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Thema: 2 Linke Hände könnten etwas Hilfe gebrauchen
Hallo liebe Bastelgemeinde, ich könnte etwas Hilfe gebrauchen denn scheinbar habe ich wirklich 2 linke Hände 😉. ...Hallo liebe Bastelgemeinde, ich könnte etwas Hilfe gebrauchen denn scheinbar habe ich wirklich 2 linke Hände 😉. ...Hallo liebe Bastelgemeinde,
ich könnte etwas Hilfe gebrauchen denn scheinbar habe ich wirklich 2 linke Hände 😉.
Vor etwa 10 Jahren habe ich einige Hifi Läden in Hamburg besucht, fühlte mich jedoch nirgendwo so richtig gut aufgehoben. Ich hatte sogar das Gefühl, dass mir niemand wirklich etwas verkaufen wollte. Damals habe ich noch recht viel im Hifi-Forum gelesen und bin eines Abends auf die DIY Ecke gestoßen und wurde neugieriger und neugieriger.
Nach vielen weiteren Stunden im Forum wollte ich es dann einmal mit einem 5.0 aus Udos SB-18 versuchen.
Da ich nicht viel Werkzeuge hatte, habe ich den Zuschnitt bei „Speaker Space“ auf Gehrung in Buche gleich mitbestellt.
Als die Pakete da waren habe ich sofort die Gehäuseteile mit den Holzdübeln zusammengesteckt und alles erst einmal nur mit Lüsterklemmen verbunden, um einen ersten Eindruck zu bekommen.
Ich wurde nicht enttäuscht 😊.
Nun kommen die zwei linken Hände ins Spiel.
Während mich die 2 provisorisch zusammen gebastelten Boxen beschallten habe ich nun versucht mit Hilfe eines alten Lötkolbens von meinem Vater die 3 anderen Weichen zusammen zu löten.
Wie sich heraus stellte, hatte mein Vater diesen scheinbar nicht grundlos aussortiert.
Ich habe das Zinn kaum flüssig bekommen.
Leider war mit meinem Ergebnis auch nichts anzufangen.
Ich kann den Fehler (Bild1, Bild2) zwar heute noch nicht finden, aber richtiger Ton kommt mit den Weichen leider nicht heraus.
Frustriert habe ich nun erst einmal aufgegeben und nutze seitdem noch immer die eigentlich provisorisch zusammen Gesteckten SB-18 für Musik und für den Rest mein altes 5.1 Brüllwürfelsystem.
Vor kurzem sind mir beim Keller aufräumen die restlichen Teile über den Weg gelaufen und ich wollte es nun doch noch einmal wissen.
Vorsichtshalber habe ich 3 fertige Weichen bei Udo nachbestellt
Etwas übereifrig legte ich gleich wieder los. Mittlerweile habe ich mich auch hier etwas eingelesen und weiß vom Fugenleim 😉 (Bei mir kam Ponal Classic zum Einsatz).
Scheinbar hat das Holz jedoch noch etwas gearbeitet und auch mit viel Druck und Schraubzwingen habe ich das Gehäuse nicht 100 prozentig dich zusammen bekommen BILD3
Hier und da kommt man gerade so mit dem Fingernagel zwischen.
Sorry für die lange Vorgeschichte, nun komme ich zu meinen Anliegen
Optisch würde mich der kleine Spalt gar nicht so sehr stören.
Aber wie bekomme ich diese Spalte (von innen?) am besten dicht?
Könnte ich das einfach mit einer Heißklebepistole machen oder wie sollte ich es am besten lösen?
Und da ich auch mit 3 fertigen Weichen nicht ganz ums Löten herumkommen, wollte ich nach einem Tipp für einen Lötkolben fragen. Ich hätte gerne etwas halbwegs Vernünftiges für möglichst nicht allzu viele Euro. Ich fürchte allerdings, sollte ich einen Kolben für 30€ im Netz bestellen, dass ich wieder ähnliche Probleme bekommen könnte.
Ich bedanke mich schon einmal fürs Lesen und hoffe ihr könnt mir weiterhelfen, damit ich nach nun schon 9 Jahren endlich in den vollen Genuss der SB-18 kommen kann.
Thema: Linie 54 oder Duetta?
Hallo liebe Selbstbaugemeinde und ADW Süchtige, auch mich hat es erwischt. Mit zittern die Hände die Ungeduld wächst. ...Hallo liebe Selbstbaugemeinde und ADW Süchtige, auch mich hat es erwischt. Mit zittern die Hände die Ungeduld wächst. ...Hallo liebe Selbstbaugemeinde und ADW Süchtige,
auch mich hat es erwischt. Mit zittern die Hände die Ungeduld wächst.
Dienstag hab ich meinen Termin bei Udo gehabt.
Schnell war für uns klar, das für einen Raum mit 50m² nur die Duetta und die Linie54 in Frage kommen.
Udo fing an die Lautsprecher anzustöseln und drückte mit das Tablet in die Hand und los gin es.
Nach ein paar Liedern, fragte ich ihn dann doch mal welchen Lautsprecher ich denn jetzt hören würde.
Da die Linie und die Duetta nebeneinander standen war eine Zuordnung für mich nicht möglich.
Es war die Duetta. Ok weiter durch den Ordner gezappt und dann Udo gebeten umzustecken.
Groß waren die Unterschiede nicht. Die Linie54 war der Lautsprecher meiner Wahl….. im Shop.
Schlanker zu bauen und nicht weniger bassreich.
So meine Idee.
Es zeigte sich aber das mir die Duetta mit ihrer entspannteren spielweise mehr entgegen kam wie die Linie.
Somit war die Sache klar. Einmal Duetta zum mitnehmen bitte.
Leider war dieses nicht möglich. Die Bässe sind im Moment nicht von ETON zu bekommen.
Werden kostenlos nachgeliefert. Super!!!
Das ganze andere Material durfte ich schon mal mitnehmen.
So wurde zu Hause gezeichnet.
Raus kam am Ende ein einteiliges Gehäuse in 24mm Wandstärke mit den Maßen H1095x B330x T450.
Meinen Schreiner um die Ecke angerufen und mal 2 Platten MPX in 24mm und Ahornfunier bestellt.
Zuschnittliste bekommt er morgen 🙂
In der Zwischenzeit war ich nicht untätig und hab schon mal die Weichen zusammen gebraten.
Da gibts jetzt auch mal ein paar Bilder von.
Bretter mit der Stichsäge aus noch vorhandenen Brettern geschnitten.
Bauteile aufgelegt wie es nach Schaltplan sein muss und genug Platz zwischen den Spulen ist.
MT/HT Weiche und Bass Habe ich getrennt aufgebaut.
Links und rechts der Bauteile Striche gemacht und Löcher mit dem Akkuschrauber gebohrt.
Strapse durch die Löcher und die Bauteile fixiert.
Anschließend die Elkos 🙂 zusätzlich mit Heißkleber fixiert.
Am Schluß die Kabel angelötet und dort schon die Polarität der Chassis gedreht (Phase)
So kann ich hinterher schön Farbrichtig anklemmen 😀
Bilder der ganzen Aktion sind im Anhang
Thema: Kaufberatung Kompaktbox Stereo mit Eckaufstellung
Hallo Selbstbau-Community, ich bin vor einigen Tagen auf diese Seite gestoßen und von der Auswahl und den Möglichkeiten...Hallo Selbstbau-Community, ich bin vor einigen Tagen auf diese Seite gestoßen und von der Auswahl und den Möglichkeiten...Hallo Selbstbau-Community,
ich bin vor einigen Tagen auf diese Seite gestoßen und von der Auswahl und den Möglichkeiten begeistert!
Nun würde ich gerne eine würdigen Nachfolger und ein Upgrade für meine Cyborg Needles finden, habe schon eine erste kurze Beratung von Udo per Mail bekommen (nochmals herzlichen Dank dafür!) – allerdings haben sich inzwischen die Rahmenbedingungen etwas verändert – der Preisrahmen musste runter;-)
Für euren Input bin ich euch daher sehr dankbar!
Zu den Fragen:
– Hast du bereits Erfahrungen bzgl (DIY-)HiFi und wenn ja welche?
Habe die Needles selbst gebaut.
– Nenne Details über den zu beschallenden Raum (Art und Größe, ggf akustische Situation)
knapp 24qm, linker Lautsprecher muss ins Eck neben Fernseher (siehe Bild im Anhang). Gesamte Wand hat ca. 1,90m. Die Couch steht an Wand gegenüber gut 4m entfernt. Deckenhöhe ca. 2,30m.
– Welches Setup ist gewünscht? (Stereo / Heimkino X.2 / Heimkinooption gewünscht?)
Stereo, Heimkino definitiv nicht gewünscht.
– Welche Aufstellsituationen sind möglich? (Wandnah/Freistehend, Kompakt-LS/Stand-LS, gerne auch mit Foto oder Skizze)
Wandnah über Wandhalter, da mir die Kippgefahr bei den Needles (und anderen Standboxen) und beim kommenden Nachwuchs zu hoch ist. Daher meine Idee, Kompaktboxen links und rechts vom Fernseher. Wandboxen sollten es nicht sein aus optischen Gründen.
– Wie groß dürfen die Lautsprecher maximal werden?
Breite max. 20cm, Höhe max. 40, Tiefe max. 25. Sollte einigermaßen kompakt bleiben.
– Beschreibe deinen “Hörgeschmack” in Bezug auf Musikrichtung, Vorlieben im Bassbereich (viel/wenig, trocken/punchig), geforderte Pegel, …
Eigentlich alls querbeet: viel Pop, viele akkustische Sachen (Gitarre + Stimmen) aber auch Klassik und mal HipHop & Rock; kaum elektronisches. Klanglich gefallen mir die Needles aktuell schon ganz gut, auch wenn da der Bass etwas fehlt. Viel Pegel muss nicht sein, hören eher leise in einer Wohnung mit dünnen Wänden und Decken.
– Was ist bisher an Lautsprechern vorhanden?
Cyborg Needles mit W3-871.
– Welches Elektronikequipment ist bereits vorhanden oder soll angeschafft werden (Verstärker, Quellen, Raumkorrektur)
Onkyo dr-s501 (keine Klangkorrektur möglich)
– Wie würdest du deine handwerklichen Fähigkeiten und Möglichkeiten einschätzen?
würde mich generell als handwerklich geschickt beschreiben.
– Wie hoch ist das maximale Budget?
600,- € für das Paar – allerdings sollte da alles drin sein, also inkl. Gehäusezuschnitt und Löten, da ich gerne ein Rundum-Sorglos-Paket hätte:-)
– Aus welcher Region kommst du? (wegen Möglichkeiten zum Probehören und persönlicher Beratung)
Stuttgart
– Hast du spezielle Wünsche?
WAF muss vorhanden sein 🙂 Also kompakt und “clean”.
Das erste OK haben schon mal folgende Boxen bekommen (hab bewusst nur nach inkl. Zuschnitt gesucht):
SB 12 6L ADW
SB 15 STC ADW
SB 18 CB (die ADW ist mir zu tief)Die Chorus 51 liegt leider über dem Budget…
Bin mir nach einigem Einlesen im Forum hier und im Magazin aber nicht sicher, ob ich bei denen ohne Subwoofer auskomme, da diese explizit als Heimkino-Satelliten bezeichnet werden… Vielleicht habt ihr eine Idee?
Vielleicht kann die sogar Jemand mit den Needles vergleichen?
Oder etwas ganz anderes? 🙂
Herzlichen Dank vorab für eure Tipps und Anregungen!
LG, Chris
Thema: Das MiniACL-Kofferkinoradio
Vorbemerkung: Durch den Schaffensdrang eines hochbegabten Baggerführers war bei uns zeitweise der Strom weg. Darum hat d...Vorbemerkung: Durch den Schaffensdrang eines hochbegabten Baggerführers war bei uns zeitweise der Strom weg. Darum hat d...Vorbemerkung:
Durch den Schaffensdrang eines hochbegabten Baggerführers war bei uns zeitweise der Strom weg.
Darum hat das Ganze ein wenig länger gedauert.Das MiniACL-Kofferkinoradio
Seit Jahren denken der User Sohnemann und ich über eine Unterhaltungsmöglichkeit für Schmiede und Bastelkeller nach. Das alte Kofferradio von Feinkost Albrecht hat seine besten Zeiten hinter sich und empfängt mit Mühe noch WDR2. MP3 und andere Quellen kennt es eh nicht.
Da Corona mir einige Moppedtouren verhagelt hat, war jetzt genug Zeit vorhanden, diverse Überlegungen anzustellen.
Streaming war dabei kein Thema. Weder in der Schmiede noch im Keller steht stabiles WLAN zu Verfügung. Blieben also UKW und Konserven von Stick bzw. TF-Card als Quellen übrig.
Im Internet stieß ich auf diverse Angebote für Doppel-DIN-Autoradios aus dem Land des Lächelns.
Die Wahl fiel auf ein „schlichtes“ Modell für 29€ mit Artikelstandort in Deutschland.
Nach vier Tagen klingelte der Paketbote und stellte mir den Karton vor die Tür.
Das Teil kann UKW, MP3, Flac, MPEG, usw. zuzüglich diverser Fotoformate, Handy-Uplink via Bluetooth etc. Dazu kommt noch ein Pre-out. Es kann also als Zuspieler für den DIY-933 an der Party 12 dienen. Ach ja, eine Fernbedienung ist auch noch dabei.
Mehr als wir brauchen.
Stand noch die Wahl der Schallwandler im Raum. Udo hat zwar mit der U_do 41_7 eine schicke Mobilbox im Portfolio, aber die war uns ein wenig zu groß.
Daher fiel der Entschluss, etwas Ähnliches auf Basis der Mini-ACL zu bauen. Zudem sind im Schadenfall die Chassis preisgünstig zu ersetzen. Ein deutlicher Vorteil für die raue Umgebung.
Also fix die Bausätze bei Udo besorgt und ran an die Feinplanung.
Als Format für die MiniACLs passte das Originalmaß nach dem ADW-Bauplan gut. Nur für die Elektronikabteilung musste ein eigenes Abteil zwischen den Kisten eingebaut werden. Die Mindestgröße dafür war durch das Radio vorgegeben. Dazu kam noch Platz für einen lageunabhängigen12 V / 7,2 Ah AGM-Bleiakku. Für LiFePO4 war bei den aktuellen Preisen das Kosten-Nutzen-Verhältnis zu schlecht. Am Ende seiner Lebenszeit kann der Bleiklotz ja immer noch gegen etwas anderes ausgetauscht werden.
Als UKW-Antenne wurde ein einfaches Klebemodell vorgesehen. Zwar hätte eine Stabantenne bessere Empfangseigenschaften gehabt, das war mir aber zu sperrig. Die Entscheidung wird sich später noch rächen.
Benötigt wurde noch ein simpler Minikippschalter, um das Zündschloss zu imitieren. Sonst ist im Display auch bei „ausgeschaltetem“ Gerät immer die Uhrzeit zu sehen. Für einen schicken beleuchteten Druckschalter ist vor dem Akku leider nicht genug Platz.
Zu allem Überfluss lag noch ein digitales Voltmeter aus meinen Oldtimerzeiten rum. Eine nette Kontrollmöglichkeit, um eine Tiefentladung des Akkus zu vermeiden.
Fehlt noch etwas? Ja, ein Griff zum Tragen und das Holz natürlich.
12mm Siebdruckplatte wäre ganz gut, weil pflegeleicht. Leider bietet der örtliche Baumarkt gerade keinen Zuschnittservice an. Eine ganze Platte mit 2,5 m² war mir dann doch zu groß. Im handlicheren Format von 1200 mm x 600 mm gab es das Zeug aber unbeschichtet als „Sperrholz Pappel/Eukalyptus“. Passt auch.
Für die Verwandlung in passende Brettchen wurde die schon lange ins Auge gefasste Tischkreissäge angeschafft.

Bei der Oberflächenbehandlung sollte es etwas Anderes werden als meine übliche Tränkung mit Hartwachsöl. Zufällig hatte der Discounter nebenan Holzlasur in Titan metallic im Angebot. Passt farblich theoretisch ganz gut zum Amboss. Folgerichtig wurde ein Pott davon besorgt.
Nachdem alles zusammengetragen und mit dem 3D-Drucker ein Staubsaugeradapter für die Säge hergestellt war, ging es an den Zuschnitt.

Da lauerten natürlich einige Tücken der frisch ausgepackten Säge. Auch wenn es eine „Blaue“ ist, ließ die Feinjustierung doch das eine oder andere Zehntel vermissen. Leider summiert sich so etwas.
Wer jetzt Bilder von den Brettchen und vom Zusammenkleben erwartet, möge in Udos Artikel zur Mini ACL nachsehen. Ich zeige euch meine schrägen Schnitte nicht. Die Chassisausschnitte wurden schlicht mit der Standbohrmaschine gemacht. Eine Versenkung in die Front hielt ich beim angepeilten Verwendungszweck für überflüssig.
Aber ein Gutes hatte die Sache. Mit jeden Brettchen näherte sich die Justage dem Idealzustand. Gut so, nicht nur für das Schmiederadio.
Bei Sohnemann steht noch ein Multiroomset aus Udos Warenkorb an. Und der Nachwuchs ist mit halben Millimetern deutlich pingeliger als der altersmilde Vadder.Da Sohnemann nach Feineinstellung der Säge parallel zu mir mit seinem Projekt loslegte, hier zunächst eine kleine Impression, wie zwei Leute eine relativ aufgeräumte Werkbank in kurzer Zeit zu einem kontrollierten Chaos machen können.

Ein paar Bilder habe ich dann doch gemacht.
Vor allem vom Aufbau des Radio- und Akkuabteils. Ignoriert einfach den Kabelsalat. Gut 50 % der Strippen werden beim Kofferradio nicht benötigt. So z.B. die Anschlüsse für Rückfahrkamera, Lenkradfernbedienung, Dash Cam usw.
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Das Elektronikabteil wurde saugend an Radio und Akku angepasst. Dazu kamen Anschläge für Länge und Breite, um die Teile wackelfrei verschrauben zu können. Beim Radio hielt dazu die hintere Zentralschraube her, beim Akku ein Klötzchen, das mit einer M5-Schraube und Rampamuffe den Trumm fixiert. Kurzer Testlauf…

…dann wurde das Abteil zwischen die Mini ACLs geleimt. Vorher bitte Löcher für die Lautsprecherkabel bohren. Ohne Winkelvorsatz für die Bohrmaschine wird es sonst schwierig.

Eine Sägeliste für das Mittelstück gibt es übrigens nicht. Wer das Kofferradio nachbauen will, muss die Maße anhand seine Bauteile (Radio, Akku) selbst ermitteln.
Dann konnte endlich die Metallic-Lasur zum Einsatz kommen. Nach zweimaligem Auftrag sah das Zeug zwar eher wir Lack aus, wusste aber zu gefallen. So mancher Autohersteller nimmt für gun metal grey viel Geld.
Chassis und Reflexrohre einsetzen, vier Silikonfüße ankleben, Radio, Schalter, Voltmeter und Akku verstauen, alles verdrahten, TF-Karte einsetzen, einschalten.
Hör da, es spielt. Und zwar gut…erstmal…mit MP3 und WAV. Flac ist je nach Auflösung sehr! leise. Naja, Flac brauche ich in der Schmiede nicht. MP4 auch nicht.

Dann die Ernüchterung. Radio ging gar nicht. Trotz Aktivantenne kam nur Rauschen an. An wem liegt‘s? Radio oder Antenne? Einfach einen Meter Draht in die Antennenbuchse und es wurde besser.

Also is die Tante Enne in Schuld, wie der Ruhri sagt.
Und jetzt? Noch eine Pleite mittels gekaufter Antenne war nicht vorgesehen. Also wurde das wenige Restwissen über Antennenbau ausgegraben. Dipol wäre gut, ein λ/2-Dipol ist aber für das 3m-Band doch recht groß. Probeweise wurde ein Ringdipol aus 1,5er Draht gebogen, der guten Empfang bot, aber immer noch ordentlich groß war.
Die Lösung kam wie so oft aus dem Internet. Dort gab es eine Bauanleitung für einen λ/4-λ/12-Parallel-Dipol im 2m-Band. Schnell auf 3m umgerechnet, provisorisch aus Klingeldraht gebaut, klappt. Also 2mm-Messingrohr in 1 Meter Länge besorgt. Passt schön als Gesamtlänge.
Für Nachbauer: An die Schirmung des Antennenkabels kommen 25 cm Draht (oder anderes leitendes Material), an die Seele 75 cm. Der notwendige Abstand zwischen den beiden Elementen wird einfach mittels Lüsterklemmen hergestellt. Das lange Ende kann man gerne gebogen ausführen. Und wem es nackig nicht gefällt, der darf das Ganze auch in einem Plastikrohr verstecken.

Die Montage mit offenen Lüsterklemmen hat aber den Vorteil, dass ich im Keller den großen Dipol mit λ/2 anklemmen kann. In der Betongruft kommt die kleine Version doch an ihre Grenzen.
Wenn ich jetzt Klangeindrücke beschreiben soll, wird das nichts. Das Billigradio kann deutlich weniger als die Mini ACL und schöpft das Potential der Box bei Weitem nicht aus.
Was aber auffällt, ist die Tatsache, dass das Kofferkonstrukt besser klingt, wenn es etwas nach hinten aus der Senkrechten gekippt wird. Dann hat es anscheinend nicht so viel Stress mit frühen Reflexionen an der Tischplatte.
Auf einem artgerechten Stellplatz existiert dieses Problem aber nicht 🙂

Viele Grüße vom Vadder