Andis folierte Mona 21

Etwa vor 6 Monaten habe ich es das erste Mal getan! Der erste Bausatz von Udo ist bei mir angekommen. Ein großes, gut verpacktes Paket wurde mir vom netten Postboten übergeben. Voller Vorfreude wurde es aufgerissen und der erste Subwoofer gebaut. Leider ist er seither im Rohbau stehen geblieben und soll in naher Zukunft auch noch vollendet werden. Die wirklich unteren Frequenzen deckt er aber schon grandios ab. (Im Hintergrund der Bilder teilweise zu sehen)

Aber darum geht es heute nicht. Angefixt vom Beitrag der Mona 21 Folierung wollte ich das auch ausprobieren. Die Folierung als Finish hatte ich schon ewig im Kopf. Und eine Verwendung für die Mona hatte ich auch schon, also sofort bestellt und losgelegt.

Bisher hatte ich immer Glück mit dem Baumarktzuschnitt. Allerdings lief es dieses mal echt s… “piep”.

Versuch 1: Mit der Zuschnittliste zum Baumarkt gefahren und dem Mitarbeiter Maße und Materialstärke 19 mm mitgeteilt… Seine Aussage: klar, haben wir. Er hat dann fleißig alles in den PC eingegeben. Bevor er dann loslegte, fragte ich Ihn nochmal nach der Materialstärke, denn inzwischen habe ich einen Blick auf die Mustertafel geworfen. Meine Bitte, er sollte mal nachmessen mit dem Ergebnis 18mm. Naja, so wird das nix…

Versuch 2: Nochmal nach Hause gefahren, in Ruhe umgerechnet und wieder hin. Mr. Baumarkt war mittlerweile ein anderer. Dieser freundliche und kompetente Mitarbeiter war vom Fach und hat mir einen super genauen Zuschnitt gemacht – TOP.

Zuhause angekommen merkte ich aber, das ich nur einen Satelliten auf der Liste hatte. Also, aller guten Dinge sind drei, am nächsten Tag nochmal hin und der Mitarbeiter war extrem unfähig. Für die 6 kleinen Bretter brauchte er 15 min, mit dem Ergebnis, dass kein Maß richtig gepasst hat. Nun ja, da wird der Exzenter ordentlich arbeiten müssen….

Das Zusammenleimen bedarf nicht wirklich Erläuterung, die Bilder sprechen für sich. Wie man sehen kann geht das auch auf dem Esstisch. Also los geht´s – bestellt euch einen Bausatz, das kann echt jeder. Und wie der Mr. Truppe (let´s Bastel) so sagt: “Einfach machen”

Die Ausschnitte für die Lautsprecher wurden nicht mit der Oberfräse gemacht, sondern mit dem Kreisschneider, den der Truppe so empfiehlt. Und ich muss sagen, das Teil ist echt genial. Super einfach zu bedienen und selbst mit dem 10,8 V Akkuschrauber ging das durch wie Butter.

Auch die Vertiefung für die Satelliten habe ich damit gemacht und mit dem Stemmeisen nachgearbeitet. Sicher ist das Ergebnis nicht komplett eben. Es wurde aber auch mit dem Akkuschrauber gemacht. Mit einer Standbohrmaschine mit Tiefenanschlag geht das sicher noch viel besser. In meinem Fall ist das aber egal, ich habe mit Dichtband ausgeholfen. Siehe weiter unten

Der Ausschnitt für die Bassreflexöffnung wurde dann noch mit der Oberfräse und Bündigfräser in Form gebracht und ein paar Kanten abgerundet.

Für das finish wurde auch eine Folierung gewählt. Und wie es der Zufall so will, hatte einer der bekannten Discounter für 6 € so eine Wanddekofolie im Angebot. Das war doch genau richtig für den Versuch.

Für den Ausgleich der nicht 100% planen Vertiefungen für die Satelliten wurde mit einem Dichtband Abhilfe geschaffen. Die überstehende Folie hat sich dann beim Anziehen der Schrauben schön an die Vertiefungen angepasst.

Jetzt war noch der Sub dran. Nach Anlöten des Chassis und Verschraubung der Rückwand wurde auch dieser foliert. Leider war die Folie aber nicht so breit, dass sie die komplette Breite des Subwoofer abdeckt, daher wurde etwas gebastelt. Man hätte auch die Rundungen an die schmale Seite fräsen können, dies wollte ich aber ganz bewusst nicht. Durch das unruhige Design und die überlappende Schnitttechnik im Video von Stefan sieht man das Anstückeln nur direkt davor, bei genauem Hinsehen.

Nach dem Folieren des Subwoofers ist mir aufgefallen, dass ich die Durchbohrung des Subwooferkabels nicht abgedichtet hatte. Die Rückseite ist zwar mit Schrauben abnehmbar, allerdings habe ich diese auch über foliert. Zum Glück hatte ich das Terminal genau über die Durchbohrung gemacht. So hat ein ordentlicher See Leim das Abdichten erledigt.

Etwas schwierig war das gerade Auflegen der Folie, so dass die Struktur auf der Rückseite gerade zusammenläuft. Ein Abziehen und Korrigieren funktioniert bei MDF nicht. Es bleiben Partikel an der Folie kleben, die kleine Wölbungen hinterlassen. Grobe Schnitzer auf der Rückseite beim Folieren lassen sich zwar auch mit der Schneidetechnik “Überlappung” lösen…

…viel eleganter geht es aber so.

Ja und so sieht das Ergebnis aus. Den Verstärker hatte ich mir bereits im März bestellt, daher besitze ich noch das alte Modell.

Zusammenfassend muss ich sagen, ich bin etwas überrascht, was da so aus den kleinen Dingern raus kommt. Im direkten Vergleich mit meinen Nupro 500 müssen Sie sich wirklich nicht verstecken. Und das bei einem 10tel des Preises. Respekt.

Von Freunden (Ohne Hifi Ambitionen) wurden Sie sogar im Blindtest als klarer und schöner klingend eingestuft. Ich sehe das genauso bei Balladen. Wenn es in Richtung Rock geht, sind aber doch einige Unterschiede zu hören, die die Nupro besser abbildet. Die Mona wird zukünftig in unser Schlafzimmer für die richtigen Schwingungen sorgen.

Sobald ich mal in Bochum bin, muss ich unbedingt Probe hören und mich für einen Bausatz entscheiden, damit auch das Wohnzimmer vernünftig beschallt wird. Vom Bodensee ist das leider nur ne ganze Ecke entfernt….

Grüße Andi

Zur Mona 21 im Online-Shop

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7 Kommentare auf "Andis folierte Mona 21"

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MartinK
Mitglied

Hallo Andi.
Das ist mal ein anderes Design. Gefällt mir!
Viel Spaß mit den Kleinen.
Gruß Martin

Audicz
Gast

Gut sehen sie aus, folieren steht auch noch auf meinem Zettel.
Ich gebe Dir Recht, das traut man dem Trio nicht zu was da an Klang raukommt. Ich bin von meiner Mona auch oftmals verblüfft, wenn ich gedankenversunken an der Werkbank sitze und plötzlich denke, “Das kann doch gar nicht sein”. Doch, und schon muss ich lächeln und freue mich. 😉
Viel Spaß damit
Gruß
Dino

Matthias (DA)
Mitglied

Glückwunsch zur Schlafzimmerbeschallung Andi,
Ein Tipp fürs Wohnzimmer: Eschborn ist im Vergleich zu Bochum ja quasi direkt am bodensee gelegen… zum vertieften Probehören taugt das zwar nur bedingt, aber als Motivationsschub ungeschlagen 😉
Matthias

Stefan Hessenbruch
Mitglied

Ich freu mich gerade wie ein Schnitzel, das meine öffentlichen Ergüsse tatsächlich als Inspiration dienen konnten. 🙂
Mittlerweile habe ich bei den Monas ja die Bauweise des Subs so geändert, das die Fräsung für den Basskanal gar nicht mehr nötig ist. Das ergibt sich einfach durch andere Größen und andere Anordnung der Bretter.
Die Rundungen auf diese Seite zu machen, so wie Du das gemacht hast, gefällt mir wirklich ausserordentlich gut.
Den Kauf einer Oberfräse würde ich Dir dringend empfehlen. Das macht das tieferlegen der Chassis wirklich bedeutend einfacher und man freut sich, wenn das dann auch wirklich alles sauber passt, ohne Dichtband.

Nach 4 Monas (oder waren es 5?) hab ich mich jetzt aber davon verabschiedet und gehe in die nächste Stufe: U_Do6 mit U_Do7. Bin schon sehr gespannt….
Diesmal mit eigener Kreissäge und OSB als Material. Die will ich dann auch folieren. Das wird Material für viele Berichte und/oder Videos werden… 🙂

Jetzt wünsch ich Dir aber erstmal viel Freude mit Deinen, wirklich schönen, Exemplaren!

LG, Stefan

H.T. Baxxter
Mitglied

Die sehen wirklich hübsch aus! Kompliment!
Langsam muss ich jemanden finden, dem ich eine Mona basteln kann. Natürlich aus reinem Selbstzweck, damit ich sie auch mal ausgiebig ausprobieren kann. Viel Spaß damit! 👌😍