich die bohrmaschinen/akkuschrauber-hacks. Beim nächsten mal danken mir die Finger.

  • #20497 Antwort

    Hallo,

    also, man konnte ja schon in meinem letzten Post lesen, das ich zwischenzeitlich etwas Abstand genommen hatte. Aber genau so wie ich angefangen habe – möchte ich weiter machen und euch schonungslos jeden Fehler präsentieren.

    Halten wir zunächst einmal fest: Krepband ist auf gebeiztem Holz eine echt schlechte Idee. Ich habe gedacht, dass ich das nutzen kann um das Sperrholz ordentlich in Form zu halten bis der Leim darunter getrocknet ist. Ich habe gelernt: Nein. Doofe Idee.

    Dann wollte ich die Box kurz anheben und umdrehen – Dabei ist sie mir aus den Fingern gerutscht und mitten auf eine schwarze Acryldose geknallt. Die war natürlich.. Platt.

    Schleifen, Spachteln, nichts hilft so richtig. Nach langem Hin und Her und langen Überlegungen (ich hab schon ein paar Ideen und hilfreiche Tipps von Freunden die beruflich mit Holz arbeiten bekommen) habe ich mich entschieden, ich behalte das mit genau dieser macke und fülle die Ritzen nur auf. Es ist eine DIY-Box. Wie könnte man besser sehen, dass es DIY ist?

    Aber traurig, war’s schon. Und der Prozess das zu aktzeptieren hat auch ein paar Tage gedauert. Noch ein Hinweis zur Beize: Hat man vergessen, die Kanten die später evtl. aufgeleimt werden zu Beizen, kann man nicht einfach am Rand noch einmal vorsichtig drüber Beizen. Man muss das komplette Stück Beizen. Alles andere führt zu Flecken und farblichen Unterschieden. Und so richtig ordentlich mit der Hand abschleifen ist eine riesen Aufgabe – Zuviel schleifen geht bei Sperrholz halt auch nicht. Da ist ein “Neuanfangen” wahrscheinlich einfacher.

    Apropos, hier sieht man das die schwarze Front bereits darauf ist – Der Prozess dort hin sieht wie folgt aus. Das war quasi kurz bevor ich’s zerstört habe.

    Aus Frust habe ich mich dann hingesetzt und per Hand die Kabel verdrillt. Macht die Handhabung bestimmt einfacher (nein, tat’s nicht. Dadurch hatte ich zu wenig Kabel für die Weichen, wo einzelne Adern passend verlötet werden – Ich hab mich an den Kabeln meiner Needles bedient, die ich ja sowieso plane neu zu bauen). Meine Finger haben mir das noch 1-2 Tage gedankt – Aber ich hab’s selbst gemacht 😛

    Zeit, die fail-box hinter sich zu lassen und mit dem zweiten Gehäuse anzufangen, oder?

    Dannach ging es dann mit etwas mehr Elan wieder an die fail-Box. Durch das viele Schleifen und doppelt Beizen, wirkt die neuerliche Beize dunkler, intensiver. Irgendwie Genial.

    Nun ging es daran, die Front zu verschrauben. Hierzu zum Verständnis: Damit man die Kanten vom Sperrholz von den Seiten nicht sieht, habe ich eine Sperrholzplatte auf die Vorderseite geleimt. Auf diese Sperrholzplatte habe ich dann die dunkle Front geleimt. Ich bin mir sehr unsicher gewesen ob das Sperrholz / alle Schichten des Sperrholzes die ansonsten schwebende Front halten können – Daher habe ich hier 4 entsprechend lange Schrauben (hier mussten Schrauben aus meinem Subwoofer herhalten .. Ich bau ja eh alles neu) eingebunden. Wichtig bei MDF ist vor zu bohren.

    Auf dem nachfolgenden Bild sieht man den unfertigen Deckel – Ausserdem das die Front oben, unten, links und rechts circa 5mm Platz hat so das das gebeizte Sperrholz durchscheint.

    Tja – Und mit ein bisschen Weissabgleich im Grafikprogramm, sieht das Lautsprecher-Gehäuse von weitem dann so aus:

    Die andere Seite muss noch gebeizt werden, der Deckel aufgeleimt werden, evtl. muss ich da dann noch vorsichtig schleifen, das Loch für’s Terminal fehlt noch. Die Öffnungen in der Spanplatte muss ich beim Hochtöner noch etwas nachbessern – Und dann kommt auf das ganze Konstrukt Hartwachsöl.

    Jean

  • #20682 Antwort

    Hi Jean,

    Eine frage eines nichtsahnenden… Warum versenkst du die schraubenköpfe nicht? Gewolltes design oder fehlendes Equipment, gepaart mit unsicherheit und angst?

  • #20683 Antwort

    Sieht gut aus die Farbkombination. Pulverbeize muss ich beim nächsten Projekt auch mal probieren!

  • #21032 Antwort

    Hi zusammen,

    @nymphetamine: Ich hab’s mir nicht zugetraut und auch keine passenden Bohrer gehabt – Gestern nachgeholt. Die Schrauben sind jetzt versenkt. Sieht gut aus.

    @ben: Falls du generell noch nicht mit Beizen und sowas gearbeitet hast, kauf dir mehr als einen schwamm (der verschleiß ist hier recht groß) und ordentliche Handschuhe. Bei meinen ersten ist’s leider durchgegangen und die Beize von den Fingern zu kriegen ist.. Ich lauf immernoch mit einem Roten Daumen rum. 🙂

    @Alle die mir Öl/Hartwachsöl empfohlen haben: Ja. Die Anthrazit Front von Udo sieht mit Hartwachsöl tatsächlich sehr Edel aus und ist trotzdem nicht pechschwarz geworden – So ein Zwischending. Gefällt mir extrem gut. Auch hier Danke für den Tipp @Handschuhe.

    @Udo: Danke, für diesen wunderbaren Bausatz!

    Wie man vermuten kann, nähere ich mich der finalen Fertigstellung. Ich konnte nun leider nicht mehr warten und habe eine U_Do 13 direkt angeschlossen. Ich weiss nur ehrlich gesagt nicht, wie ich den Klang beschreiben soll. Ich bemerke nichts was mich stört. Jeder Ton sitzt, der Lautsprecher klingt einfach so, wie ein Lautsprecher klingen sollte. Für mich. Ich mag alles an der Box.

    Gruß
    Jean

  • #21163 Antwort

    Moin,

    habe schon länger keine Bilder hochgeladen. There we go. Das folgende Bild zeigt eigentlich meinen Aufbau. Und welche Tücken Sperrholz hat wenn man nicht auf Gehrung arbeitet. Sei’s drum! Im Endeffekt nicht wirklich spannend; grob Aufbau wie von Udo vorgesehen, mit Sperrholz verkleidet, das Sperrholz nicht auf die Front sondern drunter. Hier noch ungeschliffene Kanten. Ich hab sie später “leicht” gerundet und entgratet.

    Das nächste Bild zeigt, wie man die Schrauben versenken kann – Zuerst mit dem normalen Bohrer ganz normal (vor)-bohren und dann mit einem größeren Bohrer drauf. Dadurch, dass die Holzbohrer eine Spitze haben, kann man eigentlich nur Mittig bohren. Kann also quasi nicht viel schief gehen. Aber vorsicht.. die größeren Bohrer gehen wie Butter durch’s MDF. Man ist also sehr schnell, zu tief.

    Nach ein bisschen schleifen siehts dann.. Naja, nicht so rund aus wie erhofft aber passabel.

    Hier sieht man das Gesamtstück:

    Und der Größenvergleich zur U_Do 2 und U_Do 6 darf nicht fehlen. Wer mich kennt weiss das ich etwas Chaotisch bin und bei mir nicht alles im selben Design sein muss – Man erkennt recht schnell das die Boxen allesamt wunderbar farblich aufeinander abgestimmt sind (*sarkasmus*) – find ich gut so 🙂 Ausserdem gings ja darum, mich mit verschiedenen Dingen auszutoben.

    Hier nochmal von Näher:

    und noch näher…

    Und komplett mit absolut schlechtem Licht. Das war mein Whatsapp Bild um der Welt mitzuteilen das ich fertig bin.

    Fertig bin ich natürlich noch lange nicht. Irgendwann noch einmal hartwachsölen.. Und polieren… Und ich will noch ein paar ordentliche “Füsse” zaubern.. Und eigentlich.. Vielleicht bau ich die Box in einem halben Jahr neu – Weiss ja jetzt was ich alles falsch gemacht habe. Wir werden sehen. 🙂

    Aber Happy! So Happy!

    P.S: Nein, die Box ist nicht schief. Nein! Das ist der Boden! Jawohl. Soooobald ich die neuen füsse gebaut habe, ist die gerade… 😀

  • #21175 Antwort

    Nice, dann genieß mal bevor die Werkstatt wieder ruft 😉

    Beim bohren kann es manchmal hilfreich sein, erst das große Loch zum versenken zu machen und dann mit dem kleinen mittig durch bohren. Z. B. Bei den Pol klemmen ist das “kleine” innere Loch nämlich größer als die zentrierSpitze. Zum schrauben versenken nehme ich immer nen kegel förmigen “Bohrer ”
    Liebe grüße

    Matthias

  • #21195 Antwort

    Habe ein bisschen mit Udo und Matthias rumgeschrieben und mit einem Kumpel auf den Lautsprechern gehört. Die Infos will ich hier keinem Vor-Enthalten:

    Gestern war ein Kumpel bei mir und wir haben ein wenig gehört. Unten rum fehlt uns etwas im Bass. Irgendwie fehlten ein paar Töne. Noch einmal überlegt… Ich habe Dämmwolle um das Reflexrohr gelegt. Kann man sich vorstellen wie wenn man eine Tasche aus Dämmwolle bildet und nun das Reflexrohr in diese Tasche geschoben wird – also rundum verpackt.

    Dämmwolle rausgezogen. Mehr Bass da. Dämmwolle wieder reingetan, aber diesmal so, dass ein kleiner Bereich hinter dem Reflexrohr frei ist – Ton bleibt recht gleich (sprich, es ist “mehr” Bass da). Ich habe also im ersten Fall wohl die Dämmwolle falsch eingebracht.

    Dannach Frequenztest laufen lassen, weil mir immernoch irgendwie was fehlt. Zwischen 44 Hz und 50 Hz kommt nichts. Quasi Weltall-Feeling. Unter 44Hz und über 50Hz spür, äh merkbar wieder da. Hab vermutet das ich die Bässe verpolt habe – Rückfrage bei Udo, Batterie Test gemacht, Chassis springen nach Innen, ist also wohl keine Verpolung wie ich erst annahm.(*)

    Damit bin ich wohl zum Ersten Mal im Leben bei “Raummoden” angekommen. Heute geht das große Umstellen los. Bin gespannt ob’s das ist. Wenn ich richtig recherchiert habe, und es nicht um wand zu wand sondern wand zu box geht, würde ich sogar die 47-49 Hz mit einer Welle treffen. Zwischen Wand und Box sind 3,46m – das entspräche ~49 Hz. Insgesamt habe ich jedoch 5,5 bis 6m von Wand zu Wand, und 2,5m Deckenhöhe. Floorteppich, riesieges Sofa, Drum rum teils Schränke. Irgendwie glaub ich nicht an Raummoden. Aber.. Ich hab auch nicht an den Effekt geglaubt den ein bisschen Dämmwolle ausmacht.

    @matthias vielleicht willst du die Tipps die du mir gegeben hast hier auch nochmal für die Nachwelt festhalten.

    (*): Vielleicht mag mir jemand erklären (weil ich das super interessant finde) warum die Tiefton-Chassis nach Innen springen, wenn ich eine Batterie anschließe. Tatsächlich hoffe ich ja auf eine Erklärung für Blöde ohne viel Mathematik. So wie der schöne Verstärker-Artikel den man gut versteht 🙂

    Jedenfalls.. so ein bisschen mehr oder weniger Dämmwolle machen tatsächlich was aus und Reflexrohre sollte man an der Rückseite wohl auch nicht bedämpfen, denke ich. Ich hab die beiden Tieftöner ebenso verpackt (wie eine Tasche) hätte man hier auch nach hinten hin die Dämmwolle (also zur Rückwand) weglassen sollen so das dort die nackte innenwand zu sehen ist?

    Ich muss jetzt für die beiden U_Do 13 noch passende Böden bauen.. Hierzu habe ich bereits ein paar Ideen wollte an der stelle aber mal schnell nachfragen: Würdet Ihr hier irgendwas spezielles nehmen? Ich habe noch Sperrholz, Spanplatte und MDF daheim was ich heranziehen kann. Sowie jede Menge Filz. Die Boxen haben natürlich schon einen Boden, aber der ist ein wenig uneben. Daher möchte ich hier noch eine etwas kleinere Platte (MDF) und eine etwas größere Platte (MDF) drunter bauen. Einmal um’s zu begradigen und einmal für die Optik. Könnte aber halt auch Sperrholz / Spanplatte nehmen.

    Grüße!

    • #21199 Antwort

      Udo Wohlgemuth
      Keymaster

      Hallo Jean,

      wenn Bass fehlt, kann das viele Ursachen haben: Aufstellung, Verstärker, vor allem Erwartung und Gewöhnung. Wenn es vorher gebollert hat und nun präzise klingt, fehlt nur das Gewohnte, das voraussichtlich falsch klang. In vielen Berichten wird über das Einspielen geschrieben, das ist für die Lautsprecher durchaus wichtig. Noch wichtiger ist es abr für die Ohren. Ein Kunde war seine Infinity-Boxen mit 12 dB Überhöhung untenrum gewöhnt. Er fand Mitten und Hochton der SB 240 unglaublich toll, die hätte aber keinen Bass. Nach einer halben Stunde konnte er die Bassdrumm von E-Bass unterscheiden, das kannte er vorher gar nicht. Natürlich hatte er kein Heavy Metal oder Charts aufgelegt 😉

      Gruß Udo

      • #21208 Antwort

        Moin Udo,

        vermutlich hast du recht. Anders als die meisten hier, bewege ich mich im Lautsprecherbereich ja nicht soooo lange. Meine ersten waren die billigsten Brüllwürfel die ich auftreiben konnte. Irgendso’n 70 Euro Set 🙂 Mit sowas habe ich mich lange Zeit gequält. Als ich dann die Needles von dir hatte, war das das erste “wow”. Das war ja mein Probe-Kauf bei dir 🙂

        Aber dementsprechend schwer ist’s für mich auch rauszuhören was richtig und falsch klingt. Mir fehlt der Vergleich und die Erfahrung. Ich finde die Udo’s klingen sehr gut – Was ich bemerkt habe ist das ich stundenlang vor den Teilen hocken und Musik hören kann. Statt.. wie üblich fern zu sehen. Was ich auch bemerkt habe ist, das gerade oder insbesondere Musik mit Instrumenten (Mandoline, Geige, etc) wirklich wirklich angenehm und toll zur Geltung kommen. Es macht halt einfach “Spass” da zu lauschen.

        Was natürlich auch wichtig für mich war war eine Frage an meinen Kumpel “Und? Was meinste, war’s das Geld wert?” – Da die Antwort ein ziemlich klares Ja mit Nicken war, bin ich (auch) zufrieden.

        Was den Bass angeht: Ich habe auch kein Problem wenn die bei 50 Hz aufhören. Ich war nur verwundert das es scheinbar unter 44 Hz weiter geht. Wenn bei 50 schluss ist … du hast ja noch den schönen Deeplink. Du musst mir nur helfen meine Frau zu überreden 🙂

        Grüße
        Jean

      • #21212 Antwort

        Udo Wohlgemuth
        Keymaster

        Hallo Jean,

        gerade nur 50 Hz aus zwei 20ern in Reflexgehäuse wär aber wohl etwas dünn. Nur bei 95 dB/ 2,83 V wär es ok wegen entweder Wurkungsgrad oder Tiefe 🙂

        Gruß Udo

  • #21196 Antwort

    Ähm. Noch eine wirre Idee: Bei 50 Hz rum ist doch das Brummen von Netzgeräten und so.. Könnte das vielleicht daher kommen? Filtert der Denon da vielleicht deswegen einfach was “weg”? (Okay, die einzig richtige antwort hierauf ist frag deinen Hersteller – Aber mich würd da mal eure Erfahrung interessieren)

  • #21197 Antwort

    Hallo Jean
    Da gibt es ganz unten so eine Klang-Torte ..https://www.heimkino-praxis.com/faktoren-fuer-gute-klangqualitaet/.. an die halte ich mich so halbwegs und es passt meistens.

    Grüße Harry

    • #21209 Antwort

      Moin Harry,

      gerade Voodoo gefällt mir 😀 Ahjo. Ja, da sollte man sich wohl dran halten. Danke für den Link. Nettes Diagramm.

      Gruß
      Jean

  • #21200 Antwort

    Moin Jean,
    Von Filtern ist mir nix bekannt, aber wo ich denon lese, hast du es mal mit pure direct versucht? Sprich alle verbiegungen aus und so?

    Ansonsten komm einfach mal damit vorbei, dann können wir ausschliessen dass es an den boxen liegt 😉

    Matthias

    • #21210 Antwort

      Sprechen wir mal per PN drüber, wann wie wo – ich will deine Boxen “eh” hören. 🙂 Nur krieg ich meine U_Do 13 sicher nicht im Zug hucke pack mit :>

    • #21217 Antwort

      Hi,

      ich habs noch einmal mit puredirect probiert. Tatsächlich habe ich ab 50Hz nach unten Probleme noch etwas zu hören, nur ganz leicht. Allerdings ist Lautstärke bei mir jetzt um die Uhrzeit auch nicht recht hoch. Die Chassis vibrieren aber durchgehend; also auch in dem Bereich zwischen 50 und 44 Hz. Bis 30 Hz hab ich getestet.

      okay krass. ich hab die box jetzt mal um einen halben Meter verschoben und gerade auf’s sofa gerichtet statt schräg und die lautstärke erhöht. Jetzt hör ich die töne.

      Oh man.. Das zieht ja n halbes Studium nach sich.. :>

  • #21202 Antwort

    Hallo Jean,

    zu deiner Batteriefrage. Ich vermute, dass wenn die Batterie mit + an + der Terminals angeschlossen wurde, dass die Chassis nach innen gehen, weil die Chassis auf der Frequenzweiche verpolt verlötet sind.

    Gruß
    Andre

    • #21211 Antwort

      Hi Andre,

      ich habe mich unklar ausgedrückt. Mich hat einfach der mechanische Effekt interessiert; Die Verpolungsfrage ist schon geklärt. Aber mich hat (a) gewundert wie tief das chassis reinspringt (b) warum das passiert. Also, die grundlegende Mechanik.

      Auf der anderen Seite reden wir ja bei Lautsprechern von (Sinus)kurven oder wellen. dementsprechend bewegen sich die chassis, weil + und – ja ständig wechselt. dadurch kommt die bewegung zu stande. Bei einer Batterie hab ich jetzt gleichstrom – dadurch bleibt das chassis ganz innen oder ganz aussen. (Quasi die Erklärung die ich gesucht habe und mir jetzt durch bröckchen selbst hergeleitet habe)

      Gruß
      Jean

      • #21214 Antwort

        Udo Wohlgemuth
        Keymaster

        Hallo Jean,

        das hast du schon schön zusammengereimt. Wenn dir Sparky jetzt noch die Elektriker-Merksätze zur Phasenverschiebung bei Spulen und Kondensatoren dazu gibt, ist alles erklärt 🙂

        Gruß Udo

      • #21218 Antwort

        Guten Abend,

        Wechselstromtechnik im Forum? Oha 🙂

        Nun – Kondensatoren und Spulen haben eine Phasenverschiebung des Sinus zur Folge.
        Ein “idealer” Kondensator, bzw. eine “ideale” Spule verschieben die Phase um genau 90°,
        aber jeweils in entgegengesetzte Richtungen, ausgehend vom Ursprungssignal.

        In welche Richtung, das kann man sich mit diesen beiden Eselsbrücken schön merken:

        Bei InduktivitÄTEN, die Ströme sich verspÄTEN (Spule)

        Am KondensatOR, der Strom eilt vOR

        Darum baut Udo die Bässe auch schon mal “verkehrt” herum ein, denn wenn der vorgeschaltete Tiefpass gehörig an der Phase herum dreht, dreht er sie so einfach wieder dahin, wo sie hingehört, um Dir mit den restlichen Chassis zusammen einen angenehmen Musikgenuss zu liefern.
        Zumal ein Kondensator, also Hochpass, in die andere Richtung dreht und 90°+90° macht auf einen Kreis von 360° – richtig, 180°, also genau entgegengesetzt.

        Ich finde es gut, Jean, wie Du dir den Rest bereits durch Nachdenken richtig zusammengereimt hast. Denken ist heute nicht mehr jedermanns Sache 🙂

        Der Batterietest zeigt außerdem sehr schön, warum es im normalen Betrieb nicht gut ist, Gleichstrom auf die Lautsprecher zu geben. (Wie dies bei einem “clippenden” Verstärker geschieht)

        Gruß,
        -Sparky

      • #21219 Antwort

        Udo Wohlgemuth
        Keymaster

        Hab ich eigentlich schon mal gesagt, wie schön ich es hier finde? Da rufst du in den Wald und alle guten Geister erscheinen einen Augenblick später 🙂

        Gruß Udo

      • #21223 Antwort

        … was ich persönlich schön finde ist, dass Deine Leser sich selbst mit der Materie beschäftigen und wissensdurstig hinterfragen, statt einfach stumpf nachplappern, was zehn andere schon geschrieben haben, wie es oft in Foren der Fall ist.
        Außerdem macht es Spaß gute Fragen zu beantworten, weil man sich dann selbst auch nochmal damit beschäftigt und einst Gelerntes nicht so schnell wieder vergisst.

        Ein Gourmetkoch sagt ja auch, dass eine gute Warenkunde den Verbraucher vom Genießer unterscheidet 😉

        Gruß,
        -Sparky

    • #21215 Antwort

      Hi Andre,

      äh. Jetzt wo ich noch einmal gelesen habe. Vielleicht bin ich doch auf dem Holzdampfer. Noch einmal zum sichergehen:

      Wenn ich in das Terminal kabel stecke und den Plus Pol vom Terminal mit dem Plus Pol der Batterie verbinde, und das Minus Pol mit dem Minus Pol der Batterie verbinde. DANN sollte das Chassis doch nach _innen_ springen um NICHT verpolt zu sein.

      Du schreibst jetzt das Gegenteil?

      @Udo wierum ist’s richtig? 😀

      • #21216 Antwort

        Udo Wohlgemuth
        Keymaster

        Hallo Jean,

        Andre hat recht und du hast die Chassis richtig angeschlossen. Wird dir Sparky sicher auch erklären 🙂

        Gruß Udo

      • #21220 Antwort

        Nochmal guten Abend,

        ….ich lese hier irgendwie viel meinen Alias heute 😛

        @ Jean: Lass Dich nicht verwirren, es ist alles OK so. Du dürftest sogar die Bässe “richtig herum” anschließen, wenn Du dafür stattdessen alle anderen Chassis verpolst 🙂 Wichtig ist, dass die Bässe das Gegenteil vom Rest der Chassis tun beim Batterietest und zwar an beiden Boxen gleich.

        Was zu “Bassarmut” führen kann:
        -der Verstärker ist zu schlapp und kann die Bässe nicht treiben.
        -eine der Boxen ist verpolt am Verstärker angeklemmt.
        -es gibt “Auslöschungen” im Raum.
        -der Hörer ist nur “Bollerbass” gewöhnt und muss sich erst an präzise Widergabe gewöhnen

        Da Du ja nur Maleste in einem winzigen Frequenzbereich hast, spricht dies wenn überhaupt eher für eine auslöschende Mode. Aber höre auf die Vorredner erst einmal:
        -Wenn Deine vorherige Box einfach in dem Bereich sehr “Fett” (bollerig) war oder aber durch ihre Aufstellung wiederum eine überhöhende Mode angeregt hat, kann es erst mal ein Unterschied sein.
        -Spiel die Boxen mal eine Woche ein und höre es Dir dann an.
        -Experimentiere danach ggf. ein wenig mit der Aufstellung, größere Boxen blühen z.B. manchmal regelrecht auf, wenn man sie mal nen halben Meter von der Wand wegholt. Man kann die Boxen auch leicht einwinkeln, um den Hörplatz besser “auszuleuchten”
        -Wie Du selbst erlebt hast, kann ein bisschen Variieren der Wattemenge in der Box den letzten Feinschliff geben. Udo gibt genug Watte mit, damit auf alle Fälle für jeden Geschmack genug da ist. Er wiegt diese aber nicht mit einer Apothekerwaage auf die “einzig wahre” Füllmenge ab 😉

        Gruß,
        -Sparky

  • #21203 Antwort

    hi jean ,
    das ja doof, das es nicht so klingt wie du es dir vorstellst, hast du die lautsprecher mal neu eingemessen?
    und die boxen auf groß gestellt. meine standboxen vorher konnten ziemlich tief und das war kein problem mit dem denon. Aber das problem mit den tiefen tönen habe ich auch , ich sitze direkt in einem bass loch. bei meinem schreibtisch falle ich vom stuhl, wenn mein sohnemann ein film schaut, setze ich mich aufs sofa.dazu ….nichts. da hilft wohl nur umstellen und hin und her schieben. z.b bei kong skull island als die hubschauber platzten war ich doch sehr entäuscht vom rums, wärend underworld, master and comander uvm ganz großes kino sind.(trotz liegendem center) 🙂

    • #21213 Antwort

      Moin Stoffel,

      ehrlich gesagt habe ich an dem Denon noch nie Lautsprecher eingemessen. Ich stell die grob so ein (Abstände, Pegel) das es passt und das war’s. Die Einmessautomatik hat bei mir immer nen Surround-System versucht einzumessen und ich hatte bis vor kurzem ja noch keins. Ich baue mir demnächst eine Ablage hinter dem Sofa damit ich die beiden U_Do 2 dort aufstellen kann – dann muss ich mir noch lange Kabel besorgen und dann wollte ich zum ersten Mal alles einmessen und schauen wie’s ist (oder meinst du was anderes mit einmessen?)

      auch an Matthias:

      Klangregelung: aus
      Restorer: aus
      Audio Delay: 0
      Audyssey: aus / MultEQ XT aus
      Front: Groß (U_Do 13 dran)
      Center: Groß (U_Do 6 dran)
      Subwoofer: Nein (nix angeschlossen)
      Surround: Groß (gerade nicht angeschlossen, kommen die U_Do 2 dran)

      Habe irgendwo gelesen das sich groß und klein nicht nach der größe der Box richtet sondern .. habs vergessen. Groß erschien der richtige Wert laut Internet.

      Abstände:
      Front L: 2,9 m
      Front R: 2,9 m
      Center: 2,8 m
      Surround L/R: 2,9 m (ist natürlich mumpitz, nix angeschlossen)

      Keine Ahnung wie man das richtig angibt – Von Front Li zu meiner Hörposi sinds 2,70. Von Front Re zur Hörposi sinds 2,70. Vom Center zur Hör Posi sinds 2,90. (jeweils vom Chassis zum Platz). Es gibt im Endeffekt hier drei hörposis. Von den Fronten zur dritte Hörposi ists entsprecht ein wenig mehr. Aber alles so im Bereich 2,70-2,90.

      Pegel sind alle auf 0.0 dB also kein + und kein –

      Der Denon zeigt mir noch den Menüpunkt Bässe, mit ausgegrautem Subwoofer-Modus LFE+Main und darunter LFE Tiefp-Filt bei 80Hz (ist einstellbar bis 250Hz) aber wie gesagt, kein sub dran auch nicht eingestellt.

      Tja das war’s. Ich denke, ich horch einfach mal auf Udo’s Rat und warte ab, bis sich die Boxen eingespielt haben 🙂

  • #21221 Antwort

    Moin,
    Einmessen sein lassen ist auch für mich die richtige Wahl, das lohnt nur bei schlechten Lautsprechern.
    Mal nen Meter nach vorn gezogen die Kisten?
    Im Zug könntest du zumindest eine mitbringen 😉

    Oh, das bringt mich auf ne idee, hast du Bass wenn nur eine Box angeschlossen ist?
    Matthias

    • #21224 Antwort

      Ich sitz zum Testen direkt davor – Damit ich einen Hörsturz kriege aber es nicht zu Auslöschungen ausser in meinem Gehör kommen kann 🙂

      😀

      P.S: Ich mag’s hier auch 🙂

      • #21226 Antwort

        Guten Abend,

        …denk daran, ab 85dB Schalldruck schreibt die Berufsgenossenschaft Gehörschutz vor 😉

        Aber um das mal kurz ernstlich aufzugreifen:

        Wenn ich wahlweise sehr schlecht oder gut gelaunt bin, wird gern aufgedreht, lediglich die Musik unterscheidet sich. Wenn danach die Ohren klingeln, war es aber zu viel 😀

        Udos Lautsprecher verraten sich nicht unbedingt wie manche Discolautsprecher durch verzerrte Widergabe bei hohen Pegeln, man muss also anfangs etwas vorsichtig sein, weil sie auch (langfristig) gehörschädigende Lautstärken so angenehm wiedergeben, dass man sich nicht wie am Kirmesbierstand reflexartig die Ohren zuhält, weil einem irgend ein günstiges Druckhorn das äquivalent einer Schleifhexe des gerade sterbenden billigst-PA-Verstärkers in selbige hineinkreischt, damit die trunkene Masse zum zehnten Mal “AAAAAAAAAtemlOOOOOOOOOOssss…..” grölen kann 😛

        Wir wollen ja auch noch mit grauen Haaren und krummem Rücken Freude an guter Musik haben und da bin ich an gemütlichen Abenden sehr froh darum, dass ein guter Lautsprecher auch leise genau so schön spielt wie laut bei Bedarf 😉

        Gruß,
        -Sparky

  • #21225 Antwort

    was ich übrigens ziemlich “geil” finde.. falls noch nicht geschrieben.. der center fügt sich da ein als wäre’s eine Einheit. Das klingt absolut homogen. ist das das richtige wort? 🙂

  • #21228 Antwort

    Moin.

    Jean, Dein Problem zwischen 44 und 50 Hertz verstehe ich so, dass dieser Bereich praktisch akustisch unterrepräsentiert ist. Ich gehe davon aus, dass darunter und darüber zumindest etwas festzustellen ist.
    Raummmoden sind das scheußlichste, was einem passieren kann, denn sie sind nur mit einigem Aufwand zu beherrschen und bedürfen oft einer generellen Umdenke in der Struktur und Einrichtung des Raums.

    Das Fatale ist, das sie sich über die Längsseite, die Querseite, von Boden zur Decke und teilweise auch diagonal aufbauen.Tieffrequenter Schall breitet sich paukenartig, also ungerichtet aus. Es herrscht dort also ein völliges Chaos an Schallwellen, überwiegend im tieffrequenten Bereich, die Mittel- und Hochtöne werden mit zunehmender Frequenz immer gerichteter und bereiten eventuell Problem in der “Schärfe” des Klangbildes mit Verzerrungen.

    Die Länge einer Schallwelle bei entsprechender Frequen errechnet sich ganz einfach. Schallgeschwindigkeit/Frequenz. Somit hat ein Ton von, sagen wir 50 HZ 342m/sec geteilt durch 50 = 6,84 m. Entscheidend ist die halbe Wellenlänge, passt die in den Raum, wird der Ton als Krach, hier auch als Musik bezeichnet, hörbar.

    Der Drecksack “Schall” hat jedoch auch die unangenehme Eigenschaft, von raumbegrenzenden Flächen reflektiert zu werden. Je härter und ebener die Fläche, umso derber die Reflexion. Treffen sich ein Schallwellenberg und ein -tal, löschen sich die Wellen gegenseitig aus, wenn gleichgerichtete Schallwellen aufeinandertreffen, addieren sie sich. Das ganze sind dann die Moden. Eigentlich eine ganz einfache physikalische Beziehung, bedingt aber, dass der Raum einen erheblichen Einfluß auf den Klang hat und dass Lautsprecher in verschiedenen Räumen oft völlig anders klingen.

    Das ist auch nur bis zu einem bestimmten Maß beherrschbar, ganz beseitigen kann nur Bibi Blocksberg. Man man kann aber viel machen.

    Mit umräumen, Boxen anders aufstellen, einfachem mechanischem Experimentieren kann man eine Menge erreichen, da hat Sparky völlig recht. Einfach die Regler an den Verstärkern drehen, beseitigt das Grundproblem nicht, es verschiebt es nur um ein paar dB linear nach oben oder unten. Schärfe in den Hoch- und Mitteltönen bedürfen dann einer weiteren Untersuchung und Vorsorge.

    Also Ärmel hoch und Möbel rücken. Bis aaaaaaaatemlooooooos-igkeit eintritt. Wir sind ja schließlich nicht zum Vergnügen Hai-Vieh-Verrückte.

    Hesse

  • #21231 Antwort

    Hallo Hesse,

    vielen Danke für die Physiknachhilfe, hätte ich doch früher bloß in der Schule besser aufgepaßt…..

    Verstehe ich das richtig, dass man für Frequenzen kleiner/gleich 50 Hz also mind. einen Abstand zum Lautsprecher von 3,5m haben muss, sonst ist es eher unwahrscheinlich, diese am Hörplatz hören zu können? Alle möglichen Einflüße des Raumes mal außer Acht gelassen.

    Ich feue mich sehr, dass Du wieder an Bord bist und mit viel Sachverstand und Humor das Forum bereicherst.

    Viele Grüße
    Rolf

  • #21232 Antwort

    Moin Rolf,
    Keine Sorge, unhörbar werden die Frequenzen unter 50Hz bei nem 3,40m raum auch nicht 😉
    Die von Hesse angesprochenen Reflexionen helfen da weiter…
    Allerdings wird es ihnen zu “eng”, weil sie sich nicht ungestört ausbreiten können und entsprechend fangen sie an, sie durch Motzerei zu beschweren, ergo Moden

    Für die englischsprechler was mehr dazu.
    https://www.acousticfields.com/wavelengths-in-our-rooms/

    Matthias

  • #21235 Antwort

    Danke, RWO für die guten Wünsche.

    Die Hörbarkeit des Tones hängt nicht vom Hörabstand, sondern von der Raumgröße ab. Passt die halbe Wellenlänge in den Raum, ist der Ton hörbar. Natürlich nur, wenn er nicht gleich wieder in einem Modem untergeht. Beispiel 40 Hz: 342 m/sec geteilt durch 40 sec/1 = 8,55. Die halbe Wellenlänge beträgt also rund 4,28 m. In deinem Raum dieser Größe wird der Ton hörbar, dabei ist es egal, ob das Raummaß längs oder quer erreicht wird.

    Mein Raum ist z. B. 3 m. tief und 6 m. lang, da könnten theoretisch Töne bis 29 Hz. deutlich hörbar sein, die SB leistet das gerade noch so, mit einem Abfall von 10 dB, ist aber körperlich spürbar.

    Normale CDs gehen, bis auf ganz wenige überhaupt nicht in diesen Bereich. Das was wir als Bassgeschehen hören, spielt sich im überwiegend im Bereich von rund 50 bis rund 120 Hz. ab, darunter liegende Töne werden meistens auf speziellen Tonträgern von 6-Seiten-Bässen, Oktobässen, Bösendorfer-Flügeln und Orgeln erzeugt. Die normale Popmusik spielt sich also in unspektakulären Frequenzbereichen ab, also in dem Rahmen, der in normalen Wohnräumen dargestellt werden kann.

    Für die Räumlichkeit und Ortung des Klanggeschehens sind Mittelton und Hochtonbereich zuständig. Alles muss einfach zusammenpassen. Akustik ist ein sehr schwieriges Gebiet (siehe Elbphilharmonie), hinzu kommt unser Gehirn, dass Töne nach eigenem Gutdünken ergänzt, es ist also alles noch viel komplexer als das bisschen mathematische Physik.

    Man muss halt selbst irgendwo eine Grenze finden, an der die Vernunft siegt und die endgültige Konfiguration bis auf Ersatzteile gefunden ist. Sonst kann das ganze Vergnügen in Kostenbereiche der Spielsucht oder des Drogenkonsums gehen. Ich kenne solche Fälle. Da ging es aber um Status, Kompensation von Minderwertigkeitsgefühlen und hypothetischer Penisverlängerung.

    Hesse

  • #21237 Antwort

    So, jetzt habe ich jede Menge Interessierte in meine Baudoku gelockt: Sacht ehrlich, wie findet Ihr sie (die box)? 🙂

    Das Problem mit den Raummoden probiere ich jetzt übers WE in den Griff zu kriegen und schreib hier dann nochmal kurz ob’s geklappt hat. Die Raumgröße, sollte locker ausreichen.

    • #21239 Antwort

      Udo Wohlgemuth
      Keymaster

      Hallo Jean,

      hören und messen haben nur eine einwegige Abhängigkeit. Was ich gemessen habe, kann ich nachher auch hören (bildet man sich ein). Andersherum wird selten ein Schuh draus 😉 Setz die nach ein paar Tests hin und hör dich ein. Das verbessert den Klang oft mehr als alle anderen Maßnahmen 😉

      Gruß Udo

  • #21240 Antwort

    winitou

    Liebe Leute,

    die (Tief-) Basswidergabe kann gar nicht vom Raum abhängig sein.

    Uber jeden guten Kopfhörer sind (sehr) tiefe Töne hörbar. Der “Raum” um das Ohr herum beträgt bei geschlossenen Kopfhörern aber nur – wenn überhaupt – wenige Kubik-Zentimeter.

    In kleinen Räumen steigt der Schalldruck der Abstahlung zu sehr tiefen Frequenzen hin sogar stark an ( bis zu 12 db??). Deshalb klingen aufgesetze Kopfhörer ausgewogen (satt), abgesetze aber ausgedünnt (fast wie HTs ohne TMT-Beigabe).

    Mit Raummoden hat das erstmal gar nichts zu tun. Das sind stehende Wellen, die gegeben sind

    a) von den Raum-Ausmaßen
    b) von der Aufstellung der Schallquelle(n)
    c) von der der Position des Hörers (oder des Meß-Mikros)

    und noch von anderen Faktoren.

    Um Raummoden erträglich zu machen empfehlen sich

    a) Aufstellung derr LS variieren (tendenziell: weiter weg von der Rück- und Seitenwand_weniger Einfluss der Moden)

    b) Die Hörposition möglichst (Rück-) wandfern wählen.

    Dann ist gewähleitet, dass es weder zu schlimmen Überhohnungen (Dröhnen mit langer Nachwirkzeit und “Verbreiungen” des Bassbereichs) kommt. Noch kommt es dann zu Auslöschungen betimter Bassregionen – das ist nämlich die Kehrseite der Verstärkungsmode: Auslöschung, etwa eine halbe Oktave höher).

    Zu Auslöschungen kommt es in vielen Räumen durch Transversalmoden (zw. schräg gegenüberliegenden Ecken des Raumes und dann, wenn wenn man in der Mitte einer Raumdimension hört). In der Regel so zw. 80 und 120 Hz. Viel als gut klingende Mini-Boxen haben genau da eine Überhöhnung …

    Genug fürs erste

    Gruß

    Wini

    P.S Hesse, welcome back –> Bob Dylan: “Rainy Day Woman”

  • #21241 Antwort

    Guten Abend Jean,

    Moden sind nichts, dass man “mal eben” an einem Wochenende beseitigt 🙂
    Und vor allem nichts, dass man zeitlich planen kann. Das Thema braucht, “richtig” angegangen, Geduld.

    Wenn es nicht gerade der “schalltote” Raum im Messlabor ist, hat jeder Raum Moden, da es gerade Flächen gibt, die den Schall reflektieren. Es gibt daher bei der Modenbeseitigung die Möglichkeiten, die Schallquelle in Relation zur Fläche anders anzuordnen, so dass sich das Abstrahlverhalten ändert, die Fläche mit schallabsorbierendem Material zu “passivieren” oder das “zu viel” an Schall mittels Helmholzresonator umzuwandeln. Wenn man sich nicht direkt neu einrichten will, ist der erste Punkt auch erst einmal der Einfachste, nämlich einfach mal ein bisschen die Boxen rücken, einwickeln, hören, bewerten. Und hören ist das Stichwort – mit Änderung der Position der Schallquelle in Relation zum Raum verschiebe / ändere ich auch ALLE Moden 😉 hektisches Umherrücken bringt also nichts, man muss immer prüfen, ob der gewünschte Effekt eingetreten ist und dafür kein neuer unerwünschter entsteht.

    Das erfordert halt den Willen, etwas herum zu probieren und Geduld. gerade letzteres haben noch die wenigsten, heute wird die Lösung auf Knopfdruck verlangt und Ruck-Zuck kommen DSP und Einmessen ins Spiel. Aber auch ein DSP beseitigt keine Moden an sich, er reduziert nur da, wo zu viel ist und dickt an, wo es mangelt. Leider kann sein elektronisches Hirn aber nicht individuell hören wie sein Besitzer, das Ergebnis solcher Einmessroutinen wird daher vom Besitzer oft als im wahrsten Sinne des Wortes “seelenlos” empfunden.

    Daher ist Deine Idee, den “harten” Weg zu gehen eigentlich ganz gut. Nur hetze Dich nicht dabei.:)
    Meine dicken Hinkelsteine von Udo haben in dieser Zeit ihr Einjähriges, und auch mein Hörraum ist nicht modenfrei. Es klang von Anfang an großartig, nur war die ” aller besteste überhaupt!” Hörposition im Bereich knapp vor dem Kühlschrank – gute Wahl, würden viele sagen, das Sofa ist mir dann aber doch genehmer 😀

    Somit habe ich mit einer kleinen Änderung hier und ein bisschen fummeln da den gewünschten Effekt erreicht, ohne den Raum derbe umzuräumen.
    Lediglich zwei Ohren sind von Nöten und wie gesagt Geduld.
    Das macht für mich einen Teil des Hobbys aus, das “Rumfrickeln”. 100% gibt es in der Praxis eh nicht, aber wenn man einen rastlosen Geist besitzt, ödet einen “Perfektion” eh an 😉

    Aber Ernsthaft: Mach da keine Wissenschaft von. Probiere in Ruhe dieses und jene aus, höre dann auf, wenn es Spaß macht. Wer da die Kurve nicht bekommt, der entwickelt schnell Suchtverhalten und kauft am Ende spezielle audiophile SD-Karten für seinen DAC, Lautsprecherkabel in 25qmm mit “tonal optimierter Molekularstruktur” und Akashafeldgeneratoren zum auf den CD-Spieler quacken…. 😛

    Gruß,
    -Sparky

  • #21243 Antwort

    Wenn ich das richtig verstehe, macht es sinn, in einer dachschräge zu sitzen, da hier die geraden und stehenden schallwellen verringert werden? Und zwischen dachschräge und gerader wand sind balken von vorteil? Ich hab ne deckenhöhe von ca. 3,50 m und auf ca. 2 m habe ich offene deckenbalken… (ich mach mal en foto morgen)…

    Ist das eher positiv oder negativ?

    • #21244 Antwort

      Guten Abend,

      das kommt immer auf den Raum an. “Bass” ist beispielsweise ein Kugelstrahler und “strahlt” eher gleichmäßig in den Raum…. Vorteilhafte Flächen gibt es nicht, nur vorteilhafte Räume 😉

      Soll heißen, wenn der Raum mit Dachschräge eine gute Akustik hat, sich freuen und so lassen. Wenn nicht, dann wie der Rest mal ein bisschen rumrücken bis es passt. Das Thema ist leider sehr spezifisch und man muss es individuell bewerten. Ein “Theoretisches Ferndiagnose-Modell” könnte man nur mit einem maßlich identischen 3D-Modell inklusiver sämtlicher Möbel und Absorber wie Sofakissen und deren Absorbtionsfähigkeit erstellen……. und selbst das täte nichts mehr als ein DSP und würde ergeben “rechnerisch musst du -3dB auf das Band 40-50 Hz geben, damit es hinten Links zwischen Beistellschrank und Sammeltassenvitrine nicht mehr so dröhnt” …..

      Soll heißen, zur Raummodenbeseitigung gibt es, wenn überhaupt, nur grobe Richtwerte, das muss jeder mit seinen Ohren in seinem Raum selbst bewerkstelligen.

      Gruß,
      Sparky

      P.S. Das Thema Moden soll hier nicht dazu führen, dass jeder anfängt zu hinterfragen, ob “sein” Raum gut ist oder noch Verbesserungspotential möglich ist – wenn man zufrieden ist, wonach soll man suchen? Das Thema richtet sich an Menschen, die ein vermeintliches Manko der Akustik empfinden, nicht generell an die Allgemeinheit 😉
      Udo hat hier vor kurzem die Heinzelmännchen zitiert, die Geschichte hat eine passende Moral: Alle waren zufrieden, bis es jemand zu genau wissen wollte, zu tief grub und es allen verleidete….. Also, einfach Musik genießen und glücklich sein 🙂 Oder anders gesagt, magst Du gerne Leberwurst? Wenn ja und ich dir zeige was drin ist, nicht mehr…… und dabei sind die Zutaten nicht einmal schlecht 🙂

      Gruß,
      -Sparky

  • #21247 Antwort

    Ollum

    Schade und irgendwie auch interessant, das wir eher über Raummoden reden als über Deine schönen Boxen 🙂
    Mein Senf dazu: Wir haben recht schlimme Raummoden, wenn man genu in der Türzarge zum Hörraum steht. Es brummt dann recht unangenehm. ABER wenn man auf dem Sofa im Sweet Spot sitzt, klingt alles perfekt 🙂
    Was ich sagen will: Auch Glück spielt dabei bestimmt immer eine Rolle!

    Ich habe die SB36 Center gebaut, die werden unterstützt durch einen Nubert Sub. Bei einer Trennfrequenz von 60Hz klingt alles recht rund, wenn ich auf 40Hz gehe, was die Lautsprecher wohl hergeben, “wummert” es etwas mehr.
    Das ist noch eine Variable: Wenn die Boxen im Frequenzkeller Moden erzeugen, kann man auch mit einem anders platzierten Sub effektiv Raummoden bekämpfen, der dann die fraglichen Moden eliminiert oder eben anders darstellt.
    Bei mir insgesamt mehr Glück als Verstand aber immerhin!

    • #21248 Antwort

      @ Ollum:

      Glück ist nicht messbar….

      Aber Du hast es erfasst: Moden und Verstand führen zum Wahnsinn.
      Moden und Empirie führen zum Glück 🙂

      Gruß,
      -Sparky

  • #21251 Antwort

    Danke Wini für Deine Re-Begrüßungsworte.

    In einigen Dingen muss ich Dir widersprechen. Raummode (von englisch room mode, dort von lateinisch modus; Plural: Raummoden) ist ein Fachbegriff der Akustik. Er beschreibt Eigenschaften stehender Schallwellen mit einer Eigenfrequenz in geschlossenen Räumen, wobei vor allem die Auswirkung auf den Höreindruck der darin befindlichen Menschen von Interesse ist.

    Das zum Thema “mit Raummoden hat das gar nichts zu tun”. Nicht von mir, sondern von einem Akustiker auf Wikipedia. Auswirkungen und Eigenschaften siehe in meinem vorherigen Beitrag bezüglich Auslöschungen und Additionen von Schall.

    Kopfhörer und Lautsprecher arbeiten zwar nach dem gleichen Prinzip der bewegten Schallquelle über den gesamten, hörbaren Schallbereich . In der Wirkung sind sie vollkommen verschieden. Die Schallwelle aus dem Lautsprecher benötigt eine hohe Energie (70 – 90% der gesamten, dem Lautsprecher zugeführten Leistung, um die maßgeblichen Teile des Gehörs entsprechend zu stimulieren und den Ton in dem “schwingenden Raum” hörbar zu machen.

    Die viel kleinere Membran des Kopfhörers überträgt den Schall direkt in das Ohr, so auch die Schwingungen der Membran im tieffrequenten Bereich. Durch die direkte Stimulation des Trommelfelles bedarf es nur wenig Energie, auch die tiefen Frequenzen hörbar zu machen. Die Funktion des Ohres kann ich Dir auch erklären, spare ich mir hier, es führt einfach zu weit und ist eigentlich langweilig.

    Das Verhältnis der hörbaren Schallwellen zur Raumgröße habe ich mir nicht aus den Fingern gesaugt, es ist physikalisches Grundwissen. Das kann man auch ganz einfach überprüfen, indem man den Kopfhörer etwas aufbiegt und von dem Ohr entfernt. Dann sind die tiefen Frequenzen nämlich weg, wie Du schon richtig anmerkst, der notwendige Kontakt zum Ohr ist nicht mehr gegeben.

    Hesse

    PS. Deine Methode, durch Rücken der Lautsprecher die Folgen der Moden zu beseitigen würde ich in ein Patent oder Musterschutz packen und schnellstmöglich ab zum Patentamt.

  • #21253 Antwort

    Moin zusammen,
    schöne Ausführungen Hesse, an einer Stelle aber vielleicht noch etwas mehr Präzision: im kleinen Raum “verschwinden” nicht die Wellen (die nicht halb reinpassen) sondern werden einfach reflektiert bevor sie sich einmal entfalten konnten und fangen dann an potentiell um so mehr Modensalat zu kreieren.
    Wenn sie komplett weg wären würde ja Duetta bei mir auf 20m2 nicht tiefer kommen als die Doppel7 und 25 Hz Testsignale wären unhörbar… 7 Meter hab ich glaub ich nicht mal diagonal zur Decke …
    Ein noch extremeres Beispiel ist der tiefergelegte Golf Gti mit Pornobass und Druckkammereffekt…

    Auf jeden Fall aber sind wir uns einig: je kleiner der Raum desto höhere Frequenzen können schon Ärger machen. Ob sie es tun oder nicht ist ne gute Portion Lotterie, wie Sparky schon sagt.

    Liebe Grüße und frohes Stühlerücken 😉

    Matthias

  • #21337 Antwort

    Ich hab den idealen Platz gefunden *rumhust* in 1m Abstand zum Fernseher zwischen beiden Boxen *rumhust*

    😀

  • #21342 Antwort

    Mahlzeit Jean,

    … das ist doch gut fürs Alter, wenn das Augenlicht nachlässt.
    Dann sitzt man schön nah vor der Glotze, sieht scharf und hört gut 😉

    Spaß beiseite, jetzt weist Du ja, dass es einen guten Platz gibt, das ist ein Fortschritt und Du hast die endgültige Bestätigung, dass du beim Zusammenbau der Boxen alles richtig gemacht hast.

    Jetzt musst Du nur die Position dieses Platzes auf Dein Sofa verschieben.
    Experimentiere mal ein wenig mit dem Winkel der Boxen zum Hörplatz, dem Abstand der Boxen zueinander und dem Abstand der Boxen zur rückwärtigen Wand.

    Gruß,
    -Sparky

  • #21344 Antwort

    hi, bei mir hat auch geholfen, das ich mein bass um ein paar cm hoher gesetzt habe, ( jetzt weißt du warum udo am liebsten möbel roller unterbaut 🙂 )
    zu den avr einstellungen: sollte jeder selber entscheiden und ausprobieren wie er was mag, das sie auf “groß” gestellt sind, sie spielen full range, bei lautsprecher auf “klein” kannst du die trennen, das sie zb nur bis 60hz spielen und alles darunter auf den subwoofer geht. Ich hab alle auf klein und trenne bei 80hz ( bin aber auch kein stereo junkie. ( lieb gemeint)

  • #21464 Antwort

    Hallo, Matthias.
    Dein Raum hat 20 qm., gehen wir einmal von Seitenlängen von 4 und 5 Metern aus. Den Pythagoras bemüht, kann man die Welle von 26,5 Hz. kommod unterbringen, die Welle von 25 Hz. (Wobei man bei Messtönen durchaus kritisch bleiben sollte) geht mit Ach und Krach auch rein, wenn auch mit bestimmten Verlusten.

    Im Auto geht das über Kompression, eine “Verdichtung” des Mediums Luft und somit wird die Schwingung der Bassmembran wieder direkter auf das Hörsystem übertragen, ähnlich wie bei dem Kopfhörer.

    Natürlich sind dort deutlich höhere Leistungen, je tiefer, desto mehr, erforderlich, daher haben die Endstufen in den Autos auch sehr hohe Leistungen, ohne die das ganze nicht funktionieren kann.

    Ansonsten alles im grünen Bereich.

    Hesse

Antwort auf: Schatz, darf ich vorstellen, meine Neue: U_Do 13.
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