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  • #31058
    Sparky

      Moin Rincewind,

      wegen Personen mit gedrosselter Leistung bin ich seit dem Erstlingswerk SB12 nicht mehr für Zuschnitte
      im Baumarkt gewesen…. Die aktuellen BG-Vorschriften bzgl. Mindestgröße der zu sägenden Brettchen betonen auch, dass es da in den meisten Zuschnittabteilungen mittlerweile auch eher um betreutes Arbeiten denn Fachhandwerk zu gehen scheint.

      Zumal hab ich einen frappierenden Unterschied zwischen Baumarkt- und Industriequalität festgestellt,
      bezieht man seine Brettchen direkt vom Fachhandel oder Schreiner, stellt man fest, das MPX nicht zwingend krumm sein muss und das MDF auf einmal beinahe das doppelte wiegt und weniger franst.

      Natürlich gibt es auch Ausnahmen, wo man im Baumarkt sowohl kompetentes Fachpersonal, als auch gute Holzqualität vorfindet. Wer so einen in der Nähe hat, darf sich glücklich schätzen.

       

      Frohes Verleimen trotzdem, bin gespannt, was Du aus den kleinen Kisten machst.

      Gruß,
      -Sparky

      #30813

      Als Antwort auf: Spackotreffen 2018

      Sparky

        …So, ich habe es getan!

        Trotz teils 15h Arbeitstagen einen eigenen kleinen Erdbeben-Generator gebaut.
        Da ich der Meinung bin, dass eine Sub-Kiste zusammen leimen 1.) kein Hexenwerk ist und 2.) hier ausführlich bereits von Schülzken dokumentiert wurde, stelle ich statt dessen diese Randnotiz ein 😉

        Sparky's Move 12

        Abstimmung und Nettovolumen wurden exakt von Schülzken übernommen, lediglich mit den Proportionen habe ich etwas gespielt. Zudem befindet sich im hinteren Gehäuse eine Trennwand, welche eine Kammer für ein Hypex DS 2.0 bildet. Wer gerne etwas experimentieren will, der sieht besser Terminals vor und nutzt ein externes Aktiv-Modul. Da ich aber sowohl Move 12, als auch das besagte Modul “in’s Ohr schloss”, durfte es bei meiner Version direkt in das neue Klangmobiliar einziehen.

        Das Gehäuse besteht aus 18er Buche MPX, ist innen versteift und wurde, um Udos Fräser und Nerven zu schonen, von Expresszuschnitt.de bezogen, deren Qualität und Maßhaltigkeit sich ebenfalls sehen lassen können 🙂

        Gesamt

        Der Neuzugang macht, was er soll. Er ergänzt das ohnehin schon fulminante Klangvolumen der GranDuetta schlicht (deutlich) um die letzte Oktave nach unten. Hätte man mir vor ein paar Jahren erzählt, ich würde mal einen Sub zum Musikhören nutzen, ich hätte die Person für bekloppt erklärt. Subs assoziiere ich üblicherweise mit “Großer Badda-Bumm!”, sei es im spektakulärem Heimkino-Erlebnis oder wenn Halbstarke damit ihre Rostlauben zerlegen. Dieser hier fügt sich aber harmonisch in’s Geschehen ein – und hat im Zweifel ja auch einen Aus-Schalter 😉

        Ruhige Musikrichtungen wie A capella, Jazz, Blues; halt alles, was instrumentell und eher ruhig zu Werke geht, braucht den tiefen Keller nicht mit Gewalt. Doch manche Werke, gerade aus dem Electronic / House / Metal – Genre freuen sich über “brachiale” Basswiedergabe, Face-to-Face von Daftpunk als Beispiel genannt. Und da “Bass” ab einer gewissen Tiefe einfach nur jede menge Energie und “harte Pappe” benötigt, kommt man da um einen Sub nicht herum, wenn auch Präzision unterhalb von 40Hz gewünscht wird – “übliche” HiFi-Verstärker sind in diesem Bereich nicht für derartige Impulse ausgelegt, weshalb es ein Aktiv-Modul benötigt. Das Hypex-Teil in ClassD Technik macht da eine gute Figur – Hochtontechnisch werde ich mit ClassD einfach nicht “warm”, aber Tiefton, dass kann diese Technik mit Abstand ziemlich gut 😉

        ….Ich werde am 27. in Bochum auf dem Sofa sitzen, damit ich auch Eigentümer des Move werden kann 🙂
        Vielleicht sieht man sich ja….

         

        Gruß,
        -Sparky

         

         

        #29728

        Als Antwort auf: Gehäuse für Draußen

        KTM-Tod

          Hallo,

          Bei meiner Mona (Baubericht „Torstens Mona 21“) hatte ich mich aus Gründen der Robustheit und Wetterfestigkeit auch für Siebdruck entschieden, was ich aus heutiger Sicht nicht mehr machen würde. Grundmaterial ist eine Birke Multiplex-Platte welche relativ weich ist, so dass man sich auch schnell Abrücke von einer Schraubzwinge einhandeln kann. Grundsätzlich ist Sie , durch eine rauhe und eine glatte Seite auf Stoß verklebbar. Die offenen Kanten müssen dann auch wieder versiegelt werden. Die Oberfläche machte auch nicht den Eindruck, das Sie mit einem Bündigfräser harmonieren würde, so dass man schon im Zuschnitt sehr exakt arbeiten muss.
          Für PA würde OSB wählen, farblich nach Wunsch gestalten und nochmal ordentlich mit Lack versiegeln.

          Gruß Torsten

          #29719

          Als Antwort auf: Gehäuse für Draußen

          Vadder
          Administrator

            Hi Achim,

            Spanplatte welcher Art auch immer klappt nicht. Ich habe Grobspan als Unterbau für die Dacheindeckung aus Aluwellblech am Carport. Das Spanzeugs lässt sich nach 5 Jahren ganz schön (durch)hängen.
            Dagegen hält die Siebdruckplatte an Nachbars Motorradanhänger jedes Wetter incl. Winter aus.

            Du kannst natürlich auch normales Multiplex mit Dickschicht-2K-Epoxyfiller wetterfest machen.
            Aber ob das billiger ist als Siebdruckplatten??
            Mit ein wenig Suchen gibt es Siebdruck in 21mm ab 50€/qm im Zuschnitt. Als ganze Platte (1250×2500 mm) ab 20€/qm.

            Viele Grüße vom Vadder

            #29362
            JoKa

              Hallo Markus,

              vorweg: das ist alles komplett richtig, was Du schreibst !!

              Mit dem nicht-vorhandenen 45°-Winkel hadere ich inzwischen auch. Das Drehrad, mit dem man die Höhe des Blattes justiert, lässt sich in der vorhandenen Bogenlochung nach rechts bis zum Ende der Lochung schwenken, dann ist Schluss und zwar leider kurz bevor die 45° erreicht sind. Man sieht es ganz gut auf dem Foto unten rechts. Bislang habe ich vergeblich nach einer Möglichkeit gesucht, dies auszutricksen. Vielleicht stelle ich die Säge mal kopfüber und checke dann sämtliche Schräubchen und Nipsel, möglicherweise habe ich ja irgend etwas übersehen.

              Auch wäre der Parallelanschlag rechts vom Sägeblatt besser gewesen, volle Zustimmung. Warum ich das nicht gemacht habe? Ganz simpel: Die Anschlagschiene vorne am Tisch (an der der Parallelanschlag fixiert wird) hätte ich dafür auf die rechte Tischseite montieren müssen. Für die Befestigungsmuttern war ein 10er Maulschlüssel notwendig, der auf dem gesamten Vereinsgelände aber nicht aufzutreiben war. Auf eine 1-stündige Hin- und Rückfahrt nach Hause, um einen 10er zu holen, hatte ich keine Lust. Wird schon klappen, dachte ich, schön langsam vorschieben und eine Erhebung am Anschlag brauchte ich ohnehin und wollte halt loslegen … Im Nachhinein kam mir der Gedanke, dass ein Baumarkt ja nicht weit gewesen wäre … Dadurch hätte ich auch den Kardinalsfehler vermeiden können, nämlich dass das Sägeblatt auf der Sichtfläche das Holz ausreißen kann (was auch teilweise passiert ist).

              Da der Parallelanschlag nur vorne befestigt ist, schiebt er sich auch noch hinten/oben geringfügig zur Seite, wenn man beim Vorschub zu viel Druck ausübt. Die Idee mit der zusätzlichen Schraubzwinge (auch zur Minimierung der Fuge zum Tisch) hatte ich auch, aber die Tiefe aller verfügbaren Zwingen reichte nicht bis zum Anschlag. Ich hätte eine Leiste drüberlegen und jeweils am Rand verzwingen können …
              Es hätte sich sicher auch ausgezahlt, wenn ich das billige Flachzahn-Sägeblatt mal gegen Wechselzahn ausgetauscht hätte.

              Hätte, hätte …

              Naja, Fehler sind auch dazu da, gemacht zu werden, um daraus zu lernen. Dazu gehört auch die Tatsache, dass billiges Werkzeug i.d.R. selten optimale Ergebnisse liefert. Das schließt übrigens auch den zur Kreissäge gehörigen Schlitten ein, der oben rechts auf dem Foto zu sehen ist und aufgrund des doch spürbaren Spiels in der Führungsschiene die Holzplatten beim Vorschub durchaus 2-3 mm nach re/li verschieben vermag. Kaum zu gebrauchen, das Ding. Höchstens für den Zuschnitt von Holzplättchen für den Weichenaufbau.

              Die Nachbearbeitung wird nun etwas aufwändiger, aber das habe ich mir selbst eingebrockt.

              Bis demnächst,

              Jo

              #29258

              Thema: Viermal Chorus 51 aus Baubuche

              Hallo allerseits, seit der Bericht der Chorus 51 erschienen ist, hatte ich sie zur Unterstützung des Fernsehtons bei Fi...Hallo allerseits, seit der Bericht der Chorus 51 erschienen ist, hatte ich sie zur Unterstützung des Fernsehtons bei Fi...
              JoKa

                Hallo allerseits,

                seit der Bericht der Chorus 51 erschienen ist, hatte ich sie zur Unterstützung des Fernsehtons bei Filmen im Kopf.
                Bislang stehen die Cheap Trick 231 re/li neben dem Fernseher. Mit 3,5 Litern netto schön klein und unauffällig, aber der Aufgabe nicht wirklich angemessen. Vor allem bei der günstigen Dayton-Hochtonkalotte war Steigerungspotential.

                C51 Doku 00

                Viel größer sollte es aber auch nicht werden, höchstens 9-10 Liter für einen 5-Zöller, von dem ich aber deutlich mehr Grundton und Volumen erwarten durfte. E-dings SB15 haben hier bereits überzeugt.

                Als beim letzten Event von Axel in Eschborn (Dez. 2017) auch die Chorus 51 aufspielte, war der Bau innerlich beschlossen – und verschoben auf wärmere Außentemperaturen.

                Und als ein Freund mich vor kurzem nach Ersatz für seine kleinen Braun-Kompaktboxen (mit 5-Zöller) fragte und wir uns auf ein Budget von 500-600 Euro einigten, lag es auf der Hand, gleich zwei Paare zu bauen.
                Das Multiplex-Schichtendesign der CT231 gefiel ihm gut, aber das war mir für 4 Boxen zu viel Arbeit. Vor 2 Jahren hatte ich die Nextel 18 mal so gebaut, mit angerundeten Innenausschnitten für 16 Platten pro Box und die vorgefrästen Frontplatten aus Mulitplex dann aufgesetzt.

                C51 Doku 01

                Vorgefräste Fronten wollte ich wieder nutzen, für den Korpus hatte ich aber etwas anderes im Sinn: Baubuche
                Das sind Leimholzplatten aus senkrecht verleimten Furnierlagen, die der geschichteten MPX-Optik recht nahe kommen. Wie es sich später optisch mit der Front aus Birkenfurnier verträgt, wird im Auge des Betrachters liegen. Ich sehe da aber kein Problem.

                Im örtlichen Baumarkt kostete mich eine Platte Baubuche 100×68 cm inkl. Zuschnitt 30 Euro. Es dauerte etwas, bis ich aus einer Platte den Zuschnitt für zwei Lautsprecher gebastelt habe:

                C51 Doku 02

                In Längsrichtung der Platte waren das für 4 Stücke netto 98cm. Der Mann an der Säge hatte also noch 20mm für insgesamt 5 Sägeschnitte zur Verfügung. Wichtig war auch, dass die Furnierrichtung in Längsrichtung der Platte läuft. Und weil die Streifenoptik möglichst bruchlos später um die Box herumlaufen soll, musste der Mann an der Säge die Platten genauso abwechselnd sägen wie gezeichnet. Beides war für ihn kein Problem.

                Alle Platten werden noch allseitig auf Gehrung gesägt. Die Boxen haben also am Schluss Außenmaße von ungefähr 18,5 x 29,5 x 29,5 cm. Das ergibt nur etwa 9,5 Liter im Innern, mit einem ungekürzten HP50 sollte es aber passen.

                Gestern konnte ich das Holz abholen, zu Hause in die richtige Reihenfolge puzzeln und für spätere Verwechselungen beschriften.

                C51 Doku 03

                Nächste Aktion sind dann die Gehrungsschnitte. Die kürzlich erworbene günstige Kreissäge, die ich bislang nur einmal für die CT193 genutzt habe, kommt dafür draußen zum Einsatz. Ich hoffe auf schönes Wetter am kommenden Wochenende.

                Schönen 1.Mai noch Euch,
                Jo

                #29227

                Als Antwort auf: Vintage-Mona

                Alechs

                  Hallo.

                  Da das Wetter besser ist, macht es wieder Spaß zu bauen 🙂
                  Der Boden ist fertig. Zuschnitt für den Sub auch

                  #28906

                  Thema: Große Treiber in kleinen Räumen

                  Oder: Wer viel misst, misst Mist Was haben sich die Reichsbahn und die Architekten vor hundert Jahren dabei gedacht, al...Oder: Wer viel misst, misst Mist Was haben sich die Reichsbahn und die Architekten vor hundert Jahren dabei gedacht, al...
                  Shumway

                    Oder: Wer viel misst, misst Mist

                    Was haben sich die Reichsbahn und die Architekten vor hundert Jahren dabei gedacht, als sie Siedlungshäuser für ihre Arbeiter und Beamte eines Ausbesserungswerkes ins Grüne stampften und sich überhaupt keine Gedanken um geeignete Musikhörräume machten? Nun gut, nach damaligem Verständnis hätte da mal mindestens ein ordentlicher Flügel plus Kammerbesetzung rein passen müssen. Aber im Gegenteil, die gute Stube ist nur um die 3 m breit und 4,7 m tief. Raumhöhe ist selbst abgehängt etwas mehr, als die heutige Norm vorsieht, vorhanden.
                    Obwohl diese Bauform in der Nähe der Arbeitsplätze mit Garten für Gemüseanbau und Geflügelhaltung seinerzeit eine Revolution war (https://de.wikipedia.org/wiki/Gartenstadt), waren ob der geplanten Nutzergruppe die Ansprüche niedrig. Es musste nur genug Platz für sechs Personen sein, dafür reichten ca. 55 m² auf zwei Ebenen, inkl. winzigem Abort. Zum Baden gab es einen Waschzuber im Keller. Jetzt ist der Dachboden ausgebaut, wir wohnen mit zwei Personen auf der Fläche, und trotzdem platzt alles aus den Nähten. Nun gut, die Miniaturtoilette ist verschwunden, dafür gibt’s ein recht geräumiges Bad auf der ersten Ebene.
                    Nur wie Parkplätze so gut wie nie vor dem Haus frei sind, will einfach auch kein idealer Hörraum wachsen. 2015/16 war ein Austausch der HiFi-Kette im Gange, und ich wollte aus dem Wohnzimmer die ollen Mivoc-Standboxen entfernen. Die hatten klanglich ausgedient und standen ständig im Weg vor dem Wohnzimmerregal – obwohl männlich, ist WAF bei mir ein Thema, sofern es um Praktikabilität geht. So bin ich auf der Suche nach geeigneten Produkten wieder beim Selbstbau gelandet, und damit recht flott bei Udo. Für das Wohnzimmer entschied ich mich für die Symphony 5, die einen analytischen und für meinen Geschmack daher entspannten Klang bietet. Durch die Abstimmung bestens geeignet für wandnahe Aufstellung, liefern die Schätzelken erstaunlich viel Bass. Ich konnte so bauen, dass sie in ein Regalfach auf Hörhöhe passen. Gelobt sei der Selbstbau!
                    Neben dem Hang zum analytischen Klang bevorzuge ich einen leicht überhöhten bzw. warmen Bass und einen dazu passenden Tiefbass. Und genau letztgenannten liefert die Symphony 5 nicht in gewünschter Menge. Ich diskutierte mit Udo einen Subwoofer, er tendierte zu einem Eton 8-Zöller mit Symphony II Chassis in Bassreflex-Ausführung in Mindestgröße und riet mir ab von meiner Idee eines geschlossenen Gehäuses für den Eton 11-Zöller – wohlbekannt aus der Duetta. Dieser hat den Charme, in Butterworth-Abstimmung in einem noch kleineren Gehäuse leben zu können als der 8-Zöller im BR-Betrieb. Da ich renitent bin, habe ich mir den 11-581 mitsamt Wyntek WAM300 Subwooferverstärker besorgt.
                    Irgendwann letztes Jahr entschieden meine Frau und ich 2018 zu renovieren und neu zu möblieren. Hurra, ich kann mir Platz für größere Lautsprecher schaffen! Aber was mit dem bis dahin ungenutzten Chassis machen? Die Symphony I Serie lief aus und mir fiel ein zweites Chassis günstig in die Hände. Daraus kann ich später eine Eigenkonstruktion machen (11-581 + 2 x 5-302 + 26HD1), oder wenn dies klanglich fehl schlägt damit eine Duetta aufbauen – natürlich nicht für das Wohnzimmer, sondern für den Dachboden 🙂
                    Vor dem Vermessen einer Eigenkonstruktion sollten die Chassis eingespielt sein, bemerkte ich Anfang des Jahres. Die Lösung waren Quick-and-Dirty-Subwoofer. Also alles noch mal schnell durchrechnen, das Holz bemaßen und raus zum Baumarkt, um für insgesamt 17 € Spanplatten im Zuschnitt und Filzgleiter zu kaufen. Die Erläuterung des Sägens runder und eckiger Löcher und das Verkleben von sechs Außenwänden hat Udo oft genug sehr schön beschrieben, auch den wunderbaren Fugenleim, ist also nicht mehr der Beschreibung wert. Hinzu kamen bei dieser Konstruktion noch zwei kleine Bretter als innere Versteifung, möglichst angeordnet in nicht allzu geradzahligen Abstandsverhältnissen. Das Nettovolumen ist 31,5 l. Mit etwas Dämmwolle, eigentlich nicht nötig beim Subwoofer, ergibt sich ein akustisches Volumen von ca. 34,5 l. Das ist nur knapp unterhalb der Butterworth-Abstimmung mit einer Gesamtgüte von Qtc=0,714. Im Wohnzimmer sieht das dann so aus:

                    Es existieren zwei von den Teilen, je einer links und rechts. Beide werden von einem Subwooferverstärker angesteuert, sind in sich also Mono. Bei den nicht ortbaren tiefen Frequenzen ist dies erst einmal kein Thema. Dazu weiter unten aber noch mehr.
                    Das Wohnzimmer ist offen zu Küche/Essecke/Treppenhaus. Tiefe Töne haben also etwas Auslauf und Resonanzen müssen sich bemühen ob der vielen Winkel und Ecken. Dazu ein nicht maßstabsgetreuer Grundriss des Raums, eingezeichnet sind Lautsprecher und Sofa mit Hörposition:

                    In einer ersten Abstimmung wird der Subwooferverstärker aufgrund von Nahfeldmessungen in einem Zentimeter Entfernung so eingestellt, dass die Schalldruckkurven sich grob ergänzen:

                    Die Grenzfrequenz war 63 Hz, dann folgt ein Tiefpass mit 24 dB Flanke. Zusätzlich kann der WAM300 in Terzschritten eingestellt werden im Bereich +/- 9 dB. Bei 31 und 40 Hz buckelte ich das Ganze ziemlich auf, unterhalb und oberhalb waren absteigende Werte eingestellt.
                    Die Musik hatte nun eindeutig Tiefbass, ich erfreute mich an verschiedenen Orgelwerken von Bach über Glass bis zu Dennerleins Jazzstücken.
                    Dummerweise stellte ich das Messmikrofon auch irgendwann in den Raum, so weit das Kabel reichte. Ups, wo kommt denn die Senke bei 100 Hz her (blaue Kurve im nächsten Bild)? Da musste die akustische Phase mal geändert werden. Bei 135° anstelle 90° bot sich ein grundsätzlich anderer Verlauf. Der Tiefbass deutlich überhöht, die Senke auf 80 Hz versetzt (rote Kurve). Ich dachte mir „da kannste machen wat Du willst, et jibt ‘ne Auslöschung“ und schaltete den Subwoofer ab und nahm noch eine Messung vor. Und siehe da, die Senke liegt wieder bei 100 Hz und hat nichts mit dem Subwoofer zu tun, sondern mit einer destruktiven Interferenz durch den Raum:

                    So hörte ich mir dies einige Wochen an und startete die nächste Messsession, die Chassis waren nun eingespielt.
                    Ansatz war, den doch übertriebenen Tiefbass zu entschärfen und den waghalsigen Versuch zu starten, mittels DSP des Subwooferverstärkers die 100 Hz Senke etwas aufzufüllen.
                    Tiefbassmessungen im normalen Raum sind durch mitgemessene Schallreflektion, bedingt durch das nötige Messintervall, alles andere andere als überzeugend mit dem vorhandenen, einfachen Messequipment, geben aber Anhaltspunkte. So würde bei einer Anpassung auf den Schalldruck des Mitteltons so gut wie kein Bass mehr vorhanden sein. Wenn ich dagegen um einen übertriebenen Tiefbass weiß, habe ich relative Bezugspunkte zur Anpassung. Das gleiche gilt für die Auffüllung der 100 Hz Senke. Als es messtechnisch passte, klang es gruselig nach einem völlig überladenen Bass. Die Wahrheit liegt also auf halber Strecke:

                    Die Messung wurde nun auf dem Sofa vorgenommen, daher der Unterschied im Schalldruckverlauf gegenüber dem letzten Bild. Damit das Stativ mit dem Mikro Platz fand, stand es etwas vor der normalen Kopfposition, was eine vermittelnde Position ist. Direkt an der Wand liegt ein Schalldruckmaximum vor. Das Ohr als Druckempfänger nimmt dies deutlich wahr. In der Mitte des Raums klingt der Bass dagegen deutlich verhaltener. Also habe ich dazwischen gemessen, etwa dort wo das X im Grundriss eingezeichnet ist.
                    Als die Einstellung die blauen Kurve lieferte, konnte ich klanglich mit dem Resultat leben. Folgendes Bild zeigt, wie dies im Nahfeld dann aussieht:

                    In einem Zentimeter Messabstand sieht der Subwoofer nun unterrepräsentiert aus. Ach ja, bitte nicht auf die Pegelwerte achten! Die Messsoftware ATB PC Pro kann nicht auf einen Abstand von einen Zentimeter eingestellt werden. Genauso nicht auf Werte oberhalb eines Meters. Auch habe ich gewiss nicht immer auf die genaue Einstellung der 2,83 V beim Messen geachtet. Die Kurven sind dennoch sehr hilfreich für qualitative Vergleiche.
                    Hier noch ein Screenshot von der Verstärkersoftware, die die Einstellungen zeigt:

                    Wie klingt es denn nun? Je nach Position im Raum ist mal weniger, mal mehr und mal sehr wuchtiger Tiefbass vorhanden. Dabei ist die Wiedergabe sehr knackig, wie zu erwarten bei einem geschlossenen Gehäuse. Akustische wie elektrische Bässe klingen sehr sonor, Orgeln sind tief und satt und Hammondorgeln machen richtig Spaß. Im Übernahmebereich zwischen Sub und Symphony 5 ist ein kleiner klanglicher Riss, da die kleine BR-Box in dem Bereich nicht so sauber spielen kann. Ich trenne die Symphony 5 nicht per Hochpass ab, habe aus Faulheit nicht einmal den BR-Schacht verschlossen. Die etwas „dünne“ Wiedergabe der Symphony 5, wie ich jetzt weiß bedingt durch die Auslöschung rund um 100 Hz, ist einem satteren Bass gewichen, der noch nicht übertrieben dick ist. An allem anderen der exzellenten Wiedergabe hat sich nichts geändert. Trotz der kritischen Aufstellung der Symphonys war die Räumlichkeit immer faszinierend gut, bei Durchstrahlung von Vogelkäfig und Zimmerplanze. 🙂
                    Die Räumlichkeit hat mit den Subwoofern bei den tiefen Instrumenten entgegen der verbreiteten Theorie etwas gelitten. Durch die Aufstellung beider Subwoofer oben auf dem Regal wirken manche Instrumente etwas nach oben verschoben. Natürlich sind die Pauken im Orchester meist etwas höher angeordnet, das konnte ich ohne Subwoofer aber nie hören. Ich vermute der Effekt kommt daher, dass der Subwoofer nun bis 100 Hz und dann mit einem 18 dB Tiefpass arbeitet, um die Senke zu füllen. Töne bis 200 Hz und darauf basierende Membranresonanzen höherer Ordnung sind wahrscheinlich Ursache für die Lokalisierbarkeit.

                    Udos Bedenken gegenüber einem aktiven, geschlossenen Subwoofer betrafen auch die Membranauslenkungen und die elektrische Belastung der Schwingspule. Obwohl ich nicht wirklich richtig laut höre, bin ich der Sache messtechnisch auf den Grund gegangen. Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden – aufgrund der Aufstellung in Raumkante bzw. Raumecke werden mir dabei 6 dB bzw. 9 dB Basserhöhung geschenkt. Es seien daher alle Mitforisten gewarnt, das Ergebnis auf die freie Aufstellung eines solchen geschlossenen Subwoofers, womöglich in einem großen Raum, zu übertragen!
                    Für die Messung nutzte ich Sinustöne gleichen Pegels, einmal bei 31 Hz, wo die Signallüberhöhung durch den Verstärker schon recht ordentlich ist, und dann bei 55 Hz, in etwa der Boxresonanz (siehe Impedanzkurve).

                    Rechnerisch gibt es die größte Membranauslenkung bei etwa 42 Hz, in diesem Bereich wird der Verstärker wegen der Raumeigenschaften stark abgesenkt. Eine Messung habe ich daher nicht gemacht. Am Vollverstärker habe ich dann die Spannungen gemessen, und diese in Verhältnis gesetzt mit denen am Subwooferverstärker:
                    31 Hz – Verstärker: 0,98 V – Subwooferverstärker: 0,6 V
                    55 Hz – Verstärker: 0,97 V – Subwooferverstärker: 0,44 V

                    In diesem Setting besteht also nie die Gefahr einer Schadens an den 11-Zöllern. Zuvor werden die 5-Zöller in Rauchwolken aufgehen 😮
                    Wenn man nur einen statt zwei Subwoofern nutzt, sieht das schon anders aus. Wir verlieren 6 dB Pegel wegen der fehlenden konstruktiven Interferenz. Damit würde man bei gleichem Schalldruckpegel die doppelte Spannung für das gleiche Ergebnis benötigen, also bei 31 Hz 1,2 V. Eine kleine Abschätzung zeigt auch hier noch keine wirklichen Probleme; wenn der 5-Zöller durch einen Ton von 31 Hz an seiner Dauerbelastungsgrenze von 70 W ist, muss der 11-Zöller 105 W verdauen. Dies liegt ein gutes Stück unter der Belastungsgrenze von 150 W. Nun besteht Musik nicht aus einem einzigen Ton, sondern einem ganzen Spektrum. Der 5-Zöller muss Signale von etwa sieben Oktaven verarbeiten, der Subwoofer dagegen 2,5 Oktaven. Ohne die Integralrechnung zu bemühen – da bin ich etwas eingerostet – ahne ich das die Rechnung zugunsten des 11-Zöllers ausgeht.

                    In einigen Wochen wird das alles Geschichte sein. Dann wird renoviert und danach ist hoffentlich Platz für eine neue, größere und in sich geschlossene passive Kompaktboxkonstruktion. Mir kommen immer wieder neue Ideen. Wo die Reise enden wird, weiß ich noch nicht. Eine Variante ist eine Linie 74 light als Regalbox, andererseits könnte ich die Symphony 84 vom Dachboden schrumpfen. Das wird Udo wahrscheinlich aus kaufmännischen und technischen Gründen nicht gefallen, letzteres weil das Vorhaben nur als GHP-Konstruktion geht. Ein Zeitgenosse aus Kleve veröffentlicht so etwas ständig, Udo hält davon Abstand. Der Vater der heute verwendeten Lautsprecherparameter, Neville Thiele, hat das im Alter von 89 Jahren auch noch mal in einem Paper veröffentlicht; lange nach anderen bei einem gewissen Magazin, für das auch Udo tätig war. Falls ich das umsetze, halte ich mich an die alte Laborweisheit „Versuch macht klug!“

                    Mit gut abgestimmten Grüßen 🙂

                    Gordon

                    #28659

                    Als Antwort auf: Linie 53 von Andi

                    hooly

                      Nach langem geht mal etwas weiter bei meiner L53. Am Wochenende hab ich mal aus dem
                      Platten
                      mit dem
                      Säge
                      das gemacht
                      Zuschnitt

                      danach hab ich mal einen Lautpsrecher mit Gaffa zusammen geklebt und eine Stellprobe gemacht

                      Stellprobe

                      Die Regierung hat dazu gemeint sind jetzt zwar “wuchtiger” aber zumindest ganze Lautsprecher. Sie hatte ja immer Angst das unsere kleine Tochter die SB18 von den Ständern schubst und sich dabei verletzt.
                      Wenn alles so läuft wie geplant sollte ich am SA die Fronten fräsen können. Dazu fehlt mir aber noch der 9mm Fräser für die Ecken vom ER4.

                      #28361

                      Als Antwort auf: Can U Do Jenga?

                      n8flieger

                        Hey Jörg,

                        der Preis meint das Holz für den Sub. Der qm Birke Multiplex in 15 mm kostet bei uns im Baumarkt 35,99 inkl. Zuschnitt. (Du bezahlst wirklich nur dass, was du auch mitnimmst) Und der Zuschnitt ist ziemlich genau.

                        Für die Satelliten hab ich mit Verschnitt (weil selber gemacht) ca. 25 EUR für das Holz bezahlt.

                        Also alles keine Anschaffungen, für die ich sparen müsste. Insofern hab ich es als Fingerübung angesehen und freue mich schon auf das erste Hören.

                        Gruß Enrico

                        #28360

                        Als Antwort auf: Can U Do Jenga?

                        schlamperl

                          Jo, alles klar! Der Zuschnitt ist echt günstig und was hast Du fürs Birkenholz hingeblättert?

                          Danke und Gruß Jörg

                          #28358

                          Als Antwort auf: Can U Do Jenga?

                          n8flieger

                            Hey Jörg,

                            der Sub ist noch nicht verleimt (schaffe ich erst die nächsten Tage), ich hab nur die Bretter mal hingestellt. Aus Gründen (obern bereits erläutert) hab ich das nicht in Gänze umgesetzt. Aber kostet ja auch nicht viel (16,49 EUR für den Zuschnitt in Birke MPX), wer weiß, wenn sich die Aufstellsituation ändert, der Sub auch präsent im Blickfeld ist und die Sat keine Probleme a la Monti machen, dann vielleicht…..

                            Gruß und schon jetzt ein schönes Osterfest
                            Enrico

                            #28238
                            HaZu

                              Moin Helge,

                              zu meiner Zeit als Student in Hamburg (Bergedorf) habe ich mir Zuschnitte hier machen lassen:

                              https://goo.gl/maps/bjdy5Sg1Do82

                              Einfach mal anrufen. War bei mir kein Problem damals. Die haben dort eine voll ausgestattete Tischlerei.

                              Grüße, HaZu

                              PS: ich wohne zwar mittlerweile in Lübeck, bin aber jederzeit für Fragen/Austausch zu haben 😉

                              #28225

                              Thema: Baumärkte/ Holzlieferanten in Hamburg

                              Moin, Moin, ihr Lieben! Es ist mal wieder so weit. Die nächste Runde U_Do steht an. Ich werde allem Anschein nach eine...Moin, Moin, ihr Lieben! Es ist mal wieder so weit. Die nächste Runde U_Do steht an. Ich werde allem Anschein nach eine...
                              H.T. Baxxter

                                Moin, Moin, ihr Lieben!

                                Es ist mal wieder so weit. Die nächste Runde U_Do steht an. Ich werde allem Anschein nach einen guten Freund mit den U_Do 16 beglücken dürfen!😍
                                Da ich nun aber den Wiedereinzug bei den Eltern überwunden habe und es mich von den Rändern Ostwestfalens an die Elbe verschlagen hat, habe ich keine Ahnung von den Begebenheiten hier.
                                Die U_Do 3 konnte ich in Ruhe im elterlichen Souterrain werkeln, kannte die Qualität der Baumärkte und wenn doch was war, hatte ich ein Auto vor der Tür. Alles soweit kein Problem, allerdings, will jetzt jeder Schritt und freundschaftliche Fahrdienst gut geplant sein.

                                Lange Rede, kurzer Sinn: Gibt es Empfehlungen für einen der hiesigen Baumärkte in Bezug auf Zuschnitt und Preis? Multiplex soll es werden. Da wir alle noch junge Hüpfer und keine Großverdiener sind, Schmerzen 150€ für Holz natürlich sehr.
                                Also Hamburg! Mach mich glücklich!

                                Generell natürlich auch schön zu wissen, wen man hier so zum allgemeinen Austausch vor Ort hat.

                                Beste Grüße
                                Helge😊

                                #28098

                                Thema: Mona 2.1 in Schwarz – Der erste Selbstversuch

                                Liebe Stammesbrüder und Schwestern, nachdem mein Vater erfolgreich seine Mona gebaut hat war es an der Zeit ebenfalls e...Liebe Stammesbrüder und Schwestern, nachdem mein Vater erfolgreich seine Mona gebaut hat war es an der Zeit ebenfalls e...
                                Ghosthy

                                  Liebe Stammesbrüder und Schwestern,

                                  nachdem mein Vater erfolgreich seine Mona gebaut hat war es an der Zeit ebenfalls eine zu bauen.
                                  Gesagt getan, der Bausatz wurde bestellt und zum nächstbesten Baumarkt getapert für das Holz.

                                  Ja, was soll ich sagen… Freitag Abend, 19:05 schlugen meine Frau und ich beim Zuschnitt auf…

                                  Er: Sie haben gesehen wie spät das ist oder? In einer Stunde ist Feierabend.

                                  Ich: Sie wollen mir doch nicht sagen das Sie für die paar Bretter eine Stunde brauchen?

                                  Er: Ja ich muss ja erstmal ausrechnen ob wir genug haben… Was sollen das überhaupt für Maße sein?

                                  Ich: Millimeter… steht da doch, und genug 19er MDF haben Sie auch im Zuschnitt ich hab vorhin angerufen und nachgefragt.

                                  Er ging dann zum 24er MDF und hat dies nachgemessen…..
                                  Er: ne wir nicht genug 19er….

                                  Ich: das ist auch das 24er was Sie gemessen haben, das 19er ist 2 Kammern weiter links…

                                  Er: Ja davon haben wir aber auch keine 5 Meter stücke.

                                  Ich: 5 Meter? da stehen 500 Millimeter?

                                  Er: Ja und das sind 5 Meter…

                                  Ich: Schönen Abend noch…

                                  Am nächsten Morgen dann zu einem anderen Baumarkt…. 10 Minuten Später meine Frühstücksbretter in der Hand und ab zu meinem Vater… Angelegt, getestet.. passt.. super Zuschnitt.

                                  Dann konnte es also los gehen.
                                  Bilder vom Zusammenleimen erspare ich euch hier, das habt ihr bei der Mona denke ich schon mehr als genug gesehen.

                                  Vorm verleimen des Subs erstmal alles testen, spielt, dann kann es ja weiter gehen.

                                  Das Furnieren war auch nichts besonderes, mit Leim Aufgebügelt, angeschliffen, gewachst, geschliffen, gewachst poliert fertig =D

                                  das Endresultat will ich euch aber nicht vorenthalten:

                                  furniert

                                  und der Komplette Einsatzbereich =)

                                  komplett

                                  Eins steht nach dem Projekt fest, der Durst ist noch nicht gestillt.

                                  Am 4.4. Werden wir uns auf die 4 Stunden Fahrt zu Meister Eder’s Werkstatt machen um dem Pumuckl beim Singen zuzuhören. Eventuell trifft man ja den einen oder anderen?

                                  Beste Grüße

                                Ansicht von 15 Ergebnissen – 121 bis 135 (von insgesamt 203)
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