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Stand-LS für Klassik gesucht

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Dieses Thema enthält 47 Antworten und 16 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Sparky vor 4 Monate, 3 Wochen.

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  • #29812

    Peter1

    Hallo alle, ich heisse Peter, komme aus der Schweiz, habe klassische Musik studiert und arbeite in einem Berufsorchester – ein Blitzbesuch in Bochum ist da mal nicht so einfach 😉 Obwohl Geschmäcker verschieden und das Gehörte auch subjektiv sind, hätte ich gerne eine Einschätzung, ob die von mir zusammen gestellten LS für den geplanten Einsatzbereich geeignet wären.

    Ich besitze einen DIY LS “Lina” von 1asound, früher Blue Planet Acoustic (?), getestet in KT 6/2010. Die LS sind grundsätzlich schön im Klang, aber die Papiermembranen der TMT haben so ihre Limite und auch der Aluminiumhochtöner CX 3.0 kommt ins Schwitzen wenns ein wenig lauter wird. Was mir bei der Lina zudem stört, ist der Mitteltonbereich, also Streicher klingen nicht so warm, nicht ganz so authentisch wie in Echt. Die Lina spielt räumlich sehr gut auf, aber irgendwie vermisse ich einfach das bisschen “High-End” Feeling bei der klanglichen Auflösung der einzelnen Instrumente. Die Lina ist kein teurer LS gewesen, also darf man nicht zu viel erwarten. Der neue LS sollte aber in einer anderen Liga aufspielen.

    In die engere Wahl habe ich mal genommen, ohne jetzt alle LS studiert zu haben:
    Chorus 51 ACL
    Chorus 85
    Linie 74
    SB 240 ADW
    SB 417 ADW

    Anbei noch mein Profil gemäss Fragebogen:
    – Hast du bereits Erfahrungen bzgl (DIY-)HiFi und wenn ja welche?
    Ja, vor einigen Jahren habe ich die Lina aus dem Hause Blue Planet Acustic (heute 1asound?) mit Omnes Audio SC 3.0 und MW 5W gebaut (getestet KT 6/2010)
    – Nenne Details über den zu beschallenden Raum (Art und Größe, ggf akustische Situation)
    Sind «leider» zwei Räume, der eine mit Dachschräge und hoher Decke (ca. 15qm), der andere im Keller mit tieferer Decke (ca. 25qm).
    – Welches Setup ist gewünscht? (Stereo / Heimkino X.2 / Heimkinooption gewünscht?)
    Grundsätzlich Stereo, für 5.1. kommen ein paar LS einfacherer Baurat hinzu, keine Ansprüche hierzu, ist aber sicher asubaufähig
    – Welche Aufstellsituationen sind möglich? (Wandnah/Freistehend, Kompakt-LS/Stand-LS, gerne auch mit Foto oder Skizze)
    Wandnah, vorzugsweise Stand-LS
    – Wie groß dürfen die Lautsprecher maximal werden?
    egal
    – Beschreibe deinen “Hörgeschmack” in Bezug auf Musikrichtung, Vorlieben im Bassbereich (viel/wenig, trocken/punchig), geforderte Pegel, …
    70% Klassik (hochauflösend), 20% Uplifting Trance, 10% Filmmusik
    – Was ist bisher an Lautsprechern vorhanden?
    s.o.
    – Welches Elektronikequipment ist bereits vorhanden oder soll angeschafft werden (Verstärker, Quellen, Raumkorrektur)
    Onkyo TX-NR676E (7.2 Kanal, Dolby Atmos)
    – Wie würdest du deine handwerklichen Fähigkeiten und Möglichkeiten einschätzen?
    Gut bis sehr gut, Werkstatt vorhanden
    – Wie hoch ist das maximale Budget? Zwischen 500-800 je Lautsprecher (ca…)
    – Aus welcher Region kommst du? (wegen Möglichkeiten zum Probehören und persönlicher Beratung)
    Schweiz ☹, also weit weg von Bochum
    – Hast du spezielle Wünsche?
    nö 🙂

    Merci!
    Peter

  • #29814

    Justus

    Hallo Peter,

    wenn du Wert auf hohe Auflösung legst, wären für mich die SB240 un SB417 raus. Wenn es SB-Chassis werden sollen, dann würde ich dir lieber zu den Illumi 34 raten.

    Dein Budget ist mir noch nicht ganz klar. 800€ maximal, aber die Linie 74 findet sich trotzdem in deiner Liste… Falls die auch noch ins Budget passen, dann wäre die Linie 53 wahrscheinlich auch ein Kandidat. Und die Linie 43 darf man auch nicht vergessen. Soooo viele Möglichkeiten.

    Wie laut hörst du normalerweise? Gehobene Zimmerlautstärke?

    Probehören wird wahrscheinlich schwierig, aber ich würde dir trotzdem dazu raten. Nichts ist ärgerlicher als ein liebevoll gebauter Lautsprecher der deinem Hörgeschmack nicht entspricht.

    Gruß
    Justus

    • #29833

      Peter1

      Dein Budget ist mir noch nicht ganz klar. 800€ maximal, aber die Linie 74 findet sich trotzdem in deiner Liste…

      Hallo Justus, danke schon mal für die erste Einordnung. Budget habe ich auch angepasst.

      Wie laut hörst du normalerweise? Gehobene Zimmerlautstärke?

      Ich höre in Zimmerlautstärke, Krach im Sinne von Laut ist nicht erwünscht.
      Ich schau mir mal die von dir genannten LS genauer an und melde mich wieder.

  • #29815

    derFiend

    Ich bin da bei Justus. Die SB´s garnichtmal unbedingt wegen der Auflösung, aber für Klassik fand ich die Mitten da auch immer zu “weich”.

    Sehe da klar entweder Eton oder die Illumi. Letztere hab ich noch nicht gehört, da kann ich keine Aussage treffen. Die Eton gehen aber durchweg gut mit klassischer Musik.
    Bei dem Angepeilten Budget also eher Chorus. Da kann ich aus eigener Erfahrung sagen das Klassik gut geht, bin aber kein ausgemachter Klassikhörer. C51 ACL, C52ACL oder die 85. Etwas über Budgetlimit aber sicher auch noch gangbar wären die Linien…

    Für den eigenen Eindruck könnt ich Dir zumindest einen SB417 Hörtermin bei Basel vermitteln…

    Der vorhandene Verstärker wäre übrigens auch nicht unbedingt meine erste Wahl wenn es um Klassik geht…

    • #29837

      Peter1

      Für den eigenen Eindruck könnt ich Dir zumindest einen SB417 Hörtermin bei Basel vermitteln…

      Danke derFiend, sehr freundlich. Dieser LS wäre natürlich vom Budget interessant.

  • #29838

    Max

    Hi,

    Für Klassik würde ich einen LS mit min. einem 23er Bass nehmen. Vor allem in 25qm.

    Meine Favoriten:
    Linie 53 (100 € über Budget)
    Linie 43
    Chorus 85

    Welch davon Dir besser gefällt, kann ich Dir nicht sagen. Aber alle diese LS verdienen einen besseren Verstärker 🙂

    Grüße
    Max

  • #29839

    Monti

    Hallo Peter,

    für Klassik-Hörer würde ich auch grundsätzlich erst mal Eton empfehlen.

    Da es Dir um gute Auflösung geht und Du auch davon geschrieben hast, dass der Hochtöner ins Schwitzen kommt (was immer das heißen mag…), wäre für mich als bekennendem ER4-Fan dieser die erste Wahl. (Linie 5x oder Duetta-Linie.)

    Du schreibst von 2 Räumen. Müssen die LS transportabel sein? Also mal schnell unter den Arm geklemmt und vom Keller in den Dachboden getragen? Anders gefragt: in welchem Raum werden die LS hauptsächlich stehen?

    Die Duetta Top ist ein sehr feiner Kompaktlautsprecher, der ggf. auch als schlanke Säule gebaut werden kann. Die Doppel 7 macht mehr Druck im Bass und kann in der Center-Version auch als Standbox gebaut werden, für Menschen mit d‘Appolito-Faible. Sollten einer dieser LS in Frage kommen, könnten diese später zu Duetta/Granduetta ausgebaut werden. Der 7-Zöller übernimmt dann das Mittenspektrum der hauptsächlichen Stimmen-Wiedergabe komplett.

    Die Dicken werden für 15 qm allerdings deutlich zu groß sein und liegen auch über Deinem gesetzten Budget.

    Den unscheinbaren Hinweis zum Verstärker vom Fiend mag ich aber auch noch mal aufgreifen. Mein Verstärker war 2 Wochen in Reparatur und ich habe über einen alten Sony bzw. meinen AVR hören müssen. Hach war das schön, als die Kiste repariert war und wieder Töne von sich gab…! 🙂 (gibt’s hier nen Smiley „verklärter Blick“?)
    Mit einem Stereo-Verstärker wirst Du also auch dort noch mal einen Sprung nach vorne machen.

    Viel Spaß und Erfolg bei der Suche!

    Ciao
    Chris

  • #29840

    Gipsohr

    Hallo Monti, hallo Peter

    du warst mir 5 Minuten voraus…ich hätte auch die Duetta Top empfohlen. Insbesondere bei Klassik kenne ich nichts das nur annähernd vergleichbar mit dem ER4 ist…

    Grüße Achim

  • #29841

    derFiend

    Sprengt halt sein Budget ganz schön heftig… ansonsten habt ihr sicher recht 😉

  • #29844

    MartinK

    Bei angepasstem Budget würde ich die Duetta Top bevorzugen. Geht anerkannt auch in Standgehäuse und lässt sich bei Bedarf zur Doppel 7 aufrüsten. Mit guter Planung sogar ohne das Gehäuse wechseln zu müssen. Gruß Martin

  • #29846

    Gipsohr

    Hallo derFiend,

    wieso sprengt es das Budget? Oben steht “…500-800 € je LS…”! Wir befinden uns genau dazwischen.

    Grüße Achim

  • #29848

    derFiend

    Servus Achim,

    bei Duetta Top definitiv ja. Nur gilt das halt nur dann, wenn man die Top als langfristiges Ausbauprojekt sieht. Ich geb zu, als Standversion hab ich sie noch nicht gehört, aber ich würde vermuten das ihr für Klassik halt doch untenrum etwas Druck fehlt.

    Anzupeilen wäre wohl eher Doppel7, die mit +50 Euro aber sicher noch in einem erträglichen Aufpreisfeld liegt.

    Und, auch wenn wir hier kein Verstärkerforum sind, ist doch klar das der vorhandene Verstärker… sagen wir einem ER4 absolut nicht gerecht wird. Also ist da auch noch Budget einzuplanen.
    Aber ERST die Lautsprecher, DANN den Verstärker 😉

    Gruß,
    Georg

  • #29855

    MartinK

    Hallo Georg. Ich hatte mal bei einem Treffen die DT in beiden Gehäusen per Umschalter in meinem Wohnzimmer hören können. Wir waren uns einig, dass der Unterschied höchst marginal ist.
    Bzgl. des Verstärker teile ich Deine Meinung. Wer den Unterschied erlebt hat, rüstet freiwillig nach.
    Gruß Martin

    • #29857

      Peter1

      Hallo Martin, deinen Beitrag habe ich noch nicht gelesen, bevor ich geschrieben hatte – das bestärkt mich beim Vorhaben, die Duetta Top ADW doch den Vorzug geben zu wollen statt auf Doppel 7 von vorne herein.

      Der Verstärker ist eine Sache für sich. Ich habe hier noch einen älteren Harman Kardon 630 Twin-Powered, der geht noch sehr gut und ich werde ich mal bei Gelegenheit “renovieren” lassen. Da ich keine Disco betreiben will, und ich ja nur höchstens auf gehobene Zimmerlautstärke Musik höre, sollte das mal vorerst reichen.

      • #29860

        derFiend

        Soweit ich Martin verstanden habe, bezog sich der Vergleich auf die Duetta Top im “kleinen” Gehäuse und in der Standversion, nicht auf die Doppel 7

      • #29862

        MartinK

        Hi Georg. Du hast mich richtig verstanden.
        Gruß Martin

  • #29856

    Peter1

    Hallo alle, herzlichen Dank für die rege Teilnahme. Die https://acoustic-design-online.de/de/duetta-top-adw.html wäre eine schlanke und auch portable Lösung. Im Prinzip könnte ich so vorgehen, zuerst die Duetta ADW zu bauen, un wenn das “untere” Ergebnis soundmässig nicht ganz zufrieden stellen sollte, wäre ja noch die Option, die “Doppel 7” jedoch noch der Bass als 2. geschlossenes Gehäuse dazuzubauen. Oder gleich Doppel 7, da insgesamt weniger Aufwand…sie ist gar nicht so gross die Box, also mit 1m hoch und 20cm breit ist sie kleiner als meine Lina (mit Fuss allerdings).

    Übrigens möchte ich an dieser Stelle sagen, dass einzelne Boxen die ich hier “visuell” bewundern konnte, an Perfektion und Schönheit seinesgleichen suchen, das werde ich nie schaffen. Die Doppel 7 ist jedoch eine klassische Form, die einem beim Bauen entgegen kommt.

  • #29859

    derFiend

    Hallo Peter,

    ich denke die Doppel7 ist hinsichtlich deines Budgets sicher eine gute Wahl. Auch die Duetta Top wird es sein. Ich persönlich würde dann aber gleich zur Doppel7 tendieren, schlicht weil ich wüsste das ich mich hinterher die ganze Zeit frage was die eine mehr könnte 😉

    Und ja, hier gibt es menschen mit unheimlich großem handwerklichem Geschick, das ich auch immer wieder nur bewundern kann. Fast alle Lautsprecher hier lassen sich in vielen Formen bauen, auch die Doppel 7. Da sind die Grenzen häufig eher durch können und kreativität gesetzt!

  • #29863

    derFiend

    Übrigens bietet Max im Allgäu eine Duetta zum probehören an. Das wäre zumindest aus der nördlichen Schweiz nicht gar so weit zu fahren 😉

    Ob Max Eintrag dahingehend noch aktuell ist, muss er aber selber mal sagen 😉

  • #29879

    Marc Issner

    Moin

    Ich würde auch zuerst den Verstärker anfassen.
    Zu dem ER4 würde ich auch raten, die Musikerohren haben den verdient.
    Allerdings halte ich Duetta zumindest für den kleinen Raum für völlig übermotorisiert.
    Ich werf mal die Linie 53 in den Raum. Sollte das Budget dafür zu eng sein, lieber mit der 51 anfangen und etwas nachsparen. Die Linie 54 kommt dann sicher später 🙂
    Ich weiß, dass es sich lohnt.

    Gruß Marc

    • #29880

      Peter1

      Hallo alle, ich werde wohl mit der Duetta Top ADW anfangen und nach und nach ausbauen. Die Duetta hat das leicht bessere Tief- Mitteltonsystem, auch wenn ich auf jeden Fall keine Ahnung habe behaupte ich das jetzt mal so 😉 zumindest ist die Duetta ganz ähnlich wie die Linie 51…am Schluss hat man eh die Wahl der Qual.

      • #29883

        derFiend

        Ich glaub das ist ne ziemlich gute Entscheidung!

      • #29898

        Marc Issner

        Die Entscheidung zu einen ADW Bausatz mit ER4 ist immer gut 🙂
        Ich würde dabei aber im Hinterkopf behalten, dass der 11er auf 15qm vielleicht zu groß ist.
        Top mit verschliessbarem BR-Teil könnte da eine gute Lösung sein.
        Für den kleinen Raum einfach die Tops rüber tragen….

      • #29904

        Udo Wohlgemuth
        Keymaster

        Hallo Peter,

        mit der Duetta Top stichst du auf jeden Fall den Stimmgeber der ersten Geigen von den Wienern aus. Der hört seit einigen Jahren mit SB 18 🙂

        Gruß Udo

      • #29905

        Justus

        Ich würde wenigstens vorher einen ER4 probehören. Einigen Leuten spielt er einfach zu weich. Mir persönlich ist er immer zu teuer gewesen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis hat mich dann zum Keramikhochtöner greifen lassen.

  • #29901

    Peter1

    @Marc Issner genau so ist es!

  • #29910

    Reinhard Windauer

    Hallo Peter,

    falls Du einen Ausflug aus der Schweiz machst und nach Stuttgart kommst, kannst Du bei mir die Duetta Top Light (also mit Kalottenhochtöner) als Standlautsprecher hören.

    Gruß

    Reinhard

  • #29911

    Peter1

    Noch eine Frage zur Bestückung des 7-360/37 Hex – dieser Lautsprecher ist gemäss Eton ein Auslaufsmodell bzw. wird nicht mehr produziert. Demnach gibts ja Nachfolger – sind die besser oder verschlimmbessert? Eventuell ist der 7-360/37 Hex gar nicht mehr lieferbar?

  • #29913

    Peter1

    Und noch eine Frage: bei der Duetta Top AWD gibts 2 Baupläne, als kompakte Version oder als Stand-LS – das sind doch einige Unterschiede bezüglich des Volumens, welche Version wäre klanglich besser? Sorry für die zahlreichen Fragen, aber nachher ist es bekanntlich zu spät.

  • #29914

    Monti

    Hallo Peter,

    wenn ich das im Artikel Out of Production Richtig verstanden habe wird der 7-360 exklusiv für Udo weiter produziert.

    Martin schrieb oben schon, dass die klanglichen Unterschiede zwischen Kompakt- und Standversion der DT nur marginal sind. Ohne mir das jetzt genau angesehen zu haben würde ich mal vermuten, dass die Bassreflex-Abstimmung unterschiedlich ist. Die Weiche bleibt gleich, es ändert sich ja nichts an der Trennfrequenz.
    Wenn Du es genau wissen willst Bau doch einfach mal zwei Paar Testgehäuse aus OSB… Oder nur die Standversion, wenn Du sie nach Berlin trägst, können wir sie bei mir im Vergleich zur Kompaktversion hören… 😉

    Ciao
    Chris

  • #29915

    Peter1

    Hallo Monti

    Danke noch einmal für die Präzisierung der beiden Boxentypen, in diesem Fall eher zu Gunsten der kompakten Version, da die Höhe individuell angepasst werden kann (und auch einfacher upgegraded werden kann), wobei warum nicht auch eine neue Box mit “alter” Chassis bauen. Danke auch für den aufschlussreichen Link von Udo, alles klar jetzt. Juppieje 🙂

  • #29917

    Adi

    Hallo Peter

    Aus welcher Ecke der Schweiz kommst du?
    Ich komme aus der Umgebung von Luzern. Darf ich mich schon zum Probehören anmelden?….. 😉
    Bei mir steht zur Zeit eine U_Do1. In der Werkstatt ein Päärchen SB12 ACL.
    Gruss Adi

  • #29985

    Justus

    Ich kann nur empfehlen nicht taub zu kaufen.
    Das kann ganz schön ärgerlich sein – ich spreche aus Erfahrung.

  • #30049

    max

    Hallo Peter,

    ich habe den Thread nur grob überflogen, bin gerade recht selten aktiv im Forum.

    Aber falls es dir hilft: In Nesselwang im Allgäu stehen zur Zeit LittlePrincess und Duetta – die könnte ich dir zum Probehören anbieten (derzeit auf gut 20m²).

    Gruß Max

  • #30053

    Roman

    Hallo Peter ich grüße Dich .
    Also die Duetta Top Adw ist ein Ausnahmelautsprecher. In der Standversion kommt sie ein klein wenig weiter runter.
    Das Erfolgsrezept meiner Meinung nach,ist die Kombination ER4 und natürlich dazu den 7er😊. Ein Dreamteam nach meinem Geschmack .
    Und es stimmt,er wird exklusiv für Udo weiter produziert .
    Damit hättest Du sicher einen ganz feinen Lautsprecher.
    Mit dem Angebot von Max wäre ich vorsichtig …
    es könnte durchaus passieren dass Du danach ” duettaversaut ” bist 😂
    Gruß Roman

  • #30055

    Justus

    Naja, das kann man auch anders sehen. Wenn z.B. der Keramikhochtöner beim Probehören das Rennen macht, hätte man im Vergleich zu den jeweiligen ER4-Bausätzen eine Menge Geld gespart.

    Probehören ist immer eine gute Idee. Und wenn die ER4-Bausätze sowieso schon ins Budget passen, ist das schon ein großer Vorteil.

  • #30058

    Roman

    Hallo Justus, da gebe ich Dir natürlich Recht .Probehören ist , sofern möglich , immer erste Option. Gestaltet sich hier ja etwas schwieriger.
    Den Vergleich Keramik / ER4 ….
    Für mich war es offensichtlich, aber das ist Geschmackssache.
    Aber vielleicht ist es gefährlich die Duetta mit reinzunehmen 😉
    So hatte ich das gemeint 😆

  • #30063

    Peter1

    Hallo zäme

    Herzlichsten Dank für alle Angebote und freundliche Ratschläge, ich werde betreffend dem verwendeten Hochtöner die Katze von Udo im Sack kaufen, warum? Siehe hier:
    https://www2.ak.tu-berlin.de/~akgroup/ak_pub/abschlussarbeiten/2010/RotterAndreas_MagA.pdf

    Für die, die keine Lust haben, alles zu lesen (ich nehme aber an, die meisten hier kennen es schon):

    “Abschließend kann festgehalten werden, dass im Fall von ausgeschlossener Interaktion
    mit Raum und Schallwand, bei axial in Amplitude und Phase linearisierten Treibern
    im linearen Betrieb keinerlei Differenz mehr zwischen Lautsprechern mit unterschiedlichen
    Wandlerprinzip, unterschiedlichen Membranmaterial oder -ausdehnung
    besteht. Der verbreitete Volksmund kann damit zumindest unter diesen Bedingungen
    als widerlegt betrachtet werden.”

    Noch bin ich nur noch nicht über das Modell schlüssig, welches im Sinne des Upgrades ich kaufen soll (sprich ich drifte zwischen Line 53 und Doppel 7 hin und her…). Ich hab aber noch 2-3 Wochen, denn bis dahin habe ich eh keine Zeit zum irgendwas anzufassen. 🙂

  • #30066

    derFiend

    Bissi gewagt diese Abschlussarbeit für derlei Entscheidung heranzuziehen. Ich will der Sache ihre Berechtigung garnicht absprechen, aber Fakt bleibt doch das die Hochtöner sehr unterschiedlich klingen.
    Und genau an dem Punkt entscheidet der Geschmack.

    Ich seh es allerdings nicht so als Problem, wie viele andere, “Taub” zu kaufen. Hab das bei Udo selbst schon zwei mal gemacht, und es war nie ein Problem.

    Dahingehend vielleicht auch beüglich Deiner Kaufentscheidung: bezüglich des unwahrscheinlichen Falles das dir die Lautsprecher doch nicht zusagen, bekommst du eine Doppel 7 eventuell leichter verkauft als eine Linie 53, schlicht weil die Doppel 7 schon etwas länger etabliert ist, und einen gewissen Ruf genießt.

  • #30068

    Justus

    Hallo Peter,

    sorry, aber den ER4 und den Keramikhochtöner kann man unter realen Bedingungen blind heraushören. Mit dieser Meinung stehe ich bestimmt nicht alleine da.

    In deiner zitierten Magisterarbeit wird nur ein Teilbereich untersucht und auf weitere Untersuchungen verwiesen um dem ganzen noch mehr auf den Grund zu gehen:

    “Weitere binaurale Vermessungen und Simulationen können nun durchgeführt werden,
    um die Auswirkungen von anderen Parametern wie beispielsweise der Richtcharakteristik
    und der daraus resultierenden treiberspezifischen Interaktion mit dem
    Raum festzustellen. Ebenso können die Unterschiede untersucht werden, die sich aus
    treiberspezifischen Interaktionen mit der Schallwand ergeben oder die aus einem Betrieb
    der Hochtöner im nicht-linearen Bereich resultieren.”

    Und es geht ja nicht nur um den Hochtöner. Selbst die Basswiedergabe der Hexacone-Membranen empfinden viele als zu “trocken”. Guter Klang ist für jeden anders und sehr subjektiv.

    Die Votas wurden damals auch sehr viel gelobt und ich habe die Vota 1 taub gekauft. Leider haben sie mir überhaupt nicht gefallen – sorry Udo 😉
    Die Vota 2 war da schon besser, aber trotzdem nix für mich.

    Es bleibt Geschmackssache. Ich verlasse mich nur noch auf die eigenen Ohren.

  • #30070

    Udo Wohlgemuth
    Keymaster

    Hallo Peter,

    ohne jetzt auf die Details einzugehen, stimme ich mit dem Ergebnis der Arbeit in einem wesentliche Punkt nicht zu: Um Membranmasse zu bewegen, Töne zu erzeugen, brauche ich eine bestimmte Menge Anregungsenergie. Das Gewicht des ER4 ist dank der aufgedampften Leiterbahnen sehr klein gegenüber einer Kalotte. So gibt er bereits Töne von sich, die ein Dom mit anhängender Schwingspule auf einem Träger bei gleicher Energiezufuhr nicht darstellt. Noch extremer wird es, wenn der Luftspalt auch noch mit Ferrofluid gefüllt ist. Das muss dann auch noch mitbewegt werden. Im Test wurden alle Hochtöner zudem mittels Digitaltechnik auf gleichen Frequenzgang gezwungen. Vielleicht hat das Durchlaufen der Filter schon Unterschiede kaschiert.

    Gruß Udo

  • #30072

    Peter1

    huch was habe ich angerichtet 🙄

    • #30077

      derFiend

      Alles entspannt hier. Ich kann Dir aber empfehlen das Angebot von Max anzunehmen. Da haste sowohl ER4 und Keramikhochtöner. Und ich garantiere dir: wenn du den Unterschied nicht hörst, dann auch nicht den zwischen Klassik und Metal 😛

      Viele hier haben halt schon sehr unterschiedliche Lautsprecher gehört, auch in sehr direkten Vergleichen. Speziell hinsichtlich des Auflösungsvermögens gibts da einfach Unterschiede. Welchen du bevorzugst wirst Du nur mit Probehören herausbekommen.
      Aber ich sehe dich bei deiner Entscheidung auf keinem falschen Weg, insofern ist es auch kein Problem wenn Du deine schweizer Zurückhaltung nicht überwinden kannst, du machst nichts falsch, verpasst höchstens etwas das besser zu dem passt was zu dir passt 😉

  • #30073

    Vadder
    Keymaster

    Abschließend bleibt festzustellen, dass der Schlagton einer Glocke physikalisch nicht messbar ist.

    Ich höre ihn trotzdem 🙂

    Grau ist also alle akademische Theorie…

    Also alles halb so wild, Peter.

    Gruß vom Vadder

  • #30075

    Udo Wohlgemuth
    Keymaster

    Hallo Peter,
    nichts hast du angerichtet, es gibt lediglich auch andere Betrachtungsweisen. Aber darauf weist Rotter auch hin. Und ich mag Meinungsvielfalt 🙂

    Gruß Udo

  • #30076

    baerchen

    Hallo Peter

    eigentlich ist dem gesagten nicht mehr viel hinzu zufügen.
    Ich kann nur mit meiner eigenen Erfahrung dienen.

    Nach dem ich Duette, Dopple 7 alle mit ER4 sowie Little Prinzess und die Line 43 alle mit Keramik Hochtöner gehört habe habe ich mich im ersten Gang für die Line 53 entschieden. Da diese Besser in meinen Raum passte.
    Nach zwei Jahren habe ich auf die Duette umgerüstet, da mir die Kombination 7’er und ER4 in der Wiedergabe von Stimme und Instrumenten – besonders bei Klavier besser – gefallen haben.
    Diese Kombi gibt den Instrumenten den ganzen Körper und den Stimmen die Lebendigkeit und Tiefe. Soll heißen, das Klavier klingt, echter und Stimmen entspannter als mit dem 5’er und ER4.
    Dafür hat die 5’er und ER4 Kombi etwas mehr Grouve klingt etwas agiler. Hier kommt die Art der Musik ins Spiel und der Grund für das Hören.

    Warum nicht die Keramikhochtöner?
    Weil mir hier die Musik zu direkt war. Die Musik/Musiker saßen mir fast auf dem Schoß. DAs ist nichts für mich. Ich brauche die Tiefe Bühne des ER4 (Duette, Line 53) hier kann ich entspannen. Denn Musik hören soll für mich Entspannung sein, da ich in meinem Beruf von vielen Menschen und phasenweise viel Lärm umgeben bin.

    Deshalb ist selber hören die einzige Alternative bei der Entscheidung. Versuch auf jeden Fall verschiedene Lautsprecher zu hören. Ich selbst bin 3mal von Tübingen nach Bochum gefahren (einfacher Weg 470km).

    Nun wünsche ich dir Peter viel Spass beim Probehören und Entscheiden.
    Björn

  • #30086

    Marc Issner

    Moin,
    ich hab mir grad mal die Zeit genommen, dass ganze zu überfliegen (knappe Stunde).
    Ergebnis für mich:
    theoretisch echt toll
    praktisch würde ich als pragmatischer Ruhrpottler mal folgenden Vergleich ziehen

    Ich nehme einen Porsche, einen Ferrari und einen Lamborghini
    stelle die Autos auf Backsteine, lasse 10 Probanten probesitzen und frage, welcher der schnellste war….

    Sorry, aber für die Praxis völlig sinnfrei die Arbeit, denke ich….

    Aber gut für Udo, wenn der günstigste Hochtöner genau so klingt, wie der ER4, sofort ersetzen!
    Blöd für mich, ich bin reingefallen und hab ihn bezahlt….

    Ein anderes Beispiel ist vielleicht besser!
    Ich habe in den letzten 3 Jahrzehnten auch anderen Hobbys gefröhnt.
    Motorradfahren und Terraristk in ziemlich allen Facetten. Spinnen, Skorpione, Schlangen, Echsen und einiges mehr! Alles in allem hat immer eine Sache dabei den Unterschied gemacht! Charakter! Ich glaube, in dieser Masterarbeit sind die Hochtöner genau diesem beraubt worden, um zu beweisen, dass alle gleich sind. Allerdings macht das im realen Leben genau das den Unterschied und damit das aus, was es erstrebenswert macht. Und da es jeder anders empfindet ist es gut, dass es so ist.

    Gruß Marc

  • #30089

    Sparky

    Mahlzeit,

    noch kürzer kann man sagen: Viel Lärm um nichts.

    Hören ist nicht zu quantifizieren.
    Und mit allem was derzeit von der Akamie kommt habe ich täglich genug zu tun um davon Abstand zu nehmen. Man kann letzten Endes jedes Ding ins kleinste granulieren und von allen Seiten philosophisch betrachten, davon werden aber noch keine Werte geschaffen. Ich habe mal in diese Welt hinein geschnuppert und bin nach einem Probesemester an der FH eiligst wieder in die Praxis gegangen. Damit möchte ich keinem Studenten, Doktor oder Professor auf die Füße treten, persönlich liegt mir praktische Problemlösung halt einfach mehr als oft nicht zu übertragende Theoreme.

    Auf die Hochton-Thematik angewandt kann man sagen, jeder soll doch einfach den hören den er mag. Messen ist nicht gleich hören, nachts sind alle Katzen schwarz und wenn doch alle Menschen gleich sind, warum töten sie sich dann gegenseitig ihres Glaubens, Herkunft oder Aussehens wegen?
    Es ist in der Tat der Geschmack, der in all diesen Dingen entscheidet – und darin is jeder Jeck anners 😉 Somit kann man nur immer und immer gebetsmühlenartig wiederholen: Letzten Endes ist jede Klangbeschreibung nur ein Richtwert, jede Empfehlung nur eine solche und “den” Lautsprecher oder Verstärker gibt es eh nicht – was dem Einen als das Non-Plus-Ultra gefällt kann der Andere vollkommen besch….eiden finden und umgekehrt. Dennoch haben Beide recht – denn schön ist, was gefällt 😀 Daher – im Zweifel probe-hören, egal wie.

    Gruß,
    -Sparky

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