U_Do 41/ 7 ohne Henkelmann

Nach einigen Stunden im Sport-/ Hobby-Zimmer bei Musik aus den Lautsprechern einer 49€-Anlage aus ca. 2005 kombiniert mit einem kleinen Bluetooth-Verstärker war es wirklich Zeit die Musikqualität zu steigern. Also mal wieder auf Udo´s Seite nach Inspiration gesucht.

Lösung 1: Endlich eine größere Bluesklasse für mein Zimmer bauen und die dann frei werdenden FT 1 aus 2007 verwenden.

Lösung 2: Einfach das kaufen, das exakt der Anwendung entspricht.

Nun, zuerst wurde wie immer geträumt, d.h. gem. Lösung 1 zweimal SB 85 BR-Bausatz in den Warenkorb gepackt. Bleibt die Frage, wie ich meiner Frau die FT 1 schmackhaft machen kann. Mission failed: Die sind schlicht zu groß, um von meiner Frau in “Ihrem” Zimmer akzeptiert zu werden. Sie will ja eigentlich gar keine “sichtbaren” Lautsprecher da drin haben. Zerbasteln in kleinere Gehäuse will ich die FT 1 aber auch nicht.

Okay, Warenkorb leeren und sich mit Lösung 2 beschäftigen. Weil es klein (bis unsichtbar) aber dennoch laut und tief genug sein soll, ist entgegen meiner eigentlichen Hörgewohnheiten ein 2.1-System im Vorteil. SB ist auf jeden Fall schon mal eine gute Wahl, wie ich durch den Bau der SB 24 ACL im Selbsttest erfahren habe. Also zwei SB12_6L plus SB-Subwoofer.

SB 23 oder SB29 sind aber definitiv nicht unsichtbar, sondern schon ziemlich groß. Außerdem würde dann im falschen Zimmer fast eine SB23/ 3-Kombo stehen. Macht alles keinen Sinn, muss kleiner werden.

Ich hatte die neuen U_Dos schon mitbekommen, war aber kein Freund der Optik mit den eckigen Chassis. Dann kam die Meldung: “jetzt geht’s bei U_Do rund”. Von da an war´s ganz einfach. SB in ein wenig günstiger als die Bluesklasse und genau in den Abmessungen, die ich brauche: U_Do 41_7 alias U_Do 14 in rund.

Die Original-Konstruktion des Henkelmanns würde wohl zu Hause auf wenig Verständnis stoßen. Aber wie Udo in seinem Nachtrag zum Artikel feststellt, ist es letztlich die Kombination aus U_Do 41 und U_Do 7, die im Bausatz steckt. Ein getrennter Aufbau von 3 Lautsprechern ist kein Problem. Also Bausatz bestellt und ebenso auch den im Artikel genannten 2.1-Mini-Amp in der Bucht.

Leider passen die Bausatz-Abmessungen für meine Anwendung knapp nicht, da die Lautsprecher in ein Ikea-Regal integriert werden sollen, dass nur rund 330 mm lichte Höhe hat – original Lautsprecherhöhe der U_Do 41 ist aber 340 mm. Zur Wahrung der Volumina bei einem Zentimeter geringerer Höhe mussten die Abmessungen neu ermittelt werden. Ziel war hierbei auch, dass die Höhe und Tiefe aller 3 Lautsprecher identisch ist. Dann können Sie auch schön direkt nebeneinander frei aufgestellt werden – auch ohne festen Tragegriff ist eine mobile Verwendung im Freien wie in Hartmuts Bericht durchaus denkbar.

Bei 330 mm Höhe und Original-Breite von 160 mm haben die Satelliten mit 215 mm rund 15 mm mehr Tiefe. Da der Sub den Henkelmann-Look nicht braucht, wird auch er ein schlichter Quader mit 330 mm Höhe und 245 mm Breite, bei ebenfalls 215 mm Tiefe. Die geringfügigen Abweichungen von +0,4 Liter bei den Satelliten und +0,2 Liter beim Sub gegenüber dem Original werde ich hoffentlich nicht hören.

Auch wenn die Lautsprecher in dem Quaderregal von Ikea nahezu verschwinden und damit nur die Front sichtbar sein wird, ist durchgehend 15 mm Birke-Sperrholz verwendet worden. Das ist zwar teurer, sieht aber einfach schöner aus als MDF oder OSB, wenn man die Lautsprecher mal außen aufstellt. Insgesamt hält sich die Gesamtinvestition mit knapp 300,- EURO für Bausatz, Holz und Verstärker noch in Grenzen.

Wie in meinem Baubericht zu den SB 24 ACL beschrieben, habe ich durchwachsene Erfahrungen mit dem Zuschnitt aus Holzfachhandel und Baumarkt gemacht. Da ich die Möglichkeit habe, in einer Werkstatt selbst zu sägen, habe ich eine “ganze” Platte mit ca. 180 x 80 cm gekauft. Unter Berücksichtigung der Laufrichtung der Maserung wurden zunächst die einzelnen Bretter grob angezeichnet. Wichtig war mir, dass ich möglichst lange den gleichen Anschlag an der Säge nutzen kann, damit die identischen Breiten möglichst alle in einem Rutsch gesägt werden können und damit eben identisch sind. Das hilft für die Herstellung rechtwinkliger Kisten ungemein. Und ab ging´s an die Säge. (Anmerkung der Redaktion: Hier gibt es für diesen Zweck eine nützliche Software)

Da Boden und Deckel eingelassen sind, haben alle 4 Seiten der 3 Kisten die gleiche Höhe von 330 mm; insgesamt also 12 Bretter. Erstmal wurden daher zwei lange 1,8 m lange Streifen mit 330 mm Breite gesägt. Dann wurden aus den beiden Streifen gruppenweise die 4 Front- und Rückwände der Satelliten, die Front- und Rückwand vom Sub und die insgesamt 6 identischen Seiten aller drei Lautsprecher gesägt.

Die 2 Reststücke wurden auf 215 mm reduziert und wieder gruppenweise die verbliebenen 4 Deckel und Böden der Satelliten sowie die 3 identischen, quadratischen Brettchen für den Sub (Deckel, Boden, Trennbrett) hergestellt. Gestapelt konnte man schön sehen, dass nur winzige Abweichungen vorhanden sind.

Bei den Standboxen hatte ich früher auch Probleme mit dem Verzug bei den langen Brettern der Seite, Rückwand und Front. Das habe ich nur mit Flachdübeln in den Griff gekriegt. Zum Glück spielt das hier bei den kurzen Längen kaum eine Rolle, wobei die gekaufte Platte auch recht gerade war. Flachdübelfräsen zum Geradeziehen brauchte ich also nicht.

Was auch schon mal unschön war, dass die gesägten Stöße stark angekokelt waren. Wer dann Wert auf schönes Aussehen legt, schleift und schleift und schleift, … oder lackiert deckend drüber. Ich bin eher der Holzoptik-Typ und finde das Schichtholz schick. Da ich aber kein Profi bin, waren verbrannte Stellen bei den selbst gesägten Brettern auch nicht komplett vermeidbar, aber nur recht oberflächlich und sind damit einfacher wegzuschleifen.

Nächster Schritt sind die Löcher für die Chassis. Da habe ich immer ziemlich Respekt, weil doch viel schief gehen kann. Aber mit anständigem Fräszirkel und scharfen Fräsern war es dann doch recht einfach. Eine gute Idee war, das Brett in der Nähe der Drehachse einfach auf der „Werkbank“ festzuschrauben. Dann kann in einem Zug einfach 360° gefräst werden. Auch beim kompletten Durchfräsen bleibt die Fräse fest fixiert und kann keinen Schaden anrichten. Vorsicht ist dabei aber weiterhin geboten, um Macken in der lose werdenden Front zu vermeiden. Wird das Brett hingegen mit Schraubzwingen fixiert, sind diese beim Fräsen immer irgendwann im Weg und müssen für den Vollkreis umgesetzt werden. Für den Tipp geht der Dank an meinen Freund Vatti, dessen Equipment und staubunempfindliche Werkstatt ich auch diesmal wieder nutzen konnte.

Die Frästiefen für die eingesetzten Chassis sind nicht perfekt, aber schon recht gut erreicht. Die Durchmesser sind mir sämtlich ein wenig zu groß geraten. Das fiel jedoch nur später beim Anschrauben der Chassis auf und ist bei den fertigen Lautsprechern auf Distanz nicht wirklich sichtbar. Andererseits hatte ich keine Ausbrüche an den Kanten der Löcher. Das hat sicher mit mittlerweile mehr Erfahrung und besserer Handhabung der Fräse zu tun.

Nachdem alle Bretter gesägt und gefräst waren, was schon ein paar Stunden gedauert hat, ging´s zurück ins eigene Bastelzimmer. Die Weichenbauteile für die Satelliten wurden auf ein kleines Brettchen geklebt und verlötet. An die nach oben zeigenden Lötstellen müssen noch die Kabel zu den Lautsprechern und zum Terminal angelötet werden. Das mache ich immer erst, wenn die Kisten fertig sind, damit die Länge der Kabel besser abgeschätzt werden kann. Udo liefert diese ja nicht vorkonfektioniert, sondern Plus- und Minuskabel jeweils am Stück, ausreichend für alle Lautsprecher.

Dann wurden die Kisten zusammen geleimt. Aufgrund der kleinen Abmessungen habe ich nur 2 Schraubzwingen benötigt und, wie oft auf Udo‘s Fotos zu sehen, erstmals einen Spanngurt verwendet. Davon gibt´s keine Bilder, die wären mit tausenden von Udo identisch. Allerdings habe ich den bezugsfertigen Rohbau fotografiert.

Der Hochtöner hat wie immer diese seitlichen Lötfahnen, die eine zusätzlich Aussparung im Frässitz benötigen. Das kann man akkurat machen – oder auch nicht. Ich bohre immer ein 10er Loch und weite dieses rustikal mit der Holzfeile auf. Sieht eh keiner, muss nur passen.

Dann ging´s an den Subwoofer. Zack-zack, alles geleimt und einen Fehler gemacht. Für mich war klar, dass der Boden wie immer da ist, wo das Terminal näher dran ist. Tja, falsch gedacht, oder besser: nicht in der Bauanleitung nachgeschaut. Weil das Bassreflexrohr im Bandpass-Subwoofer unten ist, ist das Terminal in der oberen, geschlossenen Kammer. Wäre ja nicht schlimm, wären die Kammern identisch groß und müsste das Bass-Chassis nicht eben in die etwas größere Reflexkammer geschraubt werden. Hier war der Deckel aber leider eingeleimt! Die obere Kammer war dafür noch offen. Eben falschrum. Was tun? Es war klar, dass die Säge ran muss – allerdings mit einem klaren Plan, um weitere Fehler durch Hektik zu vermeiden. Daher abgebrochen und eine Nacht drüber geschlafen.

Am nächsten Morgen ging es dann mental gelöst wieder ans Werk. Zum einen wurde der Deckel eingeleimt und zum anderen der Boden einfach wieder rausgesägt. Hier habe ich allerdings einen Zentimeter rund herum stehen lassen, um von innen schmale MDF-Brettchen verleimen zu können, gegen die wiederum der ausgesägte Boden verschraubt werden kann. Damit der Bass noch durch das Rechteck passt, wurden die MDF-Brettchen rund 25 mm breit. Damit blieb umlaufend etwa 15 mm MDF-Rand zum Verschrauben des Bodens.

Das Loch im Trennbrett für das Bass-Chassis war ein bisschen zu klein. Hier musste die Feile noch mal ran. Es reichte aus, die Kante ein wenig zu brechen und schon passt es. Unnötige Mehrarbeit durch ungenaues Fräsen, aber auf jeden Fall besser als ein zu großes Loch, bei dem kaum oder kein „Fleisch“ mehr für die Befestigungsschrauben des Chassis vorhanden ist. Letztlich sind Ungenauigkeiten bei den Fräsdurchmessern einfach zu vermeiden, indem vorher jeweils Probefräsungen an einem Reststück gemacht werden. Das habe ich diesmal nicht gemacht und mich nur auf die Messung des Radius zwischen Fräsachse und Außenkante Fräser verlassen.

Mit dem eingesetzten Boden ähnelt es jetzt dem Bild der Originalanleitung, sieht nur weniger professionell aus. Aber abgesehen davon, dass es mich schon Nerven gekostet hat, ist es nur die unsichtbare Unterseite und erfüllt wie die Aussparungen für die Lötfahnen vom Hochtöner einfach nur seinen Zweck.

Schlussendlich habe ich die Oberflächen noch ein wenig geschliffen, um Leimreste zu entfernen und die Kanten ein wenig zu brechen. Das sah schon recht brauchbar aus. Für das richtige Finish ist jetzt aber keine Zeit, weil ich die Lautsprecher ja auch bald mal hören will.

Jetzt wurden die Kabellängen abgeschätzt, zugeschnitten und an die Weiche gelötet. Das Verschrauben der Weiche an der Rückwand der Satelliten ist immer etwas schwierig, da der Akkuschrauber nicht durch die kleinen Chassis-Löcher passt und daher 3 Bit-Verlängerungen verwendet werden müssen. Damit nichts klappert, wurde als „Stoßdämpfer“ ein kleiner Streifen Dämmwolle doppelt hinter der Weiche mitverschraubt – perfekt fest.

Letzte Schritte: Vorbohren, Anlöten der Kabel, Chassis und Terminals anschrauben, Deckel auf den Sub schrauben und Reflexrohr einpressen bzw. –schlagen: fertig.

Nun zur Hörprobe: Ausprobiert habe ich sie im Regal.

Erster Eindruck: Das ist aber schon ganz schön viel Bass für so eine kleine Anlage! Das wird in meinem Fall sicher auch an der Konfiguration liegen, da das quasi extrem wandnah ist. Ich habe dann eine Zeitlang mit der Trennfrequenz und dem Volume-Regler für den Subwoofer gespielt. Am besten passt bei mir die Trennfrequenz auf Mitte und die Subwoofer-Lautstärke eher klein bei 9-10 Uhr. Das ist natürlich auch stark von der Art der Musik abhängig.

Der Bass für die Satelliten steht auf neutral, d.h. 12 Uhr. Die Höhen waren mir zu präsent und sind daher ein wenig zurückgenommen, d.h. Regler auf vielleicht 10-11 Uhr.
Bei solch einem Bluetooth-Verstärker stelle ich die Lautstärke meist nahe an max, damit der Handy-Akku geschont wird. Verzerrt wurde nichts.

Mit diesen Einstellungen haben die 3 Kleinen richtig groß aufgespielt. War ich überrascht? Nicht wirklich, weil ich ja mittlerweile weiß, was ich bekomme, wenn ich bei ADW bestelle. Bestimmt können die Lautsprecher, die ich bei Lösung 1 im Warenkorb hatte, die Wiedergabe der gleichen Musik noch besser, aber die kann ich da nun mal nicht aufbauen. Andererseits hat es mir auch an nichts gefehlt. Unterschiedlichste Musik kam klar, differenziert, unangestrengt, raumfüllend und eben mit diesem angenehmen Maß an Grundbass aus diesen im Vergleich kleinen Lautsprechern. Kein Vergleich zu vorher.

Mit einem 78 Watt Netzteil eines alten Notebooks war bereits mehr als normale Zimmerlaustärke bei weiterhin sehr klarem, differenziertem Klang möglich. Bei angegebenen 2x50W+100W Nennleistung für den Verstärker, d.h. theoretisch mehr als doppelter Antriebsleistung mit einem stärkeren Netzteil, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass auch draußen hinreichend Lautstärke erreicht werden kann. Dann kann der Subwoofer auch sicher mal hochgeregelt werden. Ob die Satelliten dann an ihre Grenzen kommen, wird sich zeigen. Nach Aussagen in diversen Foren hat der Verstärker keinen Hochpass, der die Satelliten vom Bass entlastet.

Ich habe die Möglichkeit genutzt, meine Standlautsprecher (FT1 Transmissionslinie mit Seas NoFerro 800 TV) direkt mit den 3 Neulingen zu vergleichen. Die beiden Räume sind nah beieinander und identisch groß. Spotify parallel auf Laptop (an Standlautsprechern) und Handy (an 2.1) geöffnet erlaubt das schnelle Wechseln des Ausgabegerätes bei weiterlaufendem Musikstück. Der Klang war definitiv sehr unterschiedlich. Daher habe ich versucht, den Sound der Standlautsprecher als Referenz zu setzen und mit den Verstärkereinstellungen bei den 2.1-Lautsprechern nachzubilden. Das ist mir nicht wirklich gelungen. Die Standlautsprecher wirkten im Vergleich immer irgendwie souveräner, weil ausgeglichener in Bass, Mitten und Höhen. Je nach Musik nimmt man die Bühne zwischen den beiden Lautsprechern deutlich wahr. Andererseits heißt das nicht, dass die 2.1-Kombo schlecht klingt, sondern einfach anders.

Eigentlich war der Bericht an dieser Stelle bereits fertig. Zum Glück habe ich ihn nicht direkt an Udo geschickt, sondern noch einige Wochen Musik mit der U_Do 41_7 gehört. Je länger ich dies tat, umso zufriedener wurde ich. Ob das daran liegt, dass sich die Lautsprecher tatsächlich etwas eingespielt haben oder schlicht an Gewöhnung oder auch an beidem, vermag ich nicht zu sagen. Zwischenzeitlich habe ich auch ein gebrauchtes 200 Watt-Netzteil gekauft. Es wird deutlich lauter, wenn auch nicht in dem Maße, das ich erwartet habe. Für die meisten Ohren ist es wahrscheinlich schon zu laut, aber weiterhin perfekter Klang. Die befürchtete Überlastung der Satelliten tritt nicht auf.

Der Subwoofer passt auch stehend exakt in das quadratische Fach. Wenn er liegt, kann aber der kleine 2.1-Amp darauf platziert werden. Nicht wundern über die Hörhöhe. Wir sind keine Zwerge – das ist perfekt für das Rudergerät hinter dem Fotografen!

Fazit
Eigentlich könnte ich hier das gleiche Fazit hinkopieren, das ich bei meinem letzten Baubericht vor rund einem Jahr geschrieben habe. Ich müsste nur SB 24 ACL durch U_Do 41_7 ersetzen. Der Rest hat weiterhin Bestand. Was darüber hinaus geht, ist schnell gesagt.

Es hat sich ausgezahlt, den Zuschnitt selbst zu machen, da die Brettchen dadurch wirklich sehr genau gepasst haben. Ob mir das bei längeren Teilen für Standlautsprecher auch gelingt, wird sich beim nächsten Mal zeigen – auch wenn aktuell alle über Corona reden, es gibt noch andere Viren, die sich vorzugsweise irgendwo zwischen den Ohren festsetzen.

Im Gegensatz zu den bisher gebauten Standlautsprechern war das Bauen der kleinen Kisten erheblich einfacher. Dies betrifft eigentlich alles – vom Handling der Bretter beim Fräsen und der Schraubzwingen beim Leimen, über die Kontrolle der Genauigkeit der verleimten Kanten und erforderliche Korrekturen, bis hin zum Gewicht der fertigen Kisten selbst.
Ideal für den Anfang des Selbstbaus oder für zwischendurch. Das zeigt sich auch in der Bauzeit von wenigen Tagen.

Klar habe ich wieder Fehler gemacht. Der dickste Bock war sicher der verleimte Boden vom Sub. Aber ich habe z.B. auch auf der falschen Seite Absenkungen gefräst, obwohl ich sogar groß „Fi“ für Front innen drauf geschrieben habe! War nicht zu schlimm, da nahezu alle Bretter wenig bis keine gravierenden Fehler hatten.

Die Satelliten waren natürlich auch einmal schon ohne Dämmwolle “fertig”. Okay, einmal die Bass-Chassis wieder ab und nachgefüllt – kein Ding. Für mich gehört das zum Selbstbau als Amateur dazu. Solange die Fehler selber ohne übermäßigen Aufwand behoben werden können, ist es erstens halb so schlimm und zweitens auch schön, eine Lösung gefunden zu haben.

Auch wenn es tatsächlich eine wortwörtliche Wiederholung ist, müssen dennoch ein paar Sätze erneut gesagt werden:

“Es bleibt dabei, Lautsprecherselbstbau kann jeder, der wirklich will. Selbstbau ist auch Arbeit. Wenn die Lautsprecher aber am Ende so toll aufspielen, wie sie es bei der Qualität von Udo´s Entwicklungen nun mal tun, dann ist das schon ein erhabenes Gefühl, sie selbst gebaut zu haben. An der Stelle muss Udo in aller Form für die Entwicklung gedankt werden.”

Letztlich kam das schönste Lob von meiner Frau, die das Set als hübsch und wohlklingend beurteilte. Die drei Kleinen dürfen bleiben!

Thomas

Zur U_Do 41/ 7 im Online-Shop

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.acoustic-design-magazin.de/2021/06/20/u_do-41-7-ohne-henkelmann/

1 Kommentar
neuste
älteste
Inline Feedbacks
View all comments

Guten Morgen Thomas,

Deine Herausforderung hast Du gut durchdacht und dann sehr schön gelöst.

Sieht aus als hättest Du beim Möbelhaus gleich das passende Zubehör mitgenommen.
Hast Du die Oberflächen roh gelassen?

Jetzt brauchst Du als Sahnehäubchen nur noch einen Sampler mit beschwingter Musik für Rudersklaven. (Bumm,…………Bumm,…………Bumm,……….) 🙂

Viel Spass beim gut beschallten Workout.

Peter

1
0
Kommentar schreibenx
()
x